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Adams, Ryan - jacksonville city nights [2005]
Ryan Adams und seine neue Band "The Cardinals" mit ihrem zweiten Album in diesem Jahr! "Jacksonville City Nights" ist der nahezu perfekte Nachfolger zu "Cold roses", mit dem dieser einzigartige Musiker erneut sein ganzes Charisma untermauert. Noch mehr als auf seinem Vorgänger, geht es in die Vergangenheit, Richtung Whiskeytown zurück, und zwar zu deren Country-Roots, genauso wie zu den guten alten Tagen der Flying Burrito Brothers. Mit diesem sehr traditionell verwurzelten "Old School"- Honky Tonk-Country-Flavour, das sich konsequent durch dieses Album von der ersten bis zur letzten Minute zieht, klingt Adams wie ein voller Emotionen steckender Jünger von Gram Parsons oder Faron Young, wobei er seine diesen Ikonen nahe stehende Musik mit einer unwahrscheinlichen Authentizität rüber bringt. Auch die Texte sind rein "country"! Da setckt viel Herz und Seele drin! Einzigartiges Songwriting, eine voller Ausstrahlung steckende, exzellente Performance, und die wunderbaren Musiker der "Cardinals" mit ihren zwanglosen, relaxten Arrangements aus Acoustic Gitarren, Fiddle, Honky Tonk-Piano und fast immer präsenter, heulender Steelguitar bilden eine herrliche Einheit. Und dieses "echte" Retro-Feeling... - großartig! Ob der schöne, Steelguitar- und Piano-getränkte Countryrocker "A kiss before I go", der klingt als stamme er aus einem unentdeckten Fundus des großen Gram Parsons, der wunderbare Waltz "The end", die faszinierende, ein gewisses Blues-/Jazz-Flair ausstrahlende, mit einer tollen Melodie versehene, ruhige Ballade "Dear John", im übrigen mit Norah Jones als Gesangs-Duettpartnerin und am Piano, der flotte Retro-Countryrocker "The hardest part", der Americana-/Honky Tonk-Stomper "Trains", der herzzerreißende, traditionelle "old-fashioned" Waltz "PA", wieder mit schönem Piano und toller Steelguitar, oder auch das aus alten Whiskeytown-Tagen stammende, 1997 von Adams und Caitlin Cary geschriebene, honky-tonkige, Burritoesque "My heart is broken" - die Songs bringen uns zurück in die Pioniertage des entspannten Countryrocks! Wie macht dieser Ryan Adams das nur. Ewig aktiv, pausenlos am Songs schreiben und dann noch diese Kreativität, diese Identifikation mit der Musik und diese Ausdrucksstärke. Erneut eine Großtat!

Art-Nr.: 3650
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Barefoot Servants - 2 [2005]
"Rock'n Roll will never die", rief einst ein gewisser Neil Young in die Welt hinaus - und er wird für immer recht behalten, solange solche Bands wie die Barefoot Servants der klassischen Rockmusik immer wieder neues Leben einhauchen. "The 'Barefoot Servants 2 - CD' is like a shoot od fresh blood", bringt es ein begeisterter U.S.-Fan auf den Punkt. Es wird immer wieder leichtfertig von sogenannten "Alben des Jahres" gesprochen, doch diese CD wird in einem solchen Ranking für 2005 auf jeden Fall ein gewichtiges Wörtchen mitreden! "Barefoot Servants, Barefoot Servants..., hmm, da gab's doch mal eine 'Supergroup' gleichen Namens Mitte der Neunziger, die seinerzeit mit einem gewaltig dampfenden Rock-/Bluesrock-/Rootsrock-Album für mächtig Furore sorgten", wird sich vielleicht mancher dunkel erinnern - und jawohl, um genau diese Barefoot Servants handelt es sich! Sie sind wieder da! 1993 aus "Spaß an der Freud'" von vier gestandenen Rock-Veteranen ins Leben gerufen, nämlich den beiden Gitarristen Jon Butcher (bekannt als Frontmann der Hardrocker von Jon Butcher Axis) und Ben Schultz, Drummer Ray Brinker und dem berühmten Weltklasse-Bassisten Leland Sklar (u.a. Jackson Browne, James Taylor, Crosby Stills & Nash, Bonnie Raitt, Lyle Lovett, Don Henley und Phil Collins), verlor man sich nach einem von Fans und Kritikern gleichermaßen umjubelten, fulminanten Debut von 1994 und einer kurzen Tour infolge der vielen anderen musikalischen Verpflichtungen schnell wieder aus den Augen. 2004 trafen sich Jon, Ben und Lee erneut, nahmen den neuen Drummer Neal Wilkinson mit ins Boot, und beschlossen spontan dieses großartige Projekt von damals neu aufleben zu lassen. Und hier ist sie nun, die zweite Platte - 11 Jahre nach dem Debut! Das Resultat: Genauso ein Knüller wie damals! Voller Intensität steckender, ungemein vielseitiger, die pure Power ausstrahlender, geschickt die Brücke zwischen Retro und zeitgemäßer Aktualität schlagender, kochender "American Guitar Roots-Rock", -bluesig, rau, dreckig, druckvoll-, etwa zur Häfte "volle Kanne" krachend elektrisch in Szene gesetzt, und zur anderen Hälfte semi-akustisch, wobei auch dort jederzeit eine voller dichter Schwüle steckende, pure Energie durchdringt! Hier sind fantastische, über jeden Zweifel erhabene Profis am Werk, die sich in diesem mitreißenden Sideprojekt voller Hingabe verwirklichen und ihren ureigenen Rock-Instinkten freien Lauf lassen. Spaß, Spielfreude und ein hohes musikalisches Niveau stehen in einem homogenen, sehr beeindruckenden Einklang! Faszinierend Jon Butcher's dreckiger, heiserer, offenbar sehr Alkohol-resistenter, intensiver, kraftvoller Gesang, dazu sein Hendrix-beeinflußtes E-Gitarrenspiel, die ungemein vielseitigen Instrumental-Beiträge des zweiten Gitarristen Ben Schultz, das prächtige, variable Drumming von Neal Wilkinson und Lee Sklar's unwiderstehliche Bassläufe! Und trotz der rauen, schwülen und dreckig rootsigen Note glänzen die Songs mit durchwg straken Strukturen und abslout hängen bleibender Melodik! Man spürt entfernte Einflüsse von Led Zeppelin, den Faces, von Rod Stewart's früher Folkrock-/Blues-Phase, Crazy Horse, Hendrix, ein gewisses Westcoast-Flair, bis hin zu zeitgemäßen Roots-/Americana-Klängen und swampig anmutendem Delta-Feeling! Ein paar Songbeispiele eines Albums ohne jede Schwachstelle: Mächtig Drive, jede Menge Power und eine wunderbarer "Mitgröl-Chorus" zeichnen den ungemein dynamischen und knalligen Opener "Pharaoh's house" aus, der gleich ordentlich Stimmung in die Bude bringt. Ein richtiger Rock'n Roll-Heuler mit morz Gas gebenden Drums, satten E-Gitarren-Riffs und -Hooklines, einer klasse Melodie und glühenden Bassläufen! Weiter geht es mit dem herrlichen, melodischen, semi-akustischen, sehr intensiv gesungenen "I don't care at all", einem, eine spürbare "Hitze" ausstrahlenden, dennoch irgendwie lockeren Rootsrocker mit dezent folkig anmutendem Blues-Flair! Tolles Arrangement aus Acoustic- und Electric-Gitarren in Verbindung mit einer großartig eingesetzten Mundharmonika! Brillant auch der folgende, sehr trockene, sparsam instrumentierte, durchaus ruhige, dennoch wieder eine ungeheure Intensität ausstrahlende, wunderbare Westcoast-/Roots-/Bluesrocker "Crazy". Einfach herrlich die Addition einer würzigen, leise im Hintergrund agierenden, elektrischen Slide-Gitarre zu der staubigen Acoustic-Basis, womit ein verdammt bluesiges Feeling erzeugt wird. Großartige Percussion und eine klasse Melodie kommen hinzu! Ganz stark auch der, erneut auf einer akustischen Basis aufgebaute, trockene Midtempo-Rootsrocker "Take my breath away" mit seiner drückend schwülen Atmosphäre, den dezenten E-Gitarren-Fills, dem klasse Drumming, der starken Harp und der wunderbaren Melodie. Klingt dreckig, rau, bluesig, rootsig, und doch so herrlich ins Ohr gehend! Weitere Knüller sind der dampfende, mit klassischen Retro-Riffs und wildem, glühendem E-Gitarren-Georgel verzierte Power-Rocker "When the day comes", der flotte, roughe, semi-akustisch/-elektrisch instrumentierte Roots-/Classic-Rocker "Rude boy", die wundervolle, akustische, staubige Roots-Ballade "Bells of St. Mary's" mit ihrem herrlichen Dobro-Spiel, das dynamische, ein wenig an alte "Rod Stewart-Maggie May"-Tage erinnernde "Brown Penny", der riffige, melodische, von glühenden E-Gitarren angetriebene Rocker "Dog days", wie auch der gewaltig laute, von einer mächtigen E-Gitarren-Dröhnung eingeleitete, fette, "ass-kicking" Heavy-Bluesrocker "Crack the sky", dessen gewaltige Power eine Brücke von Hendrix über Led Zeppelin bis zu den heutigen Gov't Mule zu schlagen scheint. Die Gitarren machen einen morz Spektakel und Lee Sklar rockt am Bass als gäbe es kein Halten mehr! Die "alten Säcke" der Barefoot Servants erteilen so manchem jungen "Heißsporn" einmal mehr eine gehörige Lehrstunde in Sachen purer, zeitloser Roots-/Blues-/Rock-Intensität - wie eine "heilende" Injektion in manchmal allzu monotone, ausgelatschte Rock'n Roll-Stagnation! Mögen sie noch lange solchen Spaß an ihrer Musik haben! Ein Bomben-Teil!

