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Bentley, Dierks - same [2003]
Ein weiterer neuer, sehr vielversprechender Name, der in Nashville von sich reden macht und sich anschickt mitzuhelfen, wieder mehr "richtige" Countrymusic in den Charts zu etablieren. Dierks Bentley heißt der junge, aus Phoenix/Arizona stammende Mann, mit aktuellem Wohnsitz in Nashville. Es wirkt ungemein sympathisch, wenn einem der Lockenkopf mit seinem "netter Junge von nebenan"-Image vom Frontcover entgegenblickt, und genau das transportiert er in seine bestens gelungene Musik. Frischer, ehrlicher, schön knackiger, traditionsbewußter Country/New Country, der richtig Freude macht! Im Gegensatz zu vielen Kollegen hat Bentley beispielsweise nicht bereits im Alter von 5 Jahren im Kirchenchor gesungen, oder war mit 10 das Aushängeschild der Familien-Country-Band, in der er aufwuchs - nein, "everything I learned musically, I learned on my own. My country music education has consisted of listening to a lot of records and spending a lot of time listening and playing in Nashville bars and clubs", sagt er selbst. Er ist durch und durch ein Countryfan und hat so lange an sich gearbeitet, bis er schließlich selbst im Rampenlicht steht. Beeinflußt von Leuten wie George Jones und Vince Gill spielt er eine knackige, aber auch lockere, astreine Country-/New Countrymusic, bei der manchmal auch Erinnerungen an den guten Steve Wariner (auch stimmlich) zu dessen besten 'Life's highway"-Zeiten wach werden. Auch die Texte sind richtig country! 13 klasse Songs, von denen er 10 mitkomponiert oder gar alleine geschrieben hat. Die Instrumentierung hat alles, was das Countryherz begehrt. Mandolinen, Banjo, Dobro, Fiddles, Steelguitar und jede Menge Gitarren - akustische und elektrische. Immer wieder hören wir satte Gitarrenriffs vor einem knackigen Backbeat aus Bass und Drums. Bentley kommt vollkommen ohne Streichorchester und gekünstelt wirkende Pop-Spielereien aus. Das Eröffnungsstück "What was I thinkin'" entpuppt sich, und das völlig verdient, dann auch gleich zum ersten großen Hit für den Newcomer. Steht zur Zeit auf Nr. 4 der Billboard Country-Singles-Charts, mit Pfeil nach oben, Richtung Nr. 1! Ist ja auch ein prächtiger, knackiger, gut abgehender New Country-Song voller dicker Gitarrenriffs, durchzogen von einer klasse Melodie, und begleitet von herrlicher Mandoline und sehr virtuosem Lead-Dobro-Spiel. Geht gut in die Beine. Doch das Album steckt voller weiterer potentieller Hits! Zum Beispiel, das lockere, frische, sehr melodische "Wish it would break" mit seiner schönen Baritone Gitarre, der Fiddle und den wimmernden Steel-Passagen, die flotte, wieder sehr knackige, erneut mit feiner E-Gitarre und Steel instrumentierte Countrynummer "Forget about you", zu der die Cowboys in so manchem Saloon das Tanzbein schwingen werden, das wunderschöne "I can only think of one", die fetzige Roadhouse-/Honky Tonk-Nummer "Bartenders stc...", oder die tolle Coverversion von Buddy und Julie Miller's "My love will follow you"! Zum Ausklang des Album wagt er sich dann auch noch, ebenfalls absolut gelungen, mit "Train travellin'" an eine lupenreine Bluegrass-Nummer heran. Mit Dierks Bentley scheint ein neuer Stern am Nashville Country-Himmel aufzugehen. Das wird einer! Dicke Konkurrenz für Brad Paisley, Alan Jackson, Vince Gill & Co.! Ein klasse Debut!

Art-Nr.: 2061
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 7,90

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Bonamassa, Joe - blues deluxe [2003]
"Blues deluxe" ein Albumtitel, dem man erstmal gerecht werden muß! Meistert er diesen Anspruch? Und wie er ihn meistert - auf beängstigend starke Art und Weise! Drittes Album dieses grandiosen Gitarren-Wunderknaben, der mit seinen schier wahnwitzigen Gitarrenritten die Blues- und Bluesrock-Welt, sowie die Enthusiasten elektrisierender, endloser, kochender Soli auf den 6 Saiten, einmal mehr in Verzückung versetzen dürfte. Nach zwei klassischen Bluesrock-Alben, bei denen der Rock ein leichtes Übergewicht gegenüber dem Blues hatte, ist es diesmal genau umgekehrt. 2003 wurde zum "Jahr des Blues" erklärt, zu dem der am 8. Mai 1977 geborene Bonamassa (an diesem Tag wurde der große Robert Johnson 66 Jahre alt) mit diesem fantastischen Album seinen ultimativen Beitrag gibt. "Blues deluxe" ist eine Hommage an die Großen des Blues, an all die Bluesveteranen, die ihn beeinflußt und geprägt haben. Angefangen von B.B. King, der ihn seinerzeit im Alter von 12 Jahren entdeckte, über John Lee Hooker, Elmore James, Albert Collins, bis hin zu besagtem Robert Johnson. Mit begnadeten Coverversionen und einigen eigenen Songs verneigt er sich vor seinen Vorbildern. Dabei ist er auf dem Weg sebst einer der ganz Großen zu werden. Wieder mit seiner, aus den beiden Vorgängeralben und der Live-DVD bekannten, großartigen Band um Eric Czar am Bass und Kenny Kramme am Schlagzeug im Rücken, und den beiden zusätzlichen Musikern Benny Harrison (Hammond B3) und Jon Paris (Harmonica), spielt Bonamassa den Blues mit einer unglaublichen Authentizität, Intensität und Leidenschaft, aber auch voller Gefühl. Obwohl der Blues eindeutig dominiert, wird natürlich auch gewaltig gerockt. Bonamassa's Art den Blues zu spielen, ist immer rockig. "Pure Blues" hin, "Pure Blues" her - die rockige Note ist immer vorhanden - er kann gar nicht anders! Und Leute, wie das an manchen Stellen rockt und dampft - "irre"! Apropos "irre": Bonamassa's Gitarrenspiel ist ein purer "Höllenritt" auf den 6 Saiten. Mal erzeugt er ganz klare und messerscharfe Läufe, dann maltretiert er sein Instrument zu wilden, brodelnden und glühenden Slide-Orgien, um sich anschließend wieder in ganz gefühlvollen Spielereien zu verlieren, ehe er einmal mehr in ekstatischen Bluesrock-Soli regelrecht explodiert. Und mit welch einer Virtuosität, Gewandheit und Fingerfertigkeit das geschieht - atembaraubend! Zuweilen scheint er über sein "Brett" zu fliegen. Dazu seine rauhe, kehlige Stimme - es paßt einfach alles! Los geht's mit einer großartigen Coverversion von B.B.King's "You upset me Baby", gefolgt von einer Wahnsinns-Version des John Lee Hooker-Klassikers "Burning hell"! Da stockt einem der Atem! Ein flammender, elektrisierender, unaufhörlich abgehender, fast 7-minütiger Boogie-Blues-Rock-Kracher, vollgestopft mit einem fulminanten Slide-Feuerwerk, dem eine dreckige Bluesharp noch die richtige Würze gibt. Wow, das dampft! Anschließend das Titelstück, eine herrliche alte, von Rod Stewart (als der noch mit Jeff Beck zusammenspielte) geschriebene Blues-Nummer. Recht ruhig beginnend, mit klar abgegrenzten, flinken Gitarrenläufen, äußerst intensivem, gefühlvollen Gesang, spielt sich Bonamassa im Zentrum des Stücks mit schier endlos wirkenden Soli in ein regelrechtes Rock-Gewitter, ehe das Ganze wieder in den Slow-Blues-Rhythmus zurückfällt. Was für eine Gitarrenarbeit. Ob der kraftvolle, riffige, leicht country-fried funky wirkende Rocker "Man of many worlds", das akustische "Woke up dreaming", bei dem er ein atemberaubend schnelles Delta-inspired Acoustic-Picking demonstriert, der dampfende, swampige Shuffle-Boogie-Blues "Wild about you, Baby", der groovende T-Bone Walker-Slow-Blues "Long distance blues", wieder mit grandiosen, quirligen, zwischendrin ungemein rockigen, Gitarrenläufen, oder der trocken qualmende, mit glühender, röhrender Slide-Gitarre und drückender Harp gespickte Blues-Rocker "Walking Blues", ein Robert Johnson-Klassiker, von dem ZZ Top nur träumen können, das sie so etwas nochmal hinkriegen... - alles Nummern, die einem in Mark und Knochen gehen. Joe Bonamassa ist bereits mit seinen 25 Jahren eine Institution in Sachen Blues/Bluesrock, die seinesgleichen sucht! 51 1/2 Minuten "Blues deluxe" des Gitarren-Magiers - im wahrsten Sinne des Wortes! Ein absolutes Highlight des "Year of Blues"!

