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Bentley, Dierks - long trip alone [2006]
Vor 3 Jahren, anläßlich seines klasse Debuts, prophezeiten wir bereits große Taten und Erfolge dieses exzellenten, in Phoenix/Arizona aufgewachsenen, mittlerweile in Nashville residierenden, jungen New Country Singer-Songwriters! Heute, zwei Platin-Alben später, jede Menge Hits in der Tasche und inzwischen ehrenvolles Mitglied der "Grand Ole Opry", beglückt uns ein sich noch immer stetig steigernder und weiter entwickelnder Dierks Bentley mit einem geradezu meisterhaften dritten Werk, "Long trip alone", das man mit Fug und Recht als absolutes Musterbeispiel dafür bezeichnen darf, wie moderne und zeitgemäße Country-/New Country-Musik heute klingen sollte: In der Basis voller klassischer Traditionen, variabel, abwechslungsreich, spritzig, erfrischend, mit viel Seele, dabei durchzogen von einer leicht rootsigen Würze, in einem satt produzierten, vorwiegend Gitarren orientiertem, exakt auf den Punkt gebrachten, knackigen Sound (erneut Brett Beavers), und, sowohl textlich als auch musikalisch, authentisch bis ins Mark! Ehrlich, handgemacht, frei von übermäßigen, aufgesetzte Clichés, gleichzeitig mit allen Zutaten versehen, die der Begriff "Countrymusic" als Identifikationsmerkmale benötigt! Überaus beeindruckend! Insgesamt ist die neue CD vielleicht ein klein wenig erdiger und rauer als die beiden Vorgänger, doch das wirkt mit dieser exzellenten Mischung aus jugendlicher Unbekümmertheit und professioneller Musikalität sehr sehr angnehm: Schön rockig, wenn es erforderlich erscheint, aber auch durchsetzt mit allerdings sehr knackigen Balladen; vor einer kräftigen Rhythmussektion instrumentiert mit jeder Menge satter E-Gitarren, genauso wie mit erfrischender Steelguitar, Fiddle, Mandoline und Banjo; klug und ausgewogen balancierend zwischen klassicher Honky Tonk-Tradition, toughem Outlaw-Flair, lässigen Countryrock-Strömungen und auch einem dezenten, würzigen Texas "Red Dirt"-Feeling. Nicht von ungefaähr zählt Cody Canada (Cross Canadian Ragweed) nicht nur zu Dierks' besten, persönlichen Freunden, sondern outete sich auch als einer seiner größten Bewunder, als er ihn kürzlich in einem Interview als so etwas wie einen Referenzkünstler der neuen, jungen Country-Generation in Nashville bezeichnete. In der Tat, und das beweist das Album eindeutig, gilt Bentley als so etwas wie der Wegbereiter der jungen Wilden wie beispielsweise Jason Aldean, Eric Church oder auch den gerade in Nashville richtig Fuß zu fassen beginnenden Jack Ingram! Immer durch und durch Country, glaubt man in jedem Song den Hauch des amerikanischen Westens/Südwestens zu spüren. Los geht's mit der ersten Single (ist bereits schnurstracks auf dem Weg Richtung Nr.1 der Billboard Country-Singles-Charts), "Every mile a memory", einer geradezu traumhaften, ungemein kraftvoll und satt in Szene gesetzten, mit saftigen E-Gitarren gewürzten und von herrlichen, klaren Steelguitar-Linien durchzogenen, leicht "angerockten" Country-Ballade, die gleich zu Beginn für einen absoluten Höhepunkt sorgt. Welch eine großartige Melodie, welch ein authentishcen Country-Flair! Ein prächtiger Start eines herrlichen Country-/New Country-Trips durch 10 weitere, brillante Nummern, denn es gibt partout keinen Ausfall. Ob der riffige, dynamische, voller "Red Dirt"- und Outlaw-Flair steckende, mit einem feinen Banjo-Drive untermalte und mit tollen Gitarren-/Fiddle-Passagen gespickte Countryrocker "Can't live it down", die wundervoll melodische, von schöner Steelguitar und Fiddle bestimmte, erfrischende Countryballade "Long trip alone" (gewinnt im Verlauf ordentlich an Power mittels toller E-Gitarren-Riffs), das trockene, honky-tonkige, ein starkes Outlaw-Feeling verbreitende "That don't make it easy loving me", die knackige, wie ein toller Roadtrip durch den staubigen Westen anmutende, mit würzigen E-Gitarren instrumentierte Ballade "Soon as you can", der straighte Texas-Countryrocker "Trying to stop your leaving" (wäre auch einem Jack Ingram wie auf den Leib geschrieben), die mit toller Mandoline und Steelguitar ausgestattete Midtempo-Nummer "Hope for me yet", der schwungvolle, staubige, von klasse Banjo- und E-Gitarren-Dynamik herrlich nach vorn getriebenen, aber dennoch lockeren "Red Dirt"-Countryrocker "Free and easy (down the road I go)", der in einer kurzen Textpassage gar eine kleine Widmung an seine Kumpels von Cross Canadian Ragweed enthält ("Ragweed's rockin' on the radio, free and easy down the road I go"..., singt er dort), bis hin zu dem großartigen, bluegrassigen Finalstück "Prodigal son's prayer", das er zusammen mit den Grascals vorträgt! Sämtliche Songs, auch das ist bemerkenswert, haben Dierks Bentley und sein Produzent Brett Beavers gemeinsam komponiert, unterstützt von weitereren, namhaften Songwritern wie beispielsweise Steve Bogard oder Tony Martin! Ein meisterhaftes Album, das ein beachtenswertes Ausrufezeichen in der heutigen Countrylandschaft Nashville's hinterläßt! Authentische, aber wunderbar würzige, ehrliche, erfrischende, moderne Country-/New Country-Mucke durch und durch! Tut das gut! Freuen wir uns jetzt schon auf die für nächstes Jahr angekündigte Live -DVD...!

