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Black, Clint - spend my time [2004]
Clint Black ist wieder da - endlich - und zwar auf seinem eigenen Label! Über 4 Jahre hat er sich für sein neues Studioalbum Zeit gelassen, aber es hat sich gelohnt. Der Ende der Achtziger und Anfang der Neunziger als einer der wichtigsten Neo-Traditionalisten, und damit oftmals in einem Atemzug mit Garth Brooks genannte, Clint Black hat nichts von seiner Klasse verloren. Ganz im Gegenteil - seiner Songs sind vielleicht noch reifer geworden. Er knüpft damit nahtlos an seine besten Zeiten an und präsentiert auf seinem neuen Album eine gesunde, ausgewogene Mischung aus ausschließlich von ihm selbst geschriebenen oder mitkomponierten, überzeugenden Uptempo- und Midtempo-Countrynummern, ergänzt durch einige feine Balladen. Manchmal, das kennt man ja von ihm, hat er die Neigung ein paar dezente, seine Musik durchaus bereichernde Blues-, Jazz- oder Funk-Elemente einzustreuen, doch im Endeffekt ist "Spend my time" natürlich ein lupenreines Countryalbum. Die ersten Charterfolge stellen sich auch schon wieder ein. So klettert die erste Single, das Titelstück "Spend my time", eine sehr schöne Ballade über veränderte Prioritäten jenseits des Alters von Vierzig, stetig in Richtung Top 10 der Billboard Singles Country-Charts. Aber darüber hinaus enthäklt das Album noch jede Menge weiterer Songs mit Hitpotential. Man denke nur an die knackige New Country-Ballade "She's leavin'", mit ihrer feinen Melodie, der schönen Steel und der klasse E-Gitarre, das ebenso knackige "A mind to", der klasse, rasante Uptempo-Country-Ritt "Everything I need" mit tollem Drive, seinen Fiddles und den prächtigen Gitarren.Licks, die mit jaulender Steel und feinem Klavier instrumentierte, romantische Ballade "Just like you and me", oder der vielleicht beste Countrysong auf der CD, die kernige, aber sehr eingängige, rhythmische Shuffle-Boogie-Riff-Roadhouse-Honky Tonk-Nummer "The Boogie man", die die Cowboys und Cowgirls sicher scharenweise auf die (Line Dance)Tanzfläche ziehen dürfte. Unter den Musikern: Hayden Nicholas, Eddie Bayers, John Robinson, Paul Franklin, Glenn Worf, Matt Rollings, Stuart Duncan... usw.! Überzeugende Vorstellung, Mr. Black!

Art-Nr.: 2259
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

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Brown, Shannon - corn fed [2006]
Damen-Power an der New Country-Front! Shannon Brown wuchs in Spirit Lake, Iowa, einer wunderschönen, ländlichen Gegend auf, als Tochter musikbegeisterter Eltern, die in ihrer Heimatstadt und deren Umgebung auch einige Clubs besitzen. Ihr Vater, Gitarrist und Bandleader, entdeckte das Gesangstalent seiner Tochter erst im Alter von 17 Jahren, als sie an Karaoke-Abenden das Publikum regelmäßig in Hochstimmung versetzte. Fortan wurde an der Karriere Shannon’s fleißig gebastelt, teils mit über 180 Auftritten im Jahr. 1994 ging sie nach Nashville, sang bei Songwriter-Demos, und 1997 schien schon der große Durchbruch geschafft zu sein. Der bereits unterzeichnete Platten-Deal mit der RCA Label Group scheiterte jedoch an diversen Umstrukturierungsmaßnahmen. Der endgültige Start ihrer Karriere begann dann aber 2004, als sie und ihr Ehemann bei einer Wohltätigkeitsveranstaltung mit John Rich, vom mittlerweile mega-angesagten Duo Big & Rich, zufällig an einem Tisch saßen. Die musikalische Chemie stimmte sofort, und man produzierte zusammen ein 3-Stücke-Demo, das Warner Brothers Chef Paul Worley unmittelbar zum Vertragsabschluss veranlasste. Kein schlechter Einstieg, direkt mit einem Major Label-Deal, aber zurecht, wie der Verlauf ihres großartigen Debütalbums verdeutlicht. Rein äußerlich, wie auch der Titel "Corn Fed" (Mais-genährt) wohl metaphorisch andeutet, verkörpert die hübsche Shannon Brown das naturverbundene Cowgirl, eine Art Terri Clark, nur ohne den obligatorischen Cowboyhut und in blond. Musikalisch, und das dürfte sicher auch ein Verdienst John Rich*s, der das Album produzierte, sein, bietet sie dank ihrer sehr variablen Stimme ein facettenreiches, modernes Werk, fernab allzu traditioneller Nashville-Standards, ohne aber je einen Zweifel aufkommen zu lassen, was der Hauptfokus ihrer Musik ist, nämlich ganz klar "Country"! An gut der Hälfte der Songs war sie selbst beim Songwriting beteiligt. Die beiden Eröffnungsstücke "Corn Fed" und "Big Man" tragen sofort die Handschrift von John Rich, der direkt den kraftvollen, rockig-hippen Sound, bespickt mit Effekten (u.a. sogar wiehernde Pferde), auf die Songs überträgt, wunderbar in Szene gesetzt mit Power-Drummer Brian Barnett, dem Klasse E-Gitarristen Adam Shoenveld und den beiden Star-Instrumentalisten Mike Johnson (Steel) und Jonathan Yudkin (Fiddle, Madoline, Banjo, Strings), die ja auch auf den Big & Rich-Werken bereits kräftig mitgemischt haben. Shannon überzeugt sofort mit ihrer leicht angerauten, kratzig-heiseren Stimme, die ein wenig Kolleginnen wie Shelly Fairchild, Gretchen Wilson oder auch Eve Selis zu ähneln scheint. Vereinzelt erinnert ihr Vibe zudem an eine energische Martina McBride! Das sehr melodische und textlich mit vielen prominenten Namen bestückte "High Horses" beinhaltet die Message, dass bei aller Konkurrenz im Business, man auch in Nashville in einem Boot sitzt, und von daher zusammenrücken sollte. Das Shannon auch im Balladenbereich den großen Damen ihrer Zunft, wie Faith Hill oder Martina McBride, in nichts nachsteht, beweist sie nicht nur bei "Turn To Me", einer richtigen Power-Ballade, bei der sie voluminös im Refrain zu glänzen weiß. Toller Song! Co-Writerin des Liedes ist übrigens Gretchen Wilson! Herrlich rhythmisch und recht poppig gut gelaunt geht’s bei "Can I Get An Amen" zu. Dann wieder so ein typisches Break der Marke Rich: "Good Ole Days" kommt als abgefahrene, funkige Nummer mit Discogroove daher, erzeugt aber durch eine heulende Steelgitarre ein Flair, als wenn ein weiblicher James Brown plötzlich die Countrymusik für sich entdeckt hätte. So ein richtig swingender Barroom-Retro-Heuler ist "I Love 'Em All", technisch prächtig mit Dobro, Fiddle und typischem Honkytonk-Piano umgesetzt. Faith Hill lässt wieder ein wenig bei "Why" (bombastische Ballade mit Streichern) und dem emotional poppigen, mit Mandolinen verzierten "Pearls" grüßen. Ein erneutes stilistisches Break könnte man mit "She Brings The Lightning Down" assoziieren, aber auch hier schafft es John Rich meisterhaft, bluesige Memphis-Atmosphäre und Countryklänge harmonisch miteinander zu vereinen. Den Abschluss bildet das autobiografische "Small Town Girl", das Shannon's ländliche Roots textlich wie auch instrumentell (klasse Mandoline und Dobro) entspannt reflektiert. "Corn Fed" ist eine insgesamt sehr abwechslungsreiche CD geworden. Shannon Brown besitzt nicht nur viel künstlerisches Potential, hier könnte ohne Übertreibung ein weiterer, großer weiblicher Top-Act vom Kaliber Shania Twain, Faith Hill, Gretchen Wilson oder Martina McBride in den Startlöchern stehen. Der Anfang ist mit einer Klasse-Leistung jedenfalls vollbracht! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 4003
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 7,90