Art-Nr.: 2050
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

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Byrd, Tracy - the truth about men [2003]
Neuntes Album von Tracy Byrd - und es ist wieder ein richtig gutes geworden! Obwohl er unter Nashville's so genannten Neo-Traditionalisten längst mehr als etabliert ist, gab's für den Texaner im letzten Jahr, ausgelöst durch sein voriges Album "Ten rounds", mit einigen sehr erfolgreichen Hitsingles nochmal einen richtigen Karriereschub. Man denke dabei z.B. nur an den klasse Nr.1-Track "Ten rounds with Jose Cuervo", den er im übrigen auf diese neue CD, als kleines Dankeschön an seine vielen Fans, noch einmal in einer feinen Live-Version als Bonustrack mit draufgepackt hat. Beflügelt von den Erfolgen geht Byrd unbeirrt seinen Weg weiter und knüpft mit "The truth about men" in beeindruckend souveräner Manier an seinen Vorgänger an. Knackige, traditionsbewußte, pure Country- /New Countrymusic ohne Schnörkel mit einer sehr ausgewogenen und überzeugenden Songauswahl aus beherzten Uptempo-Nummern, kräftigen Midtempo-Tracks und ein paar wenigen, schönen Country-Balladen, die zielsicher den Nerv der Countryfans trifft. Gute Melodien! Da wird er sicher weiter in der Erfolgsspur bleiben, denn auch bei diesem Album werden 100%ig wieder ein paar Chartbreaker abfallen. So ist das textlich herrlich lustige, augenzwinkernde, das männliche Macho-Gehabe in Selbstironie betrachtende Titelstück "The truth about men", das er mit seinen Kollegen Andy Griggs, Blake Shelton und Montgomery Gentry gemeinsam vorträgt, bereits auf dem Weg Richtung Charts-Spitze. Eine knackige Country-Partynummer, zu der die US-Cowboys momentan mit Vorliebe das Tanzbein schwingen. Da kommt in den Saloons die richtige Stimmung auf. Aber auch der Opener "Drinkin' bone" hat es in sich! Prächtiger, satter, herrlich melodischer New Country mit starken E-Gitarren, klasse Honky Ronk-Piano, schöner Steel und einem dezenten Outlaw-Feeling. Der entsprechende Rhythmus läßt auch die Linedancer ihren Spaß haben. Sehr gut gelungen sind auch das karibisch angehauchte, mit einem gediegenen Jimmy Buffett-Flair versehene, sonnige, wunderbar rhythmische "How'd wind up in Jamaica", die von einer tollen Melodie geprägte Rodney Croweel-Nummer "Making memories of us", eine lupenreine, völlig bombastfreie, großartige Country-Ballade mit feinen Gitarren und ebenso feiner Steel, oder der gut abgehende, lockere Honky Tonker "Baby put your clothes on" mit seinem flotten, lässigen Drumming und der klasse Kombinationm aus Gitarre, Fiddle und Steel. Tracy Byrd bleibt sich selbst treu und beweist, daß man in Nashville, auch wenn man nicht George Strait oder Alan Jackson heißt, mit traditonell ausgerichteter Countrymusic auch heute noch bestehen kann. Gut so! Das ist nicht nur "The truth about men", sondern auch "The truth about Countrymusic"!

Art-Nr.: 1939
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 9,90

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Cary, Caitlin - i'm staying out [2003]
Caitlin Cary, ex Mitstreiterin von Ryan Adams und Whiskeytown-Mitglied (Violine, Gesang) legt nun nach ihrem vielbeachteten letztjährigen Debut mit "I'm staying out" ihren zweiten kompletten Longplayer vor! Und wieder ist die US-Presse voll des Lobes! Zu recht! Es ist ein ganz großartiges Singer-Songwriter/ Americana/ Alternate Country/ Rootsrock/ Rootspop-Album geworden, das man mit seinen dezente Folkeinflüssen und einem ganz seichten, im Gegensatz zum ersten Album deutlich zurückgefahrenen, britischen Retro-Pubrock-Flair ala Nick Lowe, in der Schiene Kim Richey, Rosanne Cash, Tift Merritt, Mary Chapin Carpenter, Wilco & Co ansiedeln muß. Vor allen Dingen die musikalischen und stimmlichen Parallelen zu den Songs einer Mary Chapin Carpenter, die im übrigen auch bei 3 Stücken als Background-Sängerin mitwirkt, sind zuweilen unverkennbar. MIt dem neuen Album hat sich Caitlin Cary endgültig als Solokünstlerin bzw. Frontfrau einer eigenen Band etabliert. Nach dem ersten Album war sie unermüdlich mit ihrer Truppe auf Tour. Und während dieser Tour sind unter dem Eindruck und den Erlebnissen der gesamten "Bandfamilie" nahezu alle Songs "on the road" entstanden. Dementsprechend verspürt man auf "I'm staying out" auch jederzeit die Harmonie einer eingespielten Band, zu der neben den beiden Gitarristen Dave Bartholomew und Brian Dennis, Keyboarder Jen Gunderman und Drummer Jan Wurster auch der allseits bekannte Soundtüftler und Produzent Don Dixon (R.E.M., Marshall Crenshaw etc.) am Bass zählt. Alles wirkt live eingespielt. Cary ist eine excellente Songwriterin und Geschichtenerzählerin, immer wieder mit dem Gespür für die richtigen Melodien. Ihre sich zumeist im recht knackigen Midtempo-Bereich befindlichen Songs wirken immer locker, sind durchtränkt von einer charmant entspannten Atmosphäre. Die Instrumentierung aus all möglichen Gitarren, Mandoline, auch mal einem Dobro oder einer Steel, Orgel, klassischem, wie auch dezent funky wirkendem elektrischem Klavier, Caitlin's Geige und dem gediegenen Background aus Drums und Bass kommt sehr transparent, vielschichtig und variabel rüber. Passt alles prächtig zusammen! Das beweist auch sofort der Eröffnungssong "Empty rooms", eine aus satter Orgel, variantenreichem Klavierspiel, sowie akustischen und elektrischen Gitarren, sehr breitgefächert instrumentierte Midtempo Roots-/Americana-/Alternate Country-Nummer. Wirkt mit ihrer herrlichen Melodie ungemein gefällig. Enthält ein schönes Violinensolo von Caitlin, und Mary Chapin Carpenter unterstützt sie mit ihrem vorzüglichen dazu passenden Background-Gesang. Voller sonnigem Folk- und Pop-Flair steckt die wieder sehr reichhaltig instrumentierte und wunderbar entspannte Singer-Songwriter-Nummer "Sleepin' in on Sunday" in bester Shawn Colvin-Tradition, während die tolle Uptempo Pop-Rock-Nummer "You don't have to hide" einfach nur gute Laune pur versprüht. "The next one" ist dann wieder herrlicher, rootsiger, countryinfizierter Singer-Songwriter-Stoff, angereichert mit einer tollen elektrischen Slide und durchzogen von einer wunderbaren Melodie. Kommt rüber wie eine überaus gelungene Mischung aus Mary Chapin Carpenter und einem weiblichen Jackson Browne! Klasse auch die langsame, etwas bluesige, angeswingte Countrynummer "Please break my heart" (Patsy Cline läßt grüßen...), der fetzige Uptempo-Roots-Pop-Rocker "Cello girl", das sehr flockige, Mandolinen getränkte, etwas folkige New Country-Stück "Beauty fades away", die herrlich melodische semi-akustische Countrynummer "I'm staying out" wieder mit dieser vielseitigen Instrumentierung, und schließlich auch das gelungene Cover des Continental Drifters Tracks "I want to learn to waltz with you". Für die klasse Produktion zeichnet Chris Stamey verantwortlich! Ganz klar, Ryan Adams ist nicht das einzige außergewöhnlicheTalent, das aus den Reihen von Whiskeytown hervorgegangen ist. Caitlin Cary ist auf dem Weg eine ganz Große zu werden. Ein excellentes Album, ein Genuß für die Genre-Fans!

