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Adams, Ryan - follow the lights [2007]
7-Track EP! Vier Monate nach dem grandiosen "Easy tiger" gibt's noch eine genüßliche "Zugabe" für die große Ryan Adams-Gemeinde - und die wird's ihm mit Freuden danken! Die sieben "neuen" Songs (zwei davon sind komplett neu, zwei, "Blue hotel" und ein großartiges Cover von Alice in Chains' "Down in a hole" waren bis dato unveröffentlicht, und drei bislang bereits erschienene Stücke gibt's in einem völlig neuen Arrangement, live im Studio aufgenommen), abermals eingespielt mit den Cardinals um Neal Casal, kommen in recht ruhigen, relaxten, frischen Arrangement, teils mit einem feinen, zurückhaltenden Retro-Psychedelic-Flair. Die beiden brandneu aufgenommenen Songs, das Titelstück "Follw the lights" (ruhig, locker, bestehend aus Violinen-ähnlichen Keyboards, Pedal Steel und akustischer Gitarre) und das anschließende "My love for you is real" (herrliche Melodie, wunderbares Alternate Country-Flair, feine Banjo-Untermalung, breit angelegte, gegen Ende geradezu epische Gitarrenklänge aus Acoustic-, Electric- und Pedal Steel-Gitarre) hat Adams für die amerikanische Drama-Serie "October road" komponiert. Herausragend bei den im Studio live eingespielten Tracks ist das von Adams und Norah Jones geschriebene "Dear John", bei dem schöne Klavie-Klänge, Pedal Steel und großartiges Acoustc Gitarrenspiel, ein dezent jazziger Charme, viel "Soul" und eine feines Gram Parsons-Feeling eine wunderbar homogene Einheit bilden. Diese EP ist eine erstklassige Ergänzung der letzten Ryan Adams-Veröffentlichungen.

Art-Nr.: 5324
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 8,90

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BoDeans - love & hope & sex & dreams ~ collector's edition w. live dvd [2009]
CD & DVD Collector's Deluxe Edition mit 6 fantastischen Bonustracks und einer klasse Live-DVD! 1986 veröffentlichten die BoDeans aus Milwaukee um die beiden begnadeten Songwirter und Sänger Sam Llamas und Kurt Neumann ihr fulminantes Debut, das ihnen zum einen vom renommierten "Rolling Stone" die Auszeichnung "Best new band" einbrachte, und das zum anderen in der Rootsrock-Szene auch heute noch als ein Album von unverminderter Frische und zeitloser Qualität gefeiert wird. Ihre traumhaften Melodien, ihre "shimmering guitars", ihre tollen Harmonien, das Gespür für genauso simple wie raffinierte Songs, dieser unterschwellige "Western Twang" in den Gitarren, wie auch das zuweilen versteckt und ganz dezent eingebrachte "Neo-Rockabilly"-Flair, als auch hin und wieder ein Latino-Touch machten ihren Sound unverwechselbar. Daran hat sich bis heute nichts geändert, wie das im letzten Jahr erschienene "Still" eindrucksvoll untermauert. 23 Jahre nach der Veröffentlichung ihres prächtigen Debuts erscheint nun über Rhino diese noch prächtigere, opulente Deluxe-Edition für Sammler - und Leute, das Teil ist jeden Cent des Erwerbspreises wert. Der Inhalt: 1.) Das Original-Album, im übrigen produziert von niemand geringerem als T-Bone Burnett, in einem remasterten, exzellenten Sound; 2.) Sechs ausnahmslos erstklassige Bonustracks, 5 davon sind aus den seinerzeitigen Sessions entstandene Demos (ein Song besser als der andere, man fragt sich, warum sind diese tollen Nummern bislang auf noch keinem BoDeans-Album erschienen), die allerdings in 2008 soundtechnisch "restauriert" und auf den aktuellsten Stand der Soundtechnik gebracht wurden, der 6. neue Track, das traumhaft melodische "Janey" (locker, flockig, umgarnt von herrlichen Gitarren - lässt das Herz eines jeden BoDeans-Fans höher schlagen) wurde gar erst im Jahre 2008 vollkommen neu eingespielt; und 3.) Eine großartige Live-DVD (auch die enthält wieder jede Menge bis dato unveröffentlichte Songs) eines raren, ganz frühen, gut 60-minütigen Konzertes der jungen BoDeans vom 15.7.1985 im First Avenue von Minneapolis/M, mitgeschnitten und gefilmt also vor der Veröffentlichung ihres Debut-Albums, das bis zum Jahre 2006 quasi "unentdeckt" in den "First Avenue"-Archiven schlummerte (zeigt die Jungs herrlich unverbraucht und unbekümmert, aber schon mit dem Potenzial, das ihnen nachher solch ein immenses Standing in der Szene einbrachte - nicht ultra-professionell mit x "High Definition"-Kameras gefilmt, aber für die damalige Zeit absolut in Ordnung, sowohl vom Bild, als auch von Sound)! Dazu gibt's eine feine, 3-fach aufklappbare, dicke Digipack-Verpackung, inkl. eines 24-seitigen Booklets mit vielen Informationen und Photos, sowie klasse Liner-Notes von Dave Marsh. Eine exzellente, neue, extrem erweiterte Ausgabe eines exzellenten, zeitlosen Rootsrock/-pop-Albums, das auch nach 23 Jahren noch nichts von seinem Reiz verloren hat. Im Gegenteil!

Die DVD ist code free und somit auf jedem DVD-Player abspielbar!

Das komplette Tracklisting:

CD:
1 She's a Runaway - 3:38   
2 Fadeaway - 4:27   
3 Still the Night - 4:01   
4 Rickshaw Riding - 4:56   
5 Angels - 3:33   
6 Misery - 4:39   
7 The Strangest Kind - 3:45   
8 Say You Will - 4:06   
9 Ultimately Fine - 2:17   
10 That's All - 3:26   
11 Lookin' for Me Somewhere - 3:06   
12 Try and Try - 2:31   
13 Sail Away - 4:25   
14 Amen - 3:31   
15 Small Town Ways - 2:22   
16 Janey - 3:57   
17 Turn Your Radio On - 1:34   

DVD:
1 Small Town Ways
2 The Strangest Kind
3 Oh Stella
4 Don't You Just Know
5 Rickshaw Riding
6 Still the Night
7 Amen
8 Janey
9 Be My Girl
10 Say You Will
11 Heart of America
12 Misery
13 Not So Long Ago
14 She's a Runaway
15 Try and Try
16 Celia
17 Home Again

