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Big & Rich - horse of a different color [2004]
Welcome Big & Rich, the modern rockin' cowboys! Ex Lonestar Sänger und Bassist John Rich und sein Partner Big Kenny mit einem genauso innovativen, wie interessantem und "verrücktem" Debut! "Brothers & sisters, we're here for one reason alone, to share our love of music. We present to you Country Music without prejudice", diese Einleitungsworte der beiden hallen vor dem rauschenden Eröffnungsfetzer "Rollin' (the ballad of Big & Rich)" aus dem Lautsprecher. Das klingt wie ein Versprechen und eine Warnung zugleich! Was danach folgt ist ein rund 57-minütiger Hi-Energy-Country-Ritt voller Mut und Klasse, wie ihn Nashville wohl bis dato noch nicht erlebt hat. Auf puren Country- und Honky Tonk-Traditionen aufgebauter, ungemein kraftvoller und satter, rockiger New Country, bei dem sie sich nicht vor ungewöhnlichen Arrangements scheuen und ihrer Musik einen sehr modernen Anstrich verpassen, indem sie auch schon mal ein paar Modern Rock-Elemente oder eine abgefahrene Rap-Passage einbauen, sodaß das Ganze dann wie eine Mischung aus Montgomery Gentry, Toby Keith, Johnny Cash und Kid Rock klingt. Dabei wirkt ihre Musik fast durchweg wie eine lustige Hochstimmungs-Country-Party, die richtig Laune macht. Wie gesagt, bei aller Offenheit, die sie anderen Stilrichtungen gegenüber an den Tag legen, es ist dennoch immer richtig Country, fröhlich und laut! Was für Ideen diese beiden haben, ist schon beeindruckend und kommt klasse rüber. Man denke nur an das eingangs schon erwähnte, fetzige "Rollin'", in das sie am Ende einen sogenannten "Hickhop"-Rap mit Cowboy Troy einbauen, oder an das prchtvolle, satte und schön kraftvolle "Wild west show", bei dem durch den Einsatz einer Flöte und einer wunderbar halligen Steelguitar eine Art "Spaghetti-Western"-Feeling entsteht. Dabei stecken die Songs, wie gerade auch das zitierte "Wild west show" beweist, praktisch ausnahmslos voller großartiger Melodien, die zum Mitmachen, Mittanzen und zu guter Stimmung einladen. So auch das gelungene "Big time", durch und durch eine frische "Happy sunshine"-Country-Partynummer voller Frohsinn! Klasse auch der "derbe", gut abgehende Honky Tonk-Countryrocker "Kick my ass" mit seinem Drive, der tollen Steelguitar, dem fetten E-Gitarren-Solo und den verrückten "Samples" am Ende, das balladeske, aber dennoch sehr knackige, von einer tollen Melodie durchzogene und von wunderbarem Harmoniegesang (die Stimmen der beiden passen prima zusammen) geprägte "Holy water" das abgehende, rasante "Love train", die satte, melodische Midtempo Countryrock-Nummer "Six foot town", die fetzige Ballade "Live this life", bei der Martina McBride einen schön kräftigen Background Gesang beisteuert, oder der wilde Party-Ritt "Save a horse" (Ride a cowboy)", den die Jungs mit einem lustigen, mehrfachen "Dam da da dam da da da da" anstimmen, ehe satte, laute Gitarrenriffs, eine zwirbelnde Fiddle und ein im Hintergrund agierendes Banjo eine rauschende, sehr gut tanzbare, fröhliche "Rockin' Cowboy-Country"-Party anstoßen, die so manchen Saloon zum Bersten bringen dürfte. Oft scheint es so, als nähmen Big & Rich sich selbst, wie auch das ganze Genre nicht ganz so tierisch ernst - und sie haben eine Menge Spaß dabei! Die Fans sicher auch, denn wer ist schon abgeneigt eine fetzige Countryparty steigen zu lassen? Die richtige Musik, nicht nur für die vielen Feste, Rodeos und Trucker-Feten im Sommer, sondern für alle, die gerne feiern und gute Laune verbreiten. Modern, traditionell, jung, wild und frech! Die beiden sind übrigens in den Staaten diesen Sommer zusammen mit Tim McGraw auf dessen "Outloud"-Tour unterwegs. Let's rock, cowboys!

