Artikel 1 bis 15 von 39 gefundenen...

[1-15] [16-30] [31-45]

 
American Minor - same [2005]
Jawohl, handfester, handgemachter, klassischer, ordentlich dampfender, von fetten Gitarren umgebener Retro-Hard-Riff-Rock, durchzogen von dem Geist des "hard-edged Blues-Boogie of the '70s", ist niemals unterzukriegen, solange sich solche hervorragenden, jungen Bands wie das bärenstarke Quintett American Minor aus dem Kanawha River Valley von Southern West Virginia dieser Musik annehmen! Herrlich! Schon die Cover-Photos der 5 langhaarigen Typen lassen vermuten, daß es sich hier vielleicht gar nicht um eine Band des 21. Jahrhunderts handelt, sondern eher um ein paar Grass rauchende Hippies der Spät-Sechziger oder Früh-Siebziger, die den glorreichen Rock'n Roll einer Epoche praktizieren, als Bands wie Humble Pie, Bad Company, die Rolling Stones, AC/DC, Lynyrd Skynyrd, Foghat & Co. die Szene regierten. Auch Parallelen zu den Black Crowes, der Steepwater Band, Aerosmith oder jüngst Kings Of Leon und Silvertide, sind nicht von der Hand zu weisen! American Minor, alles erstklassige Musiker, (2 großartige Gitarristen, Bass, Drums und mit Robert McCutcheon ein toller, intensiver, inbrünstiger, "soulful" Lead-Sänger - dazu als Gast auf vielen Stücken der Wallflowers-Keyboarder Rami Jafee)) gehen hart, sehr kraftvoll, mit viel Dampf und Druck an die Arbeit, spielen herrlich dreckig, rau, unbekümmert und schön rotzig, wirken dabei aber gleichzeitig bereits überaus kompetent und ausgereift! Auch die vom Tempo her eher balladeskeren Stücke strotzen nur so vor rauem "Dreck" und "Schmackes"! Die Gitarrenbretter werden ordentlich bearbeitet! Dabei bestechen sie mit starkem Songwriting und trotz aller Kraft mit gut hängen bleibenden, prächtigen Strukturen und Melodien! Und der Charme des Südens ist immer spürbar! Immer wieder gibt's brodelnde, "bluesy" Gitarrenritte, wobei die beiden Gitarristen bestens miteinander harmonieren. Es ist schon erstaunlich mit welcher Authentizität sich solche jungen Bands wie American Minor (und sie sind ein Musterbeispiel für diese Entwicklung) dieser, so tief in den Siebzigern fundamentierten Musik hingeben, ihren Spirit bewahren, und diesem wunderbaren Retro-Feeling eine natürliche Portion rotziger Frische verpassen, sodaß es auch in der heutigen Zeit absolut salonfähig ist und sogar immer neue Freunde gewinnt! Los geht's mit dem dynamisch rockenden, von kernigen Riffs geprägten, straighten, astreinen "Walk on", durchzogen von powernden, glühenden Gitarren-Licks! Großartiges Parallel-Gitarrenspiel zu dem starken Lead-Gesang und prächtige, kleine Twin-Passagen während des kurzen, kochenden Solos sorgen für ordentlich Feuer! Hat ein dezentes Southern-Flair! Es folgt mit "Break" eine absolute "Killer"-Nummer: Exzellenter, southern-fueled, von fulminanten, fleischigen Gitarrenriffs geprägter, rotzig, dreckig dargebotener, fetter, klassischer, aber ungemein zeitgemäßer Rock, der trotz der "saftigen" Power mit seiner wunderbaren Melodie einfach runter geht wie Öl! Hervorragend integriert ist hier eine zurückhaltende, äußerst angenehme Orgeluntermalung des bereits erwähnten Rami Jafee! Und so folgt ein Highlight dem nächsten: Zum Beispiel das groovende, wieder schön rotzige, sowohl ein leichtes Jam-, als auch ein unaufdringliches, schönes "Hardrock-Retro-Psychedelic"-Feeling verbreitende, von feurigen Gitarrenläufen gezierte, druckvolle, an die Black Crowes erinnernde, fantastische "Cheaters & Non-Believers", das dreckige, bluesige, southern-rooted "Mr. Queen", das wunderbare, etwas funkig angehauchte, wieder schön raue, von massiv rockenden Gitarren durchzogene "Don't jump the gun", das harte, kantige, fette, riffige, bluesige, einmal mehr von einer leichten Southern-Brise durchwehte, Black Crowes meets Bad Company-like "Buffalo creek", usw, uws., bis hin zum finalen, leicht psychedelischen, Hippie-mäßigen "Sleepwalker"! Kein Zweifel, American Minor halten ihr hohes Niveau von vorn bis hinten durch, genauso wie wie ihre intensive Kraft! "Geiler", harter "Kick-Ass"-, "In Your Face"-Classic Retro-Gitarren-Rock mit dezentem Southern-Feeling, genauso dreckig, rotzig und roh, wie professionell, melodisch, lebendig und frisch, von dem man niemals genug bekommen kann!

Art-Nr.: 3840
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Walk on
Break
Don't jump the gun
Buffalo Creek
Change

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Anastasio, Trey - plasma [2003]
2 CD-Set! Interessante Doppel Live-CD des Phish-Gitarristen und Sängers Trey Anastasio, aufgenommen während seiner US-Tour zwischen Juni und November 2002 bei 9 verschiedenen Shows! Eine abgefahrene Jam-Fusion-Orgie seiner 9-köpfigen Band, weitgehend im wahren Big Band-Sound mit einer frenetischen Bläser-Sektion aus 5 Leuten. Dabei vermischen sie im großen Stil Jazziges, Latin-mäßiges, mächtig Funkiges, Souliges, Rockiges, Samba-mäßiges, Reggae, Swingendes und Groovendes zu ausgedehnten Jam-Ausflügen, bei denen natürlich auch Anastasio's außergewöhnliches Gitarrenspiel gut zur Geltung kommt. Gute Percussion! Viele lange Stücke! Allein 2 Tracks gehen um die 22 Minuten! Enthält unter anderem 7 bislang völlig unveröffentlichte Stücke, 3 Phish-Tracks und ein gelungenes Cover von Bob Marley's "Small axe"! Fast 130 Minuten Spielzeit! Prima Sound!