Art-Nr.: 6277
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 25,90

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Carter, Deana - the chain [2007]
Deana Carter, Tochter des berühmten Gitarristen Jeff Carter jr., die nach einigen privaten und beruflichen Turbolenzen mittlerweile bei Vanguard Records eine feste Heimat gefunden hat, beglückt uns mit einem neuen Album, das aus reinen Covernummern besteht, die es aber nicht nur aufgrund einer äußerst prominenten Besetzung allesamt in sich haben. Das Werk ist ihrem Vater gewidmet, der ja in seiner langen Karriere mit fast allen Größen des amerikanischen Country (u.a. Willie Nelson, Dolly Parton, Kris Kristofferson, Waylon Jennings), Rock- und Pop-Business (Roy Orbison, Dr. Hook, Bob Dylan, Neil Young etc.) zusammengearbeitet hat. Das interessante an der Geschichte ist, das es Deana gelungen ist, für die ausgewählten Klassiker (an denen ihr Vater damals im Original beteiligt war) viele der alten Recken oder zum Teil schon deren Nachfahren für ihre neuen Interpretationen zu gewinnen, wobei ihr Daddy natürlich bei der Gitarrenarbeit ebenfalls stark eingebunden wurde. Zum anderen wurden die Stücke durch eine eigenwillige, moderne Einspielung (zum Teil mit einigen wohl dosierten technischen Effekten) und eine sehr knackige Produktion aufgepeppt, und erhalten obendrein durch Deana's nicht alltägliche Stimme einen besonderen Reiz. So stechen neben einigen Songs, die von Deana allein am Mikro mit einigen auserwählten Musikern (Kyle Woodring, Glenn Worf, Jeff Carter, Andrea Zonn und die exzellenten Randy Leago und Dan Dugmore) performt werden (u.a. "Crying" von Roy Orbison, "Lay Lady Lay" von Bob Dylan, "TheWeight" von The Band oder "Old Man" von Neil Young) besonders eine ganze Reihe von Duetten hervor. Mit Jessi Colter ("I’m Not Lisa") und Dolly Parton ("Love Is Like A Butterfly") wird sich schon fast in elfenartiger Manier harmonisch ineinandergreifend durch die Lieder gesungen. Bei Sachen, die sie mit gestandenen Ikonen der Countryszene, wie Kris Kristofferson ("Help Me Make It Through The Night"), Willie Nelson ("On The Road Again") und George Jones ("He Thinks I Still Care") vorträgt, bildet ihr hell klingendes
Stimmorgan ein interessanten Counterpart. Klasse auch die von John Anderson stammende und zusammen mit ihm gesungene Fassung von "Swinging", die bluesig in Verbindung mit countrytypischen Honkytonkpiano und starken Harmonies cool und rhythmisch abrockt. Bei "Good Hearted Woman" springt Shooter Jennings für seinen verschiedenen Vater Waylon in fast ebenbürtiger Art in die Bresche. Das wohl markanteste Stück des Albums ist der Simon & Garfunkel-Welthit "The Boxer", bei dem einst Vater Jeff gitarrentechnisch mitwirkte. Paul Simon spielte nun den Ball zurück, zupfte diesmal hier die Akustik-Gitarre und brachte direkt Sohnemann Harper mit ins Boot, der sowohl die E-Gitarre übernimmt, wie auch mit fast heiser wirkender Stimme ein interessantes Doppel mit Deana bildet. Eine schöne Akkordeon-ähnliche Synthie-Einlage und feine Steelguitar-Parts von Dan Dugmore verleihen dem Stück zusätzliches Flair. Insgesamt hat Deana Carter mit "The Chain" eine Kette von unvergessenen, großen Klassikern in einem sehr gelungenen "Modern Country-Pop"-Gewand aneinander gereiht, denen, auch Dank der starken Musiker und dem wunderbar knackig produzierten Sound (die Produktion hat Deana höchst selbst übernommen), auf angenehme Weise neues Leben eingehaucht wird! Prima Idee, prima umgesetzt! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 5296
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Cross Canadian Ragweed - mission california [2007]
Das neue Studioalbum der auch in Southern Rock-Kreisen so beliebten Vorzeige-"Red Dirt"-Countryrocker aus Oklahoma ist da - und es erfüllt wirklich alle noch so hohen Erwartungen. Diese Truppe wird einfach nicht "müde" ihren "Hunger" auf so herrlich dreckigen, aber melodischen, von glühenden Gitarren durchzogenen Roots-/Countryrock zu stillen - und die Fans können nicht genug davon bekommen! Erneut ein Knüller!

Art-Nr.: 5216
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Curfman, Shannon - what you're getting into [2010]
Viele Bluesrock- und Gitarrenfreunde werden sich erinnern: "Loud Guitars, Big Suspicions" heisst das sensationelle Debut, mit der sich 1999 die damals erst 14-jährige Gitarristin, Sängerin und Songwriterin Shannon Curfman in die Blues-, Roots-, und Gitarrenrock-Szene katapultierte. Die ganze Welt feierte die aus Fargo, North Dakota stammende Teenagerin, wie den aus dem gleichen Ort kommenden Jonny Lang, als das neue weibliche Wunderkind des Bluesrocks. Heute, elf Jahre später, Curfman wird in 5 Monaten 25, legt sie ihr neues Album "What you're getting into" vor - und wieder wird sie von der Musikpresse und den Fans gleichermassen bejubelt. "Smokin' hot", "Phenomenal all the way through", "Barn burnin' blistering Blues'n Twang" oder "This young lady can rock the blues with her vocals and guitar work, and is second to none", sind nur einige der unzähligen anerkennenden Zitate über Shannon und ihr neues Album. Absolut nachvollziehbar, denn Shannon ist in der Tat eine erneute Meisterleistung gelungen. Was wir hören, ist erstklassig in Szene gesetzter, fetter, dampfender Blues-based Rock und. Rockin' Blues mit klassischen Wurzeln, aber ungemein zeitgemäss und durchaus modern umgesetzt. Fleischige, laute Gitarrenriffs, glühende, furiose Soli und großartige Grooves bestimmen das Geschehen. Da ist richtig Feuer im Gebälk! Shannon Curfman ist gereift, als Persönlichkeit, wie auch als Gitarristin (immer wieder streut sie vorzügliche, raue, majestätische, handwerklich überaus bemerkenswerte Soli ein) und als Sängerin (ihre, voller Intensität steckende, kraftvolle "Röhre" ist wie gemacht für den Blues und den Rock), doch ihre jugendliche Leidenschaft ist geblieben. Ihre Einflüsse reichen von Robert Johnson, Jimi Hendrix, Buddy Guy, Stevie Ray Vaughan, Bonnie Raitt, Sheryl Crow und Led Zeppelin, bis hin zur jungen Bluesrock-Generation der Marke Joe Bonamassa & Co.. Und genau jener, zur Zeit (völlig zu Recht) gewaltig abgefeierte Bluesrock-Held Joe Bonamassa ließ es sich nicht nehmen, die junge Dame bei deren großartiger, druckvoller Coverversion von Eric Clapton's "The core", sowohl gesanglich im Duett, als auch gitarrentechnisch (brillantes, wieselflinkes, furioses Solo) zu unterstützen. Starke Sache! Neben zwei weiteren Coverversionen, einer tierischen Fassung von Peter Green's "Oh well", das sie voller Inbrunst vorträgt und mit rauen Gitarrenritten würzt, sowie Brian May's (Queen) "Dragon attack", aus dem sie einen drückenden Gitarren-Bluesrocker macht, hat Curfmann alle weiteren Nummern zusammen mit diversen Co-Autoren selbst komponiert. Das Songmaterial besticht durch Kompaktheit, straighte, direkte Riffs, mächtige Gitarrenwände und viel Power. Die immer wieder eingestreuten Soli sind einfach klasse und zeigen das ganze Talent dieses "female guitarslingers". Klasse auch das teils hervorragende, viel Dampf produzierende Slide-Gitarrenspiel. Los geht's mit dem starken, kochenden, lauten und straighten Bluesrock-Kracher "What you're getting into", der eingepackt ist in massive, fette E-Gitarren-Riffs und glühende Slides. Das kernige Solo im Break bedeutet pures Gitarrenfeuer. Bleibt, wie das gesamte Songmaterial, prima hängen. Eine grollende Hammond Orgel im Hintergrund, effektvoll eingesetzte E-Gitarren, ein funky groovender, swampiger Southern-fueled Rhythmus, in der Mitte ein fettes, heisses E-Gitarren-Solo, viel Biss, erstklassiger, intensiver Gesang - das sind die Zutaten des anschliessenden, mit viel Schärfe gewürzten, brodelnden Blues-/Groove-Rockers "Free your mind" - und so folgt eine klasse Nummer der nächsten. Beste Beispiele: Das fetzig rockende "All I have" mit seinem melodischen Refrain, das die Swamps des Südens mit der schwüler Slide-Gitarre ordentlich aufwühlende "Heaven is in your mind" , das einerseits lockere, andererseits sehr intensive, rhythmische, wieder ein wenig Southern-Esprit verbreitende "Curios", oder der das Album abschliessende Volldampf-Bluesrocker "Strange"! "Loud Guitars, Big Suspicions" war gestern, "What you're getting into" ist heute - und wieder ist das Ergebnis "top-shelf"! Gratulation an Shannon Curfman zu diesem tollen Album! "That girl keeps rockin' the Blues"... - Yeah!

