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Bishop, Bonnie - soft to the touch [2005]
Kurz vor Ablauf eines an Highlights wirklich nicht armen Musikjahres 2005, darf die große Roots-/Americana-/Countryrock-/Alternate Country-/Roots-Blues-/Texas Singer-Sngwriter-Gemeinde mit Bonnie Bishop's neuem Meisterwerk "Soft To The Touch" noch einmal in begeisterndem Jubel ausbrechen! Schon bei ihrem Debüt "Long Way Home" wurde die aus Houston/Texas stammende Bonnie von den Kritikern mit Lob überschüttet. Statements wie "eine junge Lucinda Williams" oder ein "weiblicher Chris Knight" machten schnell die Runde. Die Single des Albums "Sweet On The Down Low" schaffte es sogar, über 6 Monate in den Texas Music Charts zu verweilen. Das bescherte ihr Auftritte in allen angesagten texanischen Musiktempeln, wie z. B. dem ‚Billy Bob’s’, mit Größen wie beispielsweise Randy Rogers, Radney Foster, Jack Ingram oder Ray Wylie Hubbard. Mit ihrem neuen, geradezu packenden Werk "Soft To The Touch“ nun dürfte Bonnie noch einen erheblichen Schritt weiter nach vorn machen. Die Szene hat ein neues, höchst talentiertes Gesicht in ihren Reihen! Beheimatet bei der Smith Music Group (u. a. auch das bisherige Label der Randy Rogers Band, von Stoney LaRue, der Mike McClure Band und vielen anderen aus der Red Dirt-Clique) gelingt ihr ein Album, welches dank ihrer unglaublich starken, kraft- und gefühlvollen Gesangsleistung (viele Stücke sind im übrigen live "eingesungen"), ihrem offenbar im Blut liegenden Gespür für großartiges Songwriting (es gibt mit ihrer grandiosen, gewaltig rockenden u. bluesigen Fassung von Gillian Welch's "Stillhouse" lediglich eine Fremdkomposiotion), ihrer exzellenten Begleitband (mit Einbindung einiger hochkarätiger texanischer Gäste aus der einschlägigen Texas-Szene, wie u. a. Walt Wilkins - Acoustic Guitar und Harmonies, Harry Stinson - Drums, der legendäre Danny Flowers - E-Gitarre und Slide, und vor allem ex-Joe Ely-, Mellencamp-, Storyville-, Dixie Chicks-Gitarrenzauberer David Grissom) ohne Übertreibung als eine der absoluten musikalischen Genre-"Perlen" des Jahres 2005 gewertet werden muß! Der zwölf Songs, mit einer Spielzeit von über 50 Minuten, umfassende Longplayer strotzt geradezu vor wunderbarer Melodik, ist einerseits glasklar und sauber produziert, bewahrt andererseits aber alle authentischen Ecken und Kanten, wirkt erdig und "rough", völlig unbeschwert und lässt einen die raue, staubige, texanische Luft förmlich "durch die Ohren" einatmen. Ursache hierfür dürfte sein, dass der Fokus neben der überaus rootsigen Basis zusätzlich auf einem gewissen Blues-Feeling liegt. Dazu lommt einer gesunde Portion Red-Dirt-Atmosphäre, viel Americana-Flair und ein stetiger, dezenter, unterschwelliger Country-Touch!
Egal, ob satt rockend oder etwas zurückhaltender, die Stücke wirken trotz aller Kraft und teilweise ordentlicher Power insgesamt recht relaxt. Bonnie’s Stimme passt sich erstaunlich variabel der Stimmung der jeweiligen Songs an, mal aggressiv, mal kratzig, mal voller Melancholie, mal zart und zerbrechlich. Neben den bereits anfangs erwähnten Vergleichen kommen einem auch die unterschiedlichsten Referenzgrößen in den Sinn, wie z.B. Allison Moorer, in Ansätzen gar eine junge Janis Joplin, Bonnie Raitt und vor allen Dinegn auch Tift Merritt! Das macht sie so vielseitig und gleichzeitig so eigenständig! Durchweg sämtliche Nummern begeistern!
Viermal bereichert der bereits genannte David Grissom als Gitarrist Bonnie's großartige Musik: Auf "Trains" (ein herrlich flockiger, lässiger, überaus melodischer Countryrocker), dem traumhaften, rootsig, bluesigen. Slide-getränkten "Soft To The Touch", der starken Roots-/Americana-Rock-Pop-Nummer "Give It To Me" und bei dem krachenden Rootsrocker "Something The Doctor Didn’t Ordered" (letzteres von ihm übrigens auch mitgeschrieben und produziert). Herrlich hier das satte Drums-Intro und das fette, satt rockende E-Gitarren-Führungsriff. Mit dieser Mischung aus bluesigem Touch und rockiger Melodie lebt hier für kurze Zeit fast das legendäre Storyville-Feeling wieder auf. Ansonsten jagt vom klasse Opener "Love Never Knows" (schöner, polternder Fußtrommelrhythmus, tolle Tempovariationen, poppiger, aber sehr angenehmer Refrain), über die voller Herzblut steckenden, in emotionaler Singer/Songwriter-Tradition gebrachten "Brent Rollins" (erinnert an eine lebhafte Lori McKenna), das lockere "The house that Jack built" und "Red Moon" (großartige Akkordeonbegleitung), bis zu dem starken, schwül groovenden Swamp-Blues-Rocker "He took me to the river" (herrlich rauchige Stimme von Bonnie, prächtiges Slide-Spiel) ein Höhepunkt den nächsten! Zum Abschluss hören wir dann mit dem 7.45 Minuten langen "Fallen Angel" nochmal eine absolute "Killer"-Ballade: Sehr entspannte Atmosphäre, Bonnie haucht ihren Text ganz zart und sehr gefühlvoll, glänzender Instrumentalabschluss durch toll harmonierendes Zusammenspiel von Akustik- und E-Gitarren! Nach dem Ausklingen der letzten Akkorde weiß man, dass mit Bonnie Bishop ein weiteres texanisches Ausnahmetalent auf dem Weg steil nach oben ist! Ihr neues Album " Soft ToThe Touch“ berührt nicht nur, es fesselt geradezu! Wir als Bärchen-Redaktion konstatieren: Ein echter "Touchdown", Bonnie! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 3883
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Trains
The house that Jack built
Soft to the touch
Stillhouse
Fallen angel

