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Adkins, Trace - songs about me [2005]
Die spannende Frage bei Trace Adkins’ neuem Album ist eigentlich, ob die großartige Leistung, die er Ende 2003 mit "Comin’ On Strong" nach überwundenen
Alkoholproblemen hingelegt hatte, halten oder gar noch toppen kann... - die schlichte Antwort lautet: Er kann! So gehört es sich eben auch für einen der mittlerweile großen, charismatischen Stars der Nashville-Szene! Sein sechstes Studiowerk (die "Greastest Hits" außen vor gelassen) "Songs About Me" orientiert sich sehr stark am erfolgreichen Konzept des Vorgängers. Ja, die Scheibe wirkt gar wie ein etwas später das Licht der Country-/New Country-Welt erblickender Zwillingsbruder,
nur mit ein paar geringfügig verbesserten charakterlichen Eigenschaften. Warum auch nicht? Das Endergebnis stimmt, und einzig und allein darauf kommt es an! Von "Klonerei" zu sprechen, wäre daher völlig fehl am Platze! Trace Adkins war nie besser! Los geht’s mit einem ähnlich Southern-trächtigen Stück wie "Hot Mama" beim letzten Mal. Der Titelsong "Songs About Me" wurde, wen verwundert es, mit drei E-Gitarren eingespielt, und prescht mit jeder Menge rockiger Power voran. Könnte von der Klasse her in die Fußstapfen von Trace’s wohl größtem Nr.1 Hit "(This Ain’t) No Thinkin’ Thing" treten. Herrlicher Auftakt! Der von wunderbarem Mandolinen-, Dobro-, Fiddle- und Harmonikaspiel begeleiteten, zu Adkins’ angenehm rauer Stimme ideal passenden, relaxten Ballade "Arlington" folgt direkt mit "Find Me A Preacher"ein erneuter, herzerfrischender Southern-angehauchter Countryrocker, wobei hier eine tolle Banjobegleitung und ein klasse E-Gitarren-Solo hervorstechen. Anschließend kommen wir dann zu einer der Abweichungen: Diesmal wurde neben Trace’s Haus-Produzenten Scott Hendricks auch Dann Huff für drei Songs am Mischpult (und an der Gitarre) eingebunden. Seinen typischen Stil bemerkt man direkt bei "My Way Back", ein bombastische, sehr knackige Ballade, ja schon fast schon erdrückend, aber im positiven Sinne, so kraftvoll kommt sie aus den Boxen. Integriert ist dabei, ein fast schon "Melodic-Rock"-kompatibles Huff'sches-E-Gitarren-Solo, wie zu seinen früheren Giant-Zeiten (für die Rockfreunde, die sich daran noch erinnern mögen...). Mr. Adkins zeigt gerade hier auch seine vokale Klasse. Stark! "Bring It On" (ein gern genommer Titel in Southern-Kreisen) hat wieder dieses trocken-typische Outlaw-Flair. Knackige, kratzige Akustik- und Slidegitarren, heulende Fiddels, wie einst zu Charlie Daniels’ Glanzeit. Gleiches gilt auch für "Baby I’m Home", mit leichter unterschwelliger Aggressivität, die sich dann im Refrain entlädt. Erinnert vom Feeling fast ein wenig an Lynyrd Skynyrd's "Voodoo Lake". Nach weiteren, wunderbar abwechslungsreich eingespielten Balladen und Liedern im Midtempobereich, die dank der Klasse-Musiker (hier gibt sich wirklich die komplette Elite des Genres die Klinke in die Hand: Mason, Franklin, Buchanan, Corenflos, Huff, Morrow, Mote, Nathan, Yudkin, Brignardello, Sanders, Sutton und und und...) mit all ihrem filigranen technischen Können zu einem Hochgenuss-Cocktail avencieren, hören wir dann noch mal einen richtigen Abschluss-Kracher: Hat man erst einmal den Zungenbrechertitel „Honky Tonk Badonkadonk“ verinnerlicht, schwebt vor dem geistigen Auge des Betrachters schon unweigerlich ein dazu exakt passender
Videoclip: Trace singend in einem brodelnden Country-Hexenkessel, umgarnt von hüftschwingenden, nur mit dem Notwendigsten bekleideten, nett anzuschauenden "heißen" Damen, während die schwitzende Menge, den Refrain mitgrölend, die abkühlenden Bierflaschen zum Gruße emporschwingt. Ein richtig cooler Party-Song!
Die Cover-Gestaltung (mit allen Texten und vielen Bildern von Trace) ist ebenfalls sehr gelungen. Der 43-jährige zementiert eindrucksvoll und mit bestechender Gesangsleistung sein Abonnement auf eine Mitgliedschaft in der ersten Garde der großen New Country-Performer dieser Zeit. Und wie heißt es so schön, den Kern treffend, im Titelsong: "I sing for a living Country music, mixed with a little rock and a little blues". Ohne Wenn und Aber unterschrieben, Mr. Adkins! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 3096
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

