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Blue Water Highway Band - things we carry [2015]
Neues, hell funkelndes Juwel in den texanischen Red Dirt-/Roots-/Americana-/Countryrock-Gefilden: Die Blue Water Highway Band mit ihrem wundervollen, mit durchweg fantastischen Songs in edlen Melodien bestückten Debütalbum "Things We Carry". Wenn schon ein alter, mit allen Country-Wassern gewaschener Recke wie Multiinstrumentalist und Produzent Lloyd Maines Sätze wie "The Blue Water Highway Band is the best new band that I’ve heard in years. Their vocals are spot on and their writing is smart and thoughtful. They’re very serious and impressive musicians’" von sich zum Besten gibt, kann man mit absoluter Sicherheit davon ausgehen, dass den musikbegeisterten Hörer etwas ganz Besonderes erwartet. Maines ist natürlich auch mit seinem unverwüstlichen und unnachahmlichen Pedal Steel-Spiel auf diesem Werk als Gastmusiker (neben weiteren illustren Leuten wie Cindy Cashdollar, Warren Hood oder John Ginty) mit von der Partie. Die kreativen Köpfe der Band sind Zack Kibodeaux (vocals, acoustic guitar) und Multiinstrumentalist Greg Essington (vocals, guitars, piano, banjo, mandolin, accordion), die den Löwenanteil des Songwritings erledigt haben. Hinzu kommen Catherine Clarke, die mit den typisch texanischen Harmoniegesängen im Stile einer Kacey Musgraves zu gefallen weiß, ein weiterer Alleskönner Zach Landreneau (piano, rhodes, banjo, accordion,, dobro, synth chamberlin) sowie die Rhythmusfraktion, bestehend aus Kyle Smith (bass) und Daniel Dowling (drums, percussion). Produziert hat in einem schön transparenten, unaufdringlichen und ‚organisch‘ gehaltenen Sound, David Butler. Anhand der ganzen aufgeführten Instrumente kann man bereits erkennen, dass viel Wert auf ein überaus variables Musizieren im Americana- und Country-typischen Ambiente gelegt wurde. Das zeigt direkt der hinreissend schöne, von einer traumhaften Melodie geprägte, glasklar in Szene gesetzte Opener "Hard Time Train" mit seinen feinen Mundharmonika-Einlagen und den transparenten Gitarrenklängen. Was für eine tolle Red Dirt-/Americana-/Countryrock-Nummer mit fantastischem Gesang von Zack Kibodeaux. Der Bursche singt wie eine ausdrucksstarke Kombination aus Zac Brown (Zac Brown Band) und Mike Eli (Eli Young Band) mit dem Slang der Braun-Brüder Willy (Reckless Kelly) und Micky (Micky and The Motorcars). Toll hier auch das am Ende einstzende, schnelle, grassig angehauchte Instrumentalfinish, wobei hier vor allem Maines den Bottleneck über sein Paradeinstrument fliegen lässt. Ein weiteres tolles Beispiel ist „Medicine Man“, das mit New Orleansscher Fröhlichkeit vorgetragen wird und dann mittels eingebundener Horn Section mit einer furiosen Dixieland-Bridge noch einen oben drauf setzt. Die wohl radiofreundlichsten Tracks sind das wunderbar melodische, flockig lockere Stück "City Love, City Loose" (gurgelnde Orgel, tolle Harmoniegesänge, klasse Harp-Solo), das viel Southern-Esprit versprühende "How I Broke Your Heart", die beide auch gut in das Repertoire eines Rob Baird passen würden, oder der wunderschöne Titelsong "Things We Carry", der dezent etwas an die einstigen Sons Of The Desert erinnert. Für ganz großartige Momente auf diesem Album sorgen die Texaner zudem mit ein paar herausragenden Balladen, wie zum Beispiel mit dem rootsigen, staubigen "Greytown" (klasse Orgel, tolle Mandolinen-Ergänzungen), dem voller Melancholie schwer seufzenden "My Blue San Antone" (Orgel, Piano, Banjo), dem in Klagemanier gebrachten, folkigen "Voice In Ramah" (live im Studio eingespielt, starkes Mandoline-Solo, klasse Harmonies), oder dem sehr atmosphärisch, in einem klassischen Piano- und Cello-Gewand vorgetragenen, mit fast sakral anmutenden "Ohohoh"-Gesängen umwobenen, ganz feinen "Q To Cortel You", bei denen sich Kibodeaux vor allem als exzellenter Storyteller erweist. Was für ein Talent! Stücke wie das mit einem schöne Gypsy-Flair behaftete "Oh Seraphim!" (klasse Steel, schöne Fiddle), der leicht bluesig stampfende "Working Man"-Song "John Henry" oder das flockige "The Running" (Piano, Orgel, klasse Harmonies von Clarke, prima E-Gitarren-Solo) sorgen immer wieder für viel kontrastreiche Abwechslung. Alles Beschriebene mündet in den glorreichen Abschluss "Highway To Glory", bei dem die Band voller Fröhlichkeit und Intensität noch mal das texanische Countryterrain beackert. Da wünscht man sich im Geiste irgendwo mit den Protagonisten bei einer kühlen Flasche Bier (oder mehreren) zusammen am abendlichen Lagerfeuer mit Blick auf einen Canyon zu sitzen und sich einfach von ihrer stimmungsvollen Musik berauschen zu lassen. Eine großartige Truppe, was für talentierte Jungspunde! Das grandiose Debüt "Things We Carry" der Blue Water Highway Band ist ein Füllhorn mit Stoff für Liebhaber anspruchsvoller Roots-/Country-/Americana-/Red Dirt-Sachen in Richtung von Interpreten wie Rob Baird, der Eli Young Band, den Turnpike Troubadours, Sons Of The Desert, der Josh Abbott Band, Reckless Kelly, Micky and The Motorcars, The Band Of Heathens & Co. Auf den Punkt bringt es die ebenfalls spielerisch sehr versierte Gastmusikern Cindy Cashdollar (Baritone Weissenborn, Lap Steel), die das Treiben der BWHB so zusammenfasst: "Round bounded music, with contemporary drive". Diesem Statement können wir uns nur ehrfurchtsvoll und Kopf nickend anschließen. Ganz sicher einer DER Geheimtipps des Jahres 2015! Tolles Cover Artwork übrigens (mit eingelegtem Textbooklet) wieder mal von den Dodd Sisters (Backstage Design). Eine famose Vorstellung der Blue Water Highway Band! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Hard Time Train - 5:43
2. City Love, City Lose - 4:22
3. Oh Seraphim! - 3:57
4. Greytown - 4:51
5. Medicine Man - 3:48
6. How I Broke Your Heart - 5:00
7. My Blue San Antone - 5:34
8. John Henry - 4:00
9. The Running - 4:36
10. Voice in Ramah - 4:43
11. Q to Cortel You - 3:06
12. Things We Carry - 4:49
13. Highway To Glory - 4:01

Art-Nr.: 8965
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Hard time train
City love, city lose
Oh Seraphim!
Greytown
Medicine man
My blue San Antone
The running
Things we carry

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Carpenter, Mary Chapin - the things that we are made of [2016]
Mary Chapin Carpenter beweist auch auf ihrem neuen Album, wie wunderbar die Brücke zwischen Americana und Country sein kann. Exzellentes Songwriting, völlig Bombast-freie, wohl dosierte Instrumentierung, feine Melodien und ein überaus ausdrucksstarkes Storytelling. "The things that we are made of", im übrigen hervorragend produziert von dem zur Zeit mächtig angesagten Szene-As Dave Cobb (u. a. Jason Isbell, Chris Stapleton), ist mal wieder eine ganz edle, wundervolle Vorstellung von Mary Chapin Carpenter. Große Klasse!