Art-Nr.: 1934
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 25,90

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Assembly Of Dust - some assembly required [2009]
Assembly Of Dust, jenes exzellente, im Jahre 2002 von dem einstigen Strangefolk-Frontmann Reid Genauer gegründete Quartett aus New York, das seit seinem Erscheinen im Jamrock-Circuit, eine stetig steigende Fanschar hinter sich weiss und in der Szene immer mehr Ansehen erlangt, legt nun mit "Some Assembly Reqired" sein neues Studioalbum vor - und es ist ein ebenso besonderes wie starkes. Alle 12 Tracks, im übrigen samt und sonders von Genauer komponiert (4 davon zusammen mit dem Keyboarder Nate Wilson), zeichnen sich dadurch aus, dass sie, neben der eh schon hervorragenden Umsetzung der Band, jeweils durch einen weiteren hochkarätigen musikalischen Gast massgeblich mitgestaltet werden. Leute wie beispielsweise David Grisman, Richie Havens, Mike Gordon (Phish), Grace Potter (Grace Potter and the Nocturnals), Bela Fleck, Jerry Douglas oder Al Schnier (Moe.) bereichern AOD's so wunderbaren, aus feinsten Zutaten von Folk, Americana, Countryrock, Bluegrass, Roots, Blues und Rock generierten Jam-Sound mit ihrer ganzen künstlerischen und instrumentellen Klasse. Alles klingt einerseits schön retro und andererseits ungemein zeitgemäß. Deutliche Spuren und Einflüsse solcher Leute wie Grateful Dead, String Cheese Incident, The Band, Neil Young, Railroad Earth, Moe. und Little Feat sind wahrnehmbar, doch Assembly Of Dust verschmelzen all dies zu ihrem ganz eigenen, stets eine gewisse Lockerheit, elegante Leichtigkeit und unbeschwerte Frische ausweisenden, sehr melodischen musikalischen Gebilde, dass auf ausgezeichnetem Songwriting basiert. Zudem zieht durch die Musik fast immer ein leichter "haunting Southern vibe", der so etwas wie "an old South of days gone by" und "a South of pickin' on porches, classic literature and strong whiskey" suggeriert. Highlights, eines allerdings durch und durch großartigen Werkes, sind beispieldsweise solche Nummern wie der fantastische Opener "All that I am now", ein einerseits lockerer, anererseits kraftvoll "galoppierender", melodischer Rootsrocker, umsäumt von schönen transparenten Gitarren mit einem leicht psychedelischen Touch (zieht einen Bogen von den legendären Byrds bis hin zu My Morning Jacket), der satte, riffige, sehr kernige Rocker "Pedal down" mit einem leichten "The Beatles go South"-Flair, der wunderbar rootsige Americana-/Folk-Jamrocker "Cold coffee", verfeinert mit exzellenten Mandolinen-Zusätzen von David Grisman (tolle Melodie, und ein herrlicher, markanter, genau die Schnittstelle von Neil Young und The Band treffender Rhythmus), der frische, melodische, folkige, von Banjo-Wizard Bela Fleck (klasse Solo) unterstützte Country-/Roostrocker "Edges", der wunderbar flüssig daher kommt (erinnert in seiner Rhythmik zuweilen an Sachen von Mark Knopfler), das ähnlich gelagerte, Country-infizierte "Leadbelly" mit Jerry Douglas' herausragender Dobro- und Pedal Steel-Arbeit, oder auch der großartige, kraftvolle Southern Rocker "High brow" mit seinen Reminiszensen an The Band, The Marshall Tucker Band, Lynyrd Skynyrd und My Morning Jacket (Genauer's Gesang erinnert mit seinem leicht psychedelischen Hall ein wenig an MMJ's Jim James), inklusive eines fetten, kochenden E-Gitarren-Solos von Moe.'s Al Schnier. 54 1/2 Minuten lang prächtiges, neues Material von Assembly Of Dust! Die Rootsrock-/Jamrock-Freunde mit Bezügen irgedwelcher Art zu den genannten Referez-Künstlern werden ihre Freude haben...

Das komplette Tracklisting:

1. All That I Am Now (3.38) - feat. Richie Havens
2. Pedal Down (3.50) - feat. Zach and Andrew Gabbard (Buffalo Killers)
3. Cold Coffee (3.41) - feat. David Grisman
4. Arc of the Sun (5.13) - feat. Mike Gordon (Phish)
5. The Second Song (4.11) - feat. Keller Williams
6. Light Blue Lover (5.03) - feat. Grace Potter and Tony Rice
7. Edges (4.52) - feat. Béla Fleck
8. Leadbelly (4.17) - feat. Jerry Douglas
9. Borrowed Feet (3.40) - feat. John Scofield
10. Revelry (4.41) - feat. Martin Sexton and Tony Rice
11. Straight (3.38) - feat. Theresa Andersson
12. High Brow (4.23) - feat. Al Schnier (Moe.)
13. You Lay The Dust (3.19) - feat. Jeff Pevar

Art-Nr.: 6479
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 11,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
All that I am now
Pedal down
Cold coffee
Edges
Leadbelly
high brow

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Black Crowes, The - freak 'n' roll... into the fog ~ live 2005 [2006]
2 CD-Set! Jetzt endlich auch auf CD (vor einem halben Jahr bereits als DVD erschienen): Bärenstarker Konzertmitschnitt der Black Crowes von ihrer vielumjubelten Reunion-Tour! Aufgenommen wurde das Spektakel im Rahmen von 5 Konzerten zwischen dem 5. und 10. August 2005 im altehrwürdigen Fillmore West von San Francisco/California! Als sich die Black Crowes im April 2005 in der Besetzung Chris Robinson (Gesang, Harmonica), Rich Robinson (Gitarre), Marc Ford (Gitarre), Eddie Hawrysch (Keyboards), Sven Pipien (Bass) und Steve Gorman (Drums) wieder "zusammenrauften" und zu den ersten Konzerten aufbrachen, ahnte man zunächst noch nicht, was da auf einen zukommen würde: Die Tour schlug ein wie eine Bombe! Es waren die wohl besten Black Crowes, die es je gab! Und die Tournee-Daten wurde pausenlos um neue Termine ergänzt! Band und Fans hatten gleichermaßen Spaß und es entwickelte sich eine Tour, die die Black Crowes, sowohl bei den Kritikern, als auch bei ihren Anhängern auf ein neues "All Time High" hievte - völlig zu Recht! Die Setlists waren abwechslungsreich wie nie! Jeden Abend andere Stücke, davon etliches unveröffentlicht und jede Menge höchst interessanter Coverversionen! Kochernder Rock'n Roll, und mittendrin jeweils ein kurzer Acoustic-Set! Spielfreude pur! Dreckiger, bluesiger, jammiger, southern-fueled Rock mit einer Power und Energie, daß man das "Knistern" und den "Druck" ihrer Performance noch im Musikzimmer spürt! Das Tracklisting: 1) (Only) Halfway To Everywhere, 2) Sting Me, 3) No Speak No Slave, 4) Soul Singing, 5) Welcome To The Goodtimes, 6) Jealous Again, 7) Space Captain, 8) My Morning Song, 9) Sunday Night Buttermilk Waltz, 10) Cursed Diamond, 11) She Talks To Angels, 12) Wiser Time, 13) Non Fiction, 14) Seeing Things, 15) Hard To Handle, 16) Let Me Share The Ride, 17) Mellow Down Easy, 18) Remedy, 19) The Night They Drove Ol’ Dixie Down (was für eine herrliche, rockige Coverversion dieses Klassikers)! Spielzeit: 135 Minuten! Sound: 1A!