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Anderson, Keith - three chord country and american rock & roll [2005]
Tolles Debut eines der größten, neuen Talente in Nashville! Der in Oklahoma aufgewachsene Keith Anderson, seit über 10 Jahren in den Clubs rund um Nashville aktiv, steht für die neue, einen gewissen rauen, wilden und rebellischen Charme verbreitende, junge Country-Generation, die in Music City zur Zeit ordentlich für Furore sorgt. Der Albumtitel "Three chords country and Americna Rock & Roll" könnte seine Musik kaum besser beschreiben. Anderson gelingt es in beeindruckender Manier Elemente traditioneller Countrymusic mit denen der jungen, modernen, aber auch klassischen amerikanischen Rockbewegung zu paaren, was schließlich in einer Art "modern rockin' New Country" mündet. Musikalisch bedeutet das "big drums", knackige, gut nach vorne gehende Rhythmen und jede Menge "loud guitars"! "This Country music rocks and boogie" - auch dieses Statement trifft es eindeutig! Doch trotz der rockigen Note bilden eindeutig die Countryelemente die musikalische Basis. Es ist und bleibt Country! Wir hören Banjos, Steelguitars, Mandolinen, Dobro, Klavier... - alles, was das Countryherz begehrt, doch dominiert wird der Sound von den massiven E-Gitarren und den kraftvollen Rhythmen. Toll, wenn sich, wie beispielsweise bei dem großartigen Titelstück, zwirbelnde Rock-Gitarren mit schreienden Country-Fiddles duellieren, und dann im Text noch gesungen wird "Crankin' everything from Brooks & Dunn to Aerosmith, out here in the country that's the way we get our kicks"! Sagt doch mehr als eindeutig, wo's lang geht! Auch als Songwriter hat sich Keith Anderson in Nashville längst fest etabliert. Im Jahre 2002 gewann er den renommiertene "10th annual Jim Beam Country Band Search"-Contest, im selben Jahr nahmen George Jones und Garth Brooks das von ihm mit-komponierte Duett "Beer run" auf, welches sogar eine Grammy-Nominierung nach sich zog und im letzten Jahr wählte Gretchen Wilson für ihr mega-erfolgreiches Debutalbum "Here for the party" mit "The bed" ebenfalls eine Keith Anderson co-written Nummer aus. So verwundert es kaum, daß er auch sämtliche Stücke seines eigenen Albums (mit)geschrieben hat, und zwar zusammen mit solch angesagten, in Nashville für das rockige "young Country" zuständigen Songwritern wie Tom Hambridge, Big & Rich's John Rich oder Jeffrey Steele, der das Album zudem produzierte. Sehr stark beispielsweise das riffige, mit klasse im Hintergrund agierendem Banjo angereicherte, ungemein knackige, satte New Country-Stück "Podunk" mit seiner tollen Melodie und der schönen Kombination aus dezenter Steel und fetten Lead Gitarren. Geht prima ins Ohr, rockt und wird gleichzeitig der (Line)Dance-Fraktion gefallen! Oder der lustige Party-Heuler und Stimmungsmacher "Wrap around", der wohl sämtliche Roadhouses und Truckstops der Nation ordentlich in Schwung bringen sollte. Ein/zwei verdiente Feierabend-Biere intus und diese Mucke... - wer dann nicht mitgrölt, ist definitiv eine Spaßbremse! Toll auch die, wiederum sehr knackige, von fetten E-Gitarren und treibendem Schlagzeug gut in Fahrt gebrachte, rockin' New Country-Nummer "XXL", die ein gewisses Honky Tonk-/ Southern-/ Boogie-Flair nicht leugnen kann, ebenso wie die rockige, wieder schön satt instrumentierte Midtempo New Country-Nummer "Pickin' wildflowers". Banjo und Mundorgel bilden hier eine willkommene Ergänzung zu den massiven E-Gitarren und der jederzeit spürbaren "Young and Wld"-Atmosphäre. Weitere Knüller: Das etwas lockerere, mit frischer Mandoline und schöner Steel angereicherte, sehr melodische "Every time I hear your name", der wieder richtig Stimmung machende "Beer-drinkin"" New Country-Rocker "Stick it" mit seiner klasse Melodie, der schwungvolle, wie Öl runtergehende, voller herrlicher Slide-Gitarren steckende, an der Schnittstelle Brooks & Dunn / Montgomery Gentry angesiedelte, leicht southern-getränkte Countryrocker "Plan B", usw., usw.! Moderne, den Nerv der Zeit treffende, erstklassige, etwas raue, die junge, rockende Country-Generation repräsentirende, kräftige Country-Sounds, etwa in der Schnittmenge Big & Rich, Keith Urban und Montgomery Gentry liegend. Hat Biß, Drive und Tradition! Stark!

Art-Nr.: 3268
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 12,90

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Bishop, Bonnie - soft to the touch [2005]
Kurz vor Ablauf eines an Highlights wirklich nicht armen Musikjahres 2005, darf die große Roots-/Americana-/Countryrock-/Alternate Country-/Roots-Blues-/Texas Singer-Sngwriter-Gemeinde mit Bonnie Bishop's neuem Meisterwerk "Soft To The Touch" noch einmal in begeisterndem Jubel ausbrechen! Schon bei ihrem Debüt "Long Way Home" wurde die aus Houston/Texas stammende Bonnie von den Kritikern mit Lob überschüttet. Statements wie "eine junge Lucinda Williams" oder ein "weiblicher Chris Knight" machten schnell die Runde. Die Single des Albums "Sweet On The Down Low" schaffte es sogar, über 6 Monate in den Texas Music Charts zu verweilen. Das bescherte ihr Auftritte in allen angesagten texanischen Musiktempeln, wie z. B. dem ‚Billy Bob’s’, mit Größen wie beispielsweise Randy Rogers, Radney Foster, Jack Ingram oder Ray Wylie Hubbard. Mit ihrem neuen, geradezu packenden Werk "Soft To The Touch“ nun dürfte Bonnie noch einen erheblichen Schritt weiter nach vorn machen. Die Szene hat ein neues, höchst talentiertes Gesicht in ihren Reihen! Beheimatet bei der Smith Music Group (u. a. auch das bisherige Label der Randy Rogers Band, von Stoney LaRue, der Mike McClure Band und vielen anderen aus der Red Dirt-Clique) gelingt ihr ein Album, welches dank ihrer unglaublich starken, kraft- und gefühlvollen Gesangsleistung (viele Stücke sind im übrigen live "eingesungen"), ihrem offenbar im Blut liegenden Gespür für großartiges Songwriting (es gibt mit ihrer grandiosen, gewaltig rockenden u. bluesigen Fassung von Gillian Welch's "Stillhouse" lediglich eine Fremdkomposiotion), ihrer exzellenten Begleitband (mit Einbindung einiger hochkarätiger texanischer Gäste aus der einschlägigen Texas-Szene, wie u. a. Walt Wilkins - Acoustic Guitar und Harmonies, Harry Stinson - Drums, der legendäre Danny Flowers - E-Gitarre und Slide, und vor allem ex-Joe Ely-, Mellencamp-, Storyville-, Dixie Chicks-Gitarrenzauberer David Grissom) ohne Übertreibung als eine der absoluten musikalischen Genre-"Perlen" des Jahres 2005 gewertet werden muß! Der zwölf Songs, mit einer Spielzeit von über 50 Minuten, umfassende Longplayer strotzt geradezu vor wunderbarer Melodik, ist einerseits glasklar und sauber produziert, bewahrt andererseits aber alle authentischen Ecken und Kanten, wirkt erdig und "rough", völlig unbeschwert und lässt einen die raue, staubige, texanische Luft förmlich "durch die Ohren" einatmen. Ursache hierfür dürfte sein, dass der Fokus neben der überaus rootsigen Basis zusätzlich auf einem gewissen Blues-Feeling liegt. Dazu lommt einer gesunde Portion Red-Dirt-Atmosphäre, viel Americana-Flair und ein stetiger, dezenter, unterschwelliger Country-Touch!
Egal, ob satt rockend oder etwas zurückhaltender, die Stücke wirken trotz aller Kraft und teilweise ordentlicher Power insgesamt recht relaxt. Bonnie’s Stimme passt sich erstaunlich variabel der Stimmung der jeweiligen Songs an, mal aggressiv, mal kratzig, mal voller Melancholie, mal zart und zerbrechlich. Neben den bereits anfangs erwähnten Vergleichen kommen einem auch die unterschiedlichsten Referenzgrößen in den Sinn, wie z.B. Allison Moorer, in Ansätzen gar eine junge Janis Joplin, Bonnie Raitt und vor allen Dinegn auch Tift Merritt! Das macht sie so vielseitig und gleichzeitig so eigenständig! Durchweg sämtliche Nummern begeistern!
Viermal bereichert der bereits genannte David Grissom als Gitarrist Bonnie's großartige Musik: Auf "Trains" (ein herrlich flockiger, lässiger, überaus melodischer Countryrocker), dem traumhaften, rootsig, bluesigen. Slide-getränkten "Soft To The Touch", der starken Roots-/Americana-Rock-Pop-Nummer "Give It To Me" und bei dem krachenden Rootsrocker "Something The Doctor Didn’t Ordered" (letzteres von ihm übrigens auch mitgeschrieben und produziert). Herrlich hier das satte Drums-Intro und das fette, satt rockende E-Gitarren-Führungsriff. Mit dieser Mischung aus bluesigem Touch und rockiger Melodie lebt hier für kurze Zeit fast das legendäre Storyville-Feeling wieder auf. Ansonsten jagt vom klasse Opener "Love Never Knows" (schöner, polternder Fußtrommelrhythmus, tolle Tempovariationen, poppiger, aber sehr angenehmer Refrain), über die voller Herzblut steckenden, in emotionaler Singer/Songwriter-Tradition gebrachten "Brent Rollins" (erinnert an eine lebhafte Lori McKenna), das lockere "The house that Jack built" und "Red Moon" (großartige Akkordeonbegleitung), bis zu dem starken, schwül groovenden Swamp-Blues-Rocker "He took me to the river" (herrlich rauchige Stimme von Bonnie, prächtiges Slide-Spiel) ein Höhepunkt den nächsten! Zum Abschluss hören wir dann mit dem 7.45 Minuten langen "Fallen Angel" nochmal eine absolute "Killer"-Ballade: Sehr entspannte Atmosphäre, Bonnie haucht ihren Text ganz zart und sehr gefühlvoll, glänzender Instrumentalabschluss durch toll harmonierendes Zusammenspiel von Akustik- und E-Gitarren! Nach dem Ausklingen der letzten Akkorde weiß man, dass mit Bonnie Bishop ein weiteres texanisches Ausnahmetalent auf dem Weg steil nach oben ist! Ihr neues Album " Soft ToThe Touch“ berührt nicht nur, es fesselt geradezu! Wir als Bärchen-Redaktion konstatieren: Ein echter "Touchdown", Bonnie! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 3883
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Trains
The house that Jack built
Soft to the touch
Stillhouse
Fallen angel