Art-Nr.: 2435
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

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Lonestar - let's be us again [2004]
Mit mittlerweile rund 8 Millionen verkaufter Alben gehören Lonestar zu den absoluten Stars in Nashville in Sachen Mainstream Country-Pop! Auch mit dem neuen Werk "Let's be us again" bleiben sie ihrer Linie treu und bieten ihren Fans die gewohnte Mischung aus recht poppigen und sentimentalen Power-Balladen ala "Amazed", die Sänger Richie McDonald einmal mehr sehr emotional vorträgt, und ein paar knackigeren Uptempo-Nummern. Und obwohl sie ihren Mega-Erfolg weitgehend ihren kraftvollen, zuweilen recht bombastisch in Szene gesetzten Balladen verdanken, (auch die neue, schon wieder Richtung Chartspitze marschierende Single "Let's be us again", zweifellos eine sehr gelungene Nummer, ist wieder von diesem Kaliber), bieten sie auf dem neuen Albun gerade auch bei den fetzigeren Stücken eine überzeugende Leistung. Da sind ein paar richtig tolle Nummern dabei. Zum Beispiel der Opener "County fair", ein schön knackiger, rhythmischer, moderner New Country-Song mit satten E-Gitarren und klasse Fiddle, der auch Montgomery Gentry gut zu Gesicht stehen würde, das mit feiner Mandoline und toller Steel angereicherte, lockere, frische "Mr. Mom", das angerockte "Women rule the world", und vor allen Dingen die mit feiner Fiddle, Mundharmonika und lässigen Gitarren instrumentierte Killer-Nummer "Class reunion (That used to be us), ein wunderbarer, lockerer, aber dennoch knackiger Gute Laune-New Country-Song in allerbester Little Texas-Manier, mit einer tollen Melodie und herrlichem, schwungvollen "Sommer-/Cabrio"-Feeling. Aber, wie gesagt, auch die in üblicher Form arrangierten Balladen sind reichlich vorhanden, wie z.B. mit "What I missed the most" oder "Let them be little"! Insgesamt ein Lonestar-Album, das bei den Fans mit Sicherheit alle Erwartungen zur vollsten Zufriedenheit erfüllen wird.

Art-Nr.: 2426
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

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Roberts, Julie - same [2004]
Erst Gretchen Wilson, jetzt Julie Roberts - in Nashville bewegt sich offenbar etwas in Sachen Countrymusic. So kommt Country wieder in die richtigen Bahnen! Es ist sicher sehr schwer vorauszusagen, wer in Nashville "the next big thing" werden wird, wer das Country-Feuer neu entfacht und die Charts stürmen wird, doch Julie hat die Klasse, diese Künstlerin zu sein. Und das weit weg vom "high-fashioned" Country-Pop, nämlich mit ehrlicher, authentischer, herrlicher Americana- und Roots-based Countrymusic voller Herz und Seele! Eine wundervolle CD! Das von vorn bis hinten durchweg ausgezeichnete und sehr abwechslungsreiche Songmaterial bewegt sich zumeist im Midtempo- und Balladen-Bereich, steckt dabei aber dennoch voller Kraft und Energie, wirkt