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Foster, Radney - this world we live in [2006]
Vier Jahre sind bereits wieder ins Land gezogen, seitdem uns die eine Hälfte des einst in Nashville so erfolgreichen Duos Foster & Lloyd mit dem tollen "Another Way To Go" so begeistert hatte. Untätig war ein Mann dieses musikalischen Formates in der jüngeren Vergangenheit allerdings nicht. So produzierte er beispielsweise die Randy Rodgers Band, schrieb Songs für Größen wie u. a. Keith Urban, die Dixie Chicks oder Kenny Chesney, und, und, und! Hier ist sie nun endlich, die neue, einmal mehr ganz hervorragende Scheibe des ohne Zweifel zu den besten texanischen Songwritern zählenden Radney Foster: Wunderbarer, rootsiger Texas-Country/Alternate Country/Countryrock/Americana vom Allerfeinsten mit einem tollen, schön trockenen, auf den Punkt genau produzierten, angerauten, "gritty" Sound! Zehn neue Stücke, alle aus seiner Feder, zum Teil in Kooperation mit exzellenten Co-Writern, wie Blue Dogs-Frontmann Bobby Houck, Jack Ingram oder Darrell Brown, mit dem er sich auch die Produktionsarbeit teilte. Bediente er sich bei seiner letzten Scheibe noch einer Menge Begleitmusiker aus dem schier unerschöpflichen "Nashville-Pool", so versammelte er diesmal eine tolle, namhafte Band langjähriger Freunde um sich, wie Drummer Charlie Drayton und den "alten" Westcoast-Haudegen Waddy Wachtel (Linda Ronstadt; Warren Zevon, James Taylor, John David Souther, Ronin, Bob Dylan) an der E-Gitarre (beide haben schon auf Keith Richard’s Solo-Alben zusammen gearbeitet), Session Bass-Veteran Bob Glaub (u.a. Jackson Browne) und dem Keyboarder Rami Jaffe, vielen sicher nicht nur als Mitglied der Wallflowers ein Begriff. Mit an Bord sind auch wieder der starke Slide-Gitarrist Mike McAdam und ein weiterer Klassemann an der E-Gitarre, Adam Shoenveld, der etatmäßig bei Big & Rich die Saiten bedient. Und um es nochmal klar herauszustellen: Radney Foster ist schlichtweg wieder ein Sahneteil gelungen. Dem leicht Stones-infizierten, Slide-angerockten, rootsigen, trockenen "Drunk On Love" folgt mit "Sweet And Wild" ein wunderbar melodischer Americana-Midtemposong. Bei beiden Songs glänzt neben der starken instrumentellen Umsetzung Sarah Buxton mit ihrer klasse Stimme im Background, die gegen Ende der Stücke mit in den Vordergrund tritt. Die Ballade "The Kindness Of Strangers" lebt von Foster’s starker Akustikgitarrenarbeit, toller atmosphärischer Cello-Untermalung und einem bewegend geschriebenem und gesungenem Text. Ganz große Klasse! Der anschließende, exzellente, forsche Retro Country-Rocker "Big Idea" (erinnert stark an alte Foster & Lloyd-Hits) reißt einen regelrecht aus der poetischen Welt des Vorsongs, und bildet den gelungenen Vorläufer zum Center-Song des Gesamtalbum’s, "Half Of My Mistakes". Was für eine herrliche Melodie! Auch hier wieder ein toller Text, der Menschen dazu ermutigt, viele Dinge im Leben einfach zu riskieren, auch wenn mal etwas schief laufen sollte. Der Lerneffekt und viele positive Dinge, die sich trotzdem daraus entwickeln, sind laut Foster nicht zu unterschätzen. Den gleichen Song hat vor geraumer Zeit fast ebenso gut Jace Everett auf seinem Erstling, allerdings etwas mainstreamiger, interpretiert. Bei Radney Foster wirkt das Stück etwas kantiger, zurückhaltender und einen Schuss introvertierter. Starke Slide-Arbeit hier vom bereits erwähnten Mike McAdam. "New Zip Code" (mehr balladesk) und "Prove Me Right" (wäre auch durchaus von der Randy Rogers Band oder Chris Knight coverbar) liefern wieder etwas leichter verdauliche, überaus melodische Gute Laune-Kost, letzteres in durchaus Nashville-kompatibler, radiotauglicher, wenn auch leicht rootsiger Country-Manier, voller Hooklines, die ein wenig an Radney’s Frühwerke erinnern. Stark hier die angenehmen Fiddle-Fills. Eine weitere "Killer"-Ballade folgt mit "Fools That Dream". Im Background diesmal die zauberhafte Kim Richey, die auch beim Vorgänger schon ihre Stimme zur Verfügung gestellt hat. Zum Abschluss folgt dann noch mal ein herrlich locker dahinfließender, super-melodischer Alternate Country-/Roots-/Americana-Song, den Foster zusammen mit Jack Ingram komponiert hat. Neben dem eingängigen Rhythmus und den lässigen Drums stechen hier die immer wieder eingestreuten und punktgenauen Stratocaster- und Slide-Fills im harmonischen Wechselspiel heraus. Klasse Orgelarbeit auch vom Rami Jaffe. Das Stück hält einen noch Minuten nach Ende der CD regelrecht gefangen. Ein würdiger Abschluss eines wieder einmal großen Albums! "This World We Live In" etabliert und festigt Radney Foster's Platz in die Riege der heutigen, wichtigen, ganz großen texanischen Singer-Songwriter im Country-/Americana-Bereich nachhaltig. Durch und durch beeindruckende und fesselnde Musik! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 4063
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 7,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Big idea
New zip code
Prove me right
Fools that dream
Never gonna fly