Art-Nr.: 4526
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Brandos, The - over the border [2006]
Große Freude im Rootsrock-Lager! Die gerade hierzulande so außerordentlich beliebten und geschätzten Brandos aus New York um den fantastischen Sänger, Songwriter und Gitarristen Dave Kincaid sind zurück und begeistern nach rund 10 Jahren Albumpause ihre Fans (und die, die es endlich noch werden wollen) auf der ganzen Linie mit einer neuen Pracht-Scheibe! Es ist schon erstaunlich, wie selbstverständlich Kincaid & Co. (der Kern der Brandos besteht nur noch aus ihm und Ur-Bassist Ernie Mendillo) an die gewohnten Tugenden anknüpfen, ohne dabei jedoch auch nur einen "Funken" an Kreativität und künstlerischer Frische einzubüssen. Im Gegenteil, sie strotzen nur so vor Elan! Alles, was wir je an ihnen liebten, ist wieder da: Der ungemein knackige, saftige Power-Rootsrock, Kincaid's mitreißender, teilweise ein wenig an John Fogerty erinnernder Gesang, die wunderbaren Harmonien, ertklassige Songs mit starken Texten und unwiderstehlichen Melodien, die fetten Gitarren, Kincaid's brillantes, virtuoses, dreckiges, würziges, sattes Lead-Gitarrenspiel und diese herrliche Balance zwischen rau wehendem Wüstenflair und dezent irischen Einflüssen! Schon mit dem ersten Song, dem Titelstück, legt die Band los wie "geschmiert": Nach einem großartigen, "mexikanischen" Intro aus landestypischen Acoustic- und E-Gitarren entwickelt sich ein treibender Gitarren-Rootsrocker wie aus einem Guß, durchzogen einer traumhaften Melodie, tollen Harmonie-Gesängen im Refrain und ungemein fingerfertigen, würzigen, feurigen, satten Gitarrensoli! Ohne auch nur eine Sekunde darüber nachzudenken, wird einem sofort klar: Ein neuer Brandos-Klassiker ist geboren! Ebenso packend geht es mit dem trockenen, rhythmischen, melodischen, von herrlich transparenten Gitarren umgarnten "Walking home" weiter, ehe ein "sperriger", rauer, riffiger, gar etwas funkig groovender "Classic-Kracher" folgt, dessen markantes Drumming vom legendären Free- und Bad Company-"Schlagwerker" Simon Kirke beigesteuert wird. Weitere Höhepunkte sind die 7-minütige, toll arrangierte Hymne "The triangle fire", bei der sich Kincaid's E-Gitarren und irisch angehauchte "pipes" und "whistles" ein großartiges Duell liefern, der satte, riffige, von dezenter Surf-Rhythmik geprägte Rocker "She's the one", eine starke Coverversion von "Dino's song" der alten Sixties-/Seventies-San Francisco-Psychedelic-Heroen Quicksilver Messenger Service, das raue "He's waiting", das erneut irisch angehauchte, mit schönen Mandolinen garnierte "The New York volunteer" und eine entspannte, feine Version des Evergreens "Guantanamera"! The Brandos sind wieder da - und es macht Spaß wie eh und je ihnen zuzuhören! 20 Jahre dynamische, frische Rootsrock-Energie ohne jede Abnutzungserscheinungen - einfach klasse!

Art-Nr.: 4648
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Over the border
Walking home
She's the one
The triangle fire
Dino's song

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Browne, Jann - buckin' around ~ a tribute to the legendary buck owens [2007]
"She's a shining link in the Southern California roots tradition", heißt es in ihrer Biographie! Viele Countryfreunde werden sich sicher noch an Jann Browne erinnern, die im Jahre 1991 mit einem tollen Country-Album ("Tell me why") für Furore sorgte, zwei Top 20-Hits landete und eine Nominierung der "Academy Of Country Music" als "female vocalist of the year" einheimste. Dennoch ließ das Major-Label sie damals fallen, auch weil Jann Browne immer ihrer Linie treu blieb und sich trendigen Nashville Pop-Strömungen stets verweigerte. Das machte sie aber unter den Fans nur noch beliebter, auch in Europa, wo sie immer wieder umjubelte Auftritte feierte. Nun beglückt sie die Countrywelt mit einem neuen Album reinster Countrymusic, einem wunderbaren Tribute an den legendäre Buck Owens! 12 Country-Perlen des großen Buck hat sie sich ausgesucht und mit ein paar exzellenten Musikern (u.a. Steelguitar-Veteran Jay Dee Maness, Bill Bryson am Bass, Scott Joss aus der Band von Dwight Yoakam und Merle Haggard an der Fiddle, Gitarrist Duane Jarvis, usw.) bravourös eingespielt. Kurioserweise sind sowohl Buck Owens (in Sherman/Texas) als auch Jann Browne (in Anderson/Indiana) nicht in Californien geboren, dennoch sind beide vom Herzen "Californians to the core"! Kaum jemand hat den californischen Bakersfield Country so populär gemacht wie Buck Owens. Und kaum jemand hätte ihm zu Ehren seine Songs so covern können wie Jann Browne, die mit seiner Musik aufgewachsen ist und ihn von frühester Jugend an verehrte. Wohl deshalb ist dieses Album so ausgesprochen gut gelungen, wirkt so authentisch und durch und durch überzeugend. Jann's leicht heisere, rootsige, großartige Stimme passt bestens zu diesen erfrischend dargebotenen Country-Evergreens. "She sings from the heart", umschreibt es ein amerikanischer Journalist. Recht hat er! Das ist "true honky-tonkin', cheatin' Countrymusic", vollkommen traditionell, rein, "pure, simpel and to the point"! Feines E-Gitarren-Picking, heulende Steelguitars, mal eine verträumte Fiddle^, traditionelle Honky Tonk-Rhythmen überall! Egal ob das "sonnige", flotte, gut tanzbare, in einem tollen E-Gitarren-/Steelguitar-Gewand präsentierte "Love's gonna live here" (ein ganz bedeutender Song in der frühen Entwicklung von Jann Browne, denn es war der erste, den sie auf der Gitarre zu spielen lernte), der von markanten Tempowechsel bestimmte Honky Tonker "Before you go" (wundervolles Steel-Geheule in den langsamen Passagen), die herzzerreißende Ballade "Play together again, again", der unvergessene Bakersfield Country-Feger "I don't care" (klasse E-Gitarren-Picking), "Hot dog" im Rocjabilly-Gewand oder die Steeguitar-getränkte, balladeske Honky Tonk-Nummer "Sweethearts in heaven" mit schönen, "bittersüßen" Harmoniegesängen von Iris DeMent und Joy Lynn White - Buck Owens wäre mächtig stolz auf diese Aufnahmen, könnte er sie noch hören! (Aber vielleicht kann er's ja...) Ein großartiges Tribute an einen großen Country-Musiker und eine tolle Sache für die Liebhaber unverfälschter, pur traditioneller, klassischer Countrymusic! Kleiner Gag: Die CD sieht aus wie eine Vinyl-Platte, vollkommen schwarz! Ein kleines Manko muß man dennoch erwähnen: Das Album ist mit knapp 28 Minuten Gesamtspielzeit nicht gerade eines der länsgten. Doch die "pure" Countryfans sollten darüber hinwegsehen, denn ansonsten gibt's partout nichts zu mäkeln! Ein wirklich feines Teil!

Art-Nr.: 4781
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Love's gonna live here
Before you go
Excuse me (I think I've got a heartache)
I don't care
Playgirl (Playboy)