Das komplette Tracklisting:

1 What You're Getting Into - 3:25   
2 Free Your Mind - 3:04   
3 The Core - 6:21   
4 Heaven is In Your Mind - 3:28   
5 All I Have - 3:54   
6 Curious - 3:36   
7 Oh Well - 5:10   
8 What Would Mama Say - 3:26   
9 Dragon Attack - 3:37   
10 Strange - 4:53

Art-Nr.: 6805
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
What you're getting into
Free your mind
The core
Heaven is in your mind
All I have
Strange

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Daniels Band, Charlie - deuces [2007]
Ein gutes Vierteljahr nach "Live from Iraq" ist die Charlie Daniels Band schon wieder mit einem neuen Album am Start - und Leute, dieses Teil hat es wahrhaft in sich! Das ist eine extrem starke Vorstellung! Für "Deuces", der Titel lässt es bereits vermuten, haben sich der gute alte Charlie und seine Jungs eine hochkarätige Schar seelenverwandter Duettpartner ins Studio geholt, um sich gemeinsam mit ihnen der Neueinspielung einiger ausgesuchter und hoch interessanter Coverversionen, früherer Charlie Daniels-Klassiker und auch neuer Stücke zu widmen. Und das ist ihnen einfach in bestechender Art und Weise mit einem prachtvollen Spagat zwischen lupenreinem, voller Pfeffer steckendem Southern Rock, fettem Countryrock und zwei/drei bluegrassigen Exkursionen gelungen! Dabei sind die teilweise sehr berühmten Songs der "fremden" Interpreten nicht "einfach nur" gecovert, nein die Charlie Daniels Band und ihre Gäste drücken diesen Neu-Interpretationen nachhaltig ihren ganz eigenen Stempel auf, gestalten sie komplett um und hauchen ihnen damit vollkommen neues Leben ein. Nehmen wir zum Beispiel den legendären Ray Charles-Klassiker "What'd I say" (der Album-Opener), aus dem die Charlie Daniels Band und Travis Tritt einen bärenstarken, fulminanten, mächtig brodelnden, waschechten Swamp-/Southern-/Blues-/Groove-Rocker der allerersten Güte zaubern, der den goldenen Zeiten der früheren CDB in nichts nachsteht. Prächtige, kochende Slide- und glühende E-Gitarren, southern-soulige, weibliche Background Vocals, wunderbar rhythmisches Drumming und erstklassige Orgel-/Piano-Fills sorgen in großartigem Zusammenspiel für die nötige Würze. Nicht viel anders verhält es sich beim folgenden "Signed, sealed, delivered, I'm yours". Auch aus diesem berühmten Stevie Wonder-Hit bastelt die CDB, diesmal zusammen mit dem seeligen, röhrenden Organ Bonnie Bramlett's, eine tolle, von glühenden Gitarren und klimperndem Piano durchzogene, kernige, brennende Classic Southern Rock-Nummer voller "Soul"! Dann der nächste "Knaller": "Jackson", jener alte von so vielen Künstlern gecoverte Evergreen (u.a. Nancy Sinatra & Lee Hazelwood, Johnny Cash...), eingespielt zusammen mit "Redneck woman" Gretchen Wilson steht auf dem Programm! Wow, und was rockt diese Nummer plötzlich! Herrliche Dual Lead-Guitars, ein pochender, straighter Rhythmus, dreckige Southern-/Swamp-Riffs, hervorragende Gesangsleistungen vom alten Charlie und Gretchen, pure Emotion und Authentizität - ein feuriges, saustarkes "blue-collar" Hi-Energy Southern-/Countryrock-Juwel par excellénce! Respekt, Respekt! Im Anschluß daran hören wir eine klasse Fassung des ewig jungen Robbie Robertson-/The Band-Klassikers "The night they drove old dixie down", vorgetragen im Duett mit dem unverwechselbaren Vince Gill, ehe erstmals die bluegrassige, reine Countryseite des Charlie Daniels zum Vorschein kommt. Bob Dylan's "Maggie's farm" wird interpretiert, und zwar in einer mitreißenden, Banjo-driven Uptempo-Version! Mit dabei: die Scruggs-Familie um Randy, Gary und dem legendären Banjo-Picker Earl Scruggs. Darüber hinaus ergänzt Charlie die Nummer mit glänzenden Fiddle-Passagen! Und weil's so schön ist, schiebt man gleich mit der wunderbaren Dolly Parton-Nummer "Daddy's old fiddle" noch einen Song gleichen Kalibers hinterher, natürlich vorgetragen im Duett mit Dolly! Starkes, locker nach vorn gehendes Drumming, großartige Fiddle- und Banjo-bestimmte Squaredance-Atmosphäre! Es folgen jede Menge weiterer, wirklich erstklassiger Duette (u.a. eine feine Version von "Like a rolling stone" mit Hootie & the Blowfish's Darius Rucker als Partner, ein phantastisches Remake des alten Charlie Daniels Band-Klassikers "Long haired country boy", eingespielt zusammen mit Brooks & Dunn in allerbester Southern Rock-Manier, inklusive wunderbarer Slide- und E-Gitarren-Passagen in Verbindung mit Taz DiGregorio's vorzüglicher Hammond Orgel, oder der gut abgehende Southern-/Countryrock-Feger "Drinkin' my baby goodbye" zusammen mit Montgomery Gentry), ehe zum Abschluß des Albums noch ein absolutes Highlight für die puren Southern Rock-/Jamrock-/Gitarren-Liebhaber auf dem Programm steht. Country Neo-Traditionalist Brad Paisley, bekanntermaßen ein grandioser Gitarren-Virtuose, und Charlie Daniels haben mit dem Instrumental "Jammin' for Stevie" eine grandiose Hommage an Stevie Ray Vaughan komponiert und zusammen mit Stevie Ray's Original Rhythmus-Fraktion "Double Trouble" (Chris Layton -Drums, Tommy Shannon - Bass) eingespielt. Hier gibt's alles, was das Southern-Herz begehrt. Eine geradezu traumhafte Demonstration lockeren, melodischen, flüssig vor sich hin fließenden Twin Guitar-/ Dual Lead Guitar-Spiels, bei dem einem nahezu alle Größen des Genres von Duane Allman bis Dickey Betts oder Toy Caldwell bis Stevie Ray in den Sinn kommen. Brad Paisley und Charlie Daniels mit einem 6-minütigen Southern Rock-Gitarren-Genuß, der allein schon den Erwerb dieses Albums lohnt! Von vorn bis hinten ein bärenstarkes Werk der Charlie Daniels Band und ihrer Freunde, das gut 55 Minuten lang fetten Southern Rock, kernigen Countryrock und ein paar großartige bluegrassige Einlagen bietet, die einen schlichtweg begeistern! Charlie rocks - auch im "hohen" Alter! Hut ab!

