Artikel 1 bis 15 von 24 gefundenen...

[1-15] [16-30]

 
Allan, Gary - tough all over [2005]
Neue CD von Gary Allan - und wieder ist es, das war auch gar nicht anders zu erwarten, ein tolles Teil geworden! Der Mann aus dem Süden Californiens zählt sicher zu einem der interessantesten New Country-Vertreter im heutigen Nashville, denn wie kaum ein anderer ist er in der Lage eine absolut authentische, in besten musikalischen Fundamenten verankerte Brücke zwischen den typischen Attributen des Nashville Mainstream Countrys und wunderbar rootsig wirkenden, staubigen Fragmenten der Americana-/Alternate Country-Bewegung zu schlagen. Das klingt ungemein cool, modern, peppig, deutlich traditionell verwurzelt und immer zu 100% country! Gary Allan's Musik ist einzigartig! Sein Gesang ist einfach herrlich! Ob knackig, rockig, oder mit seinen hinreißenden Balladen - er schafft es einfach locker, seine Zuhörer mit seiner unverwechselbaren, wunderbaren, lässigen, sowohl kraftvollen, ein gewisses Macho-Image verkörpenden, gleichzietig aber auch so warm und angenehm sanft rüber kommenden, zuweilen leicht angerauten, ausdrucksstarken, sexy Stimme in seinen Bann zu schlagen. In manchen Nuancen erinnert seine Art zu singen gar ein wenig an den legendären Gene Clark von den Byrds. Allein schon dadurch entsteht eine gewisse, teils Gänsehaut erzeugende, Retro-Roots-Countryrock-Stimmung. Aber, und da wiederholen wir uns gerne, Allan ist durch und durch Nashville-tauglich! Dazu ist das Songmaterial allererste Sahne! Die Stücke wirken trocken, dennoch sehr frisch und klar, sind durchzogen von wunderbaren Melodien und völlig frei von irgendwelchen Pop-Aufgüssen. Knackiges Schlagzeug, tolle E-Gitarren, transparente Acoustic-Gitarren, wundervolle Steel-Passagen, dezente Orgel-Ergänzungen, und auch mal eine klasse Baritone-Guitar bestimmen überwiegend das Geschehen. "Tough all over" startet mit dem Titelstück, einem von treibenden Bass-Rhythmen und dynamischen Drums angetriebenen, eine ordentliche Power ausstrahlenden, saustarken, voller Roots-/Alternate Country-Flair steckenden, straighten Countryrocker! Staubig, durchzogen mit leicht bluesiger Mundharmonika und satten E-Gitarren-Riffs, bringt Allan viel Würze in diese Nummer! Tolle E-Gitarren, klasse Steelguitar-Tupfer, eine dezent eingesetzte Fiddle, knackige Drums, ein gewisses Western-Flair, und eine von Gary's großartiger, leicht kratziger, warmer, aber dennoch so toughen Tenor-Stimme wundervoll vorgetragene Melodie sind die Eckpfeiler der traumhaften Ballade "Best I ever had", die bereits hoch, und zwar weiterhin mit dem Pfeil in Richtung Spitze, in den Billboard Country Singles-Charts eingestiegen ist. Mit staub-trockenen, viel Wüsten-/Ghost Town-Flair verbreitenden Acoustic Gitarren, ergänzt durch eine wunderbare Steel, und einem herrlich groovenden Rhythmus gelingt Gary Allan mit der fantastischen Midtempo-Nummer "I just got back from hell" anschließend die nahezu perfekte, bereits angesprochene Synthese zwischen Nashville Radio-Country und rootsigem Americana-Country. Tolle Melodie! Klasse auch dieses gewisse Texas-/Southern-Feeling! Sehr stark auch die knackige, melodische, mit feiner Baritone-Gitarre angereicherte Midtempo-Countrynummer "Ring", die wieder ein wenig southern klingende, trockene, von klasse E-Gitarren-Riffs und toller Steel geprägte Country-/Countryrock-Ballade "Promise is broken", der großartige, Johnny Cash gewidmete, fast schon etwas mystisch klingende, wieder schön erdige, flott groovende Outlaw-Country-/Honky Tonk-Knüller "Nickajack cave", im übrigen komponiert von Allan's Lieblings-Songwriter Jamie O'Hara, die satte, von einem kräftigen Southern Rock-Flair durchzogene (im Text finden beispielsweise Lynyrd Skynyrd ihre Erwähnung) durchzogene Countryrock-Ballade "He can't quit her" mit ihrer kräftigen Lead-Gitarre, die Herz zerreißende, lupenreine, Fiddle- und Steel-getränkte, herrlich melodische Country-Ballade "Puttin' memories away", das wie Öl runter gehende, knackig flotte, nicht mehr aus dem Ohr weichen wollende, lässige "No damn good" mit den tollen Gitarren, der Fiddel und der schönen Steel, usw., usw.! Hervorzuheben ist auch die prächtig abgestimmte, exakt auf den Punkt gebrachte, hervorragende Produktion von Mark Wright und Gary Allan selbst! Unter den Musikern: John Willis (Acoustic guitar), Brent Rowan (Electric guitar), Michael Rhodes (Bass), Chad Cromwell (Drums), Robby Turner (Steel) usw.! Gary Allan und seine Crew in großer Form!