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Cash, Rosanne - black cadillac [2006]
In bewegender Art und Weise öffnet uns Rosanne Cash ihr Herz und gewährt uns mittels ihres neuen, geradzu meisterhaften Albums "Black Cadillac" einen tiefen Einblick in das Innerste ihrer Seele. 3 Jahre sind seit ihrem letzten Werk "Rules of travel" vergangen, in denen sie einen schweren, familiären Schicksalsschlag nach dem nächsten zu verkraften hatte. Sie verlor zunächst ihre Stiefmutter June Carter Cash, dann ihren Vater, den großen Johnny Cash, und im Mai vergangenen Jahres verstarb auch noch ihre leibliche Mutter Vivian Liberto Cash Distin! In zwölf grandiosen, inhaltlich ergreifenden Songs über Zorn, Trotz, Kummer, Dankbarkeit, Vergebung, Anerkennung, Trauer, Liebe, Verlust des Glaubens und Wiedergewinnung des Glaubens gelingt ihr eine famose Aufarbeitung der Vergangenheit, voller Sensibilität und Power zugleich! Ihr Songwriting war nie besser! Trotz der nachdenklichen und introvertierten Thematik stahlen die zwischen Roots-Pop/-Rock/Americana und (Alternate)Country hin und her balancierenden Songs eine ungeheure Frische, ja Aufbruchsstimmung aus. Wundervolle Melodien, eine filigrane, sehr transparente, vielseitige Instrumentierung, ein toller, wunderbar differenzierter Sound (zur einen Hälfte produziert von ihrem Gatten John Leventhal, zur anderen von Bill Bottrell) und exzellente Arrangements, mal herrlich knackig und kraftvoll, dann wieder ungeheuer sensibel und fragil, bestimmen die Szenerie! Der Geist iher Eltern, vor allem der ihres Vaters, schwebt über all diesen Liedern. Die innigste Huldigung jedoch erfährt Johnny gleich mit dem ersten Song, dem Titelstück "Black Cadillac", im übrigen eingeleitet mit einer nostalgischen Original-Aufnahme aus den Privatarchiven der Cashs, in der "Daddy" Johnny seine Tochter auffordert: "Rosanne, come on"! Ein schwarzer Cadillac war es, der am 12. September 2003 den Leichnam Johnny Cash's abtransportierte. Es ist schon ergreifend, wenn sie dies musikalisch aufarbeitet und singt "It was a black Cadillac that drove you away, now everybody's talking but they don't have much to say", oder "now one of us gets to go to heaven, one has to stay here in hell"! Das durchaus kraftvolle Stück besticht mit einer traumhaften Melodie, ist geprägt von tiefen Basslinien, herrlichen Gitarren, schönen Keyboard-Harmonien und knackigen Drums. Und wenn während des finalen Instrumentalteils im Hintergrund auch noch mittels einer wie eine Fanfare klingenden Trompete die Melodienbögen von "Ring of fire" erklingen, bekommt man einfach nur noch Gänsehaut! Allein diese geniale Nummer rechtfertigt schon den Erwerb dieser CD! Doch Rosanne Cash zeigt während des gesamten Albums ihre herausragende Klasse! Es gibt absolut keine schwachen Momente! Fast ein wenig psychedelisch anmutenden, flotten, einen guten Drive ausstrahlenden Roots-/Countryrock präsentiert sie uns beispielsweise mit dem fantastischen "Radio operator", das fast ein wenig an ihre besten Tage der Rodney Crowell-Ära zu erinnern scheint, aber wiederum auch das ewig junge Flair ihres Vaters nicht leugnen kann. Tolles E-Gitarren-Spiel von John Leventhal in Verbindung mit feinen Mandolinen-Ergänzungen! Filigrane Piano-Untermalung, eine wohlige Orgel, dezentes Schlagzeug und zurückhaltene Gitarren-Akkorde zieren die wunderschöne, sich in vollendeter Harmonie in den Gehörgängen einnistende, melancholische Ballade "I was watching you", ehe es wieder etwas knackiger zugeht. Groovende, fast ein wenig swampige Rhythmen prägen das herrliche, einmal mehr sehr melodische, rootsige Alternate Country-Stück "Burn down this town", dessen facettenreiches, sowohl sehr eingängiges, als auch ungemein spannendes Arrangement (tolle Gitarrenarbeit) auf den Zuhörer unmittelbar eine gewaltige Anziegungskraft auslöst, der man hoffnungslos ausgeliefert ist. Faszinierend! Acoustic Gitarren, Banjo, Mandoline, dezentes Piano und schöne Orgel-Passagen bilden den Rahmen der anschließenden, entspannten, wundervollen Americana-/Country-Nummer "God is in the roses", die dann wieder etwas zurückhaltender instrumentiert ist. So geht das bis zum Ende weiter, mit einer schönen, von Sensibilität, Kraft, Fragilität, Trauer und Aufbruchsstimmung zugleich geprägten Nummer nach der nächsten, gezeichnet von exquisiter Songwriter-Qualität, umgesetzt in musikalisch höchst niveauvollen, vielseitigen, hinreißenden Arrangements an der Schnittstelle zwischen Roots, Pop, Rock, Americana und Country! Rosanne Cash auf dem Zenit ihrer bisherigen Schaffenskunst! Ein Meisterwerk!

