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Adams, Ryan - prisoner [2017]
Was ist dieser Bursche in der Lage für fantastische Songs zu schreiben und zu performen. "Prisoner" ist das nächste Meisterwerk des charismatischen Ryan Adams, mit dem er in 12 brillanten Songs die schmerzhafte Trennung von seiner ex Ehefrau, der Sängerin Mandy Moore zu verarbeiten versucht. Die wunderbaren, prächtig ins Ohr gehenden, voller Emotionen steckenden Lieder kommen mal ordentlich rockig ("Do you still ove me?"), dann wieder ruhig und entspannt ("To be without you"), üben stets eine regelrechte Faszination aus. Adams' Songwriting ist phänomenal. Geschickt pendelt er zwischen Americana, Alternate Country, Rock und einer gediegenen Portion Heartland Rock hin und her, wobei bei einzelnen Tracks sogar ein Hauch von Springsteen wahrnehmbar zu sein scheint (z. B. "Haunted house" und "Outbound train"), was Ihm aber sehr gut zu Gesicht steht. Ryan Adams ist ein ganz Großer seiner Zunft, das beweist er mit "Prisoner" einmal mehr mit allem Nachdruck. Er ist in herausragender musikalischer Verfassung!

Das komplette Tracklisting:

1. Do You Still Love Me? - 3:59
2. Prisoner - 3:11
3. Doomsday - 3:01
4. Haunted House - 2:42
5. Shiver And Shake - 3:05
6. To Be Without You - 3:21
7. Anything I Say To You Now - 4:50
8. Breakdown - 4:00
9. Outbound Train - 4:21
10. Broken Anyway - 2:57
11. Tightrope - 3:56
12. We Disappear - 3:29

Art-Nr.: 9386
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Allan, Gary - set you free [2013]
Der Mann aus Southern California mit einem neuen, hervorragenden Album. Lange haben wir ihn nicht mehr so gut gehört. Gary Allen gab sein Debüt bereits 1996 und zählt mit seinem 9. Studioalbum bereits zum Inventar der Szene. Trotz wirklich beachtlicher Erfolge (immerhin drei Nr.1-Hits), fortwährend exzellenter Alben und stetiger Major-Präsenz (Allan ist quasi seit Beginn bei MCA unter Vertrag) schaffte er es nie ganz, in den Kreis der ganz großen Superstars wie Tim McGraw, Kenny Chesney oder Keith Urban & Co. vorzustoßen. Seine Vorliebe für traditionellen "Bakersfield-derived Country" und auch seine etwas nach innen gekehrte Art (dafür liegt allerdings auch ein triftiger Grund vor: Seine von Depressionen geplagte Frau hatte 2004 Selbstmord begangen) standen ihm für den ganz großen Durchbruch immer ein wenig im Weg. Das könnte sich allerdings mit seinem neuen Album "Set You Free" gravierend ändern. Ein tolles, modernes New Country-Werk mit vielen starken, sehr abwechslungsreichen Songs, klasse produziert und natürlich von exzellenten Musikern eingespielt. Gary selbst hat fünf der Tracks mitkomponiert, sieben co-produziert, zum einen mit Greg Droman, der auch für das Vorgängerwerk "Get Off On The Pain" verantwortlich war, zum anderen mit Freund und Langzeitweggefährten Mark Wright. Den Rest übernahm Jay Joce, der schon Interpreten wie Eric Church und Little Big Town betreut hat. Zum ersten Mal spielt er auf einem seiner Longplayer Akustik- und E-Gitarre. Auch wenn sein neues Werk wieder voller Zitate steckt, die an seine verstorbene Frau erinnern, so ist diesmal aber eine deutlich positive Tendenz erkennbar. Es scheint, dass Allan den Verlust weitestgehend verarbeitet hat - eine Art spürbare Aufbruchsstimmung durchzieht dieses hervorragende Album. Dazu legte er mit der herrlich flockigen Single "Every Storm (Runs Out Of Rain)" (klasse Harmoniegesänge von Rachel Proctor) und einer derzeitigen Top-5-Platzierung (Tendenz steigend) einen Traumstart hin. Und die CD beinhaltet noch jede Menge weiterer Stücke, die entsprechendes Potential aufweisen, womit auch der komplette Silberling gute Chancen auf großen Chart-Erfolg haben sollte. Ganz stark direkt der von knackigen E-Gitarren getragene Opener "Tough Goodbye", der mit seiner starken Melodie sofort richtig Laune macht. Auch ein absoluter Hitkandidat. Gleiches gilt für die beiden kitschfreien Powerballaden (mit den typisch kräftigen Refrains) "You Without Me" (Richtung Jason Aldean) und "One More Time" (das Lied erinnert dezent an Diamond Rios gleichnamiges Stück), sowie das wieder von markanter Gitarrenarbeit getragene, rhythmische "Pieces" (schön rockiger Refrain). Aber es gibt auch jede Menge unkonventionelle Tracks, die einiges an Überraschungen aufweisen. "Bones" beispielsweise erweist sich als knochentrockener, fetter Southern Rocker, der auch Van Zant gut zu Gesicht stünde (Gary singt im Stile von Donnie Van Zant, klasse Bluesharp von Matt Warren, der auch stark beim Songwriting involviert war). Die teilweise etwas düstere "Crying in My Beer"-Ballade "It Ain’t The Whiskey" (mit weinender Steel im Refrain - Parallelen in den Strophen und im Aufbau zu Bleu Edmondsons "The Band Plays On") fesselt sehr und das mit dem deutlichen Stempel der Warren Brothers (beide haben das Stück mit Blair Daly komponiert) versehene "Sand In My Soul" ist im Refrain gar mit einer dezenten "Hotel California" Westcoast-Note behaftet. Das sehr relaxte "Hungover Heart" steckt voller Southern Soul - sher stark hier die typischen E-Gutarren-Fills. Die beiden außergewöhnlichsten Songs sind "No Worries" und "Drop". Erstgenanntes ist eine launige Mischung aus Country und Reggae (Marke Jimmy Buffet, Kenny Chesney - mit den obligatorischen Steel Drums), bei dem sofort der nächste Karibik-Urlaub am geistigen Auge vorbeifliegt (Blake Sheltons „Some Beach“ schlägt in eine ähnliche Kerbe), letztgenanntes Lied verbeugt sich vor Sachen wie Tennessee Ernie Fords "16 Tons" oder Randy Newmans "Leave Your Hat On" (bekannt durch Joe Cocker). sehr cool und leicht jazzig swingend von Nashvilles Parademusikern in Szene gesetzt. Den Ausklang bildet das überaus angenehme, mit Streicherbegleitung atmosphärisch aufgewertete "Good As New" (toll das raue Cello, dazu wieder herrliche Gitarrenarbeit). Gary Allan hat mit "Set You Free" schon ganz früh im Jahr ein heftiges Ausrufezeichen in Music City gesetzt. Es klingt frischer und knackiger als je zuvor. Das gesamte Songmaterial ist "erste Sahne“ und sehr kurzweilig. Dazu auch gesanglich eine Top Leistung von ihm. Selbst die unterschiedlichen Produzenten erweisen sich hier als außerordentlicher Glücksfall. So ist "Set You Free" noch viel mehr als ein echter persönlicher Befreiungsschlag. Hut ab für diese überragende Leistung, Mr. Allan! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Tough Goodbye - 3:14
2. Every Storm (Runs Out of Rain) - 3:46
3. Bones - 3:54
4. It Ain't the Whiskey - 4:20
5. Sand in My Soul - 3:19
6. You Without Me - 3:55
7. One More Time - 5:25
8. Hungover Heart - 3:48
9. No Worries - 3:18
10. Drop - 4:15
11. Pieces - 3:24
12. Good as New - 3:35

