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Daniels Band, Charlie - live at rockpalast ~ dvd [2012]
DVD! Gleich mit der ersten Rockpalast-Nacht im Jahre 1977 setzte WDR einen Markstein ins Show-Biz, der bis zum heutigen Tag richtungsweisend ist. Rockmusik live zur besten Sendezeit, über Stunden hinweg und frei von allen Beschränkungen. Ein besonderes Faible der Rockpalast-Macher war von Beginn an, Künstler zu präsentieren, die hierzulande noch wenig bekannt waren, in ihrer - meist US-amerikanischen - Heimat jedoch zu den Top-Acts gehörten. Zu diesen Musikern zählte auch Charlie Daniels, der mit seiner Band im Herbst 1980 für ein Einzelkonzert in der Dortmunder Westfalenhalle zu Gast war.

Der 1936 geborene Daniels verließ Ende der 60er Jahre seine Heimat North Carolina in Richtung Nashville/ Tennessee, um dort als Studiomusiker zu arbeiten; u. a. spielte er einige Bob Dylan-Alben mit ein. 1970 folgte das mit "Charlie Daniels" betitelte erste Solo-Werk, 1972 mit "Honey In The Rock" der erste Longplayer der Charlie Daniels Band. Das vorzügliche Album gab klar die musikalische Richtung vor, in der sich die Band die nächsten Jahre bewegen sollte: Southern Rock mit deutlichen Country-Anleihen.

Mit einem Song dieses Albums eröffnet Charlie Daniels auch den Konzertabend in der Westfalenhalle. "Funky Junky" ist eine mitreißende, swingende Nummer, mit der die Band das Publikum sofort für sich gewinnt. Nicht die große Pose zählt, sondern "ehrliche", handgemachte Musik. Unspektakulär inszeniert, aber spektakulär vorgetragen. In typischer Southern Rock-Besetzung mit zwei (!) Schlagzeugen, Bass, Keyboard sowie zwei Gitarren spielt sich die Formation durch ein 90-minütiges Programm, das gespickt ist mit Hits der Band. Auffallend dabei ist die große Musikalität des Sextetts. Harmoniegitarren - Lynyrd Skynyrd lassen grüßen - beherrscht die Charlie Daniels Band ebenso gekonnt wie mehrstimmigen Gesang, brillante Slide Guitars und natürlich Charlie Daniels' meisterhafte Country-Fiddle, derer sich gerne auch andere Künstler wie die Marshall Tucker Band für ihre Alben bedienten. (mig-music. de)

Das komplette Tracklisting:

1. Funky Junky (6:30)
2. Trudy (4:46)
3. Jitterbug (3:28)
4. Legend Of Wooley Swamp (4:19)
5. Blindman (3:40)
6. Reflections (6:18)
7. El Toreador (3:38)
8. No Potion For The Pain (4:56)
9. In America (3:32)
10. Long Haired Country Boy (3:46)
11. Uneasy Rider (5:19)
12. Cumberland Mountain Nr.9 (5:21)
13. Devil Went Down To Georgia (3:40)
14. The South's Gonna Do It Again (4:08)
15. Orange Blossom Special (8:45)

Art-Nr.: 7743
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Angebot || Typ: DVD || Preis: € 10,90

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Hogjaw - if it ain't broke... [2013]
Was für ein Mörder-Ritt! Arizona's Vorzeige Southern Rock-Band Hogjaw mit einem "blast" von einem Album! Hart, immer nach vorn, ohne Kompromisse - die Truppe weicht keinen Milimeter von ihren eingeschlagenen Southern Rock-Pfaden ab und darf sich auch für Album Nr. 4 der grenzenlosen Begeisterung der Southern Rock-Gemeinde sicher sein. Produktion, Sound, Songmaterial und Spielfreude der Band werden immer besser. Die Band spielt wie aus einem Guß! Die furios aufspielende Rhytmussektion (allein Drummer Kwall trommelt sich die Seele aus dem Leib...) peitscht die Gitarristen gnadenlos nach vorn. Die ihrerseits entladen ihre Power in geradezu entfesselten Saitenattacken. Was Kreg Self und Jonboat Jones mit ihren "Äxten" hier veranstalten, ist Gitarrendrive pur! Gleich im fulmianten Opener "One more little one", einem Southern Vollgas-Boogie der absoluten Extraklasse, gibt es keine Gefangenen. Das ist Drive ohne Ende! Die "Gitarreros" spielen auf, als gäbe es kein Morgen. Und so geht das in fast jedem Song. Diese Burschen kann man wirklich als eine "guitar army" bezeichnen. Leute, macht das Laune! Obwohl die Truppe pausenlos aufs Gaspedal drückt (eine Ballade sucht man vergebens), stecken die Songs voller großartiger Strukturen und bleiben erstklassig hängen. Hogjaw verwalten das Erbe Molly Hatchet's wie kaum eine andere Band. Die heutigen Hatchet wären froh, wenn sie so spielen könnten, doch die sind Lichtjahre von der Dynamik, Explosivität und Frische Hogjaws entfernt. Aber auch Spuren von Lynyrd Skynyrd, härteren The Outlaws und Konsorten sind allgegenwärtig. Hogjaw sind nichts anderes als grandioser "Hard Guitar Southern Rock'n Roll" pur! Was für ein Fest!

Das komplette Tracklisting!

