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Adkins, Trace - songs about me [2005]
Die spannende Frage bei Trace Adkins’ neuem Album ist eigentlich, ob die großartige Leistung, die er Ende 2003 mit "Comin’ On Strong" nach überwundenen
Alkoholproblemen hingelegt hatte, halten oder gar noch toppen kann... - die schlichte Antwort lautet: Er kann! So gehört es sich eben auch für einen der mittlerweile großen, charismatischen Stars der Nashville-Szene! Sein sechstes Studiowerk (die "Greastest Hits" außen vor gelassen) "Songs About Me" orientiert sich sehr stark am erfolgreichen Konzept des Vorgängers. Ja, die Scheibe wirkt gar wie ein etwas später das Licht der Country-/New Country-Welt erblickender Zwillingsbruder,
nur mit ein paar geringfügig verbesserten charakterlichen Eigenschaften. Warum auch nicht? Das Endergebnis stimmt, und einzig und allein darauf kommt es an! Von "Klonerei" zu sprechen, wäre daher völlig fehl am Platze! Trace Adkins war nie besser! Los geht’s mit einem ähnlich Southern-trächtigen Stück wie "Hot Mama" beim letzten Mal. Der Titelsong "Songs About Me" wurde, wen verwundert es, mit drei E-Gitarren eingespielt, und prescht mit jeder Menge rockiger Power voran. Könnte von der Klasse her in die Fußstapfen von Trace’s wohl größtem Nr.1 Hit "(This Ain’t) No Thinkin’ Thing" treten. Herrlicher Auftakt! Der von wunderbarem Mandolinen-, Dobro-, Fiddle- und Harmonikaspiel begeleiteten, zu Adkins’ angenehm rauer Stimme ideal passenden, relaxten Ballade "Arlington" folgt direkt mit "Find Me A Preacher"ein erneuter, herzerfrischender Southern-angehauchter Countryrocker, wobei hier eine tolle Banjobegleitung und ein klasse E-Gitarren-Solo hervorstechen. Anschließend kommen wir dann zu einer der Abweichungen: Diesmal wurde neben Trace’s Haus-Produzenten Scott Hendricks auch Dann Huff für drei Songs am Mischpult (und an der Gitarre) eingebunden. Seinen typischen Stil bemerkt man direkt bei "My Way Back", ein bombastische, sehr knackige Ballade, ja schon fast schon erdrückend, aber im positiven Sinne, so kraftvoll kommt sie aus den Boxen. Integriert ist dabei, ein fast schon "Melodic-Rock"-kompatibles Huff'sches-E-Gitarren-Solo, wie zu seinen früheren Giant-Zeiten (für die Rockfreunde, die sich daran noch erinnern mögen...). Mr. Adkins zeigt gerade hier auch seine vokale Klasse. Stark! "Bring It On" (ein gern genommer Titel in Southern-Kreisen) hat wieder dieses trocken-typische Outlaw-Flair. Knackige, kratzige Akustik- und Slidegitarren, heulende Fiddels, wie einst zu Charlie Daniels’ Glanzeit. Gleiches gilt auch für "Baby I’m Home", mit leichter unterschwelliger Aggressivität, die sich dann im Refrain entlädt. Erinnert vom Feeling fast ein wenig an Lynyrd Skynyrd's "Voodoo Lake". Nach weiteren, wunderbar abwechslungsreich eingespielten Balladen und Liedern im Midtempobereich, die dank der Klasse-Musiker (hier gibt sich wirklich die komplette Elite des Genres die Klinke in die Hand: Mason, Franklin, Buchanan, Corenflos, Huff, Morrow, Mote, Nathan, Yudkin, Brignardello, Sanders, Sutton und und und...) mit all ihrem filigranen technischen Können zu einem Hochgenuss-Cocktail avencieren, hören wir dann noch mal einen richtigen Abschluss-Kracher: Hat man erst einmal den Zungenbrechertitel „Honky Tonk Badonkadonk“ verinnerlicht, schwebt vor dem geistigen Auge des Betrachters schon unweigerlich ein dazu exakt passender
Videoclip: Trace singend in einem brodelnden Country-Hexenkessel, umgarnt von hüftschwingenden, nur mit dem Notwendigsten bekleideten, nett anzuschauenden "heißen" Damen, während die schwitzende Menge, den Refrain mitgrölend, die abkühlenden Bierflaschen zum Gruße emporschwingt. Ein richtig cooler Party-Song!
Die Cover-Gestaltung (mit allen Texten und vielen Bildern von Trace) ist ebenfalls sehr gelungen. Der 43-jährige zementiert eindrucksvoll und mit bestechender Gesangsleistung sein Abonnement auf eine Mitgliedschaft in der ersten Garde der großen New Country-Performer dieser Zeit. Und wie heißt es so schön, den Kern treffend, im Titelsong: "I sing for a living Country music, mixed with a little rock and a little blues". Ohne Wenn und Aber unterschrieben, Mr. Adkins! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 3096
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

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Adkins, Trace - video hits 2 ~ dvd [2005]
Parallel zu seinerm brandneuen Album "Songs about me" erscheint auch die zweite, wiederum 6 Videoclips enthaltende, DVD von Trace! Das macht durchaus Sinn, denn der Bursche steht bei den Fans momentan sehr hoch im Kurs! Wie es sich gehört, startet die DVD mit seinem neuesten Super-Hit, nämlich dem Titelsong der neuen CD "Songs about me". Der Videoclip ist genauso ansehnlich, wie das Stück hörenswert ist! Die weiteren Videos sind "Rough & ready" aud dem Vorgänger-Album "Comin' on strong", "Help me understand" aus "Chrome", sowie 3 etwas frühere Clips, nämlich "The rest of mine" und "Lonely won't leave me alone" aus "Big time" und die sehr starke Country-Ballade "There's a girl in Texas" aus dem Album "Dreamin' out loud"! Die DVD ist "code free" und somit auf allen DVD-Spielern abspielbar.

Art-Nr.: 3149
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: DVD || Preis: € 8,90