Art-Nr.: 4463
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Blindside Blues Band - long hard road [2006]
Eine gewaltige Classic (Heavy)Rock-/Bluesrock-Maschinerie mit einer noch gewaltigeren Gitarrenfront rückt an: Gitarrist, Sänger und Songwriter Michael Onesko aus den U.S.A. und seine Blindside Blues Band sind zurück mit ihrem bereits fünften Studioalbum und lassen es krachen wie noch niemals zuvor! Begeisternder, fischer, lebendiger, massiver Gitarren-Bluesrock, daß es nur so kocht, groovt, bluest und rockt! Was für ein Line-up: 3 fette Gitarren (neben dem großartigen Onesko noch die beiden weitern, über jeden Zweifel erhabenen "Axeslinger" Scott Johnson und Bill Gressock), Bass (Michael Barrick) und Drums (Emery Ceo) - sonst nichts! Keine Frage also, daß bei diesem Quintett die pure Gitarren-Power den Ton angibt! Die Einflüsse reichen von Hendrix, Robin Trower, Pat Travers, Mountain und mit Abstrichen auch hartem Southern Rock, bis hin zu britischen Größen wie Cream, Led Zeppelin, Deep Purple und Free! Aber nicht nur die Retro-Fans dieser gerade genannten Bands werden an "Long hard road" ihre helle Freude haben, gleiches gilt zu 100 Prozent auch für die Joe Bonamassa-, Stoney Curtis-, und Philip Sayce-Anbeter! Minutenlange, monströse Gitarrenschlachten peitschen uns aus den Lautsprechern entgegen, daß einem der Atem stockt! Unentwegt treiben sich die Akteure mit unwiderstehlichen, die "Bretter" schier zum Glühen bringenden Soli zu gegenseitigen Höchstleistungen an. Irre! Ein paar Song-Anmerkungen: Ein prächtiges Hendrix-like Intro, das sich im Anschluß wie ein roter Faden durch den Song zieht, geleitet uns zu Beginn des Albums in den herrlichen, fesselnden, fetten Power-Bluesrocker "Electric woman", dessen uns um die Ohren schwirrenden, zwirbelnden Gitarrenorgien, einen geradezu ins Wanken bringen. Wow! Und sie lassen in puncto Kraft und Druck keinen Deut nach: Das fett rockende, bärenstarke, riffige "Mercury man" steht nun auf dem Programm, dem ein deutliches Southern Rock-Ambiente anzumerken ist. Auch das haben sie einfach drauf! Massive, kochende Gitarren, driving Basslines, krachende Drums und eine absolut hängen bleibende Melodik entladen sich zu einem wahren (Heavy)Rock'n Roll-"Thunderstorm"! Nach einer brodelnden Coverversion der klassischen Cream-Jam-Nummer "Outside woman blues", scheint es, als würden in dem fulminanten "I should've loved you" die frühen, bluesigen Led Zeppelin wieder lebendig! So geht das munter weiter! Ob bei dem fetten, Energie geladenen, etwas an Paul Rodgers' Free erinnernden, druckvollen "The power", dem balladesken, leicht psychedelischen "Time before the sun", der abgehenden, "wilden" Coverversion der Mogg/Schenker-written, alten U.F.O.-Nummer "Pack it up and go", dem gewaltigen "Gypsy blood", bis hin zu dem überschäumenden Instrumental "Hot shot", inklusive Bass- und Drums-Solo! Als ob das noch nicht genug wäre, finden wir im Anschluß daran auch noch einen starken "hidden track", und zwar ein tolles, gut 14 Minuten langes, live im Studio eingespieltes Instrumental-Jamming, bei dem die Band noch einmal voller Spielfreude, doch nie ohne Konzept und strukturlos, alle Register zieht! Danach sind 69 Minuten vorüber, und man ist richtig geschafft! Aber dieses "geschafft sein" kommt dem puren Vergnügen gleich! Also, warum starten wir diese großartige Gitarren-Bluesrock-Orgie gleich nicht noch einmal? Hinein ins Vergnügen! Gitarren-Enthusiasten & Luftgitarren-"Sportler": Diese Truppe spielt euch schwindelig!

Art-Nr.: 3889
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Electric woman
Mercury man
I should've loved you
The power
Gypsy blood

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Blue Dogs - live at workplay [2006]
Wem die großartige Live-DVD der Blue Dogs, eingespielt im House of Blues (übrigens im Vorprogramm von Edwin McCain), doch ein wenig zu kurz geraten war, der (und natürlich auch alle anderen) darf und wird sich nun mit der neuen, fantastischen Live-Scheibe über reichhaltigen Nachschlag von der aktuellen "Halos and good buys"-Tour freuen. Wunderbares Konzert der Truppe aus Charleston/South Carolina, bestehend aus den Gründungsmitgliedern Bobby Houck (Lead Vocals, Acoustic guitar) und Hank Futch (Bass, lead vocals, acoustic guitar), sowie den ebenfalls schon recht lange zum Line-Up zählenden Greg Walker (Drums, percussion) und David Stewart (Electric Guitar), aufgenommen am 21. Januar 2005 im Workplay Theatre von Birmingham/Alabama, die die Genre-Fans mit ihrem exzellenten, spieltechnisch brillanten, dabei genauso knackig wie entspannt und locker rüberkommenden, herrlichen Rootsrock-/Americana-Rock/Countryrock-Auftritt wieder einmal vollends begeistern. Unglaublich gut produzierter, trockener, sauberer Sound! Eindrucksvoll erbringen sie wieder einmal den Beweis, zu welch herausragenden Leistungen sie auch auf der Bühne in der Lage sind. Siebzehn, durchweg großartige Songs (über 70 Minuten Spielzeit), wobei die Zeit wie im Fluge zu vergehen scheint! Den Auftakt bilden die beiden auch schon auf der DVD vertretenden Nummern "Cosmic Cowboy" (schöner Countryrock-Twang-Song mit dezentem Southern-Flair, erinnert zuweilen gar etwas an die frühen Outlwas) und "The Way Back! (rhythmisches Sprechgesangstück mit Endloscharakter). Einen Hauch texanischer Note versprüht im Anschluss das starke "Sister" (irgendwo zwischen Django Walker und Pat Green). Danach wird eine wunderbar melodischer Rootsrock-(Pop)-Abschnitt eingeläutet (herausragend, wie die Blue Dogs in der Lage sind radiofreundliche Melodienbögen und erdioge Rootsrock-Ursprünglichkeit zu vereinen), wobei mit dem flotten, flockigen, countryrockigen "Missed It By A Mile" (klasse Akusik-/E-Gitarren-Schlagabtausch) und "I’m All About You" zwei bisher unveröffentlichte Stücke Einzug erhalten. Ab dem wunderschönen "Half Of My Mistakes" (geschrieben von Bobby Houck zusammen mit Radney Foster; Bobby tritt nicht nur hier, neben seinen immensen Fähigkeiten als Songwriter und Sänger, den Beweis an, welch starker Akustikgitarrist er ist), vom grandiosen "Halos And Good Buys"-Album, folgt eine vier Songs umfassende, akustische Solo-Einlage der beiden Gründungsmitglieder, wobei Hank Futch mit drei recht traditionell anmutenden, textlich amüsanten Country-Liedern den Schwerpunkt bildet. Auch danach jagt weiterhin ein Knaller den anderen: Das countryfizierte Paradestück der Band "Make Your Mama Proud" mit seinen wunderbaren, melodischen Tempobreaks (tolle Gesangsleistung von Bobby), das grandiose Lyle-Lovett-Cover "LA County" von dessen legendärem 88iger "Pontiac"-Album (wieder herrliches Texas-Flair“), "Isabelle" (bärenstarke Duo-Vorstellung der Gitarristen Houck und Stewart), das leicht poppige "Sweet Love", und zu guter Letzt eine gut fünf-minütige, saustarke, knackige Version der von Cary Hudson und Laurie Stirratt gechriebenen Blue-Mountain-Nummer "Blue Canoe", die zudem den Hang der Blue Dogs zum Southern Rock, wen wundert dies bei ihrer Herkunft, eindrucksvoll demonstriert (traumhafte Mischung aus countryorientierterem Allman Brother-mäßigem und flottem Marshall-Tucker-inspiriertem Sound, mit furiosem Gitarrenfinish)! Bobby Houck's Stimme klingt stark wie nie, die restlichen Bandmitglieder harmonieren gewohnt mit blindem Verständnis. David Stewart’s auf den Punkt gebrachten Stratocaster-Demonstrationen suchen ihresgleichen. Dreckiger, kraftvoller, aber immer wundervoll melodischer Rootsrock, dezentes Southern- und Texas-Flair, sowie schöne Country-Songs werden zu einer abwechslungsreichen und äußerst hingebungsvollen, sympathischen Performance vereint. Ein tolles, überaus niveauvolles, handwerklich perfektes Live-Album mit allen Finessen, Genre-übergreifend, für die Fans ein Muß und darüber hinaus kompatibel für jeden, der sich einmal an die beschriebenen Stilarten herantrauen möchte. Die Blue Dogs in Bestform! Die Vorfreude auf einen hoffentlich bald folgendes Studio-Meisterwerk steigt immens. Kommt im Digi-Pack mit eingelegtem, vierseitigem Booklet, das alle wichtigen Infos enthält! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 4250
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Missed it by a mile
My forever you
LA County
Isabelle
Blue canoe