Art-Nr.: 8039
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 8,90

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BoDeans - i can't stop [2015]
Die BoDeans laufen wieder einmal zu ganz großer Form auf. Welch ein brillantes, neues Album der Truppe aus Milwaukee - um Längen stärker als ihre letzten Arbeiten. Frontmann Kurt Neumann und seine Freunde (Co-Founder Sam Llamas ist seit einigen Jahren nicht mehr mit an Bord) spielen auf "I can't stop" ungemein "tight", voller gewaltiger Energie, rootsiger, rockiger und rauer als je zuvor, sowie mit einer Songkraft und Musikalität, die abwechslungsreicher und stäker nie war. Ohne jeden Zweifel haben sie hier noch einmal ein ganz neues kreatives Hoch erreicht. Es dominiert kernig knackiger Roots-/Heartland-Rock, teils, das kannte man von den BoDeans bislang kaum, mit einer gehörigen Portion Southern-Esprit, viel Americana-, Alternate Country- und auch Blues-, Soul-, und, bei ein/zwei Tracks, Gospel-Eiflüssen. Die Mischung ist unwiderstehlich, wobei es der Band gelingt, dies alles mit ihren gewohnten, herrlich ins Ohr gehenden Melodien zu verbinden. Kurt Neumann's Songmaterial ist exzellent. Nicht ein schwaches Stück ist auf dem Album zu finden. Großen Anteil an alledem haben natürlich auch die übrigen Musiker, die allesamt groß aufspielen. So gehört zur aktuellen Besetzung wieder der begnadete Drummer Kenny Aronoff (u.a. John Mellencamp, John Fogerty, Melissa Etheridge - zuletzt auch in vielen Allstar-Bands, wie der Formation zu dem tollen Gregg Allman-Tribute "All my friends: Celebrating the songs & voice of Gregg Allman" in Erscheinung getreten), der mit seinem wuchtigen und virtuosen Schlagzeugspiel ein powerndes Fundament vorgibt. Dazu macht der zweite Gitarrist Sam Hawksley einen exzellenten Job. Er ergänzt sich mit Neumann kongenial. Die beiden fabrizieren einen wundervollen, erdigen, vielschichtigen Dual-Gitarrensound - das ist die wahre Wonne. Vervollständigt wird alles durch die großartigen Keyboard-Ergänzungen von Stefano Intelisano. Die Jungs spielen wie aus einem Guss, mit spürbarer Spielfreude und einer solchen Inspiration, dass man kaum glauben kann, das Neumann und die BoDeans bereits seit annähernd 30 Jahren im Geschäft sind. Kommen wir dazu, einige Songs genauer zu betrachten. Den Anfang macht das überragende "Slave", ein kochender, mächtig brodelnder, stampfender, ungemein dreckiger und rauer, von glühender, markanter Slideguitar durchzogener, voller Power steckender Southern-/Blues-/Rootsrocker mit einem gepflegten Swamp Rock-Appeal. Irre starkes Arrangement mit großartigem, bluesigen Slide-Parallelspiel zu Neumann's vorzüglichem Gesang, wobei Kenny Aronoff fantastisch trommelt und damit die raue, mächtige, die Erde geradezu verbrennende Gitarrenarbeit geradezu perfekt unterlegt. Das Gitarren-Solo in der Mitte ist nur "geil". Hammer-Nummer! Da kommen einem schon fast Gov't Mule in den Sinn. Nicht minder kraftvoll kommt das anschließende "Love somebody", erneut vollgepackt mit jeder Menge Southern-Feeling und einem wundervollen Soul-/Gospel-Flair. Erinnert an beste Muscle Shoals-Zeitlen. Wieder hören wir fette E-Gitarren. Der Refrain wird mit kochenden Memphis-Horns zusätzlich aufgeheizt. Klasse! Mit dem wunderschönen "Oh Mama" folgt ein absoluter Ohrwurm, der deutlich an vergangene BoDeans-Großtaten erinnert. Doch trotz der hinreissenden Melodie und der flüssigen, ungemein eingängigen Struktur kommt auch dieser prächtige Rootsrocker einfach knackiger, kraftvoller und erdiger als früher - und das steht der Band einfach gut. Super die zündende Lead Gitarre, die sich genussvoll durch den Song zieht. Das Titelstück "I can't stop" hingegen ist ein feiner Slow-Blues(rocker), natürlich infiltriert von einem schönen Roots-Feeling. Starker, kräftiger Groove, klasse E-Gitarren-Solo. Das anschliessende "Roll with the punches" ist ein herrlicher, flotter Rootsrocker, der voller erstklassigem The Allman Brothers Band-mässigem Southern-/Countryrock-Flair daher kommt, vor allem durch den Flow der großartigen Twin-Leads. Dazu gibt's klasse Slide-Fills und eine wundervolle Melodie. So geht das Song für Song auf höchstem Niveau weiter (zum Beispiel mit dem knackigen, hoch melodischen, Gitarren-Rootsrocker "Yesterday", dem "sonnigen", herrlich groovenden, jammigen, von einem feinen Reggae-Touch begleiteten "What I believe in", oder dem mit schönen Mandolinen-Fills versehenen, traumhaft melodischen Americana-/Countryrocker "Stuck until October"), bis das Album noch einmal mit einer absoluten Killer-Nummer ausklingt. "Beg or borrow" groovt prächtig, kommt mit jeder Menge Southern Soul, schöner Percussion, klasse Gitarren, Piano, feinen Bläser-Fills im Refrain und einer wieder einmal tollen Melodie. Die BoDeans auf einem neuen musikalischen Höhenflug. Das ist Gitarren Heartland-/Americana-/Rootsrock voller Southern-Esprit vom Allerfeinsten. Das bester Album der Band der letzten Jahre, ja wohl eines der besten der gesamten Bandhistorie. Großartig! Die BoDeans sind "nicht zu stoppen"...

Das komplette Tracklisting

1. Slave - 3.52
2. Love Somebody - 4.05
3. Oh Mama - 3.31
4. I Can't Stop - 5.33
5. Roll With The Punches - 3.34
6. Yesterday - 3.31
7. What I Believe In - 4.39
8. Stuck Until October - 3.31
9. We Let The Good Times Roll - 3.28
10. Something We Found - 3.43
11. Your Secret's Safe - 3.59
12. Beg Or Borrow - 4.21

Art-Nr.: 8844
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Einzelstück || Typ: CD || Preis: € 12,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Slave
Love somebody
Oh Mama
Roll with the punches
Yesterday
What I believe in
Stuck until October
Beg or borrow

