Artikel 1 bis 2 von 2 gefundenen...

[1-15]

 
Blue Mountain - midnight in mississippi [2008]
Gerade mal 6 Wochen nach dem starken "Omnibus" (14 neu eingespielte Interpretationen ihrer absoluten Klassiker), erscheint nun mit dem prächtigen "Midnight in Mississippi" das heiß erwartete, erste Studioalbum mit komplett neuem Material nach der Reunion von Blue Mountain. Die großartige, in No Depression-Kreisen regelrechten Kultstatus genießende Rootsrock-/Alternate Country-/Americana-Formation um den exzellenten Gitarristen (das amerikanische "Gibson Guitars Magazine" wählte ihn kürzlich in die Top 5 der wichtigsten Gitarristen der Alternate Country-Ära), Sänger und Songwriter Cary Hudson knüpft damit, übrigens in Original-Besetzung, nahtlos an die gefeierten Alben ihrer Anfangszeit an. Spritzig wie eh und je, ungemein spielfreudig und voller Tatendrang hören wir 12 durchweg erstklassige Songs - in staubigem, rootsig angerautem Americana-/Alternate Country-Ambiente und mit dem Charme des Südens im Blut (immerhin stammt die Truppe aus dem US-Bundesstaat Mississippi), aber überwiegend auch in herrlich lockeren, flockigen Rhythmen, durchzogen von klasse Melodien und ungemein lässigen, flüssigen, sehr transparenten Gitarrenlinien. Mitten hinein in diese Lockerheit platzt dann mal so ein robuster, dabei nicht minder stark hängen bleibender, grandioser Crazy Horse-like Rock-Kracher wie das Titelstück "Midnight in Mississippi", das klingt als hätte es Hudson geradewegs gemeinsam mit Neil Young komponiert (was natürlich nicht der Fall ist - es entstammt komplett aus Hudson's Feder). Fette, kratzige, laute E-Gitarre, eine raue Mundharmonika, mächtig Dreck aufwirbelnder Drive und ein tierisches Gitarrensolo am Ende - Rootsrock-Herz, was willst Du mehr? Zu den weiteren Highlights zählen u.a. der muntere, frische Opener "Groove me" (geschrieben von Cary Hudson und der großartigen Shannon MacNally), das melodische, einerseits überaus entspannt wirkende, andererseits durchaus knackig und schön angerockt rüberkommende "By your side" mit seinen schönen Harmonies, einem tollen, unaufdringlich wirkenden Hammond Orgel-Hintergrund und den lockeren Gitarrenlinien, das Hippie-mäßige "70's song", der ungemein locker dahin fließende, wunderbar ins Ohr gehende, von tollen, transparenten Gitarren begleitete Americana-/Alternate Countryrocker "She's a wild one", das mit einer exzellenten Slide-Gitarre garnierte, knackige, melodische "Emily smiles", die feine Americana-Ballade "Butterfly", das entspannte, wunderschöne, semi-akustische "Rainy day", oder auch das mächtig dampfende Finale "Skinny dipping", einem furiosen, ungemein dreckigen, schwülen Swamp-Blues-Shuffle-Juke Joint-Boogie, bei dem die Band deutlich ihre Herkunft ausspielt. Keine Frage: Was "Omnibus" schon angedeutet hat, ist mit dem prächtigen "Midnight in Mississippi" nun ohne "Wenn und Aber" eingetreten - und zwar auf beeindruckende Art und Weise. Blue Mountain stehen wieder voll im Saft!