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Bentley, Dierks - modern day drifter [2005]
Künstler im Country-/New Country-Business werden an ihren Erfolgen gemessen, insbesondere dann, wenn sie mit einem Major-Kontrakt ausgestattet sind. Wer kann es einem jungen Performer wie Dierks Bentley aufgrund dieser Tatsache also verdenken, wenn er mit seinem neuen Album "Modern Day Drifter" am Grundprinzip des super erfolgreichen, selbstbetiteltem Debüts festhält, das es immerhin zu Platin-Ehren gebracht hat. Das mag zwar nicht allzu mutig erscheinen, ist aber durchaus nachvollziehbar. Vor allen Dingen dann, wenn es so gekonnt gemacht wird und ein solch klasse Ergebnis dabei heraus kommt! Dierks und sein Produzent Brett Beavers, mit dem er auch diesmal einen erheblichen Anteil des Songwritings übernommen hat (interessanterweise zumeist im Tourbus), haben im letzten Jahr, als Bentley an die 300 Gigs quer durch’s ganze Land absolvierte, genau die Reaktionen der Fans beobachtet und ein feines Gefühl dafür entwickelt, in welche Richtung der Weg gehen sollte. Letztendlich siegte der Entschluss das Bewährte fortzuführen, allerdings mit noch etwas ausgefeilteren Kompositionen und einer noch satteren Produktion. Die Musiker sind fast identisch, das Studio ebenfalls! Die Songs, mit ihren klugen, pointierten, zum Teil autobiografischen Texten, mal im Uptempo-, mal im Balladen-Gewand, werden sehr traditionell und doch zeitgemäß knackig dargeboten. Der Sound ist klar und sauber, auf Piano wurde erneut komplett verzichtet. Klasse, dass es auch diesmal wieder ein herrliches Acoustic Country-/Bluegrass-Stück ("Good man like me") im Zusammenspiel mit der Del McCoury Band, wobei der Unterschied diesmal ist, dass das Lied aus der Feder von Del McCoury stammt. Der Nachfolger des Smash-Hits "What was I thinkin'" aus dem Erstling heißt diesmal "Lot Of Leavin’ Left To Do", ein flotter, humorvoller, flockig melodischer, reiner Countrysong mit viel Banjo und Steelelementen, klasse Gitarren und kleinem Instrumentalfinish, der viel über Dierks momentane Lebenssituation berichtet. Sein Statement dazu: „It’s hard to have a relationship with a girl when you’re leaving town every night. When I go back to Nashville, I don’t even have a house. I have a hotel room. Hopefully, there’ll be a time when I settle down a little bit and have a regular schedule like everybody else does.” Ehrlichkeit eines jungen Burschen, die scheinbar ankommt! Denn der Song kratzt schon
ganz schwer an den Top-Ten der Billboard-Charts. Wunderschön seine atmosphärisch, kraftvollen Balladen wie "Come Get A Little Closer", "Settle For A Slowdown" oder "Good Things Happen", letztgenanntes mit einzigartigem Background-Gesang von der wunderbaren Allison Krauss! Für den erhöhten Gute Laune-Pegel sind Nummern wie "Cab Of My Truck", "Domestic, Light And Cold“ (Pendant zu "Bartenders, etc." vom Debüt) oder "So So Long", das an die temperamentvollen Stücke eines David Lee Murphy erinnert, zuständig - natürlich mit reichhaltigen Feinheiten in Sachen Steelguitar, Banjo, Dobro und Fiddle bestückt, nicht zu vergessen die tollen Akustik- und E-Gitarren, bedient von Könnern wie Bryan Sutton und J.T. Corenflos. Das bunt bebilderte Booklet enthält alle Texte, Infos und als kleine Zugabe noch einen schönen Aufkleber. Der Kombination Dierks Bentley und Produzent Brett Beavers ist einmal mehr ein klasse Teil gelungen. Großartige, moderne, aber immer traditionell verwurzelte Country-/New Country-Musik, die man einfach mögen muß! Wünschen wir beiden, dass ihnen der Erfolg treu bleibt! Unseren Segen haben sie... (Daniel Daus)

Art-Nr.: 3255
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

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Black, Clint - spend my time [2004]
Clint Black ist wieder da - endlich - und zwar auf seinem eigenen Label! Über 4 Jahre hat er sich für sein neues Studioalbum Zeit gelassen, aber es hat sich gelohnt. Der Ende der Achtziger und Anfang der Neunziger als einer der wichtigsten Neo-Traditionalisten, und damit oftmals in einem Atemzug mit Garth Brooks genannte, Clint Black hat nichts von seiner Klasse verloren. Ganz im Gegenteil - seiner Songs sind vielleicht noch reifer geworden. Er knüpft damit nahtlos an seine besten Zeiten an und präsentiert auf seinem neuen Album eine gesunde, ausgewogene Mischung aus ausschließlich von ihm selbst geschriebenen oder mitkomponierten, überzeugenden Uptempo- und Midtempo-Countrynummern, ergänzt durch einige feine Balladen. Manchmal, das kennt man ja von ihm, hat er die Neigung ein paar dezente, seine Musik durchaus bereichernde Blues-, Jazz- oder Funk-Elemente einzustreuen, doch im Endeffekt ist "Spend my time" natürlich ein lupenreines Countryalbum. Die ersten Charterfolge stellen sich auch schon wieder ein. So klettert die erste Single, das Titelstück "Spend my time", eine sehr schöne Ballade über veränderte Prioritäten jenseits des Alters von Vierzig, stetig in Richtung Top 10 der Billboard Singles Country-Charts. Aber darüber hinaus enthäklt das Album noch jede Menge weiterer Songs mit Hitpotential. Man denke nur an die knackige New Country-Ballade "She's leavin'", mit ihrer feinen Melodie, der schönen Steel und der klasse E-Gitarre, das ebenso knackige "A mind to", der klasse, rasante Uptempo-Country-Ritt "Everything I need" mit tollem Drive, seinen Fiddles und den prächtigen Gitarren.Licks, die mit jaulender Steel und feinem Klavier instrumentierte, romantische Ballade "Just like you and me", oder der vielleicht beste Countrysong auf der CD, die kernige, aber sehr eingängige, rhythmische Shuffle-Boogie-Riff-Roadhouse-Honky Tonk-Nummer "The Boogie man", die die Cowboys und Cowgirls sicher scharenweise auf die (Line Dance)Tanzfläche ziehen dürfte. Unter den Musikern: Hayden Nicholas, Eddie Bayers, John Robinson, Paul Franklin, Glenn Worf, Matt Rollings, Stuart Duncan... usw.! Überzeugende Vorstellung, Mr. Black!