Art-Nr.: 1929
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Empty rooms
You don't have to hide
The next one
I'm staying out

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Casady, Jack - dream factor [2003]
Bassist Jack Casady, einer der ganz Großen der Hippiekultur, Mitbrgründer von Jefferson Airplane und Hot Tuna, zu den Pionieren des extrovertierten Bass-Spielens zählend, jemand der als einer der ersten die ganzen Möglichkeiten dieses Instrumentes (ob ungeheurer Drive oder innovative Melodienbögen) in die Rockmusik einbrachte, runde 40 Jahre im Geschäft - und jetzt kommt er mit einem Soloalbum! Verrückt! Doch das Überraschendste ist das Resultat: Das Album ist ein wahrer Knüller, ein Meisterwerk, eine geradezu famose Ansammlung erstklassiger Rocksongs an der Schnittstelle Classic Rock, Southern Rock (jawohl!!), Bluesrock, Westcoast-Rock, Jam-Rock, unter Einbeziehung von swampigen, funkigen, und einigen wunderbar country-orientierten Elementen. Mal locker, dann aber wieder nur so vor purer Kraft und Energie strotzend! Durchweg liegt in der Musik ein ungeheurer Groove! Jack Casady, der hier "lediglich" Bass und mal eine Acoustic Gitarre spielt, hat sich zur Verwirklichung dieses Albums eine illustre, hochkarätige Musikertruppe an Land gezogen, die es wahrlich in sich hat! Auch den Gesang (es gibt nur ein Instrumental) überläßt er anderen! Als da wären: Paul Barrere (Little Feat - Gesang, Slide Gitarre), Warren Haynes (Lead Gitarre auf 2 Tracks), Matt Abts (Gov't Mule) & Steve Gorman (Black Crowes) teilen sich die Drum-Parts, Jorma Kaukonen (Hot Tuna - Gitarre), Doyle Bramhall II (Gitarre), Ivan Neville (Hammond B3 und Gesang), Jim Brunberg und Jeff Pehrson von der Rootsrock Band "Box Set" (Gesang, Gitarre, Mandoline), Fee Waybill (Tubes - Gesang)... usw.! Casady läßt diesen namhaften Gästen viel Freiraum. Er "unterwirft" sich mit Vergnügen deren, ihren Hausbands entsprechenden, ursprünglichen musikalischen Neigungen. Man merkt, welchen Respekt er diesen Musikern entgegen bringt. Trotz der vielen Stilarten, die die Jungs tangieren, verzettelt man sich niemals, ganz im Gegenteil! Das Album wirkt in sich ungemein geschlossen! Das Songmaterial ist absolut erstklassig, steckt voller Frische! Keine Ausfälle! Was hier geboten wird, hätte auf so manchen Alben von Little Feat, Gov't Mule oder den Almman Brothers einen Ehrenplatz! Ein paar Beispiele: Es geht los mit dem herrlich groovenden, knackigen Midtempo-Rocker "Paradise" gesungen von Little Feat's Paul Barrere, der auch die großartige Slide-Gitarre beisteuert. Tolle Melodie! Stark, wie es den beteiligten Musikern gelingt, ein gewisses, flockiges Westcoast-Flair mit einem dezenten Little Feat-mäßigen Funk-/Swamp-Feeling zu vereinen. Flockig und locker schließt sich der semi-akustische Westcoast Countryrocker "Water from a stone"an, geprägt von herrlichen Mandolinen. Gesang: Box Set's Jeff Pehrson! Druckvoll, schwül, voller Energie und herrlich groovend geht es mit dem fetten Bluesrock-Knüller "Trust somebody" weiter. Tolle Hammond und sehr inspirierter Gesang von Ivan Neville, dazu großartige Blues Lead-Gitarre von Doyle Bramhall! "Listen to the wind", wieder gesungen von Paul Barrere, ist ein prächtiger, frischer, melodischer Southern Groove-Blues mit tollen Gitarrenpassagen von Jorma Kaukonen und Barrere. Danach das brodelnde Instrumental "Outside" mit 3 Gitarren, u.a. Lead-Gitarre Warren Haynes! Viel Jamrock-Feeling! Tolle Songstruktur - kein Chaos! Super Gitarren! Guter Drive und feinster Lead-Bass von Casady! Auch "Who you are" (Gesang: Jeff Pehrson) ist ein fulminater Classic Rocker mit fettem Southern-Flair in bester Allmans-/Mule-Tradition, "Dead letter box" ist ein wahrhaft traumhafter Blues-Jam-Southern-Rocker mit 3 Gitarren (Paul Barrere: Slide & Gesang, Doyle Bramhall II: Lead guitar, Steve Fister: Rhythm guitar), und mit einem absoluten Höhepunkt schließt das Album dann! "Sweden" heißt diese saustarke Nummer, gesungen von Fee Waybill! Ein lupenreiner, rauschender, mit einem irren Jam-Groove versehener, bluesiger Retro-Southern-Classic-Rocker voller Power, aber dennoch wunderbar fließend. 3 Gitarristen, davon zweimal Lead-Gitarre (Warren Haynes & Jorma Kaukonen) duellieren sich mit Wahnsinns-Soli! Umwerfend!! Die pure, inspirierte Jamrock-Spielfreude! Dampft gut! Wäre ein absoluter "Hit" auf dem letzten Allmans- oder Mule-Album gewesen! Tja, wer hätte solch ein Album von dem alten Airplane-Haudegen erwartet! Grandios!! Knapp 55 Minuten lassen einen aus dem Staunen kaum mehr rauskommen...