Art-Nr.: 3609
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Bennett Band, Kyle - same [2005]
Wieder so eine ganz junge, aber bereits jetzt schon ungemein reife, großartige Band aus Texas (Fort Worth), die unser "Red Dirt"-Countyrrock-Herz höher schlagen läßt - so hoch, daß man schon ein wenig ins Schwärmen gerät! Was für ein prächtiges Debut der Kyle Bennett Band! Mit zwei Gitarren (Kyle Bennett, John Seidler), Bass (Chad King) und Drums (Beau Brauer), zwischendrin auch mal einer Pedal Steel, einem unaufdringlichen Keyboard-Ansatz oder einem Dobro, (country)rocken sie sich herrlich flüssig und ohne Schnörkel, aber kraftvoll, völlig unbeschwert und locker, aber auch schön rau, eingepackt in rootsige, würzige, saftig knackige Arrangements, durch den texanischen "Red Dirt"-Staub und produzieren dabei so etwas von traumhaften Melodien, daß man regelrecht Gänsehaut bekommt. Wie die Brandzeichen im Fell einer texanischen Rinderherde setzen sich diese Melodien in dem Labyrinth unserer Gehörgänge fest. Beim Hören dieser herrlichen Musik gerät man wie von selbst ins Träumen, stellt sich vor, die vollokommene Freiheit genießend in einem abgelegenen, ausgetrockneten texanischen Nest abzuhängen, irgendwo auf einem entlegenen Highway zu cruisen, oder eine völlig zwanglose Party in irgendeinem urigen, texanischen Roadhouse zu feiern, umgeben von einer Horde Whiskey-geeichter Cowboys - und auf der Büne gegenüber der Bar brennt die Kyle Bennett Band ihre wunderbare Country Rock'n Roll-Show ab. Die Songs, im übrigen erstklassig produziert von Erik Herbst (u.a. Eli Young Band), werden von einem sehr transparenten, äußerst "saftigen" Gitarrensound dominiert, sehr oft bestehend aus klaren, frischen Acoustic-Riffs und ungemein würzigen, rootsigen, zum Teil gar "southern-mäßig" angerauten, zündenden Lead Gitarren-Linien! Die hervorragende Rhtyhmusfraktion rundet die Sache kompetent ab! Kyle Bennett's klasse Stimme erinnert zuweilen an eine Mischung aus Reckless Kelly's Willy Braun, Steve Earle, Chris Knight und Wade Bowen, wobei wir auch schon bei den Bands wären, in die sich die Musik der der Kyle Bennett Band nahtlos, und ohne auch nur im Geringsten hinten anzustehen, einordnen läßt. Neben den genannten Künstlern fallen einem da noch Cross Canadian Ragweed, Stoney LaRue, Jack Ingram, No Justice und Cory Morrow ein, den Bennett selbst, zumindestens was das Songwriting betrifft, als seinen vielleicht größten Einfluß bezeichnet. Voller Schwung und Frische legen die Vier mit dem prachtvollen, wie geölt abgehenden, wundervoll melodischen Roots-/Americana-/Countryrocker "Later on" los. Satte E-Gitarren-Riffs, ein voller Spielfreude und Vitalität steckendes Arrangement, dieser unwiderstehliche Ohrwurm-Charakter und ein klasse, schön roostiges, raues Giatrrensolo lösen bei dem Zuhörer sofort die pure "Red Dirt"-Freude aus. Und sie wird bis zum Ende der Scheibe ohne jegliche Einbuße anhalten! Garantiert! Der nächste "Killer"-Song folgt mit dem traumhaften "Adios": Ganz dezente Anleihen mexikanisch-texanischen Border-Flairs in den Acoustic- und E-Gitarren-Licks verschmelzen sich voller Dynamik mit den typischen "Red Dirt"-Countryrock-Elementen und ergeben mit einer erneut herrlichen Melodik einen Song, der, als Single ausgekoppelt, in den Texas Music Charts ihrer Heimat für mächtig Furore sorgt! Absolut nachvollziehbar, denn diese Nummer ist einfach ein Hit! Stark erneut, die leicht dreckige, ungemein würzige E-Gitarre! Dieser Song wäre auch Reckless Kelly wie auf den Leib geschrieben! Etwas balladesker, aber keineswegs minder knackig, begegnen sie uns mit dem starken "Donnelly Drive" - welch eine klasse Melodie und was für ein schmissiger, eingängiger Gitarrensound! Eine großartige, klare Pedal Steel Guitar peppt die wunderbare Countryrock-Ballade "Whats it like" tzsätzlich auf, ehe sie mit dem fulminanten Texas-Roadhouse-/Outlaw-/Southern-/Country-Feger "Money can't buy love" das tempo wieder ordentlich anziehen. Rotzige, dreckige E-Gitarren-Riffs paaren sich mit wunderbarer Melodik! Rockt klasse und heizt die Stimmung in den texanischen Honky Tonks sicher mächtig an! So geht das unumwunden weiter: Ob die fette Countryrock-Ballade "Granddaddy's song", der voller southern-lastigem "Outlaws-Ghost Riders"-Flair steckende, mit toller Baritone-Gitarre und flinken, satten E-Gitarrenläufen ausgestattete Uptempo-Heuler "Come on radio", das rau rockende, an Steve Earle oder Cross Canadian Ragweed erinnernde "North of 35" - es ist einfach keine Schwachstelle auszumachen. Das Album läuft wie aus einem Guß durch! Und zum Finale gibt es dann mit der überragenden Americana-/Countryrock-Ballade "Into her arms" ncohmal ein Highlight, das fast schon allein das Geld für diese großartige Scheibe wert ist: Ein langsames, aber lautes, "polterndes" Schlagzeug-Intro, in das sich mit viel Gefühl und Harmonie nach einigen Sekunden ein glasklares, geradezu traumhaft schönes, sauber und ungemein frisch gespieltes Dobro "einschleicht", verschmilzt mit Bennett's hervorragendem Gesang zu einer vollendet schönen, Gänshaut erzeugenden Melodie! Was für ein Abschluß eines wunderbaren Albums! Countryrock lebt, und wie! Die Kyle Bennett Band im CD-Player bedeutet schlichtweg einen herrlichen Trip in die scheinbar unendlichen Sphären des texanischen "Red Dirt"-/Americana-/Countryrocks, eine musikalische Reise, deren Klänge sich in visionäre Traumbilder verwandeln, die uns den grauen, hiesigen Alltag vergessen lassen und die Weiten Texas', zumindestens für die Spieldauer dieser 10 Songs, ins heimische Musikzimmer holen...

Art-Nr.: 4116
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Later on
Adios
Granddaddy's song
Come on radio
North of 35
Into her arms

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Bishop, Bonnie - soft to the touch [2005]
Kurz vor Ablauf eines an Highlights wirklich nicht armen Musikjahres 2005, darf die große Roots-/Americana-/Countryrock-/Alternate Country-/Roots-Blues-/Texas Singer-Sngwriter-Gemeinde mit Bonnie Bishop's neuem Meisterwerk "Soft To The Touch" noch einmal in begeisterndem Jubel ausbrechen! Schon bei ihrem Debüt "Long Way Home" wurde die aus Houston/Texas stammende Bonnie von den Kritikern mit Lob überschüttet. Statements wie "eine junge Lucinda Williams" oder ein "weiblicher Chris Knight" machten schnell die Runde. Die Single des Albums "Sweet On The Down Low" schaffte es sogar, über 6 Monate in den Texas Music Charts zu verweilen. Das bescherte ihr Auftritte in allen angesagten texanischen Musiktempeln, wie z. B. dem ‚Billy Bob’s’, mit Größen wie beispielsweise Randy Rogers, Radney Foster, Jack Ingram oder Ray Wylie Hubbard. Mit ihrem neuen, geradezu packenden Werk "Soft To The Touch“ nun dürfte Bonnie noch einen erheblichen Schritt weiter nach vorn machen. Die Szene hat ein neues, höchst talentiertes Gesicht in ihren Reihen! Beheimatet bei der Smith Music Group (u. a. auch das bisherige Label der Randy Rogers Band, von Stoney LaRue, der Mike McClure Band und vielen anderen aus der Red Dirt-Clique) gelingt ihr ein Album, welches dank ihrer unglaublich starken, kraft- und gefühlvollen Gesangsleistung (viele Stücke sind im übrigen live "eingesungen"), ihrem offenbar im Blut liegenden Gespür für großartiges Songwriting (es gibt mit ihrer grandiosen, gewaltig rockenden u. bluesigen Fassung von Gillian Welch's "Stillhouse" lediglich eine Fremdkomposiotion), ihrer exzellenten Begleitband (mit Einbindung einiger hochkarätiger texanischer Gäste aus der einschlägigen Texas-Szene, wie u. a. Walt Wilkins - Acoustic Guitar und Harmonies, Harry Stinson - Drums, der legendäre Danny Flowers - E-Gitarre und Slide, und vor allem ex-Joe Ely-, Mellencamp-, Storyville-, Dixie Chicks-Gitarrenzauberer David Grissom) ohne Übertreibung als eine der absoluten musikalischen Genre-"Perlen" des Jahres 2005 gewertet werden muß! Der zwölf Songs, mit einer Spielzeit von über 50 Minuten, umfassende Longplayer strotzt geradezu vor wunderbarer Melodik, ist einerseits glasklar und sauber produziert, bewahrt andererseits aber alle authentischen Ecken und Kanten, wirkt erdig und "rough", völlig unbeschwert und lässt einen die raue, staubige, texanische Luft förmlich "durch die Ohren" einatmen. Ursache hierfür dürfte sein, dass der Fokus neben der überaus rootsigen Basis zusätzlich auf einem gewissen Blues-Feeling liegt. Dazu lommt einer gesunde Portion Red-Dirt-Atmosphäre, viel Americana-Flair und ein stetiger, dezenter, unterschwelliger Country-Touch!
Egal, ob satt rockend oder etwas zurückhaltender, die Stücke wirken trotz aller Kraft und teilweise ordentlicher Power insgesamt recht relaxt. Bonnie’s Stimme passt sich erstaunlich variabel der Stimmung der jeweiligen Songs an, mal aggressiv, mal kratzig, mal voller Melancholie, mal zart und zerbrechlich. Neben den bereits anfangs erwähnten Vergleichen kommen einem auch die unterschiedlichsten Referenzgrößen in den Sinn, wie z.B. Allison Moorer, in Ansätzen gar eine junge Janis Joplin, Bonnie Raitt und vor allen Dinegn auch Tift Merritt! Das macht sie so vielseitig und gleichzeitig so eigenständig! Durchweg sämtliche Nummern begeistern!
Viermal bereichert der bereits genannte David Grissom als Gitarrist Bonnie's großartige Musik: Auf "Trains" (ein herrlich flockiger, lässiger, überaus melodischer Countryrocker), dem traumhaften, rootsig, bluesigen. Slide-getränkten "Soft To The Touch", der starken Roots-/Americana-Rock-Pop-Nummer "Give It To Me" und bei dem krachenden Rootsrocker "Something The Doctor Didn’t Ordered" (letzteres von ihm übrigens auch mitgeschrieben und produziert). Herrlich hier das satte Drums-Intro und das fette, satt rockende E-Gitarren-Führungsriff. Mit dieser Mischung aus bluesigem Touch und rockiger Melodie lebt hier für kurze Zeit fast das legendäre Storyville-Feeling wieder auf. Ansonsten jagt vom klasse Opener "Love Never Knows" (schöner, polternder Fußtrommelrhythmus, tolle Tempovariationen, poppiger, aber sehr angenehmer Refrain), über die voller Herzblut steckenden, in emotionaler Singer/Songwriter-Tradition gebrachten "Brent Rollins" (erinnert an eine lebhafte Lori McKenna), das lockere "The house that Jack built" und "Red Moon" (großartige Akkordeonbegleitung), bis zu dem starken, schwül groovenden Swamp-Blues-Rocker "He took me to the river" (herrlich rauchige Stimme von Bonnie, prächtiges Slide-Spiel) ein Höhepunkt den nächsten! Zum Abschluss hören wir dann mit dem 7.45 Minuten langen "Fallen Angel" nochmal eine absolute "Killer"-Ballade: Sehr entspannte Atmosphäre, Bonnie haucht ihren Text ganz zart und sehr gefühlvoll, glänzender Instrumentalabschluss durch toll harmonierendes Zusammenspiel von Akustik- und E-Gitarren! Nach dem Ausklingen der letzten Akkorde weiß man, dass mit Bonnie Bishop ein weiteres texanisches Ausnahmetalent auf dem Weg steil nach oben ist! Ihr neues Album " Soft ToThe Touch“ berührt nicht nur, es fesselt geradezu! Wir als Bärchen-Redaktion konstatieren: Ein echter "Touchdown", Bonnie! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 3883
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Trains
The house that Jack built
Soft to the touch
Stillhouse
Fallen angel