Das komplette Tracklisting:

1. Something Tamed Something Wild - 3.46
2. The Middle Ages - 3.48
3. What Does It Mean To Travel - 3.09
4. Livingston - 5.13
5. Map Of My Heart - 2.57
6. Oh Rosetta - 4.39
7. Deep Down Deep Heart - 4.34
8. Hand On My Back - 5.14
9. The Blue Distance - 5.04
10. Note On A Windshield - 4.49
11. The Things That We Are Made Of - 5.30

Art-Nr.: 9164
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 9,90

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Cooder Graw - love to live by ~ ep [2016]
6-Track EP! Da sind sie wieder! Und wie! Nach ein paar Jahren Pause melden sich Cooder Graw, diese fantastische Country-/Traditional Country-/Countryrock-Truppe aus West Texas zurück. Zwar "nur" mit eine 6 Songs umfassenden EP, aber was für einer starken. Das Sextett um den großartigen Songwriter, Sänger, Frontmann Matt Martindale macht ansatzlos dort weiter, wo sie mit Alben wie "Shifting gears" oder "Wake up" vor mehr als 10 Jahren aufhörten. Ist das herrlich, diese unbeschwerte, völlig zwanglose Mischung aus Pure Texas Country, Red Dirt Country, Traditional Country, Mexican Boder Country und flockigem Countryrock zu hören, die so erfrischend losgelöst von dem zuweilen allzu aufgesetzten Nashville-Pomp daher kommt. Wenn diese Truppe in den Honky Tonks und Roadhouses des Lone Star States auftritt, dann "brennt" die Country-Hütte. Herrlich! Nehmen wir beispielsweise das großartige Eröffnungsstück "Hello from hell": Das ist wundervoller Texas Country aus dem Grenzgebiet zu Mexiko. Die schöne mexikanische Acoustic Gitarre, das Akkordeon, die Melodie, der Groove - man sieht in fast vorm geistigen Auge, den roten Staub der texanischen "Borderline". Oder der von einer tollen Dynamik angetriebene, dezent southern eingefärbte, tierische Red Dirt-Countryrocker "Virginia Slims & Little Kings", dessen Wurzeln zwar durch und durch traditionell sind, der aber auch wunderbar nach vorn rockt. Saustark hier das kernige E-Gitarren-/Fiddle-Solo im Break, das schließlich in geradezu traumhaftes Parallelspiel mündet. Eine grandiose Nummer! All das sind Musterbeispiele für die mitreissende Countrymusic von Cooder Graw. Sehr stark auch das Titelstück "Love to live by", eine fantastische, von jeder Menge Honky Tonk-Feeling geprägte, Steelguitar-getränkte Texas Country-Ballade der Extraklasse. Die Steel wird ergänzt durch prächtig klimperndes Klavier und feinste E-Gitarren-Klänge. Auch das lässige, knackige, flotte, dabei herrlich lockere, wunderbar melodische Countrystück "Heart of breaking up" mit seinem tollen Gewand aus (Baritone) E-Gitarre und Pedal Steel ist ein absoluter "Hit". Codder Graw sind zurück mit einer Knüller-EP! Texas Country at its best in all seinen Facetten auf der Schiene solcher Seelenverwandter wie Jason Boland & The Stragglers, Mike and the Moonpies, Eleven Hundred Springs, Cody Johnson, James Lann, und wie sie alle heißen. Super Teil!

Das komplette Tracklisting:

1. Hello From Hell - 3:16
2. Virginia Slims & Little Kings - 4:33
3. Love to Live By - 3:55
4. Mexican Blues - 3:44
5. Heart of Breaking Up - 3:32
6. Adam and Eve - 3:49

Art-Nr.: 9145
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 10,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Hello from hell
Virginia Slims & Littel Kings
Love to live by
Heart of breaking up

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Davis & The Black Ties, Shaw - tales from the west [2018]
"These guys are hot"! Explosiver und intensiver, dynamischer und mächtig kraftvoller Gitarren-Bluesrock - das ist die Passion dieses erst im Mai 2016 gegründeten Trios aus Pompano Beach/SouthFlorida um den teils geradezu ekstatisch aufspielenden, jungen Gitarristen Shaw Davis. Ergänzt werden Shaw Davis & The Black Ties um die hervorragend auf den Frontmann abgestimmte, toll groovende, sehr "tighte" Rhythmusfraktion, bestehend aus Bobby Van Stone an den Drums und Bassist Patrick Stevenson. Die Truppe bevorzugt einen ungemein rauen und emotionalen, tief in den späten Sechzigern und frühen Siebzigern verwurzelten Stil, dessen Basis immer der Blues ist, der aber gleichzeitig mit Stilmitteln des Hardrocks und des improvisationsfreudigen Psychedelicc Blues spielt. Die Einflüsse reichen von Davis' großem Vorbild Stevie Ray Vaughan, über Jimi Hendrix, Robin Trower, Frank Marino, bis hin zu den frühen Deep Purple. Alle Drei sind exzellente Musiker, die total unbeschwert, frei und völlig zwanglos aufspielen, allen voran ihr hoch talentierter Frontmann, der sich nicht nur als "irrer" Gitarrenhexer präsentiert, sondern auch als vorzüglicher Sänger und Songwriter. Die Arrangements sprühen nur so vor Feuer und Power. Es herrscht eine geradezu jammige Spielfreude, die gekennzeichnet ist von großer Variabilität und stets die Spannung hoch haltender, kleiner, verspielter Effekte, auch bei Davis' packenden Gitarrenausflügen. Trotz zuweilen ordentlicher Härte, zupackender, fetter Riffs und der schon erwähnten Improvisationsfreude, stimmen die Strukturen der großartigen Songs zu jeder Zeit. Den Anfang macht der furiose, mit klasse Gitarrenlicks gespickte, großartige Retro Power-Bluesrocker "Take my hand", bei dem sofort dieses unverkennbare Hendrix-/Marino-Flair, wie auch eine dezent psychedelische Note und die unbändige Kraft, die die Truppe ausstrahlt, zu hören sind, wenngleich der Beginn des Tracks ein wenig verhaltener arrangiert ist. Doch nachher geht es dann mächtig ab. Davis beeindruckt gegen Ende mit einem wieselflinken und sehr effektvollen, brennenden Gitarrensolo. Keine Frage, die Band ist "on fire"! Und es geht so weiter. Aus Frank Zappa's "Willie The Pimp" machen Davis & Co. einen gewaltigen, schwerblütigen Heavy-Bluesrocker mit rauem Gesang und monströsen Gitarrenläufen, während die Band bei dem wunderbaren Titelstück "Tales from the west" geschickt und voller Spielfreude zwischen ruhigeren und krachend lauten Sequenzen hin und hwr pendelt, um das Finale in einem fulminanten Gitarrensolo münden zu lassen. "Mama told me" kommt ein wenig funky und "Atomic groove" macht seinem Namen alle Ehre, denn dieser schnelle, rasante, feurige, stark Sixties umwobene, intensive Rocker kennt im Grunde nur eine Richtung: nach vorn! Nach einem Feuerwerk von einem Gitarrensolo gibt es im Mittelteil aber auch eine etwas ruhigere, herrlich verspielte Gitarrenpassage (schöne Wah-Wahs), was einmal mehr die Raffinesse der Band betont, um danach wieder das Gaspedal durchzutreten und alles zu geben. Saustark auch die verrückte Cover-Version von Junior Kimbrough's "I gotta try you girl", aus dem die Truppe einen variantenreichen Retro-Kracher, vollgepackt mit Strukturwechseln, spannenden Ideen und aufregenden Gitarrenspielereien zaubert - von knochenhart bis verzerrt, über akustisch, psychedelisch, wieder hin zu "heavy electric". Ein fulminantes Hill Country Bluesrock-Spektakel! Klasse auch das abschließende, epische "My friend". Shaw Davis & The Black Ties begeistern mit einem wirklich fesselnden Album. Machen die so weiter, gehört dieser Band die Zukunft. "If you've been wanting to know who is doing that hard edged blues rock today... look no further", resümiert ein begeisterter U.S.-Fan. Und er hat Recht. Wahrhaft ein tolles Bluesrock-Werk einer ungemein vielversprechenden Band!