Art-Nr.: 3630
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Pharaoh's house
Crazy
When the day comes
Take my breath away
Bells of St Mary's
Crack the sky

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Black, Clint - drinkin' songs and other logic [2005]
Purer, klassischer Traditional Country ohne jeden Schnörkel, frei von jeglichen "Mode-Trends"! Sagte man Clint Black in der jüngeren Vergangenheit schon mal einen leichten Durchhänger nach, so ist festzustellen, daß er dieses "Tief" (wenn es denn je eins war...) mit seinem neuen Album "Drinkin' songs and other logic" endgültig überwundern hat. 16 Jahre ist es her: Viele erinnern sich sicher noch an Black's großartiges Erstlings-Werk "Killin' time" mit Hits wie z.B. "A better man". Wie ein Blitz schlug er damals in der seinerzeit aktuellen Riege der sogenannten Neo-Traditionalisten ein. Es war der Beginn einer Serie von erstklassigen Alben und jeder Menge toller, überaus erfolgreicher Country-Hits! Die Fans der traditionellen Countrymusic lagen ihm zu Füßen. Genau dort ist er jetzt wieder angelangt. "Drinkin' songs and other logic" erscheint einem fast wie der direkte Nachfolger zu seinem damaligen Debut. 12 neue Songs, davon 8 geschrieben mit seinem alten Weggefährten Hayden Nicholas, 3 von Black allein, und einer zusammen mit Tim Nichols, hat er mit seiner eigenen, langjährigen Band (im übrigen sind das weitgehend die gleichen Bandmitglieder, die er auch schon vor 16 Jahren im Schlepptau hatte), ohne die allgemein übliche Nashville Studio-Clique, eingespielt und beschert den Fans lupenreiner, purer, klassischer Honky Tonk Country-Musik damit einen Leckerbissen nach dem nächsten. Akustische Gitarren, elektrisches Country-Picking, Fiddles und Steelguitars beherrschen die Szenerie und thematisch geht es, dem Albumtitel entsprechend, um solch typische, clichéhafte, aber immer wieder gern gehörte, klassiche Themen wie "Memories", "Cowboys", "Heartaches", "Honky Tonks", "Bars", Jukeboxes", "Bottles" und "drinkin'"... - "pure and simple" Country eben! Los geht's mit dem Titelstück, einer flotten, honky-tonkin' Roadhouse Country-Nummer mit toller, prägnanter Country E-Gitarre, inklusive eines prächtigen Lead-Spiels von Gast-Gitarrist Steve Wariner, gefolgt von dem als lupenreiner Waltz beginnenden, sich dann aber zu einem klassischen "cheatin'" Honky Tonker mit dezentem Texas Swing-Flair entwickelnden "Heartaches", bestehend aus einem feinen Fiddle-/Gitarren-/Steel-Kombinationsspiel. "Code of the west" ist eine, die typische Western-Romantik ala John Wayne behandelnde, viel Wild West"-Flair austrahlende Country-Nummer, während "Rainbow in the rain" wunderbar knackig, flott, melodisch und sehr traditionell, umgeben von einem feinen Gewand aus Fiddle, Steel, Gitarre und Piano, aus den Lautsprechern "reitet". So geht das weiter! Ob das schöne Fiddle-driven "Undercover cowboy", das jede Menge Outlaw-Flair ausstrahlende, recht knackige "Too much Rock", der mit feiner Baritone Gitarre und schöner Steel begleitete Barrom Countrysong "A big one" das Johnny Cash-like "Thinkin' of you" oder der abschließende, deftige Roadhouse Honky Tonker "Longnecks & rednecks" - die Traditionalisten werden an dem gesamten Album ihre helle Freude haben. Clint Black ist zurück und wieder ganz der alte!

Art-Nr.: 3602
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Drinkin' songs & other logic
Heartaches
Code of the west
Rainbow in the rain
Thinkin' of you

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Blues Traveler - bastardos [2005]
Achtes Studioalbum von Blues Traveler! Sie sagen über "iBastardos!", daß es genau die Musik ist, die sie machen möchten und es genau das widerspiegelt, was die Band musikalisch voll und ganz befriedigt. Mit wohl kaum einem Album zuvor hat sich die Band nach eigener Aussage so identifiziert, wie mit diesem. "This is just us being completely ourselves, and not thinking about what we should doing", sagt Gitarrist Chad Kinchla dazu. Diesbezüglich sind sie wohl kaum enttäuscht darüber, daß sie ihren Major-Deal los sind, denn das neue Label läßt ihnen alle Freiheiten. Sie scheren sich nicht im geringsten um irgend einen kommerziellen Erfolg, sondern leben ihre Kreativität voll aus. Und kreativ ist "iBastardos!", das prinzipiell dort weiter macht, wo "Tell the truth" vor zwei Jahren aufhörte, wenngleich, trotz aller Songorientierung, die Jam-Elemente wieder deutlich zugenommen haben. Sie nähern sich wieder mehr ihren Anfangszeiten, bevor sie die großen Verkaufszahlen mit Alben wie "Four" und Singles wie "Run-around" erreichten. Funky, groovig, retro, rootsig, experimentierfreudig, dennoch kompakt, auch mal leicht "schräg", jazzig, rockig, jammig und sehr spielfreudig präsentiert sich das 1983 in Princeton/New Jersey gegründete Quintett in ausgezeichneter Verfassung! Man erlebt gewaltige Rhythmuswechsel, jede Menge verschiedenster Strukturwechsel innerhalb eines Songs, sogar psychedelische Passagen, aber auch durchaus eingängig aufgebaute Songs, wie beispielsweise das lockere, starke "Amber awaits", ohne das jedoch auch dabei das gewisse "progressive" Jam-Flair verloren ginge. Auffällig ist, daß
Keyboarder Ben Wilson einen größeren Anteil am Gesamtsound hat, als je zuvor. John Popper's Mundharmonika-Ausflüge sind zwar immer noch da, doch sie sind längst nicht mehr so dominant wie einst. Es ist keine John Popper-"One Man-Show" mehr, sondern die Band ist der "Star"! Weitere Highlights sind das zwischen psychedelisch angehauchten Phasen, Zeppelin-mäßigen Riffs und klasse Gitarrenausflügen hin und her schwankende "You can't stop thinking about me", das sowohl von vielseitigen Keyboards (Wurlitzer Piano, Orgel, Synthesizer), als auch von einem gut groovenden Rhythmus geprägte, in der Mitte mit einem kurzen, "wilden" Mundharmonika-Solo von Popper gewürzte "After what", das wieder recht psychedelisch beginnende, dann aber immer bluesiger, lauter und grooviger werdende "Money back guarantee", das funkige und soulige, von dezenten Bläsern unterstützte "Can't win true love", das balladeske "Leaning in", das durchaus melodische, engagierte, groovige "Rubberneck", das Fusion-mäßige, abgefahrene "What could possibly go wrong", wie auch die 6 1/2-minütige, pathetische, kraftvolle, jammige Hymne "The children of the night", ausgestattet mit fetten Gitarren, genauso fetten Keyboards, und noch fetterem, wüstem Mundharmonika-Georgel von John Popper! Aufgenommen hat man das Album im übrigen in Austin/Texas, wo es von ex-Wilco Multi-Instrumentalist Jay Bennett mit einem leichten Retro-Anstrich produziert wurde. "It's an album where we're not worrying about what everybody else is thinking about us, where we're just trying to be true to ourselves", betont Kinchla noch einmal die Selbstverwirklichung der Band! Doch keine Sorge Chad, wir denken nur Gutes über euch! "iBastardos!" kommt prima rüber, und das ihr tolle Musiker seid, wissen wir ja!