1. One More Little One (4.53)
2. Built My Prize (5.04)
3. Am I Wrong? (5.22)
4. Shiny Brass (6.00)
5. Cold Dead Fingers (4.45)
6. The Wolf - Part I (4.49)
7. The Wolf - Part II (5.40)
8. Devil's Eyes (4.23)
9. '83 (4.29)
10. Beer Guzzlin' Merican (4.15)

Art-Nr.: 8217
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
One more little one
Built my prize
Am I wrong?
Shiny brass
Cold dead fingers
The wolf - part I
83

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Isbell, Jason - southeastern [2013]
In der Bedeutung für die aktuelle Roots- und Americana-Szene hat Jason Isbell seiner ehemaligen Band, den Drive-By Truckers, mittlerweile wohl den Rang abgelaufen, solch ein überragendes Standing hat er erreicht. Das sein Song "Alabama pines" aus dem letzten Album "Here we rest" bei den Americana Music Awards 2011 als bester Song des Jahres ausgezeichnet wurde, ist nur ein Beweis der großen Anerkennung, die der grandiose Singer-Songwriter und Gitarrist unterdessen erfährt. Und das Ende seines Kreativitätspotentials, seiner künstlerischen Möglichkeiten hat er offenbar nich lange nicht erreicht. Jason Isbell liefert mit "Southeastern" erneut ein absolutes Meisterwerk ab. Gesanglich stärker als je zuvor, mit hinreissendem Songmaterial voller wundervoller Melodien im Gepäck, begibt er sich auf eine unwiderstehliche Resie durch die Roots- und Americana-Landschaften der amerikanischen Südstaaten - sehr persönlich, oft recht verhalten und "stripped-down" instrumentiert, vereinzelt aber auch kernig und erdig rockend. Seine Songs bestechen mit natürlicher, ungeschminkter Schönheit, aber auch mit der nötigen Portion "grit". Das Eröffnungsstück "Cover me ip" beispielsweise ist eine grandiose, traumhaft melodische Ballade, vorwiegend bestimmt von Isbells beseeltem Gesang. Sie wird lediglich begleitet von filigranen Acoustic Gitarren-Riffs und ein paar kaskadenhaft, psychedelisch implementierten, hinreissenden Electric Slide-Fragmenten. Das ist allerfeinster Americana-Zauber - genial! Viel Jam-Flair und Southern-Esprit versprüht der semi-elektrische Americana-Rocker "Stockholm" mit tollem Harmoniegesang von Kim Richey. Auch das folgende "Traveling alone" ist lockere, flockige, entspannte, schön rootsige Americana-Musik auf allerhöchstem Niveau. Hier hören wir großartige Fiddle-Fills und schönen Harmonie-Gesang von Amanda Shires. Fantastisch auch das weitestgehend nur von akustischer Gitarre und ganz dezenten, kaum wahrnehmbaren Piano-Fills begleitete "Love Oak". Gegen Ende dieser faszinierenden Ballade streuen Isbell und die Band ein kurzes von elektrischer Baritone Gitarre und Mellotron bestimmtes Break einen, das ein wunderbares Wüsten-, Roadmovie-, Ghost Town-Feeling vermittelt. Zu den rockigen Tracks gehören der bärenstarke, knackige Gitarren Rootsrocker "Flying over water" (erinnert wohl am ehesten an alte Drive-By Truckers-Zeiten, tolles raues, intensives E-Gitarren-Solo inklusive) und das gar an die Georgia Satellites erinnernde, schwungvolle "Super 8". Jedes Stück für sich ist ein absoluter Jason Isbell-Klassiker. Kaum ein anderer auf dem Roots-/Americana-Terrain schafft es momentan besser, seinen Songs solch eine Tiefe, solch eine Magie zu verleihen. Isbell ist endgültig im Kreis der ganz Großen des Genres angekommen. Verneigen wir uns vor diesem großartigen Musiker und diesem meisterhaften Album!

Das komplette Tracklisting:

1. Cover Me Up - 4:51
2. Stockholm - 2:49
3. Traveling Alone - 4:27
4. Elephant - 3:37
5. Flying Over Water - 3:58
6. Different Days - 3:34
7. Live Oak - 3:35
8. Songs That She Sang In the Shower - 3:56
9. New South Wales - 3:53
10. Super 8 - 3:25
11. Yvette - 4:28
12. Relatively Easy - 4:45

Art-Nr.: 8203
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Cover me up
Stockholm
Traveling alone
Flying over water
Live Oak
New South Wales
Super 8

