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Los Lonely Boys - live at the fillmore [2005]
"Are you guys ready for some Texican Rock'n Roll" hallt es am 23. Oktober 2004 durch das alt-ehrwürdige Fillmore Auditorium von San Francisco, und sowohl die Band als auch das Publikum sind bereit für eine heiße Rock'n Roll-Fiesta! Die Garza-Brüder (Henry - Gitarre und Gesang, Jojo - Bass und Gsang, Ringo - Drums und Gesang) aus San Angelo/Texas zünden ihr unnachahmliches, von unglaublicher Musikalität geprägtes, scharf gewürztes Feuerwerk aus mitreißendem, groovendem, intensivem, fettem Tex-Mex-, Latino-, Blues-, R & B-, Roots-Rock, dessen ungeheure Bandbreite von Los Lobos zu Stevie Ray Vaughan, von Santana über Richie Valens, dessen La Bamba sie hier klasse covern, bis hin zu Willie Nelson zu reichen scheint. Viel mexikanisches Flair! Wie bei Los Lobos, gibt es auch hier vereinzelt spanischen Lead-Gesang! Viel Power, guter Druck, große Spielfreude! In Willie Nelson's Studio in Austin haben sie übrigens auch ihr so immens gefeiertes und mittlerweile Grammy-belohntes Debut von 2003 aufgenommen. Neben vielen, intensiven Live-Versionen ihres Erstlings, darunter der raue Blues "Crazy dream", "Hollywood", das afrikanisch angehauchte, lange "Onda", "Velvet sky" und ihr Hit "Heaven", gibt es auch neue Tracks wie "Man to beat" oder die starke Coverversion von War's "Cisco kid"! Gönnt euch einen Cuba Libre oder Mojito und feiert mit den Los Lonely Boys diese temperamentvolle Nacht im Fillmore...

Art-Nr.: 3094
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Outformation - tennessee before daylight [2005]
Southern-rooted Jamrock erlebt dieser Tage einen unglaublichen Höhenflug und das nicht nur in der Quantität, sondern vor allen Dingen auch in puncto Qualität! Outformation, ein grandioses Trio aus Atlanta/Georgia ist die nächste Truppe, die uns mit ihrem überragenden "full length debut" (es gibt bereits eine EP) die Sinne raubt! Das Teil ist ein absoluter Knüller! Gitarrist Sam Holt dankt in den "credits" unter anderem den legendären Toy und Tommy Caldwell von der Marshall Tucker Band, ebenso Widespread Panic, für deren verstorbenen Gitarristen Michael Houser er 2 Jahre lang als Gitarren-Techniker tätig war, Panic's Keyboarder Jo Jo Hermann hat das Album produziert - und schon scheint klar, welchen Weg die Band bestreitet. In der Tat vereinen sie auf geniale Weise die klassischen Southern-Country-jammigen Retroelemente der Marshall Tucker Band mit der Philosophie der Allman Brothers, einer ordentlichen Portion Grateful Dead-Feeling und dem aktuellen Zeitgeist von Widespread Panic, was zu einem einzigartigen, ja geradezu unwiderstehlichen Output führt, dessen herrlich flüssiger, lockerer, klarer Sound, so retro seine Fundamente auch sein mögen, wie eine komplette, ganz wundervolle Frischzellenkur eines ganzen Genres rüber kommt! Angefangen hat alles bereits in den späten Achtzigern in Chattanooga/Tennessee. Seit dieser Zeit bereits spielen Sam Holt (Gitarre, Gesang), Grady Upchurch (Bass, Gesang) und Lee Schwartz (Drums, Gesang), allesamr wahre Könner an ihren Instrumenten, mit einigen Unterbrechungen zusammen, was ein ungemein starkes musikalisches Verständnis mit sich bringt. Ihre Popularitätskurve stieg in den USA zuletzt rasant an, was aktuell in einem 2-tägigen Auftritt beim diesjährigen "Bonnaroo"-Festival gipfelte. Outformation sind eine Band, bei der das Songwriting von großer Bedeutung ist. Trotz aller Jammings ist "Tennessee before daylight" somit ein sehr Song-orientiertes Album geworden. Will heißen: Auch die Instrumentalpassagen stecken trotz der ausgeprägten und immer spürbaren immensen Spielfreude der Musiker voller kluger und gefälliger Strukturen, voller ausgezeichneter Melodien. "Anybody can write a bunch of chords, but the real thing is the storytelling", bringt es Grady Upchurch auf den Punkt. Es ist