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Hanson, Jennifer - same [2003]
Klasse Debutalbum von Jennifer Hanson! Ein neuer Name und ein neues (hübsches) Gesicht, das man sich merken sollte, denn sie bringt mit ihrem überwiegend recht rockigen Sound frischen Wind in die Szene. Jennifer ist alles andere als ein musikalischer Neuling. Schon durch ihre familiären Bindungen war und ist sie immer ein Teil des "Country-Zirkus". Zum einen ist sie verheiratet mit dem bekannten Nashville-Songwriter Mark Nesler und zum anderen war ihr Vater Larry Hanson lange Jahre der Touring-Gitarrist der Country-Superstars von Alabama. Bezeichnenderweise posiert Jennifer dann auch auf einigen Fotos des Booklets und auf dem Backcover mit einer E-Gitarre umhängend und einem Alabama-T-Shirt bekleidet, was ihre Verbindungen und ihren Hang zum knackigen, elektrischen Sound wohl verdeutlichen soll. So sind die meisten ihrer 11 Songs, von denen Sie übrigens 9 mitkomponiert hat, dann auch tatsächlich von einer wunderbar knackigen Natur, mit einer rockigen Basis ausgestattet, und von einem äußerst kraftvollen Sound bestimmt. Wir hören rockige Arrangements mit satten Drums und fetten Gitarren, die Vergleiche zu einer fetzigen Martina McBride, Rosanne Cash, aber auch zu einer Countryrock-orientierten Sheryl Crow zulassen. Passend zur Musik hat Jennifer eine kräftige, sehr angenehme Stimme, wirkt dabei aber immer lässig. Keine Frage, sie ist eine klasse Sängerin. Klar wirken diese Arrangements durch ihre poppig-rockige Art radiotauglich und auch mainstreamig, aber das muß in diesem Fall als äußerst positiv gewertet werden, denn die Songs und Jennifer haben allemal genug Potential um sich von der Country-Pop Clon-Masse angenehm abzusondern. Lediglich 2 Balladen wirken etwas aufgesetzt, doch das verzeihen wir ihr, denn ihre starken Momente bei den excellenten Losgeh-Nummern sind einfach so klasse, daß es eine Freude ist, Jennifer's frischer New Country-/Poprock-Mucke zu lauschen. So startet die Scheibe dann auch gleich mit einem richtigen Knüller-Song, der den verdienten Weg in die Billboard-Country-Single-Charts auch schon gefunden hat. "Beautiful goodbye" ist nicht, wie der Titel vielleicht vermuten lassen könnte, eine Schnulze, sondern eine traumhafte, wunderbar ins Ohr gehende, pulsierende, kraftvolle Midtempo-Countryrock-Nummer, die auch einer Sheryl Crow bestens zu Gesicht stünde. Dezentes E-Piano, eine tolle Hammond-Orgel, rotzig rockende E-Gitarrenriffs, knackiges, Drumming, satte Gitarrenläufe und großartiger Gesang mit herrlichen Harmonien im Refrain bestimmen die Szene. Der eingeschlagene Weg wird mit dem fetzigen Banjo-driven, modern Countryrocker "Just one of those days" dann auch gleich fortgesetzt, bei dem wir fette, elektrische Slide-Gitarren hören. Satter Sound! Es folgt der herrlich abgehende, groovende, rockin' Uptempo-Country-Boogie "Half a heart tattoo" mit einer tollen Melodie, prächtigem Druminng und fettem Gitarrensound. Zu den weiteren Höhepunkten zählen das voluminöse "Get yourself back", mit seinen Stones-/Shreyl Crow-like Riffs, das entspannte, lockere "Baby I was wrong", mit seiner schönen Mundharmonika und den vielschichtigen Gitarren, sowie das flotte, mit toller Percussion versehene New Country-Stück "Travis", bei dem infolge des frischen Sounds und der wunderbaren Melodie sogar Erinnerungen an so verehrte Westcoast Countryrock-Ikonen wie Wendy Waldman, Karla Bonoff oder Linda Ronstadt wach werden. Insgesamt ein Debut, das sich wahrlich sehen lassen kann. Auch für den großartigen Sound zeichnet Jennifer noch selbst mit verantwortlich, hat sie doch ihr eigenes Album zusammen mit Greg Droman auch noch selbst produziert. Knackiger, frischer, moderner New Country-Rock-Pop, der richtig Spaß macht. Sie trifft eindeutig den Zahn der Zeit! Kompliment, Miss Hanson!

Art-Nr.: 1816
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 7,90

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Beautiful goodbye
Travis

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Keith, Toby - shock'n y'all [2003]
Es läuft derzeit einfach rund bei Toby Keith! Er zählt mittlerweile zu den absoluten Superstars Nashville's - und wenn man sein neues Album hört, weiß man auch, warum! Wie kein anderer, trifft Toby Keith den Nerv der Amerikaner! Das ist die Musik, auf die die amerikanischen Cowboys zur Zeit abfahren. Kraftvoller Country/Redneck Country/New Country, raffiniert und variabel arrangiert, und doch ungemein vertraut klingend. Zuweilen kommt es einem vor, als verarbeite er auf äußerst geschickte Weise gleichzeitig die Elemente von Alan Jackson, Charlie Daniels und Brooks & Dunn miteinander, doch das ist sicher nicht beabsichtigt. Das ist einfach Toby Keith's Stil! Das ist seine Musik! Kommt richtig gut! Dennoch, trotz aller zweifellos vorhandener musikalischer Klasse, wird Toby's Musik zur Zeit von vielen auch äußerst kritisch diskutiert - und das liegt an seinem textlich, zuweilen etwas zu übertriebenen, patriotischen Gebahren. Seit Afghanistan und Irak gibt es für ihn fast nur noch ein Thema. Das ist manchmal des Guten zuviel! Davon abgeshen jedoch ist "Shock'n y'all" ein prächtiges Album! Toby's Musik, die, egal ob uptempo oder balladesk, immer voller Power steckt, ist, trotz aller Moderne, tief in den amerikanischen Country-Traditionen verwurzelt. So scheint er, und das beweist sein immenser Erfolg, tief aus den Herzen der Amerikaner zu spielen und (zumindest vieler) auch zu sprechen. Insgesamt hört man auf dem neuen ALbum vielleicht sogar noch mehr typische Countryelemente und -melodien als zuletzt. Das Album startet mit der ersten Single "I love this bar"! Eine starke, prima ins Ohr gehende Countrynummer mit traditioneller Honky-Tonk Basis, die sich, es war wohl auch nicht anders zu erwarten, sofort wieder an die Spitzenposition der US Billboard Country-Singles-Charts katapultierte. Doch das wird wohl nicht die einzige Nr.1 bleiben. Man denke nur an die rhythmische, riffige Uptempo-Nummer "Whiskey girl", die in bestem Brooks & Dunn-Stil daher kommt (ähnlich auch wie das von Toby und Ronnie Dunn komponierte "Don't leave, I think I love you" mit seiner tollen Steel), die Patriotismus Power-Ballade "American soldier", das lässig flotte "If I was Jesus" mit feinem Dobro-Spiel, das sonnig frische "Nights I can't remember, friends I'll never forget" oder die kraftvolle, satte Midtempo-Nummer "Time for me to ride" mit ihrem immer präsenten Outloaw-/Southern-Touch. Neben den fetten E-Gitarren hat man hier sogar auf den Einsatz von Bläsern nicht verzichtet, doch das passt optimal! Ein Stück, das auch von John Kay's Steppenwolf hätte gespielt werden können. Als Bonustracks gibt es noch zwei sogenannte "Bus Songs", das sind Lieder, die Toby Keith und Scotty Emerick unterwegs "on the road" geschrieben haben, und die sie dann bei den Shows live präsentierten. So sind diese beiden Tracks dann auch als Live-Mitschnitt, jeweils akustisch vorgetragen, auf diesem Album vertreten. Vor allem "Weed with Willie" ist eine klasse, astreine, pure Texas-Country-Nummer mit gediegenem Willie Nelson-/Johnny Cash-Feeling. Der Riesenerfolg, den Toby Keith zur Zeit genießt, wir ihn auch mit "Shock'n y'all nicht verlassen.