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Kent, John David - before the sun comes up [2013]
Ganz starkes Album dieses Texaners, der mit tollen, melodischen Songs und einem satten Sound zwischen erdigem "vintage Countryrock" und knackigem New Country voller Red Dirt-Esprit aufwartet.. Auch wenn vermutlich, bis auf wenige Insider, John David Kent kaum jemand kennt, hat dieser Bursche aus Greenville, TX doch eine mehr als beachtliche Vita vorzuweisen. Schon mit 16 Jahren als tragendes Mitglied der Alternativ-Rock-Band "Radish" (zusammen mit Ben Kweller und Ryan Green, John David Kent agiert hier noch als Drummer) Inhaber eines Major Label-Deals, sowie mit Auftritten in den legendären Late Night Shows von Connan O’Brian und David Letterman bedacht, einigen Singleerfolgen/Konzerten in Europa (unter anderem auf der Hauptbühne beim bekannten Reading Festival), sprechen für eine bereits bewegte musikalische Vergangenheit. Nachdem er und Kweller sich dafür entschieden, getrennte Wege zu gehen, um sich auf ihre eigenen Solo-Karrieren zu fokussieren (John David formte vorher noch vorrübergehend die Band "Pony League"), bot sich ein drastischer musikalischer Stilwechsel für Kent förmlich an. Und da Texaner bekannterweise mit Country und Red Dirt tief verwurzelt sind, erweist sich sein Schwenk in Richtung dieser Genres (auch aufgrund seiner angehm rauchigen Stimme) als folgerichtig. Nach einer EP und seinem Debüt von 2011 legt John David Kent jetzt mit "Before The Sun Comes Up" beim immer stärker aufkommenden Label "Thirty Tigers" (u.a. Casey Donahew Band, Jason Isbell, The Statesboro Revue) einen überaus starken Nachfolger hin. Auch hier sind zunächst wieder grundlegende Veränderungen bezüglich des Vorgängeralbums zu bemerken. John David Kent tauschte seine Begleitband zugunsten von Bruder Tony Kent (Drums), Randall Fuller (Bass) und dem starken Gitarristen Colton Gilbreath komplett aus. Auch die Produktion gab er diesmal aus den eigenen Händen, und zwar in die von Dwight A. Baker, der hier auch noch einige Percussion-Elemente und Harmonie-Gesänge beisteuert. Alles sehr gute Entscheidungen. Die Band harmoniert perfekt mit ihm (vor allem die grandiose E-Gitarrenarbeit von Gilbreath macht richtig Laune) und auch Baker hat deutlich mehr Struktur in seine Musik gebracht. Das Paket "John David Kent plus radiotauglichen, texanisch und Red Dirt angehauchtem New Country" ist nun absolut stimmig. Die CD startet direkt mit einem saustarken, schön rau gehaltenen Redneck Country-/Southern Rocker "Country Twang". John Davids cooler Gesang und die typisch swampig rockenden E-Gitarren machen gleich richtig Dampf. Jason Aldeans "My Kinda Party" oder "Brantley Gilberts "Kick It In The Sticks" kommen einem hier in den Sinn, wenngleich, trotz aller Nashville-Kompatibilität, Kents Nummer deutlich erdiger, natürlicher und Red Dirt-rockiger köingt. Toller Auftakt! "Last Call" ist ein weiterer Track, der in diese Kerbe schlägt. Als Single wurde (eigentlich völlig untypisch) das Lied ganz am Ende des Silberlings, "Until We Turn Around" ausgewählt. Der etwas poppige und treibende Gitarrenrhythmus im Stile eines Keith Urban und der flockige Gute-Laune-Refrain bieten dann aber die schlüssige Begründung für das "Warum". Auch das wunderbar melodische Titelstück "Before The Sun Comes Up" ist ähnlich strukturiert. Dazwischen gibt es einen klasse Dreierpack ("Fight For You", "Little Less Lonely" und "Leaving Without You"), bei dem der uns ebenfalls gut bekannte Musiker Jeff Allen kompositorisch involviert ist. Allesamt variable Midtempotracks, immer durch schöne E-Gitarrenarbeit, hallende Orgel (klasse Gastmusiker: John Ginty), starke Refrains (mit hohem Wiedererkennungswert) und Kents angenehmen Gesang verziert. Das wunderbar atmosphärische "You Struck A Nerve" (schöne Tempo- und Stimmungswechsel, "Uhuhuh"-Harmonies), das bluesige "Should’ve Just Let Me Go" (klasse Akustikgitarrenuntermalung, Bariton-E-Gitarre, fettes E-Gitarren-Solo, großartiger Powerrefrain) und das einen stimmungsreich in seine Jugend zurückversetzende "Free To Drive" (herrliche, euphorisierende Melodie, toller authentischer Gesang von Kent, abermals saugute Gitarrenarbeit von Gilbreath, absolut Hit-tauglich), ergeben den Rest eines Albums mit durchweg hervorragendem Songmaterial. Zu letztgenanntem Stück passt auch die schöne Coveraufmachung, bei der John David mit einer netten jungen Dame in einen roten Mustang bei einer Spritztour fototechnisch begleitet wird. Seine Musik ist der geradezu ideale Begleiter für solche Gelegenheiten. Hut ab! John David Kent legt mit seinem zweiten Longplayer eine gehörige Schüppe drauf und hat ganz klar, ähnlich wie die Eli Young Band, Wade Bowen, Cory Morrow oder No Justice, etc. das Potential, weit über Texas hinaus für Furore zu sorgen. Wer diesen John David Kent noch nicht kennt und auf recht unverbrauchten, sich nicht unbedingt an die Charts anbiedernden, aber umso stärkeren New Country und Countryrock in beschriebenem Maße steht, sollte mit "Before The Sun Comes Up" diese musikalische "Bildungslücke" "stante pede" schließen. Ein (noch) echter Geheimtipp des Jahres 2013! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Country Twang - 3:46
2. Before The Sun Comes Up - 3:24
3. Fight For You - 3:06
4. Little Less Lonely - 3:29
5. Leaving Without You - 4:17
6. Last Call - 3:27
7. Struck a Nerve - 3:41
8. Should've Just Let Me Go - 4:11
9. Free to Drive - 4:38
10. Until We Turn Around - 3:29

Art-Nr.: 8366
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Country twang
Before the sun comes up
Fight for you
Little less lonely
Struck a nerve
Should've just let me go
Free to drive