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Bonamassa, Joe - live at rockpalast ~ dvd [2006]
Das war längst überfällg! Nach vier mitreißenden Studio-Scheiben liegt nun endlich die erste Live-DVD (sieht man mal von der limitierten, nicht mehr erhältlichen Bonus-DVD des "So it's like that"-Albums ab) des grandiosen Bluesrock-Gitarren-Hexenmeisters Joe Bonamassa vor! Keine Frage, die Erwartungen sind hoch, doch Bonamassa und seine beiden Mitstreiter, Bassmann Eric Czar und Dummer Kenny Kramme wären nicht sie selbst, würden sie die stetig wachsende Fan-Gemeinde nicht mit einem überragenden, geradezu packenden, vor Power nur so strotzenden Auftritt begeistern, der die alten Gemäuer der Burg Satzvey in Mechernich, wo das Spektakel am 28. Juni 2005 im Rahmen einer Rockpalast-Show mitgeschnitten wurde, schier ins Wanken brachte! Das Trio ist in Bomben-Form! Bonamassa wird immer reifer! Sowohl seine Gesangsleistungen wirken stärker als je zuvor, aber auch seine unglaublichen Gitarrenkünste erreichen immer schwindelndere Höhen! Zudem merkt man der gesamten Band das exzessive Touring an, denn sie wirkt, angetrieben von ihrer immensen Spielfreude, ungemein eingespielt und bestens aufeinander eingestellt. Czar und Kramme sind ebenfalls hochkarätige Musiker, die im Rampenlicht von Bonamassa alles andere als ein Schattendasein führen! Klar ist Bonamassa der Star, doch man entfacht in kompakter Einheit einen fulminanten, massiven, ungemein druckvollen, bärenstarken Band-Sound, der in seiner Intensität kaum zu überbieten ist. Und das kommt rüber! Es herrscht eine tolle, intime Atmosphäre in dem von wunderbaren, mit offen brennenden Kerzen bestückten, Leuchtern gezierten Konzertsaal der Burg, was die beteiligten Akteure offensichtlich zusätzlich inspiriert. Die Show beginnt mit einer mitreißenden, dynamischen, fett rockenden, durchaus melodischen Version von "Takin' the hit", bei der Bonamassa mit seinen geradezu enthusiastischen Gitarrenläufen und seinem dreckig rauen Gesang das Publikum sofort auf eine ordentliche Betriebstemperatur aufheizt! Gnadenlose Soli, teilweise in verschärften Duellen mit Bassmann Eric Czar, gehen in Mark und Bein! Nach dem kochenden "A new day yesterday" eröffnen herrliche, filigrane Gitarren-Spielereien eine gefühlvolle, aber ungemein kraftvolle Fassung der alten Rod Stewart Blues-Nummer "Blues deluxe", in deren Verlauf sich Bonamassa in einen regelrechten Gitarren-Rausch spielt. Im wahrsten Sinne "höllisch" präsentieret sich die Truppe auch in der geradezu explodierenden Version des John Lee Hooker-Klassikers "Burning hell", der zu einer, von einem wahren Slide-Gewitter dominierten, elektrisierenden Bluesrock-Boogie-Orgie mutiert, deren unaufhörlich abgehende Vollgas-Power einen ebenso staunend, wie hilflos und erledigt zurück läßt! Bonamassa und seine Jungs haben einen geschafft! Irre stark! Großartig auch die beiden kochenden Intermezzi der Yes -Klassiker "Heart of the sunrise" und "Starship troopers", sowie die brodelnde Version des B.B.King-Klasikers "You upset me Baby" und das furiose, massiv dampfende, aber sehr melodisch rockende "The river"! Der das Konzert beendende, wunderbare Slow-Blues "I don't live anywhere" ist im übrigen bislang unveröffentlicht! Rund 90 Minuten andauernder, atemberaubender, leidenschaftlicher, intensiver und massiver Gitarren-Bluesrock-Zauber, filmtechnisch und soundmäßig prachtvoll in Szene gesetzt!

Art-Nr.: 3905
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: DVD || Preis: € 15,90

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Carroll, Jason Michael - growing up is getting old [2009]
Jason Michael Carroll feierte mit seinem überragenden Debut "Waitin' in the country" vor 2 Jahren einen überaus erfolgreichen Einstieg in Nashville. Hitsingles wie "Alyssa lies" und "Livin' our love song" fanden großen Anklang im Lager der Fans traditioneller und gleichzeitig auf der Höhe der Zeit produzierter Countrymusic. Nun kommt der Nachfolger, mit dem der junge Mann aus North Carolina gekonnt den 2007 eingeschlagenen Weg fortsetzt. Das Songmaterial ist eine ausgewogene Mischung aus knackigen Uptempo-Nummern und hervorragenden, oftmals auch recht kraftvollen Balladen. Doch egal, was er darbietet, es ist immer durch und durch Country. Schöne Melodien, typische Country-Instrumentierung (vorwiegend aus Gitarren) und Carroll's prächtige, tiefe Bariton-Stimme (traut man diesem langhaarigen "Sonnyboy"-Jüngling eigentlich gar nicht zu) bestimmen das Geschehen. Er ist einfach ein klasse Sänger! Zu den Highlights des Albums gehören solch starke Nummern wie der so wunderbar erfrischende, von einem herrlich lockeren, aber knackig nach vorn gehenden Drive bestimmte Opener "Happened on a Saturday night (Suzie Q)" mit seinem tollen Drumming, den feinen Gitarren (hervorragendes, würziges E-Gitarren-Solo inklusive), sowie der schönen Fiddle- und Steel-Begleitung, die moderne, kräftige, dennoch vollkommen traditionell fundamentierte, sehr melodische, reine Country-Ballade "Where I'm from" (schöne Banjo-Untermalung, klasse Steelguitar im Hintergrund, erdige E-Gitarren-Fills), das aus ähnlichem Holz geschnitzte, wunderbare Titelstück "Growing up is getting old", oder auch der temperamentvolle, mit viel Southern-Flair gespickte, satte Roadhouse-Knaller "Barn burner", der in seiner Struktur an die fetzigen Sachen eines Jason Aldean erinnert. Jason Michael Carroll ist ein prima zweites Album gelungen, mit dem er den Erfolg seines Erstlings sicher problemlos wiederholen kann. Produziert hat erneut Don Gehman! Gut gemacht, Jason!