Art-Nr.: 2104
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

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LaRue, Stoney - the red dirt album [2005]
Die "Red Dirt"-Szene in Texas und Oklahoma blüht! Und wie! Stoney LaRue ist zum einen ein guter Kumpel von Cody Canada (Cross Canadian Ragweed), zum anderen hat niemand geringerer als Mike McClure (ex Great Divide, jetzt Mike McClure Band), der auch bei den letzten Alben von Cross Canadian Ragweed an den Reglern saß, produziert, - beide, Canada und McClure, spielen im übrigen (jeweils Gitarre) auch mit -, und dann heißt das Werk auch noch "The Red Dirt Album"! Was da heraus kommt? Allerfeinster, traumhaft melodischer, unwiderstehlicher "Red Dirt" Roots-/Americana-/Countryrock, mit dem sich LaRue nahtlos in die Riege solcher Bands wie Great Divide, Mike McClure Band, Wade Bowen & West 84, Randy Rogers Band oder Cross Canadian Ragwed einreiht. Ähnlich, vor allen Dingen aber genauso komptetent und versiert, wie die vorgenannten Kollegen (LaRue ist ein großartiger Songwriter), vereinbart er diese erdige, staubige Oklahoma-Mentalität mit geradzu faszinierenden, wunderbaren Melodien, wie das eben nur in der Gegend von Texas und Oklahoma möglich zu sein scheint. Die Songs wollen einem nicht mehr aus dem Ohr weichen. Die Spannbreite reicht von Steel-getränkten Country(rock)-Balladen, über staubige Americana-Titel, auch mal einem Texas-Swing, der ein oder andere semi-akustischen Nummer, bis hin zu mit feinen Twin-Gitarren und viel Southern-Flair versehenen, angerauten, knackigen, rootsigen Texas-Countryrockern! Hat viel Twang! Insgesamt gehen die Songs des Albums nicht so nach vorne, wie beispielsweise bei Cross Canadian Ragweed. Sie vermitteln eher ein relaxteres Feeling, strahlen dabei aber dennoch, und das ohne jeden Zweifel, dieselbe, staubige, raue, "kratzige" und gleichzeitig so melodische "Red Dirt"-Atmosphäre aus, die die immer größer werdende Fanschar dieser Art von Musik so nachhaltig begeistert. Stoney LaRue ist ein toller Sänger! Seine Stimme ähnelt phasenweise sehr der von Ragweed's Cody Canada und verfügt zudem über einen dezenten "Southern-Vibe"! Es paßt einfach alles prächtig zusammen! Gleich das erste Stück des Albums, "Down in flames", ist eine wahre Traum-Nummer: Hinreißender Midtempo Americana-/Countryrock an der Schnittstelle Great Divide/Cross Canadian Ragweed, geprägt von einem klaren, bestens abgestimmten, transparenten, knackigen Sound, durchzogen von einer tollen Melodie, und dabei dennoch eine Menge trockenen, texanischen Staub aufwirbelnd! Großartige, dezent dreckige, elektrische Lead-Gitarren, zuweilen in einem wunderbar harmonischen Twin-Sound, ziehen sich wie ein roter Faden durch den Song und versprühen darüber hinaus ein leichtes Southern-Flair! Texas/Oklahoma Countryrock, wie man ihn besser kaum spielen kann. Mit dem anschließenden "Closer to you" schiebt LaRue gleich den nächsten "Hit" hinterher: Wunderbar retro eingefärbter, dennoch ungemein frisch erscheinender, von einer traumhaften Steel durchzogener, relaxter Country(rock), der sowohl ein leichtes Border-Flair vermittelt (hauptsächlich erzeugt durch das großartige Acoustic Guitar-Picking), als auch erneut ein leichtes Southern-Feeling. Einen dezenten keltischen Einschlag, aber auch ein gepflegtes Western-Flair, zieht sich durch das mit prächtigen Fiddles und tollen Acoustic Lead-Gitarren instrumentierte, flotte, gut tanzbare "Idabel Blues", die richtige Mucke, um es in einer von vielen irisch abstammenden Texaner besuchten Pinte einmal hoch hergehen zu lassen - die nötige Portion Whiskey bereits intus! Mit "Downtown" hören wir anschließend eine traumhaft melodische, herrliche Countryrock-Ballade, geprägt von tollen Gitarren (sehr stark das herrlich satte Solo in der Mitte) und einer wohligen, im Hintergrund agierenden Orgel, während man bei "Solid gone" dann mal zu einem pfiffigen, trockenen, mit akustischen Instrumenten (Gitarren, Dobro, Fiddle) arrangierten, swingenden, erstklassigen, lupenreinen Texas Country-Stück übergeht. Großartigen, knackigen, riffigen, leicht Southern-angehauchten Gitarren Roots-/Countryrock präsentiert LaRue anschließend bei dem zusammen mit Cody Canada komponierten "Walk away". Kein Wunder, daß diese Nummer auch Cross Canadian Ragweed wie auf den Leib geschrieben wäre. Hat gut Power und wird von satten Gitarren bestimmt! Fantastsich auch der wundervolle, flockige, knackige, wieder so herrlich melodische Countryrocker "Texas moon", dessen traumhaftes Steelguitar-Spiel, zum Teil parrallel mit einer würzigen E-Gitarre, einfach Gänsehaut erzeugt. Enthält zudem eine erstklassige Coverversion von Rodney Crowell's "Bluebird wine" (kennen wir auch bereits von Emmylou Harris), wie auch von Bob Dylan's Klassiker "Forever young"! Stoney LaRue mit einem von tollen Melodien geprägten, sowohl eingängigen, als auch sehr vielseitigen, ganz wunderbaren Album allerfeinster "Red Dirt"-Roots-/Americana-/Countryrock-Musik, wie sie eben nur in Texas und Oklahoma produziert wird. Erste Sahne!

Art-Nr.: 3603
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Down in flames
Downtown
Solid gone
Walk away
Texas moon

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Lee, Albert - road runner [2006]
Herrliches neues Album von einem der größten und einflußreichsten Country-Gitarrenvirtuosen, der mit seinem unverwechselbaren Stil in den letzten, gut 30 Jahren, Maßstäbe, nicht nur in der New Country-/Countryrock-Szene setzte! Emmylou Harris' ehemaliger Gitarrist zaubert eine hochkarätige Ansammlung absoluter Retro-"Hot Band"-typischer Country-Knüller aus dem Hut, die die goldenen Jahre dieser Truppe, aber auch den frühen Stil Rodney Crowell's oder Vince Gill's in voller Blüte in das Jahr 2006 transportiert! Auch gesanglich bringt Lee eine Top-Leistung! Die Songs, zumeist recht dynamisch, strahlen eine ungeheure, zeitlose Frische aus! Dabei bedient er sich immer wieder gezielt und sehr geschickt ausgewählter Coverversionen, die er in seinem unverkennbaren Stil, voller Klasse und ausgefeilter Musikalität interpretiert! Seine Spielfreude ist zu jeder Minute spürbar! Immer wieder begeistert Lee mit diesem grandiosen Picking, diesen fantastischen "jaw-dripping, speed-picking", so sauber abgegrenzt und doch so ungeheuer virtuos, mit fliegenden Fingern gespielten, mitreißenden Gitarrenläufen, vor allem bei dem prachtvollen, über 7-minütigen, bestens und absolut melodisch strukturierten Instrumental (es ist die einzige Instrumental-Nummer auf dem Album) "Payola Blues"! Die Scheibe beginnt allerdings mit einer tollen Uptempo-Version des alten Holland/Holland/Dozier-Heulers "(I'm a) Road runner"! Ein typischer "Hot Band"-Retro Country-/Countryrock-Rhythmus mit viel Drive, eine klasse Melodie und im zweiten Teil ein absolut grandioses, völlig locker und lässig vorgetragenes Gitarrensolo, wie es eben nur Albert Lee spielt, machen gleich diese erste Nummer zu einem absoluten "Hit"! Weiter geht's mit der wunderbar melodischen Country(Rock)-Nummer "I'll stop loving you" (prima, die klimpernden Piano-Ergänzungen, im übrigen ebenfalls von Albert Lee selbst gespielt), gefolgt von einer exzellenten, Steel-getränkten, eine schöne californische Frische vermittelnde Fassung von John Hiatt's "Rock of your love", gespickt mit tollen, transparenten Gitarren-Licks! Ganz stark auch die entspannte Version von Leo Kottke's "Julie's house", die von würziger, rootsiger Lap Steel durchzogene Countryrock-Nummer "Didn't start livin'" (wie eine Mischung aus den frühen Rodney Crowell und Vince Gill, mit einem dezenten Schuß NRBQ-Flair), das lockere, mit feinen Mandolinen-Klängen angereicherte, semi-akustische Jimmy Webb-Stück "The moon is a harsh mistress", der mit viel Dampf abgehende Rockin' Country-/Roots-/Honky-Tonkin'-Boogie "Livin' it down", bis hin zu der wunderschönen Version von Richard Thompson's "Dimming of the day", die Albert Lee in einem großartigen Duett mit seiner Tochter Alexandra vorträgt! Musikalische Wegbegleiter sind u.a. Bob Glaub (Bass), Don Heffington (Drums), Buddy Emmons (Pedal Steel), Steve Fishell (Lap Steel), sowie Buddy Miller, Bekka Bramlett und Jon Randall (Background Gesang)! Albert Lee wird seine Magie wohl nie verlieren! Ein großartiges Album!