Art-Nr.: 3887
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

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Evans, Sara - born to fly [2000]
Die junge Dame aus Missouri liefert mit ihrem dritten Album, nach den beiden schon großartigen Vorgängern, eine weitere Kollektion von 12 modernen, hervorragend gelungenen, Countrysongs ab. Ihr gelingt es, wie kaum einer anderen, die Brücke zwischen traditionellen Klängen und modernen Tönen zu schlagen, ohne daß das Ergebnis zu poppig wird. Knackige Uptempo-Nummern und wunderschöne Balladen interpretiert sie gleichermaßen gut mit ihrer warmen, beruhigenden Stimme. Einer der zahlreichen Höhepunkte ist eine fantastische, über 6-minütige, Coverversion von Bruce Hornsby's Megahit "Every little kiss", bei der Hornsby selbst am Klavier sitzt. Modern Countrymusic at it's best. Super!

Art-Nr.: 1485
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 8,90

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Evans, Sara - no place that far [1998]


Art-Nr.: 4447
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 6,90

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Evans, Sara - restless [2003]
Spätestens seit ihrer 2000er Platin-Veröffentlichung "Born to fly" zählt Sara Evans zu den vielversprechendsten Interpretinnen der modernen Nashville Mainstream Country-Szene. Daran wird sich auch mit ihrem neuen Werk "Restless" nichts ändern. Okay, insgesamt ist sie vielleicht noch ein wenig poppiger geworden, versucht sie den Ansprüchen des Mainstream Country-Radios noch gerechter zu werden, doch ihr stark ausgeprägter traditioneller Background ist stets präsent. Die Countryelemente bleiben nicht auf der Strecke. Wenn sich bei zwei/drei Stücken mal der Eindruck einer gewissen Über-Produktion aufdrängt, und man denkt, das bombastische Streichorchester (z.B. bei "Niagara") hätten die Akteure auch weglassen können, kriegt Sara spätestens beim nächsten Track wieder elegant die Kurve. Das ist auch gut so, denn die junge Dame aus Missouri hat eine so einzigartige, klare Stimme, mit deren Timbre sie ihre Bluegrass-Roots nie leugnen kann. Die ist einfach prädestiniert zum Singen von Countrysongs. Die Stücke, eine gesunde Mischung aus Uptempo-, Midtempo-Tracks und Balladen, sind allesamt sehr knackig in Szene gesetzt. Immer wieder werden in den vollen Sound Mandolinen und Fiddles integriert. Wie auch bei der ersten Single, dem jetzt schon sehr erfolgreichen, balladesken "Backseat of a greyhound bus", ein mit einer feinen Melodie durchzogenes, recht relaxtes Stück mit ganz dezentem Bluegrass-Feeling, das dennoch schön knackig interpretiert wird. Prächtig auch die ungemein fetzige, knallige Uptempo-Nummer "Rockin' horse", ein regelrechter New Country-"Kracher", bei dem sich wiederum Mandolinen und fette E-Gitarren prima ergänzen, oder das schwungvolle "To be happy". Die beste Nummer des gesamten Albums kommt kurioserweise jedoch erst am Schluß. Dieser Track 13 ist ein Knüller. So muß abgehender, flotter, purer New Country ohne Schnörkel klingen! Herrlich, wie alles zusammenpasst: diese wunderbare Meldie, die tolle Steelguitar, die großartige, beherzte Baritone E-Gitarre. das lässige Spiel der Musiker, die schöne Fiddle, der lockere Schwung, diese Frische - "good-feelin'" Country, der den Cowboys Beine macht! So müßten alle Stücke klingen...! Dennoch, sie hat einen ordentlichen Job gemacht. "Restless" wird mit Sicherheit wieder ein Hit-Album werden. Knackiger, moderner Country auf der Höhe der Zeit!

Art-Nr.: 1966
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

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Jackson, Alan - precious memories [2006]
Alan Jackson überrascht uns diesmal mit einem Gospel-Album! Ursprünglich hatte Jackson die Lieder dieses Albums wohl gar nicht für eine Veröffentlichung vorgesehen, denn die Aufnahmen waren lediglich als ein Geschenk an seine Mutter und Schwiegermutter gedacht. Doch als RCA-Chef Joe Galante die Songs in die Hände fielen, war dieser dermaßen begeistert, daß er solange auf Jackson einredete, bis der endlich einer "breiten" Veröffentlichung zustimmte. Gut so! Was wir erleben, "is an album with roots as deep as the southern town where Alan Jackson grew up, where life lessons were learned, and where a "hymn" was more than a song: it was a way of life"- wie es in einer amerikanischen Pressemitteilung heißt! Seht traditionell, christlich religiös, covert Jackson 15 Gospel-Standards, die er voller Gefühl, Emotion und Besinnlichkeit interpretiert. Unter anderem bringt er "The old rugged cross", "Blessed assurance", "When we all get to heaven", "How great thou art", "Are you washed in the blood", "What a friend we have in Jesus", "I want to stroll over heaven with you" und viele mehr! Alles ist sehr sparsam arrangiert. Jackson wird lediglich von Brent Mason an der Acoustic Gitarre und von Gary Prim (Piano und Orgel) begleitet. Das einzige etwas schwungvoller Stück ist "I'll fly away", das in einem herrlichen, leicht Bluegrass angehauchten, voller Southern Soul steckenden Uptempo Country-Gewand aus den Lautsprechern fließt! Großartig auch das sentimentale "'Tis so sweet to trust in Jesus", bei dem neben Alan's Ehefrau Denise auch seine beiden Töchter Mattie und Ali Jackson im Background mitsingen. Das Album hat einen wunderbaren Klang. Alan Jackson's Stimme übt die selbe Anziehungskraft aus wie immer, sodaß seine Fans auch bei diesem, "etwas anderen" Album vollends hinter ihrem Idol stehen werden! Allerfeinster Country-Gospel - ruhig, gefühlvoll, besinnlich!

