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Bentley, Dierks - black [2016]
Einer der herausragenden Nashville-Künstler der letzten Jahre, der sich stetig weiter entwickelnde, aus Phoenix/Arizona stammende Dierks Bentley, beglückt die Country-/New Country-Welt mit einem erneut ganz großartigen, neuen Album. Stillstand kennt Bentley nicht. Trotz seines immensen Erfolges ist er nie zu sehr den gerade allzu angesagten Trends gefolgt. Vielmehr hinterfragt er sie und kreiert seine eigenen. Er gehört zu der seltenen "Species" in Nashville, dessen Roots klar im Country liegen, der sich aber auch allen anderen Musikrichtungen, auch den modernen, nicht verschließt. Aber er schafft diesen schwierigen Spagat mit einer Leichtigkeit und Natürlichkeit, die seinesgleichen sucht. Alles ist authentisch, ehrlich, voller Herzblut, real und von größter Qualität und Klasse. Seine Musik verliert zu keiner Zeit ihre Seele. "Handgemachte" Arrangements stehen bei ihm stets im Vordergrund und bilden die Basis. Seine Songs werden nicht von elektronischen oder digitalen Klängen "erschlagen". Die komme zwar auch vor, was absolut okay ist, doch das Gesamtprodukt wirkt immer "echt" und im inneren Kern richtig "country". Die Balance stimmt einfach - und das ist großartig. "Black" ist ein sehr persönliches Album von Dierks Bentley geworden - und ein sehr abwechslungsreiches. Der Albumtitel suggeriert nichts düsteres, sondern ist betitelt nach dem Mädchennamen seiner Frau Cassidy. Das Songmaterial ist große Klasse. Ob das hinreissend melodische, schön knackige Titelstück "Black" mit seinem klasse Groove, dem schönen Refrain und den fetten E-Gitarren von Jedd Hughes, der kraftvolle New Country Midtempo-Knaller "Pick me up", das schöne, mit der neuen, aufstrebenden und schon erste große Erfolge feiernden Countryhoffnung Maren Morris einegspielte Duett "I'll be the moon", das leicht poppige, aber sehr flockige und melodische, frische "Different for girls" (mit Elle King), wie auch das schwer kochende, mit viel New Orleans-Flair durchtränkte und heissen Bläsern inszenierte "Mardi Gras" (Gast: Trombone Shorty), die traumhaft schöne, sehr traditionell fundamentierte, reine Countrynummer "Can't be replaced" (herrliches Dobro, toller Harmonie-Gesang von Hillary Lindsey), oder der erste Top-Hit des Albums, "Somewhere on the beach", diese gut gelaunte New Country-Nummer mit ihrer rootsigen Note und der würzigen E-Gitarre - jeder dieser Songs dokumentiert den bereits angesprochenen Abwechslungsreichtum und die große Klasse des Materials. Dierks Bentley gehört weiterhin zu Nashville's bedeutendsten Aushängeschildern, das unterstreicht auch "Black" überaus eindrucksvoll. Der Mann ist mal wieder in Top-Form!

Das komplette Tracklisting:

1. Black - 3:31
2. Pick Up - 3:33
3. I'll Be The Moon (feat. Maren Morris) - 3:30
4. What The Hell Did I Say - 3:27
5. Somewhere On A Beach - 3:17
6. Freedom - 3:36
7. Why Do I Feel - 3:59
8. Roses And A Time Machine - 3:39
9. All The Way To Me - 3:39
10. Different For Girls (feat. Elle King) - 3:00
11. Mardi Gras (feat. Trombone Shorty) - 3:50
12. Light It Up - 3:36
13. Can't Be Replaced - 5:40