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Carroll, Jason Michael - waitin' in the country [2007]
Welch ein Pracht-Debut! Jason Michael Carroll setzt gleich mit seinem ersten Album im noch jungen Jahr ein musikalisches Ausrufezeichen in Nashville! Von Null auf Eins katapultiert er sich an die Spitze der Billboard Country Album-Charts (das schaffte zuletzt Billy Ray Cyrus mit seinem 1992iger-Werk "Some gave all") - und das vollkommen zu Recht! "Waitin' in the country" ist ein Paradebeispiel dafür, wie moderne Countrymusic heute klingen sollte: Auf der einen Seite in den reinen Traditionen verankert und den Honky Tonks verwurzelt, auf der anderen Seite ausgestattet mit der jugendlichen Unbekümmertheit und Frische der den rockigeren Klängen nicht abgeneigten jungen Wilden Nashville's! Diesen Schnittpunkt trifft der Sohn eines Priesters aus North Carolina mit außergewöhnlicher Kompetenz! Dabei wirkt der Anblick des Coverfotos des imerhin bereits 28-jährigen jungen Mannes zunächst einmal doch etwas "trügerisch": Sehr brav, verklärt und "unschuldig" dreinschauend blickt uns ein mit langer, blonder Mähne ausgestatteter, smarter "Schönling" entgegen, der wie eine Kreuzung aus einem Model, einem Vorzeige- Frontmann einer von kreischenden Mädchen angehimmelten Boygroup, einem Künstler der amerikanischen "Contemporary Christian"-Szene und einem Unterwürfigen von Leuten wie Trace Adkins & Co wirkt, vermeintlich ausgestattet mit einer "zarten", engelshaften Stimme - doch was dann folgt, ist das totale Gegenteil, ja haut den geneigten Countryfan regelrecht aus den Cowboystiefeln! Was für ein großartiger Sänger mit einer wirklich phantastischen, meisterhaften, sehr sehr tiefen Baritone Country-Stimme, die einen von der ersten Sekunde an fasziniert und einen gewaltigen Eindruck hinterlässt! Einfach toll! Ob Kollegen wie Josh Turner, Darryl Worley, Brad Paisley, Tracy Lawrence, Jake Owen, Jason Aldean, Trace Adkins, Toby Keith - wie immer sie auch heißen mögen, Jason Michael Carroll geht ans Werk, als wolle er alle darauf einschwören: "Hey Jungs, mit mir müßt ihr rechnen" - und liebe Countryfans, wir müssen, das ist sicher! Knackige, satte E-Gitarren, Fiddles, Steelguitars, Honky Tonk-Piano, Mandolins und Banjos begleiten eine ausgewogene, erstklassige Ansammlung riffiger, herzhafter Countryrocker, herrlicher, purer Traditionals, prächtiger Outlaw-Countrysongs, rowdy Honky Tonker und der ein oder anderen gefühlvollen Ballade! Unter den Musikern finden wir Nashville's absolute Elite, wie beispielsweise Michael Rhodes (Bass), Greg Morrow (Drums), J.T.Corenflos (Electric Guitar), John Hobbs (Keyboards), Dan Dugmore (Steel), Larry Franklin (Fiddle) usw.! Carroll ist zudem ein ausgezeichneter Songwriter, der immerhin fünf Tracks mitkomponierte (die erste, sehr erfolgreiche Single "Alyssa lies" stammt sogar aus seiner alleinigen Feder), ansonsten aber auf arrivierte Songwriter wie Craig Wiseman, Rivers Rutherford, Jeffrey Steele, Casey Beathard und andere vertraut. Besonders erwähnenswert ist die traumhaft schöne, voller Westernflair steckende, von toller Mandoline, klasse Steelguitar und saftigen E-Gitarren begleitete, herrlich ins Ohr gehende Midtempo Countryrock-/pop-Nummer "No good in goodbye", die er nicht nur zusammen mit der wunderbaren Neo Folk-/Americana-/Pop-Ikone Jewel (Kilcher) geschrieben hat, sondern die er auch zusammen mit ihr im Duett vorträgt. Jason Michael und Jewel singen einfach großartig zusammen! Weitere Highlights sind der knackige, angerockte, sehr traditionell verwurzelte, von tollen Fiddle-Banjo- und E-Gitarren-Klängen geprägte Country-Stomper "Waitin' in the country", der schwungvolle, ordentlich Drive entwickelnde, mit schöner Baritone-Guitar und klasse Fiddle instrumentierte Country-Feger "I can sleep when I'm dead", die wunderbar melodische, aber vom Text her sehr nachdenkliche Ballade über die Problematik eines mißhandelten Kindes und des gleichzeitigen Wegschauens der Umwelt, "Alyssa lies", die kraftvolle, wieder von einer tollen Melodie durchzogene und mit feinem Fiddle-/Gitarren-Zusammenspiel aufwartende New Country-Ballade "Livin' our love song", der knackige, gut tanzbare "Blue Collar" Countryrocker "Anywhere USA", der von satten E-Gitarren-Riffs geprägte, roughe Outlaw-Honky Tonker "Honky Tonk friends", usw.! Die Scheibe ist einfach durchweg ein "Hit"! Produziert hat das Album übrigens Don Gehman, in erster Linie bekannt für seine Arbeiten mit solchen Acts wie Hootie & The Blowfish (deren Mega-Hit "Cracked rear view" entstand unter seiner "Regie") oder John Mellencamp! Toller New Country mit wohl ausbalancierten Anteilen aus knackigen "Arena Rock-Riffs" und ausgeprägtem "New traditional swagger" - immer "real country"! Es scheint, als sei die Zeit reif für außergewöhnliche "country vocalists with deep rich voices". Die Zeit ist reif für Jason Michael Carroll! Der Mann hat eine große Zukunft!

Art-Nr.: 4680
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Cook, Elizabeth - balls [2007]
Unglaublich, dass diese großartige Künstlerin keinen Major-Label Vertrag hat - vielleicht ist dies aber auch ein Segen für die Countrymusic, denn noch immer kann die aus Wildwood/Florida stammende Elizabeth Cook ohne jegliche Einflüsse von außen ihren Weg gehen, der da heißt: schnörkelloser, honky-tonkin' pure Country! "Balls", ihr mittlerweile drittes Album, zeigt mehr denn je Elizabeth's außerordentliches Talent als Sängerin (was hat die attraktive, mittlerweile 35-jährige Dame für eine klare, wunderschöne Stimme) und Songwriterin (9 der 11 Songs stammen aus ihrer Feder), und belegt eindrucksvoll, warum die amerikanische Fachpresse immer wieder Vergleiche zur großen Dolly Parton, aber auch zu geschätzten Kolleginnen wie Kelly Willis, Carlene Carter, Pam Tillis oder Patty Loveless heranzieht. Es passt hundertprozentig! Produktionstechnisch von niemand anderem als Rodney Crowell exzellent in Szene gesetzt, besticht sie mit herrlich traditionellen, puren, sehr natürlichen Country- und Honky Tonk-Klängen, durch die auch mal eine feine Old Time-Brise und ein zurückhaltendes Roots-/Americana-Flair wehen. Und dennoch steckt in Cook's Vorträgen eine Menge Pep! Unterstützt wird sie von einer Garde erstklassiger Musikergrößen, die man zum einen aus der erste Reihe der "Nashville-Studio-Giganten" (u.a. Michael Rhodes am Bass, Richard Bennett an der akustischen und elektrischen Gitarre, sowie Drummer Harry Stinson), aber auch aus Rodney Crowell's Umfeld (u.a. Kenny Vaughan an der Lead Gitarre, Matt Combs - Fiddle & Mandolin) kennt. Crowell selbst ist natürlich auch mit von der Partie. Das durch und durch ausgezeichnete Songmaterial glänzt durch viel Abwechslung und eine ausgewogene Balance zwischen flotten, voller Drive und Dynamik steckenden Uptempo-Nummern, ein paar wundervollen Country-Balladen und völlig locker und entspannt dahinfließenden Momenten. Ein herrlich fröhlicher "Old Time-/Good Time"-Rhythmus, verfeinert mit vergnüglichem Mundorgelspiel und lässigem Banjo-Gezupfe, bildet die Basis des großartigen, ultra-traditionellen Countryfegers "Times are tough in Rock'n Roll", in dem Elizabeth Cook nicht nur textlich ein wunderbares Bekenntnis zur Countrymusic abliefert. Toller Opener! Das folgende "Don't go borrowing trouble", ein feiner, mit verhaltenem Tempo, aber viel Roots-/Americana-Würze gespielter, "beer-dinkin'" Honky Tonk-/Barroom-/Country-Crooner, besticht u. a. mit einem tollen, sehr virtuosen E-Gitarren-Solo von Crowell's aktuellem "Hausgitarrist" Kenny Vaughan. Dann das prächtige, engagierte "Sometimes it takes balls to be a woman", ein melodischer, sehr viel Frische und Dynamik ausstrahlender, vitaler Honky Tonker, der an beste, alte Carlene Carter-Tage erinnert (klasse Gitarren-Arrangement mit schönen Fiddle-Fills)! Gefühlvolles Fiddle-Spiel, blitzsaubere Acoustic Gitarren und wundervolle Mandolinen-Begleitung bestimmen die sowohl von einem herrlich reinen "Grass"-Flair, als auch von einem dezent rootsigen Americana- und Gospel-Feeling geprägte, hinreißende Country-Ballade "Rest your weary mind" (toll hier der verhaltene Hall in Elizabeth's wundervoller Stimme, der Duett-Gesang stammt von dem Sohn der Countrylegende Bobby Bare, Bobby Bare jr.), ehe mit dem leicht Rockabilly-mäßigen, von klasse Johnny Cash-like Rhythmen und Linien bestimmten, traditionellen "He got no heart" das Tempo wieder etwas abgezogen wird. Prächtiger Stoff für alle Cowgirls und Cowboys, die mal wieder die Tanzflächen der Honky Tonks bevölkern wollen! Jede Menge sonnige Frische und natürliche Country-Reinheit vermittelt das anschließende, glanzvolle, von großartigen Gitarren und schöner Fiddle bestimmte, herrlich flockige, lockere, wunderbar melodisch in unsere Ohren fließende "Mama's prayers", das wohl am deutlichsten zeigt, warum die Vergleiche zu Dolly Parton immer wieder zutreffen. Stark auch die exquisite Coverversion der alten Velvet Underground-Nummer "Sunday morning", aus der Miss Cook eine vorzügliche Countrynummer macht. Bemerkenswert: Bis zum Ende der Scheibe hält Elizabeth wie selbstverständlich das gleich zu Anfang vorgegebene hohe Niveau! Zitieren wir zum Fazit dieses großartigen Albums mal eine Textzeile aus dem Eröffnungssong, in dem es heißt: "I keep on walkin' my country mile, I got my heat up all the while, some will like to cramp my style, I keep on walkin' my country mile"... - jawohl, Elizabeth Cook geht weiter ihren Country-Weg und niemand kann sie umkrempeln! Große Klasse!

