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Bonamassa, Joe - blues deluxe [2003]
"Blues deluxe" ein Albumtitel, dem man erstmal gerecht werden muß! Meistert er diesen Anspruch? Und wie er ihn meistert - auf beängstigend starke Art und Weise! Drittes Album dieses grandiosen Gitarren-Wunderknaben, der mit seinen schier wahnwitzigen Gitarrenritten die Blues- und Bluesrock-Welt, sowie die Enthusiasten elektrisierender, endloser, kochender Soli auf den 6 Saiten, einmal mehr in Verzückung versetzen dürfte. Nach zwei klassischen Bluesrock-Alben, bei denen der Rock ein leichtes Übergewicht gegenüber dem Blues hatte, ist es diesmal genau umgekehrt. 2003 wurde zum "Jahr des Blues" erklärt, zu dem der am 8. Mai 1977 geborene Bonamassa (an diesem Tag wurde der große Robert Johnson 66 Jahre alt) mit diesem fantastischen Album seinen ultimativen Beitrag gibt. "Blues deluxe" ist eine Hommage an die Großen des Blues, an all die Bluesveteranen, die ihn beeinflußt und geprägt haben. Angefangen von B.B. King, der ihn seinerzeit im Alter von 12 Jahren entdeckte, über John Lee Hooker, Elmore James, Albert Collins, bis hin zu besagtem Robert Johnson. Mit begnadeten Coverversionen und einigen eigenen Songs verneigt er sich vor seinen Vorbildern. Dabei ist er auf dem Weg sebst einer der ganz Großen zu werden. Wieder mit seiner, aus den beiden Vorgängeralben und der Live-DVD bekannten, großartigen Band um Eric Czar am Bass und Kenny Kramme am Schlagzeug im Rücken, und den beiden zusätzlichen Musikern Benny Harrison (Hammond B3) und Jon Paris (Harmonica), spielt Bonamassa den Blues mit einer unglaublichen Authentizität, Intensität und Leidenschaft, aber auch voller Gefühl. Obwohl der Blues eindeutig dominiert, wird natürlich auch gewaltig gerockt. Bonamassa's Art den Blues zu spielen, ist immer rockig. "Pure Blues" hin, "Pure Blues" her - die rockige Note ist immer vorhanden - er kann gar nicht anders! Und Leute, wie das an manchen Stellen rockt und dampft - "irre"! Apropos "irre": Bonamassa's Gitarrenspiel ist ein purer "Höllenritt" auf den 6 Saiten. Mal erzeugt er ganz klare und messerscharfe Läufe, dann maltretiert er sein Instrument zu wilden, brodelnden und glühenden Slide-Orgien, um sich anschließend wieder in ganz gefühlvollen Spielereien zu verlieren, ehe er einmal mehr in ekstatischen Bluesrock-Soli regelrecht explodiert. Und mit welch einer Virtuosität, Gewandheit und Fingerfertigkeit das geschieht - atembaraubend! Zuweilen scheint er über sein "Brett" zu fliegen. Dazu seine rauhe, kehlige Stimme - es paßt einfach alles! Los geht's mit einer großartigen Coverversion von B.B.King's "You upset me Baby", gefolgt von einer Wahnsinns-Version des John Lee Hooker-Klassikers "Burning hell"! Da stockt einem der Atem! Ein flammender, elektrisierender, unaufhörlich abgehender, fast 7-minütiger Boogie-Blues-Rock-Kracher, vollgestopft mit einem fulminanten Slide-Feuerwerk, dem eine dreckige Bluesharp noch die richtige Würze gibt. Wow, das dampft! Anschließend das Titelstück, eine herrliche alte, von Rod Stewart (als der noch mit Jeff Beck zusammenspielte) geschriebene Blues-Nummer. Recht ruhig beginnend, mit klar abgegrenzten, flinken Gitarrenläufen, äußerst intensivem, gefühlvollen Gesang, spielt sich Bonamassa im Zentrum des Stücks mit schier endlos wirkenden Soli in ein regelrechtes Rock-Gewitter, ehe das Ganze wieder in den Slow-Blues-Rhythmus zurückfällt. Was für eine Gitarrenarbeit. Ob der kraftvolle, riffige, leicht country-fried funky wirkende Rocker "Man of many worlds", das akustische "Woke up dreaming", bei dem er ein atemberaubend schnelles Delta-inspired Acoustic-Picking demonstriert, der dampfende, swampige Shuffle-Boogie-Blues "Wild about you, Baby", der groovende T-Bone Walker-Slow-Blues "Long distance blues", wieder mit grandiosen, quirligen, zwischendrin ungemein rockigen, Gitarrenläufen, oder der trocken qualmende, mit glühender, röhrender Slide-Gitarre und drückender Harp gespickte Blues-Rocker "Walking Blues", ein Robert Johnson-Klassiker, von dem ZZ Top nur träumen können, das sie so etwas nochmal hinkriegen... - alles Nummern, die einem in Mark und Knochen gehen. Joe Bonamassa ist bereits mit seinen 25 Jahren eine Institution in Sachen Blues/Bluesrock, die seinesgleichen sucht! 51 1/2 Minuten "Blues deluxe" des Gitarren-Magiers - im wahrsten Sinne des Wortes! Ein absolutes Highlight des "Year of Blues"!

Art-Nr.: 2050
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Burning hell
Wild about you, Baby
Long distance blues

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Bonamassa, Joe - so, it's like that [2002]
Anschnallen! Bluesrock-Guitarslinger Joe Bonamassa (ex-Bloodline) ist zurück mit seinem zweiten Album. Vorweg: das Teil ist erneut, wie schon das 2000er Werk "A new day yesterday", ein absoluter Knüller! Ein Feuerwerk an atemberaubenden, fetten Gitarrensoli voller Power und Intensität! Leidenschaft und Schweiß pur! Immer noch in klassischer Trio-Besetzung mit seinen großartigen Kollegen Kenny Kramme am Bass und Eruc Czar an den Drums geht die Tendenz auf dem neuen Album etwas weg von dem allzu klassischen Bluesmaterial in Richtung Rock, wobei sich der ein oder andere Song sogar mit wunderbaren Melodien und sehr gefällig in die Gehörgänge des begeisterten Zuhörers einnistet. Das bekommt dem Album richtig gut, denn trotz aller "Schönheit" verliert Bonamassa nie diese unglaubliche Energie und Power, dieses rohe Grundklima, diesen immensen musikalischen Druck und auch nie den Blues komplett. Ihm gelingt es auf faszinierende Weise seine ihm angeborene, durchaus etwas southern-eingefärbte Blues-Power, in intensiven, mächtig kraftvollen Rocksongs voller elektrisierender, krachender Riffs, furioser Gitarrenläufe und tollen Gesangspassagen zu kanalisieren. Klasse Melodien paaren sich immer wieder mit exzessiven, gewaltigen Gitarrenriffs und -soli, die von "Allmans-style" bis zu SRV- und Hendrix'schen Läufen alles bieten, ohne das Bonamasse je seine eigene Identität verliert. "My mistake" beispielsweise beginnt mit lockeren Akustik-Gitarrenriffs, denen dann sofort druckvolle Rhythmen aus Bass und Drums folgen. Knallige E-Gitarrenriffs setzen ein, dazu eine wunderbare Lead-Gitarre, klasse Gesang, eine starke Melodie und ein Finale mit einem irren, gewaltigen, bluesigen Gitarrensolo, bei dem sich Mr. Bonamassa die Finger blutig zu spielen scheint. Überhaupt ist das Songmaterial, überwiegend aus der eigenen Feder, absolute Spitze. Es gibt überhaupt keinen Hänger. "Lie # 1" ist ein röhrender, fetter, "Southern-style" Bluesrocker mit flinken, glühenden Gitarrenläufen, der auch die Southernrock-Fraktion begeistern sollte, ebenso wie "Mountain time" oder das stampfende, Boogie-lastige "Sick in love". Derben Blues hören wir beim Titelstück, während "Unbroken" wunderbar melodischen American Rock bietet, ähnlich wie "Waiting for me" mit seinen schönen Piano-Passagen, Mandoline und den üblichen tollen E-Gitarrensoli, oder das wie eine Mischung aus Mark Selby und Edwin McCain klingende "Never say goodbye", ehe es bei "Pain and sorrow" wieder ordentlich raucht und der Gitarre wirklich alles abverlangt wird. Trotz aller Melodik und einiger kurzer Erholungspausen: Bonamassa gibt immer Gas und geht volle Pulle! Saustark!