Art-Nr.: 9180
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Bowen, Wade - same [2014]
Herrlich! Wade Bowen zeigt sich auf seinem neuen, "self-titled" Album in absoluter Höchstform! Was dieser aus Waco, Texas stammende Red Dirt-/Roots-/Countryrock-Singer/Songwriter auch kreiert, es gelingt immer. Aber was er jetzt auf seinem, zwölf wunderbare Stücke umfassenden, neuen Werk abliefert, ist schon mehr als allererste Sahne. Nach zuletzt kleineren Flirts mit dem Nashville-Genre und dem Vertrag bei BNA Records (nun übergegangen in Columbia Nashville), ist der beliebte Musiker mittlerweile wieder in Eigenregie tätig. Der Qualität tut dies jedoch keinen Abbruch, ganz im Gegenteil, Wade sprüht nur so vor Energie, Frische und Ideen, wirkt im wahrsten Sinne des Wortes regelrecht befreit. Und wer hier irgendwo den "Spartrumpf" vermutet, befindet sich ebenfalls auf dem Holzweg. Das Album ist von der Produktion (Justin Niebank), den Co-Writern und Komponisten neben Bowen (u. a. Rodney Clawson, Jedd Hughes, Jeremy Spillman, Scooter Carusoe, Travis Meadows, Ashley Ray, Lori McKenna, Rob Dipiero, Dylan Altman), den herausragenden Musikern (Fred Eltringham, Tony Lucido, Trigger Hippy-Gitarrist Tom Bukovac, der ehemalige Black Crowes-Gitarrist Audley Freed, Tim Lauer, Russ Pahl, Jonathan Lawson, Justin Niebank, Wes Hightower) und den klangvollen Gästen wie Vince Gill, Sarah Buxton, Will Hoge, Sean McConnell, Randy Rogers und Schwager Cody Canada, auf einem absoluten Top-Major-Niveau angesiedelt. Was diese ganze Mannschaft an fantastischem Songmaterial, grandiosen Melodien und vorzüglichen Arrangements, an erfrischendem, locker rockendem, von diesem unwiderstehlichen Red Dirt-Feeling durchzogenen Americana-/Countryrock auf den Punkt bringt, löst schlichtweg Begeisterung aus. Die CD startet mit sofort der ersten Single "When I Woke Up Today", einem überaus dynamischen, knackigen, herrlich eingängig melodisch dahinfließenden Rocker, dessen Einflüsse von klassischem Reckless Kelly-Sound bis hin zu Tom Petty reichen. Man ist sofort gefangen von den tollen Gitarren, dieser Melodik und dieser zwanglosen Frische. Das ist zeitloser Texas-Countryrock von höchster Qualität. Wird ganz sicher ein Riesen-Hit in den Texas Music Charts. Es schließt sich das ebenfalls wunderbar melodische, lockere, mit schönen E-Gitarren (ganz feines Kurz-Solo) bestückte "Sun Shines On A Dreamer" aus der Feder von Jedd Hughes an. Beeindruckend! Und es geht mit einem Highlight nach dem nächsten weiter. Es folgen die herrlich melancholische Ballade "My California" mit hinreißenden Harmoniegesängen von Sarah Buxton, das brillant dahinfließende, mit einem schönen Southern Soul-Vibe versehene "Watch Her Drive" (grandiose Southern-E-Gitarren-Passage am Ende) und das entspannte "Hungover" (Piano-/Steel-/Fiddle-Tupfer). Bei dem nächsten, potentiellen Texas-Chart-Hit "West Texas Rain" gibt sich der große Vince Gill mit seinem unverwechselbaren Harmoniegesang die Ehre und beim flotten Roots-Rocker "When It‘s Reckless" ist die Handschrift von Will Hoge unverkennbar (er ist zudem mit schönen mit Harmonies vertreten). „Long Enough To Be A Memory“ (schöne Tempowechsel, dezente Heartland Rock-Note), die Harp-verzierte Südstaaten-Ballade "Sweet Leona" (erinnert weitläufig an Dickey Betts‘ "Mr. Blues Man"), oder das schwungvoll Latino-durchtränkte "Welcome Mat" (Santana-angelehnte E-Gitarrentöne) sind dann Vorboten für das launige Southern Rock-Feier-Stück "Honky Tonk Road" (natürlich mit Honky Tonk-Piano, tolle Twin Lead-Riffs, 2 kernige E-Gitarren-Soli), bei dem sich Wade, Randy Rogers, Cody Canada und Sean McConnell gesangstechnisch die Klinke in die Hand geben. Auch höchst hitverdächtig. Auf dem längsten Stück zum Ausklang des Werkes (über sechs Minuten) zeigt Bowen eindrucksvoll, wie man eine gefrierende Psychedelic-Atmosphäre erzeugen kann, auch ohne übermäßig die Nervenstränge seiner Audienz zu strapazieren: Mit "I’m Gonna Go" verabschiedet Wade den Hörer nochmals mit einem Klassestück, das einen restlos gefangen nimmt. Wade Bowen macht mit seinem neuen Album allerbeste Werbung in eigener Sache. Ein Werk auf dem absoluten Höhepunkt seiner Schaffenskünste. Ganz große Red Dirt-/Countryrock-Schule! Einfach toll! Ein Meilenstein in 2014! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. When I Woke Up Today - 3.22
2. Sun Shines On A Dreamer - 4.13
3. My California - 4.45
4. Watch Her Drive - 6.25
5. Hungover - 4.33
6. West Texas Rain - 4.15
7. When It's Reckless - 3.13
8. Long Enough To Be A Memory - 4.30
9. Sweet Leona - 4.21
10. Welcome Mat - 3.26
11. Honky Tonk Road - 3.44
12. I'm Gonna Go - 6.04

Art-Nr.: 8710
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
When I woke up today
My California
Watch her drive
When it's reckless
Long enough to be a memory
Sweet Leona
Honky Tonk road