Art-Nr.: 2259
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

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Blue County - same [2004]
Neues, sehr vielversprechendes, erfrischendes, mittlerweile in Nashville residierendes, Country-/New Country-Duo mit einem klasse Debutalbum! Aaron Bernward aus Auburn/Indiana, der schon vor Jahren mit seinem Vater, einem professionellen Gospel-Sänger, durch die Lande tourte und CDs einspielte, und der in Los Angeles aufgewachsene, ebenfalls schon lange als Musiker und auch Schauspieler agierende Scott Reeves, trafen sich vor 5 Jahren bei einem Video-Dreh in Nashville. Sehr schnell Freundschaft geschlossen, dauerte es nicht lange, bis sie ihre musikalischen Gemeinsamkeiten entdeckten, -das war natürlich die Liebe zur Countrymusic-, und gleichzeitig feststellten, daß ihre Stimmen wunderbar zueinander passten. Von da an beschloß man, gemeinsam Musik zu machen! Und hier ist es nun, ihr Debut! Knackiger, astreiner Mainstream Country/New Country, instrumentiert und arrangiert in einem schön transparenten Gitarrensound, angereichert mit bestens integrierter Fiddle, Steel und auch mal einer Mandoline oder Banjo. Klasse Gesang mit prima Harmonien, feinen Melodien und eine absolut gelungene Songauswahl mit einer ausgewogenen Mischung aus fetzigen Uptempo-Nummern, lockeren, entspannten Midtempo-Tracks und ein paar gediegenen, glücklicherweise nie im Schmalz versinkenden, Country-Balladen lassen Blue County zu einem neuen Hoffnungsträger in Music City avancieren. Den ersten Hit konnten sie auch schon landen! Die Eröffnungsnummer "Good little girls" befindet sich bereits unter den Top 15 der Billboard Country Singles-Charts, mit starker Tendenz nach oben! Hat der Song auch verdient! Ist eine tolle, gute Laune verbreitende, robuste und kraftvolle, lupenreine Rockin' Honky Tonk/Roadhouse-Country-Nummer, die prächtig in die Beine geht und auch die Linedancer auf den Plan ruft. Mit schön parallel gespielter E-Gitarre und Fiddle, wie auch klasse Gitarren/Steel-Wechselspiel in der Mitte! Doch das Album steckt voller weiterer Hits, die mit Sicherheit ihren Weg in die Charts finden werden. Man denke nur an die herrlich frische, flockige, aber dennoch knackige, wie Öl runter gehende, wieder einmal zu einer vermeintlichen Cabriofahrt einladende, flotte, flüssige Countrynummer "That summer song" mit ihrer wunderbaren Melodie und der tollen Instrumentierung aus Gitarren, Steel und Fiddle, oder die prächtige, knackige Midtempo-Nummer "That's cool" mit ihrer feinen Kombination aus akustischen und elektrischen Instrumenten, das starke, unweigerlich zum "mit den Fingern schnippen" einladende, rhythmische "Sunday driver" mit seinem dezenten Old School Country-Feeling (klasse Arrangement aus Gitarren, Fiddle und Banjo - durchaus auch peppig und absolut zeitgemäß), die beiden frischen, wunderbaren Country-Balladen "Sound like home" und "Walk on water", wie auch der rauschende, von gut Gas gebenden Drums angetriebene, Banjo und E-Gitarren-driven Countryrocker "Losing at loving"! Blue County machen mit ihrer Musik, die man weitestgehend vielleicht irgendwo in der Schnittmenge zwischen Künstlern, wie Billy Ray Cyrus, Brooks & Dunn, Travis Tritt, Keith Urban, Darryl Worley, Brad Paisley, Dierks Bentley & Co ansiedeln könnte, richtig Freude. Ein klasse Debut! Willkommen im "Blue County"!

Art-Nr.: 2368
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 18,40

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Byrd, Tracy - keepers / greatest hits [1999]


Art-Nr.: 1437
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Carter, Deana - the story of my life [2005]
Der berühmte Chicago Tribune charakterisiert Deana Carter wie folgt: "She is noted for her singular voice, which manages to be strong, soft and sultry at the same time". Welch wahre Worte! Denn auch nach ihrer Babypause, diversen privaten und beruflichen Turbulenzen (Scheidung und zwei Labelwechsel), hat die 39-jährige Tochter von Fred Carter jr., einem namhaften Session-Gitarristen, der mit berühmten Persönlichkeiten wie Elvis Presley, Simon & Garfunkel oder Roy Orbinson zusammenarbeitete, nichts von ihrer musikalischen Faszination verloren. Nein, im Gegenteil! Der Wechsel zu ihrem neuen Label hat ihr scheinbar ungeheure Motivation verliehen. Denn diesmal gibt es auf ihrem neuen Album "The Story Of My Life" fast eine "One-(Wo)Man-Deana-Carter-Show" vom Allerfeinsten. Sie hat sämtliche Songs geschrieben, singt, spielt diverse Instrumente und hat das Werk auch noch eigenständig produziert. Dazu hat sie ein paar wenige, auserwählte, mit ihr wunderbar harmonierende, Instrumentalisten (überragend Lead-Gitarrist Jeff Carter) mit ins Boot genommen. Was hat sich nun gegenüber ihrer Vorgänger-CD "I’m Just A Girl" von 2003 geändert, die trotz sehr ansprechender Leistung (sh. auch unter "Stöbern") mit nur 82.500 abgesetzten Exemplaren, nicht mehr an die Traum-Zahlen ihrer zwei ersten Alben anknüpfen konnte, obwohl ihr Debüt natürlich mit über drei Millionen verkaufter CDs einen nicht erwarteten, grandiosen (wahrscheinlich auch nicht zu wiederholenden) Erfolg gebracht hatte? Zum einen zeigt schon das Cover, dass Deana das äußerliche Image eines modelartigen
"Sunny-Girls" abgelegt hat. Vielmehr wirkt sie viel fraulicher und introvertierter, ja fast verträumt, wobei sicherlich auch die Geburt ihrer Tochter dabei eine wesentliche Rolle spielen dürfte. Auch ihre Musik kommt dementsprechend gereifter daher. Die Gute-Laune-Nummern und auch der Countrygehalt reduzieren sich auf die Single "One Day At A Time", ein locker, flockig ins Ohr gehender Midtempo-Song und "Getting Over You", ein rhythmischer Akustikpiano-getränkter Popsong mit leichtem Southern-Flair, auch dank Deana’s vorzüglich eingebrachtem Stratocaster-Spiel. So spielt sich das Ganze also weitgehend im nur noch dezent Country- und leicht Americana-infizierten, modernen Singer/Songwriter-Pop-Rock-Bereich ab (zuweilen liegt auch ein Vergleich zu Sheryl Crow nahe), das allerdings auf einem Top-Niveau mit tollen Songs, prima Melodien und viel musikalischer Kompetenz. So richtig die Post geht beim Opener "The Girl You Left Me For" ab, ein leocht psychedelisch angehauchtes Pop-Rock-Knaller, wo leichte Reminiszenzen in Richtung Avril Lavigne unweigerlich aufflackern. Der Rest sind relativ ruhig gehaltene, dennoch oft durchaus knackige, sich meist mit Beziehungsstress auseinandersetzende, nachdenkliche Nummern, die aber wunderschön instrumental in Szene gesetzt wurden und durch Deana’s zarte, fast verletzlich klingende Stimme voll zur Entfaltung kommen. Excellent dabei "Ordinary" (herrliche Hammondbegleitung, tolle Breaks, klasse Gitarre) und das bluesartige "Sunny Day" (schöne E-Fills, Solo und Abschlusspart durch Gitarrist Jeff Carter, im Stile von Peter Green). Insgesamt ein schönes, in sich schlüssiges Gesamtwerk, mit geschmackvoller Covergestaltung, die natürlich alle Texte beinhaltet. Deana Carter zeigt mit ihrem neuen Album einmal mehr, dass mit ihrem Namen weiterhin große Qualität verbunden ist, weshalb wohl auch eine, für ein Independent-Label ungewöhnliche, fast Major-mäßig, groß angelegte Promotionkampagne in den USA gestartet wurde. Ob sie verkaufstechnisch damit wieder an alte Erfolgstage anknüpft, werden die nächsten Wochen und Monate zeigen. Aus unserer Sicht spricht absolut nichts dagegen! Qualitätsmäßig jedenfalls präsentiert sie sich in blendender Verfassung! Und das ist das Wichtigste! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 3095
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
The girl you left me for
One day at a time
Ordinary
Atlanta & Birmingham
Sunny day