Art-Nr.: 3945
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Lawrence, Tracy - then & now: the hits collection [2005]
Sehr interessantes und überaus gelungenes neues Album von Tracy Lawrence! "Then & Now" scheint auf den ersten Blick ein ganz normales "Greatest hits"-Album zu sein, ist es aber nicht! 15 der 17 Tracks stammen zwar aus Tracy's reichhaltigem und erfolgreichem Repertoire der Vergangenheit, doch sie sind allesamt exklusiv für dieses Album neu eingespielt worden. Es handelt sich also samt und sonders um neue Versionen, technisch und soundmäßig auf aktuellstem Stand! Großartige Musiker wie u.a. Eddie Bayers (Drums), Brent Mason (Electric guitar), B. James Lowry (Acoustic guitar), Steve Nathan (Keyboards), Paul Franklin (Steel) und Aubrey Haynie (Fiddle, Mandolin) standen dafür zur Verfügung! Es ist bemerkens- und bewundernswert zugleich, festzustellen wie schadlos Tracy's einstige Hits, wie "Paint me a Birmingham", "Today's lonely fool", "Time marches on", "Alibis", "Texas tornado", "I the world had a front porch", "How a corgirl says goodbye" oder "Sticks and stones" den zeitlichen Veränderungen der Jahre standgehalten haben und zu zeitlosen, sich nie abnutzenden Honky Tonk-/Country-Evergreens geworden sind. Dazu gibt es zwei brandneue Stücke, beide auch im ganz typischen, gewohnten, von den Countryfans so geschätzten, Tracy Lawrence-Stil: Zunächst die feine, traditionelle Midtempo-Nummer "Used to the pain", und zum zweiten die zwischen relativ ruhig und sehr knackig hin und her schwankende, großartige, lupenreine, von Brett Jones und Bobby Pinson komponierte Country-Ballade "If I don't make it back", umgeben von einer tollen Instrumentierung aus schönen Gitarren, Fiddle und Steel! Knapp 58 Minuten Tracy Lawrence at his best! Ein Leckerbissen für alle Freunde des traditionellen, puren, Pop-freien, honky-tonkigen Nashville-Country!

Art-Nr.: 3736
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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McEntire, Reba - reba #1's [2005]
2 CD-Set! Reba McEntire, ein Synonym neuzeitlicher Countrymusic, eine der ganz Großen des Genres, bei der Qualität und überwältigender Erfolg stets einhergingen! Das neue, vorliegende Doppel-Album "#1's" bietet nun einen hervorragenden Querschnitt ihrer nunmehr rund 23 Jahre andauernden Karriere mit einer Zusammenfassung, der Titel der CD sagt es schon, ihrer sämtlichen Nummer 1-Hits, plus 2 brandneue Titel! 33 Mal stand sie bis dato an der Spitze der Country-Charts, angefangen in 1982 mit "Can't even get the blues", bis zum Jahre 2004 mit "Somebody"! Dazwischen liegen solche Hits wie "How blue", "Whoever's in New England", "Little Rock", "One promise too late", "New fool at an old game", "Cathy's clown", "For my broken heart", "The greatest man I never knew", "The heart is a lonely hunter", "How was I to know", usw., usw.! Klasse auch die beiden neuen Songs, jeweils im typischen Reba-Stil! Das ist zum einen die sehr melodische, getragene, von klaren Acoustic-Gitarren, dezenter Steel und unaufdringlichen Streichern geprägte Country-Ballade "You're gonna be", sowie das recht kraftvolle, leicht bluesige, honky-tonkige, mit schönen Fiddeln instrumentierte "Love needs a holiday"! Ein klasse, 35 Songs umfassender, über 2-stündiger Überblick aller "Reba #1's"!

Art-Nr.: 3828
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 8,90

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No Justice - same [2006]
Countryrock in seiner ganzen Blüte! No Justice aus Stillwater/Oklahoma (na klar, woher sonst?...) präsentieren auf ihrem zweiten Album erneut eine bravouröse Ansammlung von traumhaft melodischen, erfrischenden, schwungvollen und knackigen Ohrwürmern, einen wunderbaren musikalischen Roadtrip quer durch die texanischen "Red Dirt"-Roots-/Americana-/Country-Landschaften! Herrlich! Mühelos reihen sie sich, sowohl von der Substanz der Songs her, als auch von ihrer musikalischen Klasse, in die Reihe solcher Kollegen wie Cross Canadian Ragweed, Wade Bowen, Stoney LaRue, Reckless Kelly, Randy Rogers und Great Divide ein, deren J.J. Lester das Werk im übrigen co-produzierte. Ihnen klebt einerseits der Staub an den Stiefeln, andererseits bestechen sie mit durchaus Nashville-kompatiblen, von einer sehr angenehmen, unaufdringlichen Pop-Sensibilität getragenen Harmonien! Das Zeug geht runter wie Öl! Mit zwei neuen Leuten an Bord, Armando Lopez an den Drums und dem zweiten Gitarristen Brandon Jackson, klingt die Band noch vitaler und insgesamt auch knackiger als beim, ebenfalls schon außergewöhnlich starken, Debut. Zudem kommt ihr immenses, durch ausgedehntes Touring permanent gefestigtes Spielverständnis (200 Gigs im Jahr sind absolut normal...), auch im Studio völlig zwanglos rüber. Die Songs leben von ihren traumhaften Melodien und dieser einzigartigen Verschmelzung texanischen "Red Dirt"-Flairs und klassischen Countryrock-Elementen, wie man sie gar von der Nitty Gritty Dirt Band oder Poco her kennt. Dominiert wird das Ganze von einem breiten, kompakten, würzigen Gitarrensound, vereinzelt veredelt durch eine im Hintergrund agierenden Orgel und Steve Rice's ganz großartigem Gesang "with a little grit and a lot of soul"! Logisch, daß das Album mit "Never come back" auch gleich mit einem "Killer"-Song eröffnet wird: Knackiger, flotter, genauso frischer wie rootsig "Red Dirt"-fundierter, locker lässiger Uptempo-Countryrock mit einem wunderbaren, saftigen Gitarrensound und einer unwiderstehlichen, sich tief in die Gehörgänge bohrenden Melodie! Wieder einmal einer dieser hinreißenden Songs, die als ideale Begleitung eines coolen Cabrio-"Ritts", entlang der staubigen, endlosen texanischen Highways vorstellbar sind - man hat dieses Bild regelrecht vor Augen! Toll! Weiter geht's mit der traumhaft melodischen, prachtvollen Ballade "Don't walk away", inklusiver herrlich würziger, rootsiger Lead Gitarren-Läufe, ehe mit dem wunderbaren "Red dress" der nächste schwungvolle, flockig knackige Countryrocker folgt, der in etwa die gleichen Voraussetzungen mitbringt und Assoziationen weckt, wie die Eröffnungs-Nummer: Eine exzellente Melodie, traumhafte Harmonie zwischen Instrumentierung und Gesang, leicht rootsig, staubig, ausgestattet mit wunderbaren Gitarren (inklusive eines starken, würzigen, rockigen Solos), knackig, wunderschön! Zeitloser Countryrock wie aus einem Guß! "Bend but don't break" wartet anschließend sogar mit einem dezenten Southernflair auf, das an schwungvolle, dynamische Countryrock-Nummern der frühen Outlaws oder ihrer heutigen Jünger Hurry Sundown zu erinnern scheint. Tolle Gitarren-Riffs und-Läufe! Welch eine musikalische Freude! Wir könnten nun noch auf weitere Songs näher eingehen, doch es ändert sich nichts! Ein "Hit" jagt den nächsten! No Justice geben sich zu keiner Minute dieses Albums ein Blöße! "No doubt about it, the sky is the limit for this band", brachte es neulich ein texanischer Fan auf den Punkt! Wie recht er hat! Diese Jungs sind auf dem Weg ganz nach oben...