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Bush, Kristian - southern gravity [2015]
Jennifer Nettles hat es getan. Jetzt zieht auch die andere Hälfte des mega-erfolgreichen Sugerland-Duos - Kristian Bush - mit einem Soloalbum nach und zwar einem ganz tollen. Inspiriert zu seinen Songs wurde Kristian durch Reisen um die ganze Welt, die er in den letzten Monaten getätigt hatte. Herausgekommen sei ein Fülle an Eindrücken und Ideen (in Kooperation mit vielen namhaften Songwritern wie Jeff Cohen, Rodney Clawson, Tim Owens, Scooter Carusoe, Paul Overstreet, Bob DiPiero, etc.), so der Protagonist, die zum einen, auf seinem Debüt ''Southern Gravity'' jetzt reflektiert werden, aber auch noch zu Genüge Stoff für weitere Werke bieten werden. Da darf man sich schon jetzt freuen, denn seine brandaktuelle Scheibe macht schon jetzt richtig Laune. Im Gegensatz zu Nettles, die sich unter der Regie von Rick Rubin (auch dank ihrer grandiosen Charakterstimme) eher sperrigem Singer-/Songriter-Liedgut verschrieben hatte, präsentiert Kristian (sein sehr angenehmes Vokalorgan bewegt sich in Sphären von Billy Currington, JT Hodges, Glenn Frey) auf seiner CD eher die Leichtigkeit des (New) Country-Daseins (wie man es schon an Titeln wie ''Flip Flops'', ''Feeling Fine California'', ''Sending You A Sunset'', ''Sweet Love'' oder ''House On A Beach'' deutlich vor Augen geführt bekommt), aber auch knackigen Countryrock und ein paar Americana-Anleihen. Die Mischung stimmt! Eine Scheibe voll immenser Frische, ungemein eingängig, voller positiver Energie, ja ein Werk, das für die Radiostationen geradezu prädestiniert ist und jede Cabriofahrt oder Poolparty bereichern wird. Man merkt schon nach wenigen Songs, dass man es hier mit einem absolut ausgeglichenen, zufriedenen, sehr angenehmen Menschen zu tun hat, der über seine Lieder relativ simple, aber auch durchaus mal kritische Botschaften transportiert. Zu den einzelnen Tracks gibt es im umfangreichen Faltbooklet (mit allen Texten) und jeweils kurze Statements/Zusammenfassungen von ihm. Ein gutes Beispiel ist seine erste Single '"Trailer Hitch'" (erreichte immerhin Platz 25 der Billboard Country-Charts) mit einem wunderschön relaxten Reggae-Groove, wo er fragt, warum alle Leute danach streben, reich sterben zu wollen (... I've never seen a hearse with a trailer hitch...), als ihr Dasein mit den einfachen Dingen des Lebens zu genießen. Das Tom Petty-verwandte ''Make Another Memory'' und das euphorisch-fröhliche ''Light Me Up'' hatten zuvor eröffnet. Grandios der Titelsong ''Southern Gravity'': Von ganz dezenten Untertönen des berühmten Band-Songs ''The Weight'' getragen, macht besonders die im Southern Rock verwurzelte Hintergrund E-Gitarrenarbeit, inkl. eines schönen Solos, Spaß. Hier ist vornehmlich Andrew DeRoberts (neben einigen anderen Saitenkünstlern, wie etwa Peter Stroud, Troy Lancaster) zu nennen, der auch bei anderen Titeln immer wieder klasse Fills und Soli einstreut. Das launige, Sommerstimmung verbreitende ''Flip Flops'' kommt im Kenny Chesney-Stil. Klasse hier, die auch in anderen Stücken immer wiederkehrenden Pedal Steel-Fills (gespielt von Justin Schipper, Dan Dugmore), die sich wie ein roter Faden durchs gesamte Werk ziehen. In eine ähnliche Kerbe schlagen weitere Nummern wie ''Giving It Up'' (herrlicher Banjorhythmus von Ilya Toshinsky), ''Feeling Fine California'' (mit typischer Westcoast-Note, klasse Harmoniegesänge von Megan und Rebecca Lovell, großartige E-Gitarren-Arbeit) und das Heartland-trächtige ''Sending You A Sunset'' (hier zirpt mal Kristians durch Sugarland bekannte Mandoline). Ein wenig nachdenklich stimmen Lieder wie das lässige ''Waiting On An Angel'' (wieder klasse Harmonies der Lovell-Sisters, schönes Slidehuitar-Spiel von DeRoberts) oder der abschließende Aussteiger-Song ''House On A Beach'' (tolle klare Akustikgitarre von leiernder Steel begleitet – dezentes Seventies-Flair), die am Ende aber in eine positive Stimmung münden. Kristian Bush serviert uns mit seinem Erstwerk ''Southern Gravity'' ein wundervolles New Country-Werk, das, wie gesagt, eine ungeheure Frische ausstrahlt und gerade auch musikalisch voll zu überzeugen weiß. Es wird mehr als deutlich, welch ein großartiger Songwriter Bush ist (das Album enthält nicht eine einzige schwache Nummer), und welche Bedeutung er auch für Sugarland hatte. Bei dem unzählige Hits abwerfenden Country-Duo gehörte die Lead-Stimme weitestgehend Jennifer Nettles, doch Kristian ist ebenfalls ein hervorragender Sänger, der eigentlich auch früher schon viel mehr Songs für sich hätte in Anspruch nehmen dürfen (müssen). Um die 300 Stücke hat Kristian Bush laut eigener Aussage noch im Köcher, da darf man sich schon jetzt, falls nur annähernd das Niveau gehalten werden kann, auf reichhaltigen Nachschub freuen. Wer mit Kollegen wie Kip Moore, JT Hodges, Kenny Chesney, Luke Bryan (sein "Spring Break"-Stoff) und z. T. auch einem klassischem Keith Urban gut kann, der bei auch bei Bush aufs Beste bedient . Mit seinem ''Southern Gravity'' dürfen die warmen Tage endlich eingeläutet werden. Exzellentes Solo-Debut! Bestnote! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Make Another Memory - 3.12
2. Light Me Up - 3.33
3. Trailer Hitch - 2.50
4. Southern Gravity - 4.12
5. Flip Flops - 3.42
6. Giving It Up - 3.51
7. Feeling Fine California - 4.24
8. Waiting on an Angel - 3.15
9. Walk Tall - 3.58
10. Sending You a Sunset - 3.57
11. Sweet Love - 3.44
12. House on a Beach - 3.50

