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Adams, Ryan - cold roses [2005]
2 CD-Set! Neues Meisterwerk von Ryan Adams! Bereits seit seinen "Whiskeytown"-Tagen umgibt diesen Ryan Adams eine unglaubliche Aura, deren Ausstrahlung einen bereits nach den ersten Sekunden von "Cold roses" wieder in ihren Bann zieht - und man kommt nicht mehr davon los! Schon seine neue Band "The Cardinals" um den klasse Gitarrist J. P. Bowersock und die neue txanische Steelguitar-Ikone Cindy Cashdollar deutet an, in welche Richtung das Werk diesmal zielt. Keine tiefe Melancholie ala "Love & hell", kein plumper "Rock'n Roll", nein, Ryan Adams besinnt sich seiner alten "Whiskeytown"-Tage und liefert ein ganz wunderbares, locker und entspannt wirkendes, sich wieder weitgehend um das (auch traurige) Thema Liebe drehendes, Rootsrock-/Americana-/Alternate Country- Album, dessen herrliche Songs die Genre-Liebhaber begeistern werden. Auffällig ist dabei, daß sich Adams nicht allzu sehr in den Vordergrund stellt, sondern man betrachtet das Ganze als ein gleichberechtigtes, kompaktes Bandprojekt. Sämtliche Stücke sind von allen 5 Cardinals komponiert worden, nicht von Adams alleine! Der Sound ist schön klar und rein (tolle Produktion von Tom Schick), was nicht heißt, daß man auf eine "gritty" rootsige Unbekümmertheit, eine entsprechend roughe Ursprünglichkeit und vor allen Dingen einen wundervollen Retro-Countryrock-Touch verzichtet hätte. Ganz im Gegenteil: all das ist durchweg deutlich spürbar! Schön transparente Gitarren und eine locker, entspannt und immer rootsig auftretende Rhythmusfraktion bestimmen weitgehend das Geschehen, wobei Cindy Cashdollar den Songs durch ihre, wenn auch zumeist charmant zurückhaltende, Steelguitar-Präsenz oft ein herrliches, manchmal sogar von einem "geheimnisvollen", einsamen Western-/"Ghost Town"-Flair umgebenes, Desert-/Countryrockfeeling verleiht. Es beginnt mit der traumhaften. entspannten Retro-Countryrock-/Americana-Ballade "Magnolia mountain", die einem aus den Lautsprechern entgegenfließt, als träfen die Flying Burrito Brothers auf die Byrds und The Band. Tolle, staubig kratzende E-Gitarren, inkl. prächtigem Solo, mit dezenter Steel und einer klasse Melodie lassen einen unmittelbar in Verzückung geraten. Und Adams läßt einen Hochkaräter dem anderen folgen: Zum Beispiel das mit frischen Gitarren und herrlicher Steel gespickte, ein gewisses Gram Parsons-Flair versprühende, sehr melodische "Sweet illusions", das zunächst sehr spartanisch instrumentierte, nach 3 Minuten dann aber rockig untermalte, wunderbar semi-akustische, etwas an Crosby,Stills, Nash & Young erinnernde "Meadowlake street", der lockere Midtempo Roots-/Americana-Rocker "When will you come back home" mit seinem großartigen Lead Gitarren-Spiel und der klasse Melodie, die mit feinem Dobro angereicherte Countrynummer "Cherry lane", das locker flockig flotte "Let it ride" mit seinem dezenten Western-Flair, die wunderbare Storytelling-Ballade "Rosebud", der rotzig staubige Midtempo Roots-/Alternate Countryrocker "Cold roses", oder das von schön transparenten Gitarren dominierte, gut gelaunte "Dance all night", u.s.w. - Adams legt mit diesem großartigen Album die Meßlatte für seine kommenden Werke wieder ziemlich hoch. Die Roots-/Americana-/Alternate Counttry-Welt hat, sofern sie ihn mit seinen letzten Albem überhaupt verloren hatte..., ihren "Liebling" wieder - und das in absoluter Bestform! Kommt in einem klasse, mit Prägedruck versehenem Digipack, inkl. aller Texte!