Art-Nr.: 4113
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
(I'm a) Road runner
I'll stop loving you
Rock of your love
Didn't start livin'
Working on love

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Montgomery, John Michael - letters from home [2004]
Ja, was ist denn mit diesem John Michael Montgomery passiert? Respekt, Respekt, der Gute präsentiert sich auf seinem neuen Album in einer Form, wie schon lange nicht mehr - als hätte er eine regelrechte Frischzellenkur hinter sich. "Letters from home" bietet von vorn bis hinten Nashville-Mainstream Country von einer Qualität, wie man sie nicht jeden Tag hört - wirklich klasse! Klar, wunderbar frisch und ausgesprochen melodisch fließen einem die 10 Songs aus den Lautsprechern entgegen. Schon nach den ersten Tönen entsteht das pure Country-Feeling. Obwohl durchaus modern und zeitgemäß präsentiert, spiegeln sich in allen Songs die puren Country-Traditionen wider. Man verzichtet weitgehend auf übermäßige Pop-Attribute und beschränkt sich musikalisch und auch textlich auf die reine Country-Thematik. Auch in puncto Songmaterial beweist Montgomery diesmal ein absolut goldenes Händchen. Selten zuvor bediente er sich solch hervorragender Stücke, die ihm wie auf den Leib geschneidert scheinen. Insgesamt gibt es ein paar weniger Balladen, als zuletzt. Das meiste bewegt sich im Uptempo- und Midtempo-Bereich. Die neuen Songs wirken sehr locker, dabei aber durchaus knackig, und sind instrumentiert mit allem, was zu einer guten Country-Performance gehört. Das Album steckt voller potentieller Hits, die prima ins Ohr gehen! So befindet sich das Titelstück "Letters from home" (eine herrlich frisch wirkende, lockere Midtempo-Countrynummer in einem tollen semi-akustischen Gewand aus Gitarren, Mundharmonika, Mandoline und Steel) auch schon in den Top 5 der Billboard Country-Singles-Charts, mit starker Tendenz Richtung Nr. 1! Aber auch das knackige, satte, pure Midtempo-Countrystück "Good ground" mit seiner großartigen Melodie und den tollen E-Gitarren (inkl. eines Slide-Solos in der Mitte), wie auch das angerockte, für die Cowboys gut tanzbare "That's what I'm talking about", die lockere, mit feiner Steel und Mandoline instrumentierte Ballade "Look at me now", die klassische Roadhouse-/Honky Tonk-Nummer "Goes good with beer" mit ihrer klasse Kombination aus klimperndem Piano, Fiddle und E-Gitarre, das lockere traditionelle, flotte, "That changes everything", wie auch die starke, flott-knackige, dennoch frisch und locker rüberkommende Marty Dodson-/Paul Overstreet-Nummer "It rocked" mit den wunderbaren, dynamischen Mandolinen- und E-Gitarrenriffs... - alle haben sie beste Chancen auf Top-Positionen in den Charts. Produziert hat das Album, zusammen mit John Michael Montgomery, Star-Produzent Byron Gallimore (u.a. Tim McGraw)! "Letters from home" bietet Country-Freude pur, ohne Durchhänger! Eine klasse Leistung, Mr. Montgomery!

Art-Nr.: 2396
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 18,40

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Otto, James - days of our lives [2004]
Etliche Male verschoben, doch jetzt endlich hat sich seine Plattenfirma entschlossen das Album zu veröffentlichen - zum Glück! Starkes Debut des im Staate Washington aufgewachsenen, jetzt aber in Nashville lebenden James Otto, den man damit eindeutig zu den vielversprechendsten neuen Talenten in Music City zählen muß! Astreiner, knackiger, sehr kraftvoller, Gitarren orientierter New Country, teilweise mit einer ordentlichen Prise Southern-Soul und Southernrock-Groove. Kein Wunder, nennt er doch als seine maßgeblichen Einflüsse Künstler, wie Bob Seger, James Taylor, die Allman Brothers, Travis Tritt, Hank jr. oder auch die Kentucky Headhunters. Das tatsächliche Resultat findet sich dann an der Schnittstelle Montgomery Gentry, Travis Tritt, Charlie Daniels Band auf der einen und Leuten, wie Darryl Worley, Brad Paisley und Keith Urban auf der anderen Seite wieder, mündend in einem herzerfrischenden, ganz eigenen Stil der Marke James Otto! Der Bursche strahlt eine Menge Power aus, geht oft gut rockend zu Werke, ist aber andererseits auch in der Lage wunderbar melodische, pure Country-Balladen voller Authentizität zu interpretieren. Er verfügt über eine ausgezeichnete, angenehme, sehr kräftige, intensive Stimme. "Days of our lives" kann mit ein paar echten Knüller-Nummern aufwarten, die es verdient hätten, die Nashville-Charts einmal ordentlich aufzumischen. Ein solcher "Hammer" ist beispielsweise das Eröffnungsstück "Long way down"! Was für ein starker, dynamischer Vorzeige Countryrocker voller Southern-Flair! Eine großartige Melodie paart sich mit ordentlich Power und Drive! Dazu ein mitreißendes Arrangement aus prächtigen E-Gitarren-Riffs, fetten, satten E-Gitarrensoli, einer herrlichen Hammond-Orgel im Hintergrund und einem wunderbar southern-souligen, weiblichen Background-Gesang. Allein wegen diesem Titel, der wohl auch maßgeschneidert für Montgomery Gentry wäre, lohnt sich fast schon der Erwerb dieser CD! Aber auch der Rest kann sich sehen lassen! Nehmen wir zum Beispiel die balladeske, aber sehr knackige, riffige New Country-Nummer "Gone" mit ihren satten Gitarren, oder die entspannte, melodische Ballade "Misspent youth", übrigens einer von 6 Songs die Otto selbst geschrieben oder mitkomponiert hat, mit ihrer schönen Instrumentierung aus transparenten, akustischen und elektrischen Gitarren im Zusammenspiel mit einer tollen Steelguitar, wie auch das rhythmische, rockige, southern-soulige "Miss Temptation", oder der swampig groovende, mit fetten (Slide)Gitarren durchzogene, "Southern drenched" New Country Rocker "Sunday morning and Saturday night"! Ganz stark auch die mit einer traumhaften Melodie ausgestattete, lockere, aber dennoch knackige, frische Ballade "The ball", deren herrlicher Klangteppich aus wunderbaren Gitarren, Steel und Hammond die pure Countryfreude bedeutet, der ähnlich instrumentierte, prächtige Countrywaltz "Lowdown on the highlife", oder die knackige, von David Lee Murphy mitgeschriebene, Uptempo-Hit "The last thing I do", wieder mit dezentem Southernflair und tollen (Slide)Gitarren. Unter den Musikern: Pat Buchanan (Guitars), Tom Bukovac (Guitars), Greg Morrow (Drums, Dan Dugmore (Steel), Dennis Wage (Organ), Mike Brignardello (Bass), Bryan Sutton (Acoustic Guitar) usw.! James Otto macht einen großartigen Job! Unlängst erläuterte er in einem Interview auf die Frage, wie er denn selbst seine CD beschreiben würde, seinen Musikstil grinsend mit den Worten "It's the James Otto rockin' country-soul revue"! Sehr treffend! Hoffentlich erhält er vom Label die nötige Unterstützung, hoffentlich lässt man ihn nicht gleich wieder fallen. Verdient hätte er es! In dieser Musik steckt eine Menge Potential! Sehr lobenswert jedenfalls, daß das Label seine "Markteinführung" mit einem schön niedrigen Einführungspreis fördert. Klasse Mann - klasse Album!