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Bullens, Cindy - howling trains and barking dogs [2010]
5 Jahre hat lang sich die großartige, aus West Newbury im U.S.-Bundesstaat Maine stammende Singer/Singwriterin Zeit gelassen, um mal wieder mit einem neuen Album auf sich aufmerksam zu machen. Lange schon zählt die auch hierzulande überaus beliebte und geschätzte Künstlerin zu den etabliertesten Größen des Rootsrock-/Americana-Genres, die mit ihren wunderbaren Songs Publikum, Kritiker und Fans gleichermassen begeistert. Ihr Standing in der Szene ist immens. So haben sich die 5 Jahre Wartezeit auch wirklich gelohnt, denn Cindy Bullens legt mal wieder ein prächtiges Album vor. Ein Album, das eine persönliche Herzensangelegenheit für sie ist und das eine vollkommen zwanglose und ursprüngliche, natürliche, von allen musikalischen Zwängen befreite Künstlerin präsentiert, die ihre Songs so spielt und interpretiert, wie sie sein müssen - erdig, rau, unpoliert, rein! Es sind keine neu komponierten Songs, dennoch Stücke die sie einerseits noch nie selbst eingespielt hat, die aber andererseits eine große Bedeutung für sie haben und ihre hohe Wertschätzung bei den Kolleginnen und Kollegen der Szene offenbaren. Im Jahre 1990, Bullens war im Grunde genommen eine pure Rock'n Roll Singer/Songwriterin, unternahm die damals 35-jährige auf Anraten von einigen Freunden, die meinten, ihr Songwriting-Stil sei dort sicher sehr willkommen, einen mutigen, "toughen" Trip nach Nashville - eine der besten Entscheidungen ihres Leben, wie sie heute resümiert. Für rund eine Woche liess sie ihre Kinder und ihre Familie zu Hause zurück und machte sich mit ihrem Jeep auf, um Kontakte in Music City zu knüpfen. Es war die Zeit als Leute wie Garth Brooks, Mary Chapin Carpenter, Foster and Lloyd, Trisha Yearwood und Konsorten dabei waren, traditionellen Countryklängen ein vollkommen neues Image zu verpassen. Und tatsächlich wurde sie in Nashville mit offenen Armen empfangen, lernte jede Menge neue Freunde kennen und begann im Laufe der nächsten Jahre, vor allem zwischen 1990 und 1995 jede Menge Songs mit Songwritern wie Mataca Berg, Radney Foster, Bill Lloyd, Mary Ann Kennedy, Jimmy Tittle, Kim Richey, und Wendy Waldman, um nur einige zu nennen, zu schreiben, die teilweise sogar zu großen Hits wurden. Ein Beispiel dafür ist das großartige "Labor of love", das sie zusammen mit Radney Foster komponierte, und das dieser seinerzeit zum Titelsong für sein zweites Solo-Album auswählte. Einige dieser Songs hat Cindy Bullens für "Howling trains and barking dogs" jetzt endlich mit ihrer eigenen Band aufgenommen, so natürlich auch das erwähnte "Labor of love". Bei dieser sehr rootsigen, trockenen, von wunderbaren Slide-Linien (Gitarrist Stephen B. Jones) durchzogenen Neueinspielung liess es sich im übrigen besagter Radney Foster nicht nehmen, als Duett-Partner zu fungieren. Klasse! Überhaupt sind all diese Songs in einem überaus erdigen, rauen, staubigen, sehr naturbelassenen, "roughen" Ambiente aufgenommen worden, das ein wunderbar ursprüngliches Roots-Feeling suggeriert. Das ist erdige Roots-/Americana-/Alternate Country-Musik in unverfälschter Reinkultur, fernab jeder Nashville-Politur. Weitere Highlights sind beisspielsweise der staubtrockene, wunderbar groovende, mit einer ungemein dreckigen Bluesharp versehene (ebenfalls von Cindy Bullens gespielt) Roots-Blues "Can't stop this train (Co-Autorin Matraca Berg), der sehr an die Arbeiten von Mary Chapin Carpenter erinnernde, viel Roots- und Americana-Feeling verbreitende, sehr melodische Countryrocker "In a perfect world" (klasse Orgel-/E-Gitarren-Instrumentierung), der raue, abgehende, von großartigem Klavier-Geklimper und dreckigen E-Gitarren-Riffs begleitete Roadhouse Country-Boogie "I don't know", der lockere, von einem schönen Mandolinen-/Gitarren-Gewand umgebene, lässige, aber durchaus knackige Midtempo-Roots-/Countryrocker "Everywhere and nowhere", das grassige, mit feiner Fiddle-/Mandolinen-/und Dobro-Begleitung inszenierte "The misty hills of Tennessee", oder auch der raue, bluesige, mit würziger Lead Gitarre versehene, erstklassige Roots-/Swamp-Rocker "Let Jesus do the talking". Ein großartiges Roots-/Americana-Album mit Songs aus einer Zeit, die Cindy Bullens' musikalisches Leben nachhaltig beeinflusste. Eine Wonne, mit welcher "rauen" Ursprünglichkeit sie diese Nummern heute interpretiert. "This is pure Americana and a genuine reflection where Cindy Bullens is as a solo artist today", ist in einem U.S.-Review nachzulesen. Das trifft es hunderprozentig auf den Punkt! Sehr starke Vorstellung, Frau Bullens!

Das komplette Tracklisting:

1 Love Gone Good - 4:28   
2 Can't Stop This Train - 4:06   
3 In a Perfect World - 3:39   
4 Labor of Love - 3:36   
5 All My Angels - 5:16   
6 Whistles & Bells - 3:33   
7 I Didn't Know - 4:06   
8 Everywhere and Nowhere - 4:26   
9 Let Jesus Do the Talkin' - 4:29   
10 The Misty Hills of Tennessee - 3:16   
11 Good at Being Gone - 4:33

Art-Nr.: 6979
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 6,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Love gone good
Can't stop this train
In a perfect world
Labor of love
I didn't know
Everywhere is nowhere

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Cobb, Brent - keep 'em on they toes [2020]
Nie war diese wunderbare, stets von einer herrlichen Southern-Brise durchzogene "pure rural, country, soul-filled music" des großartigen Americana-/Roots-/Country-/Singer-Songwriters Brent Cobb, im übrigen ein Cousin des sehr umtriebigen und hoch geschätzten Produzenten Dave Cobb, natürlicher und intimer als auf seinem exzellenten, neuen, nunmehr vierten Album "Keep 'em on they toes". Cobb, geboren und aufgewachsen in Georgia, zwischenzeitlich in Nashville ansässig, doch mittlerweile mit seiner Familie wieder in seinem Heimatstaat Georgia lebend, gilt in der Countrywelt längst als einer der gefragtesten und angesehensten jungen Songwriter. Nahezu die komplette Countryprominenz , wie z.B. Kenny Chesney, Miranda Lambert, Luke Bryan, Frankie Ballard, Little Big Town und unzählige mehr haben bereits Songs von ihm aufgenommen. Im Gegensatz zu den vielen Künstlern, die seine Stücke aufnehmen, interpretiert Cobb selbst seine Lieder fernab vom alltäglichen Country-Mainstream. Vielmehr ist seine natürlich erdige, angeraute Musik eine ungemein spannende und sehr abwechslungsreiche, musikalisch höchst anspruchsvolle Synthese aus diversesten Strömungen des Country, Alternate Country, Countryrocks, Americana und Rootsrocks. Auf seinem nun vorliegenden, neuen Album wählt der Protagonist für sein durchweg vorzügliches Songmaterial eine großartige, "stripped down" Instrumentierung (jeweils mit kompletter Band), um die Songs total in den Mittelpunkt des Projekts zu stellen und ihnen, frei von einer zu opulenten und effektvollen Produktion, den Raum zur Verfügung zu stellen, den sie benötigen. Enstanden ist ein wunderbar natürlicher, sehr akzentuiert produzierter, warmer Sound. Man hat beim Anhören das Gefühl, als weilte man gemeinsam mit der Band im Studio, um hautnah ihrem exzellenten Musizieren zu lauschen. Brent Cobb ist einfach ein fabelhafter Songwriter und Interpret, der auch mit solch sparsam und zurückhaltend instrumentierten Songs, mit ihren feinen Melodien und Strukturen, ein faszinierendes, spannendes Hörerlebnis garantiert. Und der Hauch des Südens ist allgegenwärtig. Das Album startet mit dem Titelstück "Keep 'em on they toes", einer wunderbar locker inszenierten Americana-/Roots-Nummer mit lässiger, flockiger Percussion, wohligen Orgel-Klängen und feinen akustischen Gitarren. Cobb's großartiger Gesangsvortrag vermittelt Ruhe, Natürlichkeit, Wärme, ja ein gewisses "Front Porch"-Feeling. Das ist southern umwobenes Singer-Songwiter Storytelling vom Allerfeinsten! Der folgende Countryrocker "Shut up and sing" wird von einem stampfenden Bassdrumming und einem klasse Outlaw-Groove geführt. Vermittelt zudem ein dezentes Waylon Jennings-Flair und besticht mit starken E-Gitarren- und Acoustic Gitarren-Licks, sowie zwei prächtig "sägenden" Intermezzi aus Mundharmonika und Fiddle. "Pure natural Honky Tonk Country", frei von jeder Mainstream-Opulenz, hören wir mit dem feinen, melodischen "Good times and good love", sehr schön instrumentiert mit unaufdringlichen Gitarren, lockerem Pianospiel (kleines Solo), Orgel und Fiddle. Abermals auf der Basis von lockeren Percussion-Klängen kommt die wunderbare Americana-Nummer "This side of the river". Großartig hier die hinreißende, sehr zurückhaltend gespielte E-Gitarre (inkl. kleinem Solo) und die kongenial eingesetzte Fiddle. Etwas kräftiger wird es schließlich mit dem bluesigen Americana-/Rootsrocker "Dust under my rug" der gut Fahrt aufnimmt und mit starkem, swampigem Lead Acoustic Gitarren-Spiel glänzt. Klasse auch die erdige, natürliche Fiddle-getränkte Southern Outlaw Country-Nummer "Soapbox" oder das entspannte "Little stuff". Es ist einfach ein tolles, ruhiges Album, das Brent Cobb hier abliefert. "To me, listening to this album feels like I’m sitting there with somebody, having a conversation", sagt Cobb über das Werk und ergänzt: "I would hope that it feels like sitting with an old friend you haven’t seen in a while. There’s nothing like being alone and listening to an album that is quiet and conversational – like those old records by Jerry Lee Lewis, Roger Miller, or Willie Nelson. I hope my music is that way to somebody now". Ja, Mr. Cobb, ist sie. Für diese exzellente, natürliche Musik gilt: Zeit nehmen - zuhören- genießen!