Art-Nr.: 3265
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Matthews Band, Dave - busted stuff [2002]
Sie gehören zweifellos zu den fleißigsten Bands im Rock'n Roll Business! Was aber noch bemerkenswerter ist: sie halten permanent ihr ungewöhnlich hohes Niveau! Schwache Alben der Dave Matthews Band? Bislang Fehlanzeige! Da macht auch "Busted stuff" keine Ausnahme! Dazu dürfte ein Großteil der Tracklist den eingefleischten Dave Matthews Fans durchaus geläufig sein, erhielten doch die berühmten Sessions mit dem Produzenten Steve Lillywhite aus dem Jahre 2000 sehr schnell den Status eines der besten "lost albums" der gegenwärtigen Rockmusik zu sein, da man diese Aufnahmen seinerzeit erst einmal zu Gunsten des von Glen Ballard produzierten Werkes "Everyday" in den Archiven verschwinden ließ. Dieser Stoff wurde zum meist gebootleggten Dave Matthews-Material und war unter den Anhängern heiß begehrt! 9 der 11 Tracks von "Busted stuff" stammen aus diesen legendären Steve Lillywhite-sessions, das heißt die Demos sind von der Dave Matthes Band und ihrem aktuellen Produzenten Stephen Harris neu ins Leben gerufen worden. Und wie! Die Produktion ist umwerfend, das Songmaterial einmal mehr großartig! Rhythmisch, funky, jammig, jazzig, groovy! Insgesamt wendet man sich wieder etwas mehr von den elektrischen Gitarren ab, und kehrt zur eher Acoustic Rock- Grundtendenz zurück, mit sehr vielen instrumentalen Freiheiten, vor allem für Wahnsinns-Geiger Boyd Tinsley und Saxophonist Leroi Moore. Herausragend sind das ruhige, sehr schöne "Where you are going" und die 8 1/2 minütige epische Hymne "Bartender"! "Busted stuff" ist ein weiterer Hochgenuß für jeden Dave Matthews Fan.

Art-Nr.: 1244
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 18,87

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Matthews Band, Dave - everyday [2001]
Zu einem schlechten Album wird die Dave Matthews Band wohl niemals fähig sein. Auch mit ihrem neuen Werk gelingt ihnen wieder ein großer Wurf. Mit dem neuen Produzenten Glenn Ballard (Alanis Morissette) wird der Sound ein wenig konventioneller, auf den ersten Blick vielleicht sogar etwas kommerzieller, doch die Songs haben auch diesmal wieder ein schier unerschöpfliches Potential von funky, jazzig, sphärisch, groovy, aggressiv, verhalten, rockig, folkig... - und immer mit sehr, sehr viel Gefühl und Emotion. Immer wieder erahnt man auch den Willen dieser fantastischen Musiker, doch endlich losjammen zu dürfen....

Art-Nr.: 1245
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,78

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Matthews Band, Dave - live in new york city [2010]
2 CD-Set! Eine weitere, grandiose Live-Veröffentlichung der phantastischen Dave Matthews Band! Aufgenommen vor mehr als 40.000 Zuschauer am 17. Juli 2010 im Citi Field in New York City steigert sich die Truppe, verstärkt um Tim Reynolds an der Gitarre, Jeff Coffin am Saxophon und Rashawn Ross an der Trompete, in einen wahren "Spielrausch" und bringt sich und das Publikum zu immer wieder neue Höhen. Tolle Setlist! Der Sound ist exzellent! Über 2 1/2 Stunden Spielzeit!

Hier die offizielle Produktbeschreibung der Dave Matthews Band zu diesem Live-Album:

Dave Matthews Band performed at Citi Field in Flushing, NY on July 16-17, 2010 to more than 40,000 fans each night. The July 17th show is being released as the 2-CD, set, Live in New York City and is a definite crowd-pleaser with a mix of new surprises and older fan favorites. Highlights include The Stone and Warehouse followed by One Sweet World with Rashawn taking the solo over the original intro. An epic Two Step with a haunting Time Bomb intro and new outro features an unforgettable solo by Carter. Seek Up takes the band’s jazz sensibilities to new heights and showcases their communication on stage on a different level. A partial Blackjack makes its live debut. Stefan’s bass play on You Might Die Trying and his Moog-infused bass solo before Watchtower really shine. Dave’s vocals are powerful throughout the show and reach a crescendo during the passionate Squirm.