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Bowen, Wade - lost hotel [2006]
Sucht man dieser Tage nach musikalischen Referenzen für den Begriff "Countryrock", so führt einen der Weg zwangsläufig nach Texas und Oklahoma, wo sich Bands und Künstler wie Cross Canadian Ragweed, die Mike McClure Band, die Randy Rogers Band, No Justice, Radney Foster & Co. tummeln und dieser Musik mit ihrem großartigen "Red Dirt"-Feeling immer wieder neue Impulse verleihen und ihr die nötigen, zur Unsterblichkeit verhelfenden Vitalitätsspritzen injizieren. Einer der wohl talentiertesten jungen, neuen Helden dieses Genres, Wade Bowen, beglückt uns nun, rund 4 Jahre nach seinem tollen, mit "West 84" aufgenommenen, letzten Studioalbum und 3 Jahre nach der ebenso starken Live-Scheibe aus dem "Blue Light", endlich mit einer neuen CD - und Leute, dieser Bursche hat noch einmal einen Riesenschritt nach vorn gemacht und legt mit "Lost hotel" nun sein Meisterstück vor! Hinreißender, ebenso zeitloser, wie zeitgemäßer, knackiger, von traumhaften Melodien durchzogener, texanischer Vorzeige-Countryrock, der auf beeindruckende Weise die Grenzen zwischen Roots, Americana, Country und Alternate Country, zwischen Texas und Nashville, zwischen zwangloser Unbekümmertheit und erstaunlicher Professionalität ineinander fließen läßt! Schön staubig, leicht angeraut, dabei sehr harmonisch und ungeheuer lebendig, mit herrlichen, nicht mehr aus den Ohren weichen wollenden Songstrukturen, besticht diese Mucke mit einer Authentizität, die einem das Gefühl vermittelt, als lebe man nicht im grauen und "sterilen", hiesigen Alltag, sondern befände sich mitten auf einem wunderbaren Trip durch die endlosen Weiten des Lonestar-States! Und genau das schaffen eben nur diese Texaner! Ganz interessant am Rande: Wade Bowen ist zwischenzeitlich verheiratet, und zwar mit der Schwägerinn von Cross Canadian Ragweed's Cody Canada. Ist eben alles nicht nur musikalisch eine große Famile, die verwandten Seelen finden offensichtlich in jeder Beziehung zueinander! Dominiert werden die Songs von Bowen's leicht kratziger, staubiger, ungeheuer angenehmen Stimme, seinen beachtlichen Songwriter-Qualitäten (schrieb schon Songs für Pat Green, Cross Canadian Ragweed und viele andere...) und einer Instrumentierung aus vielschichtigen, transparenten Gitarren aller Art, wobei sich rhythmische Acoustic Gitarren, satte, erdige E-Gitarren und hin und wieder eine wohltuend eingesetzte Steel prächtig miteinander ergänzen. Das Songmaterial ist, obwohl neben texanischen Größen zum Teil mit einigen der ersten Garde von Nashville's Studio-Helden eingespielt (z.B. Dan Dugmore: Steel Guitar, Tom Bukovic und Troy Lancaster: E-Gitarre, Jonathan Yudkin: Mandoline), völlig frei von jeglichem "Music City-Schmalz" und bewahrt sich sowohl bei den traumhaft schönen Balladen, und erst recht bei den ordentlich rockenden Uptempo-Nummern, jederzeit seinen natürlichen, rootsigen Charme! Und diese Melodien - herrlich! Also, hinein ins Vergnügen: Satt rockende E-Gitarrenriffs begleiten den knackigen, schön rootsigen, sowohl die Ecken und Kanten wahrenden, als auch schön flockigen, voller Drive steckenden, rassigen Countryrocker "God bless this town", der sofort und unmittelbar ins Ohr geht und Bowen's wunderbare "Red Dirt"-/Roots-/Americana-/Countryrock-Philosophie eindrucksvoll auf den Punkt bringt. Klasse der leicht rotzige Gesang, die starken Gitarren und diese großartige Melodie! Prächtiges Zusammenspiel von klarer Acoustic Gitarre, erdiger E-Gitarre und höchst angenehmen Steel-Klängen begleiten das knackige, erneut ungemein melodische "One step closer", während mit "Walkin' along the fenceline" die erste dieser exzellenten Americana-/Texas-Countryrock-Balladen auf dem Programm steht. Dürfte die Alternate Country-Freunde genauso begeistern, wie die Anhänger der neuen, jungen Nashville-Fraktion, die es ja verstehen, durchau eine dezent rootsige Note in den zuweilen allzu eigefahrenen Nashville-Sound zu bringen. Klasse Gitarrensolo in der Mitte! Das anschließende "Resurrection" bedeutet dann wieder allerbesten, fetzigen, knackigen, von satten E-Gitarren geprägten, dampfenden Countryrock der Marke Cross Canadian Ragweed, gefolgt von der herrlich entspannten Midtempo-Nummer "Perfect silence", die mit einer höchst angenehmen Integration von Mandoline und Dobro überzeugt! So geht das mit einer tollen Nummer nach der nächsten weiter. Ausfälle sucht man während der 57 1/2-minütigen Spieldauer des Album vergebens! Vielleicht sollte man noch zwei Tracks explizit erwähnen: Zum einen das Titelstück "Lost hotel", eine wahrhaft Gänsehaut erzeugende Countryrock-"Killer"-Ballade mit einem fantastischen Arrangement aus einer Vielzahl von Gitarren, wunderbar integrierten Piano-Klängen und einer Traum-Melodie (Bowen singt einfach wunderbar, zuweilen unterstützt von großartig dazu passenden, weiblichen Harmony-Vocals), und zum anderen dem kantigen, satten, voller rauem Outlaw- und Southern-Charme steckenden, riffigen Roots-Countryrocker "Handle", inklusive würziger Slide! Was für ein tolles Album! Wade Bowen liefert mit "Lost hotel" ein weiteres Prunkstück dieser erlesenen Texas-"Red Dirt"-/Roots-/Americana-/Countryrock-Alben ab (kommt übrigens im feinen Digipack, mit allen Texten), die leidenschaftlich dazu beitragen, den Countryrock für immer am Leben zu halten. Famos!

Art-Nr.: 3995
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
God bless this town
Resurrection
Lay it all on you
Lost hotel
Handle
Broken reflection (Troubadour's prayer)

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Brooks & Dunn - hillbilly deluxe [2005]
Was heißt hier "Hillbilly deluxe"? Das ist nichts anderes als "Brooks & Dunn deluxe".. - einfach genial! Man fragt sich bei der Ankündigung eines neuen Albums der beiden immer mal wieder, ob sich nach den immensen Erfolgen nicht vielleicht irgendwann einmal doch ein paar "Abnutzungserscheinungen" einstellen könnten, doch weit gefehlt: Sie kriegen es immer wieder hin, ja schaffen es sogar mit jedem neuen Album die Spannung zu erhöhen und den Eindruck zu hinterlassen, immer noch einen Schritt weiter gehen zu können. So ist das auch diesmal! "Hillbilly deluxe" macht genau da weiter, wo vor zwei Jahren das famose "Red dirt road" aufhörte, und doch scheint es, als setzten sie nochmal "einen oben drauf"! Ein Hammer-Album! Ronnie Dunn und Kix Brooks stehen voll im Saft und versprühen jede Menge Enthusiamus. Man spürt regelrecht ihren Willen, die Fans immer wieder mit neuen, tollen Songs "vom Hocker zu hauen" - und es gelingt ihnen eindrucksvoll! "Hillbilly deluxe" zeigt das amtierende ACM- und CMA-"Duo Of The Year" rockiger denn je. Immerhin hören wir erst mit Stück Nummer 8, dem gefühlvollen, mit einer feinen Prise Southern-Gospel-Blues-Soul-Flair gewürzten, wunderbaren "Believe", die erste Ballade, ansonsten geht es bis dahin ausschließlich ordentlich nach vorne. Auch da wird die Entwicklung von "Red dirt road" fortgeführt. Kix Brooks sagt dazu, daß dies genau der Weg zurück zu ihren Roots ist, wo sie eigentlich herkommen. "I think we started heading back to what got us here. There are so many ways to make music, but sometimes just plugging straight into your inspiration is the very best way to go. So you hear all of "em: The Stones, George Jones, Merle Haggard, Tom Petty and the soul that made soul music, but came out of the churches", führt er dazu aus. Doch auch die Southern-Einflüsse, in Form von ZZ Top-, Georgia Satellites- oder Skynyrd-Anlagen waren nie größer! Hard driving, honky'n'rocking New Country-Music voller Frische, Energie, Niveau und herrlicher Melodien, wobei es trotz aller rockenden Kraft, sowohl thematisch als auch musikalisch immer nur um eines geht: um Hillbillies, Trucks, Bars, Wild Girls, Fast Cars, Whiskey, Hard Roads, Small Towns usw. - eben um "Country"! Die traditionelle Basis bleibt also immer gewahrt! Also Boys, laßt es krachen! "Yeah, she blew through the door like TNT" intoniert Ronnie Dunn beim ersten Stück, und entsprechend explosiv knallt "Play Something Country" dann auch aus den Lautsprechern. Massive, laute Gitarren-Riffs und -Licks voller Southern-Flair, druckvolles Drumming, klimperndes Klavier und sogar ein paar kurze Bläser-Einsätze begleiten uns durch einen "wilden", powernden, satten Rockin' Honky Tonk-/Roadhouse-/Boogie-Ritt, der vom Feeling her auch glatt zu den Georgia Satellites passen würde. Dennoch ist der Song, entsprechend dem Titel, sowohl vom Arrangement, als auch vom Text ("said I'm a whiskey drinkin' cowboy cheatin' hell of a time, I like Kenny, Keith, Alan and Patsy Cline"...), ein klares Bekenntnis zum Country-Lifestyle! Wie eigentlich das komplette Album! Weter geht's mit dem grandiosen, ebenso knackigen wie herrlich melodischen "She's about as lonely as I'm going to let her get" (netter Titel)! Leicht an John Mellencamp erinnernde Gitarrenlinien, eine wunderbare, klare Pedal Steel im Zusammenspiel mit einer satten E-Gitarre und dazu eine groovende Orgel sorgen für ein dezent staubiges, gleichzeitig aber sehr harmonisches, tolles New Country-/Countryrock-Feeling! Großartig! Dann der etwas rootsige, recht flockige, wunderbare Countryrocker "My heart's not a hotel", mit seiner schönen Mandolinen- und Mundharmonika-Begleitung, sowie dem glühenden E-Gitarren-Solo (ein dezentes Heartland-Feeling ist hier nicht zu leugnen), gefolgt von dem kochenden, voller feuriger Slide-Gitarren und Southern-rooted Riffs steckenden "Whiskey do my talkin'", bis das Titelstück "Hillbilly deluxe" auf dem Programm steht! Thema ist die junge, "echte" Hillbilly-Mentalität, etwas raubeiniger "Landeier", die in ihrer Freizeit, nicht nur mit ihren Chrom-polierten Trucks und den scharfen Mädchen in den Honky Tonks, mal richtig "die Sau raus lassen" wollen. Musikalisch und textlich perfekt umgesetzt mit drückendem, rauem, sehr Southern Rock-nahem ("put on the smell good, put on the Skynyrd", heißt es beispielsweise in einer Text-Passage), schwerblütigem, sattem Countryrock! Ganz große Klasse! So reiht sich ein toller Song an den nächsten! Sei es das traumhaft melodische, knackige, wie Öl runter gehende "Just another neon night", mit seinen tollen Gitarren, der herrlichen Steel, der schönen Mundharmonika und dem so harmonischen Refrain, das fantastische Remake der kultigen Larry Willoughby-Nummer "Building bridges", mit Vince Gill und Sheryl Crow als unterstützende(n) Background-Sänger/-in, das rootsig, Americana-mäßig rockende, trockene "Her west was wilder", der kochende "ZZ Top goes Country"-like Boogie "She likes to get out of town", oder die wunderbar relaxte, frische, von Radney Foster mit komponierte, Steel-getränkte Ballade "Again"! "This album is a blast", schwärmt ein euphorischer U.S.-Fan! Recht hat er! Brooks & Dunn beglücken die Country-Welt mit einer weiteren, absoluten Meisterleistung! Die Meßlatte liegt verdammt hoch! Möge ihnen diese Klasse nie abhanden kommen...