Art-Nr.: 4067
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Never come back
Don't walk away
Red dress
By my side
Way down

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SheDaisy - fortuneteller's melody [2006]
Brandneues Album des Geschwister-Trios und wow, nicht was für ein schön anzusehendes Cover, sondern vor allem was für eine klasse Musik! Die Rede ist von den drei attraktiven Osborn-Schwestern (Kelsi, Kristyn, Kassidy), seit Ende der Neunziger Jahre als SHeDAISY ein fester, nicht mehr wegzudenkender Bestandteil der poppigeren New Country-Sparte Nashville’s! Um es vorwegzunehmen mit "Fortuneteller’s Melody" werfen die "Sisters K" ihr wohl bis dato bestes Werk ins Rennen, dass ohne zweifel erneut die Hörergunst im Sturm erobern wird. Nach einigen früheren verkaufstechnischen Turbulenzen war man mit dem feinen, schon reifer wirkenden "Sweet Right Here" vor zwei Jahren wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt und erreichte in den USA sogar Goldstatus. So ist es absolut nachvollziehbar, dass man auch für das neue Album grundsätzlich am Konzept des Vorgängers festgehalten hat. Und doch gibt es eine erneute Steigerung zu vermelden: Das ausgewählte Songmaterial war nie besser, SheDaisy klangen nie frischer, flotter und vor allen Dingen knackiger (das geht zum Teil schon in die angerockte Richtung einer Sheryl Crow), die kraftvolleren Uptempo-Nummern sind klar in der Überzahl, und die herrlichen Melodien und Harmoniegesänge sind noch ausgeprägter! Noch etwas hat sich verändert: Dann Huff, der ihren Weg bis in der Vergangenheit produktionstechnisch begleitete, wurde diesmal durch John Shanks ersetzt, der bereits höchst erfolgreich mit Künstlern wie Melissa Etheridge, Kelly Clarkson, Keith Urban, besagter Sheryl Crow und auch Bon Jovi zusammenarbeitete, allerdings in früheren Zeiten auch schon den ein oder anderen Song zusammen mit Kristyn Osburn komponiert hatte. Die Musiker-Mannschaft hat sich zwar numerisch verringert, wurde aber auf den relevanten Positionen dafür um so qualitativer besetzt (u.a. Dan Dugmore, Tom Bukovac, Jonathan Yudkin und natürlich John Shanks)! Kompositorisch war wie immer Kristyn Osburn alleinig mit diversen Partnern federführend. Diesmal fand sie allerdings mit Sheryl Crow ("Whatever It Takes" und "Healing Side") und Don Schlitz ("In Terms Of Love") zwei echte Hochkaräter an ihrer Seite, deren kreative Inputs auch mit zu den Highlights des durchweg starken Albums zählen. Aber es muß auch konstatiert werden, dass ihre übrigen, bewährten "Spezies", wie u. a. Connie Harrington, Johm Shanks, Tim Nichols oder Jason Deere einmal mehr zum insgesamt sehr ausgeglichenen, auf hohem Niveau liegenden Gesamtergebnis beitrugen. Die erste Single "I’m Taking The Wheel", ein tolles, kraftvolles, dynamisches Banjo-unterlegtes Stück der Marke Keith Urban/Jo Dee Messina, mit klasse Bukovac-E-Gitarren-Solo, hat sich bereits, mit stark steigender Tendenz, in die Billboard-Country-Singles-Charts gemischt. Neben den meisten knackigen, mit viel Pfiff und positiver Energie ausgestatteten, die größten Teils zwischen Mid- und Uptempo variieren, werden diesmal bei "Kickin’ In" und "Burn Down The House" sogar recht rockige Töne angeschlagen, wobei Tom Bukovac sein Können an den E-Saiten einmal mehr eindrucksvoll in Szene setzt. Kassidys Gesang ist charmant, kraftvoll und variabel und wirkt noch einen Tick ausgereifter als beim Vorgänger. Ein prächtiger Beleg dafür ist beispielsweise das wunderbar melodische, melancholische, nur mit Dobro, Steel, Akustikgitarren und dezenten Streicherpassagen eingespielte Abschlusslied "She Gets What I Deserve", das, wie so oft in SHeDAISY-Songs, thematisch einen Beziehungskonflikt reflektiert. Fazit: "Fortuneteller’s Melody" unterstreicht in bester Manier, wie kompetent und gekonnt Mainstream (New)Country-Pop gespielt werden kann! SheDaisy sind ein Parade-Beispiel dafür! Dazu kommt ein nett anzuschauendes Booklet mit allen Texten! Auch ohne Wahrsagerqualitäten: Diese CD wird mit Sicherheit ein Hit! Und sie haben es verdient, denn, wir wiederholen es gern, es ist ihre bis dato stärkste Leistung! Fein gemacht, liebe Osborn-Sisters! Daniel Daus)