Die komplette Setlist:

Disc 1
1 The Stone - 10:46   
2 Warehouse - 9:45   
3 One Sweet World - 10:40   
4 Funny the Way It Is - 5:27   
5 Seek Up - 16:54   
6 Seven - 5:07   
7 Squirm - 5:04   
8 Crash Into Me - 5:36   
9 You Might Die Trying - 8:39   

Disc 2
1 Proudest Monkey - 6:51   
2 Satellite - 4:41   
3 Spaceman - 5:14   
4 Dancing Nancies - 10:22   
5 Gravedigger - 4:42   
6 Blackjack - 2:00   
7 Stay (Wasting Time) - 6:27   
8 Two Step - 15:58   
9 Some Devil - 4:20   
10 Shake Me Like a Monkey - 3:53   
11 Bass Solo - 1:37   
12 All Along the Watchtower - 8:51

Art-Nr.: 7160
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

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Stillwood - untangled [2005]
Sehr rar!

Fantastische Musiker, großartiges Songwriting, die Magie des amerikanischen Südens wunderbar in ihrer Musik eingefangen, exzellente Melodien, toller Groove, erdige Gitarren, jede Menge Jam-Feeling... - wow, sind die gut! Die Rede ist von Stillwood, einem begnadeten,. umwerfend starken Quintett aus Tallahassee/Florida, das sich anschickt, nein, eigentlich schion mitten dabei ist, die Welt des neuen Southern-/Jam-Rocks in Windesheile zu erobern und dort ein klares, äußerst kompetentes und nachhaltig prägendes Ausrufezeichen zu setzen. An dieser Band geht kein Weg vorbei! Gleich mit ihrem, voriegend in Thomasville/Georgie eingespielten Debut "Untangled" (in Anlehnung an ihren ehemaligen Bandnamen "Tanglewood", den sie nach einem Rechtsstreit mit dem Boston Symphonie Orchester -die hatten wohl ein gleichnamiges Album veröffentlicht- aufgeben mußten) glückt den Burschen um den charismatischen Frontmann, Songwriter, Sänger und Gitarristen Danny Goddard ein absolutes Meisterwerk! Auch Stillwood repräsentiren eindeutig den Geist solcher Bands wie Tishamingo, Widespread Panic, den Allman Brothers, Gov't Mule und auch Grateful Dead, doch sie sind aufgrund ihrer immensen musikalische Klasse und Kreativität problemlos in der Lage, daraus einen vollkommen eigenständigen Sound zu entwickeln. Ein stetiges Southern Rock-Jam-Feeling zieht sich durch die einzigartigen Songs, die einerseits geprägt sind von einer ungemeinen Frische, einer gewissen Leichtigkeit und starken Melodien, andererseits aber ebenso von drückenden, fetten, bissigen Grooves, auch mal mit funkigen Rhythmen. Zuweilen vernimmt man ein herrliches, luftiges Grateful Dead-like Retro Countryrock-/Appalachian-Flair, dann wieder hören wir kräftigem Rootsrock und glühende, southern-fried Gitarrenläufe. Wenn es nötig ist, klingen die Tracks schön rau und äußerst energisch, dann wieder total sauber, rein und glasklar. Alles ist der jeweiligen musikalischen Thematik perfekt angepaßt. Stillwood gelten in ihrer Heimat als ausgesprochene Live-Band, deren vor Energie nur so sprühende Auftritte in der Szene hinlänglich bekannt und geschätzt sind Dadurch genießen sie vor allen Dingen in Jamrock-Kreisen bereits ein immenses Standing und wissen schon jetzt eine große, stetig weiter wachsende, treue Fanbase hinter sich. Problemlos und äußerst beeindruckend haben sie es geschafft, das Feeling ihrer Live-Shows mit ins Studio zu transportieren, was dem Klangbild eine ungeheuer natürliche