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Griffith, Nanci - the loving kind [2009]
Klasse neues Album von Nanci Griffith, das so countryorientiert ist, wie schon lange nicht mehr. Es ist eine feine Synthese aus den Werken ihrer frühen Philo-Phase und ihren erfolgreichen Nashville-Tagen, eine hervorragend gelungene Mischung aus Folk, Americana, Alternate Country und Country - eben typisch Nanci Griffith. Die Songs sind wieder sehr ambitioniert und mit erstklassigen Musikern in einem schönen, semi-akustischen, rootsigen Gewand umgesetzt worden. Ihre eigentlich so fragile Stimme kommt kräftiger als je zuvor. "'The Loving Kind' marks a triumphant return for one of America's most revered singer-songwriters", heißt es in einer offiziellen Pressemitteilung, der wir uns gerne anschließen.

Das komplette Tracklisting:

1 The Loving Kind - 2:36   
2 Money Changes Everything - 3:09   
3 One of These Days - 3:03   
4 Up Against the Rain - 3:34   
5 Cotton's All We Got - 3:29   
6 Not Innocent Enough - 3:34   
7 Across America - 3:05   
8 Party Girl - 3:00   
9 Sing - 3:18   
10 Things I Don't Need - 2:52   
11 Still Life - 3:52   
12 Tequila After Midnight - 3:12   
13 Pour Me a Drink - 3:34