Art-Nr.: 2001
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

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Cash, Rosanne - rules of travel [2003]
"Rules of travel" ist die beeindruckende musikalische Rückkehr der großartigen Rosanne Cash! Ein ganz wunderbares Album von bestechender Ausdrucksstärke, das man unweigerlich zu den künstlerischen Höhepunkten ihrer Karriere zählrn muß! "Seven year ache" war einst ihr erster Nr.1 Country-Hit. Sicher ein Zufall, doch es ist auch genau sieben Jahre her, als Rosanne zuletzt mit ihrem "10 song-demo"-Album auf sich aufmerksam machte. Zwischenzeitlich mußte man das Ende ihrer Karriere befürchten, denn sie hatte infolge eines Polypes an den Stimmbändern ihre Stimme nahezu völlig verloren. Umso mehr grenzt es praktisch an ein Wunder, daß, nach erfolgreicher Operation und Rosanne's eisernem Willen, ihre Stimme wieder vollständig die alte ist. Fast scheint es, als singe sie besser denn je. Ihr Gesang ist einfach großartig! Nun ist "Rules of travel" allerdings kein Countryalbum, wie zu "Seven year ache"-, oder "King's record shop"-Zeiten, ganz und gar nicht. Vielmehr ist es ein ebenso klassisches, wie zeitgemäßes Singer-/Songwriter-Album in der Tradition einer Shawn Colvin oder auch Patty Griffin. Maßgeblichen Anteil daran hat natürlich auch Produzent und Ehemann John Leventhal, dessen Handschrift deutlich spürbar ist. Doch die New Country-Elemente fehlen nicht völlig. Sie sind, ebenso wie der ein oder andere folkige Schnipsel, immer wieder mal spürbar. So ist es eben alles in allem irgendwie doch ein typisches Rosanne Cash-Album, und zwar ein verdammt gutes! Die Stimme, die bezaubernden Lieder, der herrliche Gesang, die großartigen Melodien - alles ist da! Die Lieder, auch die Uptempo-Nummern, werden in einem recht entspannten, lockeren, niemals aufdringlichen, aber dennoch kraftvollen, filigranen und gleichzeitig peppigen Full Band-Arrangement dargeboten. Zuweilen spürt man einen Hauch von Melancholie. Der Sound ist sehr transparent und glasklar. So hören wir ein herrliches Zusammenspiel aller Art von akustischen und elektrischen Gitarren, sowie dezenten Keyboards, immer basierend auf einem großartigen Percussion-/Bass-/Rhythmus-Background, sodaß Musik und Stimme eine unzertrennbare, gefühlvolle Einheit bilden. Zu alledem hat sie sich auch noch ein paar hochkarätige und hochinteressante Gäste als Duett-Partner eingeladen. So ist es sicher nicht nur der bewegendste Song dieses Albums, sondern bestimmt auch einer der emotionalsten Momente ihrer geamten Karriere, daß sie mit ihrem Vater Johnny Cash das nachdenkliche, wunderschöne "September when it comes" vorträgt. Ein gefühlvoller, toller Song mit einer wunderbaren Melodie, arrangiert mit unaufdringlicher Percussion und großartigen Acoustic- und Electric-Gitarren. Man ist einfach berührt! Klasse auch das Duett mit Steve Earle, "I'll change for you"! Eine lockere, lässige, coole Nummer, anspruchsvoll und eingängig zugleich, in allerbestem Neo-Folk-/Americana-/Pop-Gewand. Bei dem flotten Opener "Beautiful pain" ist Sheryl Crow mit von der Partie und Teddy Thompson gibt sich bei dem folkigen "Three steps down" die Ehre. Doch das gesamte Songmaterial ist auf höchstem Niveau. Beispielsweise das melancholisch anmutende "44 stories", oder die flockige, herrlich ins Ohr gehende Uptempo-Nummer "Hope against hope", übrigens von Jakob Dylan (Wallflowers) und Joe Henry geschrieben, mit ihrem breiten Gitarrensound, wie auch das country-rockige, sehr melodische "Closer than I appear", das auch gut auf ihr seinerzeit so erfolgreiches "Rhythm and romance"-Album gepasst hätte, oder das ruhige, wunderschöne "Last stop before home". Ein von vorn bis hinten durchgehend starkes Album einer Rosanne Cash auf dem bisherigen Zenit ihres künstlerischen Anspruchs und ihrer musikalischen Schaffenskraft. Wir geben die volle Punktzahl. Das Album ist ein Hochgenuß!

Art-Nr.: 1859
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 18,40

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Corbin, Easton - same [2010]
"Easton is bringing Country back"! Er ist mit Brad Paisley, den die amerikanischen Medien einst als "savior of countrymusic" bezeichneten, im kommenden Sommer auf Tour - und es passt hundertprozentig! Auch Easton Corbin darf man einen vielleicht wegweisenden Erfolg und Einstieg in die Billboard Country Singles-Charts bescheinigen (sein Hit "A little more country than that" ist auf dem Weg zur Spitze), der die Hoffnung nährt, dass sich Nashville doch endlich wieder auf seine wahren Country-Roots mit ehrlicher, reiner, traditionellen Countrymusic besinnt. Die einschlägige Presse jedenfalls ist voll des Lobes und feiert seinen "real Country" überschwenglich! Völlig zu Recht, denn Corbin's wunderbares Debutalbum ist ein ganz jerrlicher, lockerer, flockiger Traditional Country-Leckerbessen an der Schnittstelle zwischen Alan Jackson, George Strait und Keith Whitley. Die beiden letzteren bezeichnet er als seine absoluten musikalischen Helden, was in seinen Songs deutlichst hörbar wird. Geboren und aufgewachsen in "rural" Gilchrist County, in Florida, kennt Easton Corbin das reale Countryleben von der Pike auf. Er verbrachte viele Jahre auf der Cattle Farm seiner Großeltern, entwickelte bereits in frühester Jugend eine intensive Liebe Für die "Opry"-Fersehshows, die regelmässig liefen und durchstöberte die Plattensammlungen seiner gesamten Verwandschaft. "I wanted to be a country singer since I way three or four years old", erinnert sich Corbin heute. Er nahm Gitarrenunterricht, spielte später in einer lokalen Band Lead Gitarre, trat dann auch solo auf und wurde nach einem überzeugenden Gig beim bekannten Suwannee River Jam-Festival spontan für das Vorprogramm solcher Acts wie Janie Fricke und Mel McDaniel gebucht. Im Jahre 2006 schließlich ging Corbin, inzwischen frisch verheiratet, mit seiner Frau nach Nashville, erhaschte dort sehr schnell die Aufmerksamkeit von Joe Fisher, dem "Senior Director" der Universal Music Group von Nashville, der in auf der Stelle für Merciry Nashville unter Vertrag nahm. Von nun an ging alles seinen Weg, was jetzt mit der Veröffentlichung seines tollen Debuts einen ersten, vorläufigen Höhepunkt erreichte. Doch wir sind uns sicher: das ist erst der Anfang! Corbin's "real Countrymusic" steckt voller Authentizität, voller ursprünglicher Reinheit und Ehrlichkeit. Man hört nicht den Hauch poppiger Einflüsse. Das ist "country to the bone" - und dennoch ist es absolut zeitgemäss. Corbin hat eine überaus angenehme, klare Countrystimme, ähnlich der eines Georg Strait, Alan Jackson oder Clint Black. Die elf Stücke fliessen mit wunderbaren Melodien aus den Lautsprechern und finden ohne Umwege den Weg in unsere, diese Songs regelrecht aufsaugenden Gehörgänge. Auch die Texte sind durch und durch country. Abgerundet wird das Ganze durch die famosen Begleitmusiker. Das ist die absolute 1A-Garde Nashville's, und damit genau der richtige Background für solch einen klasse Sänger: Brent Mason (E-Gitarre), Biff Watson (Acoustic Gitarre), Paul Franklin (Steel), Larry Franklin (Fiddle), Gary Prim (Keyboards), Eddie Bayers (Drums), und andere. Grandioses E-Gitarren-Picking, ein flotter, knackiger, aber total lockerer, flüssiger Rhythmus, prächtige Pedal Steel- und Fiddle-Fills, eine wunderbare Melodie - das Album startet gleich mit einem umwerfenden "Pure Country"-Hit (das muss eigentlich eine Single mit Zug zur Chartspitze werden...). "Roll with it" heisst die Nummer, bei der sich sofort ein wohltuender "Aah, welch herrliche Countrymusic"-Effekt einstellt. Geht runter wie Öl, ist, im positivsten Sinne, leicht verdaulich und simpel arrangiert - und doch mit einer ganz aussergewöhnlichen musikalischen Qualität in Szene gesetzt, wie es eben nur den Besten der Besten gebührt (siehe oben genannte Musiker). Das ändert sich auch während des gesamten Albums nicht. Ob das bereits erwähnte "A little more country than that" (schönes Midtempo, klasse E-Gitarren-/Steelguitar-Wechselspiel), das foltte, in allerbester Alan Jackson-Manier (wenn der in Hochform ist) vorgetragene "The way love looks" (tolle Steel-, Gitarren-, Fiddle-Begleitung), die großartige Ballade "Let alone you" (tolle Baritone E-Gitarre, schöne Steel) oder das flockige, mit feinen, transparenten Acoustic Gitarren und herrlicher Steelguitar instrumentierte, lässige "Leavin' a lonely town" - es ist die pure Country-Freude! Keine Frage,.Easton Corbin beweist es eindrucksvoll: "Real Country is still alive" - auch im Chart- und Kommerz-orientierten Nashville! Mit einem Easton Corbin am Start entledigt man sich eindrdrucksvoll der Nachwuchssorgen auf dem Terrain der Straits und Jacksons. Und das ist wirklich gut zu wissen...