Atmosphäre verleiht. Bemerkenswert ist das fantastische Zusammenspiel der Musiker (2 Gitarren, Keyboards, Bass, Drums)! Vor allem die beiden Gitarristen Danny Goddard und Tucker Riordan krieren eine beachtliche Harmonie mit den prächtig integrierten Keyboard-Passagen von Thomas Taylor. Gehen wir mal auf ein paas Stücke dieses durch und durch hochklassigen Albums ein: Frische, rhythmische Grateful Dead-like Riffs leiten das grandiose "Texas El Camino" ein. Als Sekunden später noch feinste Orgel-Tupfer hinzukommen, entwickelt sich sofort ein ganz herrlicher Groove, in dessen Verlauf der Song immer rauer wird und immer mehr an rockiger Southern-Würze gewinnt! Traumhaft! Widespread Panic und Tishamingo lassen grüßen! Enthält eine tolle "classic Southern Rock dual-guitar attack" der beiden Gitarristen! Viel Jam-Flair! Weiter geht's mit der wunderbaren, entspannten, von einem Hauch "Dead-Feeling" umwehten, frischen, klaren Retro-Roots-Jam-Countryrock-Nummer "Crystal ball", geprägt von einer klasse Melodie, feinen Gitarren und natürlich wieder einem gediegenen Southern-Flair. Nach dem lockeren, neben der etwas folkigen Basis aber dennoch mit kernigen, quirligen, southern-fried Lead Gitarren gespickten Rootsrocker "River junction" holt die Band zu dem bärenstarken "Scarecrow" aus. Mächtig groovender, von markanten, glühenden Basslinen, fetten Gitarrenriffs und bestens integrierter Orgel geprägter, druckvoller, sehr rhythmischer Southern-Jam-Rock, der, wohl vor allen Dingen live, durch und durch.geht. Eine klasse Melodie, der massive Rhythmus-Teppich und ein hinreißendes, feurig glühendes Gitarrensolo lassen die Everglades brodeln! Irre stark! Es folgen das lässig lockere, an der Schnitstelle Grateful Dead/Widespred Panic angesiedelte, mit herrlichen Gitarren ausgestattete "Fearless dreamer" und das balladeske, schöne "Window", ehe die Band mit "Runaround" noch so einen rhythmischen Groove-Hammer hinlegt. Druckvoller, dreckiger Swamp-Funk mit hinreißendem Prallelspiel der Electric Slide zu Danny Goddard's großartigem Gesang (der Bursche hat eine tolle, kräftige leicht southern-angeraute Stimme, irgendwo zwischen Blues Traveler's John Popper, Widespread Panic's John Bell und Warren Haynes), bissigen, elektrisierenden Funk-Keys, einer spürbaren Schwüle und starken (Slide)Gitarren! Würden wohl auch Gov't Mule nicht besser hinbekommen! Begeisternd! Aber auch das von einer herrlichen, voll-soundigen Orgel, "federleichten" Gitarren und einem lockeren, Allmans-like Southern-Feeling umgebene, sehr melodische "Standing in her light" (das ist wieder die entspannte Seite der Band), der mit einem feinen Drive versehene, ebenfalls schön melodische Roots-Southern-Countryrocker "Deep", oder das wieder rhythmisch groovende, frische "Movin' on" haben es in sich! Stillwood leisten sich in den 58 Minuten ihres Debuts nicht die Spur eines Aussetzers! "Untangled" ist schlichtweg meisterhaft! Roots-/Southern-/Groove-/Jam-Rock, der Maßstäbe setzt!

Art-Nr.: 3469
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Einzelstück || Typ: CD || Preis: € 19,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Texas El Camino
Crystal ball
Scarecrow
Runaround
Standing in her light