Art-Nr.: 3502
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
You can't stop thinking about me
Amber awaits
Can't win true love
Rubberneck
The children of the night

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Daniels, Joey - take me off the market [2005]
Feines Debütalbum der aus Creston, British Columbia stammenden, sehr talentierten Kanadierin! Joey Daniels kommt, wie so viele Countrysängerinnen, aus einer musikalisch vorbelasteten Familie. So hatten ihr Vater und ihr Großvater beispielsweise eine eigene Radioshow. Joey begann frühzeitig im Kirchenchor, sang auf Hochzeiten und städtischen Events. Bereits im Alter von 9 Jahren gründete sie die erste Rockband mit ihren beiden Brüdern. Man coverte Hits von Gruppen wie Bon Jovi und Heart. Ihren ersten Song schrieb sie mit sechzehn! Mittlerweile längst die Liebe zur Countrymusic entdeckt, produzierte ihr Bruder Jason schließlich vor einiger Zeit ein Demoband und "Big3NashvilleRecords"-Chef Bill Edwards bot der hübschen Dame mit den blonden, engelsgelockten Haaren nach einem Vorsingtermin sofort einen Plattendeal an, wobei er sogar zum Teil selbst die Arbeit als Produzent mit übernahm. Das Label betrieb einen recht hohen Aufwand für die Newcomerin. Nicht nur äußerlich mittels eines reichhaltig bebilderten, bunten Booklets mit allen Texten und vielen Fotos der sehr sympathisch und bodenständig wirkenden Künstlerin, sondern auch durch die beiden weiteren, sehr prominenten Produzenten James Stroud (Toby Keith, Tim McGraw) und Mark Bright (Rascal Flatts, Blackhawk), sowie viele erstklassige Musiker der Nashville-Studio-Musiker-Gilde. U. a. Bryan Sutton, Tom Bukovac, Paul Franklin, Steve Nathan etc. gelten als klares Indiz dafür, dass man große Stücke auf Mrs. Daniels hält. Zurecht, wie das gesamte Album beweist. Sofort fliegt einem beim Opener "Crazier Than Usual", ein feiner, recht traditionell ausherichteter New Country-Song, ein Honkytonk-Piano und ein Slide-Riff entgegen; knackige Rhythmus-Gitarren, ein schönes Tempobreak machen bei der gut tanzbaren Nummer richtig Lust auf mehr. Von der Stimme her, wenn man den reinen Song ohne jegliche Infos vorgesetzt bekäme, würde man meinen, Shania Twain, die auch neben Linda Ronstadt und den Pretenders als Vorbild von Joey genannt wird, hätte sich vom popdominierten Sound abgewandt und zu ihren Country-Roots zurückbesonnen. Viele Ähnlichkeiten zwischen beiden Kanadierinen treten auch im weiteren Verlauf der CD immer wieder ans Licht. "Swinging Door" und "Kiss-N-Tell" sind schön flotte Uptempo-Nummern, erstgenannte etwas poppiger, vielleicht in Richtung einer jungen Patty Loveless oder Sugarland zielend, dank eines leichten Southern-Twangs ala Jennifer Nettles, zweitgenannte durch klasse Mundharmonika-Einlagen mit eher bluesiger Country-Note. Balladeske Stücke gibt es eine gute Handvoll der insgesamt 13 Songs (9 von Joey und ihrem Bruder Jason Pennock geschrieben/4 Fremdkomopositionen), wobei hier das atmosphärische "I’ll Be Your Whiskey" aus der Feder von Brett James und die Power-Ballade "Do It Again" (schönes, filigranes E-Gitarren-Solo, gespielt von Guy Walker) besonders zu gefallen wissen. Ein besonderes Highlight ist aber ohne Zweifel ein Stück, geschrieben vom ebenfalls recht bekannten Hitlieferanten Monty Criswell: Das herrlich melodische, aber auch recht angriffslustig vorgetragene "Hands On You" wird von einem rockigen E-Gitarren-Riff getragen und auch ansonsten von feiner Gitarrenarbeit begleitet. An den Saiten kein geringerer als "Mr. Guitar" Brent Mason persönlich! Toller Song! Das Joey es auch immer wieder sporadisch gerne mal traditionell mag, lässt das Titelstück und auch das abschließende "Without You" vermuten. "Take Me Off The Market" ist wieder eine tanzbare Nummer, die von der Art der integrierten Steel-Elemente an diverse Uptemponummern der "Pirates Of The Mississippi" zu erinnern scheint, "Without You" ist dann ein richtiger Saloon-Honky Tonk-Heuler im Midtempobereich mit richtig sägenden Fiddeln und jammernden Steel-Fills. Insgesamt überwiegen aber die modernen, knackigen New Country-Elemente. Auf dem Terrain fühlt sich Joey laut eigener Aussage auch am wohlsten. Also, wenn die PR-Maschine hier mal richtig ins Rollen gerät, könnte mit dem bisher noch ungeschliffenen Rohdiamanten Joey Daniels mal eine fette Konkurrenz für Shania, Faith, Jo Dee & Co. heranwachsen. Es wäre ihr zu gönnen! Prima Auftaktalbum, Mrs. Daniels! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 3626
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Crazier than usual
Swinging door
Kiss-n-tell
I'll be your whiskey
If you love me

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Evans, Sara - real fine place [2005]
Klasse! Auch Sara Evans schließt sich dem gegenwärtigen, so erfreulichen Trend unter Nashville's Country-Damen an und verläßt mit ihrem neuen Album weitgehend die allzu poppigen Pfade ihrer jüngeren Vergangenheit um zu guter alter "down home country music" zurückzukehren! "Real fine place" ist eine großartige CD geworden, schön frisch, zumeist herrlich knackig, mal schwungvoll, mal locker, dann wieder gefühlvoll und balladesk, mal äußerst traditionell, dann wieder modern, peppig und auch ganz dezent poppig! Im Kern eines jeden Songs dominiert jedoch eindeutig Sara's Country-Seele! Das ist auch geut so, denn mit ihrer "Farmerstochter-Vergangenheit" hat die in der Nähe von New Franklin/Missouri aufgewachsene Künstlerin die Country-Roots einfach im Blut! Durchweg starkes Songmaterial, die gewohnt große Schaar erstklassiger Nashville Studio-Cracks, wie auch, und das ist eine sehr liebevolle Hommage an ihre Familie, die Background Gesangs-Einsätze eines Großteils des Evans-Clans (Mutter, Vater, Bruder und 3 Schwestern) bei einer Vielzahl der Songs, ergeben somit ein äußerst homogenes Album, das den vollen New Country-Genuß auf einem richtig hohen Level garantiert. Gleich der erste Titel macht mächtig Laune: Eine klasse Melodie und die Dynamik eines dezenten Squaredance-Flairs ziehen sich durch das wunderbare, absolut traditionelle, dennoch sehr peppige, leicht grassige Fiddle- und Banjo-driven "Coalmine", das eine Menge Frische und Fröhlichkeit verbreitet und die Country-Puristen sofort ordentlich in Schwung bringen dürfte. Sara läßt von Anfang an keinen Zweifel daran, das ihr mit dem neuen Album eine prima Verbindung zwischen Tradition und Moderne gelungen ist. Das beweist auch das zweite Stück, der herrlich flotte, von Radney Foster und George Ducas geschriebene, knackige New Country-Knüller "A real fine place to start", der einem nicht mehr aus dem Ohr gehen will! Verbreitet erneut, in seiner satten Instrumentierung aus transparenten Gitarren (inklusive feiner Electric Lead-Läufe im Mittelteil), schöner Steelguitar und im Hintergrund agierender Orgel, eine wunderbare Frische. Völlig verdient, daß Sara damit mal wieder einen Riesen-Hit gelandet hat (war gerade für zwei Wochen in Folge Nr. 1 der Billboard Country-Singles-Charts)! Klasse auch die wunderbare, reinrassige, aber dennoch knackig dargebotene Ballade "Cheatin'" mit der feinen Begleitung von Fiddle, Gitarre und Steel, das etwas poppige, aber dennoch klar Country-verwurzelte "New hometown", das orchestrale, ihren Kindern gewidmete "You'll always be my baby", das keltisch folkloristisch angehauchte "Supernatural", das herrliche, von Sheryl Crow und John Shanks komponierte, angerockte, sehr knackige und melodische, moderne New Country-Stück "Roll me back in time" in seinem breiten, vollen Gitarrensound und dem kratzigen E-Gitarren-Solo, der leicht rootsig, Americana-mäßige, von Lori McKenna komponierte, sehr melodische, balladeske "Bible song", die traumhaft schöne, autobiografische, knackige Midtempo-Country-Nummer "Missing Missouri", oder der fetzige Party-Heuler "Momma's night out"! Sara Evans beglückt die Country-Gemeinde mit ihrem wohl besten Album seit dem 1997iger Debut "Three chords and the truth". Gratulation, Sara!