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Lucas, Austin - stay reckless [2013]
Der aufstrebende, junge Singer/Songwriter Austin Lucas beglückt die Rootsrock-, Americana-, Alternate Country-Welt mit einem wahren Feuerwerk von tollen, packenden Songs, allesamt vereint auf seinem neuen, baumstarken Album "Stay reckless". Lucas, aufgewachsen im Bezirk von Monroe County im U.S.-Bundesstaat Indiana, wurde in eine musikalisch sehr ambitionierte Familie hineingeboren, deren Roots im Folk- und Bluegrassbereich liegen. Sein Vater, Bob Lucas, beispielsweise ist selbst ein erfolgreicher Musiker und Songwriter, dessen Anerkennung immerhin so weit reichte, dass die große Alison Krauss zwei seiner Songs für ihren früheren Alben einspielte. Doch im Laufe seiner Jugend rebellierte Austin zunächst gegen seine Americana-Roots und zog mit diversen Punk-Bands durch die Gegend. Doch seine natürlichen Gene und Wurzeln setzten sich schließlich wieder durch und Austin Lucas fand zurück auf den "Pfad der Tugend". Americana-Musik ist seine Berufung, doch die punkigen, rockigen Jahre haben auch ihre Spuren hinterlassen, zumindestens, was "Stay reckless" betrifft. Das "Ding" ist wirklich ein Hammer-Album geworden. Etliche, ausgedehnte Tourneen haben Lucas musikalisch immens reifen lassen. So war er beispielsweise auch mit Willie Nelson's berühmter "Country Throwdown Tour" unterwegs. Austin Lucas und seine exzellenten musikalischen Mitstreiter (u.a. Todd Beene - guitars, pedal steel, Eric Giles - drums, Joey Knieser - guitars, piano, organ, Hoot Hester - fiddle, mandolin, Bingham Barnes - bass) verstehen es blendend, Lucas' Folk- und Country-Wurzeln mit seiner Rock-Neigung zu vereinen. Herausgekommen ist eine geradezu mitreissende Americana-Mixtur aus krachendem Roostrock und wundervollem Alternate Country mit einem leichten Schuß Heartland-Rock Es ist gar nicht leicht, Vergleichsgrößen zu finden, doch das Klientel solcher Leute wie etwa Chris Knight, ein rauer John Mellencamp, Steve Earle, der frühe Will Hoge, ein rockiger Ryan Adams, aber auch Buddy Miller und Konsorten, dürften von Austin Lucas begeistert sein. Erdige, zündende, dreckige E-Gitarren, dynamisch "scheppernde" Drums und driving Basslines bestimmen weitestgehend die lauten Uptempo-Nummern, und auch die zurückhaltenderen, balladesken Nummern bestechen mit einer herrlich unverbrauchten Zwanglosigkeit und natürlichen Rauheit. Diese "Mugge" bewahrt ihre Ecken und Kanten (das ist gut so!) und glänzt trotzdem mit klasse Melodien. Los geht's mit dem bärenstarken, kernigen, fulminant abgehenden Rootsrock-Kracher "Let me in", der Fahrt aufnimmt, als gäb's kein Morgen. Was für ein Power-Dive! Die Melodie ist klasse und die rotzigen Gitarrenläufe (scharfes, dreckiges Solo) sind einfach "mega-geil". Auch das folgende "Alone in Memphis" hat wieder diesen ungemein forschen, dezent punkigen Drive. Doch trotz dieses so zwanglos und rau nach vorn galoppierenden Rhythmusses und der ganzen Intensität ist das im Grunde nichts anderes als lupenreiner Americana-Rock und allerfeinster Alternate Countryrock. Grandios die in dieser Power eingebauten Pedal Steel-Linien und die ohrenfreundliche Melodie. Dann wird es etwas entspannter. "Four wheels" ist eine wundervolle, Fiddle- und Pedal Steel-getränkte, flockige (Alternate)Countrynummer, bei der man deutlich Lucas' Einflüsse von Gram Parsons über Willie Nelson und Merle Haggard zu Steve Earle bemerkt. Noch ein wenig ruhiger, aber dennoch schön erdig und dreckig, geht es bei der feinen Singer/Songwriter-/Americana-Ballade "Rings" zu. Akustische Gitarre, traumhafte Pedal Steel-Licks, eine einsame Fiddle und Lucas' ausdrucksstarker Gesang agieren in vollendeter, natürlicher Harmonie. "Save it for yourself" besticht mit tollen Tempo- und Rhythmuswechseln zwischen ruhiger Singer/Songwriter-Mentalität und knackigem Heartland-Rock, das Titelstück "Stay reckless" rockt ebenfalls kräftig und das das Album beschliessende "Splinters" ist eine fantastische Ameicana-Ballade mit semi-akustischer Instrumentierung aus Mandoline, ein paar Piano-Fills und kratzigen, dreckigen E-Gitarren - frei von jeglichen Drums - eingebunden in eine klasse Melodie! Austin Lucas zeigt vom Anfang bis zum Ende keinerlei Schwächen. Die Songs sind einfach toll, Sound und Produktion sind es ebenfalls (produziert haben Lucas und Mark Nevers - u.a. Lampchop und Jason Isbell). Keine Frage, "Stay reckless" knallt mit "voller Breitseite" in die Rootsrock-, Americana-, Alternate Country-Welt und hinterlässt ein dickes Ausrufezeichen. Eins ist sicher: Die Fangemeinde von Austin Lucas wird in Windeseile anwachsen...

