Artikel 1 bis 15 von 23 gefundenen...

[1-15] [16-30]

 
Bros. Landreth, The - let it lie [2015]
Ein neuer, hell leuchtender Stern am Rootsrock-Himmel geht auf - und was für einer! Die aus Kanada, genauer gesagt, Winnipeg/Manitoba stammende Band The Bros. Landreth um die beiden Brüder Joey (guitars, vocals) und David Landreth (bass, vocals) sorgen mit ihrem grandiosen Debut "Let it lie" für ein absolutes, musikalisches Highlight und veranlassen die einschlägige Fachpresse zu geradezu überschwänglichen Elogen. Ein paar Zitate: "The Bros. Landreth blew us away with their soul and precision, both of their instrumental and vocal chops were top flight" (Craig Havighurst/Music City Roots), "It sounds almost like Little Feat and John Hiatt had been country stars" (Country Weekly), "Put Gov't Mule and Little Feat in a blender, add 2 shots of Patron, and a splash of good ol' leaded gas and you got some Bros. Landreth" (Bruce Ladan/CBC), "The pretentious among us will certainly find elements of the Allmans, CCR, possibly Ry Cooder and maybe Little Feat in here; perhaps even The Band. But, The Bros. Landreth take all of those influences and move them on into the Americana stratosphere to create a sound that itself will be imitated before the end of 2015" (No Depression)... und so weiter. Da wird einiges über die Richtung der Musik verraten, ein paar Einflüsse werden genannt, doch entscheidend ist, dass diese Band einen Sound kreiert, der in der Tat einzigartig ist. Da haben wir eine ungemein kernige, raue, schön bluesige, geradezu Southern-lastige Rock-Basis mit dreckigen E-Gitarren (Joey Landreth ist ein bärenstarker Gitarrist) auf der einen Seite, aber auch von herrlicher Americana-Instrumentierung (Dobro, auch mal ein Banjo, akustische Gitarren) und schönem Countryrock-Flair geprägte Strukturen auf der anderen Seite - und all das kanalisiert die Band (wird vervollständigt von Ryan "Rhino" Voth an den Drums und Alex Campbell an den Keyboards) in exzellenten, voller Spannung und Finesse steckenden, abwechslungsreichen Songs mit viel Seele, großartig hängen bleibenden Melodien und ganz starkem Gesang, teils mit wunderbaren Harmonies. Ohne jeden Zweifel sind das ganz vorzügliche, sich glänzend ergämzende Musiker. Die Produktion ist glasklar. Man spürt ein schönes Retro-Feeling, und doch erscheint die Musik überaus zeitgemäss. Klasse immer wieder die prächtigen Wurlitzer- und Orgel-Fills, die den Gitarrensound vorzüglich unterstützen. Blues, Rock, Soul, Gospel, Folk, Country - daraus bastelt die Band ihre unwiderstehliche Rootsrock-/Americana-Rock-Formel. Poco, Anders Osborne, The Allman Brothers Band, die oben schon erwähnten Little Feat und John Hiatt, The Band, Steve Earle, The Avett Brothers, aber auch The Jayhawks, The Doobie Brothers und Jackson Browne kann man hin und wieder irgendwie erahnen, doch, wie gesagt, "Let it lie" ist purer "Bros. Landreth"-Sound! Das Songmaterial ist durchweg exzellent, Ausfälle gibt es keine. Beispiele für die bluesige, rockige Kategorie sind etwa der wunderbar groovende, von satten Gitarrenriffs und zündenden, lauten Lead Gitarren-Läufen geprägte, dabei sehr melodische Opener "Our love", der erdige, southern-rockige, mit einem zündenden Slide-Solo und tollen Banjo-Intervallen versehene, flammende Rootsrocker "I am a fool", oder der kochende, überaus raue Uptempo-Boogie "Runaway train", dessen tierisch brennende Slide-Gitarren (vor allem das "geile" Solo im Break) den, im positivsten Sinne, puren Blues-Dreck repräsentieren. Für die ruhigeren, Americana-lastigeren Songs stehen etwa das herrlich melodische, mit einer tollen Dobro-Untermalung und einem lässigen, lockeren Groove versehene "Firecracker", das flockige "Greenhouse", oder das hinreissend soulige, bluesige, wunderschöne, mit einer tollen Orgel-/Wurlitzer-/Harp-/Gitarren-Instrumentierung in Szene gesetzte "Nothing". Was ist das für ein großartiges Rootsrock-Album! Das Potential dieser Band scheint riesig zu sein. Ihr Debut jedenfalls ist ein Killer-Teil! Dazu möchten wir zum Abschluß noch den Moderator von BBC Radio 2, Bob Harris zitieren, der schlicht und punktgenau bemerkt: "Absolutely brilliant". Und genau so unterschreiben wir das!

Das komplette Tracklisting:

1. Our Love - 4.11
2. Firecracker - 3.30
3. Let It Lie - 4.04
4. I Am The Fool - 3.41
5. Made Up Mind - 3.21
6. Greenhouse 5.11
7. Tappin' On The Glass - 4.05
8. Runaway Train - 3.29
9. Nothing - 5.05
10. Going To The Country - 3.22
11. Where Were We? - 3.55

Art-Nr.: 8791
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Our love
Firecracker
Let it lie
I am the fool
Greenhouse
Tappin' on the glass
Runaway train
Nothing

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Dawes - stories don't end [2013]
Neues Album der heiss geliebten, mit einem feinen Folk-, Roots-, und Classic Rock-Einschlag agierenden Westcoast Rocker aus Los Angeles.

Los Angeles folk-rockers Dawes will return on April 9th with their third album. Taking its title from Joan Didion’s 1984 novel Democracy, Stories Don’t End marks the first release on the band’s new label following their split from ATO Records last year.

Frontman Taylor Goldsmith and his band spent five weeks in Asheville, NC recording the new effort alongside producer Jacquire King (Tom Waits, Norah Jones). King’s work on the boards helped preserve Dawes’ classic rock’n'roll qualities while assuring Stories Don’t End feels right at home in 2013.
“I feel like a big part of our existence is, ‘Dawes is this cool band that takes us back to the Seventies,’ which is never something we wanted at all,” Goldsmith explained to RollingStone.com. “. . . I get it, I’m not mad at it, but at the same time, we just wanted to make sure people saw us as a modern band as well.”
“These are the same four guys that you’ve gotten to know very well on the first two records,” Goldsmith added, “but at the same time, this album feels like a growth.”
(CoS/Ben Kaye)

Das komplette Tracklisting:

1. Just Beneath the Surface
2. From a Window Seat
3. Just My Luck
4. Someone Will
5. Most People
6. Something in Common
7. Hey Lover
8. Bear Witness
9. Stories Don't End
10. From the Right Angle
11. Side Effects
12. Just Beneath the Surface (Reprise)

Art-Nr.: 8119
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Deadstring Brothers - cannery row [2013]
Fünftes Album der großartigen Detroiter Rootsrock-Institution, die sich mittlerweile weitestgehend in Nashville aufhält. Es gibt wohl kaum eine Band in der heutigen Roots./Americana-/Alternate Country-Welt, die die Einflüsse der bahnbrechenden Rolling Stones "Exile in main street"-Ära mit der Countryrock-Mentalität eines Gram Parsons besser und authentischer verbindet als die "Deadstrings" um ihren Mastermind Kurt Marschke. Auch auf "Cannery row" kommt das wieder hervorragend zur Geltung, wobei man diesmal der großen Verehrung Gram Parsons' noch mehr Tribut zollt als bei den bisherigen Alben. Dementsprechend ist das neue Werk weniger rockig als die Vorgänger ausgefallen. Die Kompositionen entsprechen deutlich der Philosophie Parsons' und bewegen sich vorwiegend im sehr rootsigen, trockenen und staubig gehaltenen, rauen Countryrock-Bereich, den die legendäre Westcoast-Ikone in den Siebzigern definierte und der noch heute unendlich viel Einfluss auf nahezu alle Künstler der Szene ausübt. Auf der anderen Seite bewahren die Deadstring Brothers aber auch gewisse Gene ihrer Heimatstadt Detroit und kombinieren sie mit einem gewissen Nashville Outlaw-Charme und dem Spirit von The Band. All das miteinander verschmolzen ergibt in etwa den Sound von "Cannery row". Feine Gitarren aller Art, immer wieder eine herrlich heulende Pedal Steel, großartig rollende Orgel-Klänge und Klavier-Einsätze, ein toller, klar in den Seventies fundamentierter, rootsiger Countryrock-Groove - das sind die Eckdaten dieses klasse Albums, das die Band bewusst in einem sehr retro gehaltenen Gewand präsentiert. Alles "was recorded on and mixed on analog tape", stellt die Truppe expizit heraus, was das Seventies-Feeling entscheidend unterstreicht. "Like a hitchhiker with a dirty backpack, a well-worn leather hat, a beat up guitar case and a wistful distant smile, the Brothers have piled up stories like the highway miles and created something pretty damn close to that old Gram Parsons dream of Cosmic American Music", heisst es in einem U.S.-Review. Dem ist nichts hinzuzufügen. Die Deadstring Brothers gehen weiter ihren Weg - und sie machen das richtig klasse.