Art-Nr.: 8829
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Make another memory
Trailer hitch
Southern gravity
Flip Flops
Feeling fine California
Walk tall
Sweet love

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Houser, Randy - fired up [2016]
Klasse, neues Album von Randy Houser. "Fired Up" heißt sein Werk, das bisher vierte in seiner, seit 2008 anlaufenden Karriere, was im übertragenen Sinne ja so etwas wie "hoch motivier" bedeutet. Nach einer, für einen passionierten Songwriter wie Houser (schrieb ja unter anderem auch Trace Adkins‘ "Honky Tonk Badonkadonk") schon fast unendlich lang erscheinenden Pause seit seiner letzten CD "How Country Feels", von drei Jahren, merkt man ihm den hohen "Motivationsgrad" auch regelrecht an. Randy "feuert" eine ordentliche Salve mit satten 17 neuen Songs ab, unter anderem auch seinen aktuellen Riesenhit "We Went" (eingängiger, rhythmischer, sogar durchaus tanzbarer New Country), der in den Country Airplay-Charts auch sofort auf den ersten Platz geschossen ist. Randy selbst war in fünf Tracks kompositorisch involviert und beweist auf "Chasing Down A Good Time" (geschrieben zusammen mit Jeffrey Steele und Anthony Smith - markant euphorischer Refrain, klasse Tempowechsel), "Senior Year" (Akustikgitarrenuntermalung, Steel-Tupfer, Powerrefrain), "Lucky Me" (tolle Melodie, Bariton-E-Gitarre, Steel-, Orgelfills, Slide-Solo, überaus hitverdächtig), dem knackig rockenden "Before Midnight" (Jason Aldean-Stil) und dem wahrhaften Lovesong "True" (voller Emotionen, hinreißendes E-Gitarren-Solo), seine außergewöhnlichen Songwriter-Skills. Auch der Rest der Stücke wurde natürlich vom Who-Is-Who der Nashville-Schreiber kreiert (u. a. Dallas Davidson, Ben Hayslip, Rhett Akins, Craig Wiseman, Shane Minor, Brice Long, Michael Dulaney, Tony Martin, Ashley Gorley). Der 2. vorgesehene Single "Song Number 7" (hier demnach auch an siebter Stelle platziert - melodischer Midtempotrack, mitgeschrieben von Jungstar Chris Janson) dürfte aufgrund der markanten und leicht merkbaren/nachsingbaren Refrainzeile ebenfalls beste Aussichten auf einen großen Charterfolg haben. Toll natürlich auch der Titelsong "Fired Up" (Steel, Orgel, Southern E-Gitarren-Solo) mit seiner starken E-Hook und Housers zündendem Gesang (insgesamt auch sehr flexible und starke Leistung). Die wunderbare Southern Soul-Ballade "Little Bit Older", mit dezentem "Knockin‘ On Heaven‘s Door"-Flair, bereitet unweigerlich Gänsehaut (inkl. fulminantem E-Gitarren-Solo). Ein absolutes Highlight! Aus der Feder der Warren Brothers stammt der, mit ihrem eigenwilligen Humor, inszenierte Titel "Hot Beer And Cold Women". Der in Nashville sich in aller Munde befindliche Chris Stapelton ist auf der Blockbuster-tauglichen Powerballade "One Way" (Streicher, Piano, dramatisches E-Gitarren-Solo) sowohl kompositorisch als auch mit Background-Gesang involviert. Das zum Abschluss schön swampig, in Redneck-Manier groovende "Whiskeysippi River" (erneut starkes E-Gitarren-Solo) hätte Trace Adkins auch wieder gut zu Gesicht gestanden und wird von Houser ebenso mit Bravour gemeistert. Ein tolles Ende eines bärenstarken Albums, das, gemessen an der hohen Anzahl der Liedern, eine Hitdichte aufweist, die ihresgleichen sucht. Dabei gelingt Randy Houser und seinem Produzent Derek George ein fast perfekter Spagat zwischen kommerziellem Anspruch und musikalischem Ethos. Denn anders wie viele seiner Kollegen Luke Bryan, Thomas Rhett & Co. in letzter Zeit, lässt Randy seine Country Roots weiterhin maßgeblich in seine Musik einfließen und nicht als reine Alibi-Funktion verkümmern. Das Werk erinnert in seiner Art ein wenig an Justin Moores starken Longplayer "Off The Beaten Path". Der Mann aus Jackson, Mississippi (mittlerweile ja beim Broken Bow Unterlabel Stoney Creek Records beheimatet) hat sich somit längst zu Recht fest in der Elite Nashvilles etabliert, was "Fired Up" sicher noch einmal deutlich untermauern wird. Starker Country-/New Country-Stoff, der in diesem Jahr in allen Belangen noch für viel Furore sorgen wird! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Back - 3:32
2. We Went - 2:59
3. Chasing Down a Good Time - 3:33
4. Senior Year - 3:59
5. Mine Tonight - 3:25
6. Lucky Me - 3:42
7. Song Number 7 - 2:59
8. Before Midnight - 3:14
9. True - 3:49
10. Yesterday's Whiskey - 3:42
11. Fired Up - 3:34
12. Little Bit Older - 2:49
13. Gotta Get You Home - 3:43
14. Hot Beer and Cold Women - 3:46
15. Same Ole Saturday Night - 3:31
16. One Way (Bonus Track) - 3:43
17. Whiskeysippi River (Bonus Track) - 4:02