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Black, Clint - drinkin' songs and other logic [2005]
Purer, klassischer Traditional Country ohne jeden Schnörkel, frei von jeglichen "Mode-Trends"! Sagte man Clint Black in der jüngeren Vergangenheit schon mal einen leichten Durchhänger nach, so ist festzustellen, daß er dieses "Tief" (wenn es denn je eins war...) mit seinem neuen Album "Drinkin' songs and other logic" endgültig überwundern hat. 16 Jahre ist es her: Viele erinnern sich sicher noch an Black's großartiges Erstlings-Werk "Killin' time" mit Hits wie z.B. "A better man". Wie ein Blitz schlug er damals in der seinerzeit aktuellen Riege der sogenannten Neo-Traditionalisten ein. Es war der Beginn einer Serie von erstklassigen Alben und jeder Menge toller, überaus erfolgreicher Country-Hits! Die Fans der traditionellen Countrymusic lagen ihm zu Füßen. Genau dort ist er jetzt wieder angelangt. "Drinkin' songs and other logic" erscheint einem fast wie der direkte Nachfolger zu seinem damaligen Debut. 12 neue Songs, davon 8 geschrieben mit seinem alten Weggefährten Hayden Nicholas, 3 von Black allein, und einer zusammen mit Tim Nichols, hat er mit seiner eigenen, langjährigen Band (im übrigen sind das weitgehend die gleichen Bandmitglieder, die er auch schon vor 16 Jahren im Schlepptau hatte), ohne die allgemein übliche Nashville Studio-Clique, eingespielt und beschert den Fans lupenreiner, purer, klassischer Honky Tonk Country-Musik damit einen Leckerbissen nach dem nächsten. Akustische Gitarren, elektrisches Country-Picking, Fiddles und Steelguitars beherrschen die Szenerie und thematisch geht es, dem Albumtitel entsprechend, um solch typische, clichéhafte, aber immer wieder gern gehörte, klassiche Themen wie "Memories", "Cowboys", "Heartaches", "Honky Tonks", "Bars", Jukeboxes", "Bottles" und "drinkin'"... - "pure and simple" Country eben! Los geht's mit dem Titelstück, einer flotten, honky-tonkin' Roadhouse Country-Nummer mit toller, prägnanter Country E-Gitarre, inklusive eines prächtigen Lead-Spiels von Gast-Gitarrist Steve Wariner, gefolgt von dem als lupenreiner Waltz beginnenden, sich dann aber zu einem klassischen "cheatin'" Honky Tonker mit dezentem Texas Swing-Flair entwickelnden "Heartaches", bestehend aus einem feinen Fiddle-/Gitarren-/Steel-Kombinationsspiel. "Code of the west" ist eine, die typische Western-Romantik ala John Wayne behandelnde, viel Wild West"-Flair austrahlende Country-Nummer, während "Rainbow in the rain" wunderbar knackig, flott, melodisch und sehr traditionell, umgeben von einem feinen Gewand aus Fiddle, Steel, Gitarre und Piano, aus den Lautsprechern "reitet". So geht das weiter! Ob das schöne Fiddle-driven "Undercover cowboy", das jede Menge Outlaw-Flair ausstrahlende, recht knackige "Too much Rock", der mit feiner Baritone Gitarre und schöner Steel begleitete Barrom Countrysong "A big one" das Johnny Cash-like "Thinkin' of you" oder der abschließende, deftige Roadhouse Honky Tonker "Longnecks & rednecks" - die Traditionalisten werden an dem gesamten Album ihre helle Freude haben. Clint Black ist zurück und wieder ganz der alte!

Art-Nr.: 3602
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Drinkin' songs & other logic
Heartaches
Code of the west
Rainbow in the rain
Thinkin' of you