Das komplette Tracklisting:

1. Like a California Wildfire - 4:20
2. It's Morning Irene - 4:08
3. Oh Me Oh My - 4:28
4. Long Lonely Ride - 3:34
5. Cannery Row - 4:01
6. Lucille's Intro - :31
7. Lucille's Honky Tonk - 3:29
8. The Mansion - 3:55
9. Just a Deck of Cards - 3:50
10. Talkin' with a Man in Montana - 4:28
11. Song for Bobbie Jo - 4:01

Art-Nr.: 8124
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Like a California wildfire
Oh me oh my
Long lonely ride
Cannery row
Just a deck of cards
Takjin' with a man in Montana

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Deadstring Brothers - starving winter report [2006]
Bisher hat man Detroit eigentlich immer mit dem Geräusch von röhrenden Motoren oder ziemlich lauter Rock-Musik in Verbindung gebracht. Seit 2001 hat sich dort allerdings eine Band formiert, die in der Americana-/Rootsrock-Szene für immer mehr Furore zu sorgen beginnt: Die Deadstring Brothers, bestehend aus Bandlleader und Songschreiber Kurt Marschke (Lead vocals, guitars, dobro & mandolin), E. Travis Harrett (Drums), Philip Skarich (Bass), Ross Westerbur (Piano, organ) und der hervorragenden Background-Sängerin Masha Marjieh (Harmony vocals, Percussion). So beurteilte das in amerikanischen Szenekreisen hoch angesehene "Paste"- Magazine ihre Debütwerk von 2003 als eine der besten Roots-Rock-CDs des Jahres. Mittlerweile haben sie mit ihrer Nachfolgescheibe "Starving Winter Report" sogar nochmal ordentlich nachgelegt. Den Deadstring Brothers ist ein kleines Meisterwerk mit zehn wunderbar ineinander greifenden Songs auf einem erstaunlich hohem Niveau gelungen. Nicht nur wegen der Stimmähnlichkeit des Sängers Kurt Marschke zu Mick Jagger wird die Band häufig mit den Rolling Stones zu ihren "Exile On Main Street"-Zeiten verglichen. Das passt schon, doch es ist weit mehr. Wohl niemand zuvor hat die Ruppigkeit der damaligen Stones-Ära mit der Country-Mentalität eines Gram parsons besser verbunden als die Deadstring Brothers. Ein wenig Flair von "The Band" oder gar Ryan Adams runden die Sache ab. Schon der Opener "Sacred Heart" hat den berühmten, Stones-trächtigen Sound mit unterschwelligem Honkytonk-Feeling, der am besten in Whiskey getränkter Luft und Nikotin verräuchter Atmosphäre genossen werden kann. Tolle Gitarrenriffs, eine klasse melodie, geht die Nummer prima ab! Hat vielleicht entfernt soagr etwas von Dan Baird und seinen Georgia Satellites! Ganz große Klasse sind auch die beiden einzigen balladesken Stücke des Albums, "Lights Go Out" (mit typischem Barroom-Flair) und das überragende, emotional kraftvolle "Blindfolded" mit ganz ausgezeichneten Vokalleistungen von Marschke und den schönen Harmoniegesängen von Mascha Marjieh. Die starken Pedal Steel-Einlagen von Gastmusiker Dale Dorsey vermitteln dabei eine äußerst angenehme Retro Countryrock-/Alternate Country-Note. Ganz überragend, trotz der allseits dominanten (aber keineswegs aufdringlichen) Präsenz des Bandchefs, ist Keyboarder Ross Westerbur (fast schon so etwas wie der heimliche "Star" des Albums), der mit unnachahmlichen und immer genau passenden Piano- und Orgeleinsätzen (teilweise sogar im Wechsel) dem eh schon erstklassigen Songmaterial das endgültige "gewisse Etwas" verpasst. Herrlich sein oft klimperndes Piano! "Toe The Line" und "Lonely Days" umgibt wieder ein Hauch von countryrockigem Retro-Flair, "Get Up Jake" (ein Cover von Robbie Robertson) und "All Over Now" huldigen in partytauglicher Weise einmal mehr die Stones, "’Til The Bleeding Stops" hat gar durchaus Southern-lastige Momente. Der einzige etwas aus dem Rahmen fallende, aber ebenfalls traumhaft gelungene Song, ist das großartige "Moonlight Only Knows", bei dem vollkommen akustisch, mit einem feinen Bluegrass-Flair musiziert wird: Kratzige Akustikgitarre, tolle Percussion-Arbeit, Mandoline, Dobro und eine, wiederum sehr starke, Gastvorstellung von David Mosher an der Fiddle, inklusive eines schönen Solos - Allternate Country-/Americana-Musik vom Feinsten! Das Album ist zudem noch ein echter "Grower". Je öfter man es hört, desto besser kommt es einem bei jedem weiteren Male vor - die Musik wächst! Ein absolutes Indiz für die hohe Qualität dieser Mucke! Diese höchst talentierte Gruppe hat sich dank intensiven Tourings in den Staaten, und auch in Europa (England, Niederlande), bereits einen prächtigen Namen in Insiderkreisen erarbeitet. Fest steht, dass "Starving Winter Report" in positiver Hinsicht dazu beitragen wird, dass sich ihr Bekanntheitsgrad in Zukunft noch erheblich steigern wird. Mit den Deadstring Brothers wächst etwas Großes im Americana-/Rootsrock-/Alternate Countryrock-Bereich heran. Ganz hervorragende Leistung! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 4136
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Sacred heart
Toe the line
Get up Jake
Blindfolded
All over now