Art-Nr.: 9127
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Morgan, Lorrie - a picture of me - greatest hits & more [2016]
Oha! Zweites, neues Album von Country-Superstar Lorrie Morgan innerhalb von nur 5 Wochen - und was für eins! Der Titel hört sich "zunächst" mal nach einer "platten" Best of-Scheibe an, doch weit gefehlt. "A picture of me" enthält 8 "Greatest hits", die aber allesamt neu, auf der Höhe der Zeit, eingespielt sind. So hören wir großartige, neue Fassungen solcher Klassiker wie zum Beispiel "Watch me", "Something in red", "Five minutes" und "What part of no". Das ist schon klasse, aber längst noch nicht alles. Es gibt noch 8 weitere Songs - und die sind alle neu, also bislang nicht veröffentlicht worden. Darunter finden sich einige fantastische Coverversionen legendärer Country-Klassiker, wie zum Beispiel von Tammy Wynette's "Till I can make it on my own" oder George Jones' "Loving you could never be better", aber auch komplett neue Originale. 8 neu eingespielte Hits und 8 brandneue Songs - ein Fest, nicht nur für Lorrie Morgan-Fans, sondern die Liebhaber klassischer, traditioneller Countrymusic im Allgemeinen.

Das komplette Tracklisting:

1. Watch Me (re-recorded) - 3.41
2. Something In Red (re-recorded) - 4.38
3. Don't Worry Baby (re-recorded) - 3.24
4. Good As I Was To You (re-recorded) - 3.22
5. Till I Can Make It On My Own (new song) - 3.04
6. Five Minutes (re-recorded) - 3.34
7. Except For Monday (re-recorded) - 2.53
8. A Picture Of Me (Without You) (re-recorded) - 3.36
9. Loving You Could Never Be Better (new song) - 3.00
10. What Part Of No (re-recorded) - 2.43
11. Here Comes My Baby (new song) - 2.35
12. Take Me To Your World (new song) - 2.51
13. Wherever You Are Tonight (new song) - 3.20
14. I Went Crazy For Awhile (new song) - 2.59
15. Mirror, Mirror (new song) - 6.01
16. Hopelessly Yours (new song) - 2.50