Das komplette Tracklisting:

1. Take My Hand - 4:51
2. Willie the Pimp - 3:50
3. Tales from the West - 4:50
4. Mamma Told Me - 4:04
5. Fire Inside - 5:07
6. Know Where You Been - 4:04
7. Atomic Groove - 5:02
8. I Gotta Try You Girl - 6:28
9. My Friend - 7:47

Art-Nr.: 9832
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Take my hand
Willie The Pimp
Tales from the west
Know where you been
Atomic groove
I gotta try you girl

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Green River Ordinance - fifteen [2016]
Grandioses, neues Album der aus Fort Worth stammenden Texaner! Die Bandmitglieder der Green River Ordinance befinden sich seit Teenager-Zeiten mittlerweile im 15. Jahr ihres Bestehens, was macht also besser Sinn, als ihr neues Werk voller Stolz demnach auch "Fifteen" zu benennen. Der Fünfer hat sich von CD zu CD kontinuierlich gesteigert, der neue Silberling zeigt die Band eindeutig im Zenit ihrer bisherigen Schaffensphase. Sämtliche elf Tracks wurden wie so oft im Kollektiv kreiert, dazu hat man sich wieder in eine alte Holzhütte am Caney Fork River zurückgezogen, wo man laut Frontmann Josh Jenkins fernab von Handyempfang und dem üblichen Stress, einfach mal völlig relaxt in den Fluss springen kann. An diesem für die Band, bestehend aus den weiteren Mitgliedern Denton Hunker (Drums, percussion), Geoff Ice (Bass, Harmonica, bg vocals), Jamey Ice (Lead guitar, banjo, mandolin) und Joshua Wilkerson (Electric guitar, mandolin, piano, bg vocals), heiligen Ort, kommen ihnen die wesentlichen Ideen für ihre so fein konstruierten Songs, wie der Bandleader weiter ausführt. Schon der Auftakt ist bestechend. Der überragende Opener "Keep Your Cool" stampft herrlich lässig in Country Rock-Manier mit quäkender Harmonica, hallender Orgel sowie satten Southern Rock-E-Gitarren vor sich hin, um letztendlich in ein kräftiges, an die Dirty Guv'nahs/Rolling Stones erinnerndes Finish überzugleiten. Ein wirklich cooler Song direkt zu Beginn. Das mit einem wunderbar trockenen, relaxten Banjo unterlegte, flockige, traumhaft melodische, flüssige "Red Fire Night" erscheint, dank einer dominierenden Fiddle, in einem tollen Country-/Americana-Ambiente. Irgendwie kommen einem Blue Rodeo mit einem leichten Red Dirt-Flair in den Sinn. Und so pendeln Green River Ordinance auch im weiteren Verlauf immer wieder zwischen Roots-/Folk-/Countryrock-/Country-beeinflussten, fein instrumentierten (sehr viele kleine eingeflochtene Hinhörer) Tracks wie "Simple Life", "You, Me & The Sea", "Endlessly" (fein akzuentierte Mandoline, klasse Pedal Steel-Gastauftritt von Milo Deering), dem retrobehaften"„Life In The Wind" (hier gibt eine slidende Dobro den Ton an) und eher rockig arrangierten Nummern wie "Maybe It's Time (Gravity)", "Tallahassee" (tolles Southern-/Outlaws-Flair) oder "God Only Knows" hin und her. Am Ende lässt die Band ihr Werk mit dem verletzlich gespielten, für ihre Verhältnisse recht sparsam angelegten "Keep My Heart Open" sanft-melancholisch ausklingen. Mit "Fifteen" präsentiert das Quintett ein bärenstarkes neues Album, das damit den nächsten Schritt zum ganz großen Durchbruch macht. 11 herrliche Songs voller traumhafter Melodien, irgendwo an der Schnittstelle zwischen der frühen Eli Young Band, den kanadischen Blue Rodeo (mit deren countryorientierteren Songs), der Zac Brown Band, Will Hoge, der Josh Abbott Band, Rob Baird und ähnlicher Seelenverwandter. Eine geradezu perfekte Mischung aus Country, Countryrock, dezentem Red Dirt und Americana. Einfach umwerfend! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Keep Your Cool - 4:18
2. Red Fire Night - 3:08
3. Maybe It's Time (Gravity) - 2:51
4. Simple Life - 3:57
5. Tallahassee - 4:31
6. You, Me & The Sea - 3:44
7. Always Love Her - 3:24
8. Endlessly - 3:57
9. Only God Knows - 3:36
10. Life In The Wind - 2:55
11. Keep My Heart Open - 4:59

Art-Nr.: 9100
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Keep your cool
Red fire night
Maybe it's time (Gravity)
Simple life
Tallahassee
Endlessly
Only God knows
Keep my heart open

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Henley, Don - cass county ~ deluxe edition mit 4 bonustracks [2015]
Deluxe Edition mit 4 Bonustracks! Original US-Ausgabe! Don Henley, die Ikone der Eagles, mit einem neuen Solo-Album, dem ersten seit 15 Jahren! Es ist ein großartiges, sehr Country-orientiertes Album geworden, mit dem er auf seine Wurzeln zurückblickt. Mit an Bord sind jede Menge hoch interessanter Gäste!

Aus der offiziellen Produktbeschreibung:
Don Henley veröffentlicht sein fünftes Studioalbum und damit sein erstes Soloalbum seit über 15 Jahren. Das Album "Cass County" wurde nach dem nordöstlichen Gebiet in Texas benannt, in dem Henley aufgewachsen ist. Es wurde von Don Henley und Stan Lynch produziert, der auch am Songwriting von 11 Songs beteiligt war. Dabei repräsentiert das Album vor allem Henleys Wurzeln: „Ich bin in Texas geboren und aufgewachsen. Ich bin ein Südstaatler und ein Texaner. Das ist also eine ganz natürliche Entwicklung für mich. Es zeigt wer ich bin und woher ich komme.“ erzählt Don Henley. Das Album, das hauptsächlich in Nashville, Tennessee und Dallas, Texas aufgenommen wurde, beinhaltet Gastauftritte von Merle Haggard, Miranda Lambert, Mick Jagger, Martina McBride, Jamey Johnson, Alison Krauss, Vince Gill und Dolly Parton. Zum Entstehungsprozess des Albums berichtet Don Henley: „Ich kann ehrlich sagen, dass ich bei diesem Album noch mehr Spaß hatte als bei jedem anderen Album zuvor und das liegt an den mitwirkenden Musikern. John Sebastian hatte absolut recht, als er 1965 oder 1966 den Song ‚Nashville Cats‘ schrieb. Es stimmt immer noch, auch so viele Jahre später. Es gibt so viele großartige Musiker hier.“

Das komplette Tracklisting:

1.Bramble Rose (feat. Mick Jagger)
2.The Cost Of Living (feat. Merle Haggard)
3. No, Thank You
4. Waiting Tables
5. Take A Picture Of This
6. Too Far Gone
7. That Old Flame (feat. Martina McBride)
8. The Brand New Tennessee Waltz
9. Words Can Break Your Heart
10. When I Stop Dreaming (feat. Dolly Parton)
11. Praying For Rain
12. Too Much Pride
13. She Sang Hymns Out Of Tune
14. Train In The Distance
15. A Younger Man
16. Where I Am Now

Art-Nr.: 8979
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Hull, Sierra - weighted mind [2016]
Soeben eingetroffen!