Das komplette Tracklistsing:

1 Roll with It - 3:27   
2 A Little More Country Than That - 2:52   
3 This Far from Memphis - 3:17   
4 The Way Love Looks - 2:41   
5 Someday When I'm Old - 3:22   
6 Don't Ask Me 'Bout a Woman - 3:36   
7 I Can't Love You Back - 4:05   
8 A Lot to Learn About Livin' - 3:46   
9 Let Alone You - 3:14   
10 That'll Make You Wanna Drink - 3:26   
11 Leavin' a Lonely Town - 3:22

Art-Nr.: 6815
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

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Crowell, Rodney - fate's right hand [2003]
Ein neues Album von Rodney Crowell - da ist sowohl die Spannung, als auch die Erwartungshaltung der Genre-Fans recht hoch. Klar, denn der Name Crowell bürgte bislang immer für Qualität. Und es gibt keinen Zweifel: das bleibt weiterhin so, denn auch "Fate's right hand" erfüllt die Erwartungen zur vollsten Zufreidenheit. Er zählt zu den besten Songwritern des Country im weitesten Sinne, was er hier mit den 11 neuen Songs einmal mehr auf eindrucksvollste Weise bestätigt. Irgendwie erscheint einem das Album wie eine Art Fortsetzung von "Houston kid" aus dem Jahre 2001, wobei die Musik nun noch rootsiger klingt, als jemals zuvor. Beschäftigte er sich vor 2 Jahren in autobiographischer Wewise noch mit der Vergangenheit, so bestimmt bei "Fate's right hand" weitestgehend die Gegenwart, das "Hier und Jetzt" mit all seinen "Midlife-Problems" die Thematik. Ja, und in was für tolle Songs er das wieder verpackt hat! Resultat: ein meisterhaftes, sehr staubig und trocken in Szene gesetztes, vielseitiges Roots-/ Alternate Country- /Countryrock- /Americana-Werk, mit viel Texas-Flair und einer Unmenge von herausragenden musikalischen Gästen, die dem Ganzen noch den endgültigen "Kick" geben. Dabei sind unter anderem: Jerry Douglas (Dobro), Michael Rhodes (Bass), Pat Buchanan, John Jorgenson, Steuart Smith, Will Kimbrough, Richard Bennett (alle Gitarre), Bela Fleck (Banjo), Greg Morrow, Paul Leim, Vince Santoro (alle Drums), John Cowan, Russell Smith, Carl Jackson, Kim Richey, Gillian Welch & David Rawlings (alle Background Gesang) usw...! Crowell variiert wunderbar zwischen knackig, tockenen Rockern und semi-akustisch instrumentierten, countrylastigen, Singer-Songwriter-mäßigen Geschichten, bei denen immer wieder Erinnerungen an Leute wie Townes van Zandt oder Guy Clark aufkommen, ohne das er dabei seine typischen Stil-Nuancen vernachlässigt. Das Album startet mit einer prachtvollen Neueinspielung von "Still learning how to fly", das er im Jahre 1997 schon einmal mit dem kurzlebigen Band-Projekt "The Cicadas" aufgenommen hatte. Eine fantastische Midtempo-Countryrock-Nummer mit einer herrlichen Melodie, knackig und durchaus schwungvoll in Szene gesetzt, bereichert von Jerry Douglas' exquisitem Dobro-Spiel. Es folgen der tolle Uptempo Roots-/Countryrocker "Fate's right hand" mit deftiger, trocken rotziger E-Gitarre im Break, das flotte, aber cool wirkende, von Bela Fleck's Banjo angetriebene "Earthbound" und die etwas nachdenklich wirkende Texas Singer/Songwriter-Nummer "Time to go inward", die in ihrer herrlichen, semi-akustischen Instrumentierung wunderbar zwischen in sich gehenden Erzählungen und einer großartigen, lockeren Melodie hin und her schwankt. Klasse auch die abgehenden Countryrocker "The man in me" oder "Preachin' to the choir", wie auch das traumhafte "Ridin' out the storm", wieder in einer großartigen, semi-akustischen Instrumentierung. Die Nummer hat einen gewissen Outlaw-Country-Touch, besticht mit einer wunderbaren Melodie, ist eingebettet in einen großartigen Rhythmus aus trockener, relaxter Percussion, in deren entspannte Lockerheit sich in der Mitte des Stückes dann eine schöne rootsige, dezent dreckige E-Gitarre ihren Weg bahnt. Dazu herrlicher, fast lieblich wirkender Background-Gesang von Kim Richey, Randall Waller und Vince Santoro. Über 50 Minuten feinster Alternate Country/ Countryrock/ Americana, mit einem einmal mehr voll überzeugenden Rodney Crowell. Wie gesagt, er bürgt für Qualität. Dabei bleibt's! Kommt in einer schönen Digipack-Verpackung!

Art-Nr.: 1989
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

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Cyrus, Billy Ray - the other side [2003]
Nachdem vor wenigen Monaten endlich das lange verschobene "Time flies" erschien, folgt mit "The other side" nun bereits das zweite Album in diesem Jahr von Billy Ray Cyrus - und er bestätigt damit seine momentan herausragende musikalische Verfassung einmal mehr auf beeindruckende Weise. Ein großartiges Werk! "The other side" ist ein spirituelles Projekt, das heißt, bei den Tracks handelt es sich ausschließöich um christlich inspirierte Lieder. Doch keine Bange, von der Musik her ist das alles andere als eine "lahme", zurückhaltende Angelegenheit, sondern vielmehr ein zum Teil herrlich rockender Billy Ray Cyrus in Hochform. Frischer, knackiger, wunderbar Gitarren orientierter New Country/Countryrock, vollgepackt mit hervorragendem Songmaterial. Die Mischung zwischen satten Uptempo-Nummern und ein paar bestens gelungenen Balladen stimmt hundertprozentig. Vor allem die rockigeren Titel mit ihrem vollmundigen Sound aus bis zu drei E-Gitarren gleichzeitig überzeugen auf der ganzen Linie. Hier spürt man auch immer mal wieder den von ihm hinlänglich bekannten, dezenten Southern-Tauch. Cyrus bedient sich bei dem Songs, bis auf einen Titel (dazu später mehr!), nicht von Standards, sondern ausschließlich von neuem Material. Alles wirkt sehr engagiert und inspiriert. Vieles hat autobiografischen Charakter. Jeder Song hat seine eigene Thematik und steckt voller Aussagekraft. Gleich das Eröffnungsstück ist ist ein kleiner, nicht mehr aus dem Ohr weichen wollender Song, der richtig Freude macht. "Face of God" heßt diese prächtige, schön satte Countryrock-Nummer, die den Zuhörer gleichermaßen mit ihrer tollen Melodie, als auch mit ihrem fetten, vielschichtigen E-Gitarren-Arrangement begeistert. Dazu hören wir im Hintergrund ein dezentes Banjo. Klasse, Billy Ray! Weiter geht es mit der wunderbaren, semi-akustischen, schön frisch rüberkommenden Ballade "Wouldn't you do this for me" mit feiner Mundharmonika und erneut sehr schöner Gitarrenarbeit, ehe er mit "Always sixteen" einen weiteren satten, riffigen E-Gitarrenrocker, in den eine klasse Geige integriert ist, präsentiert. So wechselt es bis zum Ende des Albums zwischen etwas balladeskeren Stücken und krachenden, satten Countryrockern (herausgestellt sei dabei noch das fulminante "Love has no walls" mit einer toll rockenden Slide-Gitarre) hin und her, bis zum Finale schließlich die einzige Coverversion kommt - doch die hat es noch einmal in sich. "Amazing grace" steht auf dem Programm! "Schon wieder das", wird mancher denken, doch was da aus den Boxen dröhnt, ist ein regelrechter Hammer. Billy Ray und die beteiligten Musiker spielen diesen Standard in einer berauschenden, ungemein satten, brodelnden Gospelrock-/Bluesrock-Version voller Southern-Flair, daß es nur so kocht. Klasse Piano, fette Drums, treibender Bass und mehrere, wechselseitige, glühende E-Gitarren-Läufe, inklusive prächtiger Slide, lassen diese Nummer in einem absolut "heißen" Arrangement erklingen. So haben wir diese Nummer noch nicht gehört. Eines der besten Alben in der Karriere von Billy Ray Cyrus!