Art-Nr.: 2332
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 12,90

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Pinmonkey - big shiny cars [2006]
Country-/Americana-/Retro-Countryrock in all seiner Blüte... - Pinmonkey aus Nashville sind zurück und verzaubern uns 4 Jahre nach ihrem letzten Album mit einer schon gar nicht mehr für möglich gehaltenen, neuen CD, die nahtlos an ihr Vorgänger-Werk anknüpft und in vollendeter Schönheit die goldenen, frühen Jahre solcher Bands wie den Eagles, Poco oder den Flying Burrito Brothers wieder aufleben läßt! Ist das herrlich! Ja, Pinmonkey klingen sehr retro, aber sie verstehen es problemlos diesem Retro-Feeling mit all ihrer Vitalität, ihrer immensen Frische und ihrer unbekümmerten Lockerheit eine wahre Frischzellenkur zu verpassen und produzieren so einen Sound von genauso aktueller wie zeitloser, purer Countryrock-Freude! Viele Irrungen und Wirrungen mußte die Band um den begnadeten Sänger Michael Reynolds (seine klare Stimme erinnert zuweilen entfernt an die von Timothy B. Schmit, wenngleich etwas kräftiger) in den letzten Jahren durchmachen. Label-Mißverständnisse, Umbesetzungen und anderer Hickhack schienen sie eigentlich schon zerbrechen zu lassen, doch immer wieder trotzten sie den Turbulenzen, haben sich erholt, konnten sich nicht nur schadlos halten, sondern sind am Ende gar gestärkt daraus hervorgegangen! So sorgt beispielsweise der neue Gitarrist Mike McAdam, im übrigen ein ex Original-"Duke" von Steve Earle, für eine Menge neue, natürliche Energie und bereichert die Band mit seiner ebenso angenehmen, wie rootsigen und kompetenten Spielweise. Wie gesagt, der Sound von Pnmonkey strahlt eine immense Frische aus. Alles spielt sich in einem wundervollen, semi-akustischen Rahmen ab, in dem vielschichtige Acoustic Gitarren, Dobro, Mandoline und auch mal ein Banjo die Basis bilden, zu der sich, neben der schwungvollen Rhythmik aus Bass und Schlagreug, dann immer wieder mal die äußerst angenehme E-Gitarre von Herrn McAdam gesellt (klingt zum Teil wie eine Steel), die sich aber nie allzu aufdringlich in den Vordergrund spielt. All das ergibt, unter Einbeziehung eines leicht bluegrassig angehauchten, natürlichen Appalachian-Twangs, einen wundervoll transparenten, klaren Sound, frisch und angenehm wie ein warmer Sommerwind, der wohlig über goldgelbe Kornfelder weht. Die Songs faszinieren mit betörend schönen Melodien und einem herrlich lockeren "Flow"! Frisch, locker und knackig, voller Schwung und positiver Energie eröffnen Pinmonkey das Album mit dem großartigen Uptempo Retro-Countryrocker "That train don't run", der sofort die eingangs schon erwähnten Erinnerungen an alte, goldene Eagles-/Poco-Zeiten aufflackern läßt. Eine traumhafte Melodie trifft auf einen flockigen Rhythmus, wunderbare Acoustic Gitarren, Dobro und eine unaufdringliche E-Gitarre ergänzen sich in vollendeter Harmonie! Geht runter wie Öl! Auch aus Dolly Parton's "Down" machen sie einen knackigen Countryrocker, ehe mit dem honky-tonkigen, recht traditionellen, wunderschönen Country-Titel "Coldest fire in town" die Reminiszensen an Poco noch deutlicher werden. Niemand anderes als deren Original-Mitglied Rusty Young bereichert diesen Song als Gastmusiker mit einer traumhaft wimmernden Pedal Steel! Zudem wird das Stück von der bezauberten Elizabeth Cook mit Michael Reynolds im Duett vorgetragen! Klassische Country(rock)-Musik ala Poco, Eagles und Flying Burrito Brothers mit Gänsehaut-Garantie! Banjo, vielschichtige Acoustic Gitarren, ein flotter Drive, sehr dezente E-Gitarren-Licks und eine wunderbar dahin fließende, natürliche Frische bestimmen das einmal mehr prächtig ins Ohr gehende "Fallin' all the time", gefolgt von dem bluegrassigen, lockeren, wundervollen, akustischen "Mountain song"! So jagt eine Knüller-Nummer die nächste. Man kann keine Titel explizit herausstellen. Sämtliche Songs üben auf unsere Countryrock-Sinne eine magische Anziehungskraft aus! Ob das flockige "Shady grove", das knackige "Can't have a hand on me", das traumhafte Cover von Bruce Robison's "Wrapped", oder das tolle, von Joy Lynn White und Duane Jarvis komponierte "Love sometimes", eine Aufnahme aus Pinmonkey's nicht mehr erhältlichen Debut "Speak no evil", die sie hier auf "Big shiny cars" noch einmal veröffentlichen. Nicht zuletzt durch ihr ausgedehntes Touring weiß die Band eine stetig wachsende, überaus loyale Fangemeinde hinter sich, die sogenannten "Pinmonkey-Junkies"! Keine Frage, auch wir zählen uns zu diesen "Pinmonkey-Junkies", und wir sind sicher, daß sich noch viele anschließen werden! Einzigartiger, flockiger, "sonniger", reiner Country/Countryrock mit einem herrlichen Schuß Americana-/Appalachian-Mountain-Flair, einem dezenten Westcoast-Feeling und wunderbaren Melodien! Einfach toll! Thanks a lot Pinmonkey, diese Musik wird ihren Reiz niemals verlieren...