3. Album der begnadeten, jungen Bluegrass-Künstlerin, die eine geniale Mischung zwischen Tradition, Acoustic Country/Americana und "Progressive Modern Bluegrass" entwickelt. Toll! Gäste sind u. a. Alison Krauss und Rhiannon Giddens. Produziert hat bela Fleck!

Aus der offiziellen Produktbeschreibung:

Sierra Hull has been recognized from age 11 as a virtuoso mandolin-player, astonishing audiences and fellow-musicians alike. Now a seasoned touring musician nearing her mid-20s, Hull has delivered her most inspired, accomplished, and mature recorded work to date; no small feat. Weighted Mind is a landmark achievement, not just in Sierra Hull's career, but in the world of folk-pop, bluegrass, and acoustic music overall. With instrumentation comprised largely of mandolin, bass, and vocals, this is genre-transcending music at its best, with production by Béla Fleck and special harmony vocal guests Alison Krauss, Abigail Washburn, and Rhiannon Giddens adding to the luster. Hull speaks eloquently, in her challenging and sensitive originals, her heartfelt vocals, and once again breaks new ground on the mandolin. Béla Fleck special guests on banjo on two tracks and duo partner, Ethan Jodziewicz, not only anchors the record on bass, but introduces us to a major new instrumental voice.

Soundfiles folgen in Kürze!

Das komplette Tracklisting:

1. Stranded
2. Compass
3. Choices And Changes
4. Wings Of The Dawn
5. Birthday
6. Weighted Mind
7. Fallen Man
8. The In-Between
9. Lullaby
10. Queen Of Hearts / Royal Tea
11. I'll Be Fine
12. Black River

Art-Nr.: 9086
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Montoya, Coco - can't look back [2002]
Klasse neues Soloalbum des Gitarrenzauberes Coco Montoya, der lange Jahre in den Bands von Albert Collins und John Mayall seine Stratocaster auf Touren brachte. Mit "Can't look down" ist ihm eine wunderbar frische, sehr gefühlvolle Rock/Blues/Bluesrock-Scheibe gelungen, die sich an der Schnittstelle des L.A./Memphis-Sounds mit einer gehörigen Portion Texas-Bluesrock-Flair befindet. Montoya ist ein klasse Sänger mit viel Seele in der Stimme und sein Gitarrenspiel ist ohnehin über jeden Zweifel erhaben. Ein virtuoses Solo jagt das nächste. Seine quirlige Spielweise, beeinflußt von Albert Collins, über Duane Allman bis hin zum typischen Texas-Blues, ist voller Power, aber gleichzeitig wunderbar fließend, locker und frisch.
Die Songs stecken voller klasse Melodien und sind überwiegend rockig ausgerichtet, ohne das der Blues zu kurz kommt. Das dürfte nicht nur die Fangemeinde von Stephen Bruton, über Scott Holt bis hin zu Mark Selby begeistern. Wer auf fließenden, rhythmischen, manchmal dezent funky angehauchten, auch mal mit leichtem Southernflair angereicherten Bluesrock mit tollen Gitarrensoli und einem ordentlichen Groove steht, ist hier richtig! Bei 5 der 13 Songs werden auch mal Sax und/oder Trompete eingesetzt, die aber relativ unaufdringlich sind und den Gesamtsound eher bereichern denn stören. Das paßt schon gut zusammen. Unter den Musikern sind L.A. Bass-Ikone Bob Glaub (u.a. Jackson Browne), Drummer Tony Braunagel, Tommy Eyre an den Keyboards und Chuck Kirkpatrick an der zweiten Gitarre. Und die harmonieren prächtig miteinander! Das Album wird mit dem sehr starken "Wish I could be that strong" eröffnet, ein Texas-style Bluesrocker, wunderbar flockig, aber dennoch mit gutem Drive, mit einer tollen Melodie und einem excellenten Gitarrensolo, bei dem Montoya gleich zu Beginn allle Register zieht. Das scheint wie eine Kreuzung aus Duane Allman und Stevie Ray zu klingen. Das traurige "Running away from love" mit seiner schönen Hammond B3-Begleitung, dem dezenten Reggae-Feeling und dem leicht funky angehauchten Rhythmus, besticht erneut mit herrlich lockeren, flinken Gitarrensoli und einem herrlichen Groove. Nach dem gut abgehenden Hollan/Dozier/Holland-Heuler "Something about you" ertönt das tolle, lääsig lockere, mit einem feinen southernmäßigen Intro versehene "I won't beg". Fließende Gitarren, wie aus dem Handgelenk geschüttelt, überall. Mit "Trip, stumble and fall" folgt ein satter, melodischer Texas-Bluesrocker, danach mit "Can't see the streets for my tears" ein waschechter, emotioneller, trockener Slow-Blues! So geht es weiter, bis zu dem klasse Finaltrack "Free", nochmal ein satter Bluesrock-Paradesong voller Herz und Seele. Coco Montoya's "Can't look back": das ist astreine Bluesrock-Mucke für die erste Liga, frisch, klassisch und modern zugleich! Macht richtig Laune!

Art-Nr.: 1266
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
I won't beg
Free

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Montoya, Coco - coming in hot [2019]
Der brillante Blues-/Bluesrock-Ausnahmegitarrist und großartige Sänger aus dem Süden Californiens (einstiger langjähriger Sideman von Albert Collins und John Mayall) kommt mit einem exzellenten, neuen Album. Das ist klassischer, authentischer California Blues und Bluesrock, zeitlos, authentisch, retro und gleichzeitig auf der Höhe der Zeit. Montoya ist ein absoluter Meister seines Fachs mit prächtigen Songs und packenden Gitarrenläufen/-soli, voller feiner Melodien, voller Hingabe und voller Spielfreude, mit wunderbaren Spuren verwandter Genres wie R&B, Funk, Jam und Soul. "Premiere blues rock guitarist Montoya is the only one of his peers with the soulful vocals to match his six-string prowess. Coming In Hot is jam-packed with stellar, unpredictable, spiraling solos played with Coco's signature full-bodied tone, and singing that carries fury and passion equal to his powerhouse fretwork". Diese Original-Produktbeschreibung trifft es auf den Punkt. Einer der ganz Großen des Genres mit einer bravourösen Vorstellung!