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Chesney, Kenny - be as you are (songs from an old blue chair) [2005]
"A Kenny Chesney album like no other", heßt es auf dem Sticker zu Kenny's neuem Longplayer! In der Tat ist er mit seinen letzten Werken nur ansatzweise vergleichbar. Doch das macht gar nichts, denn "Be as you are" zeigt einen ganz wunderbaren Kenny Chesney mit großartigen, sehr persönlichen Songs - mit herrlicher, entspannter Countrymusic, die die andere "Welt" des Superstars zum Thema haben: Palmen, blauer Himmel, endlose Strände, Boote, der Ozean! "I have always been drawn to the ocean", erklärt Kenny Chesney in einem im Cover abgedruckten Statement seine Beziehung zum Meer, was er dann musikalisch äußerst gelungen und sehr beeindruckend umsetzt. Das ist nicht unbedingt der so mega-erfolgreiche, ohne Frage auch sehr gut gemachte, New Country-Pop-/Rock, mit dem er in den vergangenen Jahren viele Millionen Alben verkauft hat, sondern Kenny geht hier neue Wege und gewährt mit diesem wunderschönen, recht ruhigen Album einen intimen Einblick in sein Herz und seine Seele, indem er uns (im übertragenen Sinne) am Ozeanstrand in seinem "Old Blue Chair" sitzend, die ein oder andere persönliche Anekdote erzählt. Diese Geschichten verpackt er in ein ungemein frisch wirkendes, entspanntes musikalisches Gewand voller prächtiger Melodien. Wie eine perfekte Mischung aus Jimmy Buffett und James Taylor, zu der man die nötige Portion Country-Tradition addiert, und zu der Kenny seine eigenen Songwriter-Ideen (er hat sämtliche Songs selbst komponiert, einige mit Co-Autoren!) und seine unverwechselbare, großartige Stimme liefert. Es entsteht eine herrlich relaxte Atmosphäre! Dabei erscheint es überflüssig einzelne Lieder herauszuheben, denn das gesamte Album ist gleichbleibend stark. Ob "Old blue chair", "Be as you are", "Island boy", "Something sexy about the rain" oder das traumhafte, flockige "French kissing life", alle überzeugen sie voll und ganz in einem kristallklaren, lockeren Midtempo- oder Balladen-Gewand mit einer von spürbarer Ozeanfrische durchzogenen Instrumentierung aus transparenten Acoustic Gitarren, hin und wieder mal einem Piano, zurückhaltenden E-Gitarren, Mundharmonika und lockerer Percussion, inklusive Steeldrums! Dieser beruhigende Groove und diese wunderbaren Melodien fließen leicht und locker aus den Lautsprechern. Einzig etwas schwungvoller fällt der prächtige, viel Gute Laune verbreitende und zum Tanzen am Urlaubsstrand einladende Karibik-Reggae-Countrysong "Guitars and Tiki Bars" aus! Dennoch wirkt diese Musik niemals schmalzig! Das sind schlichtweg sehr schöne, lockere Countrysongs, textlich und musikalisch im "Ocean-Flair" gehalten! Auch damit werden seine vielen Fans hundertprozentig zufrieden sein! Zählt zu dem besten, was Mr. Chesney bis heute zustande gebracht hat! Hut ab, Kenny!

Art-Nr.: 3017
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

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Fairchild, Shelly - ride [2005]
Nashville's Mädels sind wieder eine Macht! Schon lange nicht mehr war weiblicher Country so präsent wie in diesen Tagen! Gut so! Noch bedeutender ist jedoch die Tatsache, daß sich die "neue" Damenbewegung wieder klipp und klar zum Country bekennt, statt sich mit überzogenen, oft allzu bombastischen Pop-Strömungen zu beschäftigen. "Back to the roots" und dennoch modern, heißt die Devise! Neuestes Paradebeispiel dynamischer Nashville-Frauenpower ist die äußerst attraktive Shelly Fairchild mit ihrem überragenden Debut "Ride"! Fantastische, sehr frische, gleichzeitig duckvolle, von der Southern-Schwüle des Mississippi Deltas durchsetzte, wunderbar melodische New Country-/Countrymusic mit durchaus traditioneller Basis, immer leicht angerockt und mit einem dezent rootsigen Touch versehen. Herzhafte E-Gitarren vereinen sich mit herrlichen Acoustic Gitarren, Dobros, Mandolinen, Fiddles, Steelguitars und einer immer knackigen Rhythmussektion. Das hat richtig Würze! Dazu besitzt Shelly eine ganz wunderbare, ungemein kraftvolle, voller Energie steckende, klare Stimme, fast wie eine powernde Kombination von Trisha Yearwood, Pam Tillis und Patty Loveless, aber mit dem Feuer ihres "Mississippi-Delta"-Blutes. Das Shelly Fairchild sich selbst voller Bescheidenheit als ein "simple, small-town Misssissippi girl" charakterisiert, spricht für ihren Charme. Immerhin hat sie es sofort geschafft, ist aber auch kein Wunder bei ihrer Klasse, direkt für ihre erste CD einen Major-Label-Deal zu ergattern, von den etablierten Songwritern der Szene sofort mit vollstem Vertrauen und dementsprechend gutem Songmaterial bedacht zu werden, ganz zu schweigen von den vielen in das Werk involvierten erstklassigen Musikern. Diese Entwicklung kommt allerdings auch nicht ganz zufällig. Shelly stammt aus einer musikbegeisterten Familie. Bereits in der High School sammelte sie erste Bühnenerfahrungen,
gefolgt von Anstellungen im Theater, sowie in großen Musicals, was letztendlich in einer fundierten Ausbildung ihrer Stimme mündete. Auch großes kompositorisches Talent darf man Mrs. Fairchild attestieren, was sie bei vier der insgesamt elf Songs dieses Silberlings eindrucksvoll beweist. Durchaus interessant vielleicht auch, daß die berühmte Motorrad-Marke Harley Davidson sie mittlerweile als Werbeträgerin an sich gebunden hat, was absolut nachbollziehbar ist. Mit ein wenig Verzögerung ist ihr großartiger Erstling (die Veröffentlichung wurde mehrere Male verschoben) mit dem zum gerade geschilderten Sachverhalt passenden Titel "Ride" nun endlich erhältlich. Schon ab der ersten Note des mit einer sexy-bluesigen Stimme vorgetragenen Openers "Kiss Me" spürt man förmlich, wie es in diesem feurigen schwarzhaarigen Vulkan brodeln muß, bis er letztendlich seine heiße Song-Lava eruptionsartig in die musikalische New-Country-Landschaft ablassen kann. Eine glühende, voller Southern Soul steckende, unter die Haut gehende, angerockte Ballade mit tollem Banjo- und Dobro-Picking, aber auch schön satten E-Gitarren und einer wunderbaren Melodie. Ein klasse Sound! Ihre Produzenten, Country-Veteran Buddy Cannon (Kenny Chesney, Reba McEntire, George Jones) sowie Kenny Greenberg (Edwin McCain, Allison Moorer, The Mavericks), im übrigen einer der gefragtesten Studio-Gitarristen der Szene und hier natürlich mit an Bord, haben ein sehr atmosphärisches, lockeres, und doch ungemein knackig abgemischtes Gesamtwerk hinbekommen. Man spürt oft die heiße, schwüle Luft des Mississippi-Deltas durch die Songs strömen. Sehr stark sind beispielsweise die temporeichen Stücke wie "Ready To Fall" (ein klasse New Country-Rocker) oder ihre
erste Single "You Don’t Lie Here Anymore" (voller Biker-Flair steckender Counmtryrock mit frischer Mandoline und herzhaften E-Gitarren), wo Shelly mit einer rotzfrechen "Röhre", sehr angenehm eine Art zurückhaltende Aggressivität versprüht. Toll! Herausragend auch ihr "dreckiger" Vortrag bei "Down Into The Muddy Water" mit glühender Slide, rockigen Rhythmusgitarren, Honkytonk-Piano, fetzigen Drums und fetten, aber nie nervenden Bläsereinsätzen, sowie einem filigranen Greenberg-E-Gitarren-Solo. Genial auch dieser locker, flockige Southern-Honkytonk-Blues "I’m Goin’ Back", ein rhythmischer Footstomper mit herrlichen Harmonika-Fills. Das sie es auch etwas ruhiger beherrscht, zeigen solch brillante Stücke wie die zweite Single "Tiny Town" (wunderbar melodischer, sehr satt instrumentierter New Country mit toller Steel, Fiddle, fetter E-Gitarre und kraftvollem Rhythmus), "Eight Crazy Hours" oder "Fear Of Flying" (herrlich frische, kraftvolle Country-Ballade im 3/4-Takt), wobei ihre innere Power dennoch stets gewahrt bleibt. Ein Vulkan eben! An den sinnbildlichen Vergleich anknüpfend, kann man nur auf viele weitere musikalische Nachbeben dieses Niveaus hoffen! Dafür: Good luck, Shelly! Dein Debut jedenfalls ist ein Knüller! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 3250
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