einfach herrlich, wie sie sich in diesen tollen Melodien und in ihrem wundervollen Spielfluß aalen. Man wünscht sich, sie würden nie aufhören und immer weiter spielen. Neben dem bereits erwähnten, qualitativ sehr hochwertigen Songwriting, basieren die Arrangements auf einem lockeren Groove und dem wunderbaren, versierten, fingerfertigen, flüssigen Gitarrenspiel von Sam Holt, der neben Drummer Lee Schwartz auch für den ausgezeichneten Lead-Gesang verantwortlich ist. Ergänzt wird das Ganze bei sämtlichen Tracks durch prächtig hinzu passendes Keyboard-Spiel von Jo Jo Hermann! Weitere Gäste: Domingo Ortiz (Widespread Panic): Percussion, Dave Cone (Pedal Steel), und andere! Das Album startet mit dem fantastischen "Game on", einem völlig lockeren, gut hängen bleibendem, aber flotten Southern-/Jam-Rocker voller lässig flüssigem Drive, der einem erscheint, als sei er einem gemeinsamen Jamming von Leuten der Marshall Tucker Band, der Allman Brothers und Grateful Dead entsprungen. Starker Gesang von Sam Holt (dessen "Vibe" erinnert zuweilen entfernt an Jerry Garcia), mitreißende, locker aus dem Handgelenk gespielte, kräftige Lead Gitarren-Soli (als wäre Toy Caldwell auferstanden), wunderbares Klavierspiel von Jo Jo Hermann und eine tolle Melodie lassen unser Jamrock-/Southern-Herz regelrecht aufblühen! Wie auch bei der nächsten Killer-Nummer, dem Titelstück "Tennessee before daylight": Eine wahrhaft traumhafte, Country-infizierte (vor allem durch die Einbeziehung einer herrlichen Pedal Steel), immens frisch klingende, entspannte Midtempo-Nummer, deren wundervolle Melodie einem nicht mehr aus dem Sinn geht. Es scheint so, als würde man diese spürbare Frische beim Wahrnehmen solch klarer Klänge regelrecht inhalieren. Die prächtigen Lead Gitarren-Läufe erinnern hier ein wenig an Jerry Garcia! Das folgende "Stone in my shoe" ist eine schön groovende, zunächst entspannte, dann aber kräftig rockende Nummer, bei dem sie geschickt einen gewissen Allman Brothers-/Gov't Mule-Druck mit gepflegter Dead'scher Leichtigkeit kombinieren. Weiter geht's mit dem prachtvollen, flockigen Country-/Southernrocker "90", der, einmal mehr sehr frisch klingend, in bester "Marshall Tucker - Long hard ride/Fire on the mountain"-Tradition, vermischt mit einem leichten Dead-Feeling, aus den Lautsprechern sprudelt. Wieder solch eine wunderbare Melodie und hinreißend flüssiges, virtuoses Lead Gitarren-Spiel, vor dem Hintergrund eines lässigen, flotten, großartigen Drummings! So jagt ein Song-Highlight das nächste! Ob die wunderbar melodische Southern-/Jam-Ballade "Brand new", der gut abgehende, in bestem Widespread Panic-Stil erklingende Rocker "Can't change the past" (kein Wunder, ist diese, im übrigen einzige, Fremdkomposition doch von Widespread Panic's verstorbenem Gitarrist Michael Houser geschrieben worden) mit seinen tierischen Gitarrensoli, das funky und jazzig groovende, sehr jammige, von klasse Keyboard-Einlagen geprägte 'Bout my money" oder das von Schlagzeuger Lee Schwartz gesungene (dessen Stimme erinnert mit ihrem Hall etwas an My Morning Jacket's Jim James), grandiose "Long lonely road", das ein wenig danach klingt, als befänden sich Widepread Panic, ausgestattet mit einem Hauch von Pink Floyd, auf einem höchst melodischen, etwas psychedelischen Hippie-Trip, allerdings immer noch basierend auf einem kernigen Southern-Groove. Wunderbare Gitarren (mal schwebend lang gezogen, dann satt rockend ala Mule) und großartige Keyboard-Klänge zeichen diese Pracht-Ballade aus! Knapp 50 Minuten ungemein flüssiger, geschmeidiger, lockerer und dennoch voller Drive, Spielfreude und Energie steckender, frischer Jamrock, der einen mit seinem fantastischen Songmaterial auf eine wundervolle Reise "from the Blue Ridge Mountains to the funky back streets of Atlanta" nimmt. Ein weiteres, funkelndes, musikalisches Juwel des amerikanischen Südens! Ein Meisterwerk!