immer knackig und betont rhythmisch. Auf der Basis eines Full Band Acoustic-Arrangements mit guter Schlagzeugarbeit wird ein schön trockenes, dezent rootsiges Americana-Flair erzeugt, das immer wieder durch ein paar unaufdringlich in Szene gesetzte elektrische Instrumente, wie vor allen Dingen eine erdige E-Gitarre, bereichert wird. Im weitesten Sinne könnte man das mit der Musik der legendären Judds vergleichen, ein wenig ergänzt durch den aktuellen Stil von Patty Loveless oder auch der Dixie Chicks. Zu alledem paßt Julie's kraftvolle, inspirierte, dezent rauchige, leicht bluesige, ganz bezaubernde Stimme, wie das Tüpfelchen auf's i! Wie eine Mischung aus Bonnie Raitt, der jungen Tanya Tucker und Natalie Maines, mit der Klarheit einer Patsy Cline! Himmlisch! Das Album startet mit der großartigen Jamie O'Hara-Nummer "You ain't down home", wobei sich Julie durchaus des Sounds der früheren O'Kanes bedient. Knackige, trockene Acoustic-Basis mit feinem E-Piano, einer tollen Melodie und einem starken Rhythmus! Nach der kräftigen, wunderbaren Country-Ballade "Break down here", folgt die grandiose, von einer wunderschönen Melodie geprägte Midtempo Country-/New Country-Nummer "Pot of gold". Neben einem tollen Accordion, dominieren hier ganz herrliche, elektrische Twin-Gitarren, inklusive eines astreinen Solos. Es folgt die lockere, schön relaxt rüberkommende, mit feinen Gitarren und Piano instrumentierte, wieder wunderbar melodische, pure Country-Nummer "Unlove me", die mit einem prächtiges Steelguitar-Solo in der Mitte besticht. Background Gesang, wie auch bei dem schönen "The chance": Vince Gill! Rhythmisch und rootsig, mit feinen Gitarren und Mandoline instrumentiert, fährt Julie mit "Just 'cause we can" das nächste Highlight auf, gefolgt von der hinreißenden, voller Southern Soul steckenden, trockenen Ballade "Wake up older"! Julie singt fantastisch! Ganz stark auch das recht fetzige, schwungvolle, mit tollen rhythmischen Riffs versehene "No way out", mit seinen klasse E-Gitarren, wie auch die hingebungsvoll, mit ungemein viel Inspiration und Gefühl vorgetragene Julie Miller-Nummer "I can't get over you"! Verantwortlich für den tollen Sound ist im übrigen Nashville's Gitarren-Guru Brent Rowan, dem eine erstklassige, genau auf den Punkt gebrachte Produktion gelungen ist. Julie Roberts ist mit ihrer wunderbaren Musik eine höchst willkommene, von den vielen Countryfans sicher sehnlichst herbei gewünschte Bereicherung der Nashville-Szene, von deren Art es leider viel zu wenige gibt. Das ist der frische Wind, den Music City braucht!
Qualität setzt sich (hoffentlich) durch! Julie jedenfalls hat diese Qualität und das Potential einer großen Country-Karriere - und die Qualität auch mit "richtiger" Countrymusic lange bestehen und überleben zu können. Ein fantastisches Debut der jungen, hübschen Dame aus South Carolina!

