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Blackie and The Rodeo Kings - king of this town [2020]
Seit nun schon rund 25 Jahren gelten die in Hamilton/Ontario gegründeten Blackie and the Rodeo Kings, neben Blue Rodeo, nicht nur als DIE Roots-/Americana-Vorzeigeformation Kanada's, sondern als eine der faszinierendsten und musikalisch potentesten Rootsrockinstitutionen des gesamten nordamerikanischen Kontinents. Warum das so ist, zeigt ihr neues Album "King of this town" (schon ihr zehntes) einmal mehr auf beeindruckendste Art und Weise. Die 3 charismatischen Köpfe und Singer/Songwriter der "Supergroup", Colin Linden (vocals, guitars, dobro, mandolin), Stephen Fearing (vocals, guitars) und Tom Wilson (vocals, acoustic guitar), alle auch mit erfolgreichen Solokarrieren am Start, sowie ihre Bandkollegen John Dymond (bass), Gary Craig (drums) und einige Gastmusiker (zum Beispiel an Orgel und Klavier), rühren ein ungemein vielseitiges, mitreißendes Gebräu aus rauem, erdigem, kernigem, sehr natürlichem, vorwiegend Gitarren-orientiertem Roots- und Americana-Rock an, in dem alle Drei ihre eigenen persönlichen Einflüsse, Wilson seinen trüben, dunstigen, borstigen Swamp-/Fuzz-Rock, Fearing seinen Contemporary Folk und Linden seinen southern-fried Blues, zu einer ganz eigenen, wunderbaren, spannenenden, gemeisamen, neuen musikalischen Einheit zusammenführen, zusätzlich garniert mit einer Prise Country und Psychedelia. Alle sind begnadete Musiker. Das Songamterial ist vorzügöich. Alles ist trotz seiner natürlichen Rauheit hervorragend strukturiert und teils mit herausragenden Melodien versehen. Linden, Wilson und Fearing sind zudem exzellente Sänger. "Their playing is stellar, their singing soulful and the overall results are spectacular", sagt dazu ein U.S.-Kritiker. Nach dem kantigen, rauen, stampfenden, von einem spirituellen Southern Gospel-Feeling durchzogenen Opener "Hard road" (Background Gesang: The McCrary Sisters) brillieren die "Blackies" mit der herrlichen, gefälligen, rootsig und staubig rockenden, Blues- und Country-angehauchten Americana-Nummer "Cold 100", bei dem alle drei Protagonisten gesanglich perfekt miteinander harmonieren. Hat einen prima Drive, eine klasse Melodie und ist gespickt mit vielschichtigen Gitarren und Colin Linden's hervorragendem Dobro-Spiel. Ein nostalgisches, schön bluesiges Doors-Feeling scheint bei dem folgenden, lockeren, dreckigen und dezent psychedelisch rockenden "Trust yourself" durchzuschimmern. Saustark hier das Zusammenspiel der Gitarren von Fearing und Liden, inkl. Solo, ebenso wie die schöne Orgel-Untermalung und die kaum wahrnehmbaren, aber sehr effektvollen, prächtig passenden Sax-Fills von Gast Jim Hoke, wie auch der Groove. Herrliche, kernige Mandolinen-Riffs und jede Menge transparente E-Gitarren schmücken den anschließenden, gut abgehenden, mit einer klasse Melodie kommenden, Countryrock-infizierten Rootsrocker "World gone mad", der zudem mit einem tollen, dreckigen E-Gitarren-Solo punktet. Erneut ein wenig psychedelisch, ausgestattet mit einem feinen Tarantino-mässigen Feeling und sehr staubig schlängelt sich der wunderbare Desert-Countryrocker "Baby I'm your devil" aus den Lautsprechern. Hier passt alles bestens zusammen: Das dezent hallige Mundharmonika-Spiel, Colin Linden's schön dreckiges Slidegitarren-Solo und Tom Wilson's "bedrohlicher" Lead Gesang. Es folgt die traumhaft melodische, abermals von wundervoll vielschichtigen Gitarren und tollem Gesang aller Drei geprägte, bestechend schöne Americana-Nummer "North star" (geradezu faszinierend klingt hier Wilson's tiefe Lead Stimme), ehe die Band das famose Titelstück "King of this town" intoniert. Was für ein herrlicher, eine wunderbare, lockere, dennoch knackige Dynamik entwickelnder, leicht Country-infizierter, aber auch von einem kernigen Heartland Rock-Feeling ala Springsteen durchzogener Rootsrocker. Toll! Wie auch der feine Cosmic Country-Vibe, verbunden mit einem leichten Retro-Touch, des voller Desert-Flair steckenden Rootsrockers "Medicine hat". Eine schwache Nummer sucht man auf dem kompletten Werk vergebens. Blackie and the Rodeo Kings ist ein durchweg hochklassiges, ja bärenstarkes, abwechslungsreiches Album gelungen, das den hohen Status der Band noch einmal deutlich untermauert. Ein wahres Glanzstück des Roots-/Americana-Rocks!

Das komplette Tracklisting:

1. Hard Road - 4:12
2. Cold 100 - 4:02
3. Trust Yourself - 4:20
4. World Gone Mad - 4:11
5. Baby I'm Your Devil - 4:01
6. North Star - 4:01
7. King of This Town - 3:43
8. Walking on Our Graves - 3:48
9. Kick My Heart Around - 3:00
10. Medicine Hat - 3:30
11. Grace - 3:27

Art-Nr.: 9994
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 17,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Cold 100
Trust yourself
World gone mad
Baby I'm your devil
North star
King of this town
Medicine hat

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Cadillac Three, The - country fuzz [2020]
Was für ein verrückter Haufen - und was für ein guter! Nashviille's Flaggschiff in Sachen Southern Rock meets Country Rock, Jaren Johnston - guitar & vocals, Kelby Ray - lap steel und Neil Mason - drums, begeben sich wieder einmal auf einen erstklassigen, wilden, kernigen Ritt durch die Gefilde des hart und southern rockenden New Countrys. Sie stecken voll purer Spielfreude, präsentieren sich überaus kreativ und verarbeiten neben den Southern- und Country-Roots, auch mal Blues-/Roots-/Psychedelic-/Dance-/ Mainstream- und Hard Rock-Strömungen zu prächtigen "toe-tapping, whiskey-swilling anthems". Das macht ungemein Laune! Das Songmaterial ist ausgesprochen stark, immer laut, rau, dreckig, fett rockend und doch so wunderbar melodisch und prächtig hängen bleibend. Das sind einfach exzellente Musiker. Was wir hören, ist eine vorwiegend Gitarren-dominierte, gesunde Mischung aus schwungvollen Tracks, erdigen Midtempo-Somngs und auch mal der ein oder anderen Ballade. Das Southern Rock-Feeling ist allgegenwärtig. Schon die Eröffnungsnummer ist einfach nur "geil": "Bar round here" ist prinzipiell eine vollkommen traditionelle Country-/Honky Tonk-Nummer, aus der das Trio aber einen furiosen, mächtig dampfenden, krachenden Countryrocker macht, inklusive eines glühenden, fetten Lap Steel-/Slide-Solos, aber eben auch einer klasse Melodie. Pure Energie! Zu dem nachfolgenden, abgefahrenen "The jam" schreibt das renommierte, amerikanische "Glide Magazine": The big comparable might be ZZ Top who also fused the blues to electronic dance music, but as good as ZZ Top are, they never swung like this. “The Jam,” which came out of Cadillac’s soundcheck jamming, is a glimpse into an alternative world where Prince was born in Tennessee and not Minnesota. The song is almost pure groove, and while it might work for a line dance like the Watermelon Crawl, there would have to be a concern about hips flying out of the sockets. The pedal steel swerves through the song, sounding almost like turntables getting scratched. But Mason’s drums thunder along, unwilling to surrender the rock fight". Über den erstklassigen, kurzen 2 Minuten-Knaller "Blue El Camino" schreibt "Glide": "A country roller disco, almost like classic Red Hot Chili Peppers fronted by Jason Isbell" und über das herrlich melodische, southern-rockige, mit tollen Gitarren inszenierte "Back home": "This is gentle country punctuated with blasts of guitar that makes the tune feel like Led Zeppelin in their prime". Passt! Ganz stark auch der wuchtige, bluesige, voller "qualmender" Gitarren steckende Southern Rock-/New Country-Stampfer "Slow rollin'", das erdige, rootsige, mit vielschichtigen Gitarren garnierte, prächtig ins Ohr gehende "Dirt road nights", oder die hinreißend schöne Abschlußnummer "Long after last call". The Cadillac Three entwickeln sich stetig weiter - und so ist "Country fuzz" sicher ihr bislang stärkstes Werk. Diese Jungs brennen einfach eine herrliche Party ab. Sie haben spürbar Spaß an dem, was sie tun - und das überträgt sich vollumfänglich auf den Zuhörer. "Smokin' hot southern-rockin' New Country-Power", oder wie die Jungs es eben nennen, "Country Fuzz", vom Allerfeinsten. "It's pure fun"!