Art-Nr.: 4937
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Times are tough in Rock'n Roll
Sometimes it takes balls to be a woman
Rest your weary mind
He got no heart
Mama's prayers
Down girl

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English, Robin - same [2006]
Zu ihren Fürsprechern zählen viele prominente Musiker (Willie Nelson, Jeffrey Steele) und Produzenten (Paul Worley, Kyle Lehning). Hal Ketchum beispielsweise sagte einmal über sie: "Robin English is a pure artist who needs to be heard... the sooner the better". Die Gelegenheit dazu bietet sich ab jetzt, denn ihr gerade erschienenes Debütalbum ist ab sofort lieferbar. Wie so viele Künstler im Country-Bereich, stammt die geborene Texanerin aus einer musikbegeisterten Familie. Irgendwann entschloss sie sich nach Nashville zu gehen und versuchte zunächst in der dortigen Clubszene Fuß zu fassen. Sie spielte und sang in einer Band namens "Young Riders", zu denen auch Leute wie Blake Shelton, Rachel Proctor und Ryan Murphey zählten. Im Jahre 2000 hatte Robin bereits einen Plattenvertrag, nahm eine recht erfolgreiche Single auf, fiel aber letztendlich Umstrukturierungen bei Sony zum Opfer. Sie arbeite jedoch weiter hartnäckig an ihrem Erfolg, schrieb fleißig Songs und schaffte es als Support von vielen namhaften Künstlern wie Clint Black, Brad Paisley, Joe Diffee, Mark Chesnutt und Willie Nelson bei Live-Gigs auf sich aufmerksam zu machen. Das Independant-Label Aspirion/Brass Ring Records schlug nun zu und offerierte ihr den längst fälligen Platten-Deal. Was Robin auf ihrem ersten Album bietet, ist beste New Country-Unterhaltung mit wohl dosierten und geschickt eingesetzten, sowohl poppigen, als auch bluesigen, rootsigen und sehr traditionellen Momenten. "I’m The One", die erste Single, eröffnet die Scheibe sehr entspannt und melodiös! Eine wunderschöne Ballade mit glasklarer Akustikgitarrenuntermalung, wunderbaren Mandolineneinlagen, relaxter E-Gitarre und dezenten Harmoniegesängen. Der Vergleich zu Chely Wright kommt hier, auch aufgrund einer gewissen äußerlichen Ähnlichkeit, nich von ungefähr. Einen oben drauf setzt dann noch das folgende Stück "Baby, You’re The Man", mit seinen satten Drums-/Akustik-/E-Gitarren-Rhythmen, der klasse Orgel, den dezenten Mandolinen-Tupfern und starken Background-Vocals. Robin's dezent "rauchige" Stimme im Strophenbereich, bis zur Variation in helleres Shania Twain-mäßiges "Ziehen" der Zeilenend-Silben und ein unaufdringliches E-Gitarren-Solo machen den Song zum Highlight. Hervorragend! Im weiteren Verlauf wechseln flottere Midtempo-Nummern und balladeskere Stücke in einem recht gut gewähltem Verhältnis. Bei ihren Mixturen aus Blues, Roadhouse Rock und astreinem Country ("Yello Rose In Me" und "Cotton Field Girl", - eine textlich und musikalisch tolle Hommage an ihre Großmutter), kommen einem gar Vergleiche zu Eve Selis in den Sinn. Hier beweist Mrs. English auch zum Teil ihr herausragendes Können an der Mundharmonika. Natürlich wird auch der Nashville-Mainstream bedient, die Übergänge sind aber trotzdem recht fließend. Gerade bei den poppig angehauchten Sachen bleiben die Vergleiche mit den bereits erwähnten Chely Wright (bei ruhigeren Stücken wie "Hello Me", "Least I Can Do") und Shania Twain (besonders beim herrlich flotten "Enjoy The Ride", mit exzellentem E-Gitarren-Solo von Jeff King) nicht aus. Enthält noch zwei Bonustracks mit "Child In Me", einem recht "kitschigen" Weihnachtslied, sowie einer klasse, im Text leicht veränderte Coverversion des alten Ed Bruce-Standards "Mama’s Don’t Let Your Cowboys Grow Up To Be Babies" (man beachte schon die lustige Veränderung im Titel), im typischen Honky Tonk-/Outlaw-Flair, wo dann auch die obligatorische Steelguitar zum Einsatz kommt. Ein prima Album mit vielen starken Musikern und einer Robin English, die in Sachen Songwriting (alle Stücke aus eigener Feder), Gesang (sehr variabel), instrumentalem Können (klasse Harmonikaspiel) und auch bei der Produktion Akzente zu setzen weiß. Ein umfangreiches Booklett mit allen Texten ist natürlich auch dabei. Rundum ein klasse Debüt. Diese Dame sollten die Majors im Auge behalten! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 4484
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
I'm the one
Lion and the lamb
Yellow rose in me
Wake up loving you
Enjoy the ride

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Griffin, Patty - downtown church [2010]
Die wunderbare Patty Griffin mit einem wunderbaren, neuen Album. Stark Gospel-inspirierte, von exquisiter Schönheit und rootsigem Ambiente geprägte Folk-/Americana-/Alternate Country-Musik! Unter den Gästen sind beispielsweise Emmylou Harris und Shawn Colvin. Produziert hat Buddy Miller, der natürlich auch Gitarre spielt. Eine abermals grandiose Vorstellung der aus der Boston/Cambridge-Folkszene hevorgegangenen, faszinierenden Singer/Songwriterin!