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Cash, Rosanne - black cadillac [2006]
In bewegender Art und Weise öffnet uns Rosanne Cash ihr Herz und gewährt uns mittels ihres neuen, geradzu meisterhaften Albums "Black Cadillac" einen tiefen Einblick in das Innerste ihrer Seele. 3 Jahre sind seit ihrem letzten Werk "Rules of travel" vergangen, in denen sie einen schweren, familiären Schicksalsschlag nach dem nächsten zu verkraften hatte. Sie verlor zunächst ihre Stiefmutter June Carter Cash, dann ihren Vater, den großen Johnny Cash, und im Mai vergangenen Jahres verstarb auch noch ihre leibliche Mutter Vivian Liberto Cash Distin! In zwölf grandiosen, inhaltlich ergreifenden Songs über Zorn, Trotz, Kummer, Dankbarkeit, Vergebung, Anerkennung, Trauer, Liebe, Verlust des Glaubens und Wiedergewinnung des Glaubens gelingt ihr eine famose Aufarbeitung der Vergangenheit, voller Sensibilität und Power zugleich! Ihr Songwriting war nie besser! Trotz der nachdenklichen und introvertierten Thematik stahlen die zwischen Roots-Pop/-Rock/Americana und (Alternate)Country hin und her balancierenden Songs eine ungeheure Frische, ja Aufbruchsstimmung aus. Wundervolle Melodien, eine filigrane, sehr transparente, vielseitige Instrumentierung, ein toller, wunderbar differenzierter Sound (zur einen Hälfte produziert von ihrem Gatten John Leventhal, zur anderen von Bill Bottrell) und exzellente Arrangements, mal herrlich knackig und kraftvoll, dann wieder ungeheuer sensibel und fragil, bestimmen die Szenerie! Der Geist iher Eltern, vor allem der ihres Vaters, schwebt über all diesen Liedern. Die innigste Huldigung jedoch erfährt Johnny gleich mit dem ersten Song, dem Titelstück "Black Cadillac", im übrigen eingeleitet mit einer nostalgischen Original-Aufnahme aus den Privatarchiven der Cashs, in der "Daddy" Johnny seine Tochter auffordert: "Rosanne, come on"! Ein schwarzer Cadillac war es, der am 12. September 2003 den Leichnam Johnny Cash's abtransportierte. Es ist schon ergreifend, wenn sie dies musikalisch aufarbeitet und singt "It was a black Cadillac that drove you away, now everybody's talking but they don't have much to say", oder "now one of us gets to go to heaven, one has to stay here in hell"! Das durchaus kraftvolle Stück besticht mit einer traumhaften Melodie, ist geprägt von tiefen Basslinien, herrlichen Gitarren, schönen Keyboard-Harmonien und knackigen Drums. Und wenn während des finalen Instrumentalteils im Hintergrund auch noch mittels einer wie eine Fanfare klingenden Trompete die Melodienbögen von "Ring of fire" erklingen, bekommt man einfach nur noch Gänsehaut! Allein diese geniale Nummer rechtfertigt schon den Erwerb dieser CD! Doch Rosanne Cash zeigt während des gesamten Albums ihre herausragende Klasse! Es gibt absolut keine schwachen Momente! Fast ein wenig psychedelisch anmutenden, flotten, einen guten Drive ausstrahlenden Roots-/Countryrock präsentiert sie uns beispielsweise mit dem fantastischen "Radio operator", das fast ein wenig an ihre besten Tage der Rodney Crowell-Ära zu erinnern scheint, aber wiederum auch das ewig junge Flair ihres Vaters nicht leugnen kann. Tolles E-Gitarren-Spiel von John Leventhal in Verbindung mit feinen Mandolinen-Ergänzungen! Filigrane Piano-Untermalung, eine wohlige Orgel, dezentes Schlagzeug und zurückhaltene Gitarren-Akkorde zieren die wunderschöne, sich in vollendeter Harmonie in den Gehörgängen einnistende, melancholische Ballade "I was watching you", ehe es wieder etwas knackiger zugeht. Groovende, fast ein wenig swampige Rhythmen prägen das herrliche, einmal mehr sehr melodische, rootsige Alternate Country-Stück "Burn down this town", dessen facettenreiches, sowohl sehr eingängiges, als auch ungemein spannendes Arrangement (tolle Gitarrenarbeit) auf den Zuhörer unmittelbar eine gewaltige Anziegungskraft auslöst, der man hoffnungslos ausgeliefert ist. Faszinierend! Acoustic Gitarren, Banjo, Mandoline, dezentes Piano und schöne Orgel-Passagen bilden den Rahmen der anschließenden, entspannten, wundervollen Americana-/Country-Nummer "God is in the roses", die dann wieder etwas zurückhaltender instrumentiert ist. So geht das bis zum Ende weiter, mit einer schönen, von Sensibilität, Kraft, Fragilität, Trauer und Aufbruchsstimmung zugleich geprägten Nummer nach der nächsten, gezeichnet von exquisiter Songwriter-Qualität, umgesetzt in musikalisch höchst niveauvollen, vielseitigen, hinreißenden Arrangements an der Schnittstelle zwischen Roots, Pop, Rock, Americana und Country! Rosanne Cash auf dem Zenit ihrer bisherigen Schaffenskunst! Ein Meisterwerk!

Art-Nr.: 3887
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Currington, Billy - doin' somethin' right [2005]
Zwei Jahre nach seinem vielversprechenden Debüt legt Billy Currington jetzt das Folgealbum "Doin' Somethin’ Right“ nach. In dieser Zeit ist für den aus Rincon/Georgia stammenden, in ärmlichen und schwierigen Verhältnissen aufgewachsenen Sänger und Songwriter mit dem Körper eines Modellathleten viel passiert. Ein gut verkaufter Erst-Silberling und damit die Sicherung seines Major-Vertrages, die Wahl zu einer der attraktivsten Männer Amerikas, jede Menge Medienpräsenz, und und und...! Wer allerdings vermutete, dass Billy dadurch Gefallen am Pop-orientierten Country gefunden hätte, der wird durch die neue Scheibe eines Besseren belehrt. Denn im Prinzip ist er der Erfolgsrezeptur seines Debuts treu geblieben: Eher traditionell ausgerichtete (New)-Countrymusik, mal etwas langsamer, mal etwas schneller, durch seinen etatmäßigen Produzenten Carson Chamberlain (u.a. auch Mark Wills) schön kräftig und "fett" daher kommend in Szene gesetzt, so dass auch Verfechter modernerer Töne damit problemlos klar kommen. Herausgekommen ist ein prima Album! Wieder ist ein recht klein gehaltener, dafür aber um so exklusiverer Musikerkreis (Eddie Bayers, Glenn Worf, Brent Mason, John D. Willis, Gary Prim, Stuart Duncan) um ihn versammelt. Beim Songwriting hat Billy sich diesmal ein wenig zurückgehalten (vier von elf Songs), beim Debüt waren es noch zehn von elf! Billy's CD startet direkt mit einem flotten, aufmunternden, gut tanzbaren Country-Fetzer aus der Feder von Brett Jones, mit einem sehr knackigem Gitarrenrhythmus, eingestreuten Fiddle-Läufen und zwei satten E-Gitarren-Soli. Ein überaus temporeicher und gelungener Beginn! Sehr Dobro-betont ist "Good Directions", eine traditionelle Nummer im Midtempobereich, wobei der bisher noch nicht so bekannte Instrumentalist Smith Curry eine Klasseleistung (sehr kräftig und klar) im Stile eines Jerry Douglas abliefert. Die erste Single, die es sofort in die Billboard-Country-Single-Charts schaffte, heißt "Must Be Doin’ Something Right" und ist eine soulige Country-bBallade, bei der so mancher Popstar blass werden würde. Klasse Steel-Begleitung, tolle Piano- und E-Gitarren-Tupfer, sowie Mandolinegezirpe sorgen dafür, dass das Countryflair zu jeder Zeit voll präsent ist. Nach diesem Muster reihen sich dann die restlichen Stücke in einer gesunden Mischung aus kräftig angerockt und balladesk aneinander, immer traditionell verwurzelt. Enthält zudem eine gelungene Neu-Einspielung des alten Kenny Rogers-Evergreens "Lucille", auch hier als feiner Country-Waltz präsentiert. Explizit erwähnenswert vielleicht noch das Brett James/Blair Daly-Stück "Little Bit Lonely", das mit seinem dezenten Reggae-Touch für sonnige Gute-Laune-Atmosphäre sorgt: Stark hierbei das Electric-Solo vom Gitarren-Ass Brent Mason! Klasse auch die energiegeladene Uptemponummer "She Knows What To Do With Saturday Night", ein turbolenter Countryfeger in dezenter Southern-/-Honkytonk-Prägung, gemixt mit dem Rock’N’Roll-Flair des Chuck-Berry-Klassikers "C’est La Vie". Herrlich hier das Honkytonk-Piano von Gary Prim, sowie die Meisterleistungen von Mason an der E-Gitarre und die kreischigen Lap Steel-Einlagen von Paul Franklin! Billy Currington's angenehme Baritone Stimme wirkt insgesamt noch ein wenig kräftiger und noch sauberer als bei seinem Debüt! Alles in Allem dürfte sein "Doin’ Somethin’ Right" erneut ein Selbstläufer werden. Das bebilderte Booklet enthält alle Texte und erfreut sicher auch so manchen weiblichen Fan! Prima Stoff für Anhänger von Trace Adkins, Alan Jackson, Brad Paisley, Blake Shelton, Buddy Jewell & Co. "Doin' somethin' right"... - klar Billy, hast alles richtig gemacht! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. I Wanna Be A Hillbilly - 3:06
2. Good Directions - 3:35
3. Must Be Doin' Somethin' Right - 4:29
4. Why, Why, Why - 2:45
5. That Changes Everything - 3:49
6. Little Bit Lonely - 3:45
7. She's Got A Way With Me - 4:45
8. Lucille - 4:08
9. Whole Lot More - 2:31
10. Here I Am - 3:41
11. She Knows What To Do With A Saturday Night - 3:38