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Elmore, Jason & Hoodoo Witch - upside your head [2010]
"Jason Elmore & Hoodoo Witch carry on the tradition of guitar-slinging Texas Blues Rock"! Und wie sie das tun! "Jason Elmore is the hottest new guitar hero, deep from the heart of Texas"! Yeah! Saustarkes Debut dieses "masterful guitarslingers" aus Denison/Texas, der sich mit seiner Truppe Hoodoo Witch (klassische Trio-Besetzung) aufmacht, die texanische Bluesrock-Szene ordentlich aufzumischen. Voller Herz und voller Selle, voller Leidenschaft und voller Biss, voller Enthusiasmus und voller Frische beackern sie das Terrain zwischen Stevie Ray Vaughan (ein amerikanischer Fan bemerkte gar in einem Statement "The new SRV has arrived") und Johnny Winter, zwischen Freddie King und Muddy Waters, zwischen Too Slim and the Taildreggers und ZZ Top, zwischen Joe Bonamassa und den Buddaheads, Led Zeppelin und Rory Gallagher, aber auch zwischen Sonny Landreth und The Allman Brothers Band. Vielseitig, aber sie bringen das prächtig unter einen Hut und es passt einfach wunderbar zusammen. Elmore ist nicht nur ein Wahnsinns-Gitarrist, dessen mitreissende Riffs und Soli ihm tiefste Bewunderung und Ehrfurcht entgegenbringen, nein, er ist auch ein fabelhafter Sänger und exzellenter Songwriter. Die Bandbreite des durch und durch bärenstarken Songmaterials geht von mächtig abgehenden Volldampf-Boogies, über kochenden Roadhouse-Blues, brodelnde Texas-Shuffles, herrlich groovenden Midtempo-Bluesrock, flüssigen Southern-Bluesrock, "gritty" Roots-Blues, schwülen Delta-Blues, bis hin zu seeligem, wundervollem Slow-Blues(rock). Und auch für vorzügliche Melodik hat Elmore ein gutes Händchen. Schon gleich zu Anfang gibt's eine absolute "Killer"-Nummer: "Dusk till dawn" heisst das Stück, ein baumstarker, fetter, dreckiger, Slide-getränkter, Southern-rooted Boogie voller zündender Bottleneck-Ausflüge. Elmore und seine Jungs sind sofort auf Betriebstemperatur und der Saitenkünstler rührt mit seiner Slide ein mächtig dampfendes Voodoo-Gebräu an. Man ist sofort von dieser Musik gefesselt. Zeppelin-mässige Riffs eröffnen den anschliessenden, klassischen, mit einem Schuss Funk-Blues gewürzten Rocker "Big money grip". Nicht nur hier fällt auf, wie großartig auch Elmore's Rhythmus-Fraktion "Hoodoo Witch" (Beau Chadwell - Drums, Chris Waw - Bass) auftritt, die den Protagonisten eine geradezu perfekte Basis verschafft. Die Nummer hat ein klasse Feeling. Mit dem folgenden "All it does is rain" präsentieren uns die Jungs nun einen ganz herrlichen Slow-Blues, eingehüllt in einen wunderbaren Rhythmus, eine exzellente Melodie und einen großartigen, aus vielseitigen. transparenten Gitarren bestehenden Mantel traumhafter Riffs, Licks und Soli. Faszinierend das immer wieder wieselflinke, erdige, satte, ungemein virtuose Gitarrenspiel des Meisters. Das ausgedehnte, über 3-minütige, mit schönen Wah Wahs angereicherte, überaus abwechslungsreiche Solo ist pure Gitarren-Magie. Ganz groß! Der kernige Rocker "Drag me down" kommt dann wieder mit klassischen Riffs zwischen Taste und Led Zeppelin (ohne dabei das "down home Texas-Feeling zu vernachlässigen) und die anschliessende "schwaze Witwe" ("Black widow") macht mit ihrem beherzten Auftreten die Roadhouses zwischen Texas und Oklahoma unsicher. Einen weiteren Texas Bluesrock "Killer"-Shuffle voller Southern-Flair (Stevie Ray Vaughan meets ZZ Top) bekommen wir mit dem prachtvollen "Road to ruin" serviert - klasse E-Gitarren-Riffs, ein scharfer Groove, starker Gesang, eine prima Melodie und natürlich wieder ein fulminantes, die Herzen der Saiten-Enthusiasten höher schlagendes Solo inklusive. Es folgen mit dem rauen, schnellen "6 foot down" ein explosiver "Volle Kanne"-Slide-/Delta-/Swamp-Boogie (glühende Slide-Attacken ohne Ende) und mit dem tollen "Dracula bite" ein straighter, riffiger, Blues-based Classic-Rocker (das Gitarren-Solo sprüht nur so vor flüssigem Southern-Flair), ehe mit dem wunderbaren "Evil woman" wieder ein eher zurückgenommener Midtempo-Bluesrocker auf dem Programm steht, der aber vor innerer Stärke und Energie nur so strotzt. Im richtigen Moment wartet Elmore erneut mit einem zündenden Gitarrensolo auf, das stetig an Kraft gewinnt, um den Song schließlich wieder in den ursprünglichen, lässigen Mojo-Groove zurückzugeleiten. Klasse hier auch die gut abgestimmte Orgel-Untermalung von Gastmusiker Shawn Phares. Eine Knüller-Nummer! Doch was soll man weiteres über einzelne Tracks erzählen, das komplette Album ist schließlich ein 56 1/2 Minuten währender, absoluter Bluesrock-"Hit"! Produziert hat das Werk im übrigen, zusammen mit Jason Elmore, Jim Suhler (Jim Suhler & Monkey Beat, George Thorogood), der zudem bei einigen Songs als zweiter Gitarrist mit von der Partie ist. Jason Elmore & Hoodoo Witch mit einem Debut, das keine Wünsche offen lässt. "Upside your head" ist nicht mehr und nicht weniger als ein waschechter Genre-Knüller. Einfach famos! "No tricks, just straight up rockin' kickass Blues"!

Das komplette Tracklisting:

1. Dusk Till Dawn 4:13
2. Big Money Grip 3:39
3. All It Does Is Rain 6:20   
4. Drag Me Down 3:37
5. Black Widow 3:36
6. Road to Ruin 4:45
7. 6 Foot Down 2:38   
8. Dracula Bite 5:14
9. Evil 6:00
10. Wash My Hands of You 4:11
11. Red River Valley 2:26
12. World of Trouble 3:34
13. Nobody Knows 3:32
14. That's the Way It's Got to Be 2:57

Art-Nr.: 6894
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Dusk till dawn
All it does is rain
Road to ruin
6 foot down
Dracula bite
Evil woman
Nobody knows

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Fish, Samantha - black wind howlin' [2013]
Eine junge, gerade mal 24-jährige Frau aus Kansas City/Missouri mischt die Bluesrock-Welt richtig auf. Die "Blues Music Awards"-Gewinnerin 2012 in der Kategorie "Best New Artist Debut" für ihr fabelhaftes Album "Runaway", Samantha Fish, legt nach und beschert uns mit "Black wind howlin'" nun den mit Spannung erwarteten Nachfolger - ein Album, mit dem sie konsequent ihren eingeschlagenen Weg fortsetzt und gerade noch mal eine Schippe drauf legt. Was für ein packender, straighter Bluesrock-Kracher! Druck, Dampf, brodelnde Power, Seele, Leidenschaft und bärenstarkes, in raue, glühende Gitarrendominanz eingebettetes Sonmgmaterial - das ist es, was das neue Werk auszeichnet. Samantha Fish ist ein wahres Multitalent. Sie verfügt über famose Songwriter-Qualitäten (bis auf das exzellent inszenierte Howlin' Wolf-Cover "Who's been talking" und das gemeinsam mit Mike Zito komponierte "Go to hell" stammen sämtliche Songs allein aus Samantha's Feder), ist eine ausdrucksstarke, hinreissende Sängerin und eine begnadete Gitarristin. Was sie hier wieder mit den 6 Saiten anstellt, was sie für furiose, glühende, dreckige Soli abliefert, ist einfach eine Klasse für sich. Sie ist so etwas wie das weibliche Pendant zu solchen "guitarslingern" wie Kenny Wayne Shepherd, Joe Bonamassa, und Co..Fish hat für ihr neues Werk zudem eine grandiose Begleitband an Land gezogen, nämlich die unwiderstehliche Rhythmusfraktion von Royal Southern Brotherhood (Yonrico Scott an den Drums und Charlie Wooton am Bass), was zu einer weiteren, entscheidenden Aufwertung des Materials führt. Als Gäste sind zudem bei dem ein oder anderen Track noch mit am Start: Paul Thorn (vocals), Johnny Sansone (harmonica), Bo Thomas (foddle) und Meistergitarrist Mike Zito (ebenfalls Royal Southern Brotherhood), der das Album auch produzierte. Fish und den Musikern gelingt ein nahezu perfekter Spagat zwischen ursprünglichen Blues-Traditionen, einer gesunden Portion kernigem Rootsrock und Classic Rock, sowie einem Tick Southern Rock, sicher nicht zuletzt der Mitwirkung der Royal Southern Brotherhood-Bande geschuldet. Die Mixtir stimmt, die Songs und ihre Interpretationen sind fantastisch. Los geht's gleich mit einem richtigen "Brett": "Miles to go" heisst die Nummer, erzählt von dem Leben als Musiker unterwegs, und ist ein richtig fetter, rootsiger, mit einer gewaltigen Boogie-Power nach vor galoppierender, fulminanter Bluesrock-Ritt. Was für ein drückender Drive! Steckt voller Southern-Esprit. Ein prächtiger Auftakt! Die mächtige "tour de force" der Samantha Fish hat begonnen. Auch das folgende "Kick around" besticht wieder mit solch einem treibenden Groove, sowie mit jeder Menge Texas- und Southern Rock-Flair. Lead guitar und backup vocals hier: Mike Zito! Tolle Melodie! Es rockt und "shuffelt" einfach herrlich. Sehr schwül, ungemein kraftvoll und swampig kommt der die Bayous ordentlich zum Kochen bringende Bluesrocker "Sucker born". Tierische, rührende Slidegitarre, saudreckige Wah Wah-Klänge und eine furiose Bluesharp veranstalten ein mächtiges Swamp-Gewitter. Schön jammig, mit viel Platz für ausschweifende Gitarrenexkursionen auf der Bühne, dennoch sehr strukturiert und infolge der starken Melodik klasse hängen bleibend. Ein wenig Erholung gibt's bei dem wundervollen, rootsigen Slow-Blues "Over you", während das schwerblütige, baumstarke "Lay it down" wieder mächtig Dampf ablässt. Was für eine gewaltige Gitarren-Präsenz! Rollt wie ein unaufhaltsamer "freight train" durch die Landschaften des Southern-Bluesrocks. Ähnlich verhält es sich mit dem ungemein rau inszenierten Titelstück "Black wind howlin'". Was für ein Dreck. Messerscharfe Parallelgitarre begleitet Fish's tollen Gesang. Grandioses Drumming von Yonrico Scott und packende, an Rauheit kaum zu übertreffende Gitarrenausflüge bestimmen diesen fast 7-minütigen Killer-Bluesrocker. Eine Wucht, im wahrsten Sinne des Wortes. Zum Abschluß dieses fantastischen Albums gönnt sich die Protagonistin mit dem lockeren, flockigen, traumhaft melodischen, countryinfizierten "Last September" noch einen prima Abstecher in lässige Americana-Gefilde. Das zeigt in beeindruckender Manier, das Samantha Fish sich auch in diesem Genre zu Hause fühlt.und belegt erneut, welch eine großartige Sängerin sie ist. Wunderbare Begleitung mit vielschichtigen Gitarren (inkl. Dobro) und Fiddle. Ein tolles Finale! Samantha Fish gelingt mit "Black wind howlin'" eine wahre Meisterleistung. Harter, druckvoller, teils schön southern-inspirierter Gitarren-Bluesrock auf der Höhe der Zeit. Unter den jungen "girls with guitars" ist Samantha Fish ohne jeden Zweifel eines der heissesten Eisen, das die Szene zu bieten hat. "Samantha, you rock"! Ganz, ganz groß!