Art-Nr.: 1045
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Lie #1
Unbroken

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Casady, Jack - dream factor [2003]
Bassist Jack Casady, einer der ganz Großen der Hippiekultur, Mitbrgründer von Jefferson Airplane und Hot Tuna, zu den Pionieren des extrovertierten Bass-Spielens zählend, jemand der als einer der ersten die ganzen Möglichkeiten dieses Instrumentes (ob ungeheurer Drive oder innovative Melodienbögen) in die Rockmusik einbrachte, runde 40 Jahre im Geschäft - und jetzt kommt er mit einem Soloalbum! Verrückt! Doch das Überraschendste ist das Resultat: Das Album ist ein wahrer Knüller, ein Meisterwerk, eine geradezu famose Ansammlung erstklassiger Rocksongs an der Schnittstelle Classic Rock, Southern Rock (jawohl!!), Bluesrock, Westcoast-Rock, Jam-Rock, unter Einbeziehung von swampigen, funkigen, und einigen wunderbar country-orientierten Elementen. Mal locker, dann aber wieder nur so vor purer Kraft und Energie strotzend! Durchweg liegt in der Musik ein ungeheurer Groove! Jack Casady, der hier "lediglich" Bass und mal eine Acoustic Gitarre spielt, hat sich zur Verwirklichung dieses Albums eine illustre, hochkarätige Musikertruppe an Land gezogen, die es wahrlich in sich hat! Auch den Gesang (es gibt nur ein Instrumental) überläßt er anderen! Als da wären: Paul Barrere (Little Feat - Gesang, Slide Gitarre), Warren Haynes (Lead Gitarre auf 2 Tracks), Matt Abts (Gov't Mule) & Steve Gorman (Black Crowes) teilen sich die Drum-Parts, Jorma Kaukonen (Hot Tuna - Gitarre), Doyle Bramhall II (Gitarre), Ivan Neville (Hammond B3 und Gesang), Jim Brunberg und Jeff Pehrson von der Rootsrock Band "Box Set" (Gesang, Gitarre, Mandoline), Fee Waybill (Tubes - Gesang)... usw.! Casady läßt diesen namhaften Gästen viel Freiraum. Er "unterwirft" sich mit Vergnügen deren, ihren Hausbands entsprechenden, ursprünglichen musikalischen Neigungen. Man merkt, welchen Respekt er diesen Musikern entgegen bringt. Trotz der vielen Stilarten, die die Jungs tangieren, verzettelt man sich niemals, ganz im Gegenteil! Das Album wirkt in sich ungemein geschlossen! Das Songmaterial ist absolut erstklassig, steckt voller Frische! Keine Ausfälle! Was hier geboten wird, hätte auf so manchen Alben von Little Feat, Gov't Mule oder den Almman Brothers einen Ehrenplatz! Ein paar Beispiele: Es geht los mit dem herrlich groovenden, knackigen Midtempo-Rocker "Paradise" gesungen von Little Feat's Paul Barrere, der auch die großartige Slide-Gitarre beisteuert. Tolle Melodie! Stark, wie es den beteiligten Musikern gelingt, ein gewisses, flockiges Westcoast-Flair mit einem dezenten Little Feat-mäßigen Funk-/Swamp-Feeling zu vereinen. Flockig und locker schließt sich der semi-akustische Westcoast Countryrocker "Water from a stone"an, geprägt von herrlichen Mandolinen. Gesang: Box Set's Jeff Pehrson! Druckvoll, schwül, voller Energie und herrlich groovend geht es mit dem fetten Bluesrock-Knüller "Trust somebody" weiter. Tolle Hammond und sehr inspirierter Gesang von Ivan Neville, dazu großartige Blues Lead-Gitarre von Doyle Bramhall! "Listen to the wind", wieder gesungen von Paul Barrere, ist ein prächtiger, frischer, melodischer Southern Groove-Blues mit tollen Gitarrenpassagen von Jorma Kaukonen und Barrere. Danach das brodelnde Instrumental "Outside" mit 3 Gitarren, u.a. Lead-Gitarre Warren Haynes! Viel Jamrock-Feeling! Tolle Songstruktur - kein Chaos! Super Gitarren! Guter Drive und feinster Lead-Bass von Casady! Auch "Who you are" (Gesang: Jeff Pehrson) ist ein fulminater Classic Rocker mit fettem Southern-Flair in bester Allmans-/Mule-Tradition, "Dead letter box" ist ein wahrhaft traumhafter Blues-Jam-Southern-Rocker mit 3 Gitarren (Paul Barrere: Slide & Gesang, Doyle Bramhall II: Lead guitar, Steve Fister: Rhythm guitar), und mit einem absoluten Höhepunkt schließt das Album dann! "Sweden" heißt diese saustarke Nummer, gesungen von Fee Waybill! Ein lupenreiner, rauschender, mit einem irren Jam-Groove versehener, bluesiger Retro-Southern-Classic-Rocker voller Power, aber dennoch wunderbar fließend. 3 Gitarristen, davon zweimal Lead-Gitarre (Warren Haynes & Jorma Kaukonen) duellieren sich mit Wahnsinns-Soli! Umwerfend!! Die pure, inspirierte Jamrock-Spielfreude! Dampft gut! Wäre ein absoluter "Hit" auf dem letzten Allmans- oder Mule-Album gewesen! Tja, wer hätte solch ein Album von dem alten Airplane-Haudegen erwartet! Grandios!! Knapp 55 Minuten lassen einen aus dem Staunen kaum mehr rauskommen...