Art-Nr.: 3607
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 8,90

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Daniels, Joey - take me off the market [2005]
Feines Debütalbum der aus Creston, British Columbia stammenden, sehr talentierten Kanadierin! Joey Daniels kommt, wie so viele Countrysängerinnen, aus einer musikalisch vorbelasteten Familie. So hatten ihr Vater und ihr Großvater beispielsweise eine eigene Radioshow. Joey begann frühzeitig im Kirchenchor, sang auf Hochzeiten und städtischen Events. Bereits im Alter von 9 Jahren gründete sie die erste Rockband mit ihren beiden Brüdern. Man coverte Hits von Gruppen wie Bon Jovi und Heart. Ihren ersten Song schrieb sie mit sechzehn! Mittlerweile längst die Liebe zur Countrymusic entdeckt, produzierte ihr Bruder Jason schließlich vor einiger Zeit ein Demoband und "Big3NashvilleRecords"-Chef Bill Edwards bot der hübschen Dame mit den blonden, engelsgelockten Haaren nach einem Vorsingtermin sofort einen Plattendeal an, wobei er sogar zum Teil selbst die Arbeit als Produzent mit übernahm. Das Label betrieb einen recht hohen Aufwand für die Newcomerin. Nicht nur äußerlich mittels eines reichhaltig bebilderten, bunten Booklets mit allen Texten und vielen Fotos der sehr sympathisch und bodenständig wirkenden Künstlerin, sondern auch durch die beiden weiteren, sehr prominenten Produzenten James Stroud (Toby Keith, Tim McGraw) und Mark Bright (Rascal Flatts, Blackhawk), sowie viele erstklassige Musiker der Nashville-Studio-Musiker-Gilde. U. a. Bryan Sutton, Tom Bukovac, Paul Franklin, Steve Nathan etc. gelten als klares Indiz dafür, dass man große Stücke auf Mrs. Daniels hält. Zurecht, wie das gesamte Album beweist. Sofort fliegt einem beim Opener "Crazier Than Usual", ein feiner, recht traditionell ausherichteter New Country-Song, ein Honkytonk-Piano und ein Slide-Riff entgegen; knackige Rhythmus-Gitarren, ein schönes Tempobreak machen bei der gut tanzbaren Nummer richtig Lust auf mehr. Von der Stimme her, wenn man den reinen Song ohne jegliche Infos vorgesetzt bekäme, würde man meinen, Shania Twain, die auch neben Linda Ronstadt und den Pretenders als Vorbild von Joey genannt wird, hätte sich vom popdominierten Sound abgewandt und zu ihren Country-Roots zurückbesonnen. Viele Ähnlichkeiten zwischen beiden Kanadierinen treten auch im weiteren Verlauf der CD immer wieder ans Licht. "Swinging Door" und "Kiss-N-Tell" sind schön flotte Uptempo-Nummern, erstgenannte etwas poppiger, vielleicht in Richtung einer jungen Patty Loveless oder Sugarland zielend, dank eines leichten Southern-Twangs ala Jennifer Nettles, zweitgenannte durch klasse Mundharmonika-Einlagen mit eher bluesiger Country-Note. Balladeske Stücke gibt es eine gute Handvoll der insgesamt 13 Songs (9 von Joey und ihrem Bruder Jason Pennock geschrieben/4 Fremdkomopositionen), wobei hier das atmosphärische "I’ll Be Your Whiskey" aus der Feder von Brett James und die Power-Ballade "Do It Again" (schönes, filigranes E-Gitarren-Solo, gespielt von Guy Walker) besonders zu gefallen wissen. Ein besonderes Highlight ist aber ohne Zweifel ein Stück, geschrieben vom ebenfalls recht bekannten Hitlieferanten Monty Criswell: Das herrlich melodische, aber auch recht angriffslustig vorgetragene "Hands On You" wird von einem rockigen E-Gitarren-Riff getragen und auch ansonsten von feiner Gitarrenarbeit begleitet. An den Saiten kein geringerer als "Mr. Guitar" Brent Mason persönlich! Toller Song! Das Joey es auch immer wieder sporadisch gerne mal traditionell mag, lässt das Titelstück und auch das abschließende "Without You" vermuten. "Take Me Off The Market" ist wieder eine tanzbare Nummer, die von der Art der integrierten Steel-Elemente an diverse Uptemponummern der "Pirates Of The Mississippi" zu erinnern scheint, "Without You" ist dann ein richtiger Saloon-Honky Tonk-Heuler im Midtempobereich mit richtig sägenden Fiddeln und jammernden Steel-Fills. Insgesamt überwiegen aber die modernen, knackigen New Country-Elemente. Auf dem Terrain fühlt sich Joey laut eigener Aussage auch am wohlsten. Also, wenn die PR-Maschine hier mal richtig ins Rollen gerät, könnte mit dem bisher noch ungeschliffenen Rohdiamanten Joey Daniels mal eine fette Konkurrenz für Shania, Faith, Jo Dee & Co. heranwachsen. Es wäre ihr zu gönnen! Prima Auftaktalbum, Mrs. Daniels! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 3626
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Crazier than usual
Swinging door
Kiss-n-tell
I'll be your whiskey
If you love me

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Evans, Sara - real fine place [2005]
Klasse! Auch Sara Evans schließt sich dem gegenwärtigen, so erfreulichen Trend unter Nashville's Country-Damen an und verläßt mit ihrem neuen Album weitgehend die allzu poppigen Pfade ihrer jüngeren Vergangenheit um zu guter alter "down home country music" zurückzukehren! "Real fine place" ist eine großartige CD geworden, schön frisch, zumeist herrlich knackig, mal schwungvoll, mal locker, dann wieder gefühlvoll und balladesk, mal äußerst traditionell, dann wieder modern, peppig und auch ganz dezent poppig! Im Kern eines jeden Songs dominiert jedoch eindeutig Sara's Country-Seele! Das ist auch geut so, denn mit ihrer "Farmerstochter-Vergangenheit" hat die in der Nähe von New Franklin/Missouri aufgewachsene Künstlerin die Country-Roots einfach im Blut! Durchweg starkes Songmaterial, die gewohnt große Schaar erstklassiger Nashville Studio-Cracks, wie auch, und das ist eine sehr liebevolle Hommage an ihre Familie, die Background Gesangs-Einsätze eines Großteils des Evans-Clans (Mutter, Vater, Bruder und 3 Schwestern) bei einer Vielzahl der Songs, ergeben somit ein äußerst homogenes Album, das den vollen New Country-Genuß auf einem richtig hohen Level garantiert. Gleich der erste Titel macht mächtig Laune: Eine klasse Melodie und die Dynamik eines dezenten Squaredance-Flairs ziehen sich durch das wunderbare, absolut traditionelle, dennoch sehr peppige, leicht grassige Fiddle- und Banjo-driven "Coalmine", das eine Menge Frische und Fröhlichkeit verbreitet und die Country-Puristen sofort ordentlich in Schwung bringen dürfte. Sara läßt von Anfang an keinen Zweifel daran, das ihr mit dem neuen Album eine prima Verbindung zwischen Tradition und Moderne gelungen ist. Das beweist auch das zweite Stück, der herrlich flotte, von Radney Foster und George Ducas geschriebene, knackige New Country-Knüller "A real fine place to start", der einem nicht mehr aus dem Ohr gehen will! Verbreitet erneut, in seiner satten Instrumentierung aus transparenten Gitarren (inklusive feiner Electric Lead-Läufe im Mittelteil), schöner Steelguitar und im Hintergrund agierender Orgel, eine wunderbare Frische. Völlig verdient, daß Sara damit mal wieder einen Riesen-Hit gelandet hat (war gerade für zwei Wochen in Folge Nr. 1 der Billboard Country-Singles-Charts)! Klasse auch die wunderbare, reinrassige, aber dennoch knackig dargebotene Ballade "Cheatin'" mit der feinen Begleitung von Fiddle, Gitarre und Steel, das etwas poppige, aber dennoch klar Country-verwurzelte "New hometown", das orchestrale, ihren Kindern gewidmete "You'll always be my baby", das keltisch folkloristisch angehauchte "Supernatural", das herrliche, von Sheryl Crow und John Shanks komponierte, angerockte, sehr knackige und melodische, moderne New Country-Stück "Roll me back in time" in seinem breiten, vollen Gitarrensound und dem kratzigen E-Gitarren-Solo, der leicht rootsig, Americana-mäßige, von Lori McKenna komponierte, sehr melodische, balladeske "Bible song", die traumhaft schöne, autobiografische, knackige Midtempo-Country-Nummer "Missing Missouri", oder der fetzige Party-Heuler "Momma's night out"! Sara Evans beglückt die Country-Gemeinde mit ihrem wohl besten Album seit dem 1997iger Debut "Three chords and the truth". Gratulation, Sara!