Das komplette Tracklisting:
1 What'd I Say - 4:15 (mit Travis Tritt)
2 Signed Sealed Delived I'm Yours - 4:06 (mit Bonnie Bramlett)
3 Jackson - 4:23 (mit Gretchen Wilson)
4 The Night They Drove Old Dixie Down - 4:00 (mit Vince Gill)
5 Maggie's Farm - 3:50 (mit Earl, Gary und Randy Scruggs)
6 Daddy's Old Fiddle - 3:51 (mit Dolly Parton)
7 Like a Rolling Stone - 4:59 ( mit Darius Rucker)
8 Evangeline - 3:37 (mit The Del McCoury Band)
9 Let It Be Me - 3:59 (mit Brenda Lee)
10 Long Haired Country Boy - 4:20 (mit Brooks & Dunn)
11 God Save Us All from Religion - 3:50 (mit Marty Stuart)
12 Drinkin' My Baby Goodbye - 3:43 (mit Montgomery Gentry)
13 Jammin' for Stevie [Instrumental] - 6:05 (mit Brad Paisley)

Art-Nr.: 5313
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Deadstring Brothers - starving winter report [2006]
Bisher hat man Detroit eigentlich immer mit dem Geräusch von röhrenden Motoren oder ziemlich lauter Rock-Musik in Verbindung gebracht. Seit 2001 hat sich dort allerdings eine Band formiert, die in der Americana-/Rootsrock-Szene für immer mehr Furore zu sorgen beginnt: Die Deadstring Brothers, bestehend aus Bandlleader und Songschreiber Kurt Marschke (Lead vocals, guitars, dobro & mandolin), E. Travis Harrett (Drums), Philip Skarich (Bass), Ross Westerbur (Piano, organ) und der hervorragenden Background-Sängerin Masha Marjieh (Harmony vocals, Percussion). So beurteilte das in amerikanischen Szenekreisen hoch angesehene "Paste"- Magazine ihre Debütwerk von 2003 als eine der besten Roots-Rock-CDs des Jahres. Mittlerweile haben sie mit ihrer Nachfolgescheibe "Starving Winter Report" sogar nochmal ordentlich nachgelegt. Den Deadstring Brothers ist ein kleines Meisterwerk mit zehn wunderbar ineinander greifenden Songs auf einem erstaunlich hohem Niveau gelungen. Nicht nur wegen der Stimmähnlichkeit des Sängers Kurt Marschke zu Mick Jagger wird die Band häufig mit den Rolling Stones zu ihren "Exile On Main Street"-Zeiten verglichen. Das passt schon, doch es ist weit mehr. Wohl niemand zuvor hat die Ruppigkeit der damaligen Stones-Ära mit der Country-Mentalität eines Gram parsons besser verbunden als die Deadstring Brothers. Ein wenig Flair von "The Band" oder gar Ryan Adams runden die Sache ab. Schon der Opener "Sacred Heart" hat den berühmten, Stones-trächtigen Sound mit unterschwelligem Honkytonk-Feeling, der am besten in Whiskey getränkter Luft und Nikotin verräuchter Atmosphäre genossen werden kann. Tolle Gitarrenriffs, eine klasse melodie, geht die Nummer prima ab! Hat vielleicht entfernt soagr etwas von Dan Baird und seinen Georgia Satellites! Ganz große Klasse sind auch die beiden einzigen balladesken Stücke des Albums, "Lights Go Out" (mit typischem Barroom-Flair) und das überragende, emotional kraftvolle "Blindfolded" mit ganz ausgezeichneten Vokalleistungen von Marschke und den schönen Harmoniegesängen von Mascha Marjieh. Die starken Pedal Steel-Einlagen von Gastmusiker Dale Dorsey vermitteln dabei eine äußerst angenehme Retro Countryrock-/Alternate Country-Note. Ganz überragend, trotz der allseits dominanten (aber keineswegs aufdringlichen) Präsenz des Bandchefs, ist Keyboarder Ross Westerbur (fast schon so etwas wie der heimliche "Star" des Albums), der mit unnachahmlichen und immer genau passenden Piano- und Orgeleinsätzen (teilweise sogar im Wechsel) dem eh schon erstklassigen Songmaterial das endgültige "gewisse Etwas" verpasst. Herrlich sein oft klimperndes Piano! "Toe The Line" und "Lonely Days" umgibt wieder ein Hauch von countryrockigem Retro-Flair, "Get Up Jake" (ein Cover von Robbie Robertson) und "All Over Now" huldigen in partytauglicher Weise einmal mehr die Stones, "’Til The Bleeding Stops" hat gar durchaus Southern-lastige Momente. Der einzige etwas aus dem Rahmen fallende, aber ebenfalls traumhaft gelungene Song, ist das großartige "Moonlight Only Knows", bei dem vollkommen akustisch, mit einem feinen Bluegrass-Flair musiziert wird: Kratzige Akustikgitarre, tolle Percussion-Arbeit, Mandoline, Dobro und eine, wiederum sehr starke, Gastvorstellung von David Mosher an der Fiddle, inklusive eines schönen Solos - Allternate Country-/Americana-Musik vom Feinsten! Das Album ist zudem noch ein echter "Grower". Je öfter man es hört, desto besser kommt es einem bei jedem weiteren Male vor - die Musik wächst! Ein absolutes Indiz für die hohe Qualität dieser Mucke! Diese höchst talentierte Gruppe hat sich dank intensiven Tourings in den Staaten, und auch in Europa (England, Niederlande), bereits einen prächtigen Namen in Insiderkreisen erarbeitet. Fest steht, dass "Starving Winter Report" in positiver Hinsicht dazu beitragen wird, dass sich ihr Bekanntheitsgrad in Zukunft noch erheblich steigern wird. Mit den Deadstring Brothers wächst etwas Großes im Americana-/Rootsrock-/Alternate Countryrock-Bereich heran. Ganz hervorragende Leistung! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 4136
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Sacred heart
Toe the line
Get up Jake
Blindfolded
All over now

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Delta Moon - clear blue flame [2007]
Die Deltas brodeln wieder! Auch auf ihrem brandneuen Werk "Clear blue flame" präsentieren Atlanta/Georgia's Delta Moon um die beiden herausragenden Slide-Gitarristen Tom Gray und Mark Johnson wieder ihren unwiderstehlichen, unvergleichlichen,, herrlichen Louisiana-/Delta-/Roots-/Southern-/Swamp-/Blues-Rock auf allerhöchstem Niveau. Nach dem Ausstieg der erst vor zwei Jahren neu verpflichteten Sängerin Kristin Markiton hat nun ausschließlich Tom Gray den Lead-Gesang übernommen, was alles andere als ein Nachteil ist und das Gesamtbild noch erdiger, rauer, authentischer und würziger erscheinen lässt. Gesegnet mit der Gabe außergewöhnlicher Musikalität und dem Talent großartige Songs verfassen zu können, führen uns Gray (seine raue, scheinbar Whiskey-gegerbte Stimme strahlt eine ungeheure Sympathie aus) und Johnson mit traumwandlerischer Slide-Virtuosität auf einen hinreißenden Trip durch die schwülen Deltas des Südens! Elemente, die wir auch von Bands wie Little Feat, The Radiators, den North Mississippi Allstars, zuweilen sogar von den Allman Brothers oder auch von Sonny Landreth kennen, vermischen sie mit all ihrer eigenen künstlerischen Kreativität, ihrem Können, ihrer Erfahrung, ihrer Inspiration und ihrer nie verlorenen, unbekümmerten Spielfreude zu diesem unverkennbaren, magischen Southern-/Swamp-/Blues-/Roots-Gebräu, das eben nur ein Etikett zulässt: Delta Moon! In diesen Songs steckt jede Menge Feuer, sehr viel Würze, ein traumhafter Groove, sie brodeln an allen Ecken und Enden, sind erdig, dreckig, rau, und doch "rollen" sie gleichzeitig wunderbar locker, angenehm und voller Harmonie in unsere Ohren und in unsere Herzen. Und wirklich jede dieser Nummern ist mit diesen bestechenden Bottleneck-/Slide-Läufen veredelt. Mit dem herrlichen Midtempo Roots-/Swamp-/Blues-Rocker "Clear blue flame" geht das Album gleich standesgemäß los. Welch ein unwiderstehlicher, sumpfiger Groove. Tolle Acoustic Guitar- und glühende Slide-Licks ergänzen sich geradezu traumhaft. Klasse Melodie! Als träfen Little Feat auf die Radiators, das Ganze etwas rootsiger arrangiert, rau, von einer "dichten Schwüle" durchsetzt und sich überaus angenehm seinen Weg in tiefste Gerhörgänge "grabend"! Dazu in der Mitte ein prachtvolles Slide-Solo an der Schnittstelle Sonny Landreth/David Lindley (zu frühen Jackson Browne-Zeiten). Wunderbar! Wie auch der folgende, sehr knackige, exakt auf den Punkt gebrachte Mississippi-/Delta/Blues-Rocker "Blind spot" mit seinem tollen Rhythmus (starkes Drumming) und den kochenden Slides! Ja, und dann kommt im wahsten Sinne des Wortes ein "Mega-Hit": Cyndi Lauper's Klassiker "Money changes everything" aus ihrrem 1983iger-Album "She's so unusual" steht auf dem Programm! Doch was wir hier hören, kann man schon fast als so etwas wie das "Original" bezeichnen, denn was sicher nur ganz wenige wissen: Dieser Song stammt aus der Feder von Delta Moon's Tom Gray! Er hat ihn in jungen Jahren, bereits 1978 komponiert, und die Nummer klingt hier in ihrer sehr "Hill-Country"-inspirierten, erdigen, dynamischen Version als sei sie direkt in den Bayous des Südens geschrieben worden. So folgt eine Pracht-Nummer der nächsten: Beispielsweise der lupenreine, Slide-getränkte Delta-Blues "Trouble in the home" mit seinen genialen Bottleneck-Ausflügen, der dynamische Roots-/Swamp-/Groove-Rocker "Jessie Mae" mit seiner bluesigen Basis und den großartig miteinander spielenden Double Slide-Leads, das brodelnde "Life's a song", das voller rootsigem Americana-Flair steckende auf feinem Mandolinen-/Electric Slide-Spiel basierende "Stranger in my hometown", oder der mit kochenden Double-Slides gespickte "Killer"-Roots-/Southern-/Blues-/Swamp-Rocker "Lap dog"! Die "Clear blue flame" von Delta Moon brennt! Und wie! Eine traumhafte, groovige, rootsige und bluesige, musikalische (Slide)Reise in die Sümpfe des Südens!