Das komplette Tracklisting:

1 House Of Gold - 2:52   
2 Move Up - 2:43   
3 Little Fire - 4:07   
4 Death's Got A Warrant - 1:43   
5 If I Had My Way - 3:24   
6 Coming Home To Me - 3:32   
7 Wade In The Water - 3:07   
8 Never Grow Old - 3:11   
9 Virgen de Guadalupe - 3:31   
10 I Smell A Rat - 2:31   
11 Waiting For My Child - 4:15   
12 The Strange Man - 3:38   
13 We Shall Be Reunited - 4:11

Art-Nr.: 6761
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Griffith, Nanci - the loving kind [2009]
Klasse neues Album von Nanci Griffith, das so countryorientiert ist, wie schon lange nicht mehr. Es ist eine feine Synthese aus den Werken ihrer frühen Philo-Phase und ihren erfolgreichen Nashville-Tagen, eine hervorragend gelungene Mischung aus Folk, Americana, Alternate Country und Country - eben typisch Nanci Griffith. Die Songs sind wieder sehr ambitioniert und mit erstklassigen Musikern in einem schönen, semi-akustischen, rootsigen Gewand umgesetzt worden. Ihre eigentlich so fragile Stimme kommt kräftiger als je zuvor. "'The Loving Kind' marks a triumphant return for one of America's most revered singer-songwriters", heißt es in einer offiziellen Pressemitteilung, der wir uns gerne anschließen.

Das komplette Tracklisting:

1 The Loving Kind - 2:36   
2 Money Changes Everything - 3:09   
3 One of These Days - 3:03   
4 Up Against the Rain - 3:34   
5 Cotton's All We Got - 3:29   
6 Not Innocent Enough - 3:34   
7 Across America - 3:05   
8 Party Girl - 3:00   
9 Sing - 3:18   
10 Things I Don't Need - 2:52   
11 Still Life - 3:52   
12 Tequila After Midnight - 3:12   
13 Pour Me a Drink - 3:34

Art-Nr.: 6422
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Harris, Emmylou - all i intended to be [2008]
Das lang erwartete neue Studioalbum! Wunderschön! Eine traumhafte Balance zwischen Americana, Folk und Country! Sehr entspannt, rein und glasklar in Szene gesetzt. Viele Brzüge zu früheren Zeiten! So hat beispielsweise Brian Ahern produziert, der schon bei so vielen Emmylou-Klassikern die Regler bediente. Meisterhaft!

Art-Nr.: 5757
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Herndon, Ty - right about now [2007]
Mit seiner CD "Steam" schien Ty Herndon 1999 ohne Zweifel auf dem Höhepunkt seiner Karriere angelangt zu sein. Major Deal, ein durchgehend gelungener Silberling mit ebenso guten Songs, u. a. der im wahrsten Sinne des Wortes "heiße" Titletrack, Ohrwürmer wie "Putting The Brakes On Time", „"In A New York Second" oder der Cocker'sche Superhit "You Can Leave Your Hat On", mit dem der smarte Entertainer vor allem die weibliche Klientel seiner immens gewachsenen Fangemeinde bei Live-Events regelmäßig zum Raserei brachte. Trotzdem wurde es anschließend recht still um Herndon. Ein "Greatest Hits"-Album und eine Weihnachtsscheibe waren dann doch ein eher dürftiger Arbeitsnachweis für die letzten Jahre. Dass der talentierte Sänger jedoch gelernt hat nicht nur im musikalischen Umfeld aufzustehen (er war auch schon mal wegen Drogendelikten hinter Gittern), beweist er jetzt mit seinem neuen, brandaktuellen Werk "Right About Now". Auch hier lief es im Vorfeld zunächst alles andere als glatt. Die Scheibe wurde mehrfach terminiert, gecancelt und wieder verschoben. Mittlerweile ist aber alles "in trockenen Tüchern" und mit dem neuem "Titan/Pyramid"-Label, den Produzenten Darrell Brown, Jonathan Yudkin (!) und Dennis Matkosky sowie zahlreichen Elite-Musikern (mit dabei u.a. J. T. Corenflos, Bruce Gaitsch, Dan Dugmore, Kenny Greenberg, Greg Morrow) und Songwritern (u. a. Radney Foster, Keith Urban), wurde für Ty eine ideale Arbeitsgrundlage geschaffen. Der bedankt sich mit elf tadellosen Stücken und einer gesangstechnischen Bestleistung. Vorwiegend handelt es sich um recht emotional besungene Lovesongs aus dem Mainstream Country/Country-Pop-Bereich, wobei der "Schmalzfaktor" allerdings in einem erträglichen Rahmen gehalten wurde. "Someday Soon" startet direkt mit dieser unnachahmlichen, texanisch angehauchten Relaxtheit, bei der die Handschrift von Radney Foster markant hervortritt: Entspannt lässiger Groove, erzeugt durch Akustik- und Baritone-E-Gitarren, dazu Steel-, Piano-, und Orgel-Fills, ganz dezente Harmoniegesänge und ein kurzes Slide-Solo. "In The Arms Of The One Who Loves Me" und "You Still Own Me" sind gespickt mit Country-typischen Instrumenten wie Mandoline, Banjo und Steel, wobei Herndon stimmtechnisch zuweilen etwas an ex-Sons Of The Desert-Frontmann Drew Womack angelehnt zu sein scheint. Bei dem zweitgenannten Lied "blinzeln" im Refrain auch dezent Rascal Flatts durch. Während des Titelsongs "Right About Now" (Co-Autor ist Michael Peterson) sieht man sich geistig im gemütlichen Sessel einer Hotel-Lobby mit einem Whiskey-Glas in der Hand sitzen und den entspannten Klängen eines Trios (Sänger, Pianospieler und Baritone-Gitarrist) lauschen. Ty glänzt hier mit enormer Stimmvariation. "Hide", "We Are" und "There Will Be a Better Day" sind allesamt weitere, recht ruhig gehaltene, balladeske Tracks, die dann zwischendurch immer wieder von lebhafteren New-Country-Geschichten wie den funkig/poppig anmutenden Stücken "Love Revival" und dem kräftigen "Mercy Line", oder durch das poppige "If I Could Only Have Her Love Back" unterbrochen werden. Das einstige Temperament des Künstlers ist diesmal vielleicht etwas im Hintergrund geblieben. Das Album wirkt eher nachdenklich, was auf einen stattgefundenen Reifeprozess hinzudeuten scheint. Stimmlich ist Ty Herndon in Bestform, der musikalische Rahmen dazu absolut passend gewählt. Eine gelungene Rückmeldung zur rechten Zeit! Ty Herndon is back! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 4530
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Hill, Faith - the hits ~ deluxe cd/dvd-edition [2007]
CD + DVD-Set! Original U.S.-Ausgabe! Erstes "richtiges" und wirklich authentisches "Greatest Hits"-Album (die durch ihre vielen Pop-Remixe eher enttäuschende, ausschließlich für den europäischen Massen-Markt konzipierte und auch nur dort erschienene "There you'll be - The Best of Faith Hill"-Veröffentlichung aus dem Jahre 2001 muß man da aussen vor lassen) der mega-erfolgreichen Country-Diva, die in einem hervorragenden Karriere-Überblick das wahre musikalische Gesicht Faith Hill's beleuchtet. Enthalten sind insgesamt 15 Songs mit knapp 60 Minuten Spielzeit! Zum einen sind das 10 Nummern aus ihren bislang sechs verschiedenen Studioalben, angefangen vom 1994iger "Piece of my heart" aus ihrem Debut "Take me as I am" bis hin zu dem grandiosen "Mississippi girl" aus dem 2005er Werk "Fireflies", aber auch, und das macht "The hits" zusätzlich spannend, 5 nicht auf den bisherigen, regulären Faith Hill-Alben enthaltene Nummern, wovon 3 bis dato noch gar nicht veröffentlicht, bzw. exklusiv für dieses Werk eingespielt wurden. "There you'll be" gab's bisher in der Original-Fassung nur auf dem "Pearl harbor"-Soundtrack, das großartige Duett "I need you" mit ihrem Ehemann Tim McGraw befindet sich auf dessem aktuellen Album "Let it go", und,... - dann kommen die "richtigen" Highlights, denn die 3 übrig gebliebenen Songs haben es wahrlich in sich! Das sind: Eine wirklich famose, 2007 aufgenommene, 6-minütige Live-Version der großartigen Country-Ballade "Stronger" (wesentlich stärker als die Studiofassung auf "Cry" - Faith singt sich die Seele aus dem Hals und beweist nachhaltig, welch grandiose Sängerin sie auch live ist, dazu eine großartige Leistung der Musiker mit tollem E-Gitarren-Solo im Break), sowie die beiden brandneuen Studiotracks "Red umbrella" (wunderbarer, melodischer, flotter, knackiger Uptempo Country-Pop in einem modernen, erfrischenden Gitarren-/Keyboards-Gewand mit dezenten Steelguitar-Fills im Hintergrund - in den Staaten schon ein Hit) und "Lost" (eine ebenfalls überaus gelugene, satte Power-Ballade)!