Art-Nr.: 3631
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 7,90

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Lonestar - coming home [2005]
Sechstes Studio-Album von Lonestar! Und vielleicht sogar ihr Stärkstes! Glaubte man auf ihren ebenfalls durchaus guten letzten beiden CDs "I’m Already There" und "Let’s Be Us Again" aufgrund des immensen Erfolgsdruckes dennoch leichte Abnutzungs- bzw. Stagnationserscheinungen zu erkennen, belehren die Herren Richie Mc Donald, Keech Rainwater, Michael Britt und Dean Sams Fans und Kritiker mit "Coming Home" eines Besseren. Sicher auch ein Verdienst ihres neuen Produzenten Justin Niebank, dem es mit minimalistischer Methode gelungen ist, Lonestar wieder mehr zurück in Richtung ihrer Anfangsalben zu fokussieren, ohne dabei auch nur den Hauch ihres schon immer exsistierenden, modernen New Country-Flairs einzubüßen. Im Gegenteil, die Texaner wirken frischer denn je! Insgesamt waren sie nie knackiger, was bedeutet, daß die Uptempo-Nummern in der Überzahl sind. Wir erleben so viele "echte" Country-Bezüge, wie schon lange nicht mehr, tolles Songwriting mit namhaften Co-Autoren, wie z. B. Brett James (5x Richie, 1x Michael, 1x Dean), intelligent ausgewählte Fremdkompositionen (u. a. von Dean Maher, Tom Douglas), klasse instrumentelle Darbietung in Verbindung mit vielen Gastmusikern (u. a. Shannon Forrest, Michael Rhodes, Bryan Sutton, John Willis, Russ Pahl, Gordon Mote, Jonathan Yudkin, etc.) und mal wieder eine gesangstechnische Klasseleistung von Frontmann Richie McDonald, der einmal mehr alles aus seiner phantastisch wohlklingenden Stimme herausholt! Los geht’s mit der Singleauskoppelung "You’re Like Coming Home", bereits hoch in die Billboard-Singles-Charts eingestiegen ist. Eine knackig rhythmische Countrypopnummer mit toller Melodie, gewürzt mit Dobro, Mandoline und tollen Gitarren. Geht richtig gut ab und bringt Sonne in die Herzen! Prognose: Wird noch an der Spitzenposition der Charts kratzen! Direkt einen drauf setzt dann noch "Doghouse", das noch eine Spur rockiger rüber kommt. Fiddle, E-Gitarren, Dobro, kleine Soli und Gordon Mote’s Wah-Wah-Clavinet-Effekte sorgen für jede Menge Pep! Doch keine Lonestar-Platte kommt vollkommen ohne ihre berühmten Balladen aus! Während "I Am A Man" noch an der Grenze zum Midtempo liegt (sehr ausdrucksstarker Gesang Richies), folgt "I’ll Die Tryin'" (Fremdkomposition aus der Feder von Steve Bogard und Jeremy Stover) ganz dem Stil ihres einstigen Superhits "Amazed". Kein anderer kann im Country-Circuit romantische Herz-Schmerz-Liebeslieder wohl authentischer rüberbringen als Lonestar's Leadsänger. Ebenfalls ruhiger sind "I Never Needed You", wo Sara Evans die Harmonies beisteuert (erinnert an Tim McGraw/Faith Hill-Duette), und "I Just Want To Love You", ebenfalls ein echter "Schmachtfetzen", wie der Titel es schon vermuten lässt. Im Midtempobereich liegen Songs wie "Little Town", eine sympathische Hommage auf ein intaktes Kleinstadtleben, sowie das Steel-, Mandolinen- und Akkordeon- getränkte, sehr relaxt dahinfließende "Two Bottles Of Beer". Die Highlights stellen aber diesmal eindeutig die temporeicheren Stücke dar. "Wild", wie der Name es schon ausdrückt, ist 'ne richtig wilde Nummer, deren treibender Boogie-Rhythmus gar ein wenig an ZZ Top zur "Eliminator"-Phase zu erinnern scheint. "Noise" ist wieder ein flotter Countryrock/-pop-Song, der durch feine Tempowechsel und seine kraftvolle Performance besticht. Bleiben noch zwei eher traditionell ausgerichtete Lieder ("What’s Wrong With That" und "When I Go Home Again"), die aber richtig Laune machen. Heulende Fiddles, klasse E- Gitarren und Honkytonk-Piano sorgen für prächtige Country-Stimmung! Alles in allem eine gprima zusammengestellte, kurzweilige Mischung! Lonestar hat der frische Wind, den Justin Niebank der Truppe eingehaucht hat, spürbar gut getan. "Coming Home" ist ein Album, dass die Band in absoluter Bestform präsentiert! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 3584
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 6,90