Art-Nr.: 3373
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Game on
Tennessee before daylight
Stone in my shoe
Can't change the past
Long lonely road

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Stillwood - untangled [2005]
Sehr rar!

Fantastische Musiker, großartiges Songwriting, die Magie des amerikanischen Südens wunderbar in ihrer Musik eingefangen, exzellente Melodien, toller Groove, erdige Gitarren, jede Menge Jam-Feeling... - wow, sind die gut! Die Rede ist von Stillwood, einem begnadeten,. umwerfend starken Quintett aus Tallahassee/Florida, das sich anschickt, nein, eigentlich schion mitten dabei ist, die Welt des neuen Southern-/Jam-Rocks in Windesheile zu erobern und dort ein klares, äußerst kompetentes und nachhaltig prägendes Ausrufezeichen zu setzen. An dieser Band geht kein Weg vorbei! Gleich mit ihrem, voriegend in Thomasville/Georgie eingespielten Debut "Untangled" (in Anlehnung an ihren ehemaligen Bandnamen "Tanglewood", den sie nach einem Rechtsstreit mit dem Boston Symphonie Orchester -die hatten wohl ein gleichnamiges Album veröffentlicht- aufgeben mußten) glückt den Burschen um den charismatischen Frontmann, Songwriter, Sänger und Gitarristen Danny Goddard ein absolutes Meisterwerk! Auch Stillwood repräsentiren eindeutig den Geist solcher Bands wie Tishamingo, Widespread Panic, den Allman Brothers, Gov't Mule und auch Grateful Dead, doch sie sind aufgrund ihrer immensen musikalische Klasse und Kreativität problemlos in der Lage, daraus einen vollkommen eigenständigen Sound zu entwickeln. Ein stetiges Southern Rock-Jam-Feeling zieht sich durch die einzigartigen Songs, die einerseits geprägt sind von einer ungemeinen Frische, einer gewissen Leichtigkeit und starken Melodien, andererseits aber ebenso von drückenden, fetten, bissigen Grooves, auch mal mit funkigen Rhythmen. Zuweilen vernimmt man ein herrliches, luftiges Grateful Dead-like Retro Countryrock-/Appalachian-Flair, dann wieder hören wir kräftigem Rootsrock und glühende, southern-fried Gitarrenläufe. Wenn es nötig ist, klingen die Tracks schön rau und äußerst energisch, dann wieder total sauber, rein und glasklar. Alles ist der jeweiligen musikalischen Thematik perfekt angepaßt. Stillwood gelten in ihrer Heimat als ausgesprochene Live-Band, deren vor Energie nur so sprühende Auftritte in der Szene hinlänglich bekannt und geschätzt sind Dadurch genießen sie vor allen Dingen in Jamrock-Kreisen bereits ein immenses Standing und wissen schon jetzt eine große, stetig weiter wachsende, treue Fanbase hinter sich. Problemlos und äußerst beeindruckend haben sie es geschafft, das Feeling ihrer Live-Shows mit ins Studio zu transportieren, was dem Klangbild eine ungeheuer natürliche Atmosphäre verleiht. Bemerkenswert ist das fantastische Zusammenspiel der Musiker (2 Gitarren, Keyboards, Bass, Drums)! Vor allem die beiden Gitarristen Danny Goddard und Tucker Riordan krieren eine beachtliche Harmonie mit den prächtig integrierten Keyboard-Passagen von