Die hier vorliegende Luxus-Ausgabe von "The hits" enthält als zusätzliches "Bonbon" noch eine 11 Videos umfassende DVD, die die Faith Hill-Gemeinde zusätzlich begeistern dürfte. Endlich bekommt man die Original Video-Clips zu ihren größten Hits (vor allem die in Europa weniger bekannten Songs bekommt man ja nirgends zu sehen) einmal in gesammelter Form auf einer DVD präsentiert. Toll beispielsweise der Clip zu "Mississippi girl", der viele Live-Eindrücke eines Faith Hill-Konzertes vermittelt! Und das beste: Die DVD ist "code free" und somit auf jedem DVD-Spieler abspielbar!

Die komplette Tracklist der CD:
1. Red Umbrella
2. Stronger (live)
3.I Need You
4. Lost
5. Mississippi Girl
6. Cry
7. There You'll Be
8. The Way You Love Me
9. Breathe
10. The Secret Of Life
11. Let Me Let Go
12. This Kiss
13. It Matters To Me
14. Piece Of My Heart
15. Wild One

Die komplette Tracklist (Videos) der DVD:
1. Mississippi Girl
2. Cry
3. The Way You Love Me
4. Breathe
5. The Secret Of Life
6. Let Me Let Go
7. Just To Hear You Say That You Love Me (with Tim McGraw)
8. This Kiss
9. It Matters To Me
10. Piece Of My Heart
11. Wild One

Kommt in einer edlen, mit exklusiver Prägeschrift versehenen, 3-fach aufklappbaren Digipack-Verpackung, inklusive eines 20-seitigen Booklets!

Art-Nr.: 5287
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 22,90

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Hughes, Donna - gaining wisdom [2007]
Ein neuer Stern am Bluegrass-/Acoustic Country-Himmel macht sich auf in den elitären Kreis solcher Künstlerinnen wie Alison Krauss, Alecia Nugent, Melonie Cannon oder Rhonda Vincent vorzudringen. Na ja, was heißt "neuer Stern"? Die sympathische junge Dame aus North Carolina ist eigentlich in der Szene längst etabliert, gilt sie doch als herausragende Songwriterin, deren Stücke schon von Leuten wie Alison Krauss, The Seldom Scene und anderen Genre-Größen aufgenommen wurden. Doch Donna Hughes ist darüber hinaus eine ausgezeichnete Pianistin und wunderbare Sängerin mit einer überaus angenehmen, genauso zarten und warmen, wie ausstrahlungsstarken Stimme. Auf "Gaining wisdom" präsentiert sie uns eine großartige Ansammlung exzellenter, durch und durch akustisch eingespielter Songs mit einer ausgewogenen Balance zwischen dynamischen, jedoch nie in hektischer Spielweise zu überdrehen drohenden Uptempo-Bluegrass-Songs, feinem Contemporary Country und exquisiten, feinsten, traditionellen Acoustic Country-Balladen. Alles klingt sehr frisch, rein, sauber und ungemein transparent und filigran instrumentiert. Verantwortlich dafür sind neben Donna selbst zum einen die großartige, glasklare Produktion von Tony Rice und zum anderen die große Schar von herausragenden Musikern, die ihr zur Seite stehen. Ein paar Beispiele: Tony Rice, Wyatt Rice, Tim Stafford (alle Gitarre), Rob Ickes (Dobro), Sam Bush, Rickie Simpkins (beide Mandoline), Scott Vestal (Banjo), Ron Stewart (Fiddle), Mike Bub (Bass), und was für eine herausragende Ansammlung von Stars, die mit ihren edlen Harmonie-Gesängen aushelfen (Alison Krauss, Mary Chapin Carpenter, Lona Heins, Alecia Nugent, Carl Jackson, Sonya Isaacs, Rhonda Vincent, Kati Penn, u.a.)! Das Album enthält insgesamt 14 Songs, davon 12 aus Donna's Feder und zwei Coverversionen. Sehr stark beispielsweise die wunderbar melodische, entspannte Acoustic Country-Nummer "One more time" mit tollem Gitarrenspiel und herrlicher Dobro-Begleitung von Rob Ickes, die folkige Uptempo Bluegrass-Nummer "What I'm looking for" mit Tony Rice's grandiosem Acoustic Lead Guitar-Picking, die von Donna's feinem Pianospiel und grassigen Acoustic-Instrumenten begleitete, gefühlvolle Ballade "Father time", das erfrischende, flockig lockere, von einer wunderbar "sonnigen" Melodie durchzogene "Scattered to the wind", oder das kräftige, genauso traditionelle, wie rootsige, durch einen klasse Banjo-Drive und tolles Fiddle-/Dobro-/Gitarren-Zusammenspiel nach vor getriebene "Bottom of a glass" mit seinem tollen, melodischen Refrain, usw., usw.! Besonders erwähnenswert ist noch eine der beiden Coverversionen, nämlich ihre prächtige Fassung von Cyndi Lauper's Mega-Hit "Time after time". Beginnt als herrlich entspannte, wundervoll transparent instrumentierte Acoustic Country-Nummer, um schließlich ordentlich Tempo aufzunehmen und in großartigem Bluegrass-Picking zu enden. Donna Hughes ist eine großartige Komponistin, doch auch als Interpretin stehen ihr nach diesem starken Album alle Türen offen. Klasse! Eine der besten, neuen Singer-/Songwriterinnen der akustischen Country-Szene!