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McMurtry, James - childish things [2005]
Der begnadete, texanische Singer/Songwriter James Lawrence McMurtry gilt als einer der ganz wenigen Songschmiede seiner Generation, dessen einzigartiges Material sowohl bei der Kritik, der Presse, als auch bei den vielen Liebhabern der Roots-/Americana-Szene einen ungemein guten Ruf genießt. Warum das so ist, untermauert er einmal mehr mit seinem meisterhaften, neuen Studioalbum "Childish things"! Geboren in Fort Worth, viele Jahre in Virgina verbracht, nach eigenen Aussagen in seiner Jugend am ehesten von Kris Kristofferson und The Band beeinflußt, begann McMurtry während seiner Studienzeit (Englisch / Spanisch) an der University of Arizona Mitte der Achtziger mit seinen ersten, viel beachteten Auftritten, sorgte beim berühmten "Kerriville Folk Festival " 1987 für Furore und ergatterte 1989 gar einen Major-Deal! Ab da folgten jede Menge großartiger Alben, und nach seiner viel umjubelten Live-CD vom April letzten Jahres, legt sich McMurtry die Meßlatte mit seinem neuen Studiowerk nochmal ein bißchen höher! Das ist große Singer/Songwriter-Kunst! Rau, dreckig, trocken und rockig, hören wir 12 exzellente, in bester, typisch texanischer Singer/Songwriter-Tradition verwurzelte Songs, die in ihren "gritty", staubigen Arrangements wunderbar an der Schnitstelle zwischen Rootsrock und Americana angesiedelt sind, wobei man Elemente eines Steve Earle oder Joe Ely genauso wahrzunehmen glaubt, wie die eines John Mellencamp oder den rauen Gitarren-Charme von Crazy Horse! Und doch klingt McMurtry wie kein anderer, allein schon durch seinen unvergleichlichen, so lässigen, tiefen, nasalen, von einem dezenten "Southern-Vibe" geprägten Gesang. Doch er hat seine Stärken keineswegs nur als Songwriter und Sänger, sondern gilt ebenso, und das wird zuweilen, völlig zu Unrecht, etwas in den Hintergrund gedrängt, als hervorragender Gitarrist. Begleitet wird er von seinen langjährigen Kumpanen, den "Heartless Bastards" (das sind die ausgezeichneten Ronnie Johnson am Bass und Daren Hess am Schlagzeug), sowie ein paar namhaften Gästen, allen voran Joe Ely (Duettpartner bei dem fetzigen Rootsrocker "Slew foot"), Bukka Allen an der Orgel und am Klavier, Warren Hood an der Fiddle und David Grissom an der Gitarre. Es ist schon bemerkenswert auf welch beeindruckende Weise er seine aus großartigen, teils bissigen Lyriks bestehenden Songs in, mal flüssige, mal kantige, immer schön staubig raue, zumeist von würzigen E-Gitarren dominierte Arrangements verpackt, die dann doch als sehr eingängig und mit prima Melodien versehen, prächtig hängen bleiben. Nach dem klasse Opener "See the elephant", ein von wunderbarem Gitarren-, Fiddle-, und Orgel-Zusammenspiel gekennzeichneter, balladesker Midtempo-Rootsrocker, hören wir das herrlich lockere, knackige, genauso dreckige, wie melodische Titelstück "Childish things"! Fantastisch! McMurtry's Gesang klingt so staubtrocken, wie die Gegend aus der diese Musik kommt! Nistet sich in den Ohren fest, wie etwa die Songs eines jungen Jackson Browne in Hochform, wenn er nicht aus Californien, sondern aus Texas käme, und etwas dreckigher agieren würde. Stark auch das herzhafte Gitarrensolo in der Mitte! So reiht sich eine hochkarätige Nummer an die nächste. Zum Beispiel die bärenstarke, hymnische, textlich ungemein engagierte, über 7-minütige, von einem gewissen Steve Earle-Flair gekennzeichnete Roots-Ballade "We can't make it here" mit ihren herzhaften "dirty electric guitars", dem groovenden Schlagzeug und der dezent eingesetzten Orgel, das wunderbare, rau rockende, twangige, von einem vielschichtigen Gitarrensound, inklusive Mandolinen, geprägte "Bad enough", das rhythmische "Restless", die großartige, lockere Alternate Country-/Americana-Nummer "Memorial day" mit ihren tollen Gitarren und der klasse Fiddle, der melodische, "roughe" Rootsrocker "Six year drought", der baumstarke, fetzige, riffige, kantige, "smokin'" Texas Countryrocker "Pocatello", wie auch die finale, exzellente akustische Ballade "Holiday"! Ein durch und durch starkes Rootsrock-/Americana-Album, mit dem James McMurtry nicht nur seine alten Fans einmal mehr vollends begeistern wird, sondern eine Menge neuer hinzugewinnen dürfte. Große Leistung!

Art-Nr.: 3613
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Childish things
Bad enough
Memorial day
Six year drought
Pocatello

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Randall, Jon - walking among the living [2005]
Endlich hat es geklappt, wenn auch mal wieder mit deutlicher Verzögerung, infolge ständiger Verschiebungen des Veröffentlichungstermins seitens der Plattenfirma: Jon Randall’s drittes Werk "Walking Among The Living" ist ab sofort lieferbar! Ein wunderbares Teil! Ein herrlicher Erguß relaxt dahinfließender, sehr melodischer, traditionell verwurzelter Countyrmusic mit dezenten, zeitgemäßen, leicht rootsigen Americana-Bezügen, umhüllt von großartigen, lockeren semi akustisch/-elektrischen Arrangements! Jon bekam sein musikalisches Talent praktisch mit in die Wiege gelegt. Beide Elternteile waren begeisterte Bluegrass-Musiker. So kam es, dass dem Sohnemann bereits mit 6 Jahren die erste Gitarre in die Hand gedrückt wurde. Nach dem Highschool Abschluss zog Jon von Dallas nach Nashville und gründete zunächst die recht kurzlebige Band "Prairie Dogs", bevor er als Gitarrist von Holly Dunn angeheuert wurde. Kurze Zeit später wurde eine gewisse Emmylou Harris auf seine außergewöhnlichen Fähigkeiten als Gitarrist und Sänger aufmerksam, die ihn kurzerhand für ihre damalige, wahrhaft hochkarätig besetzten Band, die "Nash Ramblers" engagierte, u. a. zusammen mit Sam Bush (Fiddle und Mandoline), der jetzt heuer wieder bei "Walk among the living" mit an Bord ist. 1995 erhielt er dann schließlich seinen ersten Plattenvertrag als Solo-Interpret! Randall’s vollständiger Name (richtig Jon Randell Stewart) wurde aber seitens des Labels gekappt, da zur gleichen Zeit diverse Stewarts (Larry, Lisa, Gary und Marty) ebenfalls Veröffentlichungen auf den Markt brachten. Sein Debüt "What Don’t You Know" erschien noch im gleichen Jahr, enthielt jedoch trotz seiner Songwriter-Ambitionen nur einen eigenen Track. Danach sollte es dann erst mal nicht so gut laufen. Randall spielte mit der attraktiven Lorrie Morgan, ein Duett für sein geplantes Nachfolgewerk "Great Day To Be Alive" ein , das aber vom Label gecancelt wurde (der Song wurde dann ein Hit für Travis Tritt). Auch die anschließende Ehe mit Lorrie hielt nur zwei Jahre! Sein nächstes, geplantes Album "Cold Coffee Morning" fiel dann sogar der Finanzschwäche seines damaligen Labels zum Opfer und ist bis heute nie veröffentlicht worden. Doch 1999 klappte es dann wieder mit einer neuen CD, und zwar mit dem von der Kritikergilde hoch gelobten Album "Willin’" - trotz seiner beachtlichen Klasse jedoch leider wieder ohne nennenswerten kommerziellen Erfolg. Jon schloss sich anschließend einem seiner "Heroes" an, dem bereits erwähnten Sam Bush, dessen ehemalige Newgrass-/Bluegrass-Truppe, die legendären "New Grass Revival" (sehr erfolgreich in den späteren Achtzigern - dort spielten auch die Banjo-Ikone Bela Fleck und John Cowan am Bass - und auch die tauchen bei diesem Album wieder auf), Randall als einen seiner größten musikalischen Einflüsse bezeichnet. Es folgten noch einige Duette mit Patty Loveless, u. a. ein Song auf dem Louvin-Brothers-Tribute-Album, der sogar einen Grammy einheimste zusammen, im Jahre 2003 eine Tour mit Earl Scruggs, u.s.w.!
Er konzentrierte sich wieder verstärkt auf das Songwriting, fand ein neues Label-Zuhause, und schließlich war mit "Walking Among The Living" endlich mal wieder ein neues Album fertig! Und, um es vorweg zu nehmen, das Warten hat sich richtig gelohnt! Randell ist ein bärenstarkes, recht ruhig und traditionell gehaltenes Werk gelungen, das sowohl akustisches, dem Bluegrass nahestehendes Material enthält, als auch jede Menge durch elektrische Instrumente ergänzte, flockige Countrysongs. Von Langeweile keine Spur! Dafür sorgen recht flott abgehende Nummern wie die Single "Baby Won’t You Come Home", das leicht bluesige, mit schöner Harp aussgestatte "Austin“, der rhythmische Countryrocker "Coming Back For More" (klasse E-Gitarre und Akustik-Slide-Einlage), oder das fröhliche "My Life" am Ende der Scheibe, wo im Stil der Del McCoury Band beim abschließenden Instrumentalteil ein kleines Bluegrass-Feuerwerk aus Akustikgitarren, Fiddle, Banjo und Mandoline gezündet wird. Tolle Uptempo-Nummer! Auch das Titelstück macht richtig Laune. Hier stoßen Bluegrass-Power und so etwas wie ein unterschwelliges U2-Flair aufeinander. Hervorragend auch die entspannteren Lieder wie "Long Way Down" (sehr Vince Gill ähnelnd), "Whiskey Lullaby“ (war ja schon von Brad Paisley ein toller Song, doch Jon Randall hat ihn zusammen mit Bill Anderson geschrieben), " Lonely For Awhile", oder "No Southern Comfort" (Allison Krauss: Background Vocals), wo man einfach nur Randall’s ungemein angenehme Tenor-Stimme, sowie die tollen Musikerleistungen genüßlich auf sich einwirken lassen sollte. Großartig! Bei manchen seiner Texte (im umfangreichen Booklet beigefügt) hat man im übrigen irgendwie den Eindruck, dass Jon an der Geschichte mit Lorrie Morgan noch immer ein wenig zu knacken hat. Wie dem auch sei: Er hat sich mit einem saustarken Album eindrucksvoll zurückgemeldet! Wundervolle Countrymusic zum Genießen! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 3599
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