Art-Nr.: 3464
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Daniels, Joey - take me off the market [2005]
Feines Debütalbum der aus Creston, British Columbia stammenden, sehr talentierten Kanadierin! Joey Daniels kommt, wie so viele Countrysängerinnen, aus einer musikalisch vorbelasteten Familie. So hatten ihr Vater und ihr Großvater beispielsweise eine eigene Radioshow. Joey begann frühzeitig im Kirchenchor, sang auf Hochzeiten und städtischen Events. Bereits im Alter von 9 Jahren gründete sie die erste Rockband mit ihren beiden Brüdern. Man coverte Hits von Gruppen wie Bon Jovi und Heart. Ihren ersten Song schrieb sie mit sechzehn! Mittlerweile längst die Liebe zur Countrymusic entdeckt, produzierte ihr Bruder Jason schließlich vor einiger Zeit ein Demoband und "Big3NashvilleRecords"-Chef Bill Edwards bot der hübschen Dame mit den blonden, engelsgelockten Haaren nach einem Vorsingtermin sofort einen Plattendeal an, wobei er sogar zum Teil selbst die Arbeit als Produzent mit übernahm. Das Label betrieb einen recht hohen Aufwand für die Newcomerin. Nicht nur äußerlich mittels eines reichhaltig bebilderten, bunten Booklets mit allen Texten und vielen Fotos der sehr sympathisch und bodenständig wirkenden Künstlerin, sondern auch durch die beiden weiteren, sehr prominenten Produzenten James Stroud (Toby Keith, Tim McGraw) und Mark Bright (Rascal Flatts, Blackhawk), sowie viele erstklassige Musiker der Nashville-Studio-Musiker-Gilde. U. a. Bryan Sutton, Tom Bukovac, Paul Franklin, Steve Nathan etc. gelten als klares Indiz dafür, dass man große Stücke auf Mrs. Daniels hält. Zurecht, wie das gesamte Album beweist. Sofort fliegt einem beim Opener "Crazier Than Usual", ein feiner, recht traditionell ausherichteter New Country-Song, ein Honkytonk-Piano und ein Slide-Riff entgegen; knackige Rhythmus-Gitarren, ein schönes Tempobreak machen bei der gut tanzbaren Nummer richtig Lust auf mehr. Von der Stimme her, wenn man den reinen Song ohne jegliche Infos vorgesetzt bekäme, würde man meinen, Shania Twain, die auch neben Linda Ronstadt und den Pretenders als Vorbild von Joey genannt wird, hätte sich vom popdominierten Sound abgewandt und zu ihren Country-Roots zurückbesonnen. Viele Ähnlichkeiten zwischen beiden Kanadierinen treten auch im weiteren Verlauf der CD immer wieder ans Licht. "Swinging Door" und "Kiss-N-Tell" sind schön flotte Uptempo-Nummern, erstgenannte etwas poppiger, vielleicht in Richtung einer jungen Patty Loveless oder Sugarland zielend, dank eines leichten Southern-Twangs ala Jennifer Nettles, zweitgenannte durch klasse Mundharmonika-Einlagen mit eher bluesiger Country-Note. Balladeske Stücke gibt es eine gute Handvoll der insgesamt 13 Songs (9 von Joey und ihrem Bruder Jason Pennock geschrieben/4 Fremdkomopositionen), wobei hier das atmosphärische "I’ll Be Your Whiskey" aus der Feder von Brett James und die Power-Ballade "Do It Again" (schönes, filigranes E-Gitarren-Solo, gespielt von Guy Walker) besonders zu gefallen wissen. Ein besonderes Highlight ist aber ohne Zweifel ein Stück, geschrieben vom ebenfalls recht bekannten Hitlieferanten Monty Criswell: Das herrlich melodische, aber auch recht angriffslustig vorgetragene "Hands On You" wird von einem rockigen E-Gitarren-Riff getragen und auch ansonsten von feiner Gitarrenarbeit begleitet. An den Saiten kein geringerer als "Mr. Guitar" Brent Mason persönlich! Toller Song! Das Joey es auch immer wieder sporadisch gerne mal traditionell mag, lässt das Titelstück und auch das abschließende "Without You" vermuten. "Take Me Off The Market" ist wieder eine tanzbare Nummer, die von der Art der integrierten Steel-Elemente an diverse Uptemponummern der "Pirates Of The Mississippi" zu erinnern scheint, "Without You" ist dann ein richtiger Saloon-Honky Tonk-Heuler im Midtempobereich mit richtig sägenden Fiddeln und jammernden Steel-Fills. Insgesamt überwiegen aber die modernen, knackigen New Country-Elemente. Auf dem Terrain fühlt sich Joey laut eigener Aussage auch am wohlsten. Also, wenn die PR-Maschine hier mal richtig ins Rollen gerät, könnte mit dem bisher noch ungeschliffenen Rohdiamanten Joey Daniels mal eine fette Konkurrenz für Shania, Faith, Jo Dee & Co. heranwachsen. Es wäre ihr zu gönnen! Prima Auftaktalbum, Mrs. Daniels! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 3626
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Crazier than usual
Swinging door
Kiss-n-tell
I'll be your whiskey
If you love me

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Dixie Chicks - taking the long way [2006]
4 Jahre sind seit ihrem wundervollen Album "Home" vergangen! Was ist in der Zwischenzeit mit den Dixie Chicks nicht alles passiert? Erst die Jubelarien über "Home", dann Natalie Maines "Anti-Bush"-Äußerungen während eines Konzertes in London - sie wurden attackiert, geradezu "geächtet", aus dem Nashville-Radio verbannt, ihre Musik wurde aus den Playlists gestrichen. Ein ganzes "System" versuchte sie abzustrafen, doch ihre Fans standen immer hinter ihnen, wie auch unzählig viele Musiker-Kollegen, unter denen die Dixie Chicks ihr eh schon hohes Standing noch mehr untermauerten. Nach der vielumjubelten "Top of the world"-Tour legten sie eine Pause ein, sorgten allesamt für Familienzuwachs, und begannen langsam sich auf ihr "Comeback" vorzubereiten, das sie schon seinerzeit, während ihres Konflikts mit den Medien, als "Trennung von Nashville" ankündigten. Nun liegt "Taking the long way" vor, und es ist, dies vorab, ein Meisterstück geworden! Die Dixie Chicks präsentieren sich in jeder Hinsicht stärker und ambitionierter als je zuvor, puschen sich regelrecht zu neuen Höhen, sowohl als Songwriter, als auch als Performer! Ein traumhaftes Album! Und es kommt, wie sie es angekündigt hatten: Ihre Country-Wurzeln und Texas-Roots nie verlierend und stets wahrend, entfernen sie sich weitestgehend vom Nashville-Mainstream, hin zu äußerst niveauvollem, rootsigem Alternate Country/ Americana/ Countryrock-/pop mit einer gepflegten Portion Singer/Songwriter-Mentalität. Das bekommt ihnen ganz hervorragend, macht sie variabler und "unberechenbarer" als je zuvor! Dabei haben sie nichts, aber auch gar nichts, von ihren faszinierenden Melodien eingebüßt! Voller traumhafter Schönheit, musikalisch herrlich arrangiert und dominiert von Natalie Maines' charismatischem, unverwechselbarem Lead-Gesang in Verbindung mit Martie Maguire's und Emily Robison's wundervollen Harmonien, schleichen sich die 14 Songs mit all ihrer Magie unwiderstehlich in das Innerste unserer Ohren und unserer Sinne. Vom bluegrassigen Touch des Vorgängers ist nichts mehr zu spüren. Die Musik ist, trotz aller Emotionen und Gefühle, sehr knackig und durchaus kraftvoll in Szene gesetzt. Produzenten-Genie Rick Rubin, der ja beispielsweise auch die berühmte "American Recordings"-Reihe von Johnny Cash umsetzte, hat das Album in einen fantastischen, exakt auf den Punkt gebrachten, trockenen, aber herrlich transparenten Sound gepackt, die die famosen Musiker bestens ins richtige "Licht" rücken. Unter denen befinden sich solch illustre Namen wie die "Heartbreakers" Benmont Tench (Keyboards) und Mike Campbell (Guitars), Lloyd Maines (Pedal Steel, Mandolin), Red Hot Chili Peppers-Drummer Chad Smith, Lenny Castro, Larry Knechtel, Marvin Etzioni, Gary Louris (Jayhawks), John Mayer, Bonnie Raitt, Keb 'Mo', und, und, und! Alle Tracks wurden von den Chicks selbst komponiert, jeweils mit der Unterstützung solcher Kollegen wie Dan Wilson (ex-Semisonic), Gary Louris (ex-Jayhawks), oder auch Keb 'Mo' (das voller Southern Soul steckende, Gospel-bluesige, mit tollem E-Piano garnierte, wunderbare "I hope"), Sheryl Crow (die großartige, knackige Pop-Rock-Ballade "Favorite year"), und Crowded House's Neil Finn (das etwas schwebende, balladeske, dennoch wieder sehr knackige, von schöner Geige und Banjo geprägte "Silent house")! Ein paar weitere Highlights eines Albums, das man auch komplett als ein einziges Highlight betrachten muß: "The long way around", ein traumhafter, von schönen Acoustic Gitarren-Riffs eingeleiteter, herrlich flockiger, schwungvoller, wundervoll melodischer Countryrocker, der auch auf "Wide open spaces" einen zentralen Platz hätte einnehmen können (tolle, würzige E-Gitarre, dezente Steel-Einlagen von Natalie's Vater Lloyd Maines, schönes Banjo, trockenes Drumming), das grandiose, ideal zwischen staubigen Texas-Roots und pop-rockigem "Bombast" (was hier in keinster Weise negativ geneint ist - ganz im Gegenteil, denn es drückt die ganze Dramaturgie dieser Nummer aus) hin und her schwankende, genauso emotionale, gefühlvolle, wie von unbändiger Kraft gekennzeichnete "Not ready to make nice", in dem die Dixie Chicks die Geschehnisse der Vergangenheit aufarbeiten und deutlich zum Ausdruck bringen, daß sie noch lange nicht soweit sind zu "verzeihen" (Natalie Maines singt hinreißend), der erfrischende, mit toller Mandoline ergänzte, wunderschöne, melodische, lockere Americana-/Countryrocker "Everybody knows" (mitgeschrieben von Gary Louris, was diesem Song ein gepflegtes Jayhawks-Flair verpasst), die großartige, rootsige Alternate Country-/Countryrock-Ballade "Bitter end", das furios, fast rotzig und ungemein staubig, im besten Texas Roadhouse-rockin'-Stil abgehende, von Mike Campbell mitkomponierte "Lubbock or leave it" (toller Banjo- und Schlagzeug-Drive), das Slide-/Lap Steel-getränkte, melodische, schön kraftvolle, epische "Voice inside my head" usw., usw.! Das ist genau die richtige Antwort, die die Dixie Chicks ihren Kritikern geben konnten: Ein Album von einer solchen Brillanz! Ganz groß! Unsere tiefste Verneigung der Anerkennzng! "Taking the long way" wird als Meilenstein in die Geschichte der Dixie Chicks eingehen!