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Goodwin, Carly - same [2004]
Wunderschöne, reine Countrymusic! Wir hatten es ja an anderer Stelle bereits erwähnt: Das ablaufende Jahr 2004 bescherte uns eine stattliche Anzahl ungemein vielversprechender, neuer Country-Talente, vor allen Dingen bei den "Mädels"! Diesem Trend folgend setzt die hübsche Carly Goodwin mit ihrem herrlichen Debut-Album nun nochmal ein vakantes Ausrufezeichen! So muß "pure female Country" einfach klingen! Schon im zarten Alter von 7 Jahren wurde das früh erkannte Talent der in Glens Falls/New York geborenen und in Los Angeles aufgewachsenen Carly durch professionellen Gesangsunterricht gefördert. Von da an trat sie immer wieder bei öffentlichen Veranstaltungen auf und entwickelte sich schnell zu einer viel beachteten Performerin. Früh entdeckte sie ihre Liebe zur Countrymusic! Sie selbst bezeichnet ihre Einflüsse als sehr weitreichend und nennt solch illustre Künstler wie die Beatles, die Eagles, Bonnie Raitt, Sheryl Crow, wie auch Patty Loveless, Garth Brooks, Trisha Yearwood und die Dixie Chicks als diejenigen, die sie am meisten beeindrucken. Über die Stationen Utah, Montana und Michigan landete Carly schließlich vor rund 2 Jahren in Nashville, wo sie ein Freund ihrer Großeltern mit mehreren etablierten Songwriter-Größen bekannt machte. Einer davon war der in der Szene höchst beliebte und geschätzte "alte Hase" Carl Jackson, der von ihr schlichtweg begeistert war und sofort mit ihr zusammenarbeiten wollte. Gesagt, getan! Jackson produzierte nicht nur Carly's hinreißendes Debut, er tritt auch als Musiker und Songwriter in Erscheinung! Was wir hören sind anspruchsvolle, frische, unverfälschte, von einer unwiderstehlichen Melodik und Lockerheit geprägte, mit einem gewissen Appalachian-/Mountain-Feeling versehene, wundervolle, pure Countrysongs, eingepackt in einem großartigen, semi-akustischen Full Band-Arrangement, die zuweilen etwas an die aktuelle Patty Loveless oder an eine sehr traditionell ausgerichtete Sara Evans (wie zu Zeiten deren ersten Albums) erinnern. Neben der Basis aus knackigen Drums und Bass bestimmen Dobros, Banjos, Steelguitars, Fiddles und Akustik Gitarren das Geschehen, immer mal wieder ergänzt durch ein feines Piano oder recht unaufdringlich agierende E-Gitarren - alles dargeboten von ausgezeichneten Musikern, wie z.B. Randy Kohrs (Dobro), Mike Johnson (Steel), Chris Wood (Drums), Catherine Marx (Piano), Aubrey Haney (Fiddle), Jeff King (E-Gitarre), usw. - und eben Carl Jackson (Akustik Gitarre, Banjo, Background Gesang)! Carly erfährt in den USA, vor allem auch unter den Musikerkollegen, bereits eine große Anerkennung. Das demonstrieren nicht nur die beiden klasse Duette mit Willie Nelson, mit dem sie dessen Klassiker "Crazy" in einer äußerst gelungenen Neufassung präsentiert, und ex-Nash Rambler Jon Randall bei der lupenreinen Honky Tonk-Nummer "Until then"! Das Album startet mit dem flotten, von großartigem Banjo und Dobro dominierten "Just another mountain" und läßt anschließend gleich einen richtigen Knüller folgen. "New night dawning" besticht durch eine wunderbare Frische, dieses bereits angesprochene Mountain-Flair und eine schier traumhafte Melodie. Was für eine feine, lockere, flotte "Pure Country"-Nummer! Tolle, dezent grassige Instrumentierung mit schöner Fiddle, Dobro und klasse Akustik-Gitarren - dazu Carly's herrlicher Gesang! "Beautiful way" ertönt in bester Patty Loveless, bzw. traditonell orientierter Martina McBride-Manier - knackig, frisch, mit feiner Baritone-E-Gitarre, toller Steel und wieder einer großartigen Melodie! Sehr stark auch der traditionelle, Steelguitar-getränkte Waltz "Was it as hard to be together", eine Carl Jackson/Rebecca Lynn Howard-Nummer (erinnert gar ein wenig an die frühen Tage von Emmylou Harris), das locker flockige, wie ais einer reinen, klaren Bergquelle entsprungenes Bächlein aus den Lautsprechern fließende "High on a mountain", das sehr knackige, mit einem guten Drive und klasse E-Gitarren-Picking ala früher Hot Band oder Vince Gill/Rodney Crowell versehene, traditionelle Uptempo-Stück "Destination heartache", das von herrlicher Steel dominierte, pure, wunderschöne "Still too blue" oder auch die prächtige Country-Ballade "Baby come back home"! Carly Goodwin liefert gleich mit ihrem ersten Album ein kleines Country-Meisterwerk ab, und das ohne Major-Label. Wünschen wir ihr den best möglichen Erfolg, denn genau das ist der musikalische Rahmen, den Nashville bräuchte um wieder in traditionellere Bahnen zurück zu finden, ohne dabei auf einen gewissen Pep verzichten zu müssen. Excellent, Carly, ein super Debut!