Art-Nr.: 5089
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Clear blue flame
Trouble in the home
Jessie Mae
Life's a song
Stranger in my hometown
Lap dog

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Drive-By Truckers - the big to-do [2010]
Mit neuem Label im Rücken zieht Athen's grandiose "hard" New Southern Rock-/Rootsrock-Band The Drive-By Truckers wieder alle Register ihres scheinbar unerschöpflichen Potenzials. "The Big To-Do", ihr nunmehr achtes Studioalbum, ist, wie schon so oft zuvor, erneut so etwas wie ein kleiner Geniestreich der Truppe um Patterson Hood, ein ungemein inspiriertes, ambitioniertes und auch textlich sehr engagiertes, offenes Werk über die wahre, teils verlogene und "schmutzige" Realität des "post-millenium" Amerikas. Musikalisch gehen die "Truckers" sehr rockig, rau und durchaus laut zu Werke. Die drei Gitarren von Patterson Hood, Mike Cooley und John Neff machen ordentlich Radau und scheppern in prächtiger Neil Young-/Crazy Horse-tauglicher Manier aus den Lautsprecher-Boxen. Die Nähe zu ihren früheren Werken, vor allem "Decoration day" und "Southern Rock opera", ist wieder gegeben, was gleichzietig bedeutet, dass auch ihr ursprünglicher, typischer "New Southern Rock-Esprit" wieder deutlicher ausgeprägt ist. Das Songmaterial ist exzellent, wirkt ungezwungen, herrlich "frei", zwanglos und ungeschliffen in Szene gesetzt. Es sind ihnen wieder ein paar Songperlen gelungen, die einen einfach nur begeistern. Beispielsweise der laute, riffige, Gitarren-dominierte Neo Southern Rocker "Daddy learned to fly", das raue, von kratzigen Crazy Horse-like Gitarren durchzogene "This fucking job" über einen Familienvater , der seinen Job verliert und nicht weiss, wie er seine Familie durchbringen soll, der fetzige, aber sehr eingängige, von Mike Cooley vorgetragene, Southern-inspired Rootsrocker "Birthday boy", der dreckige Honky Tonk-/Roadhouse-Rocker "Get downtown" mit exzellentem Lead Gitarren-Spiel Cooley's, oder der wunderbare Country-infizierte, durchaus melodische, Energie-geladene Roots-/Jam-Rocker "Santa Fe" (verfügt in der Tat über viel Freiraum für ausgeprägte Live-Jams) mit seinem leicht psychedelisch anmutendem, erdigem, rauem Kombinationsspiel aus Lead- und Pedal Steel Guitar. Die Truppe ist in beeindruckender Verfassung (aber wann war sie das nicht?...)! Kommt in schöner Vinyl Replik-Verpackung mit üppigem, 24-setigem Booklet, inklusiver aller Texte. Tolles Teil! AMG's Mark Deming sagt dazu: "The Drive-By Truckers have been the best and smartest hard rock band in America for a while now, but with 'The Big To-Do' they also confirm they're one of the bravest, and they've created a triumphant album out of songs in which folks are forced to look failure square in the eye"! Das unterschreiben wir ohne jeden Einwand!

Das komplette Tracklisting:

1 Daddy Learned to Fly - 4:43   
2 The Fourth Night of My Drinking - 4:45   
3 Birthday Boy - 3:35   
4 Drag the Lake Charlie - 3:16   
5 The Wig He Made Her Wear - 5:47   
6 You Got Another - 5:17   
7 This F***ing Job - 4:58   
8 Get Downtown - 3:12   
9 After the Scene Dies - 4:06   
10 (It's Gonna Be) I Told You So - 2:03   
11 Santa Fe - 3:26   
12 The Flying Wallendas - 5:16   
13 Eyes Like Glue - 3:15

Art-Nr.: 6838
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Daddy learned to fly
Birthday boy
This f***ing job
Get downtown
After the scene dies
Santa Fe