Das komplette Tracklisting:

1. Bar Round Here - 2:34
2. The Jam - 3:10
3. Hard Out Here For A Country Boy [feat. Chris Janson & Travis Tritt] - 3:28
4. Slow Rollin' - 2:44
5. All The Makin’s Of A Saturday Night - 1:53
6. Crackin’ Cold Ones With The Boys - 2:34
7. Labels - 3:04
8. Raise Hell - 2:54
9. Back Home - 3:18
10. Dirt Road Nights - 3:11
11. Blue El Camino - 2:09
12. Jack Daniels’ Heart - 3:47
13. Why Ya Gotta Go Out Like That - 2:30
14. Heat - 3:08
15. Whiskey And Smoke - 3:08
16. Long After Last Call - 3:22

Art-Nr.: 9988
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Cummings, Albert - believe [2020]
"Albert Cummings has the magic touch when it comes to electric. guitar-driven blues". Der sympathische, aus Massachusetts stammende "hot-handed guitar virtuoso" Albert Cummings kommt nach rund 4 1/2 Jahren endlich wieder mit einem neuen Studioalbum und zeigt der Welt einmal mehr auf eindrucksvollste Art und Weise, dass er als einer der profiliertesten und versiertesten Blues-/Bluesrock-Gitarristen und -sänger unserer Zeit gilt. "Believe" heißt das prächtige Werk, das in den legendären FAME-Studios in Muscle Shoals/Alabama aufgenommen wurde, produziert von dem Grammy-dekorierten Genre-"Schwergewicht" Jim Gaines (u. a. Stevie Ray Vaughan, Santana, Royal Southern Brotherhood). Das Album enthält eine fantastische Mischung aus überwiegend sehr kraftvollen, viel Energie ausstrahlenden, kernigen, super hängen bleibenden, rockenden Blues-, bzw. bluesigen Rocksongs, die immer mal wieder von wunderbaren Soul-, Roots-, Southern- und/oder Country-Sounds berührt werden. Dazu sind die Stücke regelrecht infiziert von der Seele und der Atmosphäre aus Muscle Shoals. Aufzunehmen in dem selben Raum, in dem beispielsweise Aretha Franklin oder Duane Allman ihre Songs einspielten, diese Magie, die dort herrscht aufzusagen, hatte immensen Einfluß auf die Recording Sessions. "If I had recorded those same songs anywhere else, then 'Believe' would have sounded like a completely different album", sagt Albert Cummings dazu. Die größte Inspiration für Albert Cummings war Stevie Ray Vaughan. Sein meisterhaftes Gitarrenspiel ist stets kraftvoll und variabel, sehr virtuos und abwechslungsreich. Der legendäre B.B. King gehörte zu seinen größten Fans. Aber auch sein Gesang ist eine echte Stärke von ihm - angeraut, gefühlvoll, voller Seele. Nach dem tollen Opener des Albums, einer tierischen Coverversion des alten 1966er Sam & Dave-Hits "Hold on", aus der Cummings seinen ganz eigenen Song macht, inkl. eines prächtigen Gitarrensolos, folgt die erste baumstarke Eigenkomposition. "Do what mama says" ist ein Bluesrocker der allerfeinsten Sorte, dynamisch, knackig und voll von diesem "gritty" Southern Soul, der so typisch für den Muscle Shoals Sound ist. Klasse Gitarrenlicks, wunderbare Wurlitzer-Klänge und heiße, vorzüglich passende Bläser-Fills bestimmen das Geschehen. Mit "Red rooster" folgt Cummings' kochende Interpretation des berühmten Blues-Standards von Willie Dixon. Ja, das ist ein massig gecoverter Klassiker, den der ein oder andere vielleicht sogar als "oft genug gehört" abtut, doch was Cummings aus dieser Nummer macht, ist bemerkenswert. Da kommt so viel Druck, so viel Energie, Inbrunst und "Soul", dass es die helle Freude ist. Dazu ein ausgedehntes, mächtiges Gitarrensolo, das einfach nur "brennt". Fantasrisch! Auch aus Van Morrison's "Crazy love" macht der Meister eine ganz herrliche Fassung, die nur so vor Muscle Shoals-Soul trieft. "Queen of mean" ist ein großartiger, bluesiger Retro Southern Rock & Roll-Song und auch in dem flotten, knackigen, überaus melodischen Bluesrocker "Get out of here" steckt ein Hauch von Southern-Flair, inkl. kerniger Riffs und brodelnder Gitarrensoli. Viel Würze und qualmende Gitarrenläufe zieren das leicht funkige, kraftvolle "My babe", ebenfalls ein prächtig inszeniertes Willie Dixon-Cover, während das ganz dezent Country-angehauchte "It's all good" zuweilen ein wenig an John Fogerty erinnert. "Going my way" ist ein bärenstarker, traditionell rockender Retro-Blues mit leicht Hendrix-affinen Riffs und einem tollen Groove. Cummings' würziges, voller Power steckende Gitarrensolo ist einmal mehr ein absolutes Highlight. Auch der riffige, treibende Bluesrocker "Call me crazy" dampft und brodeltl ordentlich. Während des fulminanten Gitarrensolos lässt der Protagonist sein Instrument noch einmal herrlich jaulen und heulen - Albert Cummings "on fire". Folgendes Fazit zieht ein amerikanischer Rezensent zu diesem Album: " Every moment of 'Believe' is to be savored and proves without a doubt that Albert Cummings belongs among the biggest names in blues music today. Listen once and you’ll agree". Das unterschreiben wir ohne jeden Vorbehalt. Eine super Scheibe!

Das komplette Tracklisting:

1. Hold On - 4:14
2. Do What Mama Says - 3:02
3. Red Rooster - 3:55
4. Queen Of Mean - 4:17
5. Crazy Love - 3:30
6. Get Out Of Here - 4:06
7. My Babe - 3:23
8. It's All Good - 3:49
9. Going My Way - 4:48
10. Call Me Crazy - 4:19
11. Me And My Guitar - 3:56

Art-Nr.: 9992
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Do what mama says
Red rooster
Get out of here
My babe
It's all good
Going my way
Call me crazy