Art-Nr.: 4122
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Everett, Jace - same [2006]
"I can definitely say this is an honest record from top to the bottom", so lautet der Kommentar von Jace Everett selbst zu seinem Debütalbum. Und wenn man sich mit seinem Background beschäftigt, die zehn auf der CD befindlichen Songs gehört und seine Texte aufgenommen hat, bleibt einem nur die profane Feststellung: Der Bursche hat recht! Das Teil ist nicht mehr und nicht weniger als ein ungemein knackiges, überwiegend mit satten Gitarren garniertes, dynamisches, voller herrlicher, melodischer Songs steckendes, zündendes Country-/New Country-Prachtwerk ohne jede Schwachstelle, das in Nashville und bei den Fans für ordentlich Furore sorgen sollte! Jace Everett wurde in Evansville/Indiana geboren, zog aber mit seinen Eltern nach Texas, als er gerade sechs Jahre alt war. Musikalisch dominierten im Hause Everett Countryklänge und auch ein wenig Elvis. Jace begann früh in Kirchenbands zu singen und Bass zu spielen. Für sein Studium ging er nach Nashville, brach es aber ab, als er die Gelegenheit bekam, mit einem Freund ein mehrmonatiges Arrangement in einer Coverband in Europa anzunehmen. In Monaco lernte er seine Frau kennen, mit der er einen Sohn hat. Man zog zusammen zurück nach Texas, Jace beendete sein musikalisches Wirken vorerst und arbeitete als Konstrukteur. Seine Ehe scheiterte jedoch (möglicherweise unter anderem weil, wie es auch so mancher Songtext vermittelt, der blendend aussehende James Dean-Typ den weiblichen Reizen nicht abgeneigt schien...), Frau und Kind gingen zurück nach Monaco und Jace zog es wieder nach Nashville, wo er sich mit diversen Jobs mehr schlecht als recht durchschlug. Er begann wieder für aufstrebende Musiker Bass zu spielen und erhielt schon nach kurzer Zeit einen eigenen Major-Deal, der aber nach personellen Veränderungen in der Führungsebene des Labels gekänzelt wurde. Trotzdem, sein großes Songwriter- und Gesangstalent (Everett hat eine kräftige, ganz großartige, sehr angenehme Stimme) blieb den entscheidenden Leuten in Music City keineswegs verborgen, ergatterte er relativ schnell danach erneut einen Vertrag mit Sony Nashville. Ergebnis ist dieses exzellente Debut! Everett liefert ein ziemlich kompaktes, sich neben seiner eigenen individuellen Klasse auch dank der vielen brillanten Studiomusiker (u. a. James B. Lowry, JT Corenflos, Mike Brignardello, dem überragenden Russ Pahl, Tony Harrel, Eric Darken, Shannon Forrest) auf höchstem musikalischem Level bewegendes Werk ab, das zusätzlich mit klasse Texten glänzt, mal amüsant, mal selbstkririsch und oft sehr autobiographisch. In Bezug auf die knackige, teils durchaus rockige und kraftvolle musikalische Umsetzung brachte es letztlich ein amerikanischer Kritiker mit den Worten "It's a musical biography of hell-raising rockers and soul-baring ballads" bestens auf den Punkt, wobei die dynamischen Uptempo-Nummern klar im Vordergrund stehen! Er selbst ist an sechs Stücken beim Songwriting beteiligt, dazu kommen viele namhafte Komponisten der Szene (Casey Beathard, Chris Stapelton, Stephany Delray, Bob DiPiero, James Leblanc). Produziert haben keine geringeren als Mark Wright und Greg Droman. Die tollen Opener "Everything I Want" (starkes Banjo, fette E-Gitarren-Licks) und "That’s The Kind Of Love I’m In" (herrlich flockig und dynamisch) bestechen durch Jace’s coolen Gesang und ihre countryrockig-typische Art voller unterschwelligen Power. Großartig dabei das unaufdringliche und sehr harmonische Zusammenwirken vom Akustik-, E-Gitarren und Orgel mit den knackigen Drum- und Basstönen. Das lüsterne "Bad Things", von Everett allein komponiert, brilliert mit einem tollen, mystischen, leicht psychedelischen Chris Isaak-Flair und einem dezenten Rockabilly-Ansatz. Herrlich das integrierte E-Gitarren-Solo. Southern-bluesig mit dreckiger Harmonica, Honkytonk-Piano und starken Slideriffs wird es bei dem fetten, Boogie-mäßigen "I Gotta Have It". Texas-Recke Radney Foster und Bobby Houck, der großartige Frontmann von South Carolina's Vorzeige Rootsrockern, den "Blue Dogs" (man beachte auch deren grandiose Originalversion auf ihrer 2004er Scheibe "Halos and good buys") haben die traumhaft melodische Midtemponummer "Half Of My Mistakes" komponiert; die Jace nun wunderbar covert. Eine herrlich warme, schön entspannte Texas-Atmosphäre dominiert dieses tolle Stück. Das Steel-lastige, richtig locker, flockig und fröhlich dahinschwingende "The Other Kind" (kleines Duell zwischen Steel- und E-Gitarre), gefolgt vom überragenden Honkytonk-Southern-Rocker Marke Skynyrd/Warren Brothers "A Little Less Lonely" (klasse Piano; Everett röhrt am Ende wie Johnny Van Zant) und der in Montgomery Gentry-Manier gebrachte Mitgröler "Gold" sind die nächsten "Earcatcher" der CD. Die beiden autobiographischen "Nowhere In The Neighbourhood" (erinnert im Refrain von der Melodie her entfernt an Cat Stevens’ "Father And Son") und "Between A Father And A Son" spielen noch einmal auf Everett’s bewegte Vergangenheit an und sind von daher recht emotional, aber immer noch schön knackig, in Szene gesetzt - wie immer, mit tollen Melodien und feinen instrumentellen Finessen der Nashville-Studioartisten, die auf diesem Werk augenscheinlich ihr bestes geben (Everett’s O-Ton: "Weltklassemusiker"). Jace Everett ist ein sehr starkes, modernes, frisches und kurzweiliges Album gelungen, auf dem man, wir erwähnten es bereits, Schwächen vergebens sucht. Herlicher Stoff für Freunde junger, wilder und unverbrauchter Interpreten wie Brian McComas, The Warren Brothers, Drew Womack, Steve Azar, Dean Miller, Jason Aldean, Bobby Pinson & Co!. Bitte mehr davon... (Daniel Daus)