Art-Nr.: 2001
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

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Cyrus, Billy Ray - time flies [2003]
Es ist schon seltsam, was die großen Labels in Nashville für eine Politik verfolgen. Billy Ray Cyrus, dessen Verdienste um die Countrymusic allein schon durch seinen Mega-Welterfolg "Achy breaky heart" hinlänglich bekannt sind, der bislang weit über zehn Millionen Tonträger verkauft hat, wird von seiner Plattenfirma quasi auf ein Abstellgleis geschoben. Da hat dieser Bursche schon seit geraumer Zeit ein Album fertig... - immer und immer wieder verschiebt man die Veröffentlichung - will sie eigentlich ganz streichen - bis die CD dann endlich doch noch über die obskure "Madacy Label Group" (vertrieben durch Sony) in einer recht lieblosen Aufmachung (das "Booklet" besteht aus lediglich einem Blatt) auf den Markt kommt. Schwer nachvollziehbar, denn auf "Time flies" hören wir den besten Billy Ray Cyrus seit ewigen Zeiten. Das ist astreiner, frischer, herzhafter, lebendiger, kräftiger New Country mit einer bestens gelungenen Songauswahl. Wir hören einen sehr transparenten, satten Gitarrensound, bei dem die rockige Note deutlich mehr im Vordergrund steht als bei seinen letzten Werken. Nicht so viele Balladen wie zuletzt - und wenn, dann kommen sie zumeist schön angerockt rüber. Stimmlich ist er top! Sein toughes Image mit dem weiche Kern hat er sich bewahrt und seine Southern-Mentalität ist, allein durch die vielen E-Gitarren, häufig spürbar. Auch die ein oder andere akustisch orientierte, pure Countrynummer, sorgt zwischendurch immer wieder mal für angenehme Abwechslung, denn diese Songs strahlen eine lässige Lockerheit und wunderbare Frische aus. Wie der Opener "What else is there"! Eine prima, semi-akustische Midtempo-Nummer, sehr entspannt, mit einer feinen Melodie, voriegend instrumentiert mit schönen Acoustic Gitarren und Dobro, die erst gegen Ende durch eine unaufdringliche E-Gitarre ergänzt werden. Es folgen das knackige, Gitarren orientierte, mit dezenten Mandolinen angereicherte "Bread alone", inklusive klasse E-Gitarren-Solo im Break, der großartige Midtempo-Countryrocker "The way it is", die fette Power-Ballade "She don't love me (she don't hate me)" mit einer schönen Steel und einem satten, breit angelegten Arrangement aus (Twin)E-Gitarren, das wunderbar relaxte Titelstück "Time flies", und mit dem coolen, kräftigen Rocker "I luv ya" gar eine Nummer, die fast wie eine legitime Fortsetzung von "Achy breaky heart" klingt. Satte E-Gitarren überall. Spätestens jetzt tanzen die Cowboys zu Billy Ray, wie zu dessen besten Zeiten. Klasse auch der lockere Uptempo-Countryrocker "I still believe" und das an die Stones erinnernde, rockige, riffige, mit satten Gitarren getränkte, melodische "Hard to leave". Das Finale des Albums bildet eine akustische Neueinspielung seines Hits "Some gave all" von seinem gleichnamigen Debutalbum. 15 gelungene Songs zeigen über 56 Minuten lang einen Billy Ray Cyrus, den man wirklich noch lange nicht abschreiben sollte. Ganz im Gegenteil! Was werden seine Fans froh sein, daß dieses Album nun endlich veröffentlicht wurde...

Art-Nr.: 1962
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Gov't Mule - deja voodoo [2004]
Das von den Fans heiß herbei gesehnte vierte Studioalbum (sieht man mal von den "Deep end"-Projekten ab, die man auf Grund der vielen Gast-Bassisten wohl nicht als richtige Bandprojekte einstufen sollte) von Gov't Mule ist da! Neben dem neuen Mann am Bass, Andy Hess, ist die Band mit den lagjährigen Weggefährten Danny Louis mittlerweile zum Quartett angewachsen, was die Spannung bezüglich der neuen Scheibe weiter vergrößerte, zumal sämtliche enthaltenen Songs, entgegen früherer Gepflogenheiten, noch nie live präsentiert wurden! Fazit vorab: Das Teil ist erneut eine Meisterleistung! Warren Haynes sagte im Vorfeld über die Scheibe: "It sounds like Gov't Mule, but it doesn't sound like anything we've already done. It has the same muscle and the same influences and character. But the fact is that it's a new band interpreting, and I'm writing songs for the sound of the new band." Ein Staement, das es hundertprozentig trifft! "Déjà voodoo" ist ein typisches Gov't Mule-Album, das einmal mehr eine gewaltige Kraft ausstrahlt, wobai aber eindeutig die Band an sich in ihrer ganzen Kompaktheit im Vordergrund steht. Vor allem Tastenmann Danny Louis bringt sich mit herrlichem E-Piano- und Orgelspiel sehr gewinnbringend in den Bandsound ein und läßt Warren Haynes trotz seiner zentralen Bedeutung eher als ein "normales" Bandmitglied erscheinen. Weiterhin fällt auf, daß neben ein paar dampfenden Krachern auch eine ganze Anzahl ruhigere Songs enthalten sind, die jedoch deshalb nichts von der gewohnten "Mule"-Intensität eingebüßt haben. Dir Songs sind sehr klug und ausgewogen strukturiert. Prächtige Riffs treffen auf mitreißende Soli! Warren Haynes' Gesang strotzt einmal mehr vor Kraft und Energie! Jeder einzelne Song vermittelt, über welch außergewöhliche Qualitäten die Musiker verfügen und wie selbstverständlich sie diese Fähigkeiten in den Bandsound einbringen. "Bad man walking" heißt das Eröffnungsstück, ein knackiger, messerscharf auf den Punkt gebrachter, trockener, prägnanter Retro-Classic-Rocker mit einer dezenten Prise Funk, allein schon ausgelöst durch das wunderbar im Hintergrund agierende E-Piano. Satte, raue Gitarrenriffs, dazu ein tolles Zusammenspiel zwischen Orgel und großartiger Wah-Wah Lead-Gitarre, inklusive grandiosem Solo! Haynes in Topform! Matt Abts trommelt himmlisch! Bleibt richtig gut hängen! Weiter geht's mit dem über 8-minütigen, wunderbar groovenden Bluesrocker "About to rage", der sich in der Mitte, nach relativ verhaltenem Beginn, vor prächtigen Drum-Rhythmen in ein explodierendes Gitarrensolo steigert, um gegen Ende schön jammig auszuklingen. Toller Gesang von Warren Haynes! "Perfect shelter", das nächste Stück, ist ein harter, schwergängiger, aber sehr angenehm strukturierter, inspirierter, bluesiger Rocker, und mit "Little toy brain" spielen sie eine für ihre Verhältnisse zwar von trockenen Rhythmen geprägte, dennoch sehr weiche, Blues-/Bluesrock-Nummer, die angenehm ins Ohr geht. Dann der wie unter Starkstrom stehend präsentierte, dreckige, raue, funky Boogie-Rocker "Slackjaw jezebel" mit tollen Gitarrenläufen, der getragene, sehr southern angehauchte, Allman Brothers-like, von herrlichen Gitarren- und Slide-Hooks begleitete, bluesige Rocker "Wine and blood", das von fetten Led Zeppelin-like Riffs geprägte, satte, von elektrisierender Lead-Gitarre bestimmte "Lola leave your light on", das knapp 11-minütige, von klasse Gitarrenspielereien und tollem E-Piano-Solo durchzogene, rhythmisch sehr wechselhafte, mit einem gewissen Seventies-Jam-Flair ausgestattete "Silent scream", usw., usw.! Das Album bedeutet von vorn bis hinten einen weiteren, überragenden Output der Fähigkeiten von Warren Haynes & Co.! Knapp 76 Minuten lang meisterlicher, rauer, groovender, zuweilen mit einer gewissen Hippie-Mentalität ausgestatteter, Seventies-Classic-Blues-Jam-Rock voller Intensität und Kraft, wie ihn eben nur Gov't Mule in der Lage sind zu spielen. Superb!