Hier ein Original U.S.-Review:

Coco Montoya, originally a drummer for his mentor Albert Collins and later Collins’ rhythm guitarist, subsequently spent a decade as guitarist for John Mayall & The Bluesbreakers, still continues to evolve as a solo artist on this, his tenth album, Coming In Hot. Known primarily now as one of the top blues-rock guitarists, Montoya distinguishes himself by playing highly melodic lines and effortlessly shifting into searing, combustible solos. With each album, his vocals seem to take on more passion. It makes for one potent package.
He bursts out with the blues shuffle, “Good Man Gone,” a table setter for the scorching title track, which in its mid-section, threatens to leave your player smoking. As you listen to these tracks, it’s clear that Montoya modeled his vocal style somewhat on Mayall’s. Mercifully, “Stop Running Away From My Love” is played with a modicum of restraint, but has its fiery moments too, especially in the roaring choruses. A clear standout track is his tribute to Collins with “Lights Are On But Nobody’s Home,” where his guitar solo, in a smoldering slow blues mode, by turns burns and chills.
Montoya is not a writer but is adept at selecting songs that he can put his stamp on. Naturally, Montoya stands alongside top shelf players on this Tony Braunagel-produced project. In-demand keyboardist Mike Finnigan (Bonnie Raitt, Taj Mahal, David Crosby), guitarist and engineer Johnny Lee Schell (Bonnie Raitt), rhythm guitarist Billy Watts (Eric Burdon) and bassists Bob Glaub (Bob Dylan, Bruce Springsteen) and Mike Mennell (Jimmy Buffett, John Fogerty). Braunagel (Raitt, Taj Mahal. Curtis Salgado) holds down the traps throughout. Additionally, vocalist Shaun Murphy harmonizes on “Ain’t It a Good Thing” and Jon Cleary adds piano to the title track.
“What Am I?” is the prototypical vehicle for a building, spiraling Montoya guitar excursion and increasingly passionate vocals. Montoya’s guitar solos are not shredding exercises, he purposely constructs them to build to an emotional peak. “I Wouldn’t Wanna Be You’ ventures into soul territory, with an infectious groove. “Witness Protection” offers one of his best, growling, pleading vocals and the closer, “Water to Wine,” returns to his in-the-pocket comfort zone, holding convincing sway with a blues shuffle.
Montoya plays powerfully. Brace yourself. (Jim Hynes / Elmore Magazine)

Das komplette Tracklisting:

1. Good Man Gone - 3:48
2. Coming In Hot - 3:25
3. Stop Runnin' Away From My Love - 5:12
4. Lights Are On But Nobody's Home - 6:56
5. Stone Survivor - 3:54
6. What Am I? - 4:10
7. Ain't It A Good Thing - 3:48
8. I Wouldn't Wanna Be You - 4:39
9. Trouble - 4:00
10. Witness Protection - 4:13
11. Water To Wine - 4:49

Art-Nr.: 9870
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Good man gone
Coming in hot
Lights are on but nobody's home
What am I?
I wouldn't wanna be you
Trouble
Water to wine

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Moore, Kip - wild ones [2015]
Zweites Studioalbum des aus Tifton, Georgia stammenden Country-Singer/Songwriters! Nachdem Kip Moore mit seinem Debüt "Up All Night" einen sensationell guten Einstand in Nashville gefeiert hatte (Album Platz 3, die Single "Somethin' 'Bout A Truck" sein erster Nr.1-Hit, "Beer Money" und "Hey Pretty Girl" jeweils nochmal unter den Top-10), folgt jetzt mit "Wild Ones" der bereits heiß erwartete Nachfolger (wieder bei MCA Nashville), nachdem er zwischenzeitlich mit "Young Love" und "Dirt Road" bereits zwei Singles auf den Markt "geworfen" hatte. Das damit schon unter beträchtlichem Erfolgsdruck stehende Werk stellt eine behutsame und gut durchdachte Verifikation des Vorgängers dar, also quasi ein Upgrade, bei dem an den bewährten Stärken festgehalten wurde und in vereinzelten Fällen ein wenig gefeilt und geändert wurde. Im Wesentlichen ist hier die etwas stärkere Rockausrichtung zu erwähnen. Besonders hervorzuheben ist, dass Kip, wie schon zuvor, wieder konsequent sämtliche dreizehn Lieder (mit einigen bewährten und ein paar neuen Co-Writern) kreiert hat, was in diesen Künstlersphären nicht alltäglich ist (viele wählen sich ja meist bequem auf sie zugeschnittenes Fremdmaterial aus). Hut ab dafür. Geblieben ist angesichts der begonnenen Erfolgsstory natürlich seine Kooperation in Sachen Produktion mit Hitschreiber Brett James, der auch zwei Stücke kompositorisch begleitet und bei ein paar Background Vocals beigesteuert hat. Lediglich beim Opener und zugleich dem Titelstück "Wild Ones", ein Percussion- und Basslinien-betonter Midtempotrack mit einem euphorisch gesungenen Refrain, hat der sich ebenfalls gut im Geschäft befindliche Chris DeStefano an den Reglerknöpfen mitgewirkt. Das folgende, sehr flockig und poppig ins Ohr gehende "Come And Get It" überrascht am Ende mit einem überaus intensiven, E-Gitarren-dominierten Instrumentalfinish. Für einige hitverdächtige Momente des Silberlings sorgen wieder die eingespielten Erfolgsautoren Troy Verges und Blair Daily ("Beer Money"), die auf Sachen wie "Girl Of The Summer" (heartlandträchtige Power-Ballade), "What Ya Got On Tonight" (markante E-Gitarrenlinie, energiegeladener Refrain/Rhythmus) und dem, mit dezent keltischem Flair behafteten "Running For You" (klasse E-Gitarren-Solo) eindrucksvoll demonstrieren, wie man in Nashville den Nerv der Zeit trifft. Klasse auch das mit Westin Davis und Dan Couch atmosphärisch konstruierte "That Was Us", bei dem die in Axel Rose-/Kid Rock-Manier gebrachten Refrains/Harmoniegesänge schöne Farbtupfer abgeben. Zu einem Favoriten bei Kips Live-Konzerten (zur Zeit ist er ja mit Dierks Bentley und Canaan Smith groß auf Tour) dürfte im patriotisch geprägten "Amiland" das heroische "Lipstick" ('Hey'- Schlachtgesänge, ein wenig John Farnham-90er Stadion-Flair) avancieren, in dem Kip in so ziemlich allen bekannten Regionen der Staaten den Lippenstift seiner Liebsten küssen möchte. Sehr schön und im Refrain mitsingbar das ebenfalls Heartland-gefärbte "Heart's Desire". Textlich überzeugt "Complicated", wo mit starken Zeilen wie "All I know sometimes you love it, sometimes you hate it, but what good’s love if it ain’t a little complicated? No it don’t always go like you always hoped it would, but sometimes complicated is pretty damn good"” proklamiert wird, dass echte Liebe nicht immer nur "Friede, Freude Eierkuchen" bedeuten muss. Banjo und E-Gitarren führen den wohl Country-behaftesten Song "I'm To Blame". Das Stück klettert als erste Single gerade in den Charts nach oben. Steve Millers "The Joker" dürfte bei "That's Alright With Me" Pate gestanden haben. Ein lustiger Text und eine typisch coole Gesangsperformance von Kip runden diesen launigen Track ab. Das Piano-betonte "Comeback Kid" überzeugt in dezent pathetischer Weise im Stile großer zeitgenössischer, amerikanischer Songwriter wie z. B. Will Hoge und legt noch ein paar persönliche Seiten des Protagonisten offen. Ein recht emotional und autobiografisch gefärbter, starker Abschluss. Kip Moore hat mit "Wild Ones" dem Druck des erfolgreichen Vorgängers problemlos standgehalten, was, wie beschrieben, umso mehr zu würdigen ist, da es sich hier um Kompositionen handelt, in die er sich ausschließlich selbst miteingebracht hat. Das Album wird sicherlich einige Hits hervorbringen und vielleicht auch Chancen für diverse Nominierungen bei den anstehenden Awards in der einen oder anderen Sparte haben. Dazu muss man Kip eine deutlich spürbarere Reife und Weiterentwicklung attestieren. Bester Stoff für Liebhaber auf der Höhe von jungen Wilden wie Eric Church, Keith Urban, Tyler Farr & Co.! Dickes Kompliment dafür! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Wild Ones - 3:21
2. Come And Get It - 4:55
3. Girl Of The Summer - 3:56
4. Magic - 3:36
5. That Was Us - 3:59
6. Lipstick - 4:17
7. What Ya Got On Tonight - 2:59
8. Heart's Desire - 4:20
9. Complicated - 3:02
10. I'm To Blame - 2:16
11. That's Alright With Me - 3:36
12. Running For You - 3:32
13. Comeback Kid - 3:13