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David, Nicholas - yesterday's gone [2019]
Die in der Bluesrock-Szene mittlerweile hoch angesehene, grandiose Gitarristin, Songwriterin und Performerin Samantha Fish glänzt nicht nur selbst mit der Veröffentlichung hochklassiger Alben, sondern etabliert sich auch immer mehr als Förderin junger, hoch talentierter Kollegen, wie zum Beispiel dem exzellenten Gitarristen Jonathon Long, der im vergangenen Jahr über Fish's eigenes "Wild Heart"-Label ein klasse, von ihr produziertes Album veröffentlichte. Neuester, vielversprechender Künstler, den sie nun "am Haken" hat, ist der vorzügliche Songwriter, Keyboarder und Sänger Nicholas David aus St. Paul/Minnesota, dessen neues, wunderbares Album "Yesterday's gone" Miss Fish ebenfalls produzierte und nun über "Wild Heart Records" veröffentlichte. "David has an unbelievable voice and is a strong songwriter", urteilt ein amerikanischer Rezensent - und er hat absolut recht. Der einstige Finalist (2012) der U.S.-"The Voice"-Ausgabe verfügt über eine ungemein warme, sehr angenehme, einem sofort vertraut und dennoch einzigartig vorkommende Stimme voller Soul und Southern-Feeling, die nahezu perfekt zu seiner Musik passt. Seine Musik ist eine, auch instrumentell ungemein ausgewogene Mischung aus Roots-, Blues-, Rhythm and Blues-, Pop- und Soul-Anlagen, durch die eine herrliche, seichte Southern-Brise weht. Samantha Fish hat dabei einen ganz vorzüglichen Produzenten-Job gemacht, denn alles klingt angenehm natürlich und authentisch. Das Songwriting (alle Tracks hat Davis selbst komponiert) ist großartig. Die vorwiegend "piano-driven" Songs werden sehr ausgewogen mit wunderbaren Gitarren veredelt (Duane Betts und Jonathon Long), kommen mit feinen Melodien, hinreißenden Grooves und viel Southern Soul. David durfte im Studio mit einer Band, bestehend aus absolut hochkarätigen Bgelitmusikern arbeiten, die natürlich einen nicht unwesentlichen Teil zum Gelingen des Albums beitrugen, wie zum Beispiel Duane Betts (Allman Betts Band) an der Lead Gitarre (bei 4 Tracks), Jonathon Long (guitars), Charlie Wooton (Royal Southern Brotherhood) am Bass, Scott Graves (drums), und einigen mehr. Davis selbst spielt sämtliche Keyboards. Der großartige Opener "Hole in the bottom" definiert sofort den charakteristischen "Ton" dieses klasse Albums. Die Nummer ist ein voller Seele steckender, mit führendem, harmonisch gefääligem Piano- und Orgelspiel ausgestatteter, herrlich groovender, von einem erfrischenden, lockeren, flotten, wunderbar beschwingten Rhythmus getragener, southern-flavoured Roots-/Blues-/Soul-Rocker, in dessen zweiter Hälfte Dickey Betts' Sohn Duane gleich seinen großen Lead Gitarren-Auftritt hat. Was für ein herrliches, lässiges, ausgedehntes Solo - in bester Betts-/Allmans-Tradition. In dieser Konstellation hätte die Nummer auch glatt von der Allman Betts Band stammen können. Stark! Klasse auch beispielsweise das retro-buesige, voller Southern Soul steckende "Heavy heart" (wieder Betts mit feiner Lead Gitarre) , der southern-infused R & B-Track "With or without" (viel Soul, prächtige Piano-Klänge, schöne Gitarren-Licks), das mit Bruce Hornsby-mässigem Pianospiel inszenierte, knackige, rootsige, leicht southern-bluesige "Curious", der lockere Roots-Southern-Blues "Let u go", das zunächst in einem akustischen Ambiente beginnende, nach rund 40 Sekunden dann aber ordentlich knackig und southern-bluesig, rootsig rockende "Stars" (dezenter Howling Wolf-Touch, tolle Melodie, exzellentes Piano-, Orgel- und Gitarrenspiel), sowie das ein wenig in JJ Cale-/Clapton-Manier groovende "Little by little". Nicholas David zeigt eindrucksvoll sein großes Talent. "Yesterday's gone" ist ein Album geworden, das mit den beteiligten Musikern, Frau Fish an den Reglern und natürlich dem Protagonisten selbst, vor allem auch "mannschaftlich" voll überzeugt. Southern, soulig, rootsig, bluesig - einfach schön!

Hier noch ein Original U.S.-Review:

Perhaps the secret behind Nicholas David’s organic, natural sound is as simple as letting the music arise organically and naturally. There was no apparent rush to create Yesterday’s Gone, released three years after With These Hands. In fact, his time spent opening for, and playing with the Devon Allman Project, seems to have been the catalyst behind the musical connections and inspirations that define his newest album. Recorded in New Orleans with the guiding hand of Samantha Fish, the team of David (vocals, keys), Duane Betts (guitar), Jonathan Long (guitar), Charlie Wooten (bass) and Scott Graves (drums) deftly blends southern soul and blues into an earthy, 11-song collection.
Sharing a similar timbre with its predecessor, Yesterday’s Gone heavily features David’s voice, and it sits high in the mix throughout the album—as it should. Its raw richness serves as the natural focus, but the songwriting and instrumental accompaniment are equally impressive. The mostly upbeat tracks all boast lush, warm, analog sounds that vary in number and amplitude as the songs require. The production is meticulous without being overwrought.
“Hole in the Bottom” sets the tone for much of the album with a heavy emphasis on David’s voice, piano and organ leads, and a willingness to make dynamic changes within individual songs. An understated guitar solo carries the second half of the tune up to the gentle revisitation of the main piano theme. “Heavy Heart” changes tempo, but maintains many of the same characteristics, namely, great playing and an honest, soulful feel.
The first true standout, “With or Without,” begins with and builds around a memorable melody delivered through a dual-guitar harmony. As much as David can carry a song on his own, the shared spotlight with another musical aspect really brings the track to fulfillment. Jazzier than its album-mates, “Curious” employs the same focus-shift away from David’s vocals, and towards the accompaniment that usually buoys the song and the singing.
A true New Orleans gumbo has to include a touch of R&B and a smattering of soul; “I’m Interested” and “Peel Back the Leaves,” respectively provide those ingredients. “Times Turning” opens with an emotive, cascading piano progression that shares space with the album’s most poignant lyrical verses. Immediately contrasting the simple structure of “Times Turning,” “Stars” shines as a multipart composition with an anthemic chorus. Between those two numbers and “With or Without,” a case can be made for any being the best song of the set.
"Little by Little,” a fun, jangly number, closes the album with a Crescent City flavoring of sounds. Yesterday’s Gone’s many components all play their part in making this album a winner. First listenings will undoubtedly gravitate towards David and his mellifluous voice, but each subsequent visit will peel back another layer of the sonic onion. “Peel back the leaves, just one more day, break off the bark, so the roots will stay.” Nicholas “Family Man” David and his cohorts plant profoundly deep roots on this effort. (Willie Witten / Blues Rock Review)

Das komplette Tracklisting:

1. Hole in the Bottom - 3:46
2. Heavy Heart - 5:11
3. With or Without - 5:03
4. I'm Interested - 4:59
5. Peel Back the Leaves - 3:17
6. Curious - 5:50
7. Okay - 5:46
8. Let U Go - 4:14
9. Times Turning - 5:00
10. Stars - 4:35
11. Little by Little - 5:13

Art-Nr.: 9965
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Hole in the bottom
Heavy heart
With or without
Curious
Let u go
Stars
Little by little

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Drive-By Truckers - the unraveling [2020]
Nach 3 1/2 Jahren endlich ein neues Album. Die so überaus hoch geschätzte Neo Southern Rock-/Rootsrock-Truppe aus Athens/Georgia beeindruckt mit einem weiteren, herausragenden Werk, textlich sehr kritisch und hochgradig beeinflußt von den Turbulenzen im heutigen Amerika und der heutigen Welt. Musikalisch hören wir den typischen, so wunderbar natürlich schroffen, rauen Gitarrensound der Band um die beiden Gründer und Gitarristen Patterson Hood und Mike Cooley, wobei es zumeist sehr dynamisch, dreckig und lebendig zugeht, unterbrochen von dem ein oder anderen, ruhigeren Moment. Einerseits sind die Tracks, trotz aller Rauheit, sehr gut strukturiert, andererseits verliert sich die Band auch mal in lärmigen Jammings. Das past prächtig zusammen. Einer der Höhepunkte des Werkes ist das anklagende, psychedelisch und düster wirkende, über 8 1/2 Minuten lange "Awaiting resurrection", mit "gebrechlichem" Gesang von Patterson Hood, toller Lead Gitarre (klasse Solo) und wunderbar integrierten Orgel- und Piano-Einsätzen. Aber auch Songs wie beispielsweise das rau und laut rockende "Armageddon's back in town", das trockene, staubige, mit schönen akustischen und elektrischen Gitarren, sowie Klavier und Orgel inszenierte, energetische "Thoughts and prayers", das etwas ruhigere, textlich sehr kritische, gar an die Singer-/Songwriter-Kunst eines Neil Young erinnernde "21st century USA", sowie das mit rau lärmenden (Slide)Gitarren instrumentierte "Heroin again" sind "großes Drive-By Truckers-Kino". "The unraveling" ist bereits das 12. Studioalbum der Drive-By Truckers - und sie machen unverdrossen damit weiter, einfach großartige, außergewöhnliche Alben zu veröffentlichen. Ganz klar ihr nächstes Glanzstück! Produziert hat übrigens mal wieder ihr alter Bekannter David Barbe.