Art-Nr.: 3949
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
That train don't run
Coldest fire in town
Shady grove
Can't have a hand on me
Wrapped

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Robison, Bruce - eleven stories [2006]
Der Bekanntheitsgrad des texanischen Singer/Songwriters Bruce Robison als Performer ist wohl bei weitem nicht so ausgeprägt wie der einiger seiner Familienmitglieder (Ehefrau Kelly Willis, Bruder Charlie Robison und vor allen Dingen Schwägerin Emily Robison von den Dixie Chicks).Um so höher jedoch ist sein Standing als Songwriter. Reihemweise bedienten sich in den letzten Jahren die Superstars Nashville's seiner wunderbaren Songs und erlangten damit zahlreiche No.1-Hits. Man denke nur an das traumhafte "Travelin' soldier" von den Dixie Chicks, George Strait's "Desperately" oder "Angry all the time" von Tim McGraw und Faith Hill, um nur einige zu nennen. Entsprechend hoch ist jeweils die Erwartung, sowohl von Fans, als auch von Musiker-Kollegen, an ein neues Album von Robison - und wie man es von ihm gewohnt ist, erfüllt er diese Erwartungen auch mit "Eleven stories" ohne Probleme. Was wir hören sind elf Stücke bester Texas Country-/Singer-Songwriter-/Alternate Country-/Americana-/Country-Musik in einem überwiegend sehr entspannten, ruhigen, leicht folkigen, semi-akustischen Gewand. Erstklassige Musiker (u.a. Randy Scruggs, Keith Gattis - beide Acoustic guitar, Banjo / Al Perkins - Steelguitar / Keith Gattis, David Grissom - beide Electric guitar / Jamie Oldecker - Drums / Jeff Roach - Keyboards, usw.) begleiten ihn und lassen eine sehr ursprüngliche, leicht rootsige, recht unaufdringlich instrumantierte Atmosphöre entstehen, die sich ideal mit Robison's angenehmer, sehr "beruhigend" wirkender, Tenor-Stimme ergänzt. Die Bandbreite der Stücke reicht von sehr nachdenklichen Singer/Songwriter-Geschichten bis hin zu vollkommen traditionellen Honky Tonkern. Gattin Kelly Willis unterstützt ihn des öfteren mit ihrem charismatischen, hinreißenden Background-Gesang! Akustische Gitarren und eine ungemein wohlklingende Pedal Steel ziehen sich durch die wunderbare, entspannte und lockere Alternate Country-/Americana-Eröffnungs-Nummer "Every once in a while", deren leicht "staubige" Grundtendenz diese unwiderstehliche Texas-Roots-Atmosphäre vermittelt. Das anschließende, recht flotte, flockige "Virginia" überzeugt mit einer klasse Banjo-/Akusitik Gitarren-Instrumentierung, wobei der Einsatz einer Orgel und einer würzigen, knackigen E-Gitarre im Verlauf des Stückes für ein klasse Roots-Flair sorgen. Erinnert gar ein wenig an die Arbeiten von Joe Ely! Interessant ist, aber das untermauert seine Variabilität und sein großes musikalisches Verständnis im Allgemeinen, daß sich ein Songwriter seines Formates auch der ein oder anderen Coverversion bedient, so geschehen bei den beiden folgenden Nummern: Zunächst gelingt ihm eine großartige, semi-akustische Fassung des Grateful Dead-Klassikers "Tennessee stud", gefolgt von einer wunderbaren Huldigungen an den großen Honky Tonker Webb Pierce, dessen "More and more" er in einer ultra-traditionellen, Steelguitar-getränkten, erstklassigen "Pure Country"-Version (toller Parallel-Gesang von Kelly Willis) präsentiert. Beinhaltet ein herrliches Retro Gram Parsons-Flair! Sehr stark auch die nachdenkliche, ruhige, fast schon ein wenig düstere Ballade "Days go by", der dynamische sehr traditionelle Roadhouse-/Honky Tonk-/Dancehall-Heuler "You really let yourself go" (Buck Owens läßt grüßen), das sehr ruhige "I never fly", wie auch der trockene, staubige, wieder sehr traditionelle "Bandera waltz", eine klasse Hommage an Robison's texanische Heimatstadt! Geradezu prädestiniert, von einem der etablierten Nashville-Stars zu einem weiteren Mega-Hit gemacht zu werden, erscheint aber die wundervolle Country-Ballade "All over but the cryin'", erneut mit großartigem Background-Gesang von Kelly Willis! Ein sehr gefühlvolles, emotionales, feines Album allerbester texanischer Country-/Americana-Singer/Songwriter-Kunst! "Eleven" großartige "stories" von Bruce Robison!

Art-Nr.: 4066
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 9,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Every once in a while
More and more
Days go by
All over but the cryin'
You really let yourself go

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SheDaisy - fortuneteller's melody [2006]
Brandneues Album des Geschwister-Trios und wow, nicht was für ein schön anzusehendes Cover, sondern vor allem was für eine klasse Musik! Die Rede ist von den drei attraktiven Osborn-Schwestern (Kelsi, Kristyn, Kassidy), seit Ende der Neunziger Jahre als SHeDAISY ein fester, nicht mehr wegzudenkender Bestandteil der poppigeren New Country-Sparte Nashville’s! Um es vorwegzunehmen mit "Fortuneteller’s Melody" werfen die "Sisters K" ihr wohl bis dato bestes Werk ins Rennen, dass ohne zweifel erneut die Hörergunst im Sturm erobern wird. Nach einigen früheren verkaufstechnischen Turbulenzen war man mit dem feinen, schon reifer wirkenden "Sweet Right Here" vor zwei Jahren wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt und erreichte in den USA sogar Goldstatus. So ist es absolut nachvollziehbar, dass man auch für das neue Album grundsätzlich am Konzept des Vorgängers festgehalten hat. Und doch gibt es eine erneute Steigerung zu vermelden: Das ausgewählte Songmaterial war nie besser, SheDaisy klangen nie frischer, flotter und vor allen Dingen knackiger (das geht zum Teil schon in die angerockte Richtung einer Sheryl Crow), die kraftvolleren Uptempo-Nummern sind klar in der Überzahl, und die herrlichen Melodien und Harmoniegesänge sind noch ausgeprägter! Noch etwas hat sich verändert: Dann Huff, der ihren Weg bis in der Vergangenheit produktionstechnisch begleitete, wurde diesmal durch John Shanks ersetzt, der bereits höchst erfolgreich mit Künstlern wie Melissa Etheridge, Kelly Clarkson, Keith Urban, besagter Sheryl Crow und auch Bon Jovi zusammenarbeitete, allerdings in früheren Zeiten auch schon den ein oder anderen Song zusammen mit Kristyn Osburn komponiert hatte. Die Musiker-Mannschaft hat sich zwar numerisch verringert, wurde aber auf den relevanten Positionen dafür um so qualitativer besetzt (u.a. Dan Dugmore, Tom Bukovac, Jonathan Yudkin und natürlich John Shanks)! Kompositorisch war wie immer Kristyn Osburn alleinig mit diversen Partnern federführend. Diesmal fand sie allerdings mit Sheryl Crow ("Whatever It Takes" und "Healing Side") und Don Schlitz ("In Terms Of Love") zwei echte Hochkaräter an ihrer Seite, deren kreative Inputs auch mit zu den Highlights des durchweg starken Albums zählen. Aber es muß auch konstatiert werden, dass ihre übrigen, bewährten "Spezies", wie u. a. Connie Harrington, Johm Shanks, Tim Nichols oder Jason Deere einmal mehr zum insgesamt sehr ausgeglichenen, auf hohem Niveau liegenden Gesamtergebnis beitrugen. Die erste Single "I’m Taking The Wheel", ein tolles, kraftvolles, dynamisches Banjo-unterlegtes Stück der Marke Keith Urban/Jo Dee Messina, mit klasse Bukovac-E-Gitarren-Solo, hat sich bereits, mit stark steigender Tendenz, in die Billboard-Country-Singles-Charts gemischt. Neben den meisten knackigen, mit viel Pfiff und positiver Energie ausgestatteten, die größten Teils zwischen Mid- und Uptempo variieren, werden diesmal bei "Kickin’ In" und "Burn Down The House" sogar recht rockige Töne angeschlagen, wobei Tom Bukovac sein Können an den E-Saiten einmal mehr eindrucksvoll in Szene setzt. Kassidys Gesang ist charmant, kraftvoll und variabel und wirkt noch einen Tick ausgereifter als beim Vorgänger. Ein prächtiger Beleg dafür ist beispielsweise das wunderbar melodische, melancholische, nur mit Dobro, Steel, Akustikgitarren und dezenten Streicherpassagen eingespielte Abschlusslied "She Gets What I Deserve", das, wie so oft in SHeDAISY-Songs, thematisch einen Beziehungskonflikt reflektiert. Fazit: "Fortuneteller’s Melody" unterstreicht in bester Manier, wie kompetent und gekonnt Mainstream (New)Country-Pop gespielt werden kann! SheDaisy sind ein Parade-Beispiel dafür! Dazu kommt ein nett anzuschauendes Booklet mit allen Texten! Auch ohne Wahrsagerqualitäten: Diese CD wird mit Sicherheit ein Hit! Und sie haben es verdient, denn, wir wiederholen es gern, es ist ihre bis dato stärkste Leistung! Fein gemacht, liebe Osborn-Sisters! Daniel Daus)