Art-Nr.: 8960
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Nettles, Jennifer - playing with fire [2016]
Zum Superstar wurde Jennifer Nettles mit Sugarland. Jetzt legt sie mit "Playing with fire" ihr neues Solo-Akbum vor, das sie, wie kaum anders erwartet, in prächtiger Form zeigt. Die großartige Singer-Songwriterin glänzt mit 11 hervorragenden Songs, bei denen sie, bis auf zwei, auch stets kompositorisch involviert ist. Unterstützt wird sie bei 7 Nummern von ihrer langjährigen Freundin Brandy Clark, die in Nashville mittlerweile ebenfalls als ganz "heißes Eisen" unter den neuen Songwritern und Interpreten gilt. Sehr oft sind die Lieder stark fundamentiert im Country, gleichzeitig aber sehr modern arrangiert, dann wieder sind sie eher poppiger Natur. Das Ergebnis ist poppiger Country im allerbesten Sinne des Wortes, dargeboten auf einem überaus hohen Level. Die Synthese aus klassischer, handgemachter Country-Instrumentierung und modernem "Programming" gelingt hier ausgezeichnet, stärkt aber eben den etwas poppigen Eindruck. Doch, wie gesagt, das Songmaterial ist exzellent - ja, vom allerfeinsten, was bei diser Songwriter-Elite auch wirklich kein Wunder ist (neben Jennifer und Brandy Clark sind noch solche Leute wie beispielsweise Holly Williams, Lori McKenna und Shane McAnally involviert). Aber veredelt wird das Ganze durch Jennifer ganz großen Trumpf, ihren herausragenden, charismatischen Gesang. Ihre hinreissend kraftvolle, klare Stimme mit dem umwerfenden Südstaaten-Charme ist einfach eine "Wucht". Sie verbindet sich mit den wunderbaren, prächtig ins Ohr gehenden Melodien der Stücke zu ganz großartigen, kleinen Songperlen. Energie-geladene Uptempo-Kracher wie etwa das Titelstück "Playing with fire", lockere Midtempo-Lieder wie das feine "Three days in bed", oder edle, emotionale Balladen wie das kräftige, wunderschöne "Unlove you" halten sich in etwa die Waage. Insgesamt ist das eine wirklich fabelhafte Vorstellung der ex Sugarland-Frontfrau. Ein tolles Album! Riesen-Kompliment!

Das komplette Tracklisting:

1. Playing With Fire - 3:04
2. Unlove You - 3:54
3. Hey Heartbreak - 3:33
4. Drunk In Heels - 3:20
5. Stupid Girl - 3:38
6. Three Days In Bed - 3:41
7. Sugar - 2:55
8. Chaser - 3:27
9. Starting Over - 4:13
10. Salvation Works - 3:51
11. Way Back Home - 3:31

Art-Nr.: 9171
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Price, Margo - midwest farmer's daughter [2016]
Welch eine Wonne! Welch ein wundervoller, so rein funkelnder Rohdiamant am Countryhimmel! "Midwest farmer's daughter", das Debut der aus Buffalo Prairie in Illinois stammenden, heute aber in Nashville lebenden, exzellenten Singer/Songwriterin Margo Price und ihrer hervorragenden Begleitband "The Pricetags", ist die erste Veröffentlichung auf Jack White's neuem Label "Third Man Records" - und was für eine starke. Margo Price ist keine dieser gecasteten Künstlerinnen, keine, die im Nashville-Glamour steht, sondern sie hat sich alles von der Pike auf erarbeitet. "Hard work, stick-to-it-ivness, grit, and pristine musicality drenched in real life experience from the school of hard knocks... - that's Nashville. That's Country Music. That, Ladies and Gentleman is Margo Price". Mit diesen Worten führt das Label die Künstlerin ein - und genau so kommt sie rüber. Margo Price spielt hinreissend schöne, traditionell fundamentierte, unverfälschte, reine Countrymusic mit einem Hauch von Americana, vollkommen frei von modernem Nashvielle Mainstrream-Schnickschnack, daführ von ausgeprägter Natürlichkeit, Ehrlichkeit und Schönheit. Alles klingt herrlich retro. Zuweilen weckt sie Erinnerungen an die frühe Emmylou Harris und ihre Hot Band, an die ganz frühe Linda Ronstadt, aber auch an Loretty Lynn und Tammy Wynette, genauso wie an einen weiblichen Kris Kristofferson und Johnny Cash, vor allem dann, wenn sie ein leichtes Outlaw-Feeling in ihre Musik einfliessen lässt. Margo verfügt über eine großartige, klare, unverbrauchte Stimme, singt wie ein junges "Honky Tonk Angel". Aufgenommen wurde die Scheibe übrigens live und analog (daher dieser wunderbar natürliche, authentische, warme Sound) in den legendären Sun Studios und abgemischt in den nicht minder berühmten Ardent Studios, beide in Memphis/Tennessee. Nicht nur Songs wie die herrliche Honky Tonk Country-Nummer "About to find out" mit ihrem tollen Arrangement aus lässiger E-Gitarre und prächtiger Pedal Steel (erinnert an die besten Tage von Emmylou's früherer Hot Band), das voller wunderbarem Twang steckende "Hurtin' (on the bottle)", die rau instrumentierte, staubige, leicht bluesig angehauchte Outlaw Country-Nummer "Tennessee song" (toll die hier sehr erdige Instrumentierung in Verbindung mit Price's glasklarem Gesang, saustarkes E-Gitarren-Solo von Jamie Davies, würde wohl auch gut in das Anforderungsprofil der neuen Countryhelden ala Chris Stapleton und Sturgill Simpson passen), der hinreissende, lupenreine, mit einer tollen Gitarren-, Pedal Steel-, Fiddle-Begleitung schön retro in Szene gesetzte Honky Tonker "Since you put me down" (feines Gram Parsons-Flair, der ungemein dynamische Country-Heuler "This town gets around" (saustarkes Pedal Steel-/Fiddle-Break), oder der Sixties-inspirierte Vintage Country-Knaller "How the mighty have fallen" sind von herausragender Klasse. Das komplette Album ist ein absoluter "Hit"! Authentische, unverfälschte Country-/Americana-Musik von einer Lockerheit, Zwanglosigkeit und Natürlichkeit, die ihresgleichen sucht. Eine absolute Wohltat zwischen all den aufgemotzten und aufpolierten Chartstürmern. Ein Pracht-Teil! Margo Price "is the real deal"!