Thomas Taylor. Gehen wir mal auf ein paas Stücke dieses durch und durch hochklassigen Albums ein: Frische, rhythmische Grateful Dead-like Riffs leiten das grandiose "Texas El Camino" ein. Als Sekunden später noch feinste Orgel-Tupfer hinzukommen, entwickelt sich sofort ein ganz herrlicher Groove, in dessen Verlauf der Song immer rauer wird und immer mehr an rockiger Southern-Würze gewinnt! Traumhaft! Widespread Panic und Tishamingo lassen grüßen! Enthält eine tolle "classic Southern Rock dual-guitar attack" der beiden Gitarristen! Viel Jam-Flair! Weiter geht's mit der wunderbaren, entspannten, von einem Hauch "Dead-Feeling" umwehten, frischen, klaren Retro-Roots-Jam-Countryrock-Nummer "Crystal ball", geprägt von einer klasse Melodie, feinen Gitarren und natürlich wieder einem gediegenen Southern-Flair. Nach dem lockeren, neben der etwas folkigen Basis aber dennoch mit kernigen, quirligen, southern-fried Lead Gitarren gespickten Rootsrocker "River junction" holt die Band zu dem bärenstarken "Scarecrow" aus. Mächtig groovender, von markanten, glühenden Basslinen, fetten Gitarrenriffs und bestens integrierter Orgel geprägter, druckvoller, sehr rhythmischer Southern-Jam-Rock, der, wohl vor allen Dingen live, durch und durch.geht. Eine klasse Melodie, der massive Rhythmus-Teppich und ein hinreißendes, feurig glühendes Gitarrensolo lassen die Everglades brodeln! Irre stark! Es folgen das lässig lockere, an der Schnitstelle Grateful Dead/Widespred Panic angesiedelte, mit herrlichen Gitarren ausgestattete "Fearless dreamer" und das balladeske, schöne "Window", ehe die Band mit "Runaround" noch so einen rhythmischen Groove-Hammer hinlegt. Druckvoller, dreckiger Swamp-Funk mit hinreißendem Prallelspiel der Electric Slide zu Danny Goddard's großartigem Gesang (der Bursche hat eine tolle, kräftige leicht southern-angeraute Stimme, irgendwo zwischen Blues Traveler's John Popper, Widespread Panic's John Bell und Warren Haynes), bissigen, elektrisierenden Funk-Keys, einer spürbaren Schwüle und starken (Slide)Gitarren! Würden wohl auch Gov't Mule nicht besser hinbekommen! Begeisternd! Aber auch das von einer herrlichen, voll-soundigen Orgel, "federleichten" Gitarren und einem lockeren, Allmans-like Southern-Feeling umgebene, sehr melodische "Standing in her light" (das ist wieder die entspannte Seite der Band), der mit einem feinen Drive versehene, ebenfalls schön melodische Roots-Southern-Countryrocker "Deep", oder das wieder rhythmisch groovende, frische "Movin' on" haben es in sich! Stillwood leisten sich in den 58 Minuten ihres Debuts nicht die Spur eines Aussetzers! "Untangled" ist schlichtweg meisterhaft! Roots-/Southern-/Groove-/Jam-Rock, der Maßstäbe setzt!

Art-Nr.: 3469
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Einzelstück || Typ: CD || Preis: € 19,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Texas El Camino
Crystal ball
Scarecrow
Runaround
Standing in her light

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