Das komplette Tracklisting:

1. Keep 'Em on They Toes - 2:43
2. Shut up and Sing - 4:45
3. Good Times And Good Love - 3:33
4. Sometimes I'm a Clown - 3:49
5. This Side of the River - 4:24
6. Dust Under My Rug - 3:22
7. Soapbox - 4:02
8. When You Go - 3:20
9. The World is Ending - 3:31
10. Little Stuff - 3:02

Art-Nr.: 10165
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Keep 'em on they toes
Shut up and sing
Good times and good love
This side of the river
Dust under my rug
Soapbox
Little stuff

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Craft, Ashland - travelin' kind [2022]
"She's real country, she's rockin' and she's real southern"! Was für ein baumstarkes Debutalbum! Wie kaum eine andere Künstlerin verbindet Ashland Craft in ihrer Musik tiefe, ehrliche Country-Traditionen und lupenreinen, kernigen Southern Rock miteinander zu einer erstklassigen, packenden Southern Countryrock-Melange, die einfch nur begeistert. Als sie in den letzten Jahren bereits eine Reihe von Singles veröffentlichte und sich parallel einen sehr guten und viel beachteten Namen als Songwriterin machte, hatte sie schon einiges hinter sich. So entdeckte sie früh ihren Honky Tonk-Spirit bei regelmässigen Auftritten in einer Bar in ihrer Heimatstadt Piedmont/South Carolina, wo sie sie mit Country- und Rock-Covern eine Menge Erfahrung sammelte. Zudem landete sie 2017 in den Top 10 der amerikanischen "The Voice"-Ausgabe, wo sie viel Aufmerksamkeit erhaschte, die sie schließlich nach Nashville gehen ließ. Dort landete sie durch ihr Songwriting und ihre Perfromances schnell auf zahlreichen, renommierten "Artists To Watch"-Listen und gehört zu CMTs "Next Women of Country Class" von 2021. Große Tourneen im Vorprogramm von u. a. Luke Combs, Morgan Wallen und der Zac Brown Band folgten - und nun ihr famoses Debutwerk "Travelin' kind". Es ist ein wahres "Killer"-Album voller verschiedenster, rockiger Southern-/Country-Stile, geprägt von Ashland's herausragender, whiskeygetränkter, rockinfizierter Raspelstimme und einem kraftvollen, musikalischen Rahmen, vorwiegend aus fetten Gitarren aller Art, in Verbindung mit Fiddle, Mundharmonika und Keyboards (Orgel, Piano) - und das ohne auch nur den Hauch eines schwachen Songs. Die exzellente Produktion von Jonathan Singleton ist weit entfernt von denen der quietschsauberen Nashville Mainstream Pop-/Country-KollegInnen, da er vielmehr auf natürliche, ursprüngliche, handgemachte, rockige und sehr authentische Rauheit setzt. Und doch stecken alle Tracks voller wunderbarer Melodien. Los geht's mit dem Titelstück, dem saustarken, brodelnden Southern Countryrocker "Travelin' kind", der bestimmt wird von fetten, erdigen Gitarrenriffs, gepaart mit bluesiger Mundharmonika. Craft singt fantastisch. Ihre angeraute, raspelige Stimme passt perfekt zu diesem unbeschwerten, ruhelosen, freiheitlichen "On The Road"-Feeling, das dieser Song ausstrahlt. Die Lead- und Slide-Gitarren rocken herrlich dreckig, die Melodie ist klasse. Das Southern Rock-Feuer brennt, ebenso wie das Country(rock)-Feuer. Ein Auftakt nach Maß! Ashley's traditionelle Countryroots hingegen treten bei dem wundervollen, von einer großartigen Melodie bestimmten "Leavin' you again" deutlich mehr zum Vorschein. Das ist eine lupenreine, handgemachte, von exzellenten Strukturen geprägte "gritty" New Country-Nummer vom Allerfeinsten, inszeniert mit herrlicher, schön saftiger Baritone E-Gitarre und einer perfekt dazu passenden Fiddle. Doch auch hier bleibt die rockige Note keineswegs auf der Strecke. Gerade im Refrain setzt die Nummer durch Ashland's sehr intensiven Gesang und das kraftvolle Drumming eine Menge Energie frei. Ein tolles Beispiel dafür wie pure Countrytraditionen und zündene Rock-Power miteinander harmonieren können. Sehr southern wird es wieder, der Songtitel lässt es schon erahnen, bei der hinreißenden New Country-Ballade "Make it past Georgia". Auch hier verschmelzen wieder astreine Countryklänge mit southernrockigen Tendenzen auf einzigartige Art und Weise. Mit dem tollen, dampfenden, furios nach vorn rockenden "Last 20 dollars" dürfen dann die echten Country-Traditionalisten mal so richtig "die Sau rauslassen". Lasst den Whiskey fließen, ihr Cowboys, und blast die Dächer von den Roadhouses und Honky Tonks. Welch ein Southern Country Honky Tonk-Fest! Baritone Gitarre, klimperndes Piano, Fiddle, typische E-Gitarre - alles ist da! Wie innig Ashland's Verbindung zum Southern Rock ist, zeigt die mitreißend schöne, voller Gefühl steckende Country-/Southern-Ballade "Highway like me", bei der niemand Geringerer als Southern-/Jam-/Gitarren-Wunderknabe Marcus King mit an Bord ist und einige seiner umwerfenden Lead Gitarrenläufe beisteuert. Eine Nummer, die auch erstklassig auf das "Carolina confessions"-Album der Marcus King Band gepasst hätte. So geht das munter weiter. Ein Highlight jagt das nächste. Nehmen wir beispielsweise den prächtigen, von saftig satten Gitarren und viel Southern-Flair umgebenen, ordentlich knackigen, hoch melodischen New Countryrocker "Mimosas in the morning", das flüssige, kräftige, ebenfalls toll ins Ohr gehende, ein dezentes Western-Flair ausstrahlende, honky-tonkige "Day by day", oder auch den das Album genauso wuchtig wie melodisch abschließenden, von feurigen Gitarren umgebenen Southern Countryrocker "That's the kinda place" - was machen diese Tracks Laune. Ashland Craft selbst sagt, sie sei beeinflusst von Def Leppard, Lynyrd Skynyrd, Chris Stapleton, Bonnie Raitt, The Chicks und John Mayer, doch wir hören auch deutlich Spuren solcher Künstler wie etwa Blackberry Smoke, Montgomery Gentry und Ashley McBryde, doch, und das ist unstrittig, sie macht ihr ganz eigenes Ding, einzigartig allein schon durch ihre unverkennbare Power-Stimme. "Travelin' kind" ist ein mitreißendes, packendes Album geworden, bei der sich reine, traditionelle Countryelemente und kraftvolle Southern Rock-Klänge wie selbstverständlich die Klinke in die Hand geben. Grandios! "Turn your speakers on and let's go for a ride"....