Art-Nr.: 2612
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Hagar, Sammy & The Waboritas - live hallelujah [2003]
Die ultimative Rock'n Roll-Party! Fulminantes Live-Feuerwaerk von Sammy und seinen Wabos! Hier geht die Post ab! Was der "Red Rocker" (ex-Montrose und ex-Van Halen-Shouter) hier abzieht ist Rock'n Roll-Lebesnfreude pur! Da wird wirklich jeder Konzertsaal in einen tosenden, überschäumende Party-Schuppen verwandelt, bei dem auf Tischen und Stühlen bis zum Umfallen abgerockt wird. Wer hier nicht mitgerissen wird, der ist für den Rock'n Roll einfach nicht geschaffen. Das vorliegende, jetzt erst veröffentlichte Live-Album, wurde vor dem letzten Studioalbum aufgenommen und enthält als Bonustrack zusätzlich die als Single vorgesehene Studioversion von "Hallelujah", die auch schon auf "Not 4 sale" veröffentlicht wurde. Ansonsten rocken sich die "Wabos" wie ein Orkan durch 16 rauschende Live-Nummern, die Sammy's gesamte Karriere umspannen. Unglaublich, diese Spielfreude, einfach großartig, wie diese Band zusammenspielt. Und das bei dieser Power! Es gibt kaum einen Rockmusiker, der seine ungebremste Lebensfreude so durch seine Musik ausdrückt und auf das Publikum überträgt. Was für eine Röhre und welch furiose Gitarrenattacken (man höre sich nur diese irre schnellen Läufe bei "Three lock box" an) blasen da aus den Boxen. Dennoch stecken die Songs voller klsse Melodien, die Mr. Hagar und seine Wabos trotz aller Lautstärke und Geschwindigkeit auch live immer in der Lage sind, sauber und angenehm für die Ohren, beizubehalten. Bestes Beispiel dafür ist unter anderem das fulminante "There's only one way to rock"! Ansonsten gibt es kochende Live-Versionen von alten Hagar-Titeln, wie "I can't drive 55", "Heavy metal", oder das wunderbare "Eagles fly", wie auch rasante Heuler aus der Wabos-Zeit, so z. B. der Eröffnungs-Brüller "Shaka doobie", "Deeper kinda love" oder "Mas Tequila", aber auch ein paar Van Halen-Hits, wie "Top of the world", "Right now" oder das unvermeidliche "Why can't this be love", und soagar auch noch einen Klassiker aus ganz alten Montrose-Tagen, nämlich das großartige "Rock Candy"! Und wie frisch bringt er diese Titel rüber! Aufegenommen wurde das Album zum größten Teil im Jahre 2001 in St.Louis, 2 Titel stammen aus Tampa und "Why can't this be love" wurde in Boston mitgeschnitten, wo neben einigen Mitgliedern der Band "Boston" auch noch Gary Cherone und Van Halen's Michael Anthony als Gäste mit auf der Bühne waren. Knapp 79 (!) Minuten lang wie entfesselt aufspielende Sammy Hagar & the Waboritas live! Rock'n Roll auf der Überholspur! Macht das Laune! Holt den Tequila raus, dreht den Lautstärkeregler ordentlich auf und laßt das Fest beginnen...

Art-Nr.: 1927
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Lynyrd Skynyrd - lyve ~ the vicious cycle tour ~ dvd [2003]
Da ist er, der neue Knüller für die Southernrock-/Lynyrd Skynyrd-Fraktion: die "Vicious cycle"-Tour Live-DVD! Sie hatten es ja bereits im Booklet ihres Letzten Studioalbums angekündigt, daß da wohl im Rahmen der Aktivitäten zum 30-jährigen Jubiläum der Band noch eine DVD erscheinen würde - jetzt ist sie da! Ein starkes Teil mit tollem Sond! Zu sehen und zu hören ist das rund 110-minütige Konzert vom 11. Juli 2003 aus dem Amsouth Amphitheatre in Nashville/Tennessee! Schon auf der Europatour im Sommer konnten sich viele davon überzeugen, daß die Southernrock-Heroen live momentan in einer ausgezeichneten Verfassung sind. Das kommt bei dem hier mitgeschnittenen Nashville-Gig noch eindrucksvoller zur Geltung. Johnny van Zant, die 3 Gitarristen Rick Medlocke, Hughie Thomasson und Gary Rossington, Billy Powell, der neue Bassist Ean Evans und der herausragende neue Drummer Michael Cartellone präsentieren sich ungemein druckvoll, voller Energie, Kraft und in prächtiger Spiellaune. Sie scheinen einen so viel Spaß auf der Bühne zu haben, wie schon lange nicht mehr. Der Funke zwischen den Musikern und dem Publikum, wie auch dem Zuschauer der DVD, springt problemlos über. Das kommt richtig gut! Die, im übrigen ungemein zahlreich erschienenen Fans im Nashville Amsouth Amphitheatre lassen sich von dem rauschenden Set sichtlich mitreißen. Die Southern-Seele ist in ihrem Element! Die 3 Gitarristen ergehen sich immer wieder in mächtigen powernden, wechselseitigen Gitarrenläufen, großartigen, fetten Slide-Einlagen, wie auch herrlichen Twin-Passagen. Vor allen Dingen Rick Medlocke gibt ordentlich Gas. Aber auch Gary Rossington hat immer wieder seine starken Momente und auch Hughie Thomasson hat deutlich mehr Freiraum als früher. Darüber hinaus zeigt sich die Band durchaus willig, den ein oder anderen Song live einmal anders zu arrangieren. Bei einigen Nummern (es sind vielleicht 4-5) hat man Jim Horn's Horn-Section engagiert, um beispielweise Songs wie "What's your name" ein wenig aufzupeppen. Das stellt, da es nicht übertrieben wird und die Bläser sich nicht allzu sehr in den Vordergrund schieben, eine durchaus willkommene Abwechslung dar. Bei "Tuesday's gone" haben sie gar ein Streichorchester auf die Bühne geholt. Darüber werden sich einige Fans natürlich wieder fürchterlich aufregen und mäkeln, ob sie denn nun völlig von der Rolle seien, doch eigentlich ist das Gegenteil der Fall, denn auch dies ist eine wirklich abwechslungsreiche Ergänzung, die gar nicht stört, zumal der Song nichts an seiner Energie und Power einbüßt. Wir hören dadurch nicht eine satte Gitarre weniger! Lediglich den zweiten Auftritt der Streicher, nämlich bei "Free bird", hätte man sich eventuell sparen können, denn da geht das Orchester in dem unbändigen, finalen Gitarrenwirbel eh völlig unter. Doch ansonsten stimmt bei der Show alles! Auch die Setlist, die mit einer fulminanten Version des Krachers "That's how I like it" vom "Vicious cycle"-Album startet, kann sich richtig sehen lassen. Es folgen: "What's your name", "I know a little", "Pick 'em up" (Lead-Gesang sowohl Rick Medlocke, als auch Johnny van Zant), "Simple man", "That smell", "Red, white and blue", "Down south jukin'" (spielen sie auch nicht jeden Tag), "Gimme back my bullets", "Double trouble", "The ballad of Curtis Loew" (tolle Version mit herrlichen Twin-Gitarren - Slide unn Electric), "Tuesday's gone", "Mississippi kid" (in einer wunderbaren, swampigen Delta-bluesigen, semi-akustischen Version mit Rick Medlocke an der Mandoline, Hughie Thomasson an der akustischen Gitarre und Gary Rossington an der elektrischen Slide), "Workin'", "Gimme three steps", "Call me the breeze", "Sweet home Alabama", "Travelin' man", "The way" und "Free bird"! Im übrigen sehen wir eine klasse Bühnendekoration, bei der das Schlagzeug von einem Wall aus Whiskeyfässern umgeben ist. Macht richtig Spaß den Jungs zuzuschauen! Eine standesgemäße Live-DVD zum 30-jährigen Jubiläum! Das Teil ist "code free" und somit aif jedem DVD-Player abspielbar!