Art-Nr.: 2482
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

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Tennessee Boltsmokers, The - songs from the floor [2003]
"An eclectic mixture of Americana, Folk and Bluegrass", heißt es auf ihrer Website - wir bezeichnen es zusammenfassend als einen puren Acoustic Country-Genuß von exorbitanter Schönheit! Einfach herrlich! Die Tennessee Boltsmokers (wo sie herkommen, sagt ja schon der Name) sind eine Art "All-Star Band" um den hervorragenden Gitarristen, Sänger und Songwriter (hat, bis auf einen sämtliche Songs dieses Albums geschrieben) der in Genrekreisen hoch gelobten Rootsrock-Band "The Pawtuckets", der sich für diese großartige Formation der vollenndeten musikalischen Künste einiger herausragender Könner der Bluegrass-/Alternate-Country-Szene gewiß sein darf. Nämlich der des Saiten-Zauberers Eric Lewis (Cheri Knight, Robin & Linda Williams, Hank Williams III) an Gitarre, Dobro, Fiddle und mit Background Gesang, Andy Ratcliff (Claudia Russell, Professor Elixir's Southern Troubadours) an Mandoline, Banjo und mit Background Gesang, sowie Todd Cook (Roland White Band) am Bass! Das Resultat ist eine wahrhaft traumhafte, in einem glasklaren, wunderbar sauber produzierten Sound erklingende, Acoustic Country-/Bluegrass-Wonne voller faszinierend schöner Melodien. Sämtliche Stücke haben ein sehr angenehmes, getragenes, entspannendes Tempo. Auch die etwas flotteren Songs sind weit davon entfernt über das Ziel hinaus zu schießen oder gar im "Hektik-Rausch" so mancher Bluegrass-Akteure zu versinken. Obwohl hier ausschließlich außerordentlich versierte Musiker am Werk sind, haben diese nicht das Betreben sich permanent durch ausufernde Soli beweisen zu müssen. Im Mittelpunkt steht immer das Lied an sich - und genau das macht sie so stark. Ihre Musik basiert auf den puren Country-Traditionen. Vollkommene Reinheit und ländliche Frische, die einem zuweilen das Gefühl einer richtig gut tuenden, über die weiten Tennesee-Plains wehenden, leichten Prise vermittelt, trifft dabei auf ein dezent erdiges Roots-/Americana-Feeling, hauptsächlich entstehend durch McKinney's leicht "staubigen", aber dennoch sehr relaxten, Gesang. Diese Kombination erzeugt eine unwiderstehliche musikalische Spannung! Sie kommen völlig ohne Drums und Percussion aus, was man aber auch in keinster Weise vermißt. Die Burschen besitzen dermaßen viel Taktgefühl, musikalische Klasse und natürliches Rhythmusgespür, daß sie den Zuhörer allein mit ihren Saiteninstrumenten in einen Gänsehaut erzeugenden Zustand des Wohlbefindens versetzen können. Das Album beginnt mit der wunderschönen, von einer traumhaften Melodie bestimmten, sowie mit herrlichen Acoustic Gitarren und toller Mandoline instrumentierten, genauso frischen, wie leicht rootsigen, entspannten Americana-/Country-Nummer "Midtown", die sogleich die ganze Faszination der Tennessee Boltsmokers demonstriert. Einfach großartig! Völlig locker fließt das anschließende, herrliche "Never be mine" in seiner ganzen Blüte und Schönheit ohne Umwege aus den Lautsprechern direkt in unsere Gehörgänge und entfacht damit einmal mehr ein Gefühl zeitloser, musikalischer Acoustic Country-Glückseeligkeit. Eine wunderbare Melodie, schönes Dobro, feinste Acoustic Gitarren und großartiger (Harmonie)Gesang sind die "Eckpfeiler" dieses tollen Songs. Es geht weiter mit dem, wieder von tollen Gitarren und schöner Mandoline begleiteten, entspannten, wundervollen "New York City on the floor", ergänzt durch excellentes Fiddlespiel, ehe sie bei dem lässigen, ganz wundervollen, traditionellen Country-/Bluegrass-Song "Heart of stone" mal ein wenig flotter, aber dennoch ungemein locker zu Werke gehen. Anschließend hören wir die einzige Fremdkomposition des Albums, nämlich eine starke Version des Bob McDill-Country-Klassikers "(Turn out the light and) Love me tonight", den man ja unter anderem von Don Williams und auch Kenny Chesney kennt. So folgt eine herrliche Nummer der nächsten! Manchmal kommen einem die Jungs vor, wie das männliche Pendant zu Allison Krauss & Union Station. "Songs from the floor" ist ein hinreißender Acoustic Country-Genuß ohne jegliche Schwachstelle, der die Sinne der Zuhörer in die ganze Faszination entspannter, natürlich instrumentierter Country-Melodien abtauchen läßt. Nach einem anstrengenden Tag in den Musiksessel sinken, die Boltsmokers auflegen, diese wunderbare Musik genießen und die Seele baumeln lassen - das ist es!

Art-Nr.: 2410
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Midtown
Never be mine
Heart of stone
(Turn out the light and) Love me tonight
Carry me away