Art-Nr.: 2163
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 18,90

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Cyrus, Billy Ray - time flies [2003]
Es ist schon seltsam, was die großen Labels in Nashville für eine Politik verfolgen. Billy Ray Cyrus, dessen Verdienste um die Countrymusic allein schon durch seinen Mega-Welterfolg "Achy breaky heart" hinlänglich bekannt sind, der bislang weit über zehn Millionen Tonträger verkauft hat, wird von seiner Plattenfirma quasi auf ein Abstellgleis geschoben. Da hat dieser Bursche schon seit geraumer Zeit ein Album fertig... - immer und immer wieder verschiebt man die Veröffentlichung - will sie eigentlich ganz streichen - bis die CD dann endlich doch noch über die obskure "Madacy Label Group" (vertrieben durch Sony) in einer recht lieblosen Aufmachung (das "Booklet" besteht aus lediglich einem Blatt) auf den Markt kommt. Schwer nachvollziehbar, denn auf "Time flies" hören wir den besten Billy Ray Cyrus seit ewigen Zeiten. Das ist astreiner, frischer, herzhafter, lebendiger, kräftiger New Country mit einer bestens gelungenen Songauswahl. Wir hören einen sehr transparenten, satten Gitarrensound, bei dem die rockige Note deutlich mehr im Vordergrund steht als bei seinen letzten Werken. Nicht so viele Balladen wie zuletzt - und wenn, dann kommen sie zumeist schön angerockt rüber. Stimmlich ist er top! Sein toughes Image mit dem weiche Kern hat er sich bewahrt und seine Southern-Mentalität ist, allein durch die vielen E-Gitarren, häufig spürbar. Auch die ein oder andere akustisch orientierte, pure Countrynummer, sorgt zwischendurch immer wieder mal für angenehme Abwechslung, denn diese Songs strahlen eine lässige Lockerheit und wunderbare Frische aus. Wie der Opener "What else is there"! Eine prima, semi-akustische Midtempo-Nummer, sehr entspannt, mit einer feinen Melodie, voriegend instrumentiert mit schönen Acoustic Gitarren und Dobro, die erst gegen Ende durch eine unaufdringliche E-Gitarre ergänzt werden. Es folgen das knackige, Gitarren orientierte, mit dezenten Mandolinen angereicherte "Bread alone", inklusive klasse E-Gitarren-Solo im Break, der großartige Midtempo-Countryrocker "The way it is", die fette Power-Ballade "She don't love me (she don't hate me)" mit einer schönen Steel und einem satten, breit angelegten Arrangement aus (Twin)E-Gitarren, das wunderbar relaxte Titelstück "Time flies", und mit dem coolen, kräftigen Rocker "I luv ya" gar eine Nummer, die fast wie eine legitime Fortsetzung von "Achy breaky heart" klingt. Satte E-Gitarren überall. Spätestens jetzt tanzen die Cowboys zu Billy Ray, wie zu dessen besten Zeiten. Klasse auch der lockere Uptempo-Countryrocker "I still believe" und das an die Stones erinnernde, rockige, riffige, mit satten Gitarren getränkte, melodische "Hard to leave". Das Finale des Albums bildet eine akustische Neueinspielung seines Hits "Some gave all" von seinem gleichnamigen Debutalbum. 15 gelungene Songs zeigen über 56 Minuten lang einen Billy Ray Cyrus, den man wirklich noch lange nicht abschreiben sollte. Ganz im Gegenteil! Was werden seine Fans froh sein, daß dieses Album nun endlich veröffentlicht wurde...

Art-Nr.: 1962
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Ely, Joe - streets of sin [2003]
Nach 6 Jahren endlich wieder ein neues Studioalbum von Joe Ely! Es ist, das war sicher auch nicht anders zu erwarten, ein klasse Album geworden! Okay, wirkliche Überraschungen gibt es bei "Streets of sin" nicht, aber das ist bei einem Joe Ely nun wirklich kein Beinbruch. Ganz im Gegenteil! Sein herzhafter, ehrlicher West Texas-Sound scheint von der Ruhe und Abgeschiedenheit des Studios sogar noch einmal profitiert zu haben. Seine Geschichten und Songs stecken, wie immer, voller Seele. Dabei hat er sich diesmal wieder weitgehend von der Tex-Mex-Inspiration seiner letzten Studiowerke, wie "Letter to Laredo" oder "Twistinn' in the wind" verabschiedet und kehrt zurück zu seinem typischen, bodenständigen, von einem ordentlichen Outlaw-Flair geprägten, Countryrock-Stil. Dabei scheint er mit dem neuen Album problemlos die Schnittstelle solcher mehr Rock-orientierter Werke wie "Love and danger" und den wunderbaren Countrytraditionen seiner ganz frühen Tage ala "Honky Tonk masquerade" oder "If you were a bluebird" zu treffen. Im übrigen wieder mit von der Partie ist sein alter Spezi an der Lead Gitarre, David Grissom! Ein paar Songbeispiele: Der Opener "Fightin' for my life", einer von zwei Songs, die sein Flatlanders-Freund Butch Hancock beigesteuert hat (alle anderen stammen aus Ely's Feder), ist ein dynamischer, fetziger Countryrocker mit viel Heartland-Flair (stünde sicher auch einem John Mellencamp sehr gut zu Gesicht) in bester "Me and Billy the kid"-Manier. Tolles Drumming, satte E-Gitarren, klasse Melodie! "I'm on the run again" hingegen ist ein durchaus rauher und kräftiger, aber dennoch ungemein flüssiger, lockerer und von einer herrlichen Melodie durchzogener Texas Outlaw-Countrysong, der eine wunderbare Frische vermittelt. Das relaxte Gitarrenspiel und ebenso lockere Drumming kommen großartig rüber. "I'm feelin' like the wild wild wind, I'm on the run again", heißt es im Text, und genau so klingt die Musik. Eine tolle Nummer! Klasse auch der dramaturgisch wirkende, mit effektvoller E-Gitarre garnierte, rhythmische, von einem gediegenen Waylon-Flair gezeichnete, satte Countryrocker "All that you need", die rootsige, kraftvolle, voller rockigem Countryflair steckende Ballade "Streets of sin" mit ihrer tollen Melodie, der schönen Orgel und den feinen E-Gitarren, oder das ruhige "A flood on your hands". Oder das bärenstarke "94 south": Ein trockener Countryrocker voller Drive mit fantastischem E-Gitarren-Picking. 3 Gitarristen sind am Werk, mit unter anderem einem tollen, quirligen, variablen Baritone-Guitar-Solo! "Who's gonna blow you away" erinnert dann wieder an die Flatlanders! Joe Ely hat wieder ein prächtiges Album zustande gebracht, mit dem seine Fans mehr als zufrieden sein werden. Lange hat er wohl nicht so country geklungen, doch die rootsigen Rockelemente bleiben nie auf der Strecke. Seine "rough" und "hard-edged" Texas Countryrock-Songs kommen, wie man es von ihm kennt, bravourös rüber. Gratulation, Herr Ely!