Art-Nr.: 2177
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: DVD || Preis: € 15,90

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Lynyrd Skynyrd - vicious cycle [2003]
30-jähriges Bandjubiläum feiern die Southernrock-Helden in diesem Jahr! Nach all den Schicksalsschlägen der Vergangenheit ist das wahrlich nicht selbstverständlich und nach dem Tod von Ur-Basser Leon Wilkeson glaubten viele nun, daß es endgültig vorbei sei. Auch eine kürzliche Hezroperation bei Gary Rossington wirft sie nicht aus der Bahn. Genz im Gegenteil: die nächste Tour steht schon an! Lynyrd Skynyrd are still alive - und das beweisen sie auch nachhaltig mit ihrem neuen Album "Vicious cycle". Selten wurde die Musik eines Skynyrd-Albums so kontrovers diskutiert, wie bei diesem Werk, doch, auch wenn es sicher nicht das beste aller Skynyrd-Alben ist (wer will das denn auch schon erwarten), so ist es dennoch ohne Zweifel ein absolut gelungenes, nein gutes, pures Southernrock-Album der Marke Skynyrd, sowohl von der musikalischen, als auch von der textlichen Seite, mit dem die Jungs zeigen, daß sie noch voll da sind. Oftmals sind die Erwartungen der Fans bei Skynyrd in allzu astronomischen Höhen angesiedelt. Wäre hier eine andere Band am Werk, würde man sie möglicherweise als die Southernrock-Entdeckung des Jahrzehnts feiern, doch bei Skynyrd reagieren die Anhänger ernüchternd. Dabei hat "Vicious cycle" mit seiner satten Spielzeit von über 70 Minuten ein paar richtige Southernrock-Highlights zu bieten, die es wahrlich in sich haben. Die Platte hat alles, was das Southernrock-Herz begehrt. Die Band agiert ungemein kraftvoll und druckvoll, steht voll im Saft! Wir hören peitschende, donnernde Drums, treibenden Bass, fette, fleischige, brodelnde und rasante Gitarrenläufe zuhauf, bei denen sich die 3 Gitarristen Gary Rossington, Rick Medlocke und Hughie Thomasson prima austoben, herrliches Honky Tonk-Piano, Blues-, Boogie-, Country- und auch ein paar Heavy-Bezüge sowie dieses so typische Flair des Skynyrd'schen Southern-Lebensgefühls. Ein paar Tracks (3-4) sind mit Bläsern (Jim Horn) und Streichern angereichert, was für manchen ein kleines Problem darstellen mag, doch auch diese Tracks sind durchaus zu ertragen, da das songwriterische Potential, welches die Jungs haben, gut abgerufen wurde. "That's how I like it" heißt der erste Song! Jawohl, und genau so mögen wir es. Eine bärenstarke Nummer! Kurzes, rootsiges Acoustic-Intro, und schon legen sie mit höllischer Power und immensem Druck los! Krachendes Schlagzeug, harte Heavy-Southern-Riffs, brodelnde Slide, Johnny van Zant's klasse Gesang (er ist gut in Form) und ausgedehnte, voluminöse, wechselseitige Lead-Gitarren-Soli bescheren uns einen pumpenden Southernrocker, der durch Mark und Bein geht. "Pick 'em up" ist ein typischer Skynyrd Southern-Boogie, bei dem Medlocke und van Zant abwechselnd den Lead-Gesang übernommen haben. Hier hören wir zum ersten Mal die gar nicht so störenden Bläser, doch trotzdem regieren natürlich das großartige Honky Tonk-Piano und das prächtige Slide-Solo diese Nummer. Ein absoluter Hammer ist dann wieder "Dead man walkin'"! Ein von kreativer Rhythmik geprägter, durchaus auch gefühlvoller Power-Swamp-Southernrock-Song mit einem gediegenen Voodoo-Feeling, einer klasse Songstruktur, großartiger Percussion, gleichzeitig aber auch einer gewissen Lockerheit und jeder Menge Drive. Im Mittelteil gibt's eine rasante Geschwindigkeitssteigerung mit tollem Slidesolo, ehe man dann wieder in den schwülen Swamp-Groove zurückfällt. "The way" ist ein ordentlicher, wenn auch durch die Streicher etwas überladener, Uptempo-Rocker, ehe mit "Red, white & blue" eine klasse, sehr melodische, fette, country-infizierte Southern-Power-Ballade folgt, die im übrigen völlig streicherfrei ist. Dafür hören wir wunderbares Pianospiel von Billy Powell und ein herzhaftes Slidesolo von Gary Rossington! "All funked up" rockt wieder mächtig los und bei dem ganz großartigen, Leon Wileson gewidmeten, "Mad hatter" liegt etwas regelrecht Bedrohliches, geradezu Gefährliches in der Luft. Ein herrlicher, toll strukturierter Midtempo-Rocker mit excellenten Gitarrenläufen. Ungemein fetten und satten "smokin'" Southernrock gibt's dann wieder auf "Jake". Großartige Slide-Gitarre paart sich mit einer transparenten Hammond und tollem Klavier, dazu eine klasse Melodie und schneidige, wieder ordentlich rasante, wechselseitige Gitarrensoli zwischen Medlocke und Thomasson, hallen voller Kraft und Saft aus den Boxen. Zum Finale dieses Songs geben sie dann ordentlich Gas und die Gitarristen gehen richtig ab! Sehr gelungen ist auch die Travis Tritt-like, mit Mandoline angereicherte, flockige Countryrock-/Southernrock-Ballade "Lucky man", bei der natürlich das fulminante Gitarrensolo auch nicht fehlt. Als Bonustrack gibt es ein Remake von "Gimme back my bullets" mit ihrem Bewunderer Kid Rock als Gast. An den dort untergebrachten Hip-Hop-Elementen werden sich die Geister sicher scheiden, doch vielleicht öffnet man dem klassischen Southernrock auf diese Art und Weise auch mal das Tor zur jüngeren Generation...! Warum also nicht - solange es sich nur auf einen Track bezieht! Egal, auch "Vicious circle" ist wieder ein klasse Southernrock-Album geworden, mit dem Lynyrd Skynyrd zeigen, daß sie noch lange nicht zum "alten Eisen" gehören. Und das ist gut so! Im übrigen kommt die CD mit einem interessanten, informativen Booklet, das nicht nur alle Texte beinhaltet, sondern in dem auch noch in einer Art Jahreskalender ab 1964 (!!!) bis heute die Stationen der Bandgeschichte durchleuchtet werden und dementsprechend abgedruckt sind.