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Duarte Group, Chris - vantage point [2008]
Gerade mal 14 Monate nach dem prächtigen "Blue velocity" kommt die Chris Duarte Group mit dem nächsten, herausragenden, Volldampf-Bluesrock-Kraftpaket! Irre stark! Der aus San Antonio/Texas stammende, mittlerweile allerdings in Atlanta/Georgia residierende Duarte begegnet uns dabei erneut mit schier atemberaubendem Gitarrenspiel. Der Bursche und seine Freunde setzen dabei eine gewaltige Energie frei. Rau, ungemein dreckig, voller Power und purer "Elektrizität" begeistert der Meister mit ausgedehnten Soli, die genauso massiv wie durchdacht, genauso wuchtig wie quirlig und genauso virtuos wie "monströs" über uns hereinbrechen. Wie selbstverständlich scheint er die Einflüsse und Elemente solcher Kollegen wie Stevie Ray Vaughan (wohl sein größter "Hero"), Johnny Winter. Eric Johnson, Jimi Hendrix, Warren Haynes und Jimmy Page zu seinem ganz eigenen, mitreißenden Stil zu vereinen, der sowohl seine texanischen Wurzeln als auch die zur Heimat gewordene Nähe der Südstaaten mit einbezieht. Prinzipiell knüpft "Vantage point" nahtlos an den Vorgänger "Blue velocity" an, wenngleich diesmal wesentlich mehr Elemente des Classic-Rock mit einbezogen wurden. Vor allen Dingen sind bei einigen Songs deutliche Einflüsse von Led Zeppelin und ZZ Top spürbar, was wahrlich nicht von Nachteil ist. So rauscht der famos abgehende Opener "The best I can do" beispielsweise wie eine furiose Fortsetzung des Led Zeppelin-Klassikers "Rock & Roll" aus den auf eine amtliche Lautstärke eingestellten Boxen, zumindestens was die Rhythmik und die zentrale Hookline betrifft. Dazu kann man den grandiosen Gitarrenläufen Duarte's dessen texanischen Ursprung nicht absprechen. Eine geradezu packende Kombination! Auch der zunächst sehr schwerblütige, ungeheuer massiv und dreckig rockende, durchaus an Stevie Ray Vaughan erinnernde Blues "She don't live here anymore" steckt voller Zeppelin-Inspiration und vollzieht nach rund 2 1/2 Minuten mit dem einsetzenden Instrumentalbreak einen tollen Tempowechsel, in dem Duarte ein fulminantes Gitarren-Feuerwerk abbrennt. Danach findet die Nummer zum anfänglichen Blues-Rhythmus zurück, wobei Chris' vorzüglicher Gesang von scheinbat mehreren, unter Starkstrom stehenden, mächtigen Gitarren umgeben ist. Saustark! Die erwähnten ZZ Top (zu besten "La Grange"-Zeiten) hingegen lassen bei dem gnadenlos nach vorn rockenden Texas-Boogie "More Boogie" grüßen! Welch ein Drive! Was für furiose, dreckige Gitarrenritte! Erneut hat man zuweilen das Gefühl als rockten gleich mehrere, wie entfesselt aufspielende Gitarreros um die Wette. Weitere sehr starke Songbeispiele sind u.a. der kochende, packende, voller Southern-Flair steckende, rockin' Shuffle-Blues "Satisfy", der in manchen Nuancen gar an die Musik eines Dan Baird erinnert, der von dreckigen und glühenden, dabei aber wieselflinken und locker in Szene gesetzten Gitarrenläufen durchzogene, trockene, inspirierte Slow-Blues "Troubles on me", der wie die Hölle abgehende Rock'n Roll-/Roadhouse-/Party-Knaller "Let's have a party", der bluesige, riffige Retro Classic Rock-Kracher "Babylon", der mit seinen markanten Riffs und Licks, aber auch mittels der Gesangsperformance, einmal mehr an "Zep's" Page und Plant erinnert, wie auch der ungemein intensive, powernde "Hammer" Texas-Blues "Blow your mind", dessen in der "extended version" eingebautes, rund 10-minütiges Gitarrensolo (-jamming) des Meisters die Fans in eine seelige, nimmer enden mögende, hingebungsvolle Gitarren-/Bluesrock-Trance versetzen dürfte. Grandios! Apropos "extended versions": 2 Nummern des Albums gibt es als Bonustracks in diesen sogenannten "extended versions" ein zweites Mal, wobei die vermeintlich lange Version von "Troubles on me" in Wahrheit aber die kürzere ist. Das muß keiner verstehen! Tut dem ganzen Spaß aber keinen Abbruch, denn das Album hat eine satte Spielzeit von über 71 Minuten - und würden die kürzeren Versionen der beiden doppelten Titel wegfallen, wären es immer noch 61 Minuten. Es gibt also die Chris Duarte-Vollbedienung auf der ganzen Linie! Masse und Klasse im parallelen Einklang - und zwar vom Allerfeinsten! "Vantage point" wird unter den Gitarren-Enthusiasten und Bluesrock-Freunden erneut für Festtagsstimmung sorgen! Baumstarkes Album! Also Leute: "Get ready to have your face rocked off! Chris Duarte has been known to play guitar till his fingers bleed"...

Die Tracklist:

1 The Best I Can Do - 3:39   
2 Satisfy - 3:56   
3 Slapstak - 5:55   
4 More Boogie - 4:48   
5 Troubles on Me - 5:43   
6 Let's Have a Party - 3:20   
7 The End of Me and You - 4:49   
8 Blow Your Mind - 4:14   
9 She Don't Live Here Anymore - 6:40   
10 Babylon - 6:25   
11 Woodpecker - 4:38   
Bonus Tracks:
12 Blow Your Mind [Extended Version] - 12:07   
13 Troubles on Me [Extended Version] - 5:07

Art-Nr.: 5955
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
The best I can do
Satisfy
More Boogie
Blow your mind
She don't live here anymore
Babylon

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Edmondson, Bleu - lost boy [2007]
Bärenstarkes, drittes Studio-Album des grandiosen texanischen Singer-Songwriters Bleu Edmondson und seiner großartigen Band, das dieser Truppe nun endgültig die Aufmerksamkeit bescheren sollte, die ihr zusteht. "Bleu Edmondson doesn't sing rock and roll; on "Lost Boy" he bleeds it", feiert ein amerikanischer Journalist das neue Werk - und er hat recht. Ungemein authentisch, voller Charisma und mit einem ungeheuren Gespür für atmosphärisches, intelligentes und gleichzeitig eingängiges Songwriting gelingt Edmondson ein regelrechtes Roostrock-"Killer"-Album. Eigentlich ein "Junge" der schier unerschöpflichen texanischen "Red Dirt"-Szene, verwurzelt in den rootsigen Countryrock-Fundamenten zwischen Texas und Oklahoma, sticht Edmondson mit seinem unwiderstehlichen Stil genauso angenehm wie deutlich aus der Masse heraus, denn in seinen Stücken verarbeitet er zum einen eine ordentliche Prise Southern-Flair und zum anderen voller Stolz und deutlich hörbar die Einflüsse seines großen "Helden" Bruce Springsteen - eine tolle, packende Kombination! Das Resultat: Voller Energie und Power steckender, durchaus rauer, dabei aber traumhaft melodischer Texas "Red Dirt"-Rootsrock mit unterschwelligen Countryrock-Anlagen, massiv durchzogen von erdigen und straighten Heartland-/Midwestern-Rock-Trademarks (z.B. eines John Mellencamp) und der so typisch amerikanischen Songwriting-Philosophie eines jungen, "wilden" Springsteen! Edmondson's prächtige, durchaus etwas Southern-getränkte, raue, kraftvolle, mit viel Seele und Intensität behaftete, ausdrucksstarke Stimme und der dreckig rockige, viel texanischen Staub aufwirbelnde Gitarren-orientierte Sound der Band harmonieren geradezu perfekt mit der wunderbaren Melodik, die der Protagonist seinen Songs mitgegeben hat. Dazu erhöht sich der Spannungsbogen stetig durch die sehr abwechslungsreichen Arrangements! Der Bursche ist ein grandioser Songwriter mit der Fähigkeit knallenden, abgehenden Americana Rock'n Roll, aber auch umwerfende, so einzigartig rootsige, erdige, von einer gewissen "ungezügelten, wilden und verlorenen Romantik" geprägte, würzige Balladen zu zelebrieren. Immer wieder geht es in seinen Texten um die besagten "lost boys," "rejects," "sinners," "saints," "Southern sons" und "suicide girls" abseits der amerikanischen "Gewinner"-Gesellschaft. Musikalisch eingepackt ist das Ganze vorwiegend in satte E-Gitarren, immer mal wieder unterstützt von ausgewogen dosierten Piano- und Orgel-Einsätzen. Gleich zu Beginn des Albums gibt's mit "American saint" eine absolute "Hammer"-Nummer: Ein ruhiges Piano-Intro, langsam setzen die E-Gitarren ein, das Tempo zieht an, der Drummer erhöht die Schlagzahl, und schon sind wir mitten in einem unwiderstehlichen, satten American Rootsrock-Kracher, der alles, was zu einem "texanischen Springsteen" gehört, hergibt. Will einem nicht mehr aus den Ohren weichen! Einfach herrlich, diese raue, heisere Stimme, diese erdigen, würzigen Gitarren, dieser straighte Drive! Natürlich ist auch der typische "Red Dirt"-Dreck präsent! Und diese Melodie - welch eine faszinierende Kombination! Man bekommt regelrecht Gänsehaut! In ähnlichem Fahrwasser bewegt sich das anschließende "Last call"! Klasse Melodie, tolle Gitarren-Riffs (inklusive eines "brennenden", großartigen Solos), eine schöne Orgel im Hintergrund - rockt einfach wunderbar! Bleu Edmondson und "Red Dirt"-Countryrock-Kollege Wade Bowen sind die Komponisten der nächsten Knüller-Nummer: "Ressurection" (wird der ein oder andere auch von Wade Bowen's "Lost hotel"-Album kennen) ist eine exzellente, hier sehr würzig und "gritty" arrangierte, dabei wundervoll melodische, von fetten E-Gitarren umgarnte (tierisches Solo), pathetische, viel Southernrock-Flair versprühende, rootsige "Red Dirt"-/Heartland Rock-Ballade, die einen sofort in ihren Bann zieht. Eindrucksvoll, welch eine Authentizität und welch eine Ausstrahlung die Band versprüht! Auch bei dem folgenden, exzellenten "The echo (maybe tonight)" ist das nicht anders. Es handelt sich erneut um eine großartige Ballade, die zunächst recht verhalten beginnt, dann aber immer kraftvoller wird, um schließlich voller knisternder Spannung und Atmosphäre zwischen ruhigen und Energie geladenen Momenten hin und her zu pendeln. Auch hier wird neben den texanischen "Red Dirt"-Charakteristika wieder der Einfluß Springsteen's deutlich, insbesondere auch durch die wunderbaren Saxophon-Ergänzungen in der Art eines Clarence Clemons. Tolle Melodie! Volldampf voraus geht's dann wieder mit dem prächtigen Heartland-/Country-/Rootsrock-Knaller "Jesus is cryin'", vollgepackt mit fetten Gitarren und einer dezent im Hintergrund agierenden Geige. Balladesk rootsig wird's erneut beim starken "Back to you", wie auch beim anschließenden "Finger on the trigger", das mit seinen großartigen, würzigen Gitarrenlinien vor Southernrock-Flair (Lynyrd Skynyrd, The Marshall Tucker Band) nur so trieft, gleichzeitig aber auch von den "Red Dirt"-Spuren solcher Bands wie Cross Canadian Ragweed & Co. geprägt ist! So gibt sich Edmondson bis zum Ende des Albums nicht den Hauch einer Blöße! Was wir erleben, sind gut 48 Minuten genauso zeitlosen, wie aktuellen American Rootsrock der absoluten Spitzenklasse! Einfach famos! In Texas ist das Album bereits ein Top-Seller, nun muß "nur" noch der Rest der Welt diesen großartigen Burschen und dieses Pracht-Werk entdecken. Also, los geht's...