Art-Nr.: 6422
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Lambert, Miranda - kerosene [2005]
Faszinierend! Gerade mal 21 Jahre jung und schon so gut! Wie sind begeistert!! Die Countrymusic hat einen neuen "Star"! Sowohl die Anhänger des traditionsbewußten Nashville-Country, als auch die des "roughen" Texas-Country und der Americana-/Alternate Country-Szene werden ihr gleichermaßen zu Füßen liegen, denn sie kennt keine Grenzen! Miranda Lambert, am 10. November 1983 in Lindale/Texas geboren, wuchs in einer Familie von Countrymusic-Begeisterten auf. Ihr Vater Rick ist ein örtlich sehr geschätzter Gitarrist und Songwriter, dessen Vorliebe für Leute wie Guy Clark, Jerry Jeff Walker oder Merle Haggard sich sehr schnell auf seine Tochter übertrug. Je älter sie wurde, desto größer wurde ihr Wille Musik zu machen, wobei sie immer von ihren Eltern unterstützt wurde. Sie lernte Gitarre zu spielen, fing an Songs zu schreiben, ließ sich inspirieren von Künstlern wie Emmylou Harris, Allison Moorer oder Jack Ingram, veröffentlichte ein Album im Eigenvertrieb und nahm im Jahre 2003 schließlich sogar am "Nashville Star"-Contest teil. Dort landete sie "nur" auf Platz 3, aber das Ganze brachte ihr den verdienten Major-Deal ein! Gott sei Dank ließ die Plattenfirma ihr gewisse Freiheiten. Man erkannte ihr unglaubliches Talent , ließ sie in Ruhe arbeiten! Das Resultat: "Kerosine" (6 Songs hat sie alleine komponiert, 5 zusammen mit einem Co-Autor, nur eine Fremdkomposition) katapultierte sich in den Billboard Country-Album-Charts von Null auf Eins! Ohne Frage verdient, aber dennoch etwas überraschend, denn sie ist nicht unbedingt das "süße", brave Nashville-"Blondchen" ohne Ecken und Kanten, das einem auf dem Cover entgegen zu blicken scheint - überhaupt nicht! "This girl is the real nitty gritty thing", schreibt ein amerikanischer Kritiker - und das ist sie in der Tat! Miranda Lambert's Stimme "is pure Texan", rein, kräftig, ungemein sympathisch, hin und wieder etwas an Natalie Maines von den Dixie Chicks erinnernd! Es ist erstaunlich und verdient höchste Anerkennung, welch ausgereifte und mitreißend strukturierte Songs sie schreibt (auch textlich), und mit welcher Seele und Charisma sie diese vorträgt. Da kann man schon ins Schwärmen kommen! Dieser herrliche Gesang, diese tollen Arrangements in diesem leicht rootsig angehauchten, typisch texanisch-staubigen Ambiente, das so zielsicher und souverän alle Barrieren zwischen Nashville Mainstrem-Country und Texas "Red Dirt"-Americana-/Alternate Country/Countryrock zu überwinden scheint, diese prächtige Instrumentierung aus trockenen Rhythmen, kernigen E-Gitarren, lässigen Acoustic-Gitarren, Banjos, wunderbarer Steel, Mandolinen, mal einer nie zu sehr im Vordergrund stehenden Fiddle oder einer schön rootsigen Mundharmonika, diese äußerst abwechslungsreiche Auswahl an knackigen Uptempo-Nummern, knochentrockenen Countryrockern, blühendem, frischem New Country, rootsigen Americana-Nummern, puren Honky-Tonkern und gefühlvollen Balladen, diese durchweg traumhaften Melodien, die sich tief in unseren Sinnen verankern - fantastisch! Los geht es mit dem überragenden Titelsong "Kerosene", einem regelrecht rotzigen, staubtrockenen, kantigen, mit herrlicher Mundharmonika angereicherten Uptempo New Country-/Countryrock-Knaller! Macht seinem Namen alle Ehre, so viel Feuer steckt in dieser Nummer. Fette E-Gitarren, dezente Banjo-Klänge, die prächtige Melodie und das gnadenlos "hämmernde" Schlagzeug hinter den rhythmischen Acoustic-Gitarren komplettieren das Ganze! Ein "Killer"-Song, der nichts anbrennen läßt! Eigentlich kann schon jetzt bei diesem Album nichts mehr schief gehen, doch eine Prachtnummer folgt der nächsten! Zum Beispiel das flotte, beherzte, schwungvolle, mit tollem Banjo und schöner Steel begleitete, melodische "What about Georgia?", die von viel Americana-Flair und leichtem Southern-Esprit umgebene, wundervoll entspannte, reine Country-Ballade "Greyhound bound for nowhere", das grandiose, lockere, aber dennoch knackige, wieder schön rootsig angehauchte, staubige, angerockte New Country-Stück "New strings" mit dem tollen Banjo-/ Slide Gitarren-Drive und der klasse Melodie, der großartige, lupenreine, Steel-getränkte, traditionelle Dancehall-Honky Tonker "I can't be bothered", die knackige, wunderbare Ballade "Bring me down", das frische, sehr traditionell verwurzelte, mit Mandolinen, flockigen E-Gitarren und einer klasse Maultrommel begleitete, lockere, frische, herrlich melodische "Me and Charlie talking" mit seinem dezenten Western-Flair, der trockene, in bester Buddy und Julie Miller-Manier daher kommende (Alternate)Countryrocker "I wanna die" mit seinen rauen E-/Slide-Gitarren, usw., usw., bis hin zu der finalen, traumhaften Ballade "Love your memory"! Es gibt auf dem Album keinerlei Schwachstellen! Unbeschwert, voller jugendlicher Frische und mit jeder Menge musikalischer Klasse und professioneller Reife überbrückt Miranda Lambert die Grenzen zwischen Nashville Mainstream und Alternate Country/Americana, und vereint scheinabr spielend die Lager der Anhänger von beispielsweise Lee Ann Womack, Gretchen Wilson, den Dixie Chicks, Allison Moorer, Kasey Chambers und vielleicht sogar Lucinda Williams - auch wenn sie im Mainstream-Bereich "vermarktet" wird. Ein überwältigendes Album von einer jungen Dame, an der wir mit Sicherheit noch viel Freude haben werden. Was für ein Talent! Diese Lady ist wie "Kerosene"! Toll, daß sie so gut "einschlägt", denn das ist genau die richtige Musik, die Nashville braucht um den zuweilen etwas "stotternden" Country-Karren wieder flott zu bekommen! Eine wirklich beeindruckende Leistung!

Das komplette Tracklisting:

1. Kerosene - 3:05
2. What About Georgia? - 3:25
3. Greyhound Bound for Nowhere - 4:23
4. New Strings - 3:50
5. I Can't Be Bothered - 3:20
6. Bring Me Down - 4:16
7. Me and Charlie Talking - 4:12
8. I Wanna Die - 3:46
9. Love Is Looking for You - 3:52
10. Mama, I'm Alright - 4:07
11. There's a Wall - 4:16
12. Love Your Memory - 3:47