Art-Nr.: 9126
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Rhett, Thomas - tangled up [2015]
Zweites Album von einem der neuen, jungen Stars in Nashville, Thomas Rhett, dem Sohn von Rhett Akins. Thomas Rhett hatte bereits auf seinem Debüt "It Goes Like This" angedeutet, was für ein immenses Potential in ihm steckt. Die eigenen Fähigkeiten, ein starkes, zahlungskräftiges Label und dazu noch die Erfahrung seines Vaters (auch als Berater und Mitkomponist) im Rücken, sind beste Voraussetzungen, um mit seinem neuen Album "Tangled Up" zum großen Wurf auszuholen. Und so folgt auch Thomas Rhett dem aktuellen Trend in Nashville konsequent, seine Musik auf eine duale Basis zu stellen, um eine möglichst große Käuferschicht zu animieren. Wie schon bei Taylor Swift, die diesen Trend förmlich einleitete, Lee Brice, Luke Bryan oder auch Brett Eldredge zuvor, mit dem er nicht rein zufällig in den nächsten Tagen eine große Tour beginnt, hat Rhett den Country-Anteil zugunsten eines breitgefächerten Spektrums an Musikstilen (vor allem im Vergleich zum Vorgänger) deutlich zurückgefahren. Auch hier zielt der Blick deutlich in Richtung allgemeine Billboard Charts. Platzierungen in der Countrysparte, wie zum Beispiel die schöne erste Single "Crash And Burn" (melodischer Countrypop, Platz 2 in den Single-Charts) werden als Synergieeffekte natürlich gerne mitgenommen. Nicht auch zuletzt dank der starken Nashville-Studiomusiker, die immer wieder mal mit klasse gesetzten Banjo-, Mandolinen-, oder Steeltupfern versuchen,"'ihr" Genre halbwegs präsent halten. Um eines klarzustellen: "Tangled Up" ist ein großartiges Album geworden, vielleicht sogar eines der besten Pop-Alben der Neuzeit, aber man muss als New Countryfan halt größtmögliche Kompromissbereitschaft zeigen. Das tolle Banjo-Intro zum eröffnenden "Anthem" wird ganz schnell von einer hymnischen Powerpopnummer (toller Refrain) übertüncht. "South Side" wird mit seinem "shaky" Soul Groove eher die Hüften so mancher dunkelhäutigen Schönheit zum Kreisen , als die Cowboystiefel des gemeinen Countryverfechters zum Wippen zu bringen. Trotzdem ist auch das wieder eine sau-cooles Stück. Mit "Die A Happy Man" gibt es zum ersten Mal Versöhnliches für den geneigten Countryfan. Eine wunderbare, melodische Countryballade mit viel Southern Soul-Flair und herrlicher E-Gitarrenbegleitung (inkl. Solo). Gänsehautgarantie! "Vacation" funkt und soult in einem Tempo, dass einem regelrecht schwindelig wird, die New Country Powerballade "Like It's The Last Time" im Stile von Jason Aldean (für den Thomas ja schon zu früheren Zeiten Songs komponiert hatte) gibt Gelegenheit zum Durchatmen. "T-Shirt" ist dann auch wieder so ein toller Popsong, mit einem herrlich rhythmischen E-Gitarrengroove, der durch Mark und Bein geht, dürfte live von Tanzeinlagen begleitet werden. Das folgende "Single Girl" kommt im Stile der 90er New Countryballaden daher, tolles E-Gitarren-Solo von Dann Huff. Apropos Dann Huff: Der hat dieses Werk zu Großteilen mit Dan Frasure produziert, lediglich die letzten drei Tracks wurden durch Chris DeStefanno als auch Joe London begleitet. Das wohl Country-konformste Stück des Silberlings ist "The Day You Stopped Lookin' Back" (mit schöner Akustikgitarre) aus der Feder von Cadillac Three-Frontmann Jaren Johnston und Saitenvirtuose Luke Laird. Klasse hier das schöne E-Gitarren-Slide-Solo. Das erneut soulig groovende Titelstück "Tangled" würde man eher im Repetoire von den Commodors erwarten, als eigentlich auf der Scheibe eines aufstrebenden New Country-Künstlers, aber so ist halt die aktuelle Zeit. Getoppt wird das Ganze noch durch "I Feel Good", bei dem sogar der Rapper Lunchmoney Lewis, eine Sprecheinlage abliefern darf. Die Blockbuster-taugliche Ballade " Playing With Fire" würde sich als Titellied einer Titanic-Fortsetzung bestens eignen. Diese wickelt Thomas im Duett mit der vorzüglich singenden Jordin Sparks ab. Absolute Hitgarantie! Das melodische "Heard It From The Radio" (dezente Steel-Einlagen), eines von ein paar Liedern, das in Kooperation mit Papa Akins entstand, lässt ein Album ausklingen, das ausnahmslos tolle, abwechslungsreiche Musik bietet (wie bereits erwähnt, die grandios aufspielenden Nashville-Musiker sind allein das Geld wert), allerdings das Countryfeuer auf niedriger Flamme hält. Thomas Rhett folgt mit "Tangled Up" dem aktuellen Trend (möge der nicht noch weiter ausufern...), nicht nur von der Countryklientel wahrgenommen zu werden, sondern eine möglichst breite Schicht an Hörerschaft zu gewinnen. Insgesamt ein richtig starkes (Country) Pop-Album, der gemeine New Countryfan muss allerdings ein Höchstmaß an Toleranz mitbringen. Wer mit den letzten Sachen von Sam Hunt, Canaan Smith, Chase Rice, Brett Eldredge & Co. klarkommt, ist hier an der richtigen Stelle. (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Anthem - 3.14
2. Crash and Burn - 3.10
3. South Side - 2.50
4. Die A Happy Man - 3.47
5. Vacation - 3.43
6. Like It's The Last Time - 3.09
7. T-Shirt - 3.47
8. Single Girl - 3.17
9. The Day You Stop Lookin' Back - 3.24
10. Tangled - 3.30
11. Playing With Fire (feat. Jordin Sparks) - 3.25
12. I Feel Good (feat. LunchMoney Lewis) - 3.15
13. Learned It From The Radio - 3.41

Art-Nr.: 8980
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Shelton, Blake - if i'm honest [2016]
Der aus Oklahoma stammende und mittlerweile zu den absoluten Superstars in Nashville zählende Blake Shelton veröffentlicht mit "If I'm honest" nun schon sein 10. Studioalbum. Und wieder ist es ein Werk von höchster Qualität. Shelton zählt nicht nur zu den erfolgreichsten Vertretern seiner Zunft, sondern sicher auch zu den besten. Das stellt er hier wieder eindrucksvoll unter Beweis. Er sagt selbst, dies sei sein bisher persönlichstes Album, was sich darin niederschlägt, dass die Anzahl der abrockenden Tracks vergleichsweise gering ist. Nicht, dass das Werk nicht knackig wäre - doch, doch, aber die Stücke befinden sich überwiegend in einem schönen, sehr angenehmen Midtempo-Bereich. Das Songmaterial ist durchweg exzellent, voller großartiger Melodien und sehr gefälliger Arrangements. Dazu singt der Protagonist wieder herausragend gut. Er hat einfach eine prächtige Country -Bariton-Stimme, die allein schon so tief in den klassischen Countrytraditionen verwurzelt ist, dass auch durch den ein oder anderen moderneren Klang hier eines immer klar ist: Das ist lupenreiner, moderner, frischer Country und New Country, vollgepackt mit Songs, von denen nahezu jeder das Potential hat, die Charts richtig aufzumischen. Schon die erste Single, das herrlich melodische, lockere, dezent nostalgisch angehauchte, mit feiner Slide und klimperndem Piano inszenierte "Came here to forget" avancierte wieder zum Chartstürmer. Enthält mit dem knackigen "Go ahead and break my heart" ein klasse Duett mit seiner neuen Lebenspartnerin Gwen Stefani und dem fröhlichen "Doing it to country songs" einen stampfenden, bestens zum Mitklatschen und Feiern geeigneten, herrlich traditionellen Countryfeten-Knaller mit den legendären Oak Ridge Boys. Großartig! Blake spielt weiterhin auf absolutem Top-Niveau. Sehr starke Leistung, Mr. Shelton!