Art-Nr.: 5420
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
American saint
Ressurection
The echo (maybe tonight)
Jesus is cryin'
Finger on the trigger
You call it trouble

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Ely, Joe - happy songs from rattlesnake gulch [2007]
In der Woche seines sechzigsten (!) Geburtstages veröffentlicht Joe Ely sein nunmehr 12. Studioalbum in 30 Jahren - und es ist mal wieder ein starkes geworden! Weitestgehend begibt er sich damit wieder mehr auf die rockigere Pfade und setzt auf einen kantigen, würzigen Sound aus sattem "guitar-driven, country-inflected bluesy roots-rock with a Southwestern sensibility". Alles klingt straight und kraftvoll, rau, dynamisch - eben typisch Ely! Neben den knackige Gitarren, die immer mal wieder durch schöne Orgel-Klänge oder auch mal ein Akkordeon ergänzt werden, sorgen bei fünf von isgesamt elf Tracks (alles Eigenkompositionen, außer dem staubigen "Firewater", das von seinem "Flatlanders"-Kumpel Butch Hancock geschrieben wurde) eine klug und effektvoll, aber nie zu übertrieben eingesetzte "Horn-Section" für zusätzlichen "Pfiff"! Unter der Vielzahl von großartigen Musikern, die mit an Bord sind, befinden sich solche Namen wie Rob Gjersoe, David Grissom und David Holt (alle E-Gitarre), Reese Wynans (Keyboards, Glen Fukunaga (Bass), Donald Lindley, Little Johnny Fader (beide Drums), und viele mehr! Prächtig rüber kommen beispielsweise solche Nummern, wie der einerseits jede Menge gute Laune verbreitende, andererseits aber die Folgen des Hurricanes "Katrina" zum Thema habende, von satten Riffs, prägnanten Orgel-Tupfern und knackigen Bläser-Einsätzen geprägte Texas Roots-Rock'n Roller "Baby needs a new pair of shoes", der gut abgehende, voller Neo-Rockabilly-Flair steckende, honky-tonkin' Roadhouse-Countryrocker "Sue me sue", der melodische, dynamische Heartland-Rocker "Hard luck saint", das wohl als Fortsetzung seines Klassiker "Me and Billy the kid" gedachte, von fetten Wah Wah-Gitarren und kraftvollen Acoustic-Riffs umsäumte "Miss Bonnie and Mister Clyde", der mit einem gepflegten Tex Mex-Flair und Cajun-ähnlichen Klängen durchsetzte Countryrocker "Little blossom" (schöner Tempowechsel), der "düstere", schwefällige, von starken E-Gitarren-Licks dominierte Roots-Blues "July Blues", der kantige, aber melodische, voller Western-Flair steckende Texas-Roots-/Americana-Rocker "Up a tree" mit seinen gelungenen Bläser-Ergänzungen, das dreckige "So you wanna be rich", usw.! "This all new recording finds him still rockin’ hard at age sixty" heißt es in einem U.S.-Review! Dem ist nicht hinzuzufügen! Die "Happy songs from rattlesnake gulch" zeigen einen Joe Ely in bester Verfassung!

Art-Nr.: 4727
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Ely, Joe - streets of sin [2003]
Nach 6 Jahren endlich wieder ein neues Studioalbum von Joe Ely! Es ist, das war sicher auch nicht anders zu erwarten, ein klasse Album geworden! Okay, wirkliche Überraschungen gibt es bei "Streets of sin" nicht, aber das ist bei einem Joe Ely nun wirklich kein Beinbruch. Ganz im Gegenteil! Sein herzhafter, ehrlicher West Texas-Sound scheint von der Ruhe und Abgeschiedenheit des Studios sogar noch einmal profitiert zu haben. Seine Geschichten und Songs stecken, wie immer, voller Seele. Dabei hat er sich diesmal wieder weitgehend von der Tex-Mex-Inspiration seiner letzten Studiowerke, wie "Letter to Laredo" oder "Twistinn' in the wind" verabschiedet und kehrt zurück zu seinem typischen, bodenständigen, von einem ordentlichen Outlaw-Flair geprägten, Countryrock-Stil. Dabei scheint er mit dem neuen Album problemlos die Schnittstelle solcher mehr Rock-orientierter Werke wie "Love and danger" und den wunderbaren Countrytraditionen seiner ganz frühen Tage ala "Honky Tonk masquerade" oder "If you were a bluebird" zu treffen. Im übrigen wieder mit von der Partie ist sein alter Spezi an der Lead Gitarre, David Grissom! Ein paar Songbeispiele: Der Opener "Fightin' for my life", einer von zwei Songs, die sein Flatlanders-Freund Butch Hancock beigesteuert hat (alle anderen stammen aus Ely's Feder), ist ein dynamischer, fetziger Countryrocker mit viel Heartland-Flair (stünde sicher auch einem John Mellencamp sehr gut zu Gesicht) in bester "Me and Billy the kid"-Manier. Tolles Drumming, satte E-Gitarren, klasse Melodie! "I'm on the run again" hingegen ist ein durchaus rauher und kräftiger, aber dennoch ungemein flüssiger, lockerer und von einer herrlichen Melodie durchzogener Texas Outlaw-Countrysong, der eine wunderbare Frische vermittelt. Das relaxte Gitarrenspiel und ebenso lockere Drumming kommen großartig rüber. "I'm feelin' like the wild wild wind, I'm on the run again", heißt es im Text, und genau so klingt die Musik. Eine tolle Nummer! Klasse auch der dramaturgisch wirkende, mit effektvoller E-Gitarre garnierte, rhythmische, von einem gediegenen Waylon-Flair gezeichnete, satte Countryrocker "All that you need", die rootsige, kraftvolle, voller rockigem Countryflair steckende Ballade "Streets of sin" mit ihrer tollen Melodie, der schönen Orgel und den feinen E-Gitarren, oder das ruhige "A flood on your hands". Oder das bärenstarke "94 south": Ein trockener Countryrocker voller Drive mit fantastischem E-Gitarren-Picking. 3 Gitarristen sind am Werk, mit unter anderem einem tollen, quirligen, variablen Baritone-Guitar-Solo! "Who's gonna blow you away" erinnert dann wieder an die Flatlanders! Joe Ely hat wieder ein prächtiges Album zustande gebracht, mit dem seine Fans mehr als zufrieden sein werden. Lange hat er wohl nicht so country geklungen, doch die rootsigen Rockelemente bleiben nie auf der Strecke. Seine "rough" und "hard-edged" Texas Countryrock-Songs kommen, wie man es von ihm kennt, bravourös rüber. Gratulation, Herr Ely!