Das komplette Tracklisting:

1. Miles to Go - 2:45
2. Kick Around - 4:25
3. Go to Hell - 4:02
4. Sucker Born - 4:54
5. Over You - 4:18
6. Who's Been Talking - 3:22
7. Lay It Down (Saturday Night) - 4:42
8. Let's Have Some Fun - 4:27
9. Heartbreaker - 5:34
10. Foolin' Me - 4:28
11. Black Winds Howlin' - 6:54
12. Last September - 4:10

Art-Nr.: 8314
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Miles to go
Kick around
Sucker born
Who's been talking
Lay it down
Black wind howlin'
Last September

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Grey & Mofro, JJ - this river [2013]
JJ Grey & Mofro lassen sie uns regelrecht atmen, diese schwüle, heisse, drückende Luft aus den Sümpfen Floridas. "This river" heisst ihr neues Meisterwerk, mit dem uns die Truppe um den charismatischen, begnadet singenden und Gitarre spielenden Frontmann John Grey Higginbotham, kurz JJ Grey, wieder mit einem leidenschaftlich angerichteten Cocktail aus Roots, Funk, Blues, Southern Rock und Soul verzaubert, uns mitnimmt auf eine packende, musikalische Reise durch die Swamps des Südens, voller brodelnder, mitreissender Grooves, voller funkiger Rhythmen, voller Southern Rock-Feeling - getränkt in eine triefende Portion Soul. Das Songmaterial ist einfach wunderbar. Einerseits kompakt, dann wieder mit von hingebungsvoller Spielfreude geprägten Jam-Feeling - die Band agiert einfach brillant. Toll auch die effektiv eingesetzten Bläser-Fill, die die Atmosphäre immer wieder zusätzlich aufheizen. Auch die Melodien sind klasse. Grandios!

Hier noch zwei Original-Zitate zu diesem Album, die den berühmten Nagel hundertprozentig auf den Kopf treffen:

"Impassioned singing, riff-based Southern rock, cold-blooded swamp funk and sly Memphis soul... A balance of wildness and cool. Southern swamp rock with undercurrents of Memphis soul…his songs chronicle ambiguous truths and unambifuous urges". (The New York Times)

"'This River' is chock-full of vibrant characters and compelling stories set to Stax-worthy soul, greasy Southern rock and funk and glorious ballads that stay with you long after the last notes fade. Gutsy vocals, rugged horns and muscular grooves come together to create a down-home musical celebration". (Product description)

Das komplette Tracklisting:

1. Your Lady, She's Shady - 3:10
2. Somebody Else - 4:40
3. Tame a Wild One - 4:21
4. 99 Shades of Crazy - 4:53
5. The Ballad of Larry Webb - 4:54
6. Florabama - 5:08
7. Standing On the Edge - 5:02
8. Write a Letter - 5:20
9. Harp & Drums - 6:12
10. This River - 5:20

Art-Nr.: 8127
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Your lady, she's shady
Somebody else
Tame a wild one
99 shades of crazy
The ballad of Larry Webb
Standing on the edge

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Hogjaw - if it ain't broke... [2013]
Was für ein Mörder-Ritt! Arizona's Vorzeige Southern Rock-Band Hogjaw mit einem "blast" von einem Album! Hart, immer nach vorn, ohne Kompromisse - die Truppe weicht keinen Milimeter von ihren eingeschlagenen Southern Rock-Pfaden ab und darf sich auch für Album Nr. 4 der grenzenlosen Begeisterung der Southern Rock-Gemeinde sicher sein. Produktion, Sound, Songmaterial und Spielfreude der Band werden immer besser. Die Band spielt wie aus einem Guß! Die furios aufspielende Rhytmussektion (allein Drummer Kwall trommelt sich die Seele aus dem Leib...) peitscht die Gitarristen gnadenlos nach vorn. Die ihrerseits entladen ihre Power in geradezu entfesselten Saitenattacken. Was Kreg Self und Jonboat Jones mit ihren "Äxten" hier veranstalten, ist Gitarrendrive pur! Gleich im fulmianten Opener "One more little one", einem Southern Vollgas-Boogie der absoluten Extraklasse, gibt es keine Gefangenen. Das ist Drive ohne Ende! Die "Gitarreros" spielen auf, als gäbe es kein Morgen. Und so geht das in fast jedem Song. Diese Burschen kann man wirklich als eine "guitar army" bezeichnen. Leute, macht das Laune! Obwohl die Truppe pausenlos aufs Gaspedal drückt (eine Ballade sucht man vergebens), stecken die Songs voller großartiger Strukturen und bleiben erstklassig hängen. Hogjaw verwalten das Erbe Molly Hatchet's wie kaum eine andere Band. Die heutigen Hatchet wären froh, wenn sie so spielen könnten, doch die sind Lichtjahre von der Dynamik, Explosivität und Frische Hogjaws entfernt. Aber auch Spuren von Lynyrd Skynyrd, härteren The Outlaws und Konsorten sind allgegenwärtig. Hogjaw sind nichts anderes als grandioser "Hard Guitar Southern Rock'n Roll" pur! Was für ein Fest!

Das komplette Tracklisting!

1. One More Little One (4.53)
2. Built My Prize (5.04)
3. Am I Wrong? (5.22)
4. Shiny Brass (6.00)
5. Cold Dead Fingers (4.45)
6. The Wolf - Part I (4.49)
7. The Wolf - Part II (5.40)
8. Devil's Eyes (4.23)
9. '83 (4.29)
10. Beer Guzzlin' Merican (4.15)

Art-Nr.: 8217
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
One more little one
Built my prize
Am I wrong?
Shiny brass
Cold dead fingers
The wolf - part I
83