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Two Dollar Pistols - hands up! [2004]
Tolles Cover, toller Albumtitel, tolle Musik! "Hände hoch", hier kommen die Two Dollar Pistols! "Hands up" ist bereits das dritte Studioalbum der aus Chapel Hill/North Carolina stammenden Pistols, die bei den Kritikern in den Staaten auf Grund ihres excellenten musikalischen Talents schon seit jeher einen Stein im Brett hatten. Doch mit dem neuen Werk machen sie nochmal einen Riesenschritt nach vorn und liefern eine echte Glanzleistung ab, mit der sie es verdient hätten, endlich den ersehnten Durchbruch zu schaffen. Wunderbarer, herzerfrischender völlig unbeschwerter, in den puren Countrytraditionen von Nashville verwurzelter, leicht nostalgisch angehauchter, astreiner Country/Honky Tonk/Hillbillie-Rock/Roadhouse-Barroom Country mit einem leichten Schuß Rockabilly-Feeling und dezentem Alternate Country-Flair! Gekonnt und zielsicher treffen sie dabei genau die Schnittmenge solcher Künstler, wie den Mavericks, den Derailers, Buck Owens und Dwight Yoakam, ohne jemals ihre eigene Identität zu verlieren. Kopf der Band ist der großartige Songwriter und Sänger John Howie jr., der mit seiner tollen Baritone-Stimme, von der man sagt "when he breaks hearts with his voice, they stay broken". Natürlich sind dies auch weitgehend die Themen der Pistols-Songs: Zerbrochene Hezen, verlorene Liebe, die Einsamkeit, und der daraus resultierende meist zu tiefe Blick ins Whiskey-Glas! "Tear- and beer-drowned material", wie es das amerikanische "No Depresseion"-Magazin nennt! Das durchweg starke Songmaterial mit seinen feinen Melodien wird von einem schön frisch wirkenden, transparenten, klaren Gitarrensound voller herrlichem Twang bestimmt, der immer wieder durch eine prächtig dazu passende, klassische Steelguitar ergänzt wird. Zumeist geht es recht flott zu Werke, und wenn mal eine herzzerreißende Ballade erklingt, so wirkt es äußerst angenehm, daß diese musikalisch nicht in triefendem Schmalz versinkt. Die Two Dollar Pistols haben für ihre Songs genau die richtigen Arrangements gefunden! Das hat Qualität! "Hands up" startet, wie es sich gehört, mit einem richtigen Muntermacher! "Too bad that you're gone" heißt dieser großartige, frische, herrlich flotte, ein wenig Rockabilly eingefärbte, lockere Countryrocker, dominiert von tollen, mit einer feinen Steel angereicherten Gitarren (inklusive eines klasse E-Gitarren-Solos in der Mitte) und einer sehr schönen Melodie. Genau der richtige Song um, wann immer es nötig ist, wieder richtig in Schwung zu kommen. Von diesem Kaliber hat das Album einige Stücke zu bieten, und das macht richtig Laune. Das folgende "Runnin' with the fools" ist ein wunderbarer Old School-/Honky Tonk-/Barroom-Country-Schinken voller Western-Flair, wie man ihn ehrlicher kaum darbieten kann. Klasse Wechselspiel aus tollem Country E-Gitarren-Picking und schöner Steelguitar! Gut tanzbar, in einem gepflegten Fifties-/Nostalgier-Flair schwelgend, präsentieren sie sich bei der in bester "Mavericks meets Roy Orbison"-Tradition arrangierten Country-Pop-Nummer "There goes my baby", instrumentiert einmal mehr mit klaren Gitarren, unterstützt von einer dem Nostalgie-Flair entsprechenden, unaufdringlichen Farfisa-Orgel. Sehr stark auch das flotte, melodische Titelstück "Hands up!", der knackige Uptempo Honky Tonk/Roadhouse-Feger "Lonely all alone" mit seiner tollen Baritone-Guitar, die Steel getränkte, zwischen den Mavericks und Dwight Yoakam angesiedelte Ballade "Don't start me wonderin', der lupenreine Honky Tonker "How's life (on top of the world)", die lässige, wunderbar melodische, mit toller Steel und feinen Gitarren instrumentierte, wieder etwas Yoakam-angelehnte Uptempo-Nummer "It doesn't matter much to me", wie auch die prachtvolle Country-Ballade "It's all fun and games (til someone breaks a heart)"! Eine ganz großartige, retro-infizierte Honky Tonk/Country/Traditional Rockin' Hillbillie-Country-Vorstellung der Two Dollar Pistols voller Seele und Authentizität, mit der sie für frischen Wind in der Mavericks-/Derailers-Abteilung sorgen. Die vielen Countryfans dieser Schiene werden hoch erfreut sein! Für diese klasse Musik lassen wir uns doch gerne mal mit einer Pistole bedrohen...

Art-Nr.: 2467
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 8,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Too bad that you're gone
Runnin' with the fools
Hands up!
It doesn't matter much to me
It's all fun and games (til someone breaks a heart)