Art-Nr.: 3631
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 7,90

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Foster, Radney - this world we live in [2006]
Vier Jahre sind bereits wieder ins Land gezogen, seitdem uns die eine Hälfte des einst in Nashville so erfolgreichen Duos Foster & Lloyd mit dem tollen "Another Way To Go" so begeistert hatte. Untätig war ein Mann dieses musikalischen Formates in der jüngeren Vergangenheit allerdings nicht. So produzierte er beispielsweise die Randy Rodgers Band, schrieb Songs für Größen wie u. a. Keith Urban, die Dixie Chicks oder Kenny Chesney, und, und, und! Hier ist sie nun endlich, die neue, einmal mehr ganz hervorragende Scheibe des ohne Zweifel zu den besten texanischen Songwritern zählenden Radney Foster: Wunderbarer, rootsiger Texas-Country/Alternate Country/Countryrock/Americana vom Allerfeinsten mit einem tollen, schön trockenen, auf den Punkt genau produzierten, angerauten, "gritty" Sound! Zehn neue Stücke, alle aus seiner Feder, zum Teil in Kooperation mit exzellenten Co-Writern, wie Blue Dogs-Frontmann Bobby Houck, Jack Ingram oder Darrell Brown, mit dem er sich auch die Produktionsarbeit teilte. Bediente er sich bei seiner letzten Scheibe noch einer Menge Begleitmusiker aus dem schier unerschöpflichen "Nashville-Pool", so versammelte er diesmal eine tolle, namhafte Band langjähriger Freunde um sich, wie Drummer Charlie Drayton und den "alten" Westcoast-Haudegen Waddy Wachtel (Linda Ronstadt; Warren Zevon, James Taylor, John David Souther, Ronin, Bob Dylan) an der E-Gitarre (beide haben schon auf Keith Richard’s Solo-Alben zusammen gearbeitet), Session Bass-Veteran Bob Glaub (u.a. Jackson Browne) und dem Keyboarder Rami Jaffe, vielen sicher nicht nur als Mitglied der Wallflowers ein Begriff. Mit an Bord sind auch wieder der starke Slide-Gitarrist Mike McAdam und ein weiterer Klassemann an der E-Gitarre, Adam Shoenveld, der etatmäßig bei Big & Rich die Saiten bedient. Und um es nochmal klar herauszustellen: Radney Foster ist schlichtweg wieder ein Sahneteil gelungen. Dem leicht Stones-infizierten, Slide-angerockten, rootsigen, trockenen "Drunk On Love" folgt mit "Sweet And Wild" ein wunderbar melodischer Americana-Midtemposong. Bei beiden Songs glänzt neben der starken instrumentellen Umsetzung Sarah Buxton mit ihrer klasse Stimme im Background, die gegen Ende der Stücke mit in den Vordergrund tritt. Die Ballade "The Kindness Of Strangers" lebt von Foster’s starker Akustikgitarrenarbeit, toller atmosphärischer Cello-Untermalung und einem bewegend geschriebenem und gesungenem Text. Ganz große Klasse! Der anschließende, exzellente, forsche Retro Country-Rocker "Big Idea" (erinnert stark an alte Foster & Lloyd-Hits) reißt einen regelrecht aus der poetischen Welt des Vorsongs, und bildet den gelungenen Vorläufer zum Center-Song des Gesamtalbum’s, "Half Of My Mistakes". Was für eine herrliche Melodie! Auch hier wieder ein toller Text, der Menschen dazu ermutigt, viele Dinge im Leben einfach zu riskieren, auch wenn mal etwas schief laufen sollte. Der Lerneffekt und viele positive Dinge, die sich trotzdem daraus entwickeln, sind laut Foster nicht zu unterschätzen. Den gleichen Song hat vor geraumer Zeit fast ebenso gut Jace Everett auf seinem Erstling, allerdings etwas mainstreamiger, interpretiert. Bei Radney Foster wirkt das Stück etwas kantiger, zurückhaltender und einen Schuss introvertierter. Starke Slide-Arbeit hier vom bereits erwähnten Mike McAdam. "New Zip Code" (mehr balladesk) und "Prove Me Right" (wäre auch durchaus von der Randy Rogers Band oder Chris Knight coverbar) liefern wieder etwas leichter verdauliche, überaus melodische Gute Laune-Kost, letzteres in durchaus Nashville-kompatibler, radiotauglicher, wenn auch leicht rootsiger Country-Manier, voller Hooklines, die ein wenig an Radney’s Frühwerke erinnern. Stark hier die angenehmen Fiddle-Fills. Eine weitere "Killer"-Ballade folgt mit "Fools That Dream". Im Background diesmal die zauberhafte Kim Richey, die auch beim Vorgänger schon ihre Stimme zur Verfügung gestellt hat. Zum Abschluss folgt dann noch mal ein herrlich locker dahinfließender, super-melodischer Alternate Country-/Roots-/Americana-Song, den Foster zusammen mit Jack Ingram komponiert hat. Neben dem eingängigen Rhythmus und den lässigen Drums stechen hier die immer wieder eingestreuten und punktgenauen Stratocaster- und Slide-Fills im harmonischen Wechselspiel heraus. Klasse Orgelarbeit auch vom Rami Jaffe. Das Stück hält einen noch Minuten nach Ende der CD regelrecht gefangen. Ein würdiger Abschluss eines wieder einmal großen Albums! "This World We Live In" etabliert und festigt Radney Foster's Platz in die Riege der heutigen, wichtigen, ganz großen texanischen Singer-Songwriter im Country-/Americana-Bereich nachhaltig. Durch und durch beeindruckende und fesselnde Musik! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 4063
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 7,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Big idea
New zip code
Prove me right
Fools that dream
Never gonna fly

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Jackson, Alan - precious memories [2006]
Alan Jackson überrascht uns diesmal mit einem Gospel-Album! Ursprünglich hatte Jackson die Lieder dieses Albums wohl gar nicht für eine Veröffentlichung vorgesehen, denn die Aufnahmen waren lediglich als ein Geschenk an seine Mutter und Schwiegermutter gedacht. Doch als RCA-Chef Joe Galante die Songs in die Hände fielen, war dieser dermaßen begeistert, daß er solange auf Jackson einredete, bis der endlich einer "breiten" Veröffentlichung zustimmte. Gut so! Was wir erleben, "is an album with roots as deep as the southern town where Alan Jackson grew up, where life lessons were learned, and where a "hymn" was more than a song: it was a way of life"- wie es in einer amerikanischen Pressemitteilung heißt! Seht traditionell, christlich religiös, covert Jackson 15 Gospel-Standards, die er voller Gefühl, Emotion und Besinnlichkeit interpretiert. Unter anderem bringt er "The old rugged cross", "Blessed assurance", "When we all get to heaven", "How great thou art", "Are you washed in the blood", "What a friend we have in Jesus", "I want to stroll over heaven with you" und viele mehr! Alles ist sehr sparsam arrangiert. Jackson wird lediglich von Brent Mason an der Acoustic Gitarre und von Gary Prim (Piano und Orgel) begleitet. Das einzige etwas schwungvoller Stück ist "I'll fly away", das in einem herrlichen, leicht Bluegrass angehauchten, voller Southern Soul steckenden Uptempo Country-Gewand aus den Lautsprechern fließt! Großartig auch das sentimentale "'Tis so sweet to trust in Jesus", bei dem neben Alan's Ehefrau Denise auch seine beiden Töchter Mattie und Ali Jackson im Background mitsingen. Das Album hat einen wunderbaren Klang. Alan Jackson's Stimme übt die selbe Anziehungskraft aus wie immer, sodaß seine Fans auch bei diesem, "etwas anderen" Album vollends hinter ihrem Idol stehen werden! Allerfeinster Country-Gospel - ruhig, gefühlvoll, besinnlich!