Das komplette Tracklisting:

1. Rosemary with a Bible and a Gun - 3:29
2. Armageddon's Back in Town - 3:48
3. Slow Ride Argument - 3:19
4. Thoughts and Prayers - 5:21
5. 21st Century USA - 4:14
6. Heroin Again - 3:54
7. Babies in Cages - 5:33
8. Grievance Merchants - 4:08
9. Awaiting Resurrection - 8:38

Art-Nr.: 9982
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Armageddon's back in town
Slow ride argument
Thoughts and prayers
21st century usa
heroin again
Awaiting resurrection

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Ellis, Tinsley - winning hand [2018]
“Guitar, guitar, guitar is what this album is all about,” sagt Tinsley Ellis! Und wie recht er damit hat. Blues-/Bluesrock-Veteran und Gitarren-Legende Tinsley Ellies aus Atlanta/Georgia mit einer triumphalen Rückkehr zu seinem Stammlabel "Alligator Records", wo vor über 30 Jahren alles begann. "Winning hand" ist sein vielleicht bestes Album seit vielen Jahren. Gesanglich ist er in Top-Form, das wunderbar straighte Songmaterial ist schlichtweg super und seine Gitarrenarbeit ist elektrisierend, voller Inspiration, kraftvoll, messerscharf, virtuos - einfach herauzsragend. Viele große Kollegen (u. a. Derek Trucks und Warren Haynes) zählen ihn zu ihren absoluten Favoriten. In Quartett-Besetzung mit Kevin McKendree an den Keyboards, Steve Mackay am Bass und Lynn Williams am Schlagzeug, gelingt ihm ein rauschendes, facettenstarkes Blues-/Bluesrock-Meisterwerk, direkt, knackig, ohne Schnörkel, aber von beeindruckender musikalischer Tiefe und Qualität. Ein Werk, vom Beginn mit dem herrlich groovenden, kernigen, direkten, prächtig hängen bleibenden "Sound of a broken man", bis hin zu dem von monströsen Gitarrenläufen geprägten, über 8 1/2-minütigen, packenden, finalen Kracher "Savin grace", ohne jeden Durchhänger. Tinsley Ellis auf einem neuen Hoch in seiner jetzt schon sehr beeindruckenden, langen Karriere. Einfach toll!

Hier eine U.S.-Beschreibung im Original-Wortlaut:

"Feral blues guitar...non-stop gigging has sharpened his six-string to a razor’s edge...his eloquence dazzles...he achieves pyrotechnics that rival early Jeff Beck and Eric Clapton." –Rolling Stone "Ellis unleashes a torrent of dazzling musicianship pitched between the exhilarating volatility of rock and roll and the passion of urban blues." –Los Angeles Times Since his Alligator debut 30 years ago, Southern blues-rock guitar wizard, vocalist and songwriter Tinsley Ellis has become a bona fide worldwide guitar hero. The Chicago Sun-Times says, “It’s hard to overstate the raw power of his music.” Now, he makes his triumphant return to Alligator Records with a powerful new album, Winning Hand. Armed with his signature molten licks, melodic riffs and rousing, intense solos, Ellis, as his legions of fans will attest, is among the blues world’s best-loved, hardest working and most well-travelled statesmen. He has performed in all 50 United States as well as in Canada, Western and Eastern Europe, Australia and South America, earning legions of fans with his guitar virtuosity, passionate vocals and memorable original songs. Ellis is also revered as a guitarist’s guitarist, with famous friends including Derek Trucks, Warren Haynes, Oliver Wood, Jonny Lang and members of Widespread Panic calling on him to sit in and jam. “A musician never got famous staying home,” he says. Recorded in Nashville and produced by Ellis and keyboardist Kevin McKendree, the ten brilliantly performed, fervently sung tracks on Winning Hand include nine originals, ranging from blistering blues to heart-pounding rock to soulful ballads. As his only cover song, Ellis pays tribute to his greatest guitar-playing and songwriting influences with a Freddie King-inspired version of rock legend Leon Russell’s Dixie Lullaby. “Guitar, guitar, guitar is what this album is all about,” says Ellis, who recorded primarily with his 1959 Fender Stratocaster, his 1967 Gibson ES 345 and his 1973 Les Paul Deluxe. Guitar World says, “Ellis’ playing sparkles with depth and subtlety. Whether playing deep, slow blues or uptempo rockers, Ellis rides a gorgeously fat, pure tone.” Born in Atlanta in 1957, Ellis was raised in southern Florida. He discovered the blues through the back door of British Invasion bands like The Yardbirds, The Animals, Cream and The Rolling Stones as well as Southern rockers like The Allman Brothers. One night he and a friend were listening to records when his friend’s older brother told them if they liked blues, they should really be listening to B.B. King. As luck would have it, King was in town for a week, and the upcoming Saturday afternoon show was just for teenagers. Tinsley and his friend went, sitting transfixed in the front row. When B.B. broke a string on Lucille, he changed it without missing a beat, and handed the broken string to Ellis. After the show, B.B. came out and talked with fans, mesmerizing Tinsley with his warmth and kindness. Tinsley’s fate was now sealed; he had to become a blues guitarist. He saw Howlin’ Wolf, Muddy Waters and every other blues artist who came through town, always sitting up front, always waiting to meet the artists, take photos, get autographs. And yes, he still has B.B.’s string. Already an accomplished teenaged musician, Ellis left Florida and returned to Atlanta in 1975. He soon joined a gritty local blues band, the Alley Cats. In 1981, along with veteran blues singer and harpist Chicago Bob Nelson, Tinsley formed The Heartfixers, a group that would become Atlanta’s top-drawing blues band. After cutting a few Heartfixers albums for the Landslide label, Ellis was ready to head out on his own. Georgia Blue, Tinsley’s first Alligator release, hit the unprepared public by surprise in 1988. Critics and fans quickly agreed that a new and original guitar hero had emerged. The Chicago Tribune said, “Tinsley Ellis torches with molten fretwork. Ellis takes class...

Das komplette Tracklisting:

1. Sound Of A Broken Man - 4:51
2. Nothing But Fine - 3:52
3. Gamblin' Man - 5:59
4. I Got Mine - 4:14
5. Kiss This World - 3:55
6. Autumn Run - 6:12
7. Satisfied - 2:48
8. Don't Turn Off The Light - 4:41
9. Dixie Lullaby - 3:15
10. Saving Grace - 8:48

Art-Nr.: 9565
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Sound of a broken man
Nothing but fine
Gamblin' man
Autumn run
Satisfied
Dixie lullaby
Saving grace