Art-Nr.: 1926
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Marshall Tucker Band, The - same [2003]
Reissue von 1973! Remastered mit Bonustrack! Die Marshall Tucker Band - Pioniere des Southern Rocks! Neben den Allman Brothers und Lynyrd Skynyrd zählt das Sextett aus South Carolina zu den wichtigsten Southernrock-Bands überhaupt, deren gewaltiger Einfluß noch heute auf viele Bands dieses Genres, aber auch auf die neue Jam-Band-Generation ungebrochen ist. Wie keine andere Band in diesem Bereich verarbeiteten sie auf unnachahmlicher Weise in ihrer Musik Rock-, Country-, Blues- und Jazz-Einflüsse, womit sie unter Einbeziehung solcher Instrumente, wie Flöte, Saxophon und Steelguitar einen unverwechselbaren Sound kreierten. Schnell spielten sich die Jungs mit diesem einzigartigen Stil, ihren hervorragenden musikalischen Fähigkeiten, allen voran Toy Caldwell's prächtiger Lead-Gitarren-Arbeit und Doug Gray's herausragendem Gesang, und ihren unbeschwerten Jam-Neigungen in die Herzen einer riesige Fan-Gemeinde, die noch heute eisern hinter den "Tucker Boys" steht! Aus Anlaß ihres 30-jährigen Jubiläums als "recording artist" startet die Narshall Tucker Band nun eine Reihe von beachtlichen (Wieder)Veröffentlichengen. Den Anfang macht ihr legendäres Debut von 1973! Endlich ist dieser Southernrock-Meilenstein wieder auf CD erhältlich - und das remastered (der Sound ist großartig) und mit einem fantastischen Bonustrack! Unvergessen sind die darauf enthaltenen Klassiker "Take the highway", mit dem tollen Flöten- und Gitarrensolo im so wunderbar frei und spielfreudig jammenden Mittelteil, "Can't you see", das, bis heute von unzähligen Bands gecovert, zu einer DER Tucker-, bzw. Southernrock-Hymnen überhaupt wurde, oder "See you later, I'm gone", dieser herrliche Steelguitar getränkte Southern/Countryrocker. Der besagte Bonustrack ist eine rund 12 1/2-minütige, fulminante Live-Version voller Dampf und hinreißender, versierter Gitarrenläufe (Toy Caldwell spielt göttlich...), der Peter Chatman-Nummer "Everyday (I have the blues)", mitgeschnitten 1973 im Winterland Auditorium, San Francisco! Das Booklet im Design des Original-Covers enthält sehr interessante, umfangreiche Liner-Notes über die Band und speziell zur Historie dieses Albums. Klasse Teil! Festtagsstimmung für die Southernrock-Fraktion!

Art-Nr.: 2164
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Mountain - masters of war [2007]
Mountain, obwohl in ihrer Blütezeit gerade mal knapp 3 Jahre existent (gegründet 1969, trennte man sich 1972 schon wieder), gehören zweifelsfrei zu den wenigen, raren, ganz wichtigen Bands ihrer Zeit, die mit ihrem, von unverkennbaren Identitätsmerkmalen geprägten, massiven Power-Bluesrock die damalige und heutige Rockmusik nachhaltig prägten und beeinflussten. Ihr Platz in den Geschichtsbüchern ist ihnen sicher. Songs wie beispielsweise "Mississippi queen" "Nantucket sleighride" und "Theme from an imaginary western" sind unvergessene Meilensteine der Rockmusik! Nach dem Split der Band und vielen anderen Projekten der einzelnen Mitglieder fanden sich nach Leslie West und Corky Laing (Felix Pappalardi wurde 1983 von seiner Frau erschossen) immer wieder einmal zusammen, um unter dem Namen "Mountain" auf Tour zu gehen und das ein oder andere Werk einzuspielen. Auch heute noch sind sie stetig aktiv (Leslie West darüber hinaus mit seinen prächtigen Soloprojekten)! Nun liegt das brandneue Album vor - und was für eines! Irgendwann einmal in den letzten Jahren während der ausgeprägten Tour-Aktivitäten registrierte Leslie West Neil Young's Coverversion von Bib Dylan's "Blowin' in the wind", was ihn dazu veranlasste diesen Song in einer akutsischen Version in den Mountain-Shows zu integrieren. Der Gedanke, ein Tribute-Album, ausschließlich mit Dylan-Songs aufzunehmen, war geboren! Hier ist das Resultat - und "wow", es kann sich wahrlich sehen lassen. Elf ausgesuchte Dylan-Klassiker haben sich Leslie West (schon beim letztjährigen Soloalbum "Blue me" war es sehr auffällig: Der alte Haudegen ist prächtig bei Stimme, röhrt wie in allerbesten Tagen) und Corky Laing vorgenommen, um diesen Songs mit ihrer unverwechselbaren Eigen-Charakteristik den typischen Mountain-Stempel aufzudrücken. Das Material klingt nun fast, als stamme es aus Leslie West's Feder: Massiver, harter, lauter Heavy-Bluesrock voller massiver, fetter Gitarren-Vehemenz! Unterstützt werden sie dabei von ein paar hochkarätigen Gästen, wie beispielsweise Ozzy Osbourne, der sich mit Leslie West im Duett den Lead Gesang bei einer fulminanten, großartigen Version von "Masters of war" teilt, Blues-Gitarrenmeister Todd Wolfe auf 3 Stücken, sowie Gov't Mule's Saitenmagier Warren Haynes mit exzellenter Lead Gitarren-Arbeit bei "Serve someday" und "The times they are a-changing"! Ausgesprochen stark beispielsweise auch die satte Heavy-Version von "Blowin in the wind" mit den glühenden Gitarren, das wunderschöne "This heart of mine", ein kochendes "Subterranean homesick blues" und ein prachtvolles, lautes, krachendes, von psychedelischen Gitarren, massiven Riffs und donnernden Drums umgebenes, von Leslie West inbrünstig "geröhrtes" "Mr. Tambourine Man"! Sehr interessant auch "Like a rolling stone", das Corky Laing völlig alleine interpretiert, lediglich bestehend aus fulminantem Drumming und einer Art Sprechgesang! Dylan-Songs im "Mountain-style"! Tolle Idee, die diese Veteranen perfekt umgesetzt haben! Exzellenter, satter Sound - klasse produziert von West! Ein prächtiges Teil!

Das komplette Tracklisting:
1. Masters Of War - 4.38
2. Serve Somebody - 3:55   
3.   Blowin' in the Wind [Heavy] - 5:37   
4. Everything Is Broken - 4:09   
5. Highway 61 Revisited - 3:27   
6. This Heart of Mine - 3:56   
7. Subterranean Homesick Blues - 4:20   
8. The Times They Are A-Changin' - 4:59   
9. Seven Days - 3:29   
10. Mr. Tambourine Man - 5:31   
11. Like a Rolling Stone - 3:29   
12. Blowin' in the Wind [Acoustic] - 3:56