Art-Nr.: 3145
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 7,90

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Reckless Kelly - somewhere in time [2010]
Austin's Reckless Kelly untermauern ihren Status immer mehr, eine der besten Roots-/Americana-/Countryrock-Bands unserer Zeit zu sein. Auch nach 8 Alben ist noch lange nicht Schluss mit Innovation und Kreativität, ohne dabei von ihren, bei den Fans so begeistert gefeierten, musikalischen Eigenschaften abzuweichen. Sie bewahren ihre Identität und stecken doch voller unverbrauchter Frische und Dynamik. Ihr neues Album ist die pure Roots- und Countryrock-Freude, ein absoluter Knüller! "Somewhere in time" ist eine Art Konzeptalbum geworden, dass ausschliesslich Stücke des aus Idaho stammenden Singer-Songwriters Pinto Bennett beinhaltet. Auch Reckless Kelly's Ursprünge liegen in Idaho, denn die Familie der beiden "Köpfe" der Band, Cody Braun (Fiddle, Mandolin, Vocals) und Willy Braun (Lead Vocals, Rhythm Guitar), lebt ebenfalls in diesem US-Bundesstaat, genauer gesagt in Stanley/Idaho. Pinto Bennett, einst zentrale Figur der kultigen "Famous Motel Cowboys", ist ein dicker Freund von Muzzie Braun, dem Vater der Braun-Brüder, was dazu führte, dass auch Muzzie's Söhne in ihrer musikalischen Entwicklung massgeblich von der Musik Bennett's beeinflusst wurden. Das spiegelt sich sowohl bei Reckless Kelly wider, als auch bei Micky and The Motorcars, deren Kern die zwei anderen Braun-Brüder Micky und Gary Braun bilden. Beide Bands haben auch schon in der Vergangenheit auf die Musik ihres Idols zurückgegriffen, dem sie laut eigener Aussage unwahrscheinlich viel zu verdanken haben. "Somewhere in time" nun ist Reckless Kelly's famoses Tribut an Pinto Bennett, eine phantastisch umgesetzte Huldigung und Danksagung an den Musiker, dessen Spirit die Seele der Band für immer geprägt hat. Bennett's Songs klingen hier, als seien es schon ewig Reckless Kelly-Stücke gewesen. Die Band kehrt auf diesem Album auch musikalisch zu ihren Roots zurück, was bedeutet, dass sie sich im Vergleich zum Vorgänger wieder deutlich mehr in Richtung Countryrock orientiert, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Country- und Rock-Indikatoren paaren sich geradezu perfekt. Die Songs sprühen nur so vor Vitalität, stecken voller wunderbarer Melodien und präsentieren die Band in umwerfender Verfassung. Alles wirkt locker, zwanglos, dennoch kraftvoll und vor allem überaus authentisch. Mit von der Partie sind einige prominente Gäste, wie zum Beispiel Joe Ely, Lloyd Maines, Micky Braun von Micky and The Motorcars, Bukka Allen, Mickey Raphael und natürlich Pinto Bennett selbst. Los geht's mit dem treibenden, gut Druck aufbauenden, von gewaltigen E-Gitarren und einer bluesigen Harp durchzogenen, mächtig texanischen Staub aufwirbelnden, baumstarken Rootsrocker "Little blossom", der ein tolles "Western-/Outlaw-/Shotgun-Feeling" ausstrahlt. Welch ein beherzter Auftakt! Sicher die härteste Nummer des Albums, wenngleich auch beim countryorientierteren Rest die knackigen, dynamischen, kraftvollen Nummern überwiegen. Balladen sind eher in der Minderheit. Und diese Melodien - einfach wunderbar! Wie beispielsweise bei dem schmissigen, großartigen Retro-Countryrocker "The Ballad of Elano De Leone", dessen satte Gitarren-Riffs gar ein altes "Byrds"-Feeling aufkommen lassen. Hat ordentlich Drive! Klasse Duett-Gesang von Joe Ely, dessen trockene Stimme sich bestens mit der von Willy Braun ergänzt. In traditionellere Country-Gefilde geht's mit dem schönen "Bird on the wire", um mit "Some people's kids" wieder einen solchen "Killer" von Countryrocker abzuliefern, dessen Magie man sich einfach nicht entziehen kann. Hinreissende Lap Steel-Hooklines ziehen sich durch diese wunderbar knackige Nummer, die sich unwiderstehlich in unseren Gehörgängen festsetzt. Tolles Gitarren-Arrangement! Dann das famose "I hold the bottle, you hold the wheel", ein uriger, rootsiger, authentischer, lupenreiner Whiskey-geschwängerter Barroom-Honky Tonker, der vor purer Country-Tradition nur so strotzt. Umgeben von erdigem E-Gitarren-Picking, surrender Fiddle und quirligen, jaulenden Steelguitar-Klängen, sieht man sich im Geiste, schon aufgrund des typischen Rhythmusses, in einem verraücherten, mit bierverklebten Holztischen voll gestellten, aber doch so voller Charme steckenden, urwüchsigen, texanischen Saloon abhängen, leicht vernebelt vom Alkohol. Und aus der Jukebox tönen Reckless Kelly mit diesem Country-Heuler. Ein Taum! Wie auch das grandiose "Idaho cowboy", ein wunderbarer, flotter, lockerer, mit schönem Fiddle-Spiel und gnadenlos starken Gitarren gespickter Country(rock)-Feger mit einem prächtige "Gute Laune"-Faktor und jeder Menge, dem Titel entsprechenden, Western-Flair. Man sieht den "Idaho cowboy" vorm geistigen Auge vorbeireiten. Eignet sich zudem prächtig, um in den texanischen Roadhouses mal ordentlich das Tanzbein zu schwingen. So hangelt sich die Truppe von Highlight zu Highlight, bis das Album schließlich mit dem Titelstück "Somewhere in time" endet, einer traumhaft melodischen, durchaus satten Countryrock-Ballade mit toller Fiddle- und Gitarrenbegleitung. David Abeyta's würziges E-Gitarren-Solo ist grandios. Ein amerikanischer Musik-Journalist umschreibt das Ergebnis dieses prächtigen Albums simpel und einfach mit einer herzhaften "kulinarischen" Spezialität, sowohl aus Idaho als auch aus Texas: "'Somewhere in time' is a country-rock album that's as satisfying as a 12-ounce steak with a big pile of mashed potatoes". In diesem Sinne: Guten Appetit! Besser kann man rootsigen, melodischen, kraftvollen, texanischen Countryrock wohl kaum spielen. Ein Meisterwerk!