Das komplette Tracklisting:

1 Happened on a Saturday Night (Suzie Q) - 3:23   
2 Let Me Go - 4:00   
3 Where I'm From - 4:36   
4 Tears - 4:31   
5 Growing Up Is Getting Old - 3:09   
6 That's All I Know - 3:42   
7 We Threw It All Away - 3:51   
8 Sorry Don't Matter - 3:29   
9 Barn Burner - 3:17   
10 Hurry Home - 4:02

Art-Nr.: 6372
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Confederate Railroad - unleashed [2001]
Neues Label und endlich ein komplett neues Album. Lange haben die Fans darauf gewartet... - und?... - es hat sich gelohnt! Confederate Railroad aus Georgia, stolze Söhne des amerikanischen Südens, erfreuen uns mit einer klasse CD. Die Mischung aus "high-energy honky-tonk rockers and sensitive ballads" stimmt! Ihre Zeit der Radio-Superhits, wie sie sie in der ersten Hälfte der neunziger Jahre hatten, und Millionenverkäufe scheint infolge der poppigen Nashville-Trends und aktuellen Vorlieben der Radiostationen vorbei, doch das tut der Klasse ihrer Musik keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil! Das Songmaterial und musikalische Fundament ist im Gegensatz zu früher deutlich ansprechender und ausgereifter geworden. Sie haben sich sehr zum Vorteil weiterentwickelt und sind mittlerweile sicher auf dem höchsten Niveau ihrer bisherigen Karriere angelangt. 10 hervorragende New Country-, Countryrock-, Honky-Tonk-,Outlaw-Songs im satten Sound, verpackt in ausgezeichneten Arrangements. Und über allem schwebt eine gewaltige Brise Southern-Flair! So geht es dann auch gleich los: Der Opener "Still one outlaw left", ein Southern-Outlaw-Countryrocker, überzeugt mit fetten "loud and rowdy" Gitarrenriffs und dickem Gitarrensolo. Es folgt mit "What brothers do" (Gast. David Allen Coe) die erste Single, ein herrliches Midtempo-New Country-Stück in einem gefälligen Rhythmus, sehr melodiös, begleitet von einer feinen Steel. "She treats her body like a temple" macht dann wieder Country-Boogie-Dampf, wobei Country-Legende George Jones als Duett-Gast ordentlich mit auf's Gaspedal drückt. Es folgen weitere knackige Countrysongs mit Southern-Feeling, ein paar herrliche, gediegene, fein instrumentierte New Country-Balladen, etwas Roadhouse-Country und mit "The R-word" nochmal ein starker Countryrocker mit echtem "Southern pride"-Hymnen-Potential. Vielleicht ein wenig mit Charlie Daniels' "Devil went down to Georgia" vergleichbar, nicht ganz so wilder Fiddle, aber Elan und einprägsamer Melodie. Confederate Railroad sind wieder da! Sehr erfreulich! "Unleashed" kann sich wirklich sehen und hören lassen!

Art-Nr.: 1459
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Copperhead - live & lost [2002]
Wieder lieferbar! Sehr, sehr lange vergriffen, haben wir von diesem prächtigen Album noch einmal einige Exemplare ergattern können. Rar! Wer zuerst kommt...

Auch Copperhead (nicht zu verwechseln mit der legendären 1970iger-Westcoast-Truppe um John Cipollina) sind, obwohl weitgehend unbekannt und mittlerweile nicht mehr existent, eine dieser fast vergessenen, aber kultigen Bands, deren Name immer wieder durch die Köpfe der vielen Southern Rock-Liebhaber geistert, wobei ihnen ein verdammt guter Ruf voraus eilt! In der Tat muß man das großartige Quintett um "Shouter" und Gitarrist Neil Carswell aus North Carilina zu den besten Southern Rock-Acts zählen, die aus den Neunziger Jahren hervorgegangen sind! Musikalisch eindrucksvoll und überaus kompetent folgen Copperhead den klassichen Pfaden solcher Bands wie Molly Hatchet, Lynyrd Skynyrd, 38 Special, Doc Holliday, Blackfoot & Co., streuen eine paar gepflegte, geschickt portionierte Heavy-Zutaten ein, und begeistern so mit einem astreinen "Southern Rock with a metal edge", druckvoll, hart, straight, voll sprühender Energie, Spielwitz und prächtiger, rauer, kochender Gitarren-Dominanz! Die leider viel zu magere Ausbeute ihre hervorragenden Musik beschränkt sich auf lediglich zwei Longplayer - und was steckte in dieser Band für für ein immenses Potential! Das erste Album (sie hatten sogar einen Major-Deal bei "Mercury"), längst vergriffen, brachte ihnen mit ihrer Debut-Single "Long way from home", die zum "Main-Song" des gar nicht so unbekannten Hollywood-Streifens "Harley Davidson and the Marlboro Man" avancierte, immerhin einen Achtungserfolg ein, doch ein Folge-Album sollte nicht mehr erscheinen. Das Label feuerte die Truppe, doch musikalisch blieben Neil Carswell und seine Freunde ihrer Linie treu! Im Jahre 2002 schließlich veröffentlichte man im Eigenvertrieb das Album "Live & lost" mit insgesamt 4 Live-Stücken und 8 bis dato unveröffentlichten Studiotracks, das zunächst nur überaus schwer, dann lange Zeit wieder gar nicht erhältlich war und zuweilen nur als CD-R angeboten wurde. Jetzt endlich, und das wird die Southern Rock-Fraktion sicher richtig freuen, können wir den "echten" Silberling anbieten! Leute, das Teil ist ein Kracher! Allerbester Heavy Southern Rock, klassisch und zeitgemäß zugleich, produziert vom legendären Genre-Ass Rodney Mills! Carswell's hervorragende "Rock-Shouter"-Qualitäten, mit denen er so manch großen Namen in seine Schranken verweist, durch die Songs jagende, fulminante, feurige und überaus fette Gitarrenritte (Lead-Gitarrero John Byrd weiß, wie man das "Brett" bearbeitet), zuweilen von schweren, powernden Riffs geprägte Rhythmus-Arbeit, und trotz des Heavy-Ambientes prima hängen bleibende, klasse strukturierte Songs mit ausgezeichneter Melodik - dies sind die Eckdaten dieser tollen Mucke! Nach dem sehr starken, nur 2.45 Minuten kurzen, aber umso fulminanteren, von fetten Metal-Riffs geprägten und in bluesigen Slide-Läufen getränkten, mächtig rockenden Instrumental "Stricken", das das Album eröffnet, brennen die Jungs mit dem grandiosen, harten, gewaltig dampfenden "Get out of my way" gleich noch so ein donnerndes, in die Knochen gehendes, Southern-/Hardrock-Feuerwerk ab, das mitten ins Herz der Fans trifft. Eine unwiderstehliche Wand aus harten, dreckigen Power-Riffs, pulsierenden Rhythmen, glühenden, fleischigen Gitarrensoli, großartig entegrierter, satter Hammond-Orgel und Neil's röhrendem Organ bricht über uns hinein. Headbangende Luftgitarren-Freaks werden ebenso begeistert sein, wie die beinharten Southern Rock-Enthusiasten! Nach diesem tollen Auftakt folgen die vier, ebenso starken, Live-Tracks! Da haben wir zunächst das hart, aber dennoch irgendwie locker und sehr melodisch rockende "Hard livin'" mit seinen tollen Slide-Läufen, dann den wunderbaren, puren, 38 Special-like, wieder gut ins Ohr gehenden, mit schön transparenten, satten Gitarren ausgestatteten Southern Rocker "Born loser", inclusive quirliger, kraftvoller Gitarrenläufe, das mit klasse Twin-Gitarren eingeleitete, gut abgehende "Whiskey", und schließlich das riffige, fette "Keepin' on"! Zurück beim Studiomaterial, beglückt uns die Band nun mit zwei fantastischen Coverversionen! Zuerst eine ungemein starke, sehr melodische, gut rockende, mit jeder Menge Southern-Flair angereicherte Fassung des alten Dobie Grey-Klassikers "Drift away" (u.a. seinerzeit auch gespielt von Steppenwolf), und als zweites eine tierisch kochende, packende Version der ZZ Top-Nummer "Whiskey'n Mama" (hier nur "Whiskey Mama" betitelt)! Auch die restlichen vier Eigenkompositionen haben es in sich! Zum Beispiel der mächtig kochende, southern-metallische Riff-Kracher "Raging fire", mit seinen mitreißenden, dynamischen Gitarrenläufen im Break, oder die etwas entspanntere, mit schöner Acoustic-Slide beginnende, im Verlauf aber immer rockiger werdende, herrlich melodische, von wunderbaren, "weichen" Southern-E-Gitarren umgebene Traum-Ballade "I'll get by"! Die Neunziger Jahre galten als alles andere, als eine Hochzeit des Southern Rocks, doch Copperhead bewiesen überaus eindrucksvoll, daß es auch in dieser Zeit Bands gab, die die Fahne des Südens uneigennützig hoch hielten. Klasse! Großartiger "Whiskey-drenched Southern Heavy Rock'n Roll from the heart"!