Das komplette Tracklisting:

1. Hands of Time - 6:09
2. About to Find Out - 3:12
3. Tennessee Song - 4:40
4. Since You Put Me Down - 4:53
5. Four Years of Chances - 4:33
6. This Town Gets Around - 2:55
7. How the Mighty Have Fallen - 3:11
8. Weekender - 4:40
9. Hurtin' (On the Bottle) - 4:12
10. World's Greatest Loser - 1:33
11. Desperate and Depressed - 3:31

Art-Nr.: 9136
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Hands of time
About to find out
Tennessee song
Since you put me down
This town gets around
How the mighty have fallen
Hurtin' (on the bottle)

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Rogers Band, Randy - nothing shines like neon [2016]
Völlig unbeschwert, entspannt, losgelöst von jeglichem Major Label- und Mainstream-Druck, legt die texanische Randy Rogers Band mit "Nothing shines like neon" ein neues, wundervolles Album vor. Schon das Album-Cover liefert einen eindeutigen Hinweis auf das, was uns musikalisch erwartet und letztendlich auch voller Bravour geliefert wird. Der in der Dunkelheit grell leuchtende "Neon"-Schriftzug ziert in dieser Art zumeist die urigen, ländlichen, texanischen Honky Tonks und ist den Leuten absolut vertraut, die nach getaner Arbeit oder am Wochenende solche Alkohol-geschwängerten "Läden" und verrauchte "Barrooms" besuchen, um bei herrlicher Countrymusic den Anstrengungen des Alltags zu entfliehen. Und genau diese Musik gibt ihnen die Ranfy Rogers Band hier miot großer Leidenschaft und aus vollem Herzen. Die Band wirkt künstlerisch wie befreit, völlig locker und kreativ wie selten zuvor. Rogers und seine Freunde besinnen sich auf ihre Roots und präsentieren lockere, von herrlichen Melodien bestimmte, reine, tief in den Traditionen verwurzelte, zeitlose, pure Countrymusic, variantenreich, voller stetigem Honky Tonk-Flair, aber auch mal mit dezenten Blues-, Americana-, und Rock-Einflüssen, authentisch durch und durch, dabei stets durchzogen von diesem zwanglosen, ursprünglichen, einzigartigen Red Dirt-Feeling. Es ist eine Wonne, diesen exzellenten Songs zu lauschen. Die Qualität ist sehr, sehr hoch. Die Randy Rogers Band knüpft damit in etwa an die Philosophie des fantastischen, gemeinsamen Projektes von Randy Rogers und seinem Freund Wade Bowen aus dem Vorjahr, "Hold my beer - Vol. 1", an, wenngleich es hier schon etwas erdiger zugeht. Einflüsse des Neunziger Jahre-Countrys sind nicht zu leugnen, aufgesetzter Nashville-Schnickschnack ist keiner zu finden. Altmeister Buddy Cannon, sicher einer der besten Genre-Produzenten überhaupt, hat das Werk wundervoll, auf den Punkt genau produziert. Gleich das erste Stück, "San Antone", eist eine wahre Traum-Nummer. Ach Leute, was kann diese texanische Countrymusic so schön sein. Ein vollkommen lockerer, flockiger, flotter, flüssiger Rhythmus, dazu eine sich hinreissend in unsere Gehörgänge schlängelnde Melodie, Rogers' großartiger, leicht Staub-gegerbter Gesang, klare Acoustic-Gitarren, eine vereinzelt integrierte, surrende Fiddle, wunderschöne, nicht allzu dominante, aber durchaus erdig klingende E-Gitarre (tolles, kurzes Fiddle-/E-Gitarren-Solo in der Mitte), tolle Pedal Steel-Tupfer, ein einsamer, texanischer Honky Tonk-Schuppen in der kargen, staubigen Landschaft vor dem geistigen Auge - fertig ist die pure Countrywonne. Die Randy Rogers Band ist "at the top of their game". Es folgt die nächste "Killer"-Nummer, das fantastische "Rain and the radio", das etwas knackiger, mit ordentlich Soul, einem tollen Groove und voller Southern-Flair daherkommt. Klasse die Instrumentierung aus sehr retro klingendem E-Piano, feiner Orgel-Untermalung in Verbindung mit den vielschichtigen Gitarren (starkes E-Gitarren-Solo im Break). Was für ein Spirit und Feeling. Herrlich diese pure Countrymelodie im Refrain. Ein weiteres Musterbeispiel bester, genauso zeitloser, wie zeitgemäßer und unverfälschter, texanischer Red Dirt-Countrymusic ist der knackige, aber auch schön lockere, abermals ungemein melodische, mit schöner Fiddle, erdiger E-Gitarre und dezent angerockter Countrywürze in Szene gesetzte "Neon Blues". Herrlich! So geht das mit einem "Hit" nach dem nächsten weiter. Ob die großartige, schön "gritty" inszenierte Red Dirt-Countryballade "Things I need to quit", der kernige Roadhouse-Heuler "Takin' it as it comes" mit Jerry Jeff Walker, das flockige, semi-akustisch präsentierte, mit viel Honky Tonk-Feeling ausgestattete, brillante "Look out yonder" mit den feinen Background-Gesängen von Alison Krauss und ihrem "Union Station"-Bandmember Dan Tyminski, das lässige, toll ins Ohr gehende "Tequila eyes" oder die klasse Outlaw Country-Nummer "Actin' crazy", dargeboten im Duett mit Jamey Johnson - die Randy Rogers Band hat den nächsten Entwicklungsschritt getan. Ohne jeden Zweifel: "Nothing shines like neon" ist eines der besten Alben der Randy Rogers Band bis zum heutigen Tag, wenn nicht vielleicht sogar das stärkste überhaupt - auf jeden Fall aber das ausgereifteste und authentischste. Grandioser Texas Red Dirt Country in seiner vollsten Blüte.

Das komplette Tracklisting:

1. San Antone - 3:29
2. Rain and the Radio - 3:49
3. Neon Blues - 3:01
4. Things I Need to Quit - 3:38
5. Look out Yonder (with Alison Krauss & Dan Tyminski) - 3:24
6. Tequila Eyes - 4:17
7. Takin' It as It Comes (with Jerry Jeff Walker) - 3:39
8. Old Moon New - 3:33
9. Meet Me Tonight - 3:14
10. Actin' Crazy (with Jamey Johnson) - 2:47
11. Pour One for the Poor One - 2:27

Art-Nr.: 9076
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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San Antone
Rain and the radio
Neon Blues
Things I need to quit
Look out yonder
Tequila eyes
Actin' crazy

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Walker jr., Wheeler - redneck shit [2016]
"Redneck shit"! Was bekommen wir bei einem Country-Album mit solch einem, durchaus zweideutigen Titel wohl geliefert? Eines schon mal vorab: Prächtige, grandios in Szene gesetzte, facettenreiche, auf den Punkt gebrachte, traditionelle Countrymusic in ihrer unverfälschtesten, reinsten Form, im Geiste der großen "Honky Tonk Heroes" und "Country Outlaws" vergangener, goldener Country-Tage. Er ist jetzt schon ein Liebling der Independent-Presse, die Walker Wheller jr. eines der originellsten, "funniest" und zugleich provozierendsten Alben des Jahres attestiert. Denn dieser Mann spielt doch eine ganz "spezielle" Art der Countrymusic. Perfekt produziert von dem zur Zeit zu Recht groß gefeierten und grandiosen Produzenten Dave Cobb (u. a. Sturgill Simpson, Chris Stapleton, Jason Isbell) kommt die Musik natürlich in höchster Qualität, wie die der anderen Schützlinge Cobb's. Und dennoch gibt es ein gravierendes Unterscheidungsmerkmal - und zwar wegen der Texte. Walker's höchst spitzzüngige, politisch völlig unkorrekte und alles andere als jugendfreie Sprache steckt voller Flüche und pornographischer Ausdrücke, doch das ist einfach eine "Masche" des Protagonisten und niemals abfällig oder gar frauenfeindlich gemeint, wie er ausdrücklich betont. So sagt er beispielsweise über die hinreissend traditionelle Countryballade "Fuck you bitch": "This is not meant to be a derogatory statement against women, but an anthem for the broken-hearted". Diese Texte, die natürlich beim erzkonservativen Countryradio in Nashville verpönt sind, macht das Album natürlich, trotz aller puristischen Klänge, auf der anderen Seite wieder "alternativ" und progressiv. Doch wen diese Sprache nicht stört, der wird einfach mit einem absoluten musikalischen Country-Leckerbissen belohnt. Johnny Cash, Waylon Jennings, Hank Williams, Buck Owens und wie sie alle heißen, hinterlassen deutlich ihre Spuren. Walker Wheeler jr. betont zudem immer wieder deutlich, dass er mit dem heutigen Mainstream-Country Nashville's überhaupt nichts anfangen kann. Er liebt authentische, reine Countrymusic und präsentiert diese hier auf vielseitigste Art und Weise. Das geht von herrlichen Pedal Steel-getränkten Nummern über pure Honky Tonker, bis hin zu bluesigem Country. Wunderbares Gitarrenspiel (E-Gitarre, akustische Gitarre und, wie gesagt, Pedal Steel) bestimmt vorwiegend das musikalische Geschehen - genauso wie prächtige Songstrukturen und klasse Melodien. In höchstem Maße mitverantwortlich für das hervorragende Gelingen des Projektes sind neben Wheeler's klasse Stimme und seinem ebenso starken Songwriting auch die hoch begabten Begleitmusiker, allen voran der ehemalige Shooter Jennings-Sideman Leroy Powell, ein begnadeter Gitarrist, der mit seiner Band The Messengers bereits ein paar unter unseren Kunden hoch geschätzte, fett rockende Alben im Roots-/ Southern Rock-Bereich eingespielt hat. Also, alles passt! "Redneck shit" ist einfach ein klasse Countryalbum, an dem es musikalisch nichts zu mäkeln gibt. Im Gegenteil: "That's real Country at it's best". Walker Wheller jr. polarisiert wegen seiner Texte, aber diese Scheibe ist ein pures, "ass-kicking" Country-Juwel.