Art-Nr.: 2952
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
New night dawning
Beautiful way
High on a mountain
Still too blue
Baby come back home

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Hill, Faith - fireflies [2005]
In Sachen Faith Hill können wir mit zwei Nachrichten aufwarten: Einer Guten und noch einer Guten. Zum einen ist der weibliche Superstar (fünf Mehrfach-Platin-Alben, neun Nr. 1 Hits , mehrfache Grammy Gewinnerin) von ihrem Ausritt in bombastische Pop-Gefilde endlich wieder in heimatliche, "richtige" (New)Country-Gefilde zurückgekehrt, zum anderen ist ihr nach fast dreijähriger Pause mit ihrem sechsten Silberling "Fireflies" dabei auch noch eine solch starke Scheibe gelungen (vielleicht ist es sogar ihr bestes Album bis dato überhaupt), die zweifellos jede Menge Fans, die sich erbost von ihr abgewendet hatten, wieder zurück ins Boot holen wird. Produziert hat Faith einmal mehr mit Dann Huff, mit dabei am Mischpult aber auch der etatmäßige Weggefährte ihres Ehemanns Tim McGraw, Byron Gallimore! Beim Durchblättern des umfangreichen Bookletts (mit allen Texten) fällt sofort auf, dass Faith bei der Auswahl der vielen exzellenten Songschreiber (u.a. The Warren Brothers, Rivers Rutherford, Darrell Scott, Craig Wiseman) diesmal insbesondere auf zwei Komponisten gesetzt hat: Mit John Rich (Part des angesagten und im Moment mega erfolgreichen Duos Big & Rich) und der zierlichen Americana-Singer/Songwriterin Lori McKenna wurden fast die Hälfte der 14 neuen Stücke abgedeckt, die sich trotz ihrer unterschiedlichen Ansätze wunderbar ins Gesamtgefüge des Albums integrieren. Rich ist naturgemäß mehr für die lockere Gangart der Lieder verantwortlich, während McKenna der textlich anspruchsvolleren Note Genüge tut, aber auch erstaunlich schöne Melodien damit verbindet. Dazu sind sämtlich Songs, ob knackiger New Country oder traditionell verwurzelte, herrlich dahin fließende, entspannte Nummern in wunderbare, reine Arrangements verpackt. Das ist logischerweise nicht zuletzt ein Verdienst der, wie immer, überragend agierenden Musiker. Bis in die kleinsten Ecken, und gleich mehrfach, ist jedes Instrument mit den absoluten Könnern des Genres besetzt worden. Wenn man sich allein die Liste der Background-Sängerinnen und -Sänger einmal anschaut, wird einem ganz flau im Magen: Vom Vulkan Bekka Bramlett, über Wes Hightower, Rhonda Vincent, Kelly Willis, Bret Warren, Perry Coleman, Lisa Cochran und einigen anderen, bis hin zu ihrem Gatten Tim McGraw reicht die Liste - alles absolute Hochkaräter. Letztgenannter "haucht" bei der romantischen, aber kraftvollen Ballade "Like We Never Loved Before" (aus der Feder von John Rich) so unnachahmlich dazwischen, dass dieser Song durchaus die Nachfolge des einst so erfolgreichen Duetts der beiden "It’s Your Love" antreten könnte. Als erste Single wurde jedoch "Mississippi Girl" ausgewählt, auf "Fireflies" nach dem, wie es der Titel schon verspricht, flockigen Sommersong "Sunshine and Summertime" (getragen von einem relaxten Banjospiel), der das Werk mit angenehmer Temperatur eröffnet, als zweiter Song platziert. "Mississippi Girl", ist ein knackiger, flotter Song mit leichtem Southern-Flair, durchsetzt von den schönen, rockigen Gitarrenriffs eines Tom Bukovacs, klasse Mandolinen-Begleitung von Darrell Scott, einem kleinen E- und Steel- Gitarren-Schlagabtausch der Herren Huff und Dugmore, dazu dezente Akkordeon-Untermalung von Tim Lauer! Das Stück hat bereits zurecht Platz vier der Country-Billboard-Charts mit Blick nach oben erklommen. Wird wohl Faith's nächste Nummer 1 werden! Die allerletzten Zweifel der Countrygemeinde, daß Faith wieder auf die richtigen Pfade zurückgefunden hat, dürfte dann das großartige "Dearly Beloved" vom Tisch wischen, wo richtig traditionell mit herzerfrischendem Gefiddel die Post abgeht, und so manche Squaredance-Truppe vor eine neue Aufgabe gestellt werden dürfte. Erwähnenswert, wie gesagt, aber auch die drei McKenna-Stücke "Stealing Kisses", der wunderbare Titeltrack "Fireflies" (mit toller Akustikgitarren- Mandolinen- und Dobroarbeit), sowie "If you Ask", die dem Gesamtwerk viel Tiefe vermitteln und Faith’s ganze Gesangsklasse offenbaren. Aufgepeppt wird die Geschichte dann mit tollen Gute-Laune-Nummern wie zum Beispiel "The Lucky One", geschrieben von den Warren Brothers, allerdings nicht zu verwechseln mit deren Stück "The Lucky", oder dem von einer kratzigen Mandoline geführten, leicht rootsigen "We’ve Got Nothing But Love To Prove", das sogar ein kleines überraschend angedeutetes Steel-Reggae-Break enthält, auch ein kleines Indiz für die spürbare Spielfreude der beteiligten Akteure. Auffällig ist, wie mit zunehmender Spieldauer solche den ursprünglichen Country-Traditionen zuzuordnenden, typischen Intrumente wie Mandoline, Dobro, Fiddle, Akkordeon neben den allseits brillant dargebotenen Akustik- und E-Gitarrenparts von Bukovac, Huff, Greenberg und Co. für immer mehr Akzente sorgen. Die mit gut 57 Minuten Spielzeit recht üppig ausgestatte CD lässt von vorn bis hinten keine Wünsche offen! Der "Back-To-The-Roots-Trip" der immer noch blendend aussehenden Faith Hill macht richtig Spaß! Das ist die Faith Hill, die die Countryfans hören wollen! Kompliment, Mrs.Hill, und die alten Sünden sind verziehen! Übrigens: Sollte in Europa wieder eine nachträglich poppig eingefärbte Extra-Ausgabe dieses Albums erscheinen, bei uns gibt's immer die Original US-Country-Ausgabe!! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 3422
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Hot Apple Pie - same [2005]
Hot Apple Pie sind ein neu gegründetes, erstklassiges New Country-Quartett um den Ex-Little Texas-Keyboarder Brady Seals! Der hatte, ähnlich wie der zweite "Kopf" dieser einst sehr erfolgreichen Truppe, Tim Rushlow, in den letzten Jahren auf Solopfaden geweilt und auch diverse, weniger erfolgreiche Werke (u. a. "The Truth" und "Thompson Street") eingespielt, die aber eher der Rock-/Pop-Sparte zugeordnet werden müssen. Umso erfreulicher, daß sich Seals jetzt mit seiner neuen Band doch wieder, wie auch Rushlow, "reumütig" in ein Kollektiv zurückkehrt, das sich wieder eindeutig der Country-Schiene zuwendet. Gut so! Denn bei Hot Apple Pie, mit ihrer tollen, immer knackigen, frischen, sehr peppigen, exakt die Balance zwischen traditionellen Roots und modernem Countryrock-Sound treffenden Mixtur, stimmt das Konzept von vorn bis hinten. Zum einen die Band: Mit Mark "Sparky" Matejka (spielte schon für Charlie Daniels, The Kinleys, Sons Of The Desert) an den Gitarren und Banjo, sowie Drummer Trey Landry sind zwei hochgradig begabte Musiker an Bord, die Brady auch schon zu Solo-Zeiten unterstützten, hinzu stieß mit Keith Horne (Bass und Akustik Gitarre) ein weiterer, etablierter Könner (tourte u. a. mit Tanya Tucker, Waylon Jennings, Peter Frampton, Ricky Van Shelton, Trisha Yearwood und Lonestar), was natürlich die hohe musikalische Kompetenz schon erahnen läßt. Zudem fungieren als Gäste die
Steel-Koryphäen Paul Franklin und Dan Dugmore, sowie als Duett-Partner Willie Nelson bei dem astreinen Barroom-Heuler "Slowin’ Down To Fall". Zweitens die Songwriter: Seals stammt ja aus einem richtigen Musiker-Clan (Country-Star Dan Seals, Pop-Ikone Jimmy Seals von Seals & Crofts, die Komponisten Troy und Chuck und sogar Cousin T. J., alias Kizzy Plush)! Von letzterem erhielt er kompositorisch hier auch tatkräftige Unterstützung, ebenso wie von solch klangvollen Namen wie Rodney Crowell, Jeffrey Steele, Al Anderson oder Mike Reid! Drittens die Zusammenstellung des Songmaterials: Es gelang 13 wunderbar abwechslungsreiche, sehr melodische und im richtigen Rhythmus aufeinander abgestimmte Songs zu kreieren, auf dem die Band ihr versiertes Können vielfältig einbringen konnte. Viertens der Musikstil: Es wurde wieder auf die Karte New Country/Country-Rock gesetzt, eine Sparte in der sich alle Beteiligten spürbar wohl fühlen. Nicht selten wird man wieder an Little Texas erinnert, wie auch an knackige Restless Heart, zuweilen mit einem feinen Schuß Moderne ala Big & Rich! Macht einfach riesig Spaß den Jungs zuzuhören. Die CD startet gleich mit dem großartigen "Fun"-Stück "Hillbillies", wo in spaßiger Weise die Neigungen dieser Spezies besungen werden. Tolle, groovend funkige Note, nicht zuletzt durch einen klasse Upright Bass, southern-lastige Slide-Läufe, feine Twin-Einsätze und eine klasse "Hey-Hillbilly"-Mitgrölpassage am Ende. Wird sicherlich ein Live-Kracher! Nach der peppigen, mit tollen Gitarren und prächtuger Steel ausgestatteten, gut tanzbaren, melodischen New-Country-Uptemponummer "We’re Makin’ Up", ein wenig an Little-Texas-Zeiten erinnernd, folgt mit "California King" ein balladesker, autobiographisch zu sehender Song, der Seals' Solo-Jahre in Los Angeles beleuchtet ("I packed my guitar and hopped a train and made my escape, and I took only good memories with me.., this small town boy’s goin’ back to Tennessee, California king… just ain’t me"). Tolles Akustik-Intro, herrliche E-Gitarren-, Akkordeon- und Organ-Fills - ein packender Vortrag! Im Prinzip jagt ein Highlight das nächste! Sehr stark auch die mitreißende, schnell gespielte Coverversion von The Band's/Robbie Robertson's 35 Jahre altem "The Shape I’m In" im traditionellen, grassig rockigen Outlaw-Flair und mit herrlichen Instrumental-Gitarren-Schlagabtauschen (besonders imponierend das Akustik-Solo von Keith Horne), sowie einem bluesig integriertem Harmonika-untermalten Break. Ein southern-swampiger Rocker der Marke Jeffrey Steele/Anthony Smith mit knackigem Gitarrensound und schwülen Organ-Tupfern ist "Redneck Revolution". Die wunderbare Ballade "Annabelle (Arkansas Is Callin’ You)", aus der Feder von Brady und Rodney Crowell lädt dann mal zum Relaxen ein - eine sehr entspannte Nummer! Nach zwei weiteren, herrlich eingängigen New Country-Stücken bildet mit "All Together Now" nochmal ein echter Hit den Abschluss, der wieder jede Menge Leckerbissen enthält: Schönes Piano-Intro, dezentes Southern-Flair, tolle Harmoniegesänge, heulende Orgel, starkes E-Gitarren-Solo, inbrünstig gesungener Refrain mit Southern/Country-typischem Langziehen der Endsilben einer Zeile und ein Accapella-Break und Beatles-ähnlichem, "Hey Jude"-mäßigem "Na-Na-Na"-Finale! Ein Song mit Langzeitwirkung, genau richtig positioniert! Brady Seals Rückkehr zu seinen Wurzeln dürfte die richtige Entscheidung gewesen sein. Von Hot Apple Pie wird man wohl in Zukunft in dieser Konstellation noch einiges geboten bekommen. Fest steht: Das ist sicher die heißeste Apfeltorte, der bisher in Amerika produziert wurde. Starke CD! (Daniel Daus)!