Art-Nr.: 3951
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

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Tillis, Pam - live at the renaissance center ~ dvd [2005]
Wunderbarer Mitschnitt eines ganz aktuellen 2005er-Konzertes der großartigen Pam Tillis aus dem Renaissance Center von Dickinson/Tennessee! Lange schon warten die Fans von Mel Tillis' Tochter auf ein neues Studioalbum (ist immerhin auch schon wieder über 3 Jahre her) ihres Lieblings, doch diese Live-DVD ist weit mehr als nur ein "Überbrückungsfüller", bis es endlich soweit sein wird. Einfach klasse, Miss Tillis endlich einmal in einem Konzert erleben zu können (wo hat man in Europa dazu schon die Gelegenheit?...) - auch wenn es "nur" vor dem heimischen Fernsehschirm ist! Was sich vor gut 3 Jahren mit dem bereits erwähnten, letzten Album "It's all relative" schon andeutete, bestätigt sich auch im Jahre 2005! Pam Tillis ist zu ihren Ursprüngen zurückgekahrt und verwöhnt uns mit wundervoller, reiner Countrymusic ohne Schnörkel und irgendwelchem Pop-"Firlefanz"! Es ist ein Konzert mit knackigen Momenten, aber auch voller flockiger und relaxter Augenblicke, vor allen Dingen aber voller Frische und von zeitloser Qualität! Sie wird unterstützt von einer 7-köpfigen, großartigen Band, die bestens aufeinander eingespielt ist. Besonders hervorzuheben sind der Lead-Gitarrist Darin Favorite (im übrigen der Sohn des legendären Hank Snow), sowie die beiden Mädels Mary Sue Englund (Acoustic Gitarre, Background Gesang) und Bethany Dick (Fiddle, Mandoline, Acoustic Gitarre, Background Gesang), mit denen sie sich gesanglich prächtig ergänzt, was zu herrlichen Harmoniegesangs-Momenten führt. Die vielseitige Band und Tillis sind mühelos in der Lage den variablen Sound ihrer Alben auch live präschtig in Szene zu setzen. Die rund 85-minütige Show bietet einen tollen Überblick der großen Karriere Tillis' mit herrlichen Versionen solcher Hits wie "Mi vida loca" (tolles Tex-Mex-Flair), "Shake the sugar tree" (traumhaft relaxtes Feeling, dennoch schön knackig - klasse Mandoline), "Don't tell me what to do", "Do you know where your man is" (was für eine wunderbare, pure, Steelguitar-getränkte Honky Tonk-Ballade), "Cleopatra" (toller Rhythmus), "Walk in the room", "River and the highway" und natürlich das grandiose "Maybe it was Memphis" (kraftvoll und emotional)! Aber es gibt auch eine Reihe seltener, großartiger Coverversionen, wie beispielsweise eine starke Swing-Fassung des alten Monkees-Evergreens "Last train to Clarksville", eine traumhaft schöne, ganz relaxte Version des Bruce Hornsby-Klassikers "Mandolin rain", wunderbar klar und rein vorgetragen und geprägt von den tollen Steelguitar-Klängen und dem großartigen Lead Mandolinen-Spiel der jungen, hübschen, hoch talentierten Bethany Dick, sowie eine herrlich dynamische Fassung des großen Fleetwood Mac-Hits "Go your own way"! Weitere Songs: "Calico plains", "In between dances" (beide in exzellenten "Unplugged"-Versionen, sitzend gespielt, mit wunderbarer Acoustic Gitarre, Mandoline, Percussion, Upright Bass), "Heartache" (tolle Melodie, herrliche, semi-akustische Frische), "Long drive to Dallas", "Demolition angel", usw.! Eine tolle Performance einer tollen Sängerin mit einer klasse Band im Rücken! Live-Countrymusic vom Feinsten! Als Bonus-Material enthält die DVD noch ein Interview mit Pam, "Career highlights", "Home movies", eine Biographie und eine "Slide show"! Die DVD ist "code free" und somit auf jedem DVD-Spieler abspielbar!

Art-Nr.: 3904
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: DVD || Preis: € 15,90

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Turner, Josh - your man [2006]
Endlich, gut 2 1/2 Jahre nach seinem fantastischen Debut "Long black train", ist Josh Turner's neues Album, nach etlichen Verzögerungen, erschienen. Die Fans haben lange darauf warten müssen, doch es hat sich wahrlich gelohnt! Der Mann aus Hannah/South Carolina setzt den Weg seines Erstling konsequent fort und startet mit "Your man" nochmal richtig durch! "Pure Country" durch und durch, von vollendeter Qualität und zeitlosem Wert! Die "echte" Countrymusic erobert Nashville zurück und Josh trägt mit seiner großartigen Musik eine Menge dazu bei. Einfach wundervoll, wie es den beteiligten Musikern gelingt, das Konzept von knackiger, purer Country-Musik in Kombination mit solch klassischen, traditionellen Instrumenten wie Fiddle, Banjo, Mandoline, Dobro und Steelguitar umzusetzen, indem sie herrliche E-Gitarren, oft auch in Form einer fantastischen Baritone Guitar, integrieren, und das alles mit dieser wunderbar rhythmischen Basis aus exzellentem Drumming und Bass-Spiel verschmelzen. Dieser semi-akustisch/-elektrische Sound birgt eine ungemeine Frische und Lockerheit in sich, ohne auf die knackigen Momente zu verzichten. Josh Turner ist ein fantastischer Sänger der über eine sehr tiefe, ungeheuer warme und sympathische, in vielen Gospel-Kirchenchören gereifte, einzigartige Baritone-Stimme verfügt, die, wenn überhaupt, vielleicht am ehesten in Richtung Randy Travis, Dan Reid (Statlers) und Keith Whitley tendiert. Die Mischung aus flotten, viel Drive ausstrahlenden honky-tonkin' Uptempo-Nummern und wunderbaren Balladen stimmt hundertprozentig! Schon das erste Stück, "Would you go with me", ist eine ganz herrliche, frische, von einer äußerst angenehmen, dezenten Bluegrass-Brise durchwehte, flüssige und lockere, viel Wärme ausstrahlende Traum-Countrynummer, deren exzellente Instrumentierung aus klaren Acoustic Gitarren, Mandoline, Dobro und Banjo im weiteren Verlauf durch eine prächtige Baritone E-Gitarre ergänzt wird, was sogleich die bereits eingangs erwähnte, großartige Verschmelzung akustischer und elektrischer Klänge eindrucksvoll demonstriert. Dazu besticht der Song mit einer tollen Melodie! Was für ein Auftakt! So folgt ein potenzieller Hit dem nächsten: Da haben wir beispielsweise das rhythmische, traditionelle, wieder mit toller Baritone Gitarre, Dobro und Fiddle instrumentierte "Baby's gone home to Mama", die von wimmernder Steelguitar und Josh's ungemein tiefem, zum Teil fast sprechendem Gesang geprägte, tief romantische Ballade "No rush", die großartige, dezent nostalgisch angehauchte, in bester Alan Jackson-/Randy Travis-Manier vorgetragene, mit feinen Steelguitar-Klängen angereicherte Midtempo-Countrynummer "Your man" (im übrigen die erste Single), die wundervolle, bluegrassig inspirierte, sehr lockere, flotte, traumhaft melodische Gospel-Country-Nummer "Me and God" (mit Dr. Ralph Stanley, den Turner zu seinen größten Einflüssen zählt, und der halben Diamond Rio-Mannschaft als Gast-Vocalisten), oder das groovende, voller Southern-Soul steckende "Way down south"! Besonders hervorzuheben sind noch folgende 3 Nummern: Erstens ein erdiger, schön knackiger Uptempo New Country-Knüller mit viel Drive, toller E-Gitarre, schöner Fiddle, herrlicher Steel und groovendem Drumming über die vom Performer, allerdings nur geträumten, Erlebnisse mit "Loretta Lynn's Lincoln", zweitens der abgehende, bestens für die Tänzer geeignete, von Josh und John Anderson geschriebene Roadhouse-/Honky Tonk-/Hillbilly-Feger "White noise" (furiose Gitarrenläufe von Brent Rowan), bei dem John Anderson auch gleich noch zum Duett mit antritt, und zum dritten das traumhaft schöne, genauso knackige, wie frische Remake des alten Don Williams-Hits "Lord have mercy on a country boy"! Anläßlich seines ersten Auftritts in der Grand Ole Opry am 21. Dezember 2001 (er sang sein "Long black train"), bemerkte Josh seinerzeit: "I was on cloud nine, standing there singing a song of mine, standing where Johnny Cash, Marty Robbins, Ernest Tubb, Hank Williams, Patsy Cline and Roy Acuff had stood"! Gut 4 Jahre später ist er selbst auf dem besten Weg, mal ein ganz Großer zu werden! Starke CD! Jawohl, Josh Turner ist "unser" Mann!