Art-Nr.: 1965
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

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Evans, Sara - restless [2003]
Spätestens seit ihrer 2000er Platin-Veröffentlichung "Born to fly" zählt Sara Evans zu den vielversprechendsten Interpretinnen der modernen Nashville Mainstream Country-Szene. Daran wird sich auch mit ihrem neuen Werk "Restless" nichts ändern. Okay, insgesamt ist sie vielleicht noch ein wenig poppiger geworden, versucht sie den Ansprüchen des Mainstream Country-Radios noch gerechter zu werden, doch ihr stark ausgeprägter traditioneller Background ist stets präsent. Die Countryelemente bleiben nicht auf der Strecke. Wenn sich bei zwei/drei Stücken mal der Eindruck einer gewissen Über-Produktion aufdrängt, und man denkt, das bombastische Streichorchester (z.B. bei "Niagara") hätten die Akteure auch weglassen können, kriegt Sara spätestens beim nächsten Track wieder elegant die Kurve. Das ist auch gut so, denn die junge Dame aus Missouri hat eine so einzigartige, klare Stimme, mit deren Timbre sie ihre Bluegrass-Roots nie leugnen kann. Die ist einfach prädestiniert zum Singen von Countrysongs. Die Stücke, eine gesunde Mischung aus Uptempo-, Midtempo-Tracks und Balladen, sind allesamt sehr knackig in Szene gesetzt. Immer wieder werden in den vollen Sound Mandolinen und Fiddles integriert. Wie auch bei der ersten Single, dem jetzt schon sehr erfolgreichen, balladesken "Backseat of a greyhound bus", ein mit einer feinen Melodie durchzogenes, recht relaxtes Stück mit ganz dezentem Bluegrass-Feeling, das dennoch schön knackig interpretiert wird. Prächtig auch die ungemein fetzige, knallige Uptempo-Nummer "Rockin' horse", ein regelrechter New Country-"Kracher", bei dem sich wiederum Mandolinen und fette E-Gitarren prima ergänzen, oder das schwungvolle "To be happy". Die beste Nummer des gesamten Albums kommt kurioserweise jedoch erst am Schluß. Dieser Track 13 ist ein Knüller. So muß abgehender, flotter, purer New Country ohne Schnörkel klingen! Herrlich, wie alles zusammenpasst: diese wunderbare Meldie, die tolle Steelguitar, die großartige, beherzte Baritone E-Gitarre. das lässige Spiel der Musiker, die schöne Fiddle, der lockere Schwung, diese Frische - "good-feelin'" Country, der den Cowboys Beine macht! So müßten alle Stücke klingen...! Dennoch, sie hat einen ordentlichen Job gemacht. "Restless" wird mit Sicherheit wieder ein Hit-Album werden. Knackiger, moderner Country auf der Höhe der Zeit!

Art-Nr.: 1966
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

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Gov't Mule - the deepest end ~ live in concert ~ 2cds + dvd [2003]
2 CD/1 DVD-Set! Der 7. Oktober. 2003 - Veröffentlichung der "The deepest end"-Box von Gov't Mule! Über 2 1/2 Stunden live auf 2 CDs und über 3 Stunden live auf DVD! Ein Feiertag für die Mule-Fraktion, ein Festtag für den Rock'n Roll! Nach dem Tod von Original-Bassist Allen Woody, der die Band mitten ins Herz traf, stand man zunächst am Scheideweg, bis man sich entschloß angespornt von unzähligen Freunden der Band, allen voran Widespread Panic's Dave Schools, im Sinne von Woody Allen weiterzumachen. Gitarren-Großmeister Warren Haynes, zwischenzeitlich engagiert in 3 Bands (Mule, Allman Brothers, Phil Lesh & Friends) und Schagzeuger Matt Abts gingen wieder auf Tour, und zwar mit wecheselnden Bassisten. Darüber hinaus spielte man zu Ehren von Allen Woody zwei bärenstarke Studioalben (The deep end Vol.1 und Vol.2) ein, auf denen eine Unmenge von Gast-Bassisten mitwirkten, die Allen Woody zu seinen Lieblings-Kollegen zählte. Diese Würdigungen und Ehrungen an Woody gipfelten dann schließlich in diesem Jahr in ihrem absoluten Höhepunkt, als man das Ganze dann auch noch live auf die Bühne brachte. Was dann geschah, kann man mit Fug und Recht als einen historischen Moment des Rock bezeichnen. Warren Haynes und Matt Abts inszenierten während des New Orleans Jazz and Heritage Festivals am 3. Mai 2003 im Saenger Theatre zu New Orleans ein geradezu gigantisches, weit über 4 1/2 Stunden (mit Pause sogar 5 1/2 Stunden!!!)) dauerndes Live-Spektakel, das bereits jetzt schon von der Musikwelt als "legendär" bezeichnet wird. Und dieses CD/DVD-Set enthält die komplette Show!!! Mit dabei waren wieder jede Menge Gast-Bassisten (u.a. Les Claypool, Dave Schools, Mike Gordon, Roger Glover, Jack Casady, Victor Wooten, Rob Wasserman, Jason Newsted usw.), aber auch etliche weitere, hochkarätige Gäste, wie Slide-Wizzard Sonny Landreth, Los Lobos' David Hidalgo, Banjo-Guru Bela Fleck, Keyboarder Danny Louis, Fred Wesley, die Dirty Dozen Brass Band usw.! Die Setlist ist überragend! Haynes & Co spielen mit einer ungeheuren Intensität und Spielfreude. Was hören und sehen wir für fantastische Gitarrensoli. Was für Musiker auf der Bühne. Leidenschaft pur! Dabei strotzen sie auch noch vor Spontanität, denn etliches ist völlig anders arrangiert, als man es von den Studioversionen her kennt, wie z.B. "Blindman in the dark" (auf der CD und DVD) in einer gestreckten 15 1/2-Minuten-Version, "Lay of the sunflower" (CD/DVD) mit Bela Fleck am Banjo, oder "Beautifully broken" (CD/DVD) mit seinen fast 10 Minuten. Dazu gibt es Tracks, die sie live bislang nur äußerst selten spielten, wie z.B.die Allen Toussaint-Nummer "On your way down" (nur auf DVD), Freddie King's "Goin' down" (nur auf CD), oder "I shall return" (CD) vom "Dose"-Album, das die Allman Brothers ein paar mal spielten. Sogar absolute Live-Premieren gab es, wie die grandiose 16 1/2 Minuten-Version von Herbie Hancock's "Chameleon" (DVD) und eine völlig ungeplante, spontane, von Warren Haynes solo intepretierte Version der Eagles-Nummer "Wasted time" (DVD)! Die CDs und die DVD der Box überschneiden sich nur bei 7 Tracks, der Rest der Show ist entweder nur auf den CDs (13 Songs) oder auf der DVD (14 Songs) zu finden. Insgesamt enthalten die CDs somit 20 Songs, die DVD 21 Stücke! Weitere Tracks, nur auf den CDs sind z.B. "Game face", "Larger than life", "Fool's moon", "Patchwork quilt", "32/20-Blues", "Drivin' rain", usw. - nur auf der DVD hören und sehen wir z.B. "Voodoo chile", Black Sabbath's "Sweet leaf" und "War pigs", "Mule", Cream's "Politician", usw. - und sowohl auf CD und DVD gibt's noch z.B. "Banks of the deep end", "John the revelator", "Bad little doggie"...usw.! Wie gesagt, alles in allem ist die komplette Show enthalten. Ein spektakuläres, grandioses Rock-/Blues-/Southern-/Jam-Spektakel, festgehalten in einer fantastischen CD/DVD-Box. Endlich gibt's auch eine Live-DVD von Gov't Mule, werden viele sagen... - und dann gleich solch ein Teil. Sensationell! Enthält auch ein schönes, 24-seitiges Booklet mit umfangreichen Informationen zu den Songs. Die DVD ist "Code free" und somit auf allen DVD-Spielern abspielbar!