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Hollis Brown - ride on the train [2013]
Hollis Brown, im übrigen benannt nach dem alten Bob Dylan-Klassiker "The Ballad of Hollis Brown", sind ein großartiges, junges, aufstrebendes, sehr ambitioniertes Rootsrock-Quartett aus New York City, die mit "Ride on the train" ein fantastisches Album präsentieren, dessen musikalische Unbekümmertheit, Zwanglosigkeit und Frische, bei gleichzeitig exzellenter Songqualität, einen von der ersten bis zur letzten Minute begeistert und die goldene Ära glorreicher Rockmusik-Tage aus den späten Sechzigern und den frühen Siebzigern in Erinnerung ruft. Ja, Hollis Brown spielen herrlich retro - und sie sehen auch so aus. Tief inspiriert von dem guten alten Sound solcher Bands wie beispielsweise CCR, Buffalo Springfield und dem frühen Neil Young, den Stones, The Band, Poco, den Byrds, den ganz frühen Tom Petty & the Heartbreakers, den Doors und anderen Seelenverwandten aus jener Zeit, kreieren die Vier ihren eigenen, unwiderstehlichen Mix aus traditionellem American Rock'n Roll und zeitlosem Rootsrock, durchzogen mit einem Hauch von Psychedelic, Countryrock, Blues und Southern Rock. Die Songs sind, im besten aller Sinne, simpel und versprühen ein bestechendes Feeling. Die Melodien sind hinreissend. Die Truppe sprüht nur so vor Spielfreude. Alles klingt wunderbar erdig, ja ungeschliffen, mit Ecken und Kanten, völlig unbeschwert, zwanglos und doch so harmonisch. Eröffnet wird das Album mit dem Titelstück "Ride on the train", einem ganz wunderbaren, alt ehrwürdigen, zeitlosen, erdigen, straighten, rootsigen Rocksong, der einen sofort packt. Ein ungemein "tughtes", sich kompromisslos durch den Track "hämmerndes" Drum-Kit bildet die rhythmische Grundlage, dazu gesellen sich die kernigen, satt rockenden Riffs des hervorragend aufspielenden Gitarristen Jon Bonilla (der Bursche ist mit allen Wassern gewaschen), ein Saloon-mässiges Honky Tonk-Piano im Hintergrund und der charismatische Gesang von Frontmann Mike Montali. Alles zusammen vereint sich in einer prächtig hängen bleibenden, großartigen Songstruktur, deren Melodie einem nicht mehr aus dem Ohr gehen will und damit einem hohen Wiedererkennungswert garantiert. Rockt klasse! Das viel Natürlichkeit versprühende, dezente "Garage"-Ambiente passt, nicht nur bei dieser Nummer, bestens ins Bild. Ein super Auftakt - und es geht so weiter bis zum Ende. Mit dem schmissigen "Down on your luck" folgt der nächste, in einem tollen Retro-Gitarren-Gewand steckende, herrliche Riff-Rocker, dessen klasse Melodie erneut eine Menge Freude bereitet. Fast noch melodischer, eingetaucht in ein wundervolles, balladeskes, leicht bluesiges Southern Rock-/Countryrock-Ambiente, kommt das bärenstarke "When the weather's warm". Man hört Spuren von Poco, The Band und vor allem vom frühen Neil Young, dem Mike Montali mit seinem großartigen Gesang hier verdammt nahe kommt. Ganz stark auch der gut rockende "Doghouse Blues" in seinem vorzüglichen Retro-Style. Hat ein bluesiges Psychedelic-Flair und weist gar Spuren von rockigen Byrds, The Doors und Quicksilver Messenger Service auf. Gitarrist Jon Biónilla brilliert mit tollen Hooklines und Soli. Einfach klasse, solche jungen Bands in der heutigen Zeit zu erleben. Sie scheren sich einen Dreck um irgendwelche Trends und ziehen unbeirrt ihr Ding durch. Diese Retro-"Mugge" macht ihnen Freude, sie liegt in ihrem Blut - und das kommt rüber. Tolle Truppe, tolles Album! "This is a band with a bright future", resümiert der amerikanische Musikjournalist Steve Leggett (Rovi) zu Abschluß seines Reviews. Dem kann man sich nur vorbehaltlos anschließen.

Das komplette Tracklisting:

1. Ride on the Train - 4:39
2. Down on Your Luck - 3:04
3. When the Weather's Warm - 3:52
4. Nothing & the Famous No One - 3:37
5. Doghouse Blues - 2:50
6. Gypsy Black Cat - 3:31
7. Faith & Love - 3:51
8. If It Ain't Me - 4:34
9. Walk on Water - 3:54
10. Nightfall - 3:41

Art-Nr.: 8155
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Ride on the train
Down on your luck
When the weather's warm
Doghouse Blues
Gypsy black cat
Faith & love
Walk on water

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Horsehead - sympathetic vibrations [2012]
Grandios! Brian Robbins vom in Fachkreisen überaus renommierten Webzine "jambands.com" ist völlig aus dem Häuschen und spricht von "one hell of an album". Man kann dies nur mit einem dicken Ausrufezeichen unterschreiben. Obwohl in der Breite noch immer weitestgehend unbekannt und lediglich unter Insidern ein Begriff, muss man das in Richmond/Virginia beheimatete Quartett Horsehead ohne jeden Zweifel als eine der stärksten und besten (Gitarren)Rootsrock-, Americana Rock-Bands der Gegenwart bezeichnen. Mit ihrem neuen Album "Sympathetic vibrations", ihrem bereits vierten, liefern sie (mal wieder) eine regelrechtes Musterbeispiel ganauso geradlinigen, straighten wie variantenreichen Rootsrocks ab. Nein, sie setzen Maßstäbe! 13 fantastische Songs präsentieren uns die Herren, genauso zeitlos wie aktuell, mal mit einem Hauch von Country- und Heartland Rock Anlagen, mal mit einem bluesigen Flair, staubig, erdig, "gritty", würzig, durchzogen von prächtig hängen bleibenden Hooklines und durchweg wunderbaren Melodien, dargeboten in vollendeter, musikalischer Qualität. Horsehead sind: Kopf, Produzent, Songwriter und Frontmann Jon Brown (lead vocals, guitar, percussion), Kevin W. Inge (lead guitar, pedal steel, piano, organ, background vocals), Randy Mendicino (bass) und Gregg Brooks (drums). Unterstützt wird die Band von einigen renommierten Gästen, wie zum Beispiel Drive-by Truckers' Jay Gonzales, der bei drei Stücken das Klavier bedient. Bestimmt werden die Arrangements vorwiegend von dem massiven, satten und dreckig erdigen Gitarrensound Brown's ind Inge's, die sich dabei vorbildlich ergänzen. Die Riffs stecken voller Saft und Kraft, die Lead Gitarren-Führung wirkt genauso spannend wie vertraut und eingängig, Dazu kommen einige herzhafte, flammende Soli, die die ganze Spielfreude der Band ausdrücken. Ergänzt wird dieses vielschichtige Gitarrengewand durch adäquat involvierte Klavier- und Orgel-Einsätze, und manchmal die herrlich eingebundene Pedal Steel von Kevin Inge. Es ist die pure Wonne dieser Band zuzuhören. Die Rolling Stones, Son Volt, Tom Petty & the Heartbreakers, The Band, The Black Crowes, The Jayhawks, Dan Baird, John Hiatt, die Bottle Rockets, Neil Young's Crazy Horse, alle hinterlassen irgendwie ein paar Spuren, aus denen Horsehead schließlich ihren unwiderstehlichen, eigenen Stil kreieren, der nur nach ihnen selbst klingt. Jon Brown drückt es so aus: "We don’t sound like anyone else, we sound like Horsehead". Ein paar Songbeispiele: "Darkened streets" ist ein ungemein erdiger, kraftvoller, mitreissender Rootsrocker mit einem leichten, unterschwelligen Crazy Horse- und Stones-Touch. Massive Gitarren bestimmen das Geschehen, die Melodie ist exzellent. Jon Brown singt großartig, Kevin Inge brilliert mit einem begnadeten, glühenden Gitarrensolo voller Leidenschaft - es ist eine Pracht. Das Feuer der Band springt unmittelbar auf den Zuhörer über. Wundervoll! Das anschließende, voller Dynamik und Schwung losrockende "Emptiest arms in the world" knüpft nahtlos an den Vorgänger an. Ein furioser, melodischer, abgehender "American Rock'n Roller" mit herrlichen Lead Gitarren-Linien und kernigen Riffs. Geradezu magisch schraubt sich der Song in unsere Gehörgänge und will nicht mehr weichen. Hammer! Einen Hauch von Countryrock-Feeling versprüht das mit traumhaften Pedal Steel-Klängen verzierte "Get up". Beginnt wunderbar locker und flockig, wird zum Ende hin aber immer kraftvoller, dabei jedoch nicht weniger melodisch. Auch ein gewisses Heartland-Flair ist spürbar. Klingt fast wie eine Synthese aus Anlagen von Bruce Springsteen und den legendären New Riders Of The Purple Sage. Geht nicht? Und wie das geht! Horsehead kriegen das in beeindruckender Manier hin. Ultrastark auch der von gewaltigen, fetten Riffs bestimmte, straighte Rootsrocker "Big sun" mit seinem mächtigen, nach vorn gehenden Drumming. Inge spielt abermals ein tolles Gitarrensolo. Schön hier der dezent psychedelische Retro-Touch und die feinen Klavier-Ergänzungen. Das letzte Stück der Scheibe, die großartige Ballade "Candy (by the side of the west highway) bewegt sich schließlich im schönen Roots-Fahrwasser der unvergessenen The Band. Doch welchen Song man sich auch anhört, einer ist stärker als der andere. Die Truppe besticht mit unglaublicher Qualitäts-Kontinuität. Keine Frage, "Sympathetic Vibrations" ist ein absolutes Rootsrock-/Americana Rock-Meisterwerk!