Das komplette Tracklisting:

1. Stricken - 2:47
2. Get Out Of My Way - 3:10
3. Hard Living (Live) - 3:41
4. Born Loser (Live) - 3:52
5. Whiskey (Live) - 5:44
6. Keepin' On (Live) - 5:08
7. Drift Away - 5:22
8. Whiskey Mama - 3:11
9. Raging Fire - 4:32
10. I'll Get By - 4:10
11. Free Man - 4:46
12. Voices In The Night - 4:30

Art-Nr.: 3861
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Get out of my way
Born loser
Whiskey
Raging fire
I'll get by

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Daniels Band, Charlie - live ~ dvd [2005]
Code free! Sie ist da - die lang ersehnte Live-DVD der Charlie Daniels Band! Wow, und das "Ding" rockt! Old Charlie und seine Truppe in begeisternder Verfassung! Die Charlie Daniels Band anno 2005: Das ist ein powernder, voll im Saft stehender, Energie geladener, von 3 fulminanten, kochenden Lead-Gitarren dominierter, unwiderstehlicher Southern Rock-Express, der die Southern Rock-Fraktion gleichermaßen in Erstaunen und Verzückung versetzen dürfte! Das sie (noch/wieder) so gut sind, überrascht, doch wir sehen, hören und vernehmen es mit höchster, voller Hochachtung gebührender, Zufriedenheit. Aufgenommen und mitgeschnitten am Unabhängigkeitstag (4. Juli) 2005 "on the Riverfront in Nashville/Tennessee" vor der imposanten Kulisse von mehr als 100.000 Menschen, stacheln sich die Jungs gegenseitig zu kaum für möglich gehaltenen Höchstleistungen an. Wir erinnern uns zurück an die letzten rockigen Sachen der Charlie Daniels Band, wie z.B. an das erstklassige 2000er Werk "Road dogs" oder die im darauffolgenden Jahr veröffentlichte Live-CD "The live record"! Dort in etwa knüpft man an, ja man legt sogar noch einen Zahn zu! Charlie, Taz DiGregorio (Keyboards), Charlie Hayward (Bass), Pat McDonald (Drums), die Background-Sängerin Carolyn Corlew und die beiden fantastischen Gitarreros Bruce Brown und Chris Wormer zünden ein wahres Southern Rock "Guitar Army"-Feuerwerk (jede Menge glanzvolle, satte, überschäumende Twin- und sogar Triple-Guitar-Passagen, mitreißende, wechselseitige Soli, glühende Slide-Läufe), und lassen die alten Klassiker in einer wunderbaren, voller Vitalität steckenden, neuen Frische erscheinen, daß man Gänsehaut bekommt. Zum Beispiel das zünftige, vor Kraft strotzende "El Toreador" mit seinem gewaltigen 3 Gitarren-Gewitter (die pure Southern-Power) und den prächtigen Soli, das groovende, rhythmische, dynamische "Trudy", das ungemein kraftvoll, voller Gitarren-"Thunder" in Szene gesetzte "The legend of Wooley Swamp", das kochende, abgehende, von brodelnden Slide-Läufen durchzogene, fette "The intimidator" (als wollten sie Molly Hatchet zu deren besten Zeiten an die Wand spielen), das herrliche, wieder mit toller Slide angereicherte, ewig jungfreuliche "Long haired country boy", usw.! Lediglich bei 3 Stücken holt Charlie die Fiedel raus, ohne das die Power der beiden anderen Gitarristen nachläßt: Bei der großartigen Fassung von "The south's gonna do it again", dem "Orange Blossom Special" und einer scharfen Version von "The devil went down to Georgia"! Die übrigen Tracks: "Simple man", "Freedom road" (ein brodelndes Instrumental), "In America", "Preachin' prayin' singin', "Heart of my heart", "William Tell overture" und als Bonustrack "Drinkin' my baby goodbye"! Zwischendurch gibt es kleine Statements von Charlie, doch nie während eines Songs - alles ist vollständig ausgespielt! Das Konzert hat eine Länge von knapp 80 Minuten! Weiteres Bonus-Material auf der DVD: "Behind the scenes-footage", einen, wie wir meinen überflüssigen, "pro-military"-Film über Charlie's Trip in den Irak und nach Südwest-Asien, eine sehr interessante, historische Einspielung von der 1975iger Volunteer Jam in Murfreesboro/Tennessee, sowie die beiden Musik-Videos zu "Keep the sunny side" und "Texas"! 5.1 Surround Sound! Fazit (Charlie's zuweilen in einigen Bildern betonte über-patriotische Einstellung lassen wir mal außen vor und konzentrieren uns ausschließlich auf die künstlerische Performance): Ein Hammer-Konzert! Ein klassicher Southern Rock-Event der absoluten Extra-Klasse! Die Charlie Daniels Band in super Form, voller "Saft", Kraft und Lebendigkeit! "Southern-rockin' guitars" zum Zunge schnalzen! Packend! Nie klangen die Live-Versionen dieser Songs besser... - und das Schönste: Die DVD ist "code free" und somit problemlos auf jedem DVD-Spieler abspielbar!

Art-Nr.: 3768
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: DVD || Preis: € 14,90