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Wilson, Gretchen - here for the party [2004]
"Hell yeah"! Es tut sich was in Nashville! Platz machen, Mädels, hier kommt Gretchen Wilson, und sie trägt das Country-/Honky Tonk-Herz auf dem richtzigen Fleck. Wie aus dem Nichts kommt sie in Nashville angerauscht und macht den etablierten, oftmals allzu poppig säuselnden Damen dort, mit ihrer Energie, Dynamik und ihrem rotznasigen, ursprünglichen Charme richtig "Feuer unter'm Hintern"! Doch was heißt "aus dem Nichts"? Von wegen, sie hat das raue Leben "in der Pampa" am eigenen Leib erfahren, wurde in ihrer Jugend nicht immer auf Rosen gebettet, hat die Country-Roots einfach in sich drin. Deshalb kommt ihre Countrymusic auch so authentisch und ehrlich rüber. Man kauft es ihr einfach ab, wenn sie in fast autobiographischer Manier singt "I ain't never been the barbie doll type, no I can't swig that sweet champagne, I'd rather drink beer all night, in a tavern or a honky tonk, or a 4-wheel-drive tailgate", oder "You might think I'm trashy, a little too hard core, but in my neck of the woods, I'm just the girl next door" (beide Textzitate aus ihrem ersten Riesenhit "Redneck woman"). Gretchen Wilson's großartige Countrymusic ist völlig frei von jeglichem Glamour. Sie ist knackig, erdig, ein wenig rau, ehrlich und trifft mitten ins Country-Herz! Zuweilen kann man ein dezentes Southern- und Outlaw-Flair ausmachen. Dann kommt sie rüber, wie ein weiblicher Travis Tritt! Bestimmt wird der wunderbar trockene, auf den Punkt gebrachte Sound, von kernigen E-Gitarren, in Verbindung von herrlichen Steel-Passagen, schönen Fiddles und einfach allem, was zu einer knackigen (New) Country-Scheibe dazu gehört. Zudem ist sie eine wirklich großartige Sängerin mit einer tollen Stimme, deren Timbre irgendwo an der Schnittstelle zwischen Patty Loveless, Danni Leigh und Allison Moorer zu liegen scheint. Alles hat richtig Pep und Pfeffer! Auch als Songwriterin kann sie voll überzeugen, hat sie doch einen Großteil der 10 Tracks selbst geschrieben, zumeist zusammen mit ex-Lonstar-Mann John Rich, von dem neuen, aufstrebenden Country-Duo "Big & Rich"! Den rasanten Auftakt des Albums bildet der von schöner Fiddle, prächtigem Honky Tonk Piano und satten E-Gitarren angetriebene, herrliche Country-Heuler "Here for the party", der wohl jeden müden Cowboy gleich richtig in Fahrt bringen dürfte. Voller Drive geht's mit dem bereits erwähnten, schnurstracks Richtung Nr. 1 marschierenden "Redneck woman" weiter. Fetzig, gut abgehend, ein wenig wild, schön country-rockend, leicht Southern eingefärbt, mit klasse Gitarren, Gas gebende Drums und einer tollen Melodie, die prima hängen bleibt, ist es genau die richtige, ehrliche Mucke, die den Cowboys und Cowgirls richtig Spaß machen dürfte. Hat Biß, Feuer und einen wunderbaren Schwung! Aber auch Balladen hat sie prächtig drauf, wie sie mit der anschließenden, sehr schönen, mit jaulender Steelguitar getränkten Nummer "When I think about cheatin'" beweist. "Homewrecker" kommt dann wieder sehr viel knackiger - eine tolle, erdige Midtempo Countrynummer mit einer klasse Melodie, instrumentiert aus leicht dreckig wirkenden E-Gitarren, inkl. feinem Solo, und großartiger Steel. Sehr stark auch die leicht angerockte, herrliche Country-Ballade "Holdin' you", wieder mit toller Steel und einem quirligen E-Gitarrensolo, der drückende, etwas Blues-, Southern-, und Gospel-inspirierte Countryrocker "Chariot", der fetzige Barroom-, Roadhouse-, Hillbillie-Honky-Tonker "When it rains", oder die wundervolle, mit einem großartigen Waylon-Flair ausgestattete Midtempo Outlaw-Country-Nummer "Pocahonta's proud"! Gretchen Wilson's Debut wird definitiv ein Hit-Album werden, da sind wir uns sicher! Und es geschieht völlig zu Recht! "Here for the party" bringt richtig frischen Wind nach Nashville und hat das Zeug dazu beizutragen die zuweilen auftretende Orientierungslosigkeit von Music City zu stoppen und den "Karren" wieder auf den richtigen Country-Pfad zu lenken. Ben Kingsley, Amerikanischer Country Star-Discjockey, vielen auch in Deutschland durch seinen "American Country Countdown" bekannt, attestiert ihr: "Gretchen Wilson is exactly what country music has needed desperately for a long time - a woman who is earthy, raucous, pasionate, and extremely talented. You have to look to Tanya, Loretta and Dolly to find someone this real, this country, and this good. Her debut album is a big big deal"! Damit ist alles gesagt! Ein tolles Album!

Art-Nr.: 2412
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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