Hier noch das eingangs erwähnte, begeisternde Review von "jambands.com" im Original:

Go ahead – reel off your favorite alt-country/Americana/whatever-you-want-to-call-it albums of all time … the seminal statements of the genre. What would be on the list? Son Volt’s Trace ? Whiskeytown’s Faithless Street ? Hollywood Town Hall by The Jayhawks? Wilco’s A.M. ? Whatever the albums are, what about them grabs ahold of you? Smart lyrics and a stone-real delivery? A haybale punk vibe? Garage pop crossed with Exile On Main Street -style cellar funk? Twanging crunch? Crunchy twang?

Here – have some of all of the above. World, meet Horsehead. The album is Sympathetic Vibrations – their fourth – and I humbly offer it up as being real and good and raggedy and right.
Sympathetic Vibrations delivers – name your poison, bucko. The album enters softly with “Moving Target” – just Horsehead principals Jon Brown and Kevin W. Inge (the self-proclaimed “Dimmer Twins”). Brown leads the way on vocals with acoustic guitar in hand, while Inge infuses the tune with wisps of keys and lovely pedal steel. By the way, it’s worth noting that the frigging guy – Inge – basically taught himself pedal for this album. If you’re not familiar with the beast’s workings – foot pedals, knee levers, ten strings and all – then Inge’s accomplishment might be lost on you. Trust me – there are folks who’ve been pickers all their lives who wouldn’t dare get near a pedal steel in a recording studio. Inge may be a rookie steeler, but he handles it like a seasoned pro, adding washes of sparkle amongst the grit on “Get Up” and putting the thing on full stun for “Spinning Your Wheels” with a slightly raspy-voiced tone that is absolutely beautiful.

Brown is the band’s lead voice and tunesmith. The album’s 13 cuts show he knows how to convey his songs’ souls (and the characters who inhabit them) in short order – from the heartbroke, dirt-streaked weariness of “God Damned The Rain To Fall” (Travis Rinehart’s guest banjo completes the picture) to the ominous won’t-take-no-for-an-answer stalk of “Sweet On You”. On “Emptiest Arms In The World” Brown delivers the goods with flannel-shirted soul and the confidence of a man who could rebuild his own carburetor. And the good-byes of “Candy” leave you wishing him well and hoping like hell that he and that gal end up together in a good place.

Bassist Randy Mendicino ended up swapping rhythm partners midway through the Sympathetic Vibrations session when longtime drummer Andre LaBelle left the band and Gregg Brooks settled in behind the kit. It’s a tribute to all three that the transition was a seamless one and only the liner notes tell the tale – there are no obvious splits between the Mendicino/LaBelle and Mendicino/Brooks tunes. Dig the nuts-on lurch of “Darkened Streets” (think vintage Molina/Talbot slam – and listen for the “Norwegian Wood” tease in the guitar break); the driving rhythm of “Running For The Door” tears along like a cousin to Tommy Tutone’s “867-5309” before Brooks and Mendicino shift gears and go into full surf mode; “Wasting Time” is big and majestic – beat-down, but not without pride just the same.

Multi-instrumentalist Inge (we’ve already discussed his grossly-amazing pedal steel contributions) is all over this thing: doubling up with Brown on guitar here … adding some organ here … a bit of piano here … a master of divining what a particular tune needs – no more and no less. Horsehead buddy (and Drive-By Trucker) Jay Gonzales sits in on piano for a couple of tunes, the most notable being the walloping rocker “Big Sun”.

“Big Sun” alone could sell you on Horsehead: wicked grab-you-by-both-ears opening guitar riffs; big bass swoops and straight-ahead drumming; enough crash-and-thrash to get your attention before settling into the palm-muted chug of the verses. Brown tells his tale perfectly about the folder at a laundromat who “smelled of soap and cigarettes.” It’s obvious the story can go only go one way – and the fact that the song evolves into a total guitar workout is the perfect way to tell the tale. The song fades at about the 5-minute mark, but comes roaring back with an eff-you-we’re-not-done attitude: Mendicino and Brown join forces while Brooks rolls and tumbles in glorious drum ecstasy; and Inge simply plays the piss out of his six-string. Of all the titles Horsehead wears well, “Big Sun” proves that above all, they are one hell of a rock and roll band.

And beyond that, Sympathetic Vibrations is one hell of an album.

(Brian Robbins)

Das komplette Tracklisting:

1. Moving Target - 2:42
2. Darkened Streets - 5:07
3. Emptiest Arms in the World - 3:40
4. Hard Hand to Hold - 4:40
5. Get Up - 4:11
6. God Damned the Rain to Fall - 3:56
7. Running for the Door - 3:50
8. John Adams - 4:32
9. Spinning Your Wheels - 3:34
10. Big Sun - 6:14
11. Wasting Time - 5:04
12. Sweet On You - 3:19
13. Candy (By the Side of the West Highway) - 4:00

Art-Nr.: 8055
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Darkened streets
Emptiest arms in the world
Hard hand to hold
Get up
Running for the door
Big sun
Candy (by the side of the west highway)

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Interstate Blues - two thousand miles away [2013]
Jubiläum! 10. Album des seit nunmehr rund 20 Jahren nicht nur im californischen L.A.County schwer abgefeierten, bravourösen Trios um den zuweilen wie entfesselt aufspielenden Gitarrenhexer Jamie Purpora. "Two thousand miles away" heisst das Teil - und es ist wirklich eines runden Jubiläums würdig. Was für eine Wucht! Was für ein zügelloser Gitarren-Orkan, was für ein Druck! Die Drei zelebrieren ihren knochenharten, lauten, von Purpora's atemberaubenden Gitarrenspiel dominierten und von seiner kongenialen Rhythmusfraktion (Jeremy Crowther - drums, Roger Brown - bass) gnadenlos nach vorn gepeitschten, mit einer üppigen und deftigen Portion Heavy Classic Rock durchzogenen, monströsen Power-Bluesrock voller Hingabe und virtuoser Musikalität. Die Power elektrisiert einen und die musikalischen Fähigkeiten der Truppe faszinieren einen. Eine unwiderstehliche Kombination! Die Blindside Blues Band trifft auf Van Halen, mit Spuren von Jimi Hendrix, Let zeppelin, ZZ Top und Deep Purple - so in etwa kommen sie rüber und haben doch ihren ganz eigenen Stil. Das Songmaterial ist baumstark und wirkt trotz des mächtigen Drucks eingängiger als je zuvor. Das die Band mehr Wert auf die Songs und das Songwriting legt als zu ihren Anfängen, macht ihre Musik nur noch stärker. Gekrönt wird das ansonsten ausschließlich von Jamie Purpora komponierte Material im übrigen von einer Hammer Boogie-Version des von Phil Mogg und Michael Schenker geschriebenen UFO-Klassikers "Doctor, Doctor", dem die Band mit purer Wollust noch einmal frischen Wind einhaucht. Großartig! Lasst es krachen Jungs, es macht einfach mächtig Laune! Da gibt es kein Halten! Pures Adrenalin! Bei diesem Gitarren-Inferno brennt die Luft....

Das komplette Tracklisting:

1. Adrenaline Twelve (3:50)
2. Separation Anxiety (4:10)
3. Shame On Me Shame On You (4:16)
4. Two Thousand Miles Away (6:44)
5. Do You Think About It? (3:11)
6. Someday Someway (4:59)
7. No Sacrifice No Remorse (3:14)
8. Far from Home (4:06)
9. Doctor Doctor (4:29)

Art-Nr.: 8052
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Adrenaline twelve
Shame on me shame on you
Two thousand miles away
Someday somehow
No sacrifice no remorse
Doctor Doctor