Art-Nr.: 3423
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Keith, Toby - greatest hits 2 [2004]
Neuer "Greatest hits"-Sampler (der zweite in seiner überaus erfolgreichen Karriere) von Toby Keith - dazu ein sehr interessanter! Neben 9 seiner erfolgreichsten Hits aus der jüngeren Vergangenheit enthält das Album darüber hinaus 3 brandneue, sehr gelungene, Studiotracks und 2 Live-Aufnahmen! Der "Hits"-Überblick umfasst ausschließlich die drei Alben "How do you like me now", "Pull my chain" und "Unleashed", von denen jeseils 3 Songs enthalten sind! Das jüngste, gerade mal ein Jahr alte Studiowerk "Shock'n y'all" wurde bweußt außen vor gelassen! Das neben der feinen Hits-Ansammlung (z.B. "Country comes to town", "I wanna talk about me", "Beer for my horses" - mit Willie Nelson) Lohnenswerte sind jedoch die 5 bislang unveröffentlichten Nummern! Die neuen Studiotracks: "Stays in Mexico", Toby's neuer Superhit, eine großartige, sehr knackige, moderne, voller Borderflair steckende, dynamische New Country-Nummer, "Mockingbird" (Duett mit Krystal), ein klasse Remake des bekannten Klassikers, den man unter anderem von James Taylor und Carly Simon kennt, sowie den feschen, flotten, riffigen, dezentes Honky Tonk-Feeling versprühenden, angerockten Country-"Hit" (es wird mit Sicherheit einer werden) "Go with her"! Als zusätzliches Schmankerl gibt's dann noch zwei feine Live-Versionen von "You ain't much fun" und "Should've been a cowboy"! Eine gut 50-minütige, rundum gelungene Ansammlung von bekanntem und neuem Material!