Das komplette Tracklisting:

Disc 1
1 Bad Little Doggie - 4:04   
2 Game Face - 8:36   
3 Larger Than Life - 6:11   
4 Blindman in the Dark - 15:38   
5 Which Way Do We Run? - 6:56   
6 Fool's Moon - 6:11   
7 Sco-Mule - 8:56   
8 Patchwork Quilt - 6:06   
9 Lay of the Sunflower - 7:35   
10 John the Revelator - 6:59   

Disc 2
1 Beautifully Broken - 9:49   
2 Time to Confess - 8:27   
3 Banks of the Deep End - 6:45   
4 32/20 Blues - 12:10   
5 Goin' Down - 5:58   
6 Slow Happy Boys - 7:29   
7 I Shall Return - 7:29   
8 Trying Not to Fall - 5:48   
9 Drivin' Rain - 5:03   
10 Soulshine - 7:41   

Disc 3
1 Bad Little Doggie [DVD]   
2 Blindman in the Dark [DVD]   
3 Sco-Mule [DVD]   
4 Lay of the Sunflower [DVD]   
5 John the Revelator [DVD]   
6 Chameleon [DVD]   
7 Beautifully Broken [DVD]   
8 Mule [DVD]   
9 Banks of the Deep End [DVD]   
10 On Your Way Down [DVD]   
11 Down and Out in New York City [DVD]   
12 Maybe I'm a Leo [DVD]   
13 Voodoo Chile [DVD]   
14 Politician [DVD]   
15 Guitar Solo - Drum Solo [DVD]   
16 Sweet Leaf [DVD]   
17 War Pigs [DVD]   
18 Greasy Granny's Gopher Gravy, Pts. 1-2 [DVD]   
19 Wasted Time [DVD]   
20 Thorazine Shuffle [DVD]

Art-Nr.: 2070
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 19,90

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Greene, Rian - see things like you [2002]
Hervorragender Singer/Songwriter aus El Cajon in Southern California mit einem klasse Debut! Bedingt durch seine Herkunft fließen in seine Musik jede Menge frische, typisch californische Country- und Countryrock-Elemente ein (das geht von Gram Parsons über Dwight Yoakam bis hin zu dezenten Westcoast Singer-/Songwriter-Elementen eines Jackson Browne), andererseits orientiert er sich wiederum stark an der aktuellen texanischen Countryrock- und Singer/Songwriter-Bewegung (Chris Knight, Jack Ingram, Steve Earle), wobei es ihm gelingt eine geschickte musikalische "Americana"-Brücke zwischen Texas und Californien zu schlagen. 11 bestens gelungene Eigenkompostionen an der Schnittstelle zwischen texanischem Singer/Songwriter-Metier, Country, Countryrock und Rootsrock, sonnig frisch (oftmals durch einen dezenten Hall bei den Gitarren und der Steel optimal in Szene gesetzt) und rootsig staubig zugleich. Vielleicht könnte man ihn am ehesten als eine Art californischen Chris Knight bezeichnen! Unterstützt wird Greene von einer ganzen Anzahl hochkarätiger Musiker, wie zum Beispiel Skip Edwards (Keyboards, Akkordeon) und Scott Joss (Mandoline) aus Dwight Yoakam's Band oder Lucinda Williams' etatmäßiger Gitarrist Doug Pettibone, der dem gitarrenbetonten Sound mit einigen herrlichen Gitarrenläfen und -soli deutlich seinen Stempel aufdrückt. Pettibone steuert zudem ein paar schöne Steelguitar-Passagen bei. Produzieret hat das Album Roots-/Alternate Country-Guru Dusty Wakeman, der auch den Bass zupft. Gleich zu Beginn hat Gitarrist Doug Pettibone reichlich Gelegenheit sich ordentlich in Szene zu setzen. In dem großartigen Opener "Lay my life on the line", einer fetzigen, rockigen "Dwight Yoakam meets Jack Ingram"-Nummer überzeugt er mit hervorragenden, knackigen E-Gitarrensoli auf der ganzen Linie. Es folgt der flotte, flockige, frische californische Countryrocker "See things like you" mit einer prima Melodie, schönen Gitarren, einer dezent halligen Steel im Hintergrund und wunderbarer Akkordeon-Begleitung ab der zweiten Strophe. Nach der herrlichen, semi-akustisch instrumentierten Ballade "Hold you in my arms", wieder mit schönem Akkordeon und einer tollen Mandoline von Scott Joss, folgt der kräftige, energische Rootsrocker "Watching over me tonight", mit rockenden, treibenden Drums, satten Gitarren und klasse Einbeziehung einer B-3-Orgel. Nach dem flotten, mit locker lässigem Drive versehenen puren Countrysong "The shotgun side", mit schöner Steel, ordentlichem Bakersfield-Feeling und einem gewissen Gram Parsons-Flair folgen einige weitere feine Balladen und Uptempo-Nummern, bis das Album schließlich mit zwei herausragenden Titeln endet. Zum einen das knackige, herrlich melodische Countryrock-Stück "The way that you move me" mit seinen feinen Gitarren, welches nicht nur vom Songwriting her stark an die große Lucinda Williams erinnert. Nein, sie ließ es sich auch nicht nehmen höchstpersönlich im Refrain die prächtige Zweitstimme beizusteuern. Zum anderen die wunderschöne, mit frischem, angenehm zurückhaltenden E-Gitarren- und Steel-Spiel, sowie Akkordeon und entspanntem Drumming begleitete Ballade "Twilight in your eyes", mit der Rian Greene noch einmal sein gekonntes Songwriting eindrucksvoll demonstriert. Klasse Album! Damit dürfte Mr. Greene, völlig zu recht, eine Menge neue Freunde, die sich für erstklassige Singer/Songwriter-Musik aus dem Alternate Country-/Roots-/Americana-Genre begeistern, gewinnen.

Art-Nr.: 1768
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 18,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Hold you in my arms
Watching over me tonight
The shotgun side
The way that you move me

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Jackson, Alan - greatest hits volume II [2003]
Rund 8 Jahre nach seiner ersten "Greatest Hits"-Sammlung, kommt nun der zweite Sampler dieser Art. Im Gegensatz zu manch anderen Künstlern, bei denen alle Naselang eine "Greatest Hits"-Compilation erscheint, ist das hier aber auch nötig, den Alan Jackson produziert Countryhits, wie am Fließband. Er ist und bleibt einer der ganz Großen der Countrymusic! Das Album enthält 18 Titel, davon 16 Top-Hits, alle aus der Zeit nach 1995, wie z.B. "Little bitty", "Gone crazy", "Pop a top", "www.memory", "It must be love" und natürlich "Where were you when the world stopped turning", aber auch 2 brandneue Tracks! Einer davon, "It's five o'clock somewhere", ein Duett mit Jimmy Buffett, ist bereits schon wieder seit 2 Wochen die Nr. 1 der Billboard Country-Singles-Charts! Es sieht so aus, als sollte dieser flotte, flockige, sonnige, mit einem dezenten Karibik-Twang versehene (kein Wunder, wenn Jimmy Buffett mit dabei ist) Countrysong, mit seinen schönen Gitarren und der großartigen Melodie, der Country-Sommer-Party-Hit der Saison in den USA werden. Ebenfalls neu: die schöne Ballade "Remember when" über die (weisen) Gedanken eines älter werdenden Ehepaares an frühere Zeiten. Die CD ist mit einer Spielzeit von rund 70 1/2 Minuten schön vollgepackt.

Art-Nr.: 2032
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

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