Art-Nr.: 3957
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 8,90

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Fairchild, Shelly - ride [2005]
Nashville's Mädels sind wieder eine Macht! Schon lange nicht mehr war weiblicher Country so präsent wie in diesen Tagen! Gut so! Noch bedeutender ist jedoch die Tatsache, daß sich die "neue" Damenbewegung wieder klipp und klar zum Country bekennt, statt sich mit überzogenen, oft allzu bombastischen Pop-Strömungen zu beschäftigen. "Back to the roots" und dennoch modern, heißt die Devise! Neuestes Paradebeispiel dynamischer Nashville-Frauenpower ist die äußerst attraktive Shelly Fairchild mit ihrem überragenden Debut "Ride"! Fantastische, sehr frische, gleichzeitig duckvolle, von der Southern-Schwüle des Mississippi Deltas durchsetzte, wunderbar melodische New Country-/Countrymusic mit durchaus traditioneller Basis, immer leicht angerockt und mit einem dezent rootsigen Touch versehen. Herzhafte E-Gitarren vereinen sich mit herrlichen Acoustic Gitarren, Dobros, Mandolinen, Fiddles, Steelguitars und einer immer knackigen Rhythmussektion. Das hat richtig Würze! Dazu besitzt Shelly eine ganz wunderbare, ungemein kraftvolle, voller Energie steckende, klare Stimme, fast wie eine powernde Kombination von Trisha Yearwood, Pam Tillis und Patty Loveless, aber mit dem Feuer ihres "Mississippi-Delta"-Blutes. Das Shelly Fairchild sich selbst voller Bescheidenheit als ein "simple, small-town Misssissippi girl" charakterisiert, spricht für ihren Charme. Immerhin hat sie es sofort geschafft, ist aber auch kein Wunder bei ihrer Klasse, direkt für ihre erste CD einen Major-Label-Deal zu ergattern, von den etablierten Songwritern der Szene sofort mit vollstem Vertrauen und dementsprechend gutem Songmaterial bedacht zu werden, ganz zu schweigen von den vielen in das Werk involvierten erstklassigen Musikern. Diese Entwicklung kommt allerdings auch nicht ganz zufällig. Shelly stammt aus einer musikbegeisterten Familie. Bereits in der High School sammelte sie erste Bühnenerfahrungen,
gefolgt von Anstellungen im Theater, sowie in großen Musicals, was letztendlich in einer fundierten Ausbildung ihrer Stimme mündete. Auch großes kompositorisches Talent darf man Mrs. Fairchild attestieren, was sie bei vier der insgesamt elf Songs dieses Silberlings eindrucksvoll beweist. Durchaus interessant vielleicht auch, daß die berühmte Motorrad-Marke Harley Davidson sie mittlerweile als Werbeträgerin an sich gebunden hat, was absolut nachbollziehbar ist. Mit ein wenig Verzögerung ist ihr großartiger Erstling (die Veröffentlichung wurde mehrere Male verschoben) mit dem zum gerade geschilderten Sachverhalt passenden Titel "Ride" nun endlich erhältlich. Schon ab der ersten Note des mit einer sexy-bluesigen Stimme vorgetragenen Openers "Kiss Me" spürt man förmlich, wie es in diesem feurigen schwarzhaarigen Vulkan brodeln muß, bis er letztendlich seine heiße Song-Lava eruptionsartig in die musikalische New-Country-Landschaft ablassen kann. Eine glühende, voller Southern Soul steckende, unter die Haut gehende, angerockte Ballade mit tollem Banjo- und Dobro-Picking, aber auch schön satten E-Gitarren und einer wunderbaren Melodie. Ein klasse Sound! Ihre Produzenten, Country-Veteran Buddy Cannon (Kenny Chesney, Reba McEntire, George Jones) sowie Kenny Greenberg (Edwin McCain, Allison Moorer, The Mavericks), im übrigen einer der gefragtesten Studio-Gitarristen der Szene und hier natürlich mit an Bord, haben ein sehr atmosphärisches, lockeres, und doch ungemein knackig abgemischtes Gesamtwerk hinbekommen. Man spürt oft die heiße, schwüle Luft des Mississippi-Deltas durch die Songs strömen. Sehr stark sind beispielsweise die temporeichen Stücke wie "Ready To Fall" (ein klasse New Country-Rocker) oder ihre
erste Single "You Don’t Lie Here Anymore" (voller Biker-Flair steckender Counmtryrock mit frischer Mandoline und herzhaften E-Gitarren), wo Shelly mit einer rotzfrechen "Röhre", sehr angenehm eine Art zurückhaltende Aggressivität versprüht. Toll! Herausragend auch ihr "dreckiger" Vortrag bei "Down Into The Muddy Water" mit glühender Slide, rockigen Rhythmusgitarren, Honkytonk-Piano, fetzigen Drums und fetten, aber nie nervenden Bläsereinsätzen, sowie einem filigranen Greenberg-E-Gitarren-Solo. Genial auch dieser locker, flockige Southern-Honkytonk-Blues "I’m Goin’ Back", ein rhythmischer Footstomper mit herrlichen Harmonika-Fills. Das sie es auch etwas ruhiger beherrscht, zeigen solch brillante Stücke wie die zweite Single "Tiny Town" (wunderbar melodischer, sehr satt instrumentierter New Country mit toller Steel, Fiddle, fetter E-Gitarre und kraftvollem Rhythmus), "Eight Crazy Hours" oder "Fear Of Flying" (herrlich frische, kraftvolle Country-Ballade im 3/4-Takt), wobei ihre innere Power dennoch stets gewahrt bleibt. Ein Vulkan eben! An den sinnbildlichen Vergleich anknüpfend, kann man nur auf viele weitere musikalische Nachbeben dieses Niveaus hoffen! Dafür: Good luck, Shelly! Dein Debut jedenfalls ist ein Knüller! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 3250
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

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Foster, Radney - this world we live in [2006]
Vier Jahre sind bereits wieder ins Land gezogen, seitdem uns die eine Hälfte des einst in Nashville so erfolgreichen Duos Foster & Lloyd mit dem tollen "Another Way To Go" so begeistert hatte. Untätig war ein Mann dieses musikalischen Formates in der jüngeren Vergangenheit allerdings nicht. So produzierte er beispielsweise die Randy Rodgers Band, schrieb Songs für Größen wie u. a. Keith Urban, die Dixie Chicks oder Kenny Chesney, und, und, und! Hier ist sie nun endlich, die neue, einmal mehr ganz hervorragende Scheibe des ohne Zweifel zu den besten texanischen Songwritern zählenden Radney Foster: Wunderbarer, rootsiger Texas-Country/Alternate Country/Countryrock/Americana vom Allerfeinsten mit einem tollen, schön trockenen, auf den Punkt genau produzierten, angerauten, "gritty" Sound! Zehn neue Stücke, alle aus seiner Feder, zum Teil in Kooperation mit exzellenten Co-Writern, wie Blue Dogs-Frontmann Bobby Houck, Jack Ingram oder Darrell Brown, mit dem er sich auch die Produktionsarbeit teilte. Bediente er sich bei seiner letzten Scheibe noch einer Menge Begleitmusiker aus dem schier unerschöpflichen "Nashville-Pool", so versammelte er diesmal eine tolle, namhafte Band langjähriger Freunde um sich, wie Drummer Charlie Drayton und den "alten" Westcoast-Haudegen Waddy Wachtel (Linda Ronstadt; Warren Zevon, James Taylor, John David Souther, Ronin, Bob Dylan) an der E-Gitarre (beide haben schon auf Keith Richard’s Solo-Alben zusammen gearbeitet), Session Bass-Veteran Bob Glaub (u.a. Jackson Browne) und dem Keyboarder Rami Jaffe, vielen sicher nicht nur als Mitglied der Wallflowers ein Begriff. Mit an Bord sind auch wieder der starke Slide-Gitarrist Mike McAdam und ein weiterer Klassemann an der E-Gitarre, Adam Shoenveld, der etatmäßig bei Big & Rich die Saiten bedient. Und um es nochmal klar herauszustellen: Radney Foster ist schlichtweg wieder ein Sahneteil gelungen. Dem leicht Stones-infizierten, Slide-angerockten, rootsigen, trockenen "Drunk On Love" folgt mit "Sweet And Wild" ein wunderbar melodischer Americana-Midtemposong. Bei beiden Songs glänzt neben der starken instrumentellen Umsetzung Sarah Buxton mit ihrer klasse Stimme im Background, die gegen Ende der Stücke mit in den Vordergrund tritt. Die Ballade "The Kindness Of Strangers" lebt von Foster’s starker Akustikgitarrenarbeit, toller atmosphärischer Cello-Untermalung und einem bewegend geschriebenem und gesungenem Text. Ganz große Klasse! Der anschließende, exzellente, forsche Retro Country-Rocker "Big Idea" (erinnert stark an alte Foster & Lloyd-Hits) reißt einen regelrecht aus der poetischen Welt des Vorsongs, und bildet den gelungenen Vorläufer zum Center-Song des Gesamtalbum’s, "Half Of My Mistakes". Was für eine herrliche Melodie! Auch hier wieder ein toller Text, der Menschen dazu ermutigt, viele Dinge im Leben einfach zu riskieren, auch wenn mal etwas schief laufen sollte. Der Lerneffekt und viele positive Dinge, die sich trotzdem daraus entwickeln, sind laut Foster nicht zu unterschätzen. Den gleichen Song hat vor geraumer Zeit fast ebenso gut Jace Everett auf seinem Erstling, allerdings etwas mainstreamiger, interpretiert. Bei Radney Foster wirkt das Stück etwas kantiger, zurückhaltender und einen Schuss introvertierter. Starke Slide-Arbeit hier vom bereits erwähnten Mike McAdam. "New Zip Code" (mehr balladesk) und "Prove Me Right" (wäre auch durchaus von der Randy Rogers Band oder Chris Knight coverbar) liefern wieder etwas leichter verdauliche, überaus melodische Gute Laune-Kost, letzteres in durchaus Nashville-kompatibler, radiotauglicher, wenn auch leicht rootsiger Country-Manier, voller Hooklines, die ein wenig an Radney’s Frühwerke erinnern. Stark hier die angenehmen Fiddle-Fills. Eine weitere "Killer"-Ballade folgt mit "Fools That Dream". Im Background diesmal die zauberhafte Kim Richey, die auch beim Vorgänger schon ihre Stimme zur Verfügung gestellt hat. Zum Abschluss folgt dann noch mal ein herrlich locker dahinfließender, super-melodischer Alternate Country-/Roots-/Americana-Song, den Foster zusammen mit Jack Ingram komponiert hat. Neben dem eingängigen Rhythmus und den lässigen Drums stechen hier die immer wieder eingestreuten und punktgenauen Stratocaster- und Slide-Fills im harmonischen Wechselspiel heraus. Klasse Orgelarbeit auch vom Rami Jaffe. Das Stück hält einen noch Minuten nach Ende der CD regelrecht gefangen. Ein würdiger Abschluss eines wieder einmal großen Albums! "This World We Live In" etabliert und festigt Radney Foster's Platz in die Riege der heutigen, wichtigen, ganz großen texanischen Singer-Songwriter im Country-/Americana-Bereich nachhaltig. Durch und durch beeindruckende und fesselnde Musik! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 4063
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 7,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Big idea
New zip code
Prove me right
Fools that dream
Never gonna fly