Art-Nr.: 5128
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Sister Hazel - bam! - vol. 1 [2007]
Tolle neue Veröffentlichung des großarrtigen, aus Gainesville/Florida stammenden Quintetts, das sich mit ihrer so herrlich melodischen, von satten Gitarren geprägten American Rock-/Roots Rock-/-Pop-Musik, obwohl sie längst ihren Major-Deal verloren haben, einer immer größeren Beliebtheit (aufgrund einer stetig durch die Songs wehenden, warm und wohlig duftenden, leichten Southern-Brise auch in Southern Rock-Kreisen) und stetig wachsenden Fanbase erfreut. Völlig zu Recht, denn welch ein beachtliches Potenzial die Truppe um den phantastischen Sänger Ken Block (seine grandiose Stimme schein genüßlich zwischen dem Timbre eines Adam Duritz von den Counting Crows, Matchbox Twenty's Rob Thomas und Blackhawk's Henry Paul hin und her zu pendeln) besitzt, beweist nicht zuletzt "Bam!-Vol.1", denn es handelt sich um ein ganz "besonderes" Release: Sämtliche 15 Songs wurden bereits zwischen dem Mai 1999 und Dezember 2005 aufgenommen und schlummerten bislang unveröffentlicht in den umfangreichen Archiven der Band! Sister Hazel's Mitglieder verfügen allesamt über hervorragende Songwriter-Qualitäten, was dazu führt, daß für eine Album-Veröffentlichung eine deutlich höhere Menge an Songs zur Verfügung stand und steht, als nötig. "One of the hardest parts of making a CD for us has been picking songs", sagt Ken Block. "We're a 5-man democracy, and sifting through 70-something songs each time to narrow it down to one CD"! Das tolle: Sie haben die meisten dieser rund 70 Songs, die sie pro Album im Kasten hatten, auch aufgenommen, Und genau aus diesem Fundus stammen die 15 prächtigen Tracks der esrten "Bam!"-Compilation (möglicherweise folgt eines Tages eine zweite)! Erstaunlich und beeindruckend zugleich: Es handelt sich um alles andere als Füllmaterial - im Gegenteil! Was wir hier vorfinden, hätte auf so manchem vergangenen Sister Hazel-Album zum absoluten Highlight werden können. Es wurde wirklich Zeit, daß dieses Material endlich veröffentlicht wird! Wie aus einem Guß schrauben sich die tollen Melodien und dieser transparente, satte, eingängige Gitarrensound in unsere Ohren! Ob knackige Uptempo-Rocker wie das prachtvolle, Slide-getränkte "What kind of living" (traumhafte Melodie, klasse Drive, starkes Slide-Solo), der furiose Rootsrock-Knaller "Work in progress" (klasse E-Gitarren-Gewand, schönes, antreibendes Drumming), das dynamische, wieder mit starker Slidegiitarre garnierte "Sick to my soul", das satte, riffige "Mosquito"; ob die ein oder andere großartige Ballade wie das sehr rootsig und trocken rüberkommende, mit klasse Gitarren instrumentierte, wunderbare, Southern-/Heartland-rockige "Can't get you off my mind", das traumhaft melodische "Mona Lisas"; poppigere Nummern wie das von saftigen, transparenten Gitarren umgarnte, melodische "Little black heart", das knackige "Save myself", das Slide-getränkte "Boy next door"; ob groovende, prächtig ins Ohr gehende Rootsrocker wie das voller Southern-Feeling steckende "Grand canyon", dezent countryfirzierte Rocker wie das von eiem tollen Midtempo-Groove und feinen Mandolinenlinien getragene "On your mind" (erinnert stimmlich bedingt und wegen des feinen, unterschwelligen Southernflairs stark an Blackhawk), ob mal eine im Hotelzimmer aufgenommene, dennoch großartig produzierte Acoustic-Nummer wie das exzellente "Wrong the right way" oder gar ein sehr jammiger, auf einem tollen Percussion-Groove basierender Southern- und Mexican-flavoured Rootsrocker wie das bärenstarke "Sail away" (beginnt zunächst recht dynamisch, aber vollkommen akustisch, um schließlich in einem wunderbaren, von großartiger Electric-Slide dominierten Instrumental-Finish zu enden - alles Songs, die die "Hazelnuts" dieser Truppe (so bezeichnen sich ihre Fans), und die, die es noch werden wollen, voller Gier mit Freuden "aufsaugen" werden. "That's part of the beauty of being an independent artist. When you get fired up about the music, you can just skip the red tape and pull the trigger", sagt die Band. Ja, vielleicht ist genau das der Grund für die beeindruckende Qualität dieses bislang unveröffentlichten Materials: Damals hat das Majorlabel wegen vermeintlich kommerzieller Untauglichkeit diese Songs geblockt. Heute, frei von jedem Druck, veröffentlicht die Band, was sie will. Und dieses Material wird den Jungs natürlich weitaus gerechter! Rootsiger, herrlich melodischer, Midwesterm-/Southern-flavoured Gitarren Rock-/Pop vom Allerfeinsten!

Art-Nr.: 4992
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
What kind of living
Work in progress
On your mind
Sail away
Grand canyon
Mona Lisas

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Thorogood, George & the Destroyers - ride 'til i die [2003]
George Thorogood und seine Delaware Destroyers sind wieder da! Thorogood's Fans würden wahrscheinlich einen mittleren Aufstand proben, würde er seine seit rund 25 Jahren so verehrten und geliebten musikalischen Pfade des bluesy Boogie, standout American Bluesrocks und Boogie-Rockabilly auch nur im Geringsten verlassen, doch keine Gefahr: er geht seinen Weg auch auf "Ride 'til I die" konsequent weiter. Roh, laut, direkt, simpel, kraftvoll und mit der Power, die wir von ihm gewohnt sind. Doch dabei überrascht es, mit welcher Klasse und Frische er nachwievor dabei ist. Die Jungs sind in prächtiger Verfassung. Seine in dem '50s Chicago Blues und Rock'N Roll verankerten Riffs und Licks kommen straight wie immer, seine Einflüsse von Elmore James über Bo Diddley, Johnny Winter bis zu Chuck Berry sind allgegenwärtig, die typische Slide-Gitarre rauscht aus den Boxen, es geht mit ordentlich Gas und Dampf zur Sache, die nötige Portion Dreck ist auch vorhanden... - alles bestens, die Jungs sind in ihrem Element! Besetzung: 2 Gitarren (Jimmy Suhler und Thorogood), Bass (Bill Blough), Drums (Jeff Simon) und ein sich wunderbar in den Sound integrierendes Saxophon (Hank Carter)! Die Songs gehen gut ab, haben ordentlich Drive! Bis auf einen selbst komponierten Track, bedient sich der Meister ausschließlich ausgesuchter Coverversionen, die er äußerst gelungen in Szene setzt. Los geht's mit Eddy Shaw's "Greedy man", gleich eine dampfende, good time rocking Blues-Nummer voller Energie mit klasse Slide, die, wie auch Track 6 "She's gone",. fast ein wenig an das gute alte "Bad to the bone" erinnert. Weitere Höhepunkte: die herrlich melodische, fetzende driving Uptempo Rock-/Bluesrock-Nummer "American made", die auch von einem gut abrockenden jungen Springsteen sein könnte, mit tollem E-Gitarrensolo, der dreckige Riff-Rocker "Move it", der mit seinen Dan Baird-like Riffs auch von den Georgia Satellites stammen könnte, die kanckige Rockabilly-Version des Country-/Gospel-Klassikers "I washed my hands in muddy water", Eddie Cochran's "My way" als krachender 3-Chord-Boogie, eine prächtige Version von JJ Cale's "Devil in disguise", das brodelnde "The fixeer", eine Tom Hambridge-Nummer und und und...! Der Sound ist durchweg druckvoll, darüber hinaus die Produktion von Jim Gaines blitzsauber und exakt auf den Punkt gebracht. Das Feuer brennt noch immer! Die Fans werden glücklich sein! Blues'N Boogie, Bluesrock, Rock'N Blues, Rockabilly, Rock'n Roll der Delaware Destroyers in Top-Form! Stark!