Art-Nr.: 4769
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
One more time
Father time
Scattered in the wind
Sad old train
Bottom of a glass

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Jones, George & Merle Haggard - kickin' out the footlights...again [2006]
"Tow icons collide - a historic reunion", heißt es im Booklet - und damit ist die ganze Magie dieses klasse Countryalbums auch schon auf den Punkt gebracht! 25 Jahre nach ihrem ersten Duett-Album "A taste of yesterday's wine" tun sich zwei der bedeutendsten und einflußreichsten Sänger der Country-Historie, George Jones und Merle Haggard, erneut zusammen um im hohen Alter von 75, bzw. fast 70 Jahren erneut ein gemeinsames Werk einzuspielen. Es ist ihnen großartig gelungen! Höchster Respekt, wie gut die beiden noch immer singen und ihre ganze Ausstrahlungskraft in die Songs transportieren. "Kickin' out the footlights...again" hat den Untertitel "Jones sings Haggard, Haggard sings Jones", denn neben 4 gemeinsamen Duetten, beinhaltet das Werk jeweils 5 schon einmal von Merle Haggard aufgenommene Klassiker, die nun von George Jones vorgetragen werden, und umgekehrt. Eingespielt mit der absoluten Nashville "Créme de la créme" an Musikern (.u.a. Brent Mason, J.T.Corenflos, Glenn Worf, Stuart Duncan, Eddie Bayers, Paul Franklin) hauchen sie diesen Songs, bei gleichzeitiger Wahrung aller Traditionen, jeweils ihre ganz persönliche Note ein. Merle interpretiert folgende Songs von George: "The race is on" (klasse, knackige, honky-tonkin' Fassung dieses Country-Evergreens), "She thinks I still care" (toller Honky Tonker mit feinen Steel- und Fiddle-Linien), "Things have gone to pieces" (sehr feine, Steel-getränkte Ballade), "I always get lucky with you" und "The window up above", während George folgende Merle-Klassiker bringt: "The way I am", "All my friends are strangers", "I think I'll just stay here and drink" (klasse Outlaw-Flair mit großartiger E-Gitarren-Instrumentierung), "Sing me back home" (großartige, schön lockere, voller Original Bakersfield-Flair steckende Fassung mit schönen Mandolinen- und Steelguitar-Fills) und "You take me for granted"! Sehr gelungen auch die 4 neuen Duette, wie beispielsweise, die Piano-getränkte, mit feinen Gitarrenlicks ergänzte, durchaus als autobiographisch anzusehende Ballade "Footlights", die die Geschichten eines alternden Countrysängers erzählt, oder ihr in tollem Country-Barroom-Blues-Flair erstahlendes Remake von Duke Ellington's "Don't get around much anymore"! Traditionelle, zeitlose Countrymusic zweier lebenden Legenden! Hat das Charme!

Art-Nr.: 4564
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Keith, Toby - big dog daddy [2007]
Im Sport würde man sagen, der Mann hat einen Lauf! Bereits 14 Monate nach dem starken "White trash with money" kommt Toby's zweite CD auf seinem eigenen "Show Dog"-Label (seine, inklusive des "Greatest Hits 2"-Albums, insgesamt siebte Veröffentlichung in nur sechs Jahren) - und trotz dieser immensen Aktivitäten und hohen Schlagzahl an Releases scheinen dem Mann die guten Songs nur so aus dem Ärmel zu fließen. Er schreibt, spielt und singt sich vom einen Kreativitätshoch zum nächaten. Erstaunlich und bewundernswert zugleich für einen Mann, dem bereits ein absoluter Superstar-Kult in Nashville zuteil wird. Toby Keith ist ganz oben in Music City, aber musikalisch noch lange nicht "satt"! Er probiert vieles aus (so hat er sich zum Beispiel diesmal auch erstmalig selbst produziert - im übrigen in einem prächtigen, sehr satten, viel Energie freisetzenden Sound) und transportiert diese Freude, die er an seiner Musik hat, hervorragend auf den Zuhörer. Aus einem Fundus von rund 30 Songs, die er nach eigener Aussage für dieses Werk zur Verfügung hatte, haben es schließlich 11 erstklassige Nummern auf "Big Dog Daddy" geschafft! Sehr abwechslungsreiches und vielseitiges Material! Das geht von tollen, überaus knackigen, saftigen Uptempo New Country-Nummern, wie dem prächtig ins Ohr gehenden Opener "High maintenance woman" (schöner Drive; starkes, fettes E-Gitarren-Gerüst), über traditionelle honkly-tonkin' Roadhouse-Feger wie das furiose "Get my drink on" (lockerer, aber sehr kraftvoller, von dynamischen Drums angetriebener Rhythmus; lässiger, cooler Gesang; tolle Twin E-Gitarren in der Mitte), schöne Retro Country-Nummern voller Border-Flair wie das leicht mexikanisch angehauchte "Wouldn't wanna be up" (schöne Slide-Gitarre), glühende, viel Dampf ablassende, Gitarren getränkte Southern Country-Rocker wie der saustarke, Georgia Satellites-mäßige, Honky Tonk-/Boogie-/Country-Rock'n Roller "Big dog daddy" (tierische Double Electric-Slides; klimperndes Piano; großartige, weibliche Background-Gesänge) und das krachende, von fetten Southern-Riffs getragene, voller Saft und Kraft steckende "Hit it" (so könnten auch die Van Zants rocken), über wunderbar entspannte, sehr melodische Midtempo New Country-Nummern wie das von exquisiten, traditionellen Gitarrenlinien und großartiger Steelguitar begleitete "I know she hung the moon" und das leicht Americana-angehauchte, lockere, von Fred Eaglesmith komponierte "White rose" (feines Mandolinen-/Gitarren-Gewand), prächtige, hervorragend tanzbare Country-Knaller wie das von Keith und Bobby Pinson geschriebene, froh gelaunte, Party-tauglich rockende, melodische, zum Mitgrölen einladende "Pump Jack", bis hin zu den beiden schönen Balladen (es gibt nur diese zwei, ansonsten ist flottes Tempo angesagt) "Love me if you can" (klasse Dobro-Begleitung) und "Walk it off" (traditionell fundiert, mit feiner Steelguitar und voluminösen Geigen)! Klar, daß Toby Keith dabei auch wieder von der absoluten "first rate" Nashville Studiogarde begleitet wird, wie z.B. Kenny Greenberg, Brent Mason, Tom Bukovac, Jerry McPherson (alle E-Gitarre), Shannon Forrest, Chad Cromwell (beide Drums), Glenn Worf (Bass), Paul Franklin (Pedal Steel), Aubrey Haynie (Fiddle, Mandoline), Rob Ickes (Dobro), usw.! Dazu kommt ein prima bebildertes, 20-seitiges Booklet mit allen Texten! Eine durch und durch klasse neue Scheibe von Toby Keith, der scheinbar immer besser wird. "I couldn't be happier with it", resümierte er neulich in einem Statement das Ergebnis von "Big Dog Daddy"... , - seine Fans auch nicht!