1 Little Blossom - 5:00   
2 The Ballad of Elano Deleon - 3:25   
3 Bird On a Wire - 3:36   
4 I've Done Everything I Could Do Wrong - 4:13   
5 Some People's Kids - 3:05   
6 I Hold the Bottle, You Hold the Wheel - 3:32   
7 Best Forever Yet - 3:21   
8 Idaho Cowboy - 3:07   
9 Pure Quill - 4:14   
10 You Cared Enough To Lie - 2:56   
11 Thelma - 4:10   
12 Somewhere In Time - 3:32

Art-Nr.: 6769
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Little blossom
The Ballad of Elano De Leone
Some people's kids
I hold the bottle, you hold the wheel
Idaho cowboy
Pure quill
Somewhere in time

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Swift, Taylor - same [2006]
Man glaubt es kaum. Das Mädel ist erst 16 Jahre alt, sieht mit ihrer blonden Lockenmähne aus wie ein Engel, singt wie ein Engel und scheint mit fast sensationellem Talent gesegnet zu sein. Schon frühzeitig wurde ihre musikalische Veranlagung durch ihre Großmutter, eine professionelle Opernsängerin erkannt und von ihren Eltern gefördert. Ab dem 10. Lebensjahr trat sie bereits auf diversen Veranstaltungen auf. Ein Höhepunkt war sicher, als sie die Hymne der NBA Basketball-Truppe aus Philadelphia vor Tausenden von Fans singen durfte. Das war mit 11! Ein weiteres Jahr später lernte sie Gitarre spielen und Songs zu schreiben. Heute, gerade mal im besten Teenager-Alter, konnte sie aus einem Fundus von mittlerweile über 200 eigenen Stücken die Auswahl für ihr Debüt-Album treffen. Respekt, Respekt! Unter die Fittiche genommen wurde sie durch Big Machine Records-Chef Scott Borchetta, wo sie sich mit Leuten wie Danielle Peck, Jack Ingram und Jimmy Wayne in sehr guter Gesellschaft befindet. Elf Songs, die sich alle im 3-4 Minuten Bereich befinden, schafften es letztendlich auf ihren Erstling, wovon die Single, gleichzeitig der Opener, eine angenehme, traditionell verwurzelte Countryballade (wunderschön mit Dobro, Akustikgitarre, Mandoline und Fiddle instrumentiert) mit dem recht medienwirksamen Titel "Tim McGraw" bereits den Weg in die Top 20 der Billboard-Country-Singles-Charts angetreten hat. Das Stück versprüht ein dezentes Dixie Chicks-Flair, nicht nur aufgrund von Swift's Stimmähnlichkeit zu Nathalie Maines. Immer wieder reichen sich in regelmäßigem Abstand schmalzfreie Balladen und poppig angehauchte Midtempo New Country-Stücke die Klinke in die Hand, wobei das Poppige nicht durch künstliche Effekthaschereien erreicht wird, sondern durch die sehr knackige, moderne Spielweise der beteiligten Klassemusiker, und das an den typischen, Country-fundamentierten Instrumenten. Wer von Banjo- und Dobro-Spiel fasziniert ist, kommt hier besonders auf seine Kosten. Ihr Produzent, ebenfalls sehr stark als Musiker involviert (Akustik-, E-Gitarre, Banjo, Drums, Bass, B3-Organ, Piano, Mandoline und Harmony Vocals!), Nathan Chapman, sorgte für einen sehr transparenten und klaren Sound. The Wreckers, SheDaisy (bei "Pictures To Burn" oder "Should’ve Say No" und Our Song"), Deana Carter, Little Big Town (bei der schönen Ballade "Teardrops On My Guitar"), die bereits erwähnten Dixie Chicks (nochmals bei "Tied Together With A Smile") oder sogar Sheryl Crow (bei "Stay Beautiful") kann man als prominente Vergleichsgrößen anführen, was ein gewaltiges Maß an musikalischer Frühreife attestiert. Ingesamt ein klasse Album, das man entspannt in einem Rutsch durchhören kann, ohne das ein Funke Langeweile aufkommt. Also, wenn es dieses Jahr um die Titel für den besten "Jungprofi" bei den Awards in Nashville (sie ist mit ihren Eltern übrigens mittlerweile nach Tennessee gezogen) geht, dürfte Taylor Swift bei den Nominierungen eine nicht unerhebliche Rolle spielen. Sollte das Mädel weiter behutsam geführt werden, wovon man bei Label-Chef Borchetta ausgehen kann, ist der Weg zum Stardom nicht mehr in allzu weiter Ferne. Sehr gutes Debüt einer musikalisch reifen und talentierten Singer/Songwriterin (darf man schon jetzt sagen, mit gerade mal 16 Lenzen)! Die "enhanced" CD enthält übrigens auch das "Tim McGraw"-Video und ihr Debüt bei der Grand Ole Opry, sowie ein reichlich bebildertes Booklet mit allen Texten und Credits. Beeindruckender Karrierestart, Miss Swift! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 4590
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Walker, Jena - unwound [2009]
Hoch talenzierte, großartige, zudem äusserst sympathisch wirkende Singer-Songwriterin aus Kilgore/Texas mit einem klasse Debut! Jena Walker "is a true southern woman", die in diesem Nest "Country" als "the way of life" seit frühester Kindheit zelebrierte. Musikalisch entwickelte sich Jena aufgrund der elterlichen Interessen schnell in Richtung Countrymusic. Im Hause Walker war man u.a. von der Musik der Judds und George Strait's sehr angetan. All das sind Einflüsse, die Jena heute sehr deutlich in ihrer Musik verarbeitet. "Unwound" ist ein wunderbares Album mit astreiner, unverfälschter, ehrlicher Country-/Honky Tonk-/New Country-Musik voller Frische und Authentizität geworden. Neben den bereits genannten Bezugsgrössen fallen einem als Vergleich noch solche Kolleginnen wie die frühe Trisha Yearwood, Suzy Bogguss, Pam Tillis, Tanya Tucker und Patty Loveless ein. Eine solche Country-Reinheit, wie sie Jena Walker demonstriert, täte dem heutigen Nashville, wo die wirklichen Countryroots viel zu oft den poppigen Klängen weichen müssen, ausserordentlich gut. Aber auch Miss Walker (erstklassige Countrystimme) hat unverständlicherweisse keinen Deal mit einem grossen Plattenlabel - und so wird auch diese wunderbare Countrymusic, ausser in lokalen texanischen Radiostationen, kaum gespielt werden. Dennoch wird die Aufmerksamkeit an Jena Walker durch dieses feine Album auch ausserhalb Texas' wachsen. Die Songs, standesgemäss instrumentiert mit schönen akustischen und elektrischen Gitarren, sowie Mandoline, Fiddle und Steelguitar, stecken voller klasse Melodien und sind mit erstklassigen, texanischen Musikern eingespielt worden, allen voran Bobby Flores, Steve Auburn und Vorzeige-Gitarrist und -Steeler Tommy Detamore. Das Album weist keinen schwachen Song auf. Zu den Höhepunkten zählen beispielsweise die von einem herrlichen Westernflair umgebene, knackige Countrynummer "In your dreams" (hier hört man raus, dass Jena in den vergangenen Jahren auf vielen Rodeos gesungen hat), die wunderbar melodische, lockere, vorwiegend mit akustischen Instrumenten begleitete, Traditional Country-Nummer "Keep waiting" (nur dezente E-Gitarre, allerdings mit einem feinen, kurzen Solo), die tolle, knackige, von Leslie Stacher komponierte Outlaw Country-/Honky Tonk-Nummer "What would Waylon do" (starkes E-Gitarren-/Fiddle-/Steelguitar-Zusammenspiel), die ungemein emotionale, lupenreine, vom wimmernder Steelguitar, schöner Baritone Gitarre und klimperndem Saloon-Piano begleitete Honky Tonk-Ballade "My first day over you", sowie die beiden kernigen Honky Tonk-Knaller "Six foot three" (tolle Baritone Gitarre, schöne Steel) und "Honky Tonk song" (furioser Drive)! Der Lonestar State Texas hat in der Vergangenheit mehr grosse Countrystars hervorgebracht als jeder andere amerikanische Bundesstaat. Vielleicht ist Jena Walker der nächste "major country act" Texas'! Zu wünschen wäre es ihr, denn das Talent und Können dazu hat sie allemal. Ein klasse Debut! Wunderbare, astreine Texas Honky Tonk-/Countrymusic!