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Isbell, Jason - southeastern [2013]
In der Bedeutung für die aktuelle Roots- und Americana-Szene hat Jason Isbell seiner ehemaligen Band, den Drive-By Truckers, mittlerweile wohl den Rang abgelaufen, solch ein überragendes Standing hat er erreicht. Das sein Song "Alabama pines" aus dem letzten Album "Here we rest" bei den Americana Music Awards 2011 als bester Song des Jahres ausgezeichnet wurde, ist nur ein Beweis der großen Anerkennung, die der grandiose Singer-Songwriter und Gitarrist unterdessen erfährt. Und das Ende seines Kreativitätspotentials, seiner künstlerischen Möglichkeiten hat er offenbar nich lange nicht erreicht. Jason Isbell liefert mit "Southeastern" erneut ein absolutes Meisterwerk ab. Gesanglich stärker als je zuvor, mit hinreissendem Songmaterial voller wundervoller Melodien im Gepäck, begibt er sich auf eine unwiderstehliche Resie durch die Roots- und Americana-Landschaften der amerikanischen Südstaaten - sehr persönlich, oft recht verhalten und "stripped-down" instrumentiert, vereinzelt aber auch kernig und erdig rockend. Seine Songs bestechen mit natürlicher, ungeschminkter Schönheit, aber auch mit der nötigen Portion "grit". Das Eröffnungsstück "Cover me ip" beispielsweise ist eine grandiose, traumhaft melodische Ballade, vorwiegend bestimmt von Isbells beseeltem Gesang. Sie wird lediglich begleitet von filigranen Acoustic Gitarren-Riffs und ein paar kaskadenhaft, psychedelisch implementierten, hinreissenden Electric Slide-Fragmenten. Das ist allerfeinster Americana-Zauber - genial! Viel Jam-Flair und Southern-Esprit versprüht der semi-elektrische Americana-Rocker "Stockholm" mit tollem Harmoniegesang von Kim Richey. Auch das folgende "Traveling alone" ist lockere, flockige, entspannte, schön rootsige Americana-Musik auf allerhöchstem Niveau. Hier hören wir großartige Fiddle-Fills und schönen Harmonie-Gesang von Amanda Shires. Fantastisch auch das weitestgehend nur von akustischer Gitarre und ganz dezenten, kaum wahrnehmbaren Piano-Fills begleitete "Love Oak". Gegen Ende dieser faszinierenden Ballade streuen Isbell und die Band ein kurzes von elektrischer Baritone Gitarre und Mellotron bestimmtes Break einen, das ein wunderbares Wüsten-, Roadmovie-, Ghost Town-Feeling vermittelt. Zu den rockigen Tracks gehören der bärenstarke, knackige Gitarren Rootsrocker "Flying over water" (erinnert wohl am ehesten an alte Drive-By Truckers-Zeiten, tolles raues, intensives E-Gitarren-Solo inklusive) und das gar an die Georgia Satellites erinnernde, schwungvolle "Super 8". Jedes Stück für sich ist ein absoluter Jason Isbell-Klassiker. Kaum ein anderer auf dem Roots-/Americana-Terrain schafft es momentan besser, seinen Songs solch eine Tiefe, solch eine Magie zu verleihen. Isbell ist endgültig im Kreis der ganz Großen des Genres angekommen. Verneigen wir uns vor diesem großartigen Musiker und diesem meisterhaften Album!

Das komplette Tracklisting:

1. Cover Me Up - 4:51
2. Stockholm - 2:49
3. Traveling Alone - 4:27
4. Elephant - 3:37
5. Flying Over Water - 3:58
6. Different Days - 3:34
7. Live Oak - 3:35
8. Songs That She Sang In the Shower - 3:56
9. New South Wales - 3:53
10. Super 8 - 3:25
11. Yvette - 4:28
12. Relatively Easy - 4:45

Art-Nr.: 8203
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Cover me up
Stockholm
Traveling alone
Flying over water
Live Oak
New South Wales
Super 8

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Lukas, Ted & the Misled - learn how to fall [2010]
Einige No Depression-/Americana-/Gitarren Rootsrock-Enthusiasten werden sich sicher noch an Florida's leider viel zu kurzlebige Vorzeige Rootsrock-Truppe "Hangtown" erinnern, die vor rund 10 Jahren in der Szene für mächtig Furore sorgten. Heute, eine Dekade später, hat deren einstiger Frontmann Ted Lukas mit "The Misled" endlich wieder einen "Haufen" zusammen, der mit seiner wunderbar unbekümmerten, rotzigen, erdigen und ehrlichen Spielweise als das legitime Erbe von "Hangtown" bezeichnet werden darf, nein muss. Denn prinzipiell machen die Jungs aus Tampa/Florida genau da weiter, wo "Eleven reasons", das letzte "Hangtown"-Album aufhörte. Wunderbar! "Learn how to fall" geht ab, wie "geschmiert". Gefälliger, voll im Gitarren-Saft stehender, dynamischer, "twangy" Rootsrock mit einer gesunden Portion Heartland Rock, einem Schuß Americana und einem unterschwelligen Power Pop-Flair, irgendwo an der Schnittstelle zwischen den Replacements, den Rolling Stones, Son Volt, Scott Miller & The Commonwealth, John Mellencamp, Bruce Springsteen, Will Hoge, Dan Baird und nicht zuletzt den Yayhoos um Eric "Roscoe" Ambel. Ja, das passt bestens ins Bild, denn "Roscoe" (The Del-Lords) hat das Album, das Lukas selbst produzierte, abgemischt und ihm phasenweise dieses in der Roots-Szene so geschätzte, typische, zwanglose "Ambel"-Feeling verpasst, das dessen Produktionen gemeinhin ausmacht. Das Songmaterial, komplett von Lukas komponiert, ist durchweg große Klasse. Es "kickt" und rockt voller "Schmackes", steckt voller prima Melodien und ist genauso einfach und kompakt, wie intelligent und spannend gestrickt. Die erdige Instrumentierung aus zwei satten, dreckigen Gitarren, Bass und Schlagzeug kommt geradeaus und auf den Punkt. Einfach stark, wie die beiden elektrischen Gitarren miteinander harmonieren und mit ihren fetten, straighten Riffs, Licks und Hooklines für die entscheidenden Akzente bei diesen klasse Nummern sorgen. Der hervorragende Lead Gitarrist Sonny John Sundstrom brilliert dazu immer wieder mal mit einem zünftigen, brennenden, exxzellent in Szene gesetzten, würzigen Solo. Los geht's mit dem flotten, knackigen, von einem wunderbar transparenten, satten Gitarrenmantel umgebenen. ungeheuer melodischen Roots-/Heartland-Rocker "The hard truth". Stark hier zudem das feurige, erdige Slidegitarren-Solo, das eine Menge Americana-Flair einbringt. Toller Auftakt, der mit der folgenden Nummer fast noch getoppt wird. "Forgive & forget" heißt das Stück, ein tierischer Gitarren-Rootsrocker an der Schnittstelle "The Rolling Stones meets the Yayhoos meets Bruce Springsteen's 'Ramrod'-Groove". Fulminante, straighte Riffs lassen die Muskeln spielen, der Drummer gibt einen kompromisslosen Beat vor, in der Mitte ein zündendes Lead Guitar-Solo - und eine klasse Melodie. Americana-fueled Heartland-/Roots Rock'n Roll aus tiefstem Herzen! Der nächste Knüller: Die großartige Rootsrock-Ballade "Couldn't say goodbye" mit ihren sich prächtig ergänzenden, satten E-Gitarren, inklusive eines tolle Slide-Solos. So reiht sich eine klasse Nummer an die nächste (stark auch der lockere, flockige, dabei sehr knackige, dynamische und melodische Americana-Rocker "Learn how to fall" mit seinem genauso geschmeidigen wie erdigen Gitarrengewand), bis das Album schließlich mit dem noch einmal eine ordentliche Portion Dampf freisetzenden straighten Riff-Rootsrocker "The more things change" endet. Klasse Scheibe, die nicht nur die alte "Hangtown"-Gemeinde mobilisieren, sondern Ted Lukas auch eine Menge neuer Freunde aus der Gitarren Rootsrock-/Heartland Rock-/Americana Rock-Gemeinde bescheren sollte. "A rich Americana blend of rootsy Rock and Twang, featuring plenty of big guitar riffs and catchy melodic hooks", heisst es in einem U.S.-Review. Das unterschreiben wir blind. Wir attestieren Ted Lukas & the Misled für ihr neues Werk "Lear how to fall" einen dicken, fetten "Daumen nach oben"!