Das komplette Tracklisting:

1. Travelin' Kind - 2:57
2. Your Momma Still Does - 2:37
3. Leavin' You Again - 3:22
4. Make It Past Georgia - 3:21
5. Last 20 Dollars - 3:22
6. Highway Like Me (feat. Marcus King) - 4:30
7. Mimosas In The Morning - 3:07
8. Day By Day - 3:57
9. Letcha Fly - 3:22
10. Come Down - 3:28
11. That's The Kinda Place - 3:39

Art-Nr.: 10522
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Travelin' kind
Leavin' you again
Make it past Georgia
Last 20 dollars
Highway like me
Mimosas in the morning
Day by day
That's the kinda place

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Isbell and the 400 Unit, Jason - the nashville sound [2017]
Dieser Mann ist phänomenal! Das neue Werk von Jason Isbell und seiner Band The 400 Unit ist erneut ein kleines Meisterwerk geworden. Mit hinreissendem Songmaterial (teils wundervoll entspannt, teils in kernigen Rocksphären, die gar an seine alten Drive-By Truckers-Tage zu erinnern scheinen) voller herrlicher Melodien im Gepäck, begibt sich Isbell auf eine unwiderstehliche Resie durch die Roots- und Americana-Landschaften des amerikanischen Südens. "The Nashville Sound" wurde in Nashvilles legendärem RCA Studio A aufgenommen und erneut produzert vom Grammy-dekorierten Meisterproduzenten Dave Cobb, der auch bei den begnadeten Vorgängern "Something More Than Free" und "Southeastern", an den Reglern saß. Brillant!

Das komplette Tracklisting:

1. Last of My Kind - 4:22
2. Cumberland Gap - 3:24
3. Tupelo - 4:01
4. White Man's World - 3:56
5. If We Were Vampires - 3:35
6. Anxiety - 6:57
7. Molotov - 3:46
8. Chaos and Clothes - 3:34
9. Hope the High Road - 3:03
10. Something to Love - 3:39

Art-Nr.: 9468
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Last of my kind
Cumberland gap
Tupelo
White man's world
Molotov
Hope the high road
Something to love

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May Band, Mark - deep dark demon [2020]
Baumstark und kraftvoll, von 2 zündenden Lead Gitarren dominierte und mit einer herrlichen, zwanglosen Jam-Neigung aufspielende, in Texas ansässige Bluesrock -/Southern Rock-Formation um den großartigen Sänger, Songwriter und gestandenen "guitarslinger" Mark May. "Mark is one of the best blues-rock artists to come along in years. With great singing/songwriting and guitar playing, he reminds me of everyone from Albert Collins to Stevie Ray Vaughan to Carlos Santana. Hell, I even heard a couple of my licks in there", attestiert ihm sein guter Freund, der "alte", legendäre Allman Brothers-Gitarrist Dickey Betts, mit dem er einst einige Zeit in dessen Band Great Southern als zweiter Gitarrist und Sänger zusammenspielte und sogar ein Album aufnahm. So erscheint es nicht verwunderlich, zumal May unabhängig davon ein großer Fan der gesamten "Allmans Familie" ist, dass der Musik der Mark May Band eine deutliche Nähe zu der der The Allman Brothers Band anzumerken ist - doch das ist wahrlich nicht der schlechteste Einfluß. Auch Warren Haynes' Gov't Mule und, um mal einen jüngeren Act zu nennen, die Marcus King Band, sind sicher als Imspiration der Mark May Band zu nennen, die diese Einflüsse wiederum voller spürbarer Spielfreude und mit jeder Menge Leidenschaft in ihrem überaus ansprechenden, ja verdammt starken, eigenen Material gekonnt verarbeitet. Leader, Frontmann, Sänger, Songwriter und "guitarist extraordinaire" Mark May und sein kongenialer Partner, der zweite, ebenfalls super aufspielende Gitarrist Billy Wells sind die zentralen Figuren der Band, die nicht nur für ein sattes, vielschichtiges Gitarrenarrangement sorgen, sondern sich auch permanent gegenseitig pushen und mit fabelhaften Twin Leads, Dual Leads und ausgiebigen, wechselseitigen, packenden Soli überzeugen. Sie ergänzen sich fabelhaft. Dazu kommen ein prächtiger Keyboard-Backup (Orgel/Piano) und eine für hinreißende Grooves sorgende Bass/Drums/Percussion Rhythm-Section. Die Lust auf jammige Instrumentalpassagen ist, trotz des hervorragend hängen bleibenden Songmaterials, immer da, das deutliche Southern Rock-Feeling allgegenwärtig. Das Album beginnt mit dem packenden, zündenden, in bester, früher Allmans-Traditon stehenden, jammigen Southern-/Bluesrocker "Harvey's dirty side", der den 2017 in Houston wütenden Hurrikan "Harvey" zum Thema hat. Die Nummer zieht einen gleich magisch in ihren Bann. Die Jungs sorgen für eine mächtige, treibende, southern-bluesige, glühende Doppel Gitarren-, Slide-, Orgel-, Bass-, Drums-Inszenierung, dazu der klasse Gesang von Mark May. Dann, nach etwa einem Drittel des Songs, hören wir ein fetziges, kurzes Slideguitar-Solo, das in einen toll jammenden Mittelteil mündet, bei dem sich May mit einem furiosen, gewaltigen Gitarrensolo (inkl. Wah Wahs) in Szene setzt, ehe man zum ursprünglichen Groove und zur ursprünglichen Melodie zurückfindet. Ein super Nummer - und es geht munter so weiter. Zum Beispiel mit dem schön shuffeligen, sehr traditionell verwurzelten, southern-/country-inspired Blues "BBQ and Blues", der im Break mit einem tollen, von parallelen Lead Gitarren (eine davon ist eine klasse Bariton-Gitarre) gespielten Solo punktet. Wunderbare, vielschichtige Drums und Percussion sorgen bei dem folgenden, großartigen, sehr jammigen "Back" abermals für einen klasse (Santana meets The Allman Brothers Band)-Groove. Bei allen Freiheiten und aller Spielfreude ist der Song klasse strukturiert. Im mittleren Break zelebrieren die beiden Gitarrenartisten ein herrlich lässiges, geniales Twin-Solo und am Ende jammt sich die komplette Band, allen voran die Saitenzauberer, nach einem cool in Szene gesetzten Tempowechsel in einen regelrechten Rausch. Es "zwirbelt" prächtig! Das Titelstück "Deep dark demon" ist ein sehr kerniger, knackiger und kraftvoller, in einem etwas langsameren Tempo vorgetragener Blues voller Inspiration und Seele, durchzogen von brillanter Gitarrenarbeit. Das mitreißende, virtuose, wechselseitige Solo (hier wirkt auch noch der fabelhafte Mike Zito als Gast mit) beeindruckt tief. Ein wahres Gitarren-Fest! "Sweet music" strotzt wieder vor Allmans- und Mule-Einflüssen, während das swampige "Rolling me down" durchaus Spuren von Little Feat" aufweist. Herrliche, Allmans-mäßige Twin-Licks ziehen sich durch den begnadeten Southern-/Jamrocker "My last ride". Bei einer wunderbaren Basismelodie, starkem Gesang von May und einmal mehr einem tollen Groove, steuern die beiden Gitarristen jeweils wieder ein ausgedehntes, flammendes, ordentlich wirbelndes Gitarrensolo bei. Die Fans des jammigen, southernrockigen und bluesigen Gitarrenzaubers dürften vollends begeistert sein. Nicht nur von diesem Stück, sondern von dem gesamten Album. Mit "Deep dark demon", Mark Mays bereits siebten Album, dürften er und seine Band sich endgültig in den Fokus der genannten Klientel gespielt haben. Einfach klasse! Ein echtes Statement, eine saustarke Vorstellung der Mark May Band! Ihr seid genau auf dem richtigen Weg, Jungs - so darf's gerne weitergehen...