Art-Nr.: 4957
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

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Lambert, Miranda - crazy ex-girlfriend [2007]
Wow, hat diese Frau Feuer! Ohne Zweifel, Miranda Lambert gehört zu den talentiertesten, besten, mit offenbar immensem Potential gesegneten, aufregendsten Country-Künstlerinnen, die in den letzten Jahren Nashville's Bühne betreten haben. War ihr 2003er Major Label-Debut "Kerosene" schon ein Knüller, so setzt sie mit ihrem neuen Werk "Crazy ex-girlfriend" glatt noch einen drauf und untermauert in beeindruckender Weise ihr Image als das "tough chick" der neuen Country-Generation. "These are hard-hitting Country songs delivered with a classic outlaw strut and a vicious modern punch", heißt es in einem US-Review. Ja, sie ist eine "junge Wilde", die Tradition und Moderne, rootsiges, rockiges Americana-Flair und pure Country-Klänge, klassisches Outlaw-Feeling und raue, rebellisch aufmüpfige Countryrock-Klänge unwiderstehlich miteinander verbindet. Bringt das Schwung in die manchmal so biedere Welt Nashville's! Ihre Begabung scheint grenzenlos, genau wie ihre Musik. Die temperamentvolle Texanerin ist eine tolle, mit einer klaren, kraftvollen Stimme ausgestattete Sängerin, aber sie ist auch eine Top-Songwriterin (lediglich 3 klug ausgewählte, für sie geradezu maßgeschneiderte, großartige Coverversionen stammen nicht aus ihrer Feder), der es mit Bravour gelingt tobende, mächtig abgehende, rotzige Uptempo-Countryrocker zu schreiben, ebenso wie einfühlsame, seelige, dennoch immer viel Energie ausstrahlende, lupenreine, traditionelle Country-Balladen. All das wird in abwechslungsreiche, genauso raffinierte, wie spannende, eingängige und melodische Arrangements verpackt, die Miss Lambert's brillante Gratwanderung zwischen peppigen, errfrischendem Nashville Country und rootsigem, trockenem Texas-Staub eindrucksvoll demonstrieren. Rockende E-Gitarren und fetzige Rhythmen sorgen auf der einen Seite für zügellose "Wild West Country Power", dem gegenüber stehen lockere, erfrischende Midtempo-Nummern und auch mal ein astreiner Steeguitar-getränkter Country-Waltz. Miranda's Stimme erinnert manchmal dezent an die von Natalie Maines (Dixie Chicks), dann scheint es, als fege sie voller Staub an den Sporen wie ein weiblicher Chris Knight über die "Texas-Plains", bei den traditionell ausgerichteten Songs widerrum sind Vergleiche zu Alison Moorer, Trisha Yearwood oder Patty Loveless legitim, aber auch als eine Art "neue Carlene Carter" geht sie durch, und das nicht nur aufgrund des letzten Songs auf dem Album, einer wirklich wundervollen Neu-Interpretation der traumhaften von Carlene Carter und Susanna Clark geschriebenen Country-Ballade "Easy from now on", die ja Emmylou Harris (im übrigen eine von Miranda's Heldinnen) einst zum "Quasi-Titelstück" ihres legendären "Quarter moon in a ten cent town"-Albums machte. Los geht's aber mit dem bärenstarken "Gunpowder & lead", einem mit swampigen Acoustic Gitarren, fetten Lead Guitar-Attacken und druckvollem Drumming ausgestatteten Power-Countryrocker, dessen furioser, viel Southern-Staub aufwirbelnder Ritt schließlich mit einem akustisch prächtig in Szene gesetzten, finalen Schuß aus einem "rauchenden Colt" abrupt endet. Toll! Ein großartiges Old Time-Feeling (starke Hank Williams-mäßige Hawaiian-Steelguitar), viel Tradition und ordentlich "dreckiger" Roots-Drive paaren sich bei dem dynamischen, roughen Honky Tonker "Dry town" (eine Nummer von Gillian Welch und David Rawlings), ehe herrlich transparente Acoustic Gitarren-Licks den traumhaft melodischen, knackigen, trockenen "Killer"-Countryrocker "Famous in a small town" einleiten. Hat diese Nummer Biß und Feuer! Viel Dynamik, tolle Gitarren, eine dezent eingesetzte Mandoline und eine feine Mundharmonika sorgen zusammen mit Miranda's leidenschaftlichem Gesang für die absolute "New Country-Gänsehaut"! Noch so ein tougher, rootsiger, wilder, dennoch durchau traditionell verwurzelter Country-Ritt folgt mit dem furiosen Titelstück "Crazy ex-girlfriend". Man hat den aufwirbelnden Staub regelrecht vor Augen. Peitschendes Drumming, eine "ausgetrocknete" Banjo-Untermalung, tierisches E-Gitarren-/Orgel-Zusammenspiel - Miranda rocks! Dann wird es etwas ruhiger: "Love letters" ist ein wunderschöner, purer Countrywaltz mit großartigem Honky Tonk-Klavier, heulenden Steelguitar-Einsätzen und einer Melodie, die abermals für Gänsehaut sorgt. Es folgt das erfrischende, lockere, mit zauberhaften, genauso vielfältigen wie transparenten Gitarren und einer klaren, reinen Mundharmonika instrumentierte Midtempo-Stück "Desperation", dann die in bestem Dixie Chicks-Stil präsentierten Ballade "More like her", ehe sie mit viel southern-rockin' Wüsten- und Ghost Town-Flair bei dem abgehenden "Down" (klasse E-Gitarren, bluesige Harp-Tupfer) wieder ordentlich Gas gibt. Sehr stark auch noch der riffige, knackige, satte, dabei herrlich melodische New Country-Knaller "Guilty in here", wie auch ihre tolle Interpretation der großartigen Patty Griffin-Nummer "Getting ready" (im Original auf Griffin's vorzüglichem "Children running through"-Album)! Welch immenses Standing Miranda Lambert bereits in Kollegen-Kreisen genießt, beweist sicher auch die große Schaar an außergewöhnlichen Musikern, die sie bei dem Album unterstützten, als da wären: Die großartige Gitarren-Armada mit Richard Bennett, Waddy Wachtel, Jay Joyce, Randy Scruggs und Mike Wrucke, Chad Cromwell an den Drums, der legendäre, in Southern- und Jam-Kreisen so angesehene Chuck Leavell an den Tasten, Glenn Worf am Bass, Russ Pahl an der Steel, Buddy Miller (Background Gesang), usw.! Die US-Presse feiert "Crazy ex-girlfriend" schon jetzt, wo erst ein Drittel des Jahres 2007 vorüber ist, als "one of the best albums of the year"! Dem schließen wir uns vorbehaltlos und mit allem Nachdruck an! Dieses Werk wird zu den besten Country-Scheiben 2007 zählen, da gibt es keinen Zweifel! Miranda Lambert hat mit dem für viele Künstler so schweren Nachfolger eines mega-erfolgreichen Debuts ihr Meisterstück gemacht! Ganz groß!

Art-Nr.: 4814
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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