Das komplette Tracklisting:

1. Straight Outta Cold Beer - 2:45
2. She's Got a Way With Words - 3:11
3. Bet You Still Think About Me - 3:55
4. Every Time I Hear That Song - 3:35
5. Came Here to Forget - 3:40
6. Every Goodbye - 3:10
7. It Ain't Easy - 3:31
8. A Guy With a Girl - 3:10
9. Go Ahead and Break My Heart (feat. Gwen Stefani) - 4:25
10. Friends (From The Angry Birds Movie) - 3:03
11. One Night Girl - 3:41
12. Doing It to Country Songs (feat. The Oak Ridge Boys) - 3:02
13. Green - 3:11
14. You Can't Make This Up - 3:30
15. Savior's Shadow - 2:44

Art-Nr.: 9174
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Urban, Keith - ripcord [2016]
Keith Urban's 8. Studioalbum ist da. Prinzipiell macht "Ripcorf" dort weiter, wo der Vorgänger "Fuse" aufgehört hat. Keith Urban ist ein exzellenter Musiker, was er auch hier wieder eindrucksvoll unter Beweis stellt. Sein New Country ist heute stärker Pop-orientiert, als dies noch vor einigen Jahren der Fall war, aber die Brücke zwischen Country und Pop schlägt er mit großer Klasse. Alles ist sehr modern, das Songmaterial, die Melodien und Urban's uvergleichlicher, ausdrucksstarker Gesang aber sind von alter, gewohnter, höchster Qualität. Mainstream Country-Pop der Marke Urban auf einem sehr hohen Level. Der werden jede Menge Hits abfallen...

Das komplette Tracklisting:

1. Gone Tomorrow (Here Today) - 2:48
2. John Cougar, John Deere, John 3:16 - 3:41
3. Wasted Time - 3:53
4. Habit Of You - 3:44
5. Sun Don't Let Me Down (feat. Pitbull) - 3:23
6. Gettin' In The Way - 3:48
7. Blue Ain't Your Color - 3:50
8. The Fighter (feat. Carrie Underwood) - 3:04
9. Break On Me - 3:28
10. Boy Gets A Truck - 3:29
11. Your Body - 2:45
12. That Could Still Be Us - 3:57
13. Worry 'Bout Nothin' - 3:50

Art-Nr.: 9163
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Walker jr., Wheeler - redneck shit [2016]
"Redneck shit"! Was bekommen wir bei einem Country-Album mit solch einem, durchaus zweideutigen Titel wohl geliefert? Eines schon mal vorab: Prächtige, grandios in Szene gesetzte, facettenreiche, auf den Punkt gebrachte, traditionelle Countrymusic in ihrer unverfälschtesten, reinsten Form, im Geiste der großen "Honky Tonk Heroes" und "Country Outlaws" vergangener, goldener Country-Tage. Er ist jetzt schon ein Liebling der Independent-Presse, die Walker Wheller jr. eines der originellsten, "funniest" und zugleich provozierendsten Alben des Jahres attestiert. Denn dieser Mann spielt doch eine ganz "spezielle" Art der Countrymusic. Perfekt produziert von dem zur Zeit zu Recht groß gefeierten und grandiosen Produzenten Dave Cobb (u. a. Sturgill Simpson, Chris Stapleton, Jason Isbell) kommt die Musik natürlich in höchster Qualität, wie die der anderen Schützlinge Cobb's. Und dennoch gibt es ein gravierendes Unterscheidungsmerkmal - und zwar wegen der Texte. Walker's höchst spitzzüngige, politisch völlig unkorrekte und alles andere als jugendfreie Sprache steckt voller Flüche und pornographischer Ausdrücke, doch das ist einfach eine "Masche" des Protagonisten und niemals abfällig oder gar frauenfeindlich gemeint, wie er ausdrücklich betont. So sagt er beispielsweise über die hinreissend traditionelle Countryballade "Fuck you bitch": "This is not meant to be a derogatory statement against women, but an anthem for the broken-hearted". Diese Texte, die natürlich beim erzkonservativen Countryradio in Nashville verpönt sind, macht das Album natürlich, trotz aller puristischen Klänge, auf der anderen Seite wieder "alternativ" und progressiv. Doch wen diese Sprache nicht stört, der wird einfach mit einem absoluten musikalischen Country-Leckerbissen belohnt. Johnny Cash, Waylon Jennings, Hank Williams, Buck Owens und wie sie alle heißen, hinterlassen deutlich ihre Spuren. Walker Wheeler jr. betont zudem immer wieder deutlich, dass er mit dem heutigen Mainstream-Country Nashville's überhaupt nichts anfangen kann. Er liebt authentische, reine Countrymusic und präsentiert diese hier auf vielseitigste Art und Weise. Das geht von herrlichen Pedal Steel-getränkten Nummern über pure Honky Tonker, bis hin zu bluesigem Country. Wunderbares Gitarrenspiel (E-Gitarre, akustische Gitarre und, wie gesagt, Pedal Steel) bestimmt vorwiegend das musikalische Geschehen - genauso wie prächtige Songstrukturen und klasse Melodien. In höchstem Maße mitverantwortlich für das hervorragende Gelingen des Projektes sind neben Wheeler's klasse Stimme und seinem ebenso starken Songwriting auch die hoch begabten Begleitmusiker, allen voran der ehemalige Shooter Jennings-Sideman Leroy Powell, ein begnadeter Gitarrist, der mit seiner Band The Messengers bereits ein paar unter unseren Kunden hoch geschätzte, fett rockende Alben im Roots-/ Southern Rock-Bereich eingespielt hat. Also, alles passt! "Redneck shit" ist einfach ein klasse Countryalbum, an dem es musikalisch nichts zu mäkeln gibt. Im Gegenteil: "That's real Country at it's best". Walker Wheller jr. polarisiert wegen seiner Texte, aber diese Scheibe ist ein pures, "ass-kicking" Country-Juwel.