Das komplette Tracklisting:

1. Let Me In - 3:27
2. Alone in Memphis - 3:39
3. Four Wheels - 3:38
4. Small Town Heart - 3:32
5. Rings - 3:53
6. Save It for Yourself - 4:09
7. Different Shade of Red - 4:12
8. Stay Reckless - 3:12
9. So Much More Than Lonely - 2:21
10. Gift and a Gamble - 3:14
11. Splinters - 4:33

Art-Nr.: 8297
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Let me in
Alone in Memphis
Four wheels
Rings
Save it for yourself
Sray reckless
Splinters

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Marshall Tucker Band, The - live! from spartanburg, south carolina [2013]
The Marshall Tucker Band - Live! From Spartanburg, South Carolina! The South Carolina Music Hall of Fame Concert! Das ist der komplette Titel dieses neuen Live-Albums der MTB - und es ist etwas ganz besonderes, sowohl in historischer, als auch in musikalischer Hinsicht, denn die Liste der mitwirkenden Gäste ist genauso lang wie spektakulär. Wir erleben das komplette Konzert der unvergessenen Southern Rock-Pioniere vom 19. September 1995 aus dem Memorial Auditorium ihrer Heimatstadt Spartanburg anlässlich ihrer Aufnahme in die South Carolina Music Hall of Fame. Ein großer Anlass mündete in einem großen Konzert. Das damalige Line-Up der "Tucker Boys" um Gründungsmitglied und Sänger Doug Gray wurde an diesem Tag noch einmal um die ehemaligen Originalmitglieder Jerry Eubanks (flute, sax), George McCorkle (guitar) und Paul Riddle (drums) verstärkt, doch das war noch lange nicht alles. Eine wahrlich illustre Gästeschar gab sich die Ehre, diesen Abend mit einer ganz großen Band des Southern Rocks gemeinsam zu feiern. So standen u. a. mit auf der Bühne, um bei mehreren Songs mitzuwirken: Einer der besten Freunde der MTB, Charlie Daniels (fiddle), Wet Willie's Jimmy Hall (harmonivca, vocals), The Allman Brothers Band's Butch Trucks (drums) und Jaimoe (percussion), sowie die exzellenten Gitarristen Chris Hicks, Stuart Swanlund, "and the late great" Hughie Thomasson (The Outlaws). So teilen sich beispielsweise bei "Fire on the mountain" George McCorkle und Hughie Thomasson die Gitarrenparts und beim fast 15-minütigen "24 hours at a time" sind dann gar alle 4 beteiligten Gitarristen gleichzeitig am Start (George NcCorkle, Stuart Swanlund, Chris Hicks und Hughie Thomasson). Das hat schon was! Wie drückt es ein amerikanischer Fan doch so treffend aus? "This CD is an absolutely necessary addition to any Southern Rock library". Dem ist nichts hinzuzufügen.

Die komplette Setlist:

1. Heard It In a Love Song - 5:15
2. This Ol' Cowboy - 6:39
3. Long Hard Ride - 4:02
4. Desert Skies - 6:00
5. Searchin' For a Rainbow - 4:31
6. Fire On the Mountain - 4:18
7. 24 Hours At a Time - 14:40
8. In My Own Way - 8:56
9. Ramblin' - 10:06
10. Askin' Too Much of You - 3:57
11. Can't You See - 7:43

Art-Nr.: 8211
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Miller, Scott & The Commonwealth - reconstruction ~ live [2007]
Die "Bärchen Records-Crew" hatte im April 2006 im Rahmen des mittlerweile außerordentlich renommierten Americana/Roots-Festivals "Blue Highways" im niederländischen Utrecht das für Europa seltene, dafür aber um so genußvollere Vergnügen, Scott Miller and The Commonwealth einmal live erleben zu dürfen.
Dort mußten der Ex-Frontmann der legendären Rootsrock-Formation "The V-Roys" und seine Truppe als "Opening-Act" ran und brachten uns und das Publikum mit einem dynamischen und musikalisch über jeden Zweifel erhabenen, prächtigen Set sofort auf die richtige "Betriebstemperatur". Großartig, dass deren tolle Live-Mucke nun auch auf einem entsprechenden Live-Album der aktuellen "Citation"-Tour festgehalten wurde! Mitgeschnitten an drei Tagen (7. - 9. Dezember 2006) im Down Home in Johnson City/Tennessee, ist das Werk mit 19 Tracks/gut 67 Minuten Spielzeit (plus einem kurzen Spaß-Intro) randvoll gepackt und liefert einen prima Querschnitt der bisherigen drei Studioalben "Thus Always To Tyrants" von 2001 ("I Made A Mess Of This Town", "Dear Sarah" "Goddamn The Sun", "Is There Any Room To Cross"), "Upside Downside" von 2003 ("Amtrak Cresent", "Angels Dwell", "It Didn’t Take Too Long", "For Jack Tymon") und dem bereits erwähnten "Citation" von 2006: Letztgenanntes ist natürlich auf diesem Silberling schwerpunktmäßig vertreten mit tollen Live-Fassungen von "Jody", "Eight Miles Per Gallon", "Only Everthing", "Freedom’s A Stranger", "Still People Are Moving", "On A Roll" und "Wild Things"! Mit "Spike"1 (Tom Petty) und "Hawks And Doves" (Neil Young ) gibt es dazu zwei klasse Coverversionen, wobei der Young-Klassiker auch bereits auf "Citation" vertreten war, hier jetzt allerdings noch etwas rauer und authentischer. Man meint fast, Miller hätte sich für den Song Crazy Horse als Backing-Band ausgeliehen. Überhaupt bieten die Jungs eine herrlich raue, erdige, trockene, rootsige und unbeschwerte Performance voller Spielfreude und Energie in einer spürbar unbeschwerten, recht intimen Club-Atmosphäre. Staubiger Rootsrock, großartiger Alternate Country-Twang und knackiger Americana-Rock - kurzweilig, abwechslungsreich, kompetent! Miller's Truppe Commonwealth, bestehend aus Shawn McWilliams (Drums), Eric Fritsch (Keyboards, Guitar) und Jeremy Pennebaker (Bass), wie auch der Bandchef persönlich, zeigen sich in blendender Verfassung. Scott, auch gesangstechnisch sehr überzeugend, mit seinem vorzüglichen E-Gitarren-Spiel und die beeindruckende Rhythmusfraktion in seinem Rücken wirken, vor allem auch bei den vielen Tempovariationen innerhalb der Songs, überaus eingespielt. Trotz Miller's unbestrittenem, eigenständigem Stil schimmern immer wieder vermeintliche Einflußquellen durch, die von Neil Young, Chris Knight, Ryan Adams, John Mellencamp, Bruce Springsteen und Steve Earle bis hin zu Dan Baird oder den Bottle Rockets reichen. Besonders erwähnenswert in einem sich auf durchgehend hohem Niveau bewegenden Programm sind beispielsweise flotte und satt rockende Sachen wie "It Didn’t Take Too Long", ein fulminanter Roadhouse Rocker in bester Chuck Beryry-/Dan Baird-Manier und das Slide-wütige "Eight Miles Per Gallon", aber auch countryorientiertere, entspanntere Songs wie das lockere, staubige "Angels Dwell" (schöne Akustikgitarrenarbeit), "Arianne" (klasse Harmonies, einfühlsames E-Gitarren-Solo), das semi-akustische "On A Roll" (schön trocken, wieder tolles E-Gitarren-Solo) und das rhythmische, knackige, rootsige "For Jack Tymon" mit seinen tollen E-Breaks. Und wenn dann mit "Drunk All Around This Town" und "Is There Room On The Cross?" die Menge zum feuchtfröhlichem Mitgrölen animiert wird, und dies auch mit Freude und tosendem Beifall tut, dürfte auch dem Letzten klar werden, dass die Leute in Johnson City mit Scott Miller & The Commonwealth eine prächtige, drei Tage währende Roots-/Alternate Country-/Americana-Fete feierten. Feiern wir mit! Einfach klasse, diese Burschen! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 4916
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
I made a mess of this town
It didn't take too long
Only everything
Wild things
For Jack Tymon