Die komplette Songliste:

1. In Your Dreams 4:00
2. Keep Waiting 3:42
3. Kind of Love 3:56
4. What Would Waylon Do 3:14
5. Breathe Again 3:13
6. Make Me Believe 3:54
7. My First Day Over You 3:27
8. Six Foot Three 3:32
9. Honky Tonk Song 4:00
10. Stay With Me 4:25

Art-Nr.: 6728
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
In your dreams
Keep waiting
What would Waylon do
My first day over you
Six foot three
Honky Tonk song

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Wilson, Gretchen - greatest hits [2010]
Erstklassige "Greatest Hits"-Zusammenstellung von Gretchen Wilson mit einem packenden, bislang unveröffentlichten Live-Track! Gretchen "explodierte" im Jahre 2004 regelrecht aus dem Nichts in die Countryszene. Ihr mega-erfolgreiches Debutalbum "Here for the Party" war eines der bahnbrechenden Alben weiblicher, "echter" Countrymusic der letzten Dekade, ihr Hit "Redneck woman" wurde zur Hymne einer ganzen Generation "wilder" Cowgirls. Nach insgesamt 3 Pracht-Alben, 2 American Music Awards, 2 Billboard Music Awards. einem Academy of Country Music Award, einem Grammy und unzähligen weiteren Preisen trennt sie sich nun von ihrem ursprünglichen Plattenfirma, um demnächst mit ihrem eigenen Label "Redneck Records" und einem brandneuen Album wieder richtig Gas zu geben. Bis dahin versüsst sie ihren Fans und denen, die es endlich werden wollen, das Warten mit einer exzellent zusammengestellten Ansammlung ihrer erfolgreichsten Hits. Das Album ist darüber hinaus der perfekte Einstieg für den "Gelegenheits Gretchen Wilson-Hörer", um einer der besten Countrykünstlerinnen der 2000er näher zu kommen. Für die Fans ist es, wie gesagt, eine großartige Reise durch ihre größten Hits - ach ja, und da ist ja auch noch dieser besagte, bis dato unveröffentlichte Song. Wow, was für ein Knaller: Eine absolute "Killer" Live-Fassung des alten Heart-Krachers "Barracuda"! Die Nummer rockt, was das Zeug hält, umgeben von fetten, würzigen E-Gitarren - und Gretchen singt einfach phantastisch! Der Sound ist ebenfalls perfekt! Eine tolle Compilation mit einem unverzichtbaren Live Bonus-Track zum attraktiven Preis!

Das komplette Tracklisting:

1 Redneck Woman - 3:36   
2 Here for the Party - 3:18   
3 Homewrecker - 3:28   
4 When I Think About Cheatin' - 4:10   
5 California Girls - 2:50   
6 Politically Uncorrect - 3:25   
7 I Don't Feel Like Loving You Today - 2:44   
8 One of the Boys - 3:39   
9 Come to Bed - 3:56   
10 All Jacked Up - 3:34   
11 Barracuda [Live] - 4:30

Art-Nr.: 6747
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 11,90

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