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Johnson, Jeremiah - heavens to betsy [2020]
Der in St. Louis/Missouri beheimatete, ungemein versierte Gitarrist, exzellente Sänger und hoch talentierte Songwriter Jeremiah Johnson, der schon seit Jahren zu den absoluten Stars der örtlichen Bluesrock-Szene gehört, schickt sich seit geraumer Zeit durch seine stets hervorragenden Alben peu à peu an, auch den Rest des amerikanischen Kontinents und den der gesamten Bluesrock-Welt zu erorbern. Nun gelingt ihm mit seinem neuen Werk, "Heavens to Betsy" der nächste, ganz große Schritt. Mit diesem fantastischen, neuen Werk werden sein Standing und seine "ever growing fanbase" noch einmal deutlich anwachsen. Produziert vom Grammy-dekorierten Pete Matthews und eingespielt mit einer grandiosen Band (Frank Bauer - saxophone & backing vocals, Tony Anthonis - bass, Benet Schaeffer - drums und der Tastenmann der großartigen Rootsrock-Formation Lucero, Rick Steff, an den Keyboards) gelingt Johnson eine prächtige Synthese aus Bluesrock und flüssigem, rootsigem Southern Rock, fokussiert auf bemerkenswert starke Retro-Songkraft. Die Southern-Einflüsse sind stärker, als je zuvor. Sehr gelungen ist bei den Arrangements die Einbeziehung des Saxophons durch den toll aufspielenden Frank Bauer. Dessen Sax fungiert sowohl als clever taxierte Ergänzung zur Rhythmus-Sektion, als auch als kongenialer Partner von Johnson's brillantem, "fiery southern" Lead Gitarren-Spiel. Den besten Beleg dafür liefert gleich der herausragende Opener des Albums, "White lightning". Die Nummer beginnt, unterlegt von wunderbaren, dezenten Orgelklängen, mit herrlichen, locker flüssigen, parallel gespielten Saxophon-/Lead Gitarren-Licks im Stil der typischen Twin-Leads der The Allman Brothers Band. Auch im weitern Verlauf der Nummer kommen immer wieder Erinnerung an die großen Zeiten solcher Bands wie etwa Lynyrd Skynyrd oder The Marshall Tucker Band auf. Johnson's Gesang ist exzellent, passt 100%ig zu dieser Musik. Dazu spielt er wunderbare Wah Wah-Licks und brilliert mit einem tollen, feurigen Gitarrensolo, alles eingebunden in eine tolle Melodie. Ein bluesiger Southern Rocker vom Feinsten, der sofort zündet, und unmittelbar den Grundstein für ein durch und durch großartiges Album legt. Das folgende, kraftvolle "Tornado" schlägt in eine ähnliche Kerbe, ehe der kompakte, straighte, saustarke, mit feinen Classic Rock-Anleihen versehene Power Bluesrocker "Soul crush" aud den Lautsprechern "dampft". Enthält zwei quirlige, mitreißend gespielte, würzige Gitarrensoli des Meisters. Dann die wunderschöne, lockere, southern-bluesige Ballade "Ecstasy", durch die sich feinste Saxophon- und Lead Gitarren-Linien schlängeln, inklusive eines exquisiten, wunderbaren Solos. Ganz stark kommen auch der fette, fulminante, mit furiosen Gitarrenlicks und straighten Power-Riffs ausgestattete Rocker "Forever and a day", das flotte, lockere, etwas Country-infizierte und abermals auf einem tollen Southern-Groove gebettete "Leo Stone" (virtuoses, fingerfertiges "pure southern" E-Gitarren-Solo), die traumhaft melodische, mit wunderbarem Orgel-, Gitarren-, Saxophon-Zusammenspiel inszenierte "Ohrwurm"-Ballade "Long way home", bis das Album schließlich mit dem toll groovenden und swingenden, Spuren von Jump Blues und 50s-style Rock & Roll enthaltenden, "hot-rod" Rowadhouse Blues "Preacher's daughter" furios endet. "A great voice, strong songs, and a very talented band flow into a roots, southern, blues album that’s high-energy fun", resümiert ein U.S.-Kritiker vollkommen richtig. Sowohl die Bluesrock-, als auch die Southern Rock-Fraktion, und nicht zu letzt die Freunde vorzüglichen Gitarrenspiels finden hier ihre Erfüllung. Ein richtig klasse Typ, dieser Jeremiah Johnson, mit einem famosen Album!

Das komplette Tracklisting:

1. White Lightning - 3:49
2. Tornado - 3:35
3. Soul Crush - 2:34
4. Ecstasy - 4:22
5. Forever and a Day - 3:18
6. American Steel - 3:15
7. Showdown - 3:46
8. Leo Stone - 3:50
9. Castles in the Air - 2:58
10. Long Way Home - 4:09
11. Born Under a Bad Sign - 2:35
12. Preacher's Daughter - 3:14

Art-Nr.: 9991
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
White lightning
Soul crush
Ecstasy
Forever and a day
Leo Stone
Long way home
Preacher's daughter

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King, Marcus - el dorado [2020]
Die Marcus King Band aus Greenville/South Carolina gelten mit ihrer fantastischen Musik als so etwas wie die neuen "Kings" der amerikanischen Southern-, Southern Bluesrock-, Southern Jamrock-Szene - im übrigen völlig zu Recht. Nach ihrem überragenden 2018er Album "Carolina confessions", veröffentlicht nun ihr gerade mal 23-jähriger Gründer, der phänomenale Gitarrist, innovative Songwriter und herausragende Sänger Marcus King ("one of the most soulful voices of his generation") mit "El Dorado" sein erstes Solo-Album - ein wahres Meisterwerk! Produziert von Dan Auerbach (The Black Keys) und eingespielt in dessen" Easy Eye Studios" in Nashville mit Auerbach und einer Horde ausgewählter, hochkarätiger Studiocracks (z. B. Bobby Wood an den Keys, Gene Chrisman an den Drums, Dave Roe am Bass und Paul Franklin an der Pedal Steel), gelingt King ein geradezu hinreißendes, mit bärenstarkem Songmaterial gefülltes, exquisites, höchst niveauvolles Southern-/Roots/Americana-Werk, durch das eine wundervolle, stets erdige Country-Brise weht, das aber auch nie seine Gospel-, Soul-, Blues-, Rock-, und Jam-Bezüge leugnet. Das Album startet mit der überragenden, traumhaft melodischen Roots-/Country-/Southern-Ballade "Young man's dream", zunächst semi-akustisch, mit wundervoller Acoustic Gitarre, Paul Franklin's herrlicher Pedal Steel und feinen Piano-Tupfern in Szene gesetzt, dann von einem kleinen kraftvolleren, erdigeren, elektrisch instrumentierten Intermezzo (tolle E-Gitarre) unterbrochen. Und King's Gesang? Schlicht üpberragend! Was für ein Gefühl! Was für ein absolut natürlicher Southern-Spirit! Der Auftakt eines faszinierenden Albums mit einer grandiosen Nummer nach der nächsten. Wie etwa der knackig und kraftvoll rockende, raue, mit kernigen E-Gitarren bestückte, southern-bluesig pochende Rocker "The well", der von triefendem Southern Soul durchzogene, ungemein inspirierte, bewegende Roots Slow-Blues "Wildfloers & wine" (super Gitarrensolo von King, fantastisches Wurlitzer Piano), das schön lockere, flockige, mit vielschichtigen Gitarren (akustische Gitarre, E-Gitarre, Pedal Steel) und prächtigen Orgel-Klängen veredelte, ein herrliches Southern-/Americana-Feeling vermittelnde "Sweet Mariona", die umwerfend schöne Southern-/Countryrock-/Amricana-Ballade "Beautiful stranger", das "ZZ Top-styled" swampy und deftig rockende "Say you will", das erdig nach vorn gehende, raue, southern-bluesige "Turn it up", das mit einem klasse "J.J. Cale meets Chris Stapleton" Soul Stomp daherkommende "Too Much Whisky", und, und, und. Es ist bemerkenswert, mit welcher Vielseitigkeit Marcus King agiert. Es ist wirklich kaum zu glaube, dass dieser Bursche erst 23 Jahre alt ist. Seine musikalische Entwicklung, seine Reife, seine Leidenschaft, sein künstlerische Potenzial, schlichtweg seine Klasse sind so faszinierend wie unbestritten. Sein guter, alter Freund und Mentor, Gov't Mule's Warren Haynes, wird mit Stolz und Freude beobachten, dass da einer heranwächst, der ihm selbst in nichts nachsteht und einmal zu den ganz Großen der Southern-/Roots-/Bluesrock-/Jam-Szene zählen wird. Eigentlich ist Marcus King dort sogar schon angekommen. "El Dorado" jedenfalls ist ein weiterer, makelloser Meilenstein seiner noch so jungen Karriere. Brillant!