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Shaver, Billy Joe - live at billy bob's texas ~ cd & dvd [2012]
CD & DVD-Set! Exzelenter Auftritt von Billy Joe Shaver, "the original honky tonk hero", und seiner großartigen, jungen Band vom 17. September 2011 im legendären "Billy Bob's" von Fort Worth/Texas. Ja, der alte Outlaw ist noch immer in prächtiger Verfassung und wirkt auch in seinen frühen Siebzigern noch wie ein "Rebell". Dazu trägt natürlich auch die schon erwähnte, vorzügliche Band bei, die ungemein unbeschwert und rotzig frech aufspielt. Im Mittelpunkt der Truppe steht der junge Jeremy Lynn Woodall, mit dem Shaver wieder einen richtig "geilen" Gitarristen an Bord hat, der ganz im Sinne von Shaver's viel zu früh verstorbenem Sohn Eddie aufspielt. Immer wieder bringt er sich mit bluesigen, zündenden, kernigen Soli ein. Klasse! Entsprechend rockig, rootsig und erdog ist die komplette Performance, die aber auch immer mal wieder von akustischen Songs unterbrochen wird. Dennoch ist das natürlich eine vollkommen traditionell verwurzelte Country-Show - kerniger, echter Outlaw Country durch und durch. Die Setlist umfasst jede Menge Klassiker des Protagonisten, aber auch den ein oder anderen vollkommen neuen Song. Billy Joe Shaver ist einzigartig. Jede Live-Show von ihm ist anders - so auch diese. Man kann sich daran nicht satt hören - und auch nicht satt sehen. So ist vor allem die DVD ein Highlight, die diesen prächtigen Auftrott, hervorragend in Szene gesetzt, auf die "Leinwand" unseres Wohn-/Musikzimmers bringt. Long live Billy Joe Shaver! Eine tolle, unbeschwerte, dreckige, völlig losgelöste, rockin' Outlaw Country-Show von Billy Joe Shaver und seiner Band!

Das komplette Tracklisting (CD & DVD):

1   Heart of Texas - 4:20
2   Georgia on a Fast Train - 3:15
3   Honky Tonk Heroes - 3:12
4   That's What She Said Last Night - 3:35
5   Black Rose - 2:25
6   Wacko from Waco - 2:19
7   Old Chunk of Coal - 2:34
8   Star in My Heart - 1:35
9   Live Forever - 2:56
10 Hottest Thing in Town - 5:02
11 Thunderbird - 4:54
12 Gold Old USA - 2:59
13 Ride Me Down Easy - 3:30
14 Love Is so Sweet - 2:16
15 I Couldn't Be Without You - 1:36
16 The Git Go - 4:01
17 Old Five and Dimers - 2:25
18 You Asked Me To - 2:07
19 Try and Try Again - 3:26
20 You Can't Beat Jesus Christ - 4:06
21 Wacko from Waco [*] - 3:05
22 The Git Go [*] - 4:00

Art-Nr.: 7853
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Heart of Texas
Georgia on a fast train
Live forever
Hottest thing in town
Thunderbird
Love is so sweet
Old five and dimers