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Thunderhawks - same [2005]
Thunderhawks - klingt das nicht schon wie ein überschäumendes, "donnerndes" Rock'n Roll Gewitter? Yeah! Und was für eine "geile" Mucke das ist! Als träfen die Georgia Satellites auf ZZ Top, AC/DC und eine verschärfte Ausgabe der Stones, mit einem feinen Lynyrd Skynyrd Southern-Einschlag! Irre stark! Ist aber auch kein Wunder bei diesen Musikern! Doch der Reihe nach: Die Thunderhawks sind eine mehr als tragische Band, denn bevor sie richtig durchstarten konnten, waren sie infolge des Todes einer ihrer zentralen Figuren auch schon wieder am Ende. So trauert der großartige Sänger (singt teilweise irgendwie lässig und rotzig cool, dann brüllt er in allerbester Bon Scott-Manier) und zweite Gitarrist der Band, Tony Sarno, dessen akribischer Eigeninitiative die Fans schlußendlich auch die jetzige Veröffentlichung dieser eigentlich schon in der Versenkung verschwundenen, im November 2000 fertiggestellten Aufnahmen zu verdanken haben, den tod-traurigen Umständen noch immer mit den wehmütigen Worten nach: "Was hätte aus den Thunderhawks nur werden können"?! Wer diese Aufnahmen hört, der ahnt, wie sie eingeschlagen hätten! Die persönliche Tragödie, um die es geht, war die des begnadeten Gitarristen Eddy Shaver! Viele wissen sicher, daß der Sohn der texanischen Country-Legende Billy Joe Shaver am 31. Dezember 2000 an einer Überdosis Heroin verstarb, also kurz nach dem Abschluß dieser ersten Thunderhawks-Recordings! Was Eddy Shaver für ein Tier an der Gitarre war, ist hinlänglich bekannt. Er tourte jahrelang in der Band seines Vaters, sowie mit etlichen anderen Texas-Haudegen durch die Lande, spielte Outlaw-Country und Countryrock in allen Variationen. Doch, und auch das war kein Geheimnis, dieser Bursche hatte auch den Blues und vor allen Dingen den Rock'n Roll im Blut, und zwar den von der dreckigen Sorte! Der neben Sarno und Shaver Dritte im Bunde war ex-Georgia Satellites-Gründungsmitglied und Dan Baird-Weggefährte Keith Christopher am Bass, während der "Trommel-Motor" Rick Donley am Schlagzeug schließlich das Quartett komplettierte! Herausgekommen ist ein gnadenlos abgehender, gut gehärteter, straighter, southern-fueled Hi-Energy Powerhouse-Boogie-Rock'Roll-Kracher, der absolut nichts anbrennen läßt! Das Ganze ist geprägt von einem satten, voluminösen, dreckigen Gitarrensound voller explosiver Dynamik und brodelnden Soli (Eddy Shaver)! Dazu knallen uns die Burschen mit Unmengen großartiger, fetter Riffs, krachenden Rhythmen und prachtvollen Hooks die Hucke voll! Geht gut in die Knochen! Balladen sucht man vergebens! Hier wird fulminant gerockt - direkt, hart, laut, druckvoll, dabei immer gut hängen bleibend, mit starken Melodien, dreckig, kochend, krachend! Dementsprechend satte, rotzige Stones-like Riffs eröffnen dann auch den prächtigen, donnernden Opener "Break the chain", bei dem in der Tat gleich alle Ketten brechen. Hört sich an wie eine Kreuzung aus den schon erwähnten Stones, den Georgia Satellites und AC/DC! Klasse, zum Teil schön röhrender Gesang, ein ordentlich durchgetretenes Gaspedal und ein tierisches, die Luftgitarren-Freaks in Verzückung versetzendes, heiß glühendes Gitarrensolo von Eddy Shaver machen die Rock'n Roll-Freude perfekt. Leute, und dreht mir den Lautstärker-Regler bitte auf eine amtliche Position! Ein schwer Southern-getränktes Gitarrenintro der Marke Skynyrd eröffnet den satten, straighten Riff-Boogie "Sick & tired", ausgestattet mit einer klasse Melodie und ordentlich rauchenden Lead Gitarren. Herrlich lässig, wieder durchaus melodisch, dabei aber ungemein dreckig und mit drückender Percussion begegnen sie uns dann auf dem fantastischen "Spirit", in der Mitte unterbrochen von einem irren, überdrehten, kurzen und lauten Slide-Solo, um schließlich wieder in die alte Lässigkeit zu verfallen, ohne dabei auch nur einen Funken Energie einzubüßen. Saustark auch das mit viel Southern-Soul und -Blues ausgestattete, schwüle, ein wenig an die Black Crowes erinnernde "Out on the farm", das von fetten "ZZ Top meets Georgia Satellites"-like Riffs geprägte "Don't come crying to me" (es scheint als drehe der "Boogie-Train" wie ein unaufhaltsamer, schwerer Koloß seine Runden...), der glühender southern-drenched Rocker "That dog won't hunt" mit seinem kochende Gitarrensolo und dem röhrenden Bon Scott-like Gesang, das knackige, recht lockere und sehr melodische "For crying out loud", usw., usw.! Es gibt partout keinen Ausfall! Wir danken Tony Sarno, daß er diese schon verschollene Rock-Perle der Öffentlichkeit zugänglich gemacht hat! Ja, ja, was hääte aus den Thunderhawks wohl werden können... - wir können es nur vermuten. Aber eines wissen wir zu 100 Prozent: Ihr erstes und einziges Album ist ein absoluter Hammer!