Das komplette Tracklisting:

1. Young Man’s Dream - 3:08
2. The Well - 2:57
3. Wildflowers & Wine - 4:48
4. One Day She’s Here - 3:47
5. Sweet Mariona - 2:34
6. Beautiful Stranger - 4:07
7. Break - 3:00
8. Say You Will - 3:54
9. Turn It Up - 3:38
10. Too Much Whiskey - 3:54
11. Love Song - 2:30
12. No Pain - 3:53

Art-Nr.: 9978
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Little Big Town - nightfall [2020]
"'Nightfall' is Little Big Town's album of 'peaceful' social commentary in a divisive world". Musikalisch in 13 wunderbare, gesanglich und instrumentell hinreißend vorgetragene Lieder gefasstes, überaus ambitioniertes, neues Album von Little Big Town. Das immer mal wieder als "Fleetwod Mac des Country" bezeichnete, mit vielen Grammys und anderen Preisen hochdekorierte Quartett zeigt sich textlich engagiert und kritisch wie nie zuvor. Man hat etwas zu sagen. Dazu packen Karen Fairchild, Kimberly Roads, Jimi Westbrook und Phillip Sweet die teils sehr zum Nachdenken anregenden Themen nicht in rauschende Partyheuler, sondern in entsprechend exquisites, überaus niveauvolles Midtempo- und Balladen-Songmaterial mit tollen Arrangements. "This is no 'rah-rah beer festival'", betonte die Band dazu in verschiedenen Interviews (nachzulesen in u. a. Original Album-Review des New Yorker Wall Street Journal). "Nigtfall" ist eine absolute Glanzleistung von Little Big Town!

Original Album-Review des New Yorker Wall Street Journal:

Ambitious country-music performers face some daunting choices these days. They can lean toward furthering the genre’s tradition of capturing under-explored scenes and sentiments of contemporary adult life, and thus risk appealing to hard-core connoisseurs only. Or they can engage with popular tropes that, however often repeated, dominate big-time country radio, winning acceptance by the widest audience in the process. The fairly stark dichotomy can be characterized as more lettered, Americana-adjacent country versus country pop; aiming at more mature versus younger audiences; or even simply as album-centered versus hot-single-oriented production.
But there is a third, especially challenging route—one pursued by such repeatedly honored practitioners as Miranda Lambert, Eric Church and Dierks Bentley : working consciously and deftly to have it both ways. And among vocal groups over the past decade, none has proved more adept at walking this road than the mixed-gender, always vocally harmonious quartet Little Big Town—founders Karen Fairchild and Kimberly Schlapman, with Jimi Westbrook and Phillip Sweet. Winners of the Country Duo/Group Performance Grammy for “Pontoon” (2012), “Girl Crush” (2014) and “Better Man” (2016), they were also the Country Music Awards’ Vocal Group of the Year for six years running, 2012-2017. Their latest album, “Nightfall” (Capitol Records Nashville), set for release Jan. 17, is yet another in their succession of album gems, and a prime example of an artfully constructed offering likely to gain popularity as well as critical praise.
The most-discussed track before the album’s release has been “The Daughters,” a melodic ballad written by Ms. Fairchild along with respected Nashville songwriters Sean McConnell and Ashley Ray. Introduced by the group on the televised ACM Awards back in April, it outlines the circumscribing demands and expectations young girls are so often subjected to and offers them parental hope, but a chorus line that tossed in “I’m just looking for a God for the daughters” effectively ruled it out as a single promoted to wary and guarded pop-country radio. (The same edgy cheekiness had marked the easily misunderstood “Girl Crush,” and brought more attention to it.) “The Daughters” was nominated for this year’s Country Duo/Group Performance Grammy before the album was even out.
The first track that was vigorously promoted as a single is a song about drinking, safer country territory, and is in a traditional honky-tonk mode—not just in sound and rhythm but in its clever turn on expectations. “Over Drinking” is not about drinking too much, but about being finished with crying in a beer: “I’m drunk ’cause I’m happy, not drunk ’cause you’re gone; I’m over drinking over you.” Classic hard country. But for those looking for a pop alternative, the very next album track is “Wine, Beer, Whiskey,” which, after a teasing after-hours jazz-like opening, turns to a thumping salute to friends named Jack, Jose, Brandy, Sherry and Captain. No explanations required—and audience balance achieved.
The latest single, “Sugar Coat,” is a moody, dark ballad with Ms. Fairchild singing lead, in the persona of the long-suffering wife of a husband with wandering ways. She doesn’t drink, doesn’t take pills, just smiles “with a lump in my throat.” Many will find the song instantly relatable; it was written by country’s expert on such situations, Lori McKenna, along with Josh Kerr and Jordyn Shellhart. One of the advantages of a track record like Little Big Town’s is the happy availability of new songs that work for them from top writers—a number in this case co-written along with the band, and with Ms. Fairchild in particular. The album’s all-star songwriting contributors include Daniel Tashian and Ian Fitchuck, Grammy-winning producers and collaborating writers for Kacey Musgraves’s “Golden Hour” album last year; and the so-called Love Junkies (Ms. McKenna, Hillary Lindsey and Liz Rose ) who’d been responsible for “Girl Crush.”
Overall, the instrumentation is as varied as the album’s many moods demand, and the always strong Little Big Town vocals rise to the varied occasions. But as the songs add up on “Nightfall,” you notice that there’s a theme at work, reflected in the album title—moods when the lights go down; dreams; thoughts while lying in bed alone or with company, old or new. It’s often sophisticated, yet nonetheless country-ready, after-dark material.
“Nightfall,” the group has been telling interviewers, is no “rah-rah beer festival.” Indeed, the album’s release show is set for New York’s Carnegie Hall on Jan. 16, and the Apollo Theater the following two nights. To use a phrase only occasionally appreciated or particularly appropriate in country, this is a class album from one classy group. (Barry Mazor / The Wall Street Journal)

Das komplette Tracklisting:

1. Next To You - 4:06
2. Nightfall - 3:21
3. Forever And A Night - 4:26
4. Throw Your Love Away - 3:44
5. Over Drinking - 3:10
6. Wine, Beer, Whiskey - 3:16
7. Questions - 3:03
8. The Daughters - 3:32
9. River Of Stars - 3:37
10. Sugar Coat - 3:39
11. Problem Child - 3:35
12. Bluebird - 3:11
13. Trouble With Forever - 3:31