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Taylor & The Sinners, Jackson - aces 'n eights [2009]
Es gibt wohl aktuell kaum jemanden in der Szene, der erdigen, "genuine" Outlaw-Country authentischer und glaubhafter rüberbringt, als dieser Jackson Taylor. Der aus Moody (nördlich von Austin) stammende Texaner verkörpert nicht nur musikalisch den typischen, "rauen" Outlaw, sondern auch als Mensch, der seine Lebensphilosophie mit unumstösslicher Ehrlichkeit in seine Musik transportiert. Sein neues Album "Aces 'n eights" knüpft nahtlos an seinen von allen Seiten hoch gelobten Vorgänger "Dark days" an und unterstreicht eindrucksvoll, wir erwähnten es bereits vor 2 Jahren, den Anspruch dieses großartigen Songwriters, Storytellers und Sängers auf die legitime Nachfolge solcher Legenden wie Waylon Jennings und Billy Joe Shaver, der sich längst als bekennender Fan von Taylor geoutet hat. "Jackson's songs are so real and honest, you know straight off he's been there and done that. He writes and sings like he lives. Great songs, that I believe will live forever", sagt Shaver über Taylor. Welch ein Kompliment! Das neue Werk hat Taylor mit seiner klasse Band "The Sinners" und einigen hochkarätigen Gästen, wie beispielsweise Dale Watson und Jason Boland eingespielt. Seine wunderbare Outlaw-Countrymusic verspüht eine vollokommen natürliche Unbekümmertheit, ist stets umgeben von einem rauen Charme und schön erdig - weit weg von den aalglatten Produktionen Nashville's. Sie ist durch und durch traditionell, aber auch durchzogen von rockiger Energie und hin und wieder auch einem tollen Southern (Rock)-Appeal. Dazu diese hervorragenden Melodien! Insgesamt ist "Aces 'n eights" vielleicht einen Tick rockiger als der Vorgänger, ohne das dabei das "Real Country"-Fundament auch nur im geringsten auf der Strecke bleibt. Diese Kombination macht das Ganze wiederum sehr zeitgemäß. Kein Wunder, dass nicht nur die texanische, sämtliche Altersklassen umfassende Outlaw-Meute voll auf diesen Typen und seine "geile" Truppe abfährt. Los geht's mit dem urigen, von einer wunderbar natürlichen "Holprigkeit" geprägten, astreinen, düsteren Honky Tonker "Back on the bottle", der mit einer deutlichen musikalischen Hommage an Johnny Cash aufwartet. Klasse Duett-Gesang von Dale Watson, tolle E-Gitarren-Begleitung, prima Melodie! Rau und dreckig, vollgepackt mit rotzigen, satten E-Gitarren-Riffs und -licks fegt in der Folge der dynamische, großartige Roadhouse Countryrocker "Ball & chain" aus den Lautsprecher-Boxen (Duett-Gesang hier: Jason Boland). Weist einerseits dezente Southern Rock-Spuren der Georgia Satellites auf, basiert andererseits aber erneut auf lupenreinen Country-Traditionen. Prächtig, wie sich die nach vorn gehenden, rockigen Rhythmen mit den traditionellen, zwirbelnden Squaredance-Fiddles vereinen - wiederum alles bei einer überaus angenehmen Melodik. Anschließend wird mit Stones-ähnlichen Riffs der raue, voller bissiger, offensiver Textzeilen steckende (Taylor singt sehr oft mit sarkastischer, "spitzer" Zunge) und gnadenlos mit dem Nashville-Kommerz und -Glamour abrechnende "Country song" eingeleitet, der ansonsten von seinem Ambiente her aber deutliche Spuren des großen Waylon Jennings aufweist. Eine wunderschöne Melodie zieht sich danach durch die herrliche Outlaw Country-Ballade "Sunset", eigebettet in großartige, klare und angeraute, sehr transparente Gitarren, allerbesten "Southern rockin'" Country mit tollen E-Gitarren-Linien hören wir bei "Barefeet on the dash", das baumstarke "Goin' back to California" ist ein tierischer Bordertown Outlaw-Country-Knaller mit einem tollen, mexikanischen Einschlag und sehr Cash-kompatiblen Rhythmen, die mit feiner Steelguitar und exzellenten E-Gitarren (starke, Southern-fueled Baritone Lead-Gitarre) instrumentierte, prächtig ins Ohr gehende Ballade "Aces 'n eights" ist abermals lupenreiner Outlaw-Country, und bei dem ordentlich abgehenden, viel Drive und Dampf aufbauenden, punkig rotzigen Countryrocker "Highway 101" werden gar Erinnerungen an die guten alten Jason & the Scorchers wach - wieder sehr traditionell verwurzelt, aber voll abrockend, mit fetten E-Gitarren und einer klasse Melodie. "Aces 'n eights" bedeutet für Jackson Taylor & the Sinners einen weiteren, großen Schritt in die richtige Richtung. Ihr großartiger, erdiger "gut bucket Roadhouse-/Honky Tonk-/Outlaw-Country" bringt das Genre in eine neue, zeitgemäße, erfrischend zwanglose, ehrliche Dimension voller Inspiration und Biß! "Jackson Taylor & the Sinners kicks your Outlaw Country-ass"! Tolle Truppe! Tolle Scheibe!