Art-Nr.: 3208
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Break the chain
Sick & tired
Spirit
That dog won't hunt
For crying out loud

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Williams, Lucinda - live @ the fillmore [2005]
2 CD-Set! Wer eines ihrer wundervollen Konzerte der 2003er Deutschland-Tour gesehen hat, wird sicher noch heute an jenen grandiosen Auftritt dieser wunderbaren Person und Musikerin mit ihrer fantastischen Band denken. Für alle anderen (und für die seinerzeit Glücklichen erst recht) gibt es jetzt diese brillante Doppel-CD von selbiger "World without tears"-Tour, aufgenommen an drei aufeinanderfolgenden Abenden am 20., 21. und 22. November 2003 im legendären Fillmore West zu San Francisco! Die "Göttin" des Alternate Country und Americana zieht ihre Zuhörer in einen Bann aus dem kein Entrinnen mehr gibt. Ihre Musik erscheint einem live noch emotionaler, noch tiefgründiger und eindringlicher, noch wesentlich intensiver, essentieller und vor allen Dingen fesselnder als bei den schon überragenden Studioaufnahmen. Lucinda Williams verkörpert ihre Songs mit solch einer charismatischen Authentizität, die in der Szene ihresgleichen sucht. Sie lebt diese Musik! Obwohl auch live eine Perfektionistin, erstickt ihr Spiel nie in irgendwelchen Zwängen, sondern wirkt immer unbeschwert frei und locker, immer unbekümmert rootsig, etwas rau, staubig trocken und doch so sauber. Das liegt natürlich auch an ihrer grandiosen Band (Gitarrenmagier Doug Pettibone, Taras Prodaniuk - Bass, Jim Christie - Drums), die prächtig miteinander harmonieren. Unglaublich reiner und direkter Sound! Tolle Setlist mit 22 ausschließlich eigenen Songs! Es beginnt mit einer hinreißenden Version der Americana-/Countryrock-Ballade "Ventura", inklusive fantastischem Pedal Steel-Spiel von Doug Pettibone. Der Sound ist so sauber, daß man den Fall einer Stecknadel auf den Bühnenboden wahrnehmen würde. Die weiteren Songs: "Reason to cry" (herlich ruhiger Alternate Country mit tollem E-Gitarren-Picking), "Fruits of my labor", "Out of touch" (kratziger Midtempo-Rootsrocker mit einem begnadeten, dreckigen, und doch so klaren, ausgedehnten E-Gitarren-Solo, sowie punktgenauem, trockenem Drumming in einer über 7-minütigen Fassung), "Sweet side", "Lonely girls" (herrlich folkige, minimalistische Begleitung), "Overtime", "Blue" (wundervoller, trauriger, von einer wunderschönen Melodie durchzogener, langsamer, von herrlich zurückhaltenden Gitarrenklängen begleiteter Americana/ Alternate Country), "Change the locks" (rootsig dreckig rockend), "Atonement" (ein erdiger, rougher Roots-Blues mit "wilden" Wah Wah Gitarrenspielereien), "I lost it" (flockiger, lockerer, aber leicht angedreckter Rootsrock), "Pineola" (herrlich rau), "Righteously", "Joy" (eine über 8-minütige, jammig groovende, intensive Version), "Essence", "Real live bleeding fingers and broken guitar strings", "Are you down", "Those three days" (wundervoll), "American dream", "World without tears", "Bus to Baton Rouge" und "Words fell"! Weltklasse! Kommt im schönen Digipack!

Art-Nr.: 3251
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 18,90

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