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Stuart, Marty and his Fabulous Superlatives - souls' chapel [2005]
Marty Stuart hatte ja schon sehr lange ein Gospel-Album angekündigt - jetzt liegt es mit "Souls' chapel" vor! Es ist ein starkes Werk geworden, das trotz seiner deutlichen Gospel-Thematisierung und -Orientierung durchaus seine Wurzeln im Country hat. Doch darauf aufbauend verarbeitet man auch jede Menge tiefer American Roots-Musik, inklusive, von sehr viel Emotion, Gefühl und Herz geprägter, Blues-, Southern-Soul-, Memphis-Soul-, und auch ein paar nostalgischer Rock'n Roll-Anlagen - alles jedoch in einem wohl dosierten, der Thematik angemessenen Rahmen. Selbstverständlich ist Stuart's typische Handschrift erkennbar, doch durch die Scheibe zieht sich permanent ein allgegenwärtiger Spirit der legendären Staples-Singers, vor allem der ihres großen Patriarchen Roebuck "Pops" Staples, mit dessen "Somebody saved me" (in einer großartigen Version, lediglich aus prächtigem, seeligem Harmonie-Gesang und feiner, zurückhaltender E-Gitarren-Begleitung bestehend) Stuart das Album standesgemäß eröffnet. Was folgt, sind 11 weitere, erstklassige, spirituelle Nummern, wie z.B. das eine Menge Sixties-Country-Flair versprühende "Lord, give me just a little more time", das lockere, dezent Rockabilly-beeinflußte, mit tollen, klaren Gitarren begleitete "Way down", die wunderschöne, wie ein zeitloser Country-Waltz klingende Ballade "I can't even walk (without you holding my hand)", der großartige Gospel-Blues "There's a rainbow (at the end of every storm)", eine seelige, sehr inspirierte, prachtvolle Version von Steve Cropper's "Slow train", wie auch ein weiterer Titel von "Pops" Staples, "Move along train", den Marty Stuart im Duett mit Staples' Tochter Mavis präsentiert. Tolle Musiker (z.B. Kenny Vaughan - Gitarre, Glenn Worf - Bass, Chad Cromwell u. Harry Stinson - Drums, Barry Beckett - Hammond B-3...), wunderbare Harmonie-Gesänge (u.a. Harry Stinson, Brian Glenn), großartige Gitarrenarbeit, klasse Sound!

Art-Nr.: 3606
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Urban, Keith - livin' right now ~ live ~ dvd [2005]
Keith Urban jetzt live auf DVD! Nach den ganzen Studio-Erfolgsalben der letzten Jahre hat der australische New Country-Superstar dem digitalen Zahn der Zeit Tribut gezollt und ist nun endlich für jedermann auch im Wohnzimmer live auf der Bühne zu bewundern. Gefilmt wurde im denkwürdigen Wiltern Theatre von Los Angeles der letzten Station seiner abgelaufenen, aktuellen US-Tournee. Herausgekommen ist ein überwältigendes Dokument, das das längst vermutete Können des sympathischen Mädchenschwarms auch live noch einmal nachhaltig untermauert. Urban ist ein großartiger Gitarrist, ein talentierter Songwriter, ein wunderbarer Sänger und ein hervorragender Entertainer, der trotz seiner offensichtlichen Klasse auf übertriebene Selbstdarstellung verzichtet, und vor allem die Leistungen seiner ebenfalls starken Mitmusiker zu keinem Zeitpunkt in den Hintergrund stellt. Und der es natürlich auch glänzend versteht, das Publikum in seinen Bann zu ziehen - alles ohne große Effekthascherei! Eine relativ schlichte, aber recht geräumige Bühne in einem wunderschönen Theater mit steil nach oben heraufgehenden Sitzplätzen (auf denen es allerdings kaum einen der Anwesenden gehalten hat), im Hintergrund nur das Monkey-Logo auf einem Bühnenvorhang dem Zeichen von Keith’s Online-Community. Keith im schlichten T-Shirt mit Jeans und darunter verborgenen Cowboystiefeln. Auch der Rest des Line-Ups in legerer Kleidung. Es zählt halt nur die musikalische Qualität. Und dieser dynamische Set hat es einfach in sich! Nach kurzem Akustik-Intro fegt er direkt mit den beiden flotten, knackigen New Country(rock)-Nummern "Days Go By" und "Better Life" los, quasi der identische Auftakt wie bei seinem so erfolgreichen letzten Album "Be Here". Mit "Raining On Sunday" folgt die erste, dieser "Killer"-Balladen. Starkes Telecaster-Solo am Anfang, nach der offiziellen Begrüßung des Publikums, eine herrliche Melodie, plus einem weiteren, filigranen E-Gitarren-Solo! Bei "You Won" zeigt erstmals Multi-Instrumentlist Chad Jeffers seine Qualitäten beim Dobro-Gegenspiel zu Urban’s flotten, würzigen Gitarreneinlagen. "Blacktop" erweist sich dann als erste "richtige" Countrynummer, wieder mit wohl dosierten Dobro-Ergänzungen und orientalisch anmutendem Gitarrenflair. Keith genießt zum erstenmal das Bad in der Menge. Publikumsnah zeigt er sich auch, als er eine "kusswillige" junge Dame auf die Bühne bittet, nachdem er aber vorher höflicherweise nachfragte, ob dieser "Kuß" nicht doch eher für ihren Partner bestimmt sei. Zu dem Zeitpunkt war ein sich über fünf Lieder erstreckender Akustik-Set im Gange, wobei ein Duett mit der vokal glänzend aufgelegten Katrina Elam und die tollen Balladen "Grace Of God" und "You’ll Think Of Me" herausragen. Country der Extraklasse auch bei Dave Dundas’ aufgepeppter Oldie-Klamotte "Jeans On", brillantes Dobro-Solo wieder von Chad Jeffers! Elektrisch und recht rockig wird es dann wieder ab "She’s Gotta Be", wobei der bis dahin fulminante E-Gitarren-Rhythmusarbeit abliefernde Chris Rodriguez ein ausgedehntes Telecaster-Solo zum Besten geben darf. Das Urban in allen Rocksparten spielend leicht zurecht kommen würde, untermauert er bei "You Look Good In My Shirt". Eine Southern--lastige Rock-Performance der Güteklasse A, wobei Keith seine Riffs (Mischung aus Stones und Skynyrd) mit der Leichtigkeit des Seins vom Stapel lässt und sich vor lauter Freude mit dem zweiten Gitarristen auf dem Bühnenboden wälzt. Macht richtig Laune, zu sehen, wie Urban und die Band das Publikum immer weiter in Stimmung bringen, ja wirkt regelrecht ansteckend! Der Tom-Petty-Klassiker "Free Fallin’“ enthält u. a. ein tolles Organ-B3-Intro vom ansonsten eher dezent agierendenen Pianisten Steve King und einen ungemein unterhaltsamen Gesangs-Schlag-Abtausch mit dem in allen Belangen textsicheren Publikum, wobei ständige Einblendungen junger hübscher Damen einen Rückschluss auf eine hohe Frauenquote im Publikum zulassen. "Somebody Like You" fetzt dann wieder richtig los, tolle Banjo-Fills und Keith’s Rückkoppelungseffekte inbegriffen. Nach einem Urban-Solovortrag am Piano, der recht traditionell angehauchten Nummer "Who Wouldn’t Wanna Be Me" mit viel Mandoline und Banjo, geht mit "These Are The Days", diesmal dezent auf Bluegrass getrimmt, ein bärenstarker Gig zu Ende, der keinen Wunsch offen lässt. Großartige Leistung von Urban & Co.! Wer Karten für seine vier anstehenden bereits ausverkauften Konzerte in Deutschland besitzt, darf sich glücklich schätzen. Dieses Werk ist das beste Beispiel! Keith at his very best! Und nicht genug damit: Es gibt noch weitere Bonbons auf dieser DVD: Zunächst drei Songs vom Soundcheck, die nicht im Konzert gebracht werden. Keith zweimal solo, nur mit Akustik-Gitarre "You're not alone tonight" und "Don't shut me out) und einmal mit Band (""Homespin love" aus alten Zeiten mit seiner ehemaligen Band "The Ranch"), dann noch eine Bildergalerie und zu guter letzt gar noch einen brandneuen, bislang unveröffentlichten Song, diesen allerdings lediglich im Audio-Format. "Most People I Know (Think I’m Crazy)" ist ein recht rockiges, knackiges Stück mit Siebziger Flair, mit Beatlesquen Harmonies und nach The Who klingendem Pianospiel, sowie einem ausgiebigem, leicht psychedelisch anmutendem, fulminanten, kernigen E-Gitarren-Solo gegen Ende. Klasse! Wie die komplette DVD! "Livin’ Right Now" zeigt einmal mehr, warum Keith Urban aus dem Reigen der Großen in Nashville nicht mehr wegzudenken ist. Gratulation! Ein tolles, rund 100-minütiges Konzert! Enthält ein feines, 3-fach aufklappbares Booklet mit einigen schönen Fotos! Die DVD, im exzellenten Dolby 5.1 Surround-Sound, ist "code free" und somit auf jedem Player abspielbar. (Daniel Daus)