Das komplette Tracklisting:

1. Redneck Shit - 2:24
2. Beer, Weed, Cooches - 2:35
3. Family Tree - 3:19
4. Can't Fuck You off My Mind - 3:10
5. Fuck You Bitch - 3:22
6. Drop 'Em Out - 1:34
7. Eatin' Pussy/Kickin' Ass - 3:11
8. Fightin', Fuckin', Fartin' - 2:04
9. Better off Beatin' Off - 2:49
10. Sit on My Face - 4:18
11. Which One O' You Queers Gonna Suck My Dick? - 3:36

Art-Nr.: 9124
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Redneck shit
Beer, weed, cooches
Can't fuck you off my mind
Fuck you bitch
Eatin' pussy / kickin' ass
Better off beatin' off
Sit on my face

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Wild Feathers, The - lonely is a lifetime [2016]
A breath of fresh air in the rock and roll world" – so, und mit vielen weiteren Lobeshymnen wurde das 2010 in Nashville/Tennessee gegründete Rootsrock-Quartett angesichts ihres vor 3 Jahren erschienenen, fantastischen Debüts von den Kritikern nahezu überschüttet. Nun führt das Quartett bestehend aus Ricky Young (guitar, vocals), Taylor Burns (guitar, vocals), Joel King (bass, vocals) und Ben Dumas (drums) den eingeschlagenen Weg mit ihrem Major-Nachfolgewerk „Lonely Is A Lifetime“ (Warner Bros. Records) mit neuem Elan fort. Sowohl Young, als auch Burns und King geben sich dabei wieder als gleichberechtigte Lead-Sänger und beweisen ihr vokales Können auch mit wunderbaren Harmoniegesängen. Schon direkt mit dem knackig rockenden Opener „Overnight“ lassen sie ihrer Energie freien Lauf. Der voller Euphorie strotzende Refrain animiert regelrecht zum Mitsingen. Atmosphärisch, in dezenter Britpop-Manier, wandelt das folgende „Sleepers“ traumwandlerisch durch den Raum. Mit dem über acht Minuten währenden „Goodbye Song“ beweist der Vierer seine ganze spielerische Finesse. Der Song verläuft in den gesungenen Parts im Westcoast-Stil von Acts wie Poco oder den Eagles wird aber durch zwei lange progressiv-/Jam-artige Instrumentalpassagen nach Pink Floyd'schem Muster mit furioser E-Gitarrenarbeit eingekleidet. Das passt wunderbar zusammen. Das ungekrönte Highlight der CD! Auch im weiteren Verlauf überzeugen die Wilden Federn immer wieder mit ihren, positive Stimmung/gute Laune verbreitenden Hooks und Refrains. Das Heartland-umwehte „Leave The Light On“ lässt dabei sogar Reminiszenzen an Größen wie den Hooters, Simple Minds oder U2 aufkommen. Klasse auch die im Titellied verankerte 60/70ies-Retrospektive a la Monkees, Byrds & Co. Das hymnische, mit seinem elektrisierenden Refrain bestückte „Into The Sun“ dürfte ein Kracher in Sachen Interaktion mit ihren Fans im Live-Programm der Band werden. Stark hier, wie auch bei einigen anderen Tracks, das immer wieder im Southern Rock verankerte E-Gitarrenspiel. Die interessante und recht eigenwillige Kombination aus Drum Loops, Akustikgitarre und Gesang funktioniert beim abschließenden „Halleluhja“ ebenfalls überraschend gut. Das Zweitwerk "Lonely Is A Lifetime" der Wild Feathers strotzt nur so vor großartigen Texten, Hooks, Songs und Melodien. Vielleicht sind vereinzelte Songs etwas poppiger als der Vorgänger, doch das bedeutet alles andere als eine Schwächung. Nein, das ist bester, modern arrangierter, aber auch zeitloser, höchst erfrischender Rootsrock/-Pop, Americana Rock/-Pop, Power-Pop, teils mit einem Hauch von Southern-Feeling, mit Einflüssen von den ganz frühen Matchbox 20, The Band, Tom Petty, The Clarks, bis hin zu den Avett Brothers. Produziert hat erneut der großartige Jay Joyce (u. a. John Hiatt, Derek Trucks Band, Cage The Elephant, Emmylou Harris, Patty Griffin, Little Big Town und Eric Church),. Ein spacig gestaltes Coverartwork (tolles Titelbild) mit allen Texten gibt’s dazu. Klasse! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Overnight - 4:07
2. Sleepers - 4:49
3. Goodbye Song - 8:16
4. Don't Ask Me To Change - 4:30
5. Happy Again - 4:53
6. Leave Your Light On - 4:17
7. Help Me Out - 3:45
8. Lonely Is A Lifetime - 2:46
9. On My Way - 4:09
10. Into The Sun - 3:00
11. Hallelujah - 4:05

Art-Nr.: 9125
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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