Das komplette Tracklisting:

1. Harvey's Dirty Side - 6:05
2. BBQ and Blues - 4:07
3. Back - 6:39
4. Deep Dark Demon - 4:51
5. Sweet Music - 6:03
6. Rolling Me Down - 4:39
7. My Last Ride - 7:26
8. For Your Love - 5:28
9. Walking Out the Door - 6:13
10. Something Good - 5:54
11. Invisible Man - 6:15

Art-Nr.: 10108
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Harvey's dirty side
BBQ and Blues
Back
Deep dark demon
Sweet music
My last ride
Walking out that door
Something good

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Mead, Chuck - close to home [2019]
5 lange Jahre sind seit seinem letzten Werk vergangen, doch nun meldet sich Chuck Mead, ex-Kopf der in den Neuzigen so erfolgreichen Neo Traditional Honky Tonker BR5-49, mit einem höchst beeindruckenden, ja bärenstarken, neuen Album zurück. "Close to home" ist in Memphis entstanden und eine packende, genauso erfrischende, wie spielfreudige Kombination aus klassischem Country, Honky Tonk, Countryrock, Americana und Rockabilly, alles eingetaucht in einen wunderbaren, typischen, soulful "swampy, modern Memphis sound", mit einem Hauch von nostalgischer "Sun Studios"-Atmosphäre. Nicht selten fallen einem bei diesen durchweg prächtigen, in erstklassige Melodien gefassten Songs, solche Bands wie etwa Mark Stuart und seine großartigen Bastard Sons Of Johnny Cash ein, aber auch zarte Spuren des frühen Dwight Yoakam oder Marty Stuart sind wahrnehmbar. Was für eine aufregende Kombination. Dazu passt die herrliche Instrumentierung aus tollen, dynamischen E-Gitarren (vereinzelt auch mit faszinierenden Bariton E-Gitarren), sich immer wieder sehr angenehm durch die Songs schlängemder Pedal Steel (großartige Solo-Einlagen), ausgewogen eingesetzten Keyboard-Ergänzungen und einer prächtig auf das Ganze abgestimmten Rhythmus-Fraktion. Alles wirkt wunderbar frisch und dennoch auch natürlich dreckig und rau. Einfach klasse! Los geht's mit dem von erdigen E-Gitarren bestimmten, ordentlich nach vorn stampfenden, rockin & rollin' Country-Knaller "Big bear in the sky", gefolgt von dem straight "rockenden", mit einer prächtigen Melodie und herrlichen Pedal Steel-Linien (starkes Solo von Carco Clave) versehenen, "early Yoakam"-ähnlichen, lupenreinen. lässigen, knackigen Honky Tonker "I'm not the man for the job". Zwei großartige Nummern, stellvertretend für einen starken Track nach dem nächsten. Ob beispielsweise der leicht bluesige, mit einer feinen Portion Memphis-Soul angereicherte Americana-/Countryrocker "My baby's holding it down" (sehr schöne Melodie, klasse E-Gitarren-Spiel von Mead, feine Orgel und E-Piano-Klänge, dezente "One of these nights" Eagles-Reminiszensen), die so natürliche, honky-tonkige Retro-Countrynummer "Close to home" (tolle Pedal Steel-/Bariton E-Gitarren-Kombination), der ordentlich in die Beine gehende Country Rock'n Roll-/Rockabilly-Feger "The man who shook the world", das schnörkellose, wunderbar ins Ohr gehende "Billy doesn't know he's bad" (lupenreiner Country/New County vom Allerfeinsten), oder das leicht swampige, mit einem prächtigen CCR-/John Fogerty-Vibe in Szene gesetzte "Shake" - dieses Album macht von vorn bis hinten einen Riesenspaß. Wohl eine der besten Arbeiten des Mannes aus Lawrence/Kansas nach seiner BR5-49-Zeit. Ein echt großer Wurf von Chuck Mead!

Hier noch ein Original U.S.-Review:

There are precious few artists keeping the sound of classic honky tonk alive in today’s fractured marketplace. After all, the contemporary country crowd that buys “product” isn’t particularly interested in the old school music of Johnny Horton that Chuck Mead loves. But as the co-founder of BR5-49 with whom he released seven albums, and as a solo artist with three previous deep C&W roots discs to his name, you can depend on Mead to keep the honky-tonking fires alive and burning.
Along comes producer/engineer Matt Ross-Spang. In conjunction with Mead, they decide to change the blueprint for solo release number four (and his first in five years). While pure honky-tonk is still very much on display in tracks such as the “Close to Home” title tune and “Tap Into Your Misery,” Spang moves Mead to record in Sam Phillips’ Memphis studio. This adds a layer of dusky swamp, blues and rockabilly to the country proceedings, expanding Mead’s palette and sound.
On “Shake,” he borrows a moody lick from Creedence Clearwater Revival. For “The Man Who Shook the World” he nails a NRBQ-styled rocker, and in “My Baby’s Holding It Down,” Mead taps into a sharp balance between pop and Americana in a slow-burn rocker with a bit of an old Eagles vibe. He’s still got his sense of humor though as you can tell just by the title of the Chuck Berry “Rock and Roll Music” rip “Daddy Worked the Pole.” It’s the story of the singer’s dad who worked on a telephone pole so his mom didn’t need to work the pole in the exotic club where they met … until they switched supporting each other.
Even further afield is the jittery reggae of “I’m Not the Man for the Job,” (Mead describes it as “rocksteady from San Antonio”) which adds pedal steel to its Jamaican rhythm for a unique juxtaposition which seems odd on paper but works well in execution. He goes countrypolitan too on the sweet Glen Campbell-influenced “There’s Love Where I Come From,” as close to a commercial single as Mead has ever come. And the opening “Big Bear” rocks hard with twang guitar reverb pushed to 10. Even the pure country of “Billy Doesn’t Know He’s Bad” has a weird lyrical twist that shows sympathy for an outlaw with mental problems.
Diverse? You bet, but Mead holds it together with his twangy, cool voice and a sense of roots that conveys he’s a country guy at heart looking to expand his boundaries … but not too far. The disc is like the best jukebox you ever heard in a sleazy, punky country bar, perhaps like the broken down Seeburg pictured on the back sleeve. Plunk down your quarter and wherever the needle falls, you’ll end up on the dance floor. (Hal Horowitz / Amarican Songwriter)

Das komplette Tracklisting:

1. Big Bear in the Sky - 2:44
2. I'm Not the Man for the Job - 3:12
3. My Baby's Holding It Down - 3:11
4. Better Than I Was (When I Wasn't so Good) - 4:06
5. Daddy Worked the Pole - 3:31
6. Close to Home - 3:00
7. The Man Who Shook the World - 3:53
8. Billy Doesn't Know He's Bad - 4:02
9. Tap into Your Misery - 3:46
10. Shake - 4:10
11. There's Love Where I Come From - 2:33