Art-Nr.: 2863
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

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Keith, Toby - honkytonk university [2005]
Mal abgesehen von seinem auch hier zuweilen deutlich spürbaren, allzu patriotischen "Gehabe" legt Toby Keith mit seinem neuen Album "Honkytonk university" ein klasse Werk vor, das man musikalisch wohl zu dem Besten zählen muß, was man seit langem von ihm gehört hat. Wie es der Titel schon erahnen läßt, kehrt Toby zu seinen Country-Roots zurück. Die Musik ist weitaus traditioneller ausgefallen, als bei seinen letzten Arbeiten. Das kommt prima rüber! Knackige Uptempo-Songs, wunderbare, zum Teil schön Steel-geträänkte Midtempo Honky Tonk-/Barroom-Traditionals und ein paar feine Balladen, in der man seine Verehrung von legendären Countrygrößen der Marke George Jones bis Merle Haggard jederzeit nachvollziehen kann. So paßt es ins Bild, daß er den großen Merle gar für ein Duett gewinnen konnte, und zwar bei der klasse, von einem gewissen Bakersfield-Feeling durchzogenen, puren Countrynummer "She ain't hooked on me no more". Sehr gelungen auch beispielsweise das recht satte, im klassischen Honky Tonk-/Outlaw-Gewand ala Waylon Jennings dargebotene, von tollen E-Gitarren begleitete "Honkytonk U", das von feinem Dobro und schöner Steel geprägte, knackige, traditionelle "As good as I once was", der rauschende Uptempo Roadhouse-Feger "She left me", der mit seiner elektrischen Slidegitarre fast wie ein fetter Yoakam-Rocker rüber kommt, die mit schöner Barotone-Gitarre und feiner Steel instrumentierte, melodische und entspannte Ballade "Knock yourself out" (erinnert ein wenig an frühe Toby Keith-Tage), wie auch der pure Honky Tonker "You ain't leavin' (Thank God are ya)"! Fazit: Ein astreines, klasse Countryalbum, verbunden mit dem Wunsch, Toby möge sich doch auch in Zukunft weiter auf solch gute Musik konzentrieren (das hat er einfach drauf, wie er hier mal wieder eindrucksvoll beweist) ohne der Welt immer wieder mit diesem allzu toughen "Über-Patriotismus" im Ohr liegen zu müssen.

Art-Nr.: 3224
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Kelley, Irene - thunderbird [2004]
Herrliches neues Album der in Nashville zur allerersten Songwriter-Garde zählenden (hat schon große Hits für z. B. die Whites, Trisha Yearwood und Alan Jackson geschrieben) Irene Kelley, mit dem sie in beeindruckender Manier nahtlos an ihr vor 3 Jahren veröffentlichtes Meisterwerk "Simple path" anknüpft. "Thunderbird" besticht mit 11 zeitlos traditionellen, wunderbar reinen und klaren, sehr locker, flüssig und gleichzeitig entspannt vorgetragenen, ungemein frischen Countrysongs, deren durchweg traumhaft schöne Melodien den puren, unverfälschten Country-Genuß bedeuten! Obwohl das Album sehr persönlich ist, vermitteln die Songs einerseits eine wunderbar flockige Sommerfrische, sodaß man sie sich hervorragend als idealen Begleiter für einen lässigen "Cabrio-Cruise" durch das "Land der unbegrenzten Möglichkeiten" vorstellen kann, andererseits eignen sie sich aber auch perfekt zum für Geist und Seele entspannenden, gepflegten Zuhören in der Obhut eines vor klirrend kalten Winterabenden schützenden, wohltuend warmen Kaminfeuers. So zauberhaft schön und rein kann Countrymusic sein! Die Lieder strahlen trotz ihrer flüssigen, zumeist durchaus flotten Arrangements eine ungemein relaxte Atmosphäre aus. Dabei bestimmt eine großartige, semi-akustische Instrumentierung die Szenerie! Die Basis besteht aus wundervoll harmonierenden akustischen Instrumenten wie Akustik Gitarren, Mandoline, Dobro und Fiddle, in die sich neben der lockeren Rhythmik aus Bass und Schlagzeug immer mal wieder eine unaufdringliche, dennoch deutlich wahrnehmbare E-Gitarre, wie sogar auch mal eine würzige Lap-Steel, mischt! Der Sound ist glasklar, genau wie Irene's wunderbare Stimme! Will man einen Vergleich heranziehen, so scheint es am ehesten, als brächte Miss Kelley die Stilrichtungen solcher Künstler wie Alison Krauss, Nanci Griffith, der frühen Emmylou Harris, einer jungen Trisha Yearwood und Suzy Bogguss unter einen Hut! Dabei schleichen sich in die traditionellen Wurzeln immer mal wieder leichte New Country-, wie auch dezente Folk-Splitter ein. Das Songmaterial mit seinen unwiderstehlichen Melodien ist durchweg allererste Sahne. So wird das von großartigem Dobro- und Fiddlespiel, aber auch von einer klasse E-Gitarre geprägte, flockige, herrlich melodische Eröffnungsstück "Highway" beispielswqeise von einem sehr frischen California-/Westcoast-Touch begleitet, gefolgt von der flotten, erneut sehr melodischen, "Pure Traditional"-Countrynummer "If I had any strength at all", bei der Rodney Crowell die Background Vocals beisteuert. Ideal, denn der Song würde perfekt in die Ära einer Emmylou Harris zu deren großen Hot Band-Zeiten passen. Kristallklar sprudelt anschließend die von sehr schönen Akustik-Gitarren, Fiddle, Mandoline und lässiger E-Gitarre begleitete, hinreißende Midtempo-Nummer "Cold all the time" aus den Lautsprechern, ehe sie das auf einem schwungvollen, flockigen Rhythmus basierende, prachtvolle, mit einer klasse Lap-Steel aufgepeppte "Somebody let the water in" anstimmt. So folgt ein großartiger Song dem nächsten, wie z. B. das folkige "Thunderbird", die ungemein frische, Mandolinen- und Fiddle-getränkte Ballade "My sun & moon", die flotte, an Trisha oder Suzy Bogguss erinnernde Uptempo-Nummer "Comin' back from the moon", bis hin zu der gemeinsam mit Billy Yates komponierten Ballade "I pray"! Begleitet wird Irene Kelley von excellenten Musikern wie Bob Mummert, Mike Chapman, Scott Neubert, Stuart Duncan, Jon Randall usw.! Zeitlos schöne, frische Countrymusic - traditionell, rein, klar! Einfach eine Wohltat!

Das gesamte Tracklisting:

1. Highway - 3:51
2. If I Had Any Strength At All (feat. Rodney Crowell) - 3:16
3. Cold All the Time - 4:18
4. Somebody Let the Water In - 3:40
5. Thunderbird - 3:29
6. My Sun and Moon - 2:26
7. Big Girl Now - 4:55
8. Burn Down the House - 3:28
9. Might Unbreak My Heart - 2:50
10. Comin' Back From the Moon - 2:24
11. I Pray - 3:23

Art-Nr.: 3015
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 9,90

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