Art-Nr.: 3951
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

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Travis, Randy - worship & faith [2003]
Auch mit seinem neuen Album bleibt Randy Travis seiner zuletzt eindeschlagenen Linie, Countrymusic mit textlich sehr christlicher Ausrichtung zu spielen, treu! Einmal mehr überzeugt er dabei auf der ganzen Linie! Diesmal bedient er sich fast ausschließlich "alter" Gospel-Traditionals und kirchlicher "Volkslieder", die er, in Begleitung einer Vielzahl von herausragenden Musikern, wie z. B. Jerry Douglas (Dobro), Bryan Sutton (Mandoline, Banjo, Acoustic Gitarre), Brent Mason (Acoustic Gitarre), Eric Darken (Percussion), Dennis Crouch (Acoustic Bass), Larry Franklin (Fiddle), usw., in einem wunderbar reinen, vollkommen akustisch gehaltenen, sehr entspannten, wohligen Country-Gewand präsentiert. Auf dezentes Drumming wird bei der Instrumentierung aber nicht gänzlich verzichtet. Das ist die perfekte Fortsetzung seiner beiden Vorgänger-Alben "Inspirational journey" und "Rise & shine" mit seinem Riesenhit "Three wooden crosses". Faszinierend, wie er so manchen, puren Countrywaltz (z.B. eine prächtige Version des Klassikers "Farther along"), herrliche Gospel-Balladen ("Peace in the valley", "Blessed assurance" oder "How great thou art"), wie auch den ein oder anderen schnelleren Song (z.B. "Sweet by and by" oder das großartige "I'll fly away") mit seiner unverwechselbaren Baritone-Stimme, in seiner typischen, wohltuenden Art, interpretiert. Das kann nur einer - eben Randy Travis! 20 Songs mit fast 68 Minuten Spielzeit! Purer Acoustic Country in vollkommener Reinheit, durch und durch traditionell, vom Feinsten!

Art-Nr.: 2196
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 18,90

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Underwood, Carrie - some hearts [2005]
Schlicht und einfach "Some Hearts" lautet der Titel von Carrie Underwood’s Debütalbum! Bezüglich der Verkaufzahlen und ihrer Sympathiewerte in der amerikanischen Bevölkerung wäre dieser Titel sogar eine glatte Untertreibung, denn die 23-jährige, hübsche "American-Idol"- Gewinnerin (US-Version von 'Deutschland sucht den Superstar') eroberte nicht nur das Gros der Herzen des "AI"-Publikums, sondern bricht schon kurz nach Erscheinen ihres Erstlings die ersten Rekorde. Mit weit über 300.000 verkauften Einheiten in der ersten Woche hält sie unangefochten den Rekord eines Newcomers im Country-Genre seit Bestehen der computerbasierten Zählung, kein anderer "American Idol"-Künstler (alle Sparten) konnte in diesem Zeitraum so viele CDs absetzen, und im Jahr 2005 ist dies zudem überhaupt keinem anderen Musik-Künstler aller Genres gelungen. Kein Wunder also, dass Carrie die No. 1 in den Billboard-Album-Charts erklommen hat! Auch ihre aktuelle Single "Jesus Take The Wheel" ist bereits auf Platz 14 mit klar ansteigender Tendenz. Also, die blonde Sängerin aus Checotah, Oklahoma hat bereits eindeutig, sehr sehr viele Herzen erobert. Nach Gesamtbetrachtung der insgesamt 14 Stücke ihres feinen Country-Pop-Albums sind die möglichen Ursachen für den Erfolg auch schnell verifiziert: Die äußerlich sehr sympathisch wirkende Carrie besitzt eine beeindruckend variable und sehr kräftige, aber auch überaus angenehm ins Ohr gehende Stimme. Sie versteht es blendend, Liedern Ausdruckskraft zu vermitteln, und ist zudem in der Lage sogenannte "Füller-Songs" noch in richtig positive Bahnen zu lenken. Dazu kommt das bis ins kleinste Detail perfekt durchorganisierte Konzept ihres Labels, von den ausgesuchten Songwritern, über Produzenten, den arrivierten Musikern bis hin zur medienträchtigen Vermarktung. Und sie hat Klasse! Die Produktion teilten sich bei Carrie's New Country-Einstieg die beiden "alten Hasen" Mark Bright und Dann Huff, wobei sich Huff (bei den kräftigen, poppigen Power-Balladen und Midtempo-Sachen) für das "New" und Bright mit ebenfalls satten Umsetzungen, aber doch eher für das "Country" verantwortlich zeigen. Huff konzentrierte sich mehr auf die emotionalen Geschichten, die von seiner Zusammenarbeit mit Faith Hill bestens bekannt sind ("Starts With Goodbye", "I Just Can’t Live A Lie", "That’s Where It Is"), meist Piano unterlegte, zum Teil mit Streicherarrangements versehene, im Tempo variierende Stücke, wobei ab und zu mal ein E-Gitarren-Solo des Gitarrenmeisters zu bewundern ist. Bright sorgt in den oftmals ähnlich strukturierten Songs, aber für deutlich mehr traditionellere Instrumentalführungen mit Steelguitar, Fiddle, Banjo oder Mandoline. Stark hier die leicht bluesig angehauchten Songs wie "Before She Cheats" (Carrie faucht zum Teil wie eine Raubkatze) und "We’re Young And Beautiful" (erinnert gar ein wenig an Bonnie Raitt), und die richtig countryfizierten Stücke wie "The Night Before (Life Goes On)" (Carrie auch mal mit richtig "dreckiger" Röhre) oder das autobiografische "I Ain’t In Checotah Anymore", bei dem Miss Underwood auch ihre kompositorischen Fähigkeiten offenbart. Kein Zweifel, man merkt, dass hier einiges an Potential vorhanden ist. Vor allem die Art, wie die Hauptakteurin sich mit spürbarer Begeisterung in ihre Songs "reinhängt" ist sehr beeindruckend. Ob es für Carrie einmal reichen wird, die momentan noch regierenden New Country-Königinnen wie Shania Twain, Martina McBride, Faith Hill oder Jo Dee Messina vom Thron zu stoßen, wird die Zeit nach Beendigung der ersten Euphorie-Welle zeigen (Konstanz ihrer Leistungen). Mit "Some Hearts" jedenfalls hat sie eindeutig bewiesen, was für ein großes Gesangstalent in ihr steckt, sodass ein Anspruch in dieser Richtung nicht von der Hand zu weisen ist! Klasse Debüt, Carrie! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 3848
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 5,90

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