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Jackson, Alan - like red on a rose [2006]
Eigentlich wollte sich Alan Jackson mit seinem neuen Werk den schon lange gehegten Wunsch eines Bluegrass-Albums erfüllen. Zumindestens für diese Aufnahmen beschloß er, sich vorübergehend von seinem Stamm-Produzenten Keith Stegall zu trennen (er betont jedoch eindeutig, daß künftige Zusammenarbeiten mit Stegall wieder jederzeit möglich sind) und "heuerte" dafür die wunderbare Alison Krauss an. Die beiden feilten, suchten Songs aus, machten sich ewige Zeiten lang Gedanken um die neue Scheibe, bis schließlich ein Album herauskam, das alles andere als ein Bluegrass-Album, aber dennoch etwas ganz Besonderes wurde: Eine herrliche, überaus intime, einfühlsame Ansammlung von 13 wundervollen Liebesliedern und Blues-getränkten Country-Balladen, die Alan Jackson zu absoluter Höchstform auflaufen lassen. Damit ist "Like red on a rose", nach dem Gospel-Werk "Precious memories", bereits das zweite Werk, das Jackson in 2006 veröffentlichte - und wieder zeigt es einen Country-Star, der voller Überzeugung bereit ist, einmal die üblichen Pfade zu verlassen und in beeindruckender Art und Weise seiner musikalischen Kreativität freien Lauf zu lassen. Erst solche Werke etablieren einen Star auch als einen großen Künstler - und das gelingt dem gefeierten Traditionalisten hier mit Nachdruck! Die Songs sind allesamt ruhig und bedächtig, Uptempo-Nummern sucht man vollkommen vergebens! Doch alle Balladen, obwohl sie sehr oft den Blues haben, werden immer vollkommen "country" interpretiert! Alan Jackson singt einfach großartig, voller Gefühl und überaus inspiriert. Die Arrangements, allesamt mit kompletter Band eingespielt, sind zumeist sehr sparsam und unaufdringlich gehalten, haben aber auch ihre durchaus knackigen Momente. Sie werden immer wieder bestimmt von sehr variantenreichem Piano-Spiel (Gordon J. Mote und Jimmy Cox), überaus sauberen und klaren Acoustic Gitarren (Ron Block von Alison Krauss' Union Station) und den traumhaften, unwiderstehlichen, rootsig angerauten, würzigen Lap Steel-Einsätzen des großen Jerry Douglas, dem damit eine zentrale Rolle unter den Instrumental-Solisten zuteil wird. Was entsteht, ist ein phantastisches, intimes, zuweilen gar besinnliches, entspanntes Country-Blues-Feeling voller Authentizität und Hingabe. Die weiteren, hochkarätigen Musiker: Alison Krauss (Fiddle), Viktor Krauss (Bass - im übrigen Alison's Bruder), Kenny Vaughan (E-Gitarre), der großartige, legendäre Soul-, Funk- und R & B-Drummer Bernard Purdie, der in den Sechzigern, Siebzigern und Achtziger mit Leuten wie James Brown, Louis Armstrong, Aretha Franklin und Dizzy Gillespie, um nur einige zu nennen, im Studio und auf Tour war, u.s.w.! Die Background-Stimmen gehören u.a. Sam Bush, Alison Krauss, Dan Tyminski, Cheryl White, Suzanne Cox und Lee Ann Womack! Wunderschönes Piano-Spiel dominiert das langsame, einfühlsame Eröffnungsstück "Anywhere on earth you are", welches zudem durch zurückhaltende Steel-/ und Acoustic Guitar-Einsätze, aber auch mal durch eine "versteckte" Fiddle verfeinert wird. Es folgt der sehr emotionale und gefühlvolle Roots-Country-Blues "Good imitation of the blues", dessen bedächtige Basis aus großartigem "Barroom-Swing-Piano"-Spiel mit einer überaus würzigen, erdigen, angerauten Lap Steel-/E-Gitarren angereichert wird, was zusammen mit Jackson's gewohnt sauberem, prächtigem Country-Gesang eine hinreißende Kombination ergibt. Das Titelstück "Like red on a rose" ist abermals eine wunderschöne, bluesige Ballade, erneut sehr ruhig dargeboten, dann aber herzhaft gewürzt mit einer durchaus kräftigen Lap Steel - dazu eine tolle Melodie! Etwas funky, soulig groovend wird's beim starken, etwas knackigeren, rhythmischen "Nobody said that it would be easy", während das melodische "Don't change on me" einen dezent spirituellen Charakter aufweist. Sehr schön auch die ruhige, bluesige Country Waltz-Ballade "As lovely as you" (da erinnert man sich gar ein wenig an Don Williams), sowie das durchaus wieder knackige, von tollen Twin E-Gitarren eingeleitete, voller "Soul" steckende "A woman's love"! Neben einer Coverversion von Leon Russell's "Bluebird" enthält das Album zudem eine traumhaft schöne, geradezu Gänsehaut erzeugende Version des alten Herb Pedersen-Klassikers "Wait a minute", herrlich von Jackson vorgetragen auf der Basis eines tollen Drummings von Purdie und durchzogen von meisterhaften Lap Steel-Linien Jerry Douglas'! Welch ein großartiges, gefühlvolles Album von Alan Jackson! Einfach nur zuhören und genießen! Und mit jedem Zuhören "wächst" das Album weiter - auch ein Beweis für die außergewöhnliche Qualität dieser Musik! Unvergänglich, zeitlos, schön!

Art-Nr.: 4441
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Jackson, Alan - precious memories [2006]
Alan Jackson überrascht uns diesmal mit einem Gospel-Album! Ursprünglich hatte Jackson die Lieder dieses Albums wohl gar nicht für eine Veröffentlichung vorgesehen, denn die Aufnahmen waren lediglich als ein Geschenk an seine Mutter und Schwiegermutter gedacht. Doch als RCA-Chef Joe Galante die Songs in die Hände fielen, war dieser dermaßen begeistert, daß er solange auf Jackson einredete, bis der endlich einer "breiten" Veröffentlichung zustimmte. Gut so! Was wir erleben, "is an album with roots as deep as the southern town where Alan Jackson grew up, where life lessons were learned, and where a "hymn" was more than a song: it was a way of life"- wie es in einer amerikanischen Pressemitteilung heißt! Seht traditionell, christlich religiös, covert Jackson 15 Gospel-Standards, die er voller Gefühl, Emotion und Besinnlichkeit interpretiert. Unter anderem bringt er "The old rugged cross", "Blessed assurance", "When we all get to heaven", "How great thou art", "Are you washed in the blood", "What a friend we have in Jesus", "I want to stroll over heaven with you" und viele mehr! Alles ist sehr sparsam arrangiert. Jackson wird lediglich von Brent Mason an der Acoustic Gitarre und von Gary Prim (Piano und Orgel) begleitet. Das einzige etwas schwungvoller Stück ist "I'll fly away", das in einem herrlichen, leicht Bluegrass angehauchten, voller Southern Soul steckenden Uptempo Country-Gewand aus den Lautsprechern fließt! Großartig auch das sentimentale "'Tis so sweet to trust in Jesus", bei dem neben Alan's Ehefrau Denise auch seine beiden Töchter Mattie und Ali Jackson im Background mitsingen. Das Album hat einen wunderbaren Klang. Alan Jackson's Stimme übt die selbe Anziehungskraft aus wie immer, sodaß seine Fans auch bei diesem, "etwas anderen" Album vollends hinter ihrem Idol stehen werden! Allerfeinster Country-Gospel - ruhig, gefühlvoll, besinnlich!

Art-Nr.: 3945
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Jennings, Waylon - nashville rebel [2006]
4 CD-Box-Set! Prachtvoll aufgemachte, opulente 4 CD-Box im "Longform"-Format mit herrlich edlem Prägedruck! Enthält neben den 4 CDs ein fantastisches, "fettes" 142-seitiges Booklet (eigentlich muß man das schon als Buch bezeichnen) mit Unmengen von Fotos und Informationen aus der Karriere dieses so bedeutenden Mannes des Outlaw-Countrys! Es ist die erste, vollkommen Label-übergreifende Compilation überhaupt unter den vielen Sampler-Veröffentlichungen von Jennings. 92 Songs, viele Hits, viele seltenere, aber sehr wichtige Titel, einige Raritäten, manche davon bislang unveröffentlicht (enthält unter anderem ein bis dato noch nie veröffentlichtes Duett mit Johnny Cash, und jede Menge Duette mit Willie Nelson, Johnny Cash, Hank jr., Jessi Colter, u.s.w.! Betrachtet werden die Jahre 1958- 2005! Sämtliche Tracks sind "brilliantly remastered"! Rund 4 1/2 Stunden Spielzeit! "The Original Outlaw Finally Gets His Due!" Eine essentielle Box mit keinerlei unwichtigem Füllmaterial eines der ganz großen Musiker Amerikas! Grandios!