Das komplette Tracklisting:

1. Redneck Shit - 2:24
2. Beer, Weed, Cooches - 2:35
3. Family Tree - 3:19
4. Can't Fuck You off My Mind - 3:10
5. Fuck You Bitch - 3:22
6. Drop 'Em Out - 1:34
7. Eatin' Pussy/Kickin' Ass - 3:11
8. Fightin', Fuckin', Fartin' - 2:04
9. Better off Beatin' Off - 2:49
10. Sit on My Face - 4:18
11. Which One O' You Queers Gonna Suck My Dick? - 3:36

Art-Nr.: 9124
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Redneck shit
Beer, weed, cooches
Can't fuck you off my mind
Fuck you bitch
Eatin' pussy / kickin' ass
Better off beatin' off
Sit on my face

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Williams Jr., Hank - it's about time [2016]
Hank jr. ist nach seinem etwas müde wirkenden Vorgängerwerk von 2012 wieder zurück - und präsentiert sich angriffslustig, energiegeladen und dazu in absoluter Top-Form! "It‘s About Time" heißt sein neues Album und es strotzt voller sattem Outlaw Country und mit viel Skynyrd-Flair bedachtem Southern Rock. Starke E-Gitarren (toll JT Corenflos und Tom Bukovac), dynamische Fiddles, quäkende Harp, klimperndes Piano, pulsierende Bläser-Einlagen und herrliche, southern-typische weibliche"Uuh-uuh"-‘ und "Aah-aah"-Harmoniegsänge in Hülle und Fülle, dazu in einer richtig wuchtigen Produktion von Julian Raymond verarbeitet. Nicht zu vergessen, nebst den üblichen Nashville-Klassemusikern auch die Einbindung von interessanten Gastsängern wie Eric Church beim starken Neil Young-Cover und Opener "Are You Ready For The Country" oder zum Abschluss bei der furiosen Neuauflage von Hanks 30-jahre altem "Born To Boogie" mit Brantley Gilbert und Justin Moore (dazu lässt Brad Paisley noch in Steve Gaines-Manier die Finger über seine Telecaster fliegen). Mit dem Skynyrd-/Dan Baird-mäßigen "Club U.S.A." und dem E-Gitarren-betonten "God Fearin‘ Man" drückt die einst aus Shrevport, Louisiana stammende 66-jährige Country-Legende zu Anfang direkt auf die Tube, ehe er beim traditionell gehaltenen Schwofer "Those Days Are Gone" (Refrain inkl. klasse Mitgrölfaktor) etwas das Bremspedal betätigt. Beide letztgenannten Tracks stammen übrigens mit aus der Feder von Jungtalent Chris Janson, der vor geraumer Zeit ein tolles Debüt hingelegt hat. Bei seiner Eigenkomposition "Dress Like An Icon" ist Ikone Hank jr. voll und ganz in seinem Element. Satte E-Gitarren, Honky Tonk-Piano, plusterndes Saxofon und Trompete, rotzige Harmonies drücken den Zuhörer mit ungemeiner Kraft regelrecht an die Wand. Toll. Die Neuauflage von "God & Guns" wurde vom bekennenden Obama-Gegner mit ein wenig "Voodoo Lake"-Esprit und vielen Country-typischen Instrumenten (Dobro, Fiddle, Orgel) upgedatet. Im Steelguitar-durchzogenen "Just Call Me Hank" proklamiert der Countryrecke, wie er gerne von seiner Gefolgschaft gesehen und behandelt werden möchte. Die Mel Tillis-Nummer "Mental Revenge" wartet mit einem schwungvollen Gitarrenrhythmus auf. Southern Rock pur bietet das wieder prächtig Dampf ablassende Titelstück "It’s About Time". Ein Freudenfest für alle Lynyrd Skynyrd-Anhänger. Mit "The Party’s On" geht die Hank jr.-Party unvermindert weiter. Ein typischer, simpler Countryrock-Feier Song, ideal in Bierlaune mit leicht mitgrölbarem Refrain. Der wohl außergewöhnlichste Track diese Werkes ist "Wrapped Up, Tangled Up In Jesus (God’s Got It)", aus der Feder vom 2006 verstorbenen Gospel-Gitarrist und Sänger Reverend Charlie Jackson. Hank jr. gibt, wie in schwarzen Süpdstaaten-Kirchen üblich, zunächst den predigenden Hohepriester, während die McCrary Sisters in ihrer typisch gospeligen Art zu jedem Statement, aufseufzen/antworten. Irgendwann mündet das Ganze dann im zweiten Teil in einen traditionellen Blues-Song in der Art der bekannten schwarzen Vertreter dieser Zunft. Wirklich toll gemacht. Wie bereits anfangs erwähnt, beendet dann "Born To Boogie" (erinnert ein bisschen an "I Know A Little") dieses Klasse-Werk nochmals im satten Southern Rock-Ambiente. Wie der Titel "It’s About Time" es schon suggeriert, merkt man an allen Ecken und Enden, dass Bocephus, wie Hank ja auch gerne genannt wird, richtig heiß auf diese neue Musik war. Rockiger, dabei absolut traditioneller, dazu wunderbar Southern-(Rock)orientierter, satter Outlaw-Country, wie ihn die Hank jr-Fans schon seit Jahrzehnten lieben. Er bleibt seiner Linie treu - und das ist gut so. Starkes Songmaterial! Großartiges Album! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Are You Ready For The Country (feat. Eric Church) - 3:29
2. Club U.S.A. - 3:19
3. God Fearin' Man - 2:37
4. Those Days Are Gone - 3:41
5. Dress Like An Icon - 4:13
6. God And Guns - 4:50
7. Just Call Me Hank - 3:02
8. Mental Revenge - 2:57
9. It's About Time - 3:30
10. The Party's On - 2:59
11. Wrapped Up, Tangled Up In Jesus (God's Got It) - 6:21
12. Born To Boogie (feat. Justin Moore) - 2:45

Art-Nr.: 9074
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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