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Delta Moon - howlin' [2005]
Der Süden und die Deltas brodeln! Delta Moon, dieses grandiose Quintett aus Atlanta/Georgia, deren Markenzeichen das fantastische Zusammenspiel zweier überragender Slide-Gitarristen ist, sind nach ihrem letzjährigen, großartigen "Goin' down south" mit einem neuen, abermals mitreißenden Album zurück. "Howlin'" läßt euch die Schwüle der Swamps regelrecht fühlen! Auf ungeheurer musikalischer Klasse basierender Louisiana-/Delta-/Roots-/Southern-/Swamp-/Blues-Rock, nicht unbedingt wie ein permanent laut krachendes Vollgas-Gewitter zelebriert, der einen aber, dennoch sehr kraftvoll dargeboten und durchaus mit einer ordentlichen Portion Druck ausgestattet, umso mehr mit seinen Emotionen, seiner Intensität, der Spielfreude, seiner Seele, seiner jederzeit spürbaren, drückenden Bayou-Schwüle, dem tiefen, herrlichen Southern-Groove und seinen ergreifenden Slide-Gitarren fasziniert. Dabei kommt eine Authentizität rüber, wie es nur ganz wenigen Bands gelingt! Delta Moon haben seit "Goin down south" in ihrem Line-Up zwei Umbesetzungen vorgenommen. Neben den beiden genialen Slide-Gitarristen Mark Johnson und Tom Gray (auch ein hervorragender Sänger und exzellenter Songwriter), Drummer Scott Callison, sind nun der neue Bassist Phil Skipper und die neue Sängerin Kristin Markiton mit an Bord, doch das tut der musikalischen Effizienz beileibe keinen Abbruch - ganz im Gegenteil! Kristin's Stimme (sie teilt sich den Lead-Gesang mit Tom Gray in etwa halbe/halbe, wie es auch die ausgestiegene Gina Leigh tat) hat noch mehr Biß, noch mehr Kraft und mehr Blues als die ihrer Vorgängerin, was dem Gesamtsound richtig gut bekommt. Und was die beiden Gitarristen ihren Instrumenten für herrliche Slide-/ Lap Steel- und Bottleneck-Läufe entlocken, mal etwas lässiger, entspannter, dann wieder voller kochender Intensität und mit begnadetem Twin- und Wechselspiel, ist einfach vom Allerfeinsten! Manchmal hat man das Gefühl als wäre Sonny Landreth bei Little Feat eingestiegen, aber auch dezente Elemente der North Mississippi Allstars oder Radiators sind zu erahnen. Das Songmaterial ist von vorn bis hinten erste Sahne! Das Album startet mit dem herrlichen, von einem unwiderstehlichen Bass- und Drums-Groove getragenen, lässigen wie kraftvoll brodelnden, puren Delta-/Southern-/Bluesrocker "You don't have to go", bei dem man sich, ohne es überhaupt wahrzunehmen, bereits nach Sekunden automatisch beim freudigen, rhythmischen, Takt-kompatiblen Finger-Schnippen, Kopfwackeln oder Beinwippen erwischt. Welch ein wunderbaarer Groove und welch ein hinreißendes Southern-/Swamp-Feeling! Die traumhaft eingesetzten, feurigen, elektrischen Slide-Gitarren, im Break mit fantastischem Twin-Spiel, in Kombination mit Kristin's seeligem, gefühlvollem und kräftigem Blues-Gesang machen den Genuß perfekt! Großartige Acoustic-Slide, teilweise ähnlich einem Dobro klingend, im Zusammenspiel mit swampiger Electric-Slide bilden den Rahmen des wundervollen, melodischen, groovigen, mit einem feinen Little Feat-Flair ausgestatteten Roots-/Delta-/Southern-Rockers "Higher ground", dem zusätzlich ein dezentes, prächtig dazu passendes Country-Blues-Feeling attestiert werden muß. Tom Gray singt herrlich erdig, rau und "Whiskey-proofed", aber mit so viel Gefühl und Sympathie! Tolle Lead Acoustic-Gitarre! Nach dem knackigen, dynamischen, flotten, cool aber sehr emotional gesungenen (Kristin), "southern-drenched" Rootsrocker "Must be lonely" mit seiner klasse Melodie und dem tollen Bottleneck-Solo, folgt mit "Midnight train" eine Nummer, bei der der Songtitel wie die sprichwörtliche Faust auf's Auge paßt. Dieses, mit herrlich sumpfigen Slide-Gitarren (akustisch und elektrisch) und einem prächtig "marschierenden" Drums-Groove ausgetattete Stück "fährt" wie ein, sich auf einer gediegenen, am besten nie enden wollenden Reise durch die Bayous Lousiana's befindender "Blues-Boogie-Train" durch euer Musikzimmer. Einfach klasse! Wie auch der lockere, aber "heiße", von tollen Slide-Soli durchzogene, groovig bluesige Roots-Southern-Rocker "Put your arms around me", der tief im Mississippi Hill Country verwurzelte, semi-akustische Southern-Roots-Country-Blues "Low country boil", der ungemein knackige, straighte, erdige, schön dreckig vorgetragene, mit einer tollen Melodie und glühenden Slides ausgestattete Delta-Rocker "Officer", der groovig jammige, mit einer dezenten Portion Memphis-Soul ausgestattete Ritt auf dem "Blue highway", oder der sehr intensive, mit kraftvollem, emotionalem Parallel-Gesang von Kristin und Tom interpretierte, in schwülen Slide-Gitarren getränkte, jammige Retro Southern-Blues-Rocker "Let tomorrow be"! Nicht nur das in Fankreisen sehr angesehene, vom Allman Brothers-Management herausgegebene "Hittin' The Note"-Magazin findet die Musik von Delta Moon "at once exciting and sincere" - auch wir sind restlos begeistert! "Howlin'" entführt den Zuhörer auf eine unwiderstehliche, rootsige, bluesige Reise durch die Swamps des amerikanischen Südens - bärenstark!

Art-Nr.: 3684
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
You don't have to go
Must be lonely
Midnight train
Officer
Let tomorrow be

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Foley, Sue - love comin' down [2000]
Irres neues Teil der Bluesgitarristin! Sie singt und spielt einen scharfen, dreckigen Blues/Bluesrock voller Gefühl mit einer Intensität, die einem beim Zuhören schon den Schweiß auf die Stirn treibt. Viele Rootsrock-Elemente und glühende Louisiana-Swamp-Slide Sounds runden das Werk ab. "With a voice that's as innocent as it's sexy and a guitar style that drips with juicy passion, Sue Foley has just begun a new chapter in her career, and it's the best one yet". Produziert hat Colin Linden! Ein Knüller!

Art-Nr.: 1132
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Gov't Mule - high & mighty [2006]
Schon im Vorfeld der Veröffentlichung des neuen Gov't Mule-Albums "High & mighty" hörte man über dieses Werk endlose Lobeshymnen und reihenweise Aussagen wie "bestes Gov't Mule-Album aller Zeiten". Klar, da wächst bei dem geneigten "Mule"-Fan die Spannung, denn man traut dieser Band bei jedem Release Großes zu. Doch es machten sich sicher auch vereinzelt Zweifel bezüglich solch vermeintlich übertriebener Anpreisungen breit. Das kann doch kaum möglich sein, wird vielleicht der ein oder andere gedacht haben, vor allem Dingen, wenn man die Masse der hochkarätigen Outputs aus der Vergangenheit der Band in Betracht zieht. Da fragt man sich schon mal, wie denn das alles noch zu toppen sein soll...! Alle Spekulationen haben ein Ende - und Leute, ob Ihr's glaubt oder nicht, es hat   funktioniert - die Band hat sich tatsächlich noch einmal selbst übertroffen! "High & mighty" ist schlichtweg ein Meisterwerk, ein Meilenstein zeitloser Rockmusik! Diesmal überwiegend aufgenommen in Willie Nelson's "Pedernales Studios" in Austin/Texas (lediglich 2 Tracks entstanden in den "Water Music Studios" von Hoboken/New Jersey) unter der produktionstechnischen Regie des alten Big Sugar-Kempen Gordie Johnson (in Zusammenarbeit mit Warren Haynes), entstand ein Album, das das musikalische Zusammenwirken in der Band, das blinde, grenzenlose Spielverständnis, ihren Spirit, ihre scheinbar unerschöpfliche Kreativität besser zum Ausdruck bringt als je zuvor! Das ist pure Magie! Trotz aller Härte und Intensität ist ein wunderbarer, fast schon warmer, atmosphärisch dichter, sehr kompakter Bandsound entstanden, dem Warren Haynes (sämtliche Songs stammen allein aus seiner Feder) mit seinem fantastischen Gesang, seinem "überirdischen" Gitarrenspiel, ja seiner ganzen Präsenz zwar nach wie vor die prägnantesten Indikatoren verleiht, der aber in dieser Quartettbesezung eine Fülle und Transparenz entwickelt, die man nicht mehr missen möchte. Vor allem Danny Louis an den Tasteninstrumenten ist die ideale Ergänzung! Insgesamt darf man "High & mighty" wohl auch als das bislang gefälligste und eingängigste Album Gov't Mule's bezeichnen. Nie wurde soviel Wert auf Melodik gelegt, was schlußendlich in einer hinreißenden Kombination aus vom Konsumenten jederzeit hervorragend zu verarbeitenden, handfesten, powernden, immens druckvollen, satten, sehr direkten (Retro)Rock-Strukturen und prächtigen Jammings aus herrlichen, ausgedehnten Instrumental-Passagen voller grandioser Gitarrensoli resultierte - alles gewürzt mit wohl dosierten Zutaten aus Southern, Soul, Gospel, Jazz, Psychedelic, sogar Reggae und vor allen Dingen dem Blues! Gleich zu Beginn des Albums glaubt man seinen Ohren nicht zu trauen! "Mr. High & Mighty" heißt der Opener, ein "Hammer", wie er im Buche steht, der mit Sicherheit einmal als einer der ganz großen Klassiker in die Historie der Band eingehen wird, ja eingehen muß! Krachende, fette Riffs und Drums brechen los wie bei einer verschärften Ausgabe der legendären Free, Bad Company, Led Zeppelin und Mountain zusammen, Haynes singt mit einer geradezu entfesselten Intensität, dazu ab der zweiten Strophe ein bravouröser Hammond-Background. ein dezentes Southern-Flair schleicht sich ein - und es rockt mit einer Kraft und Power, als gäbe es kein Morgen mehr! Irre stark! Klar, daß der Magier gleich ein paar furiose, weltmeisterliche, glühende Gitarrenläufe "aus dem Ärmel" zaubert - jammig, bluesig, umwerfend! Ein 5 1/2-Minuten-Auftakt, der den seeligen Mule-Fan gleich in einen traumatischen Zustand der Glückseeligkeit versetzt! Doch Leute, versprochen: Die kompletten, gut 72 Minuten dieses Albums halten dieses Niveau! Verrückt! Ob der gewaltig kochende, krachende Riff-Bluesrocker "Brand new angel" mit seinen elektrisierenden, dreckigen Keyboard-Ausflügen, den massiven, trockenen Rhythmen, und den Starkstrom-artigen (Wah Wah)Gitarren-Attacken, das dezent psychedelisch angehauchte, ungemein melodische, von toller Percussion begleitete "So weak, so strong", der überschäumende Volldampf-Southern-Boogie-Rocker "Streamline woman" mit seinem mächtigen Drive, das traumhafte "Child of the earth", das von einem prägnanten, überaus gelungenen Reggae-Rhythmus und einem famosen, leicht psychedelisch anmutendem Reggae-/Blues-Jamming bestimmte "Unring the bell" (klasse Riffs, tolle Hammond Orgel), die hinreißende, von viel Allman Brothers-Flair und einer ordentlichen Portion Southern-Gospel-Soul geprägte Ballade "Million miles from yesterday" (herrlich inspirierte, weiblicher Background-Gesang der sogenannten "Mighty Mighties" um die großartige Ruthie Foster), den kochenden Slide-getränkten, Zeppelin-lastigen Bluesrocker "Brighter days", usw., Warren Haynes, Matt Abts, Andy Hess und Danny Louis sind nicht zu bremsen! "Das jetzige Line-Up ist jede Sekunde das aufregendste Ensemble, mit dem ich jemals gearbeitet habe," sagt Warren Haynes - und das kommt zu "jeder Sekunde" rüber! Die Rock-Welt liegt Gov't Mule zu Füßen! Und warum das so ist, dafür gibt es, neben ihren unwiderstehlichen Live-Auftritten, kein besseres Argument als dieses neue Album! Harter, klassischer (Blues)Rock mit Referenz-Charakter! Fesselnd! Packend!