Art-Nr.: 3652
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: DVD || Preis: € 19,90

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Van Zant - get right with the man ~ dual disc [2005]
Dual Disc (Vorderseite: CD / Rückseite: DVD)! Großartiges "Bonbon" für die Southern Rock-/Countryrock-Freunde: Das neue, überaus erfolgreiche und starke Album der Van Zant-Brüder Donnie (38 Special) und Johnny (Lynyrd Skynyrd) ist in den U.S.A. nun auch als DualDisc erschienen. Die Vorderseite der Scheibe beinhaltet das "normale" Album, die Rückseite ist eine DVD... - aber was für eine! Zwar nur gut 30 Minuten lang, hat es diese DVD zweifellos in sich! Zunächst sehen wir einen höchst interessanten, etwa 17-minütigen Film rund um die Aufnahmen zu "Get right with the man". Darin enthalten sind jede Menge "Live-Schnipsel", Rehearsals-Aufnahmen, Ausschnitte aus spontanen Unplugged-Sessions, Studio-Eindrücke, sowie Statements von Johnny und Donnie über dieses Album und ihre Beziehung zum Country, ebenso wie Stellungnahmen von Kollegen wie Montgomery Gentry und Gretchen Wilson! Als nächstes gibt's das komplette, offizielle Video zu "Help somebody", und dann kommt der Höhepunkt: Eine knapp 10-minütige, völlig zwanglose, wirklich sprühende Live-Performance der beiden, aufgenommen im alt ehrwürdigen Gewölbe des B.B.King Blues Club's in Nashville, anläßlich einer nur für einen erlauchten Fankreis zugänglichen "Private Party" ihres Labels! Der Laden ist klein, aber brechend voll, die Atmodphäre sehr intim, und die Van Zants zeigen sich zusammen mit ihrer Band (u.a. Kenny Greenbarg - Gitarre, Michael Rhodes - Bass, Greg Morrow - Drums) in blendender Verfassung! Okay, es gibt nur zwei Songs - aber was für welche: je einen ihrer Hausbands 38 Special und Lynyrd Skynyrd! Als erstes erleben wir eine zündende, wirklich prächtig dargebotene, satt rockende Version von "Wild-eyed Southern boys" (tolles Gitarrensolo von Kenny Greenberg) und danach spielen sie das unvermeidliche "Sweet home Alabama", allerdings in einer einfach ansteckend guten Laune. Dabei holen sie einen Haufen interessanter Gäste mit auf die Bühne, u.a. die Warren Brothers, Montgomery Gentry, Bobby Pinson, usw.! Keine Frage, auch diese Nashville-Musiker haben den Southern Rock drauf! Augenscheinlich ist, welchen großen Spaß alle Beteiligten an dieser Show hatten. Vor und auf der Bühne herrscht eine prächtige Stimmung! Toll, das zu hören und zu sehen! Die DVD ist "code free" und somit auf jedem DVD-Spieler abspielbar!

Art-Nr.: 3644
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

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Wilson, Gretchen - all jacked up [2005]
Wie ein Tornado stürmte "Redneck woman" Gretchen Wilson vor rund 1 1/2 Jahren in den Country-Circuit und landeten mit ihrem Debut "Here for the party" einen wahrhaft gigantischen Erfolg! Den hatte sie auch wirklich verdient, denn sie brachte mit ihrer unbekümmerten, ehrlichen, "roughen" Art wieder ordentlich Leben in die Country-Bude! Kein Wunder also, daß die Fans schon sehnlichst auf den Nachfolger warteten - und hier ist er nun mit "All jacked up"! Kleines Fazit gleich zu Beginn: Alles was "Here for the party" versprach, bestätigt sich auf "All jacked up" mehr als eindrucksvoll, ja Gretchen legt sogar nochmal eine Schippe drauf! Ein bärenstarkes Album! Die in Pocahontas/Illinois geborene, mitllerweile 32-jährige Wilson ist einfach der neue "Prototyp" und die Vorreiterin der "toughen" Frauen-Bewegung in der aktuellen U.S. Country-Szene! Was bringt dieses "Rebel girl" (so der Titel des neunten Songs dieses Albums, eine fantastische, trockene, knackge Midtempo-Country(rock)-Nummer mit tollen, erdigen Gitarren, wunderbarer Steel und einer erstklassigen Melodie, umgeben von einem herrlichen, rauen Outlaw-Flair) für einen frischen Wind nach Nashville! Sie weiß, wovon sie singt, denn sie spricht die Sprache der einfachen Leute. Aufgewachsen in bescheidenen Verhältnissen bei ihrer Mutter (diese war 16, als Gretchen zur Welt kam, ihr Vater hat beide zwei Jahre später ohne Hab und Gut sitzen gelassen), schlugen sich die beiden lange Zeit in den zahllosen "Trailer-Parks" entlang der Kornfelder und großen Farmen rund um St.Louis durch. Bereits mit 14 stand sie auf eigenen Füßen und managte eine Bar! Ihr ganzes, hartes, ländliches Leben überträgt sie voller Authentizität in ihre Musik. Sie hat den "Country" im Blut und trägt das Honky Tonk-Herz auf dem richtigen Fleck! "All jacked up" besticht mit 11 (+ einem hidden Track) neuen, von vorn bis hinten exzellenten, puren Countrysongs zwischen feurigen, von wirbelnden Gitarren und Fiddles durchzogenen Uptempo-Krachern, knackigen, lupenreinen Honky Tonkern und wunderbaren "cheatin' ballads"! Auch ein dezentes Southern- und Outlaw-Flair ist immer wieder spürbar. Alles ist tief traditionell verwurzelt und steckt doch so voller aktuellem Pfiff und Pep! Gretchen Wilson ist absolut "hip" - und das meinen wir voller Hochachtung! Gretchen's Stimme kommt herrlich rüber, in etwa wie eine leicht angeraute, staubige Mischung aus Patty Loveless und Allison Moorer. Sieben Lieder hat sie mitkomponiert, darunter einige wieder mit Big & Rich's John Rich (ex-Lonestar), der auch, zusammen mit Mark Wright und Gretchen selbst, für die tolle, punktgenaue, trockene Produktion verantwortlich zeichnet. Los geht's mit dem Titelstück "All jacked up", praktisch dem perfekten Sequel zu "Redneck woman"! Ein toller, ordentlich abgehender, von rockigen E-Gitarren und wirbelnden Fiddles angetriebener Honky Tonk-/ Roadhouse-/ Boogie-Country Party-Feger, der wohl sämtliche Cowgirls und Cowboys jenseits und diesseits des Atlantiks in Hochstimmung versetzen dürfte. Man wird einfach mitgerissen! Macht morz Laune! Es folgt das traditionell fundierte, herrlich dynamische und ebenso melodische Uptempo-Stück "California girls", durchzogen von schön nach vorne gehenden Gitarren und einer wunderbaren Steelguitar. Textlich rechnet sie wieder einmal gnadenlos mit dem Glamour-Image ab und huldigt das "einfache", raue, kantige Leben der Menschen, die sich einfach so geben, wie sie wirklich sind. Und man kauft es ihr einfach ab! So folgt eine super Nummer der nächsten! Ob der ultra-traditionelle, aber angeraute, durchaus knackige 3/4-Takter "Full time job" mit seiner schönen Fiddle, der tollen Steel und den klasse E-Gitarren, der flotte, herrlich zum Tanzen geeignete, pure Gitarren Honky Tonker "Skoal ring", die von heulender Steel geprägte, wunderbar melodische Ballade "He ain't even cold yet", der "Barroom-sweeping" Honky Tonker "One Bud wiser" in allerbester George Jones-Manier, oder der kernige, honky-tonkin' Country-Waltz "Politically uncorrect" mit seiner tollen Baritone-Gitarre, den feinen Mandolinen-Fills und dem großen Merle Haggard als Duett-Partner - all diese Stücke zeigen welch immenses Potential in dieser großartigen Interpretin steckt. Ein absolutes Highlight folgt dann noch mit dem eingangs schon erwähnten "hidden track": Gretchen Wilson spielt mit ihren Musikern eine traumhafte, rein akustische Version von Billie Holiday's "Good morning heartache" - bluesig, jazzig, atmosphärisch dicht, hinreißend! Allein dieser Titel zeigt, welch eindrucksvolle, gesangliche Fähigkeiten und welch eine Ausstrahlung in diesem "rough girl" stecken! Gretchen Wilson gibt der Countrymusic ihre Glaubwürdigkeit und ihre Ehrlichkeit zurück! Das ist reine, pure, traditionelle, peppige Countrymusic, so wie sie sein muß! "All jacked up" ist noch ein Tick stärker als ihr Debut! Ganz große Klasse! Weiter so Gretchen, davon können wir nie genug bekommen...