Art-Nr.: 9834
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Big bear in the sky
I'm not the man for the job
My baby's holding it down
Close to home
The man who shook the world
Billy doesn't know he's bad
Shake

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MonkeyJunk - time to roll [2016]
Gerade mal ein gutes Jahr nach dem brillanten "Moon turn red" veröffentlicht das herausragende, aus Ottawa/Kanada stammende Trio MonkeyJunk bereits das nächste Album - und, man mag es kaum glauben, sie setzen fast nochmal einen drauf. Ein Bluesrock-Hammerteil ist das, nicht mehr und nicht weniger. MonkeyJunk klingen manchmal ein wenig wie die guten, alten, klassischen Free um Paul Rodgers, auf einem Trip durch den bluesigen Süden der USA, wobei sie durchaus eine große, eigene Persönlicgkeit und Identität vorweisen können. "Time to roll" rollt durch die Gefilde des Mississippi Deltas und der Louisiana Swamps, genauso wie durch die des Chicago Blues, des Rootsrocks, funky Southern Blues, Chicago Blues und Roadhouse Boogie. Was sind das für begnadete Musiker: Frontmann und Multi-Instrumentalist Steve Marriner beispielsweise macht einen mtreissenden Job an der zweiten Gitarre (zumeist Baritone Gitarre), den Keyboards, am Bass (erstmals bedient sich die Band eines Tieftöners - bei den vergangenen Alben wurde komplett darauf verzichtet), der Mundharmonica und mit seinem bärenstarken, charismatischen, "soulful" Gesang. Mit Tony Diteodoro ist zudem ein famoser, herausragender Lead Gitarrist mit an Bord, der immer wieder mit flammenden, auf den Punkt gebrachten, straighten, "frickelfreien", aber überaus virtuosen Soli glänzt, und mit Matt Sobb verfügt man über einen erstklassigen Drummer und Percussionisten, der hauptverantwortlich für die unwiderstehlichen, "heißen" Grooves ist. Wow, hat das alles Seele und Herz! Das Songmaterial ist durchweg fantastisch, ohne jeden Ausfall. Die Band besticht mit mitreißenden Intrumentierungen, tollen Meldoien, Abwechslungsreichtum, höchstem handwerklichem Können und jeder Menge Spielfreude und Leidenschaft. Hier stimmt einfach alles! Zumeist agieren sie mit 2 fetten Gitarren oder einer glühenden Lead Gitarre und nicht minder satten, schön dreckigen Bluesharp, immer auf der Basis von diesen packenden, kernigen Grooves und Rhythmen. Es brodelt an allen Ecken und Kanten. "Best kept secret", der erste Track, bringt sowohl die Band, als auch die Zuhörer sofort auf Betriebstemperatur. Dieser kochende, auf klassischen Bluestraditionen basierende, "rattenscharfe" Bluesrocker groovt einfach "wie die Sau" (irre stark der trockene, kernige, den Rhythmus stark beeinflussende, viel Southern-Flair verbreitende Shaker). Steve Marriner singt bärenstark, seine raue Harp lässt einen dezenten Vibe der Fabulous Thunderbirds einfließen, die Melodie ist klasse und Diteodoro's prächtiges Gitarrenspiel (tolle Soli) setzt dem Ganzen die Krone auf. Ein absoluter "Knaller" zum Auftakt. Und es geht Song für Song so weiter, ohne die Spur eines schwächeren Momentes. Etwas an die frühen Bad Company, allerdings mit einem deutlichen Southern Rock-Einfluß, erinnert der genauso straighte, wie spannende, knackige Boogie "Time to roll". Dieses Titelstück geht unmittelbar ins Ohr und lässt den Puls der ewig hungrigen Genre-Fans vor Freude in die Luft schnellen. Von hinreissenden, vielschichtigen Gitarrenlinien (tolle Lead Gitarre) durchzogen ist das wunderschöne, etwas ruhigere, dennoch voller mächtiger, innerer Kraft steckende, faszinierende "Blue lights go down". Welch eine, geradezu Gänsehaut erzeugende Wonne! Ein leicht psychedelisch angehauchtes, herrliches Riff begleitet den wunderbaren Midtempo-Bluesrocker "Pray for rain", bei dem erneut Groove, Melodie und die sich gegenseitig anstachelnden E-Gitarre und Mundharmonika in unwiderstehlichem Zusammenspiel harmonieren, ohne dabei den nötigen "Dreck" vermissen zu lassen. Schön dreckig klingt auch MonkeyJunk's super Cover des alten Albert King-/Free-Klassikers "The hunter", während uns das traumhaft melodische "Can't call you baby" in wunderbar soulige Gefilde entführt (tolle Gitarren, großartige Orgel, begnadetes, herrlich ins Ohr gehendes E-Gitarren-Solo). Richtig nach vorn geht's dann bei dem sehr rootsig rockenden, ungemein dynamischen Roadhouse-Bluesrocker "Gone", gespickt mit fetten E-Gitarren, klimperndem Honky Tonk-Klavier und rauer Bluesharp. Was MonkeyJunk auch anpacken, es ist stets eine äußerst spannende, hochklassige Performance. Ihr nunmehr schon 5. Album "Time to roll" darf man mit Fug und Recht als ein Juwel des Genres bezeichnen. Sie etablieren sich endgültig ganz oben, in der "Bel Étage" des Bluesrocks. Eine herausragende Vorstellung!

Das komplette Tracklisting:

1. Best Kept Secret - 4:31
2. Time To Roll - 4:01
3. See The Sign - 3:36
4. Blue Lights Go Down - 4:27
5. Pray For Rain -5:13
6. The Hunter - 3:35
7. Can't Call You Baby - 5:39
8. Undertaker Blues - 3:25
9. Gone - 3:34
10. Fuzzy Poodle - 3:08