Art-Nr.: 9977
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Outlaws, The - dixie highway [2020]
Pure Freude für die Southern Rock Enthusiasten: Nach 8 langen Jahren ist es endlich da, das neue Studioalbum der legendären Outlaws, neben The Allman Brothers Band, Lynyrd Skynyrd, Molly Hatchet und The Marshall Tucker Band sicher eine der bedeutendsten Bands der goldenen Siebziger Jahre Southern Rock-Ära. Die "Florida guitar army" ist wieder da! Henry Paul, Monte Yoho & Co. präsentieren, was die Outlaws stets ausgezeichnet hat: Exzellente Songs, Henry Paul's unverwechselbarer, einzigartiger Lead-Gesang, klasse Harmonie-Gesänge, starke Melodien, und vor allen Dingen Gitarren, Gitarren und nochmal Gitarren - ohne Ende. "Dixie highway", eingespielt in der Besetzung
Henry Paul: vocals, guitars
Monte Yoho: drums
Steve Grisham: guitars, vocals
Dale Oliver: guitars, vocals
Randy Threet: bass, banjo, vocals
Dave Robbins: keyboards, vocals
Jaran Sorenson: drums, percussion
und als Gast auch noch: Billy Crain: guitar,
zeigt die Outlaws nicht nur musikalisch voll im Saft, ja in geradezu berauschender Form, es dreht sich auch textlich nahezu alles um den Southern Rock. So zum Beispiel in dem furiosen Eröffnungstrack "Southern Rock will never die", in dem die Outlaws ihre verstorbenen, musikalischen Brüder huldigen, darunter Lynyrd Skynyrd's Ronnie Van Zant und Steve Gaines, Marshall Tucker's Toy und Tommy Caldwell, Duane und Gregg Allman, The Charlie Daniels Band's "Taz" DiGregorio und Tommy "TC" Crain, sowie die unvergessenen Outlaws-Gründungsmitglieder Billy Jones, Frank O`Keefe und Hughie Thomasson. "Der Song spiegelt den Geist der Pioniere dieses Genres wider", sagt Henry Paul über die Nummer und ergänzt: "Die Energie, die uns damals alle motiviert hat, inspiriert uns auch heute noch". Ja, inspiriert und motiviert bis in die Haarspitzen scheint die Band tatsächlich zu sein, denn mit welcher Vitalität, mit welcher Dynamik und Power sie zu Werke geht, ist erstaunlich. Schon die ersten 4 Tracks (darunter eine bärenstarke Neueinspielung von "Heavenly Blues" aus dem "Hurry Sundown"-Album) rocken wie geölt über den "Dixie Highway". Sie kennen nur eine Richtung: nach vorn! Und die Gitarristen geben Vollgas, spielen sich bei fast jeder Nummer in einen regelrechten Rausch. Das geht einem regelrecht das Herz auf. Unzählige, saftige, ausgedehnte Soli, Twin-Leads, Dual-Leads, mitreißende Gitarren-Duelle und -schlachten, soweit das Ohr reicht. Henry Paul singt besser denn je und die melodischen Strukturen der Songs sind einfach herrlich. Es ist eigentlich völlig unnötig, irgendwelche Songs besonders herauszustellen, da sie allesamt den puren Guitar Southern Rock-Genuß bieten. Dennoch seien, stellvertretend für das gesamte Album, kurz noch die traumhafte Ballade "Endless ride" mit ihren epischen Gitarren und dem nach einem lässigen Tempowechsel losrockenden, 2-minütigen Gitarrenfinish, die erstklassige Coverversion der Charlie Daniels Band-Nummer "Lonesome boy from Dixie", der treibende, mächtig Dampf, Power und Wucht entfachende Ritt entlang der "Rattlesnake Road", das packende Gitarren-Instrumental "Showdown", das von Frank O'Keefe komponierte und ihm gewidmete "WIndy City's blue", für das Henry Paul ein altes Demo aus dem Jahre 1972 ausgegraben hat, und die abschließende, abermals viele musikalische Freunde erwähnende, wunderbare Ballade "Macon memories" erwähnt. Es passt einach alles! Was wir vor 8 Jahren über das Album "It's about pride" gesagt haben, gilt auch uneingeschränkt für "Dixie highway": "Keine Frage, Hughie Thomasson, Billy Jones und Frank O'Keefe werden wir für immer vermissen, doch diese heutige Besetzung der Outlaws ist eine ganz vorzügliche, auf die die einstigen, legendären Originalmitglieder der Band wirklich stolz sein können - und irgendwie werden sie's 'da oben' auch sein". 11 neue Songs der Outlaws - was für ein Southern Rock-Fest!

Das komplette Tracklisting:

1. Southern Rock Will Never Die - 5:18
2. Heavenly Blues - 4:49
3. Dixie Highway - 5:48
4. Over Night from Athens - 4:23
5. Endless Ride - 6:05
6. Dark Horse Run - 5:48
7. Rattlesnake Road - 4:08
8. Lonesome Boy from Dixie - 4:48
9. Showdown - 3:10
10. Windy City's Blue - 5:44
11. Macon Memories - 4:30

Art-Nr.: 10003
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Southern Rock will never die
Heavenly Blues
Dixie highway
Over night from Athens
Endless ride
Rattlesnake road
Showdown
Macon memories

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Rein, Diana - queen of my castle [2019]
"This woman can play the Blues"! Fabelhaftes, drittes Album der prächtig aufspielenden, exzellenten U.S. Blues-/Bluesrock-Gitarristin, Sängerin und Songwriterin, veröffentlicht auf Mike Zito's "Gulf Coast Label, und ganz sicher so etwas wie ihr bisheriges, unmissverständliches, musikalisches Ausrufezeichen, ihr Szene-Durchbruch! Großartig! Diana Rein, aufgewachsen in Chicago, wo sie als 3-jährige Tochter rumänischer Emigranten landete, kam dort das erste Mal im Alter von 8 Jahren, als sie auf die Bühne des "Black Room" geholt wurde, mit dem Blues in Berührung. Von da an ließ sie diese Musik nicht mehr los. Obwohl ihre Karriere noch einige, kleine Umwege nahm (z. B. wirkte sie in den frühen Neunzigern in einer kleinen Rolle in den berühmten "Kevin - allein zu Haus" und "- allein in New York"-Filmen mit), war und ist der Blues und Bluesrock ihre Bestimmung. Kein Zweifel, denn gerade ihr neues Album "sounds like Rein was born on a blues club stage with a guitar in her hands and a rocking band behind her". Diana Rein's "Ding" ist der klassische, echte, traditionelle Blues, genauso wie der erdig rockende Blues, der straighte, dynamische, schnörkellose Gitarren-Bluesrock, was die heute in Californien lebende Protagonistin mit ihrem aktuellen Album auch in perfekter Symbiose demonstriert. Sie verfügt über eine sehr schöne, klare, kraftvolle Stimme, deren Variabilität sich bestens für filigrane, aber auch dreckige Stücke eignet. Sie ist einfach eine klasse Sängerin. Und eine geniale Gitarristin dazu. Beeinflusst von solchen Leuten wie B.B. King, Elmore James, Buddy Guy, Eric Clapton und vor allen Dingen Stevie Ray Vaughan, zeichnet sie sich durch ein ungemein würziges, feuriges, virtuoses, durch und durch bluesiges Gitarrenspiel aus, das ihre Eunflüsse keineswegs leugnet, das sich aber auch durch eine beeindruckende Direktheit, Schlichtheit und Schnörkellosigkeit auszeichnet, die ganz allein Rein's Kreativität geschuldet sind. Sie besticht mit großer Fingerfertigkeit, mit Dynamik, aber auch mit Inspiration, Seele und ihrer natürlichen Blues-Power. Ihre vielen, exzellenten, variablen, sehr angenehmen Soli kommen straight auf den Punkt, ohne exzentrische Sperenzien. Dabei entsteht eine Magie, der man sich kaum entziehen kann. Begleitet wird Rein, die sämtliche Rhythm- und Lead Guitar-Parts auf dem Album übernommen hat, von Dave Osti am Bass, Drake Munkihaid Shining an den Keyboards und Michael Leasure an den Drums der das Album zudem exzellent produzierte, - alles vorzügliche Musiker. Das Songmaterial (alle Tracks sind von Rein selbst komponiert) ist absolut klasse, melodisch, kommt von vorn bis hinten ohne jeden "Filler" aus. Nach dem wunderbaren Opener "Yes I sing the Blues", einem dem Songtitel entsprechend recht traditionell gehaltenen, klassischen Blues, bei dem man Rein's Einflüsse unmittelbar wahrnimmt (der Rhythmus ist Chicago-/Elmore James-mässig, das Instrumentalbreak bringt Stevie Ray Vaughan in Erinnerung), folgt das melodisch, kernig, dynamisch und bluesig fett nach vorn rockende "The midnight line". Das sind gleich 2 prächtige Tracks, die Diana Rein's Stärken hervorragend herausstellen: Ihren exzellenten Gesang, ihr fantastisches Gitarrenspiel (voller Feuer steckende Soli) und ihr tolles Songwriting (interessanter Tempowechsel beim zweiten Stück). Das herrliche Titelstück "Queen of my castle" kommt mit einem klassischen Chicago Blues-Vibe, einem tollen, prägnanten Drive, einer erstklassigen, frischen Melodie, sowie einem punktgenauen Gitarrensolo. Toll Knackig, voller Energie, gleichzeitig aber auch schön locker und herrlich frisch fließt der herausragende Bluesrocker "I can't quit you" aus den Lautsprechern. Abermals bemerkenswert ist Rein's starkes Gitarrenspiel, das auf der einen Seite sauber und klar, auf der anderen aber auch bluesig dreckig wirkt. Raue, dampfende Riffs und glühende Lead Gitarre bestimmen den, von einem dezenten Swamp- und Southernflair durchwehten, einmal mehr in eine tolle Melodie eingebundenen Bluesrocker "One foot in". Das amtlich temperierte Gitarrensolo strotzt nur so vor Spielfreude und Spirit. Beim toll groovenden "Get down" (schöne Melodie, feine Orgel-Fills, tolle Gitarrenlinien) überrascht Rein dann mal mit einem exzellenten Wah Wah-Solo, um anschließend mit dem betörend schönen "Chill of the night" einen hinreißenden, dezent nostalgisch angehauchten Slow-Blues zum Besten zu geben (tolle Orgelbegleitung, grandioses Gitarrespiel - jeweils mit Solo). Mächtig Dampf produziert dann nochmal der saudreckige, im knarzenden, glühende "fuzzed-out guitar sound" kommende Bluesrocker "Heat", ehe das Werk schließlich mit dem traumhaft melodischen, erfrischend klaren Instrumental "Zoe" herausragend endet. Welch ein wundervolles Gitarrenspiel! Diana Rein hinterlässt mit diesem Album mächtig Eindruck. Eine knappe Stunde lang (es fehlen rund 30 Sekunden) präsentiert sie uns ehrliche, natürliche, unverbrauchte, frische, exzellente Gitarren Bluesrock-Kunst, die sich auf angenehmste Art und Weise ihren Weg tief in unsere Ohren bahnt. Es ist einfach eine große Freude ihr zuzuhören. Oh ja, "this woman can play the Blues"!