Die komplette Tracklist:

1 Back on the Bottle - 3:14   
2 Ball & Chain - 4:21   
3 Country Song - 3:03   
4 Sunset - 3:44   
5 Barefeet on the Dash - 3:15   
6 Goin' Back to California - 3:39   
7 Aces 'N' Eights - 3:06   
8 Easy Lovin' Stranger - 4:32   
9 Circle of Trust - 3:56   
10 Highway 101 - 3:45   
11 Love Don't Come Around Here - 3:39   
12 Sex, Love & Texas - 3:12   
13 Cocaine - 4:15   
14 Back on the Bottle [alternate bonus track] - 3:13

Art-Nr.: 6459
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Back on the bottle
Ball & chain
Sunset
Goin' back to California
Aces 'n eights
Highway 101

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Walker, Django - down the road [2002]
Texas und seine Bands! Texas ist und bleibt das El Dorado des lockeren und unbeschwerten Countryrocks, von dem man schon glaubte, es gäbe ihn gar nicht mehr. Das nächste herausragende Beispiel dafür ist das junge Quartett um den fantastischen Sänger und Songschreiber Django Walker, Sohn des legendären Jerry Jeff Walker, die mit "Down the road" ein geradezu famoses Texas Country/Alternate Country /Countryrock/Americana-Highlight wie aus einem Guß abliefern. Was dieser Walker für Songs aus dem Ärmel schüttelt, ist schon mehr als beeindruckend. Mancher Kollege würde sich die Finger danach lecken. Dazu ist er ein wunderbarer Sänger und Geschichtenerzähler. Die Musik der Jungs entspricht vielleicht im weitesten Sinne der, der besten Momente von Leuten wie Cory Morrow, Chris Knight, Great Divide, Charlie Robison und Jack Ingram, doch sie spielen alles ncoh viel lockerer und flüssiger, ohne dabei an Dynamik einzubüßen. Sogar die superben Cross Canadian Ragweed lassen manchmal grüßen. Die herrlichen Melodien der Songs nisten sich unwiderruflich in den Gehörgängen ein. Mitverantwortlich dafür sind natürlich auch seine exzellenten Mistreiter in der Band, allen voran Gitarrist Greg Combs mit seiner großartigen Gitarrenarbeit. Bassmann Keld Ewart und Drummer Noah Watson sorgen für die adäquate Rhythmusarbeit. Und noch einer prägt den Sound entscheidend mit: Kein geringerer als Texas-Guru Lloyd Maines hat sich der Jungs angenommen und nicht nur die Produktion des Albums übernommen. Er unterstützt darüberhinaus die Jungs als Gastmusiker mit seinem grandiosen Pedal Steel- und Dobro-Spiel, oder mit zusätzlicher Akustik-Gitarre auf nahezu allen Tracks! Das Album startet mit dem Titelsong. Herrliche Akustik-Gitarre und "driving" Drums schlagen "Down the road" an. Lloyd Maines beginnt ein fantastisches Lead-Dobro zu spielen, es folgen Bass und satte E-Gitarren-Riffs. Das ist der Start einer traumhaften, flockigen und flüssigen Uptempo-Countryrock-Nummer über die Abenteuer einer Band "on the road". Ein tolles E-Gitarren-Solo im Break! Ein Bekenntnis der Jungs für Ihre Countryrock-Musik und das damit verbundene Leben, immer unterwegs zu sein. Genauso flockig, flott und unbeschwert geht es mit "Texas blacktop highway" weiter. Der nächste Knüller von einem Texas-Countryrock-Song! Herrlich rootsig, mit toller Steel-Begleitung und einer prima Hammond im Hintergrund singen und spielen sie sich durch eine wunderbar melodische, frische Nummer. "The road you choose" ist astreiner Singer-Songwriter/Countryrock-Stoff im Stil eines Chris Knight in Hochform mit starken Gitarrenriffs und wieder einer Traum-Melodie. Fiddle und lässige E-Gitarre eröffnen das großartige "Another day". Fängt im Midtempo-Bereich an, um dann im Mittelteil durch einen klasse Tempowechsel mit feinem E-Gitarren-Solo ordentlich an Drive zu gewinnen. "All the miles" ist eine regelrechte Midtempo Roots/Alternate Country/Americana-Paradenummer, mit Orgel und feiner Steelguitar, ehe sie im Finale mit einem satt rockenden E-Gitarrensolo nach fast 6 Minuten endet. So geht es weiter von Höhepunkt zu Höhepunkt, bis zu Track 12, dem ambitionierten und bekennenden "Texas on my mind", das, wie zu Beginn, wieder flockigen, rollenden, Countryrock bietet, mit einem klasse Fiddle-Solo und mehreren starken, flotten Gitarrensoli. "Down the road" ist ein unglaublich shcöner Roadtrip durch die texanischen Weiten. Ein Traum von einem Album, nicht nur für die eingefleischte Countryrock/Alternate Country/Americana-Fraktion. Sowohl der ein oder andere Nashville-Cowboy, als auch dem Country nicht abgeneigt Roots-Fans werden diese großartige Musik der Jungs wohl anerkennen müssen, und an diesem famosen Album nicht vorbei können. Eine begeisternde 55-minütige Country/Alternate Country/Countryrock/Americana-Demonstration ohne Fehl und Tadel!

Art-Nr.: 1378
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

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Down the road
The road you choose

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Widespread Panic - space wrangler [1988]
Großartiges Album von 1988 der Jamrocker!

Das komplette Tracklisting:

1. Chilly Water 5:39
2. Travelin' Light 3:36
3. Space Wrangler 6:48
4. Coconut 5:03
5. The Take Out 2:16
6. Porch Song 2:51
7. Stop-Go 4:50
8. Driving Song 8:29
9. Holden Oversoul 3:32
10. Contentment Blues 5:05
11. Gomero Blanco 1:11
12. Me And The Devil Blues/Heaven 15:11

Art-Nr.: 2182
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 8,90

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