Art-Nr.: 3600
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Wilson, Gretchen - all jacked up ~ dual disc [2005]
DualDisc! Die DualDisc-"Luxus"-Ausgabe (Vorderseite: CD / Rückseite: DVD) von Gretchen Wilson's neuem Album! Die DVD-Seite enthält einen 18 1/2-minütigen Film über das "Making of" zu "All jacked up, bei dem viele interessante Leute, wie John Rich, Mark Wright und Gretchen selbst zu Wort kommen, das offizielle Video zu "All jacked up" (ein klasse Video, genau so "rough, wie der Song selbst) und eine Photo-Gallerie! Die DVD ist "code free" und somit auf jedem DVD-Spieler abspielbar! Wie ein Tornado stürmte "Redneck woman" Gretchen Wilson vor rund 1 1/2 Jahren in den Country-Circuit und landeten mit ihrem Debut "Here for the party" einen wahrhaft gigantischen Erfolg! Den hatte sie auch wirklich verdient, denn sie brachte mit ihrer unbekümmerten, ehrlichen, "roughen" Art wieder ordentlich Leben in die Country-Bude! Kein Wunder also, daß die Fans schon sehnlichst auf den Nachfolger warteten - und hier ist er nun mit "All jacked up"! Kleines Fazit gleich zu Beginn: Alles was "Here for the party" versprach, bestätigt sich auf "All jacked up" mehr als eindrucksvoll, ja Gretchen legt sogar nochmal eine Schippe drauf! Ein bärenstarkes Album! Die in Pocahontas/Illinois geborene, mitllerweile 32-jährige Wilson ist einfach der neue "Prototyp" und die Vorreiterin der "toughen" Frauen-Bewegung in der aktuellen U.S. Country-Szene! Was bringt dieses "Rebel girl" (so der Titel des neunten Songs dieses Albums, eine fantastische, trockene, knackge Midtempo-Country(rock)-Nummer mit tollen, erdigen Gitarren, wunderbarer Steel und einer erstklassigen Melodie, umgeben von einem herrlichen, rauen Outlaw-Flair) für einen frischen Wind nach Nashville! Sie weiß, wovon sie singt, denn sie spricht die Sprache der einfachen Leute. Aufgewachsen in bescheidenen Verhältnissen bei ihrer Mutter (diese war 16, als Gretchen zur Welt kam, ihr Vater hat beide zwei Jahre später ohne Hab und Gut sitzen gelassen), schlugen sich die beiden lange Zeit in den zahllosen "Trailer-Parks" entlang der Kornfelder und großen Farmen rund um St.Louis durch. Bereits mit 14 stand sie auf eigenen Füßen und managte eine Bar! Ihr ganzes, hartes, ländliches Leben überträgt sie voller Authentizität in ihre Musik. Sie hat den "Country" im Blut und trägt das Honky Tonk-Herz auf dem richtigen Fleck! "All jacked up" besticht mit 11 (+ einem hidden Track) neuen, von vorn bis hinten exzellenten, puren Countrysongs zwischen feurigen, von wirbelnden Gitarren und Fiddles durchzogenen Uptempo-Krachern, knackigen, lupenreinen Honky Tonkern und wunderbaren "cheatin' ballads"! Auch ein dezentes Southern- und Outlaw-Flair ist immer wieder spürbar. Alles ist tief traditionell verwurzelt und steckt doch so voller aktuellem Pfiff und Pep! Gretchen Wilson ist absolut "hip" - und das meinen wir voller Hochachtung! Gretchen's Stimme kommt herrlich rüber, in etwa wie eine leicht angeraute, staubige Mischung aus Patty Loveless und Allison Moorer. Sieben Lieder hat sie mitkomponiert, darunter einige wieder mit Big & Rich's John Rich (ex-Lonestar), der auch, zusammen mit Mark Wright und Gretchen selbst, für die tolle, punktgenaue, trockene Produktion verantwortlich zeichnet. Los geht's mit dem Titelstück "All jacked up", praktisch dem perfekten Sequel zu "Redneck woman"! Ein toller, ordentlich abgehender, von rockigen E-Gitarren und wirbelnden Fiddles angetriebener Honky Tonk-/ Roadhouse-/ Boogie-Country Party-Feger, der wohl sämtliche Cowgirls und Cowboys jenseits und diesseits des Atlantiks in Hochstimmung versetzen dürfte. Man wird einfach mitgerissen! Macht morz Laune! Es folgt das traditionell fundierte, herrlich dynamische und ebenso melodische Uptempo-Stück "California girls", durchzogen von schön nach vorne gehenden Gitarren und einer wunderbaren Steelguitar. Textlich rechnet sie wieder einmal gnadenlos mit dem Glamour-Image ab und huldigt das "einfache", raue, kantige Leben der Menschen, die sich einfach so geben, wie sie wirklich sind. Und man kauft es ihr einfach ab! So folgt eine super Nummer der nächsten! Ob der ultra-traditionelle, aber angeraute, durchaus knackige 3/4-Takter "Full time job" mit seiner schönen Fiddle, der tollen Steel und den klasse E-Gitarren, der flotte, herrlich zum Tanzen geeignete, pure Gitarren Honky Tonker "Skoal ring", die von heulender Steel geprägte, wunderbar melodische Ballade "He ain't even cold yet", der "Barroom-sweeping" Honky Tonker "One Bud wiser" in allerbester George Jones-Manier, oder der kernige, honky-tonkin' Country-Waltz "Politically uncorrect" mit seiner tollen Baritone-Gitarre, den feinen Mandolinen-Fills und dem großen Merle Haggard als Duett-Partner - all diese Stücke zeigen welch immenses Potential in dieser großartigen Interpretin steckt. Ein absolutes Highlight folgt dann noch mit dem eingangs schon erwähnten "hidden track": Gretchen Wilson spielt mit ihren Musikern eine traumhafte, rein akustische Version von Billie Holiday's "Good morning heartache" - bluesig, jazzig, atmosphärisch dicht, hinreißend! Allein dieser Titel zeigt, welch eindrucksvolle, gesangliche Fähigkeiten und welch eine Ausstrahlung in diesem "rough girl" stecken! Gretchen Wilson gibt der Countrymusic ihre Glaubwürdigkeit und ihre Ehrlichkeit zurück! Das ist reine, pure, traditionelle, peppige Countrymusic, so wie sie sein muß! "All jacked up" ist noch ein Tick stärker als ihr Debut! Ganz große Klasse! Weiter so Gretchen, davon können wir nie genug bekommen...

Art-Nr.: 3601
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 19,90

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