Art-Nr.: 4512
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 48,90

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Keith, Toby - white trash with money [2006]
Mächtig aktiv ist er, dieser Toby Keith, doch es tut der Qualitiät seiner Arbeiten keinen Abbruch! Nicht die Spur! Im Gegenteil: Knapp ein Jahr nach "Honkytonk university" präsentiert sich Keith auf seinem neuen Album "White trash with money" lockerer, gelöster, varaibler, spielfreudiger und in einer gewissen Weise, bezogen auf die große Vielfalt der Songs, auch mutiger als je zuvor! Es ist zum einen die erste Veröffentlichung auf seinem eigenen, unabhängigen Label "Show Dog Records", zum anderen hat er sich musikalisch vorerst von seinem langjährigen Produzenten James Stroud verabschiedet und das Werk zusammen mit der bei vielen Fans hoch eingeschätzten Sängerin Lari White produziert, deren Einflüsse für ein paar gelungene "Farbtupfer" auf dem Album sorgen. Natürlich macht er prinzipiell da weiter, wo er zuletzt aufgehört hat, doch das Material steckt voller Abwechslung und Finesse: Traditioneller, "real" Country, durchaus mainstreamig und vor allem radiotauglich, aber voller Ideenreichtum. Denken wir nur an die dynamischen Bläsersätze bei dem tollen Eröffnungsstück "Get drunk and be somebody", einem schwungvollen, duchaus toughen, aber auch froh gelaunten Uptempo "Blue Collar"-Honky Tonk-/Traditional Country-/New Country-Party-Knaller, der voller Drive und forschen Rhythmen diese Bläser mit schöner Fiddle, Gitarren und dezenten Dobro-Klängen vereint. Aber das ist bei weitem nicht der einzige Höhepunkt: Da haben wir beispielsweise die großartige, sehr flüssig aus den Lautsprechern kommende "Strings-driven" Balersfield Country-Nummer "A little too late", die mit ihrem dezent nostalgischen Touch und in ihrer Struktur an die großen Hits von Dwight Yoakam zu erinnern scheint, die voller "green-eyed soul" steckende, schöne Liebes-Ballade "Can't buy you money", deren Streicher sich bestens mit einer wunderbaren Steelguitar vertragen (hier spürt man Lari White's Einflüsse besonders), der satte, mit rassigen Gitarren-Riffs ausgestattete, rockin' Outlaw-Countrysong "Grain of salt", der trockene, knackige Countryrocker "Note to self" mit seinem tollen E-Gitarren-Arrangement, dem starken, äußerst cool wirkenden Gesang (überhaupt sind Toby's Gesangsleistungen insgesamt auffallend stark) und der klasse Melodie, sowie die entspannte, sehr traditionelle Ballade "Too far this time"! Zudem enthält das Album, wir kennen das bereits von "Shock'n y'all", wieder drei sogenannte "Bus songs", das sind Lieder, die Toby Keith und sein Gitarrist Scotty Emerick unterwegs "on the road" geschrieben haben, und die sie dann bei den Shows live präsentierten: Zuerst, das lässige, semi-akustische "Brand new bow", das wie eine trockene Numer an der Schnittstelle Alan Jackson/Jimmy Buffett rüberkommt (lustiges Bläserinstrument, Dobro, Akkordeon, klasse Percussion), gefolgt von der sehr traditionell verwurzelten Classic Country-Nummer "Hell no" (feine Steelguitar) und dem flotten, lockeren Johnny Cash-like "Runnin' block" - alles starke Songs im Full Band-Arrangement! Toby Keith zeichent seit langem eine qualitativ hohe Konstanz aus, was in "White trash with money" eindrucksvoll seine Fortsetzung findet! Gratulation! Total angesagter Nashville-Stoff, an dem wohl jeder "moderner Cowboy", der etwas auf sich hält, seine Freude haben dürfte!

Art-Nr.: 4062
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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LaRue, Stoney - the red dirt album [2005]
Die "Red Dirt"-Szene in Texas und Oklahoma blüht! Und wie! Stoney LaRue ist zum einen ein guter Kumpel von Cody Canada (Cross Canadian Ragweed), zum anderen hat niemand geringerer als Mike McClure (ex Great Divide, jetzt Mike McClure Band), der auch bei den letzten Alben von Cross Canadian Ragweed an den Reglern saß, produziert, - beide, Canada und McClure, spielen im übrigen (jeweils Gitarre) auch mit -, und dann heißt das Werk auch noch "The Red Dirt Album"! Was da heraus kommt? Allerfeinster, traumhaft melodischer, unwiderstehlicher "Red Dirt" Roots-/Americana-/Countryrock, mit dem sich LaRue nahtlos in die Riege solcher Bands wie Great Divide, Mike McClure Band, Wade Bowen & West 84, Randy Rogers Band oder Cross Canadian Ragwed einreiht. Ähnlich, vor allen Dingen aber genauso komptetent und versiert, wie die vorgenannten Kollegen (LaRue ist ein großartiger Songwriter), vereinbart er diese erdige, staubige Oklahoma-Mentalität mit geradzu faszinierenden, wunderbaren Melodien, wie das eben nur in der Gegend von Texas und Oklahoma möglich zu sein scheint. Die Songs wollen einem nicht mehr aus dem Ohr weichen. Die Spannbreite reicht von Steel-getränkten Country(rock)-Balladen, über staubige Americana-Titel, auch mal einem Texas-Swing, der ein oder andere semi-akustischen Nummer, bis hin zu mit feinen Twin-Gitarren und viel Southern-Flair versehenen, angerauten, knackigen, rootsigen Texas-Countryrockern! Hat viel Twang! Insgesamt gehen die Songs des Albums nicht so nach vorne, wie beispielsweise bei Cross Canadian Ragweed. Sie vermitteln eher ein relaxteres Feeling, strahlen dabei aber dennoch, und das ohne jeden Zweifel, dieselbe, staubige, raue, "kratzige" und gleichzeitig so melodische "Red Dirt"-Atmosphäre aus, die die immer größer werdende Fanschar dieser Art von Musik so nachhaltig begeistert. Stoney LaRue ist ein toller Sänger! Seine Stimme ähnelt phasenweise sehr der von Ragweed's Cody Canada und verfügt zudem über einen dezenten "Southern-Vibe"! Es paßt einfach alles prächtig zusammen! Gleich das erste Stück des Albums, "Down in flames", ist eine wahre Traum-Nummer: Hinreißender Midtempo Americana-/Countryrock an der Schnittstelle Great Divide/Cross Canadian Ragweed, geprägt von einem klaren, bestens abgestimmten, transparenten, knackigen Sound, durchzogen von einer tollen Melodie, und dabei dennoch eine Menge trockenen, texanischen Staub aufwirbelnd! Großartige, dezent dreckige, elektrische Lead-Gitarren, zuweilen in einem wunderbar harmonischen Twin-Sound, ziehen sich wie ein roter Faden durch den Song und versprühen darüber hinaus ein leichtes Southern-Flair! Texas/Oklahoma Countryrock, wie man ihn besser kaum spielen kann. Mit dem anschließenden "Closer to you" schiebt LaRue gleich den nächsten "Hit" hinterher: Wunderbar retro eingefärbter, dennoch ungemein frisch erscheinender, von einer traumhaften Steel durchzogener, relaxter Country(rock), der sowohl ein leichtes Border-Flair vermittelt (hauptsächlich erzeugt durch das großartige Acoustic Guitar-Picking), als auch erneut ein leichtes Southern-Feeling. Einen dezenten keltischen Einschlag, aber auch ein gepflegtes Western-Flair, zieht sich durch das mit prächtigen Fiddles und tollen Acoustic Lead-Gitarren instrumentierte, flotte, gut tanzbare "Idabel Blues", die richtige Mucke, um es in einer von vielen irisch abstammenden Texaner besuchten Pinte einmal hoch hergehen zu lassen - die nötige Portion Whiskey bereits intus! Mit "Downtown" hören wir anschließend eine traumhaft melodische, herrliche Countryrock-Ballade, geprägt von tollen Gitarren (sehr stark das herrlich satte Solo in der Mitte) und einer wohligen, im Hintergrund agierenden Orgel, während man bei "Solid gone" dann mal zu einem pfiffigen, trockenen, mit akustischen Instrumenten (Gitarren, Dobro, Fiddle) arrangierten, swingenden, erstklassigen, lupenreinen Texas Country-Stück übergeht. Großartigen, knackigen, riffigen, leicht Southern-angehauchten Gitarren Roots-/Countryrock präsentiert LaRue anschließend bei dem zusammen mit Cody Canada komponierten "Walk away". Kein Wunder, daß diese Nummer auch Cross Canadian Ragweed wie auf den Leib geschrieben wäre. Hat gut Power und wird von satten Gitarren bestimmt! Fantastsich auch der wundervolle, flockige, knackige, wieder so herrlich melodische Countryrocker "Texas moon", dessen traumhaftes Steelguitar-Spiel, zum Teil parrallel mit einer würzigen E-Gitarre, einfach Gänsehaut erzeugt. Enthält zudem eine erstklassige Coverversion von Rodney Crowell's "Bluebird wine" (kennen wir auch bereits von Emmylou Harris), wie auch von Bob Dylan's Klassiker "Forever young"! Stoney LaRue mit einem von tollen Melodien geprägten, sowohl eingängigen, als auch sehr vielseitigen, ganz wunderbaren Album allerfeinster "Red Dirt"-Roots-/Americana-/Countryrock-Musik, wie sie eben nur in Texas und Oklahoma produziert wird. Erste Sahne!