Art-Nr.: 1965
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

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Gov't Mule - high & mighty [2006]
Schon im Vorfeld der Veröffentlichung des neuen Gov't Mule-Albums "High & mighty" hörte man über dieses Werk endlose Lobeshymnen und reihenweise Aussagen wie "bestes Gov't Mule-Album aller Zeiten". Klar, da wächst bei dem geneigten "Mule"-Fan die Spannung, denn man traut dieser Band bei jedem Release Großes zu. Doch es machten sich sicher auch vereinzelt Zweifel bezüglich solch vermeintlich übertriebener Anpreisungen breit. Das kann doch kaum möglich sein, wird vielleicht der ein oder andere gedacht haben, vor allem Dingen, wenn man die Masse der hochkarätigen Outputs aus der Vergangenheit der Band in Betracht zieht. Da fragt man sich schon mal, wie denn das alles noch zu toppen sein soll...! Alle Spekulationen haben ein Ende - und Leute, ob Ihr's glaubt oder nicht, es hat   funktioniert - die Band hat sich tatsächlich noch einmal selbst übertroffen! "High & mighty" ist schlichtweg ein Meisterwerk, ein Meilenstein zeitloser Rockmusik! Diesmal überwiegend aufgenommen in Willie Nelson's "Pedernales Studios" in Austin/Texas (lediglich 2 Tracks entstanden in den "Water Music Studios" von Hoboken/New Jersey) unter der produktionstechnischen Regie des alten Big Sugar-Kempen Gordie Johnson (in Zusammenarbeit mit Warren Haynes), entstand ein Album, das das musikalische Zusammenwirken in der Band, das blinde, grenzenlose Spielverständnis, ihren Spirit, ihre scheinbar unerschöpfliche Kreativität besser zum Ausdruck bringt als je zuvor! Das ist pure Magie! Trotz aller Härte und Intensität ist ein wunderbarer, fast schon warmer, atmosphärisch dichter, sehr kompakter Bandsound entstanden, dem Warren Haynes (sämtliche Songs stammen allein aus seiner Feder) mit seinem fantastischen Gesang, seinem "überirdischen" Gitarrenspiel, ja seiner ganzen Präsenz zwar nach wie vor die prägnantesten Indikatoren verleiht, der aber in dieser Quartettbesezung eine Fülle und Transparenz entwickelt, die man nicht mehr missen möchte. Vor allem Danny Louis an den Tasteninstrumenten ist die ideale Ergänzung! Insgesamt darf man "High & mighty" wohl auch als das bislang gefälligste und eingängigste Album Gov't Mule's bezeichnen. Nie wurde soviel Wert auf Melodik gelegt, was schlußendlich in einer hinreißenden Kombination aus vom Konsumenten jederzeit hervorragend zu verarbeitenden, handfesten, powernden, immens druckvollen, satten, sehr direkten (Retro)Rock-Strukturen und prächtigen Jammings aus herrlichen, ausgedehnten Instrumental-Passagen voller grandioser Gitarrensoli resultierte - alles gewürzt mit wohl dosierten Zutaten aus Southern, Soul, Gospel, Jazz, Psychedelic, sogar Reggae und vor allen Dingen dem Blues! Gleich zu Beginn des Albums glaubt man seinen Ohren nicht zu trauen! "Mr. High & Mighty" heißt der Opener, ein "Hammer", wie er im Buche steht, der mit Sicherheit einmal als einer der ganz großen Klassiker in die Historie der Band eingehen wird, ja eingehen muß! Krachende, fette Riffs und Drums brechen los wie bei einer verschärften Ausgabe der legendären Free, Bad Company, Led Zeppelin und Mountain zusammen, Haynes singt mit einer geradezu entfesselten Intensität, dazu ab der zweiten Strophe ein bravouröser Hammond-Background. ein dezentes Southern-Flair schleicht sich ein - und es rockt mit einer Kraft und Power, als gäbe es kein Morgen mehr! Irre stark! Klar, daß der Magier gleich ein paar furiose, weltmeisterliche, glühende Gitarrenläufe "aus dem Ärmel" zaubert - jammig, bluesig, umwerfend! Ein 5 1/2-Minuten-Auftakt, der den seeligen Mule-Fan gleich in einen traumatischen Zustand der Glückseeligkeit versetzt! Doch Leute, versprochen: Die kompletten, gut 72 Minuten dieses Albums halten dieses Niveau! Verrückt! Ob der gewaltig kochende, krachende Riff-Bluesrocker "Brand new angel" mit seinen elektrisierenden, dreckigen Keyboard-Ausflügen, den massiven, trockenen Rhythmen, und den Starkstrom-artigen (Wah Wah)Gitarren-Attacken, das dezent psychedelisch angehauchte, ungemein melodische, von toller Percussion begleitete "So weak, so strong", der überschäumende Volldampf-Southern-Boogie-Rocker "Streamline woman" mit seinem mächtigen Drive, das traumhafte "Child of the earth", das von einem prägnanten, überaus gelungenen Reggae-Rhythmus und einem famosen, leicht psychedelisch anmutendem Reggae-/Blues-Jamming bestimmte "Unring the bell" (klasse Riffs, tolle Hammond Orgel), die hinreißende, von viel Allman Brothers-Flair und einer ordentlichen Portion Southern-Gospel-Soul geprägte Ballade "Million miles from yesterday" (herrlich inspirierte, weiblicher Background-Gesang der sogenannten "Mighty Mighties" um die großartige Ruthie Foster), den kochenden Slide-getränkten, Zeppelin-lastigen Bluesrocker "Brighter days", usw., Warren Haynes, Matt Abts, Andy Hess und Danny Louis sind nicht zu bremsen! "Das jetzige Line-Up ist jede Sekunde das aufregendste Ensemble, mit dem ich jemals gearbeitet habe," sagt Warren Haynes - und das kommt zu "jeder Sekunde" rüber! Die Rock-Welt liegt Gov't Mule zu Füßen! Und warum das so ist, dafür gibt es, neben ihren unwiderstehlichen Live-Auftritten, kein besseres Argument als dieses neue Album! Harter, klassischer (Blues)Rock mit Referenz-Charakter! Fesselnd! Packend!

Art-Nr.: 4331
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

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Gov't Mule - same [1995]


Art-Nr.: 4427
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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