Art-Nr.: 3661
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 7,90

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Underwood, Carrie - some hearts [2005]
Schlicht und einfach "Some Hearts" lautet der Titel von Carrie Underwood’s Debütalbum! Bezüglich der Verkaufzahlen und ihrer Sympathiewerte in der amerikanischen Bevölkerung wäre dieser Titel sogar eine glatte Untertreibung, denn die 23-jährige, hübsche "American-Idol"- Gewinnerin (US-Version von 'Deutschland sucht den Superstar') eroberte nicht nur das Gros der Herzen des "AI"-Publikums, sondern bricht schon kurz nach Erscheinen ihres Erstlings die ersten Rekorde. Mit weit über 300.000 verkauften Einheiten in der ersten Woche hält sie unangefochten den Rekord eines Newcomers im Country-Genre seit Bestehen der computerbasierten Zählung, kein anderer "American Idol"-Künstler (alle Sparten) konnte in diesem Zeitraum so viele CDs absetzen, und im Jahr 2005 ist dies zudem überhaupt keinem anderen Musik-Künstler aller Genres gelungen. Kein Wunder also, dass Carrie die No. 1 in den Billboard-Album-Charts erklommen hat! Auch ihre aktuelle Single "Jesus Take The Wheel" ist bereits auf Platz 14 mit klar ansteigender Tendenz. Also, die blonde Sängerin aus Checotah, Oklahoma hat bereits eindeutig, sehr sehr viele Herzen erobert. Nach Gesamtbetrachtung der insgesamt 14 Stücke ihres feinen Country-Pop-Albums sind die möglichen Ursachen für den Erfolg auch schnell verifiziert: Die äußerlich sehr sympathisch wirkende Carrie besitzt eine beeindruckend variable und sehr kräftige, aber auch überaus angenehm ins Ohr gehende Stimme. Sie versteht es blendend, Liedern Ausdruckskraft zu vermitteln, und ist zudem in der Lage sogenannte "Füller-Songs" noch in richtig positive Bahnen zu lenken. Dazu kommt das bis ins kleinste Detail perfekt durchorganisierte Konzept ihres Labels, von den ausgesuchten Songwritern, über Produzenten, den arrivierten Musikern bis hin zur medienträchtigen Vermarktung. Und sie hat Klasse! Die Produktion teilten sich bei Carrie's New Country-Einstieg die beiden "alten Hasen" Mark Bright und Dann Huff, wobei sich Huff (bei den kräftigen, poppigen Power-Balladen und Midtempo-Sachen) für das "New" und Bright mit ebenfalls satten Umsetzungen, aber doch eher für das "Country" verantwortlich zeigen. Huff konzentrierte sich mehr auf die emotionalen Geschichten, die von seiner Zusammenarbeit mit Faith Hill bestens bekannt sind ("Starts With Goodbye", "I Just Can’t Live A Lie", "That’s Where It Is"), meist Piano unterlegte, zum Teil mit Streicherarrangements versehene, im Tempo variierende Stücke, wobei ab und zu mal ein E-Gitarren-Solo des Gitarrenmeisters zu bewundern ist. Bright sorgt in den oftmals ähnlich strukturierten Songs, aber für deutlich mehr traditionellere Instrumentalführungen mit Steelguitar, Fiddle, Banjo oder Mandoline. Stark hier die leicht bluesig angehauchten Songs wie "Before She Cheats" (Carrie faucht zum Teil wie eine Raubkatze) und "We’re Young And Beautiful" (erinnert gar ein wenig an Bonnie Raitt), und die richtig countryfizierten Stücke wie "The Night Before (Life Goes On)" (Carrie auch mal mit richtig "dreckiger" Röhre) oder das autobiografische "I Ain’t In Checotah Anymore", bei dem Miss Underwood auch ihre kompositorischen Fähigkeiten offenbart. Kein Zweifel, man merkt, dass hier einiges an Potential vorhanden ist. Vor allem die Art, wie die Hauptakteurin sich mit spürbarer Begeisterung in ihre Songs "reinhängt" ist sehr beeindruckend. Ob es für Carrie einmal reichen wird, die momentan noch regierenden New Country-Königinnen wie Shania Twain, Martina McBride, Faith Hill oder Jo Dee Messina vom Thron zu stoßen, wird die Zeit nach Beendigung der ersten Euphorie-Welle zeigen (Konstanz ihrer Leistungen). Mit "Some Hearts" jedenfalls hat sie eindeutig bewiesen, was für ein großes Gesangstalent in ihr steckt, sodass ein Anspruch in dieser Richtung nicht von der Hand zu weisen ist! Klasse Debüt, Carrie! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 3848
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 5,90

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