Art-Nr.: 3945
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
LaRue, Stoney - the red dirt album [2005]
Die "Red Dirt"-Szene in Texas und Oklahoma blüht! Und wie! Stoney LaRue ist zum einen ein guter Kumpel von Cody Canada (Cross Canadian Ragweed), zum anderen hat niemand geringerer als Mike McClure (ex Great Divide, jetzt Mike McClure Band), der auch bei den letzten Alben von Cross Canadian Ragweed an den Reglern saß, produziert, - beide, Canada und McClure, spielen im übrigen (jeweils Gitarre) auch mit -, und dann heißt das Werk auch noch "The Red Dirt Album"! Was da heraus kommt? Allerfeinster, traumhaft melodischer, unwiderstehlicher "Red Dirt" Roots-/Americana-/Countryrock, mit dem sich LaRue nahtlos in die Riege solcher Bands wie Great Divide, Mike McClure Band, Wade Bowen & West 84, Randy Rogers Band oder Cross Canadian Ragwed einreiht. Ähnlich, vor allen Dingen aber genauso komptetent und versiert, wie die vorgenannten Kollegen (LaRue ist ein großartiger Songwriter), vereinbart er diese erdige, staubige Oklahoma-Mentalität mit geradzu faszinierenden, wunderbaren Melodien, wie das eben nur in der Gegend von Texas und Oklahoma möglich zu sein scheint. Die Songs wollen einem nicht mehr aus dem Ohr weichen. Die Spannbreite reicht von Steel-getränkten Country(rock)-Balladen, über staubige Americana-Titel, auch mal einem Texas-Swing, der ein oder andere semi-akustischen Nummer, bis hin zu mit feinen Twin-Gitarren und viel Southern-Flair versehenen, angerauten, knackigen, rootsigen Texas-Countryrockern! Hat viel Twang! Insgesamt gehen die Songs des Albums nicht so nach vorne, wie beispielsweise bei Cross Canadian Ragweed. Sie vermitteln eher ein relaxteres Feeling, strahlen dabei aber dennoch, und das ohne jeden Zweifel, dieselbe, staubige, raue, "kratzige" und gleichzeitig so melodische "Red Dirt"-Atmosphäre aus, die die immer größer werdende Fanschar dieser Art von Musik so nachhaltig begeistert. Stoney LaRue ist ein toller Sänger! Seine Stimme ähnelt phasenweise sehr der von Ragweed's Cody Canada und verfügt zudem über einen dezenten "Southern-Vibe"! Es paßt einfach alles prächtig zusammen! Gleich das erste Stück des Albums, "Down in flames", ist eine wahre Traum-Nummer: Hinreißender Midtempo Americana-/Countryrock an der Schnittstelle Great Divide/Cross Canadian Ragweed, geprägt von einem klaren, bestens abgestimmten, transparenten, knackigen Sound, durchzogen von einer tollen Melodie, und dabei dennoch eine Menge trockenen, texanischen Staub aufwirbelnd! Großartige, dezent dreckige, elektrische Lead-Gitarren, zuweilen in einem wunderbar harmonischen Twin-Sound, ziehen sich wie ein roter Faden durch den Song und versprühen darüber hinaus ein leichtes Southern-Flair! Texas/Oklahoma Countryrock, wie man ihn besser kaum spielen kann. Mit dem anschließenden "Closer to you" schiebt LaRue gleich den nächsten "Hit" hinterher: Wunderbar retro eingefärbter, dennoch ungemein frisch erscheinender, von einer traumhaften Steel durchzogener, relaxter Country(rock), der sowohl ein leichtes Border-Flair vermittelt (hauptsächlich erzeugt durch das großartige Acoustic Guitar-Picking), als auch erneut ein leichtes Southern-Feeling. Einen dezenten keltischen Einschlag, aber auch ein gepflegtes Western-Flair, zieht sich durch das mit prächtigen Fiddles und tollen Acoustic Lead-Gitarren instrumentierte, flotte, gut tanzbare "Idabel Blues", die richtige Mucke, um es in einer von vielen irisch abstammenden Texaner besuchten Pinte einmal hoch hergehen zu lassen - die nötige Portion Whiskey bereits intus! Mit "Downtown" hören wir anschließend eine traumhaft melodische, herrliche Countryrock-Ballade, geprägt von tollen Gitarren (sehr stark das herrlich satte Solo in der Mitte) und einer wohligen, im Hintergrund agierenden Orgel, während man bei "Solid gone" dann mal zu einem pfiffigen, trockenen, mit akustischen Instrumenten (Gitarren, Dobro, Fiddle) arrangierten, swingenden, erstklassigen, lupenreinen Texas Country-Stück übergeht. Großartigen, knackigen, riffigen, leicht Southern-angehauchten Gitarren Roots-/Countryrock präsentiert LaRue anschließend bei dem zusammen mit Cody Canada komponierten "Walk away". Kein Wunder, daß diese Nummer auch Cross Canadian Ragweed wie auf den Leib geschrieben wäre. Hat gut Power und wird von satten Gitarren bestimmt! Fantastsich auch der wundervolle, flockige, knackige, wieder so herrlich melodische Countryrocker "Texas moon", dessen traumhaftes Steelguitar-Spiel, zum Teil parrallel mit einer würzigen E-Gitarre, einfach Gänsehaut erzeugt. Enthält zudem eine erstklassige Coverversion von Rodney Crowell's "Bluebird wine" (kennen wir auch bereits von Emmylou Harris), wie auch von Bob Dylan's Klassiker "Forever young"! Stoney LaRue mit einem von tollen Melodien geprägten, sowohl eingängigen, als auch sehr vielseitigen, ganz wunderbaren Album allerfeinster "Red Dirt"-Roots-/Americana-/Countryrock-Musik, wie sie eben nur in Texas und Oklahoma produziert wird. Erste Sahne!

Art-Nr.: 3603
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Down in flames
Downtown
Solid gone
Walk away
Texas moon

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Lawrence, Tracy - then & now: the hits collection [2005]
Sehr interessantes und überaus gelungenes neues Album von Tracy Lawrence! "Then & Now" scheint auf den ersten Blick ein ganz normales "Greatest hits"-Album zu sein, ist es aber nicht! 15 der 17 Tracks stammen zwar aus Tracy's reichhaltigem und erfolgreichem Repertoire der Vergangenheit, doch sie sind allesamt exklusiv für dieses Album neu eingespielt worden. Es handelt sich also samt und sonders um neue Versionen, technisch und soundmäßig auf aktuellstem Stand! Großartige Musiker wie u.a. Eddie Bayers (Drums), Brent Mason (Electric guitar), B. James Lowry (Acoustic guitar), Steve Nathan (Keyboards), Paul Franklin (Steel) und Aubrey Haynie (Fiddle, Mandolin) standen dafür zur Verfügung! Es ist bemerkens- und bewundernswert zugleich, festzustellen wie schadlos Tracy's einstige Hits, wie "Paint me a Birmingham", "Today's lonely fool", "Time marches on", "Alibis", "Texas tornado", "I the world had a front porch", "How a corgirl says goodbye" oder "Sticks and stones" den zeitlichen Veränderungen der Jahre standgehalten haben und zu zeitlosen, sich nie abnutzenden Honky Tonk-/Country-Evergreens geworden sind. Dazu gibt es zwei brandneue Stücke, beide auch im ganz typischen, gewohnten, von den Countryfans so geschätzten, Tracy Lawrence-Stil: Zunächst die feine, traditionelle Midtempo-Nummer "Used to the pain", und zum zweiten die zwischen relativ ruhig und sehr knackig hin und her schwankende, großartige, lupenreine, von Brett Jones und Bobby Pinson komponierte Country-Ballade "If I don't make it back", umgeben von einer tollen Instrumentierung aus schönen Gitarren, Fiddle und Steel! Knapp 58 Minuten Tracy Lawrence at his best! Ein Leckerbissen für alle Freunde des traditionellen, puren, Pop-freien, honky-tonkigen Nashville-Country!