Art-Nr.: 4331
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Holt, Scott - revelator [2005]
Über sein fünftes Solo-Album "Revelator" konstatiert Scott Holt, dass es seiner Meinung nach sein bestes ist. Er geht im Begleittext des Booklets sogar noch einen Schritt weiter: "This Record is the Truth. It comes from the sounds of Nashville, Memphis and Chicago. It’s for people who know Jimi Hendrix and Son House. It’s for people who know Muddy Waters and Hank Williams.” Keine Selbstüberschätzung, kein übertriebenes Eigenmarketing - er hat einfach recht! Nach dem Durchhören des Albums fällt einem ein zustimmendes und anerkennenndes Nicken nicht schwer. Im Prinzip muss es der Mann (mittlerweile mit Cowboyhut bekleidet) ja auch selbst am besten selbst, denn in Sachen Blues hat der großartige Gitarrist aus Tennessee bereits eine glorreiche Vergangenheit hinter sich. Schließlich spielte er zehn Jahre lang in der Band des legendären Buddy Guy (Carlos Santana bezeichnete diese Zeit einmal als Scott’s "musikalisches Universitätsstudium"), bis er sich eines Tages nach reiflichen Überlegungen und schweren Herzens dazu entschloss, es auf Solopfaden zu versuchen. Und der Erfolg gibt ihm Recht. Scott Holt hat sich bei Kennern von Blues, Rock oder Blues-Rock längst etabliert und wird auch mit "Revelator" seiner Fangemeinde mehr als nur gerecht. Der Mann lebt seine Musik, man spürt selbst beim Hören im heimischen Wohnzimmer, wie die Schweißtropfen an seinem Arbeitsinstrument herabfließen. Hier bekommt man Authentizität und handwerklich ehrliche Arbeit in einem geliefert. Vor allem Abwechslungsreichtum kommt auf seinem neusten Werk nie zu kurz. Der Opener "Sunday", unterlegt mit einer an ein Dobro erinnernde Akustik-Slide und von dezent gospelartig eingeworfenen weiblichen Backs durchzogen, startet noch relativ relaxt und traditionell, danach aber geht mit "Computer Baby" (dreckig, shuffelig, Boogie-mäßig), "Cut You Loose" (noch eine Spur rauer und "rougher" rockend) und "Bad Way Baby" (intensiv, gefühlvoll, soulig) in die Vollen! Jeweils eine sehr rhythmische Gestaltung und Scott’s Markenzeichen, die schwere, fette Gitarrenführung, inklusiver glühender, hervorragender Soli, erweisen sich hier als markante Eckpfeiler! Hinzu kommen sauberes, knackiges Drumming und pulsierend pumpende Bassläufe! Erstgenanntes Stück führt zu unweigerlichen Reminiszenzen Richtung Joe Bonamassa, zweites Stück erinnert aufgrund der eingebrachten texanischen Note an die Frühzeiten von ZZ Top, letzteres versprüht sogar leichtes Southern-Rock-Flair (wieder schöne, weibliche Background-Vocals)! Zum Durchatmen bringt Scott Holt dann auch gerne immer mal wieder eine entspannte Ballade. Ganz stark hier zum Beispiel die Stücke "Power Of Your Love" (sehr melodisch, mit feinem E-Piano begleitet - und schließlich sticht wie aus dem Nichts so ein richtig fettes E-Gitarren-Solo in den Song hinein) oder das grandiose, über 7 Minuten lange "Civil War", wieder recht southern-trächtig. Hat erneut eine tolle Melodie, eine dreckige Basis und begeistert in der Mitte durch ein mitreißendes, explosives, fett glühendes, brodelnd würziges Gitarrensolo! Scott’s klasse, rauchige Gesangsleistung darf hierbei nicht unerwähnt bleiben! Bei "I’ve Been Searching" und "Bout’ to Make Me Leave Home" geht es dann auch mal ein wenig funkig und schön groovig zur Sache, während sich "Give Up Drinkin'" als, großartiger, "spaßiger" Roadhouse-Party-Boogie-Kracher entpuppt. Die rein akustische Nummer "Shorty" lässt das Album schließlich bedächtig ausklingen. Scott Holt offenbart mit "Revelator", wie schmackhaft man gepflegte Blues-/Bluesrock-Kost durchaus servieren kann, wenn man sich auch an etwas modernere Zutaten herantraut. Der Mann ist aber auch ein Könner! Ein überaus starkes, sehr sympathisches, modernes, kraftvolles, facettereiches Bluesrock-Album, dem sich die Kenner des Genres sowieso nicht entziehen können, das sich vielleicht aber auch für "mutige" Neueinsteiger eignet, es mal mit bluesigeren Tönen zu versuchen! Ja, wir bestätigen es nochmal gerne: "Revelator" ist Holt's bis dato bestes Werk! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 3816
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Computer baby
Cut you loose
Bad way baby
Power of your love
Civil war

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


|| Weiter