Art-Nr.: 1858
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Widespread Panic - don't tell the band [2001]
Limited edition mit Bonus-Live-CD, solange Vorrat reicht!
Eine der ganz großen Bands in der heutigen Zeit, die es geschafft haben Jam-Rock und Southernrock eindrucksvoll zu vereinen, zu einem unverwechselbaren Sound der Marke "Widespread Panic" zu kreieren, und dieses Genre auch in der Gegenwart nicht nur zu erhalten, sondern für diese Musik zahlreiche neue Fans zu begeistern. Auf ihrem siebten Album stellen sie ihre Klasse erneut in bestechender Manier unter Beweis. Sie schaffen es die Magie und Energie ihrer legendären Live-Konzerte irgendwie mit ins Studio zu nehmen. Entstanden ist ein Werk von unglaublicher Musikalität, das die verschiedensten Stilelemente beinhaltet, aber immer ein unverwechselbares "Widespread Panic"-Album ist. Sie können die Vergleiche mit den Allman Brothers nicht mehr hören, doch da ist wohl schon was dran. Man denke nur an das begnadete Zusammenspiel von Orgel und Gitarre oder die Fähigkeit unendlicher Jammings, dieses sich "high" spielen. Diesen Spirit vermittelt auch das neue Album. Insgesamt schlagen sie, im Vergleich zu den Vorgängern, eine leicht härtere Gangart ein, doch das kommt richtig gut. Man merkt, daß die Songs schon unzählige Male live getestet wurden. Schon der beschwingter Opener ""Little Lilly" besticht mit herrlicher Melodienführung und total lockeren, gefälligen Gitarrensoli, "Give" ist ein echter Southernrocker, bei dem sich Elemente der Allmans und Molly Hatchet's zu paaren scheinen, die Ballade "This part of town" erzeugt mit ihrem tristen, lässigen Gesang, dem Dead-ähnlichen Groove, fetten Hammond Spiel und den großartigen Gitarren Gänsehaut, "Thought sausage" klingt fast ein wenig metallisch und böse, für "Down" hätte Dickey Betts sicher was gegeben, wäre ihm dieser Song eingefallen,"Casa del Grillo" ist ein grandioser Latinrocker, "Old Joe", wiederum mit fetter Hammond und toller Highstring-Guitar, betritt das Countryrock-Tarrain und "Action man" rockt wieder in einer Art Black Crowes/Stones/Black Sabbath-Kombination. Enthält ein Cover von Firehose's "Sometimes". Sänger John Bell überzeugt in seiner ureigenen Art, die Gitarrenarbeit ist dominant und brilliant, straffe Rhythmen, rohe Riffs, John Hermann's keyboards sind einfach klasse, die Percussionarbeit kommt total locker - die Jungs strotzen vor Spielfreude. Panic in Bestform! Excellenter, kreativer, kraftvoller Rock/ Jamrock/Southernrock der Sechs aus Georgia! Glückwunsch, Widespread Panic!

Art-Nr.: 1385
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

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Yoakam, Dwight - population: me [2003]
Grandioses neues Werk von Dwight Yoakam! Das erste Album, das er, nach 15 Warner/Reprise-Veröffentlichungen, über sein eigenes Label "Electrodisc" und seinen neuen Vertrieb Audium herausbringt. Es ist einfach erstaunlich, welch hohes Niveau Yoakam über die Jahre beibehält! So ist es auch hier! Er strotzt vor Vitalität, klingt frisch und aufregend wie eh und je, singt einfach traumhaft und spielt mit seinen Jungs so unbeschwert auf, als hätte er seinen ganz eigenen, für ihn so typischen Sound, gerade erst erfunden. Typisch ist für Yoakam natürlich auch, daß seine Alben nie langweilig werden. Auch "Population: me" steckt voller Abwechslung und arbeitet das ganze, breite Spektrum der Countrymusic ab. Classic Country, Bakersfield Country, purer Honky Tonk, lässiger Countryrock, Westcoast-Klänge, alles wird in höchster Vollendung geboten. Zumeist sind die Stücke schön flott und flockig. Ja, vor allen Dingen diese ungemeine Frische und Lockerheit ist es, die seine Songs diesmal prägen. Sie sind durchzogen von sich ins Ohr bohrenden Melodien, die einen nicht mehr loslassen. Im großen und ganzen hat er seine alte Crew zusammen, allen voran natürlich der begnadete Gitarrist Pete Anderson, der auch wieder für die hervorragende Produktion verantwortlich zeichnet. Neben Skip Edwards (Keyboards), Scott Joss (Fiddle) und Gary Morse (Pedal Steel, Banjo, Dobro), sitzt diesmal der großartige Don Heffington am Schlagzeug und Westcoast-Legende Bob Glaub (Jackson Browne, Linda Ronstadt...) bedient den Bass! Hier ein paar Songbeispiele, bei denen wir dann auch noch auf den ein oder anderen musikalischen Gast eingehen: Das Album startet gleich mit einem absoluten Killer-Track! Das Banjo- und Gitarren-angetriebene "The late great golden state" hat die Frische und die Lockerheit früherer Eagles-Klassiker! Da paßt es auch, daß bei dem wunderbaren Harmoniegesang kein geringerer als Adler Timothy B. Schmit seine tolle Stimme mit einbringt. Ein herrlicher, mit einer klasse Melodie versehener, schwungvoller Westcoast-Countryrocker voller Sonne, Drive und Dynamik. Tolles Gitarrenspiel von Pete Anderson! Weiter geht's mit dem knackigen Honky Tonker "No such thing" (tolles Gitarren- und Pedal Steel-Solo) und der traumhaften Midtempo New Country-Nummer "Fair to Midland". Wieder wunderbar locker und mit einer unvergleichlichen Melodie fließt dieser Song mit seinem herrlichen Mandolinen- und Dobrospiel dahin. Flockiger New Country, bei dem es Yoakam schafft in nur einem Song die Countryelemente der Regionen Californien, Nashville und Texas zu vereinen, und sogar noch einen ganz dezenten mexikanischen Touch mit einzubauen. In dem etwas geheimnisvoll anmutenden, wieder mit feinen Banjo-Tupfern versehenen Titelstück, hat er im Mittelteil sogar eine prima dazupassende, unaufdringliche Dixieland-Trompete (Lee Thornburg) untergebracht, bei der herrlichen Honky Tonk-Outlaw-Country-Ballade "If teardrops were diamonds" hat Willie Nelson den Duett-Part übernommen, während bei dem lockeren, flotten Burt Bacharach-Remake "Trains and boats and plains" der große Earl Scruggs das Banjo zupft! Eine Songperle jagt die nächste! Das einzige kleine Manko: die CD läuft nur knapp 32 Minuten lang! Doch da wollen wir diesmal großzügig drüber hinwegsehen, denn diese 32 Minuten haben es einfach in sich! Es gibt einfach keinen schwachen Moment! Er kann machen was er will, es gelingt ihm immer. Dwight Yoakam at his very best - von vorn bis hinten! "A summer breeze of an album", heißt es in einer US-Besprechung. Stimmt!

Art-Nr.: 1937
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 18,90

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