Art-Nr.: 3736
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
McBride, Martina - evolution [1997]


Art-Nr.: 1555
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
McBride, Martina - timeless [2005]
Wunderbar! Ein durch und durch reines, vollkommen traditionelles Album, mit dem Martina McBride einfach mal die Zeiger der "Countrymusic-Uhren" um 30, 40 oder 50 Jahre zurückdreht! "Timeless" ist ihre hinreißende Hommage an zeitlose, unvergeßliche Country-Klassiker, von denen sie hier 18 Titel in bravouröser, ungemein authentischer Manier neu eingespielt hat. "I've always wanted to make a traditional country album. It has always been in my heart to do a record like this", sagt Martina über "Timeless". Dabei war es ihr extrem wichtig Musiker zu finden, die an dieses Projekt mit der gleichen Intension herangehen, wie sie selbst. Diese fand sie in Leuten wie der Steelguitar-Ikone Paul Franklin, Fiddler Stuart Duncan, Bassist Glenn Worf, Tastenmann Gordon Mote, Drummer Eddie Bayers und den Gitarristen Steve Gbson, Paul Worley und Marty Schiff. In dieser Gemeinschaft ging man mit großem Enthusiasmus und großer Freude an die Aufnahme-Sessions in den Blackbird-Studios von Nashville, erarbeitete gemeinsam die Arrangements und spielte die Stücke anschließend über weite Passagen hinweg live ein. "It was an organic, simpel, old-fashioned process", bemerkt Martina dazu, die das Album im übrigen selbst produzierte. Steelguitars, pure Country-Gitarren, Fiddles und viel Honky Tonk-Atmosphäre bestimmen das Geschehen! Die Songs: "You win again" (im Original von Hank Williams), in einem herrlichen "Old School"-Gewand mit nostalgischer, hawaiianisch klingender Steelguitar und schöner Fiddle, der flotte Honky Tonker "I'll be there" (Ray Price) mit den Gästen Rhonda Vincent und DanTyminski, eine ergreifende Fassung von "I can't stop loving you" (Don Gibson) mit wimmernder Steel, Lynn Anderson's 1970iger Mega-Hit "Rose garden" (ist die erste Single des Albums), Merle Haggard's "Today I started loving you again", Loretta Lynn's "You ain't woman enough", "Once a day" (im Original gesungen von Connie Smith), Harlan Howard's "Pick me up on your way down" (u.a. gesungen von Charlie Walker), "I don't hurt anymore" (Hank Snow), Buddy Holly's "True love ways", Tammy Wynette's "'Til I can make it on my own", Johnny Cash's "I still miss someone", in einem tollen Bluegrass angehauchten Arrangement mit Dobro, Mandoline und Fiddle, sowie Dolly Parton als Gesangs-Gast, "Heartaches by the number" (im Original von Ray Price), mit Dwight Yoakam als Gast, "Satin sheets" (Jeanne Pruett), "Thanks a lot" (Ernest Tubb), "Love's gonna live here" (Buck Owens), Hank Cochran's "Make the world go away" (im Original gesungen von Eddie Arnold), und zum Schluß einer wunderschöne Version von Kris Kristofferson's "Help me make it through the night"! Martina McBride hat diese Klassiker auf beeindruckende Weise revitalisiert, hat ihnen frischen Wind eingehaucht und ihren "Zeitlos"-Charakter noch mehr untermauert, ohne dabei auf diesen herrlichen Charme der "old-fashioned" Ursprünglichkeit zu verzichten. Und sie singt wie eine "Göttin"! Diese Lieder sind unsterblich - für immer! Wer pure, traditionelle, "richtige" Countrymusic liebt, kommt an diesem Album nicht vorbei!

Art-Nr.: 3664
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Nichols, Joe - III [2005]
Allerfeinste, absolut zeitlose, lupenreine, traditionelle Countrymusic auf einem beachtlichen Niveau! In dieser Form bekommt man das wirklich nicht "an jeder Straßenecke" geboten. Joe Nichols wird immer besser und beglückt die Country-Welt mit seinem bis dato eindeutig besten Album! 2003 noch nahm Alan Jackson den hoch talentierten Nichols als Opening-Act mit auf seine U.S.-Tour, heute muß er aufpassen, daß er von dem überaus sympathischen, aus Rogers/Arkansas stammenden jungen Mann nicht in den Schatten gestellt wird. Viele europäische Countryfans konnten sich erst kürzlich bei der 2005er Countrynight in Gstaad von den außergewöhnlichen Gesangsfähigkeiten (was hat der Bursche für eine wunderbare, angenehm warme, reine Countrystimme) Nichols' überzeugen, die er auch live ohne jeglichen Substanzverlust an den Tag legt. Mit großem Können, viel Ausstrahlung, ohne großes "Brimborium", aber sehr souverän hatte er das Publikum sofort mit nur wenigen Gesten und Worten fest im Griff! Die Songs des neue Albums "III", im übrigen nicht Joe's drittes Album insgesamt, wohl aber sein drittes auf seinem derzeitigen Label, strotzen nur so vor wunderbaren Melodien, großartigen, lupenreinen Honky Tonk- und "Pure Country"-Rhythmen sowie herrlichen, viel Frische ausstrahlenden Arrangements aus vielschichtigen Gitarren, Fiddles, Piano und Steelguitars. Die Songauswahl ist ganz große Klasse, dazu eine perfekte, fein abgestimmte und sehr klare Produktion von Brent Rowan! Der Anteil an flotteren Songs ist diesmal wesentlich höher als bei den beiden Vorgängern, was dem Gesamtwerk prächtig zu Gesicht steht. Dennoch herrscht durchweg eine ungemein lockere, entspannte Atmosphäre. Die Songs "fließen" geradezu aus den Lautsprechern! Es beginnt mit dem wunderbaren, schön rhythmischen, durchaus knackigen Midetmpo-Song "Size matters", durchzogen von einer klasse Melodie und einem sehr frischen Ambiente aus feiner Fiddle, klaren Gitarren und einer tollen Steel. Noch ein wenig flotter, dabei aber sehr flüssig und locker flockig begegnet uns Joe auf dem anschließenden, sehr traditionellen, herrlichen "Freedom feels like lonely". Auffällig sind hier einmal mehr die schönen Gitarren (prächtige elektrische Baritone-Gitarre, feine Acoustic-Rhythmen und ein paar kurze, würzige E-Gitarren-Bögen) und die tolle Melodie! Das ist reinster Country-Genuß von großer Qualität, die einem Alan Jackson aber auch in nichts nachsteht - im Gegenteil! Und so geht das auf dem Album weiter: "Tequila makes her clothes fall of" (wunderbarer Songtitel) ist geradezu ein Paradebeispiel von einem traditionellen, zeitlosen Countrysong - umgeben von einem dezenten Outlaw-/Waylon-Flair, einem schönen Linedance-Groove, und einmal mehr geprägt von einer vorzüglichen Melodie, sowie feiner Baritone-Gitarre, Steel, Fiddle und klasse Acoustic- und Electric-Gitarren. Anschließend folgt mit dem großartigen, mit frischen Acoustic Gitarren, Piano und Fiddle instrumentierten, im Refrain sogar recht knackigen "Talk me out of Tampa" die erste richtige Ballade - natürlich auch "pure Country"! Ganz wunderbar auch das lockere, Fiddle-driven, in bestem Alan Jackson-Stil daher kommende "That's waht love'll get to you". die gefühlvolle Ballade, "I'll wait for you", oder das flockige, traumhaft melodische, honky-tonkige, retro-mäßige "Should I come home (or should I go crazy)"! Enthält zudem eine starke, ungemein traditionelle Version von Steve Earle's Ballade "My old friend the blues"! Joe Nichols verkörpert wie kein anderer der jüngeren Nashville-Garde die Traditionene solcher Größen wie Merle Haggard, George Jones, Don Williams, Keith Whitley, Alan Jackson, Randy Travis & Co.! Und auf seinem neuen Album macht er das besser denn je! Reine Countrymusic mit dem Gütesiegel "1A"! Eine beeindruckende Leistung, Mr. Nichols!

Art-Nr.: 3662
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 8,90

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


|| Weiter