Tracks:
1. Groove Me (2:39)
2. By Your Side (3:38)
3. 70's Song (3:18)
4. She's A Wild One (4:08)
5. Midnight In Mississippi (4:15)
6. Emily Smiles (3:19)
7. Butterfly (3:42)
8. Pretty Please (4:33)
9. Gentle Soul (3:14)
10. Rainy Day (3:19)
11. Free State Of Jones (3:26)
12. Skinny Dipping (4:03)

Art-Nr.: 5907
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 9,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
By your side
She's a wild one
Midnight in Mississippi
Emily smiles
Butterfly
Skinny dipping

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Son Volt - the search [2007]
Jay Farrar und seine "Gang" mit dem zweiten Album nach ihrer 2005er Reunion, das man, da gibt es keinen Zweifel, erneut als eine absolute Glanzleistung bezeichnen muß! Farrar ist ein Mann, der es liebt seine musikalischen Visionen stetig zu erweitern. "The search" ist geradezu ein Musterbeispiel dafür neue Territorien zu erschließen, ohne dabei jedoch die typischen Son Volt-Charakteristika dieses rauen, unbeschwerten, dreckigen Retro-/Americana-/Alternate Country-/Gitarren Rootsrock-Fundaments mit seinen erdigen, rotzigen Riffs und Licks, dem staubig roughen, ungeschliffenen Charme und den ausgezeichneten Melodien zu verlassen. Verantwortlich für den neuerlichen Kreativitätsschub sind Farrar's Entscheidungen das Line-Up der Band um einen großartigen Tastenmann (Derry DeBorja) zu erweitern, der mit seinen Einsätzen den Sound ein ums andere Mal überaus angenehm verfeinert, wie auch das Klangspektrum hin und wieder mit sehr variablen Nuancen, wie beispielsweise der Integration unaufdringlicher, aber sehr prägnanter, souliger Bläser bei dem sehr flockigen, schwungvollen, wunderbar ins Ohr gehenden, knackigen Pracht-Rootsrocker "The picture"oder das Infiltrieren psychedelischer Anlagen (u.a. bei dem großartigen "Action" oder dem gar etwas an die frühen R.E.M. erinnernden "Underground dream"), zu ergänzen. Son Volt treffen den schmalen Grat ihres vertrauten Sounds und neuer Experimentierfreudigkeit mit geradezu traumwandlerischer Sicherheit. Ein unwiderlegbares Indiz für die außergewöhnliche Klasse der Truppe! Sehr stark beispielsweise auch solche Nummern wie der voller unbekümmertem "Garage-Flair" steckende, flotte, ein wenig an alte Byrds-like Hippie-"Eight miles high"-Tage zu erinnern scheinende Rootsrocker "Beacon soul", das von rauen, glühenden, Neil Young-/Crazy Horse-like Riffs geprägte "The search", die um Streicher-ähnliche Keyboards ergänzte, andererseits sehr rootsige Americana-Ballade "Circadian rhythm", die tolle, 5-minütige Piano-Ballade "Adrenaline and heresy" mit ihrer feinen Melodie (zunächst nur Klavier und Farrar's unverkennbarer, großartiger Gesang, ehe für die letzten 1 1/2 Minuten noch ein rootsiges Drumming einsetzt), das leicht punkige, kernig rockende "Satellite", usw.! Zu den absoluten Höhepunkten des Albums zählen zwei hinreißende Alternate Country-/Americana-Balladen, die sich trotz allen "Staubs" wunderbar in unseren Gehörgängen festsetzen: Zum einen das raue, von herrlicher, "dreckiger" Steelguitar und schönen Orgel-Klängen begleitete "Methamphetamine" und zum anderen das traumhafte, viel Gram Parsons-Feeling versprühende, von vielschichtigen Gitarren (u.a. erneut eine hervorragende, angeraute Steelguitar) und tollem Duett-Gesang Shannon McNally's geprägte "Highways and cigarettes"! "The search" stellt einmal mehr eindrucksvoll unter Beweis, warum Son Volt und vor allem deren Kopf Jay Farrar zu den wichtigsten und einflußreichsten Künstlern der Roots-/Americana-/Alternate Country-Bewegung zählen. Wie eingangs erwähnt: Eine absolute Glanzleistung!

Art-Nr.: 4758
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!