Art-Nr.: 3603
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Down in flames
Downtown
Solid gone
Walk away
Texas moon

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Lee, Albert - heartbreak hill [2003]
Albert Lee zählt seit über 30 Jahren zu den einflußreichsten Gitarrenvirtuosen der Countryszene. Seit er nach dem Ende seiner Band "Heads Hands & Feet" von England nach Amerika emigrierte, dort auf eine gewisse Emmylou Harris traf und fortan ab Mitte der Siebziger über Jahre hinaus als zentrales Mitglied ihrer legendären "Hot Band" die Lead Gitarre spielte, prägt er mit seinem unverkennbaren Gitarrenspiel die musikalische Begleitung unzähliger Künstler auf unzähligen Alben. Albert Lee und die Hot Band etablierten seinerzeit eine Songstruktur, bei der Instrumental-Breaks, allen voran natürlich diese prächtigen Gitarrenläufe, eine genauso wichtige Rolle spielten, wie Melodie und Lead-Gesang. Lee's Gitarrenstil, dieses schnelle, ungemein flüssige und virtuose Spiel auf der E-Gitarre, sein einzigartiges Picking beeinflußt bis heute nachhaltig zahlreiche Kollegen und junge, neue Gitarristen. Ein Beispiel dafür ist Brad Paisley! So präsentiert Lee, zusammen mit seinem Freund Vince Gill und eben Brad Paisley, also mit 3 Gitarristen, hier auf seinem neuen Album dann auch eine fulminante, neue Instrumental-Version (im übrigen das einzige Instrumental-Stück auf dem Album - alle anderen sind mit Gesang) des Gram Pasons-Klassiker "Luxury liner", bei dem sich die 3 wahrlich halsbrecherische Duelle auf den 6 Saiten liefern. Sie scheinen fliegende Finger zu haben. Ein Hochgenuß für alle Freude erstklassigen Country-E-Gitarren- und Acoustic-Pickings. Wobei wir schon beim Thema von Albert Lee's neuer CD "Heartbreak hill" wären. In Erinnerung an die große Zeit der "Hot Band" nahm er sich zehn von deren vielen, herausragenden Liedern vor, die Emmylou Harris damals so unnachahmlich sang, und nahm sie neu auf! Herausgekommen ist ein wirklich wunderbares Album! Die Songs klingen herrlich flott, frisch, locker und flüssig. Lee's Gitarrenspiel ist einzigartig, wie immer und seine Stimme ist ebenfalls bestens in Form. Natürlich singt hier nicht Emmylou, sondern Albert Lee, doch die Lieder scheinen nichts von ihrer charismatischen Substanz zu verlieren. Beeindruckend demonstriert er mit seinen Begleitmusikern, daß die alten Stücke auch noch im neuen Jahrtausend voller Leben stecken. Eine Knüller-Nummer folgt der nächsten! Es beginnt mit dem Titelstück "Heartbreak hill"! Tolle Version - flott, flüssig, runtergehend wie Öl - in der Mitte mit einem exquisiten E-Gitarrensolo. Herrlich frische Instrumentierung aus Gitarren, Mandoline, Piano, Steelguitar (Buddy Emmons), Bass und Drums (der großartige John Molo - man kennt ihn beispielsweise von Bruce Hornsby und The Other Ones). Gut passend auch der deutlich wahrnehmbare Background-Gesang von Patty Loveless. Genauso locker geht es mit einer tollen Version von Paul Kennerley's "Heaven only knows" weiter. Was für eine tolle Melodie! Background Gesang: Buddy Miller! Nach der etwas ruhigeren, im Duett mit Maura O'Connell vorgetragenen Townes van Zandt-Nummer "If I needed you", voller großartigem electric Picking, folgt eine gut abgehende Version von Emmylou's, ebenfalls von Paul Kennerley geschriebenen, Countryrock-Klassiker "Born to run", bei der sowohl Rodney Crowell als auch John David Souther (ja, auch der "alte" Westcoast Haudegen taucht hier mal wieder auf) mit ihrem Background-Gesang aushelfen. Weitere Knüller: das fantastische"'Til I gain control again" mit tollem Lead Acoustic-Picking, sowie wunderbarer Steel und Mundharmonica, das furiose "Bluebird wine" mit atemberaubenden Wechselspiel aus E-Gitarre, Steel und Banjo (Earl Scruggs), usw., usw.! Der Sound ist glasklar! Die Liner-Notes im Booklet der CD sind von Emmylou Harris geschrieben. Ein herrliches Country-/New Country-Album von einem der ganz großen Musiker der Szene, das sowohl die Nashville-Fraktion als auch Anhänger des rootsigen Alternate Country begeistern dürfte. Ein wunderbare Idee von Albert Lee, diese Stücke nochmal neu einzuspielen. Das hat er fantastisch hinbekommen! Man kann sich daran einfach nicht satt hören...

Art-Nr.: 2170
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 18,90

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Lee, Albert - road runner [2006]
Herrliches neues Album von einem der größten und einflußreichsten Country-Gitarrenvirtuosen, der mit seinem unverwechselbaren Stil in den letzten, gut 30 Jahren, Maßstäbe, nicht nur in der New Country-/Countryrock-Szene setzte! Emmylou Harris' ehemaliger Gitarrist zaubert eine hochkarätige Ansammlung absoluter Retro-"Hot Band"-typischer Country-Knüller aus dem Hut, die die goldenen Jahre dieser Truppe, aber auch den frühen Stil Rodney Crowell's oder Vince Gill's in voller Blüte in das Jahr 2006 transportiert! Auch gesanglich bringt Lee eine Top-Leistung! Die Songs, zumeist recht dynamisch, strahlen eine ungeheure, zeitlose Frische aus! Dabei bedient er sich immer wieder gezielt und sehr geschickt ausgewählter Coverversionen, die er in seinem unverkennbaren Stil, voller Klasse und ausgefeilter Musikalität interpretiert! Seine Spielfreude ist zu jeder Minute spürbar! Immer wieder begeistert Lee mit diesem grandiosen Picking, diesen fantastischen "jaw-dripping, speed-picking", so sauber abgegrenzt und doch so ungeheuer virtuos, mit fliegenden Fingern gespielten, mitreißenden Gitarrenläufen, vor allem bei dem prachtvollen, über 7-minütigen, bestens und absolut melodisch strukturierten Instrumental (es ist die einzige Instrumental-Nummer auf dem Album) "Payola Blues"! Die Scheibe beginnt allerdings mit einer tollen Uptempo-Version des alten Holland/Holland/Dozier-Heulers "(I'm a) Road runner"! Ein typischer "Hot Band"-Retro Country-/Countryrock-Rhythmus mit viel Drive, eine klasse Melodie und im zweiten Teil ein absolut grandioses, völlig locker und lässig vorgetragenes Gitarrensolo, wie es eben nur Albert Lee spielt, machen gleich diese erste Nummer zu einem absoluten "Hit"! Weiter geht's mit der wunderbar melodischen Country(Rock)-Nummer "I'll stop loving you" (prima, die klimpernden Piano-Ergänzungen, im übrigen ebenfalls von Albert Lee selbst gespielt), gefolgt von einer exzellenten, Steel-getränkten, eine schöne californische Frische vermittelnde Fassung von John Hiatt's "Rock of your love", gespickt mit tollen, transparenten Gitarren-Licks! Ganz stark auch die entspannte Version von Leo Kottke's "Julie's house", die von würziger, rootsiger Lap Steel durchzogene Countryrock-Nummer "Didn't start livin'" (wie eine Mischung aus den frühen Rodney Crowell und Vince Gill, mit einem dezenten Schuß NRBQ-Flair), das lockere, mit feinen Mandolinen-Klängen angereicherte, semi-akustische Jimmy Webb-Stück "The moon is a harsh mistress", der mit viel Dampf abgehende Rockin' Country-/Roots-/Honky-Tonkin'-Boogie "Livin' it down", bis hin zu der wunderschönen Version von Richard Thompson's "Dimming of the day", die Albert Lee in einem großartigen Duett mit seiner Tochter Alexandra vorträgt! Musikalische Wegbegleiter sind u.a. Bob Glaub (Bass), Don Heffington (Drums), Buddy Emmons (Pedal Steel), Steve Fishell (Lap Steel), sowie Buddy Miller, Bekka Bramlett und Jon Randall (Background Gesang)! Albert Lee wird seine Magie wohl nie verlieren! Ein großartiges Album!

Art-Nr.: 4113
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
(I'm a) Road runner
I'll stop loving you
Rock of your love
Didn't start livin'
Working on love

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