Das komplette Tracklisting:

1. The Hard Truth 4:21
2. Forgive & Forget 3:32   
3. Couldn't Say Goodbye 5:21
4. Learn How to Fall 3:27
5. Hooked On You 3:01   
6. Catching Up to You 3:37   
7. Precious Times 2:47   
8. Nothing's Ever Good Enough 3:37   
9. Your Own Worst Enemy 4:22
10. The More Things Change 4:50

Art-Nr.: 7022
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
The hard truth
Forgive & forget
Couldn't say goodbye
Learn how to fall
Catching up to you
The more things change

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
McClure Band, Mike - zero dark thirty [2010]
Für dieses "Red Dirt Power Trio" (eigentlich ja ein Quartett, denn Produzent Joe Hardy, -u.a. ZZ Top, Chris Knight, Steve Earle, Georgia Satellites-, ist mit seinen zusätzlichen Gitarren- und Keyboard-Einsätzen längst so etwas wie das "heimliche" vierte Mitglied der Band) um den zur Zeit wohl gefragtesten und einflussreichsten "Red Dirt"-Strategen Mike McClure (ex-The Great Divide und "Haus"-Produzent von u. a. Cross Canadian Ragweed, Whiskey Myers, der Tommy Gallagher Band, ShutDownTown, Willie Stradlin, und vielen anderen...) gibt es offenbar kein Halten und schon gar keinen musikalischen Leerlauf. Im Gegenteil: Mit "Zero dark thirty" veröffentlicht die Truppe (zu ihr gehöhren noch der großartige Drummer Erix Hansen und der famose Bassist Tom Skinner) nun innerhalb von knapp zwei Jahren ihr bereits drittes Album - und es ist erneut ein "Killer"-Teil geworden! McClure gehen die Ideen und Songs einfach nicht aus! Das Werk knüpft nahtlos an die beiden Vorgänger "Did 7" und "Onion" an. Satte, vor Kraft nur so strotzende, intensive und voller Dynamik steckende Southern-fueled "Red Dirt"-Rootsrocker paaren sich mit wundervollen, flockigen, dennoch voll im Saft stehenden uns kraftvoll eingespielten Countryrockern (wobei die "hart" rockenden Sachen leicht in der Überzahl sind), durchzogen von der bekannt faszinierenden Melodik und geprägt von McClure's unwiderstehlichem Gesang. Krachende, powernde Drums, mächtig Drive aufnehmende, voller Intensität steckende Basslinien, dreckige, raue Gitarren, voluminös "grollende" Orgeluntermalung, aber auch mal glasklar in Szene gesetztes, wunderschönes Zusmmenspiel von akustischen und elektrischen Gitarren bestimmen das Geschehen. Aufgenommen wurde das Werk im Keller von McClure's Haus in Ada/Oklahoma, wo er sich vor nicht allzu langer Zeit ein mit allen Schikanen ausgestattetes, eigenes Aufnahmestudio eingerichtet hat. "It makes it easy to roll out of bed, come down to the basement and make it look like I'm working", scherzt McClure und führt weiter aus: "The basement's got real cool wood walls, wood floors, and it's underground. It sounds killer in here – perfect reverb. I keep all my stuff down here – the hats, the wigs, all the wrestling stuff, and one microphone". Und was für prächtige Songs entstanden sind, belegt dieses neue Werk mehr als eindrucksvoll. Dementsprechend stark startet das Album mit dem von würzigen, massiven Gitarrenriffs, powernden Drums und einem hoch melodischen Refrain geprägten, fetten, prächtigen Rootsrocker "Mother may I". Toller Auftakt mit einem genauso "simplen", wie musikalisch anspruchsvoll und intelligent umgesetzten Arrangement. Das sind einfach exzellente Musiker! Etwas entspannter, wieder sehr melodisch, dennoch diese markante, stets päsente Kraft der Band spürend, geht es mit dem wundervollen "Don't fight it" weiter - gespickt mit herrlichen, erdigen Slideguitar-Licks und feinem Orgel-/Gitarren-Zusammenspiel. Auffällig hier wieder das prähnante Zupfen von zweifellos einem der besten Bass-Spieler aus Texas, Tom Skinner! Dynamische. sehr effektvoll in Szene gesetzte, satte E-Gitarren ziehen sich durch den von "hard hitting" Drums und treibenden Basslinien nach vorn gepuschten, lauten, druckvollen Rootsrock-/"Red Dirt"-Rock-Boogie "Wolves". Markant eingesetzte Keyboards verleihen dem Song eine zusätzliche, dem Text entsprechende "Furcht erregende" Dramatik, ebenso wie McClure's ausdrucksstarker, exzellenter Gesang: Rockt fett! Wunderbar dann der folgende, exquisite, recht ruhige, locker flockige, mit tollen, transparenten Gitarren und klasse Keyboard-Klängen in Szene gesetzte, rootsige Countryrocker "A breakdown", ehe beim kernigen, urigen, rauen Hill Country-Stomper "Daughter of the devil" (tolle Lead Gitarre, klasse Orgel) wieder deutlich kraftvoller gerockt wird. Das schöne "In my ears" ist ein gelungenes Remake einer Nummer, die McClure vor einigen Jahren schon einmal für sein Solowerk "Twelve pieces" aufgenommen hatte und das voller Southern-Esprit steckende, etwas swampige, flotte "Down like a drop" in seinem tollen Gitarren-/Orgel-Arrangement groovt einfach unwiderstehlich. Voller Southern Rock-Würze knallt die Band dann das mit zackigen Bläser-Klängen zusätzliche Power freisetzende und mit glühenden Slidegitarren gewürzte "Swinging" aus den Lautsprechern, ein heisser, powernder Two Step-, Boogie-, Rootsrock-Kracher, der ordentlich in die Beine geht und viel Dampf ablässt. Keine Frage, Mike McClure und seine Freunde "have done it again". Egal, wie viele Alben in welch kurzen Abständen sie auch veröffentlichen, Ideen und Potenzial scheinen grenzenlos. "Zero dark thirty" jedenfalls ist abermals eine baumstarke,, beeindruckende Scheibe geworden!

Das komplette Tracklisting:

1. Mother May I 3:10
2. Don't Fight It 3:49
3. Wolves 3:24
4. A Breakdown 3:10
5. Daughter of the Devil 4:17
6. In My Ears 2:53
7. Down Like A Drop 3:20
8. Colors Fade to Grey 3:09
9. Swinging 3:08
10. Made to Fade 4:33
11. Down the Road I Go 2:50

Art-Nr.: 6843
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 10,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Mother may I
Don't fight it
Wolves
A breakdown
Down like a drop
Swinging

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Miller, Scott & The Commonwealth - thus always to tyrants [2001]
"Scott Miller, hab' ich irgendwo schon mal gehört", wird mancher denken. Ja, genau! Miller war der charismatische Frontmann der kultigen Rootsrock-Formation "V-Roys", die unter den Fans des Genres immer noch einen mächtigen Status genießen. Die "V-Roys" sind Geschichte, doch Miller, einer der wohl besten jungen US-Songschreiber der Americana-Gegenwart, ist in absoluter Bestform und liefert mit seinem Studio-Solo-Debut für das Label "Sugar Hill" gleich eine echte "Granate" ab. Das rockt richtig ordentlich! Gitarrenorientierter Roots-/Twang-Rock vom Feinsten, irgendwo zwischen Steve Earle, natürlich den V-Roys, und John Mellencamp. Einen zusätzlichen Kick bekommen die Songs durch die fantastische Arbeit von Gitarrist David Grissom (ex-Joe Ely, ex-John Mellencamp), der mit seinen bekannten dreckigen und satten Riffs, sowie deftigen Soli mehr als überzeugt. Miller's intensiver Gesang, mal gediegen, auch mal schreiend, doch immer "staubig" und voller Gefühl, ist eh über jeden Zweifel erhaben. Erinnert manchmal entfernt sogar ein wenig an Dan Baird. Die 12 Songs haben überwiegend mächtig Drive, lediglich in der Mitte gibt es ein Break durch ein astreines Bluegrass-Stück ("Dear Sarah") und einen genialen, mystisch-schottischen, an einen Squaredance erinnernden Folksong ("Highland century boy"). Das Finale der CD bildet eine gospel-angehauchte Piano-Ballade. Ansonsten rockt es! Aus den astreinen Songs seinen noch der mit abgefahrenem, satten Gitarrenspiel durch Grissom durchtränkte countryinfizierte Rocker "I made a mess of this town", das an beste V-Roys-Tage erinnernde, zwischen akustisch und elektrisch pendelnde, riffgeladene "I won't go with you", "Daddy raised a boy" in bester Buddy Miller-Manier, "Absolution" - man meint die Stones kommen mit richtig Gas, und der, etwas an die Kentucky Headhunters erinnernde, Rootsrock-Party-Kracher "Goddamn the sun" erwähnt. Produziert ist das Werk von R.S.Field (Shaver, Webb Wilder, usw.)! Von dem Mann ist noch einiges zu erwarten. Echter Americana-/Rootsrock für Genießer!

Art-Nr.: 1258
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


|| Weiter