Das komplette Tracklisting:

1. Yes I Sing the Blues - 3:30
2. The Midnight Line - 3:26
3. Queen of My Castle - 3:49
4. I Can't Quit You - 3:45
5. One Foot In - 4:20
6. Walking Along - 3:24
7. Pure Soul - 4:09
8. It's You - 3:28
9. My Love - 4:07
10. Get Down - 3:29
11. Chill of the Night - 5:07
12. Worth - 4:05
13. Time's Ticking Away - 4:04
14. Heat - 4:44
15. Zoe - 3:54

Art-Nr.: 9974
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
The midnight line
Queen of my castle
I can't quit you
One foot in
Get down
Chill of the night
Heat
Zoe

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Sellers, Aubrie - far from home [2020]
Einzigartig und bewegend! Nashville born/LA based artist Aubrie Sellers, Lee Ann Womack's Tochter, veröffentlicht mit "Far from home" ihr zweites Album - und geht damit einen ganz eigenen Weg. Einen ganz großartigen Weg, denn es ist ein tolles, spannendes Album geworden. Mit erstklassigem Songmaterial aufwartend, bewegt sich Aubrie irgendwo im Bereich des Garage Country, des Sonic Country, des Dusty Cowboy Country, also, weniger speziell ausgedrückt, auf dem Terrain zwischen Alternate Counztry, Countryrock, Americana, Rootsrock und Psychedelic Country. Umgeben von halligen Gitarren, schwebenden Keyboard-Klängen und auch mal sehr dreckigen, rauen Momenten, hangelt sie sich mit ihrer wundervollen, außergewöhnlich klaren, reinen Countrystimme durch genauso experimentell und psychedelisch, wie melodisch und eingängig vorgetragenen Songs, bei denen die vordergründig divers gestalteten Arrangements allerdings sehr harmonisch und geradezu grandios zusammenpassen. Instrumentelle In­no­va­ti­vi­tät trifft auf die Stimme eines "Countryengels" - großartig! Melancholische, kristallklar vorgetragene Balladen und erdige, raue Rocker harmonieren auf dem Album ganz prächtig miteinander. Ein Musterbeispiel dafür sind die beiden Eröffnungstracks. Das Album beginnt mit einer traumhaft schönen, ruhigen Ballade, dem Titelstück "Far from home". Zurückhaltende E-Gitarren-Begleitung, "entfernt" wahrnehmbares, sparsames Drumming, psychedelisch eingestreute Keyboard-Klänge und Aubrie's kristallklarer Gesang bestimmen das Geschehen. Die Nummer wirkt wie ein Outtake aus Emmylou Harris' "Wrecking Ball"-Sessions. Fantastisch! Track 2 dagegen kommt deutlich herber. "My love will not change", ein Duett mit Steve Earle, ist ein kantiger, rootsiger, ruppiger, aber dennoch irgendwie vertraut eingängig wirkender Rocker, der mit einem ähnlichen Soundgefüge wie der Opener spielt, nur eben sehr viel dynamischer und dreckiger. Stark hier die "schrägen" Gitarren. So reihen sich ein erstklassiger Track nach dem anderen aneinander, ob das von erdigen Gitarren und Synthie-Klängen bestimmte, knackig und rootsig rockende "Lucky charm", das gar etwas spacige, dennoch countryrockige "Going places", die geradezu geniale, herzzerreißende Ballade "Haven't even kissed me yet" mit ihren herrlichen Gitarrenriffs, der knackige, etwas an Sheryl Crow erinnernde Americana-Rocker "Under the sun", das von einer bestechend schönen Melodie geprägte "Run", oder der knackige, am Ende psychedelisch austrudelnde Countryrocker "One towns trash" - Aubrie Sellers ist ein baumstarkes, sehr innovatives, interessantes und spannendes Album gelungen, das in der Szene jetzt schon für jede Menge, und zwar ausschließlich positive, Aufmerksamkeit sorgt. Sehr cooler, bärenstarker Auftritt, Miss Sellers!

Hier noch ein Original U.S.-Review:

The thump-thump-thump of pulsating drums pushing a distorted guitar riff that wouldn’t be out of place on a Sonic Youth album isn’t what you’d expect from an artist whose previous track opens her sophomore release with a melancholy ballad sounding like an outtake from Emmylou Harris’s Wrecking Ball. Such is the dichotomy that singer/songwriter Aubrie Sellers explores on the often riveting, never predictable Far From Home.
Sellers, the daughter of Lee Ann Womack and stepdaughter of Frank Liddell (who produces both of them), comes by her country vocals naturally. But the roughed up guitars and steely attitude that made Sellers’ 2016 debut such a standout release are amped up and pounded down further on this sequel.
Four guitarists are credited (although frustratingly not by the specific track they contribute to) and even when the songs are relatively straightforward country pop as in “Drag You Down,” the bolstered sonics and raw attack, both instrumentally if slightly less so vocally, justifies the “garage country” tag Sellers uses to describe her approach.
While she occasionally swims in less choppy waters such as on the melancholy, bittersweet “Haven’t Even Kissed Me Yet,” (“Sometimes the sweetest words can really start to hurt when you can’t tell what they mean…you’re already playing with my head”), the song closes with an eerie, reverbed guitar solo highlighting the dark lyrics. But when Sellers rocks out on “One Town’s Trash,” a co-write with the Raconteurs’ Brendan Benson (a veteran who knows from raucous rocking), or the propulsive “Glad” with its near experimental crackling leads and “I’m glad that you broke this heart of mine” lyrics, the gritty punk factor cranks up to Jack White standards.
The needle pegging goes all out in “Troublemaker,” this album’s “Helter Skelter,” where the band goes increasingly bonkers as the track progresses until disintegrating at its end. There’s a bit of Sheryl Crow in the modified melodic rocking of “Under the Sun” and a cool “Taxman”-styled beat that pushes “Going Places” to a Beatle-esque vibe. These balance the more abrasive moments on an album that rightly revels in its indie-rock meets country blend.   
Although her mom has also gotten grittier under Liddell’s production hand, little of this would be confused for even the most unruly Lee Ann Womack tracks. Which is as it should be;Sellers, perhaps acting as the rebellious offspring, is clearly moving in a harder-hitting direction, pushing boundaries and carving her own unique musical path.
(Andrew Gulden / Americana Highways)

Das komplette Tracklisting:

1. Far From Home - 3:07
2. My Love Will Not Change - 3:35
3. Lucky Charm - 3:13
4. Worried Mind - 3:24
5. Drag You Down - 2:37
6. Going Places - 4:19
7. Glad - 3:00
8. Haven't Even Kissed Me Yet - 4:33
9. Troublemaker - 3:31
10. Run - 5:05
11. Under the Sun - 4:40
12. One Town's Trash - 5:17

Art-Nr.: 9989
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Far from home
My love will not change
Lucky charm
Haven't even kissed me yet
Troublemaker
Run
Under the sun
One town's trash

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