Art-Nr.: 9325
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Best kept secret
Time to roll
Blue lights go down
Pray for rain
The hunter
Can't call you baby
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Osborne, Anders - american patchwork [2010]
Meisterlich! Begeisternd! Imposant! Eine Sternstunde des "soulful" groovenden Roots- und Bluesrocks - einerseits rau, drückend, intensiv und kraftvoll, andererseits so wunderbar melodisch. Krachende, brennende, laute (Blues)Rocker und ein paar wundervolle Rootsrock-Balladen geben sich genüsslich die Klinke in die Hand, dazwischen mal ein kerniger New Orleans-Funk oder ein herrlicher Reggae - eine Nummer stärker als die andere. Mitreissend! Der in den USA überaus erfolgreiche Singer-Songwriter und Gitarrist Anders Osborne, der auch bereits einen Grammy in der Vitrine stehen hat, legt mit seinem neuen Werk "American patchwork", obwohl ihn Kritiker, Presse und Fans gleichermassen schon seit Jahren in ihr Herz geschlossen haben, nun sein bis dato absolut bestes Album vor. Der in Schweden geborene, aber vor 25 Jahren in die USA ausgewanderte, in New Orleans lebende Künstler ist längst zu einem stolzen Amerikaner geworden. "I'm in the promised land", sagt er, was man in seiner Musik deutlich spürt. In einer Stadt, in der es vor aussergewöhnlichen Performern und Bands nur so wimmelt, zählt Osborne längst zu einem der absoluten "Helden" unter den Musikern des "Big Easy". Seine Originalität und seine Visionen sind aussergewöhnlich, seine Kreativität und sein musikalischer "Hunger" grenzenlos. Beeinflusst von Leuten wie Ry Cooder und Robert Johnson, Joni Mitchell und Jackson Browne, aber auch Miles Davis und John Coltrane, gilt er als herausragender Gitarrist, Sänger und Songwriter gleichermassen. So unterschiedliche Kollegen wie Jonny Lang, Tab Benoit, Kim Carnes und Brad Paisley haben schon Songs von ihm aufgenommen. Sein für Tim McGraw geschriebenes "Watch the wind blow by" wurde ein langwöchiger Nr.1-Hit für den Country-Star und auch Keb' Mo's erfolgreiches, Grammy-dekoriertes Album "Slow down" enthielt zwei, von Osborne mitkomponierte Songs. Doch über all dem stehen Osborne's eigene Veröffentlichungen. Man könnte sagen, der Mann ist so etwas wie ein Künstler mit zwei musikalischen Persönlichkeiten. Die eine ein voller Power rockender, ausgelassener, ordentlich Zunder gebender, kochender, ein gewaltiges Gitarren-/Slide-Feuerwerk abbrennender /Southern)Bluesmann, die andere ein regelrechter Poet, ein Literat, ein aus tiefster Seele agierender Singer-Songwriter. Nur selten hat er in der Vergangenheit beides miteinander verknüpft, sieht man man von dem exzellenten 2001er-Werk "Ash Wednesday Blues" ab. Entweder entschied er sich für die eine oder die andere Seite. Doch bei "American patchwork" hat er, egal ob es sich um laute, mächtig dampfende Rocker, oder um eher etwas zurückhaltendere Nummern handelt, eine geradezu brillante Balance zwischen beiden Welten gefunden. Kerniger Rootsrock, die ein oder andere wundervolle Ballade und brodelnder, southern-inspired (Heavy)Bluesrock bilden eine unzertrennliche Einheit. Die Arrangements haben eine herrlich rohe, dreckige Basis, oft vollgepackt mit rauen, kratzigen E-Gitarren-Riffs, überaus intensiv und druckvoll, teils mit langen, würzigen, elektrisierenden, packenden Gitarrensoli, die nicht nur die Gemeinde von den North Mississippi Allstars bis hin zu Gov't Mule "vom Hocker hauen" werden. Dann wieder glänzen sie mit herrlich transparenten Gitarren und einem wunderbar lockeren Ambiente, das nicht selten auch mal an einen Jackson Browne erinnert. Apropos Jackson Browne: Osborne's Stimme klingt zuweilen wie eine Mischung aus Luther Dickinson (North Mississippi Allstars), Steve Miller und eben Jackson Browne. Er ist, wie gesagt, ein klasse Sänger. Begleitet wird Osborne von 3 großartigen Musikern. Zum einen, dem exzellenten Keyboarder Robert Walter, der den Sound immer wieder mit ganz wundervollen, markanten Hammond Orgel-Klängen veredelt, und zum anderen von dem stark trommelnden Schlagzeuger Stanton Moore (von der Band Galactic) und dem zweiten Gitarristen, aber auch Percussion und Background Gesang beisteuernden Pepper Keenan (Corrosion Of Conformity). Letzter beiden haben das Album auch zusammen mit Anders Osborne produziert. Der Sound ist super! Alles strahlt, wie gesagt, eine immense Intensität aus, aufbauend auf Osborne's spürbarer Inspiration und seinem magischen "Spirit". Das Album startet gleich mit einem absoluten "Kracher", einem lauten Aufschrei, mitten ins Herz tiefster Dunkelheit. "On the road to Charlie Parker" heisst die Nummer, ein bärenstarker, leicht swampiger, southern-fueled Bluesrocker über die dunklen Seiten der Heroin-Abhängigkeit und die ausweglosen Nöte eines Junkies. Genauso intensiv wie das Thema ist die Musik. Dreckig, rau, ruppig, drückend, voller massiver, roher Gitarren-Riffs, unterstützt von Robert Walter's tollen Orgel-Fills - aber auch mit einer starken Melodik, vor allem im Refrain. Was für ein klasse Groove! Zum Ende hin wird die Nummer immer lauter. Kocht gewaltig! Ein irre starker Auftakt! Aber keine Bange, es geht mit dieser Qualität ohne jeden Hänger bis zum Schluß weiter. "Echoes of my sins" beispielsweise ist ein grandioser, sehr erdiger, aus hartzigen, bluesigen Riffs entspringender Rootsrocker mit einem herrlichen Reggae-Groove. Osborne's Wahlheimat New Orleans ist allgegenwärtig. Toll erneut die feinen Hammond Orgel-Fills und die vorzügliche Melodie. Mit "Got your heart" folgt gleich noch ein klasse Reggae, der einerseits eine unterschwellige Southern-Schwüle ausstrahlt, andererseits aber sehr locker rüber kommt, während mit dem anschliessenden, brodelnden "Killin each other" ein kerniger, heisser "funked-up" Rocker aus den Lautsprechern fegt. Dann die wunderschöne, weich und überaus angenehm ins Ohr fliessende, voller positiver Aufbruchsstimmung steckende, lockere Rootsrock-Ballade "Acapulco", die mit ihrer Frische etwas von einem Jackson Browne aus seinen allerbesten Tagen hat. "Osborne's slide sings as sweetly as his voice", schreibt ein U.S-Journalist - und damit kann man es nicht besser ausdrücken. Danach wieder zwei donnernde, krachende Heavy-Bluesrock-Nummern voller gewaltiger Intensität. Zunächst das saustarke "Darkness at the bottom" und dann das geniale "Love is taking it's toll". Ist das dreckig, ist das heftig, ist das laut! Ein kochender, riffiger, fetter Groove - und dennoch wieder diese großartige Melodie. Dazu ein glühendes, kreischendes, unter Starkstrom stehendes, ausgedehntes Gitarrensolo, gefolgt von einem ebenso prächtigen Orgel-Solo im zweiten Break. Am Ende brechen fast alle Dämme. Diese Nummer würde auch bestens in das Repertoire von Gov't Mule passen. Hammer! Klar, das danach etwas Erholung nötig ist, die mit dem wunderbar lockeren, flockigen, fast schon sonnig californischen Rootsrocker "Meet me in New Mexico" auch kommt. Wunderbar, dieser lässige Percussion-Groove, diese Wärme, aber auch diese erdige Natürlichkeit. Geht runter wie Öl. Tolle Melodie, erstklassiger Gesang, exzellentes Gitarrenspiel, klasse Orgel-Fills, und ein Refrain, der einem nicht mehr aus dem Ohr gehen will. Mit der wunderschönen, nur von glasklaren, transparenten akustischen Gitarren begleiteten, ruhigen Ballade endet schließlich dieses absolute Meisterwerk. "American patchwork" übt mit seiner Intensität, seinen Emotionen und seiner Spannung einen immensen Reiz auf den Zuhörer aus. Alles, was Osborne hier zelebriert, kommt aus tiefstem Herzen. Das nimmt einen gefangen und lässt einen nicht mehr los. Essentieller Roots- und Bluesrock aus New Orleans! Schlichtweg brillant!

1 On the Road To Charlie Parker - 4:16   
2 Echoes of My Sins - 4:34   
3 Got Your Heart - 4:05   
4 Killing Each Other - 4:09   
5 Acapulco - 3:49   
6 Darkness At the Bottom - 6:00   
7 Standing With Angels - 5:15   
8 Love is Taking Its Toll - 5:01   
9 Meet Me In New Mexico - 4:00   
10 Call On Me - 2:57

Art-Nr.: 6889
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On the road to Charlie Parker
Echoes of my sins
Acapulco
Darkness at the bottom
Love is taking its toll
Meet me in New Mexico

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Pope, Cassadee - frame by frame [2013]
Klasse Debut von Cassadee Pope! Sie bewegt sich im besten New Country-/Country Pop-Bereich auf der Schiene von Carrie Underwood & Co., allerdings nicht ganz so "bombastisch aufgemotzt" wie Underwood. Die Gewinnerin der U.S.-"Voice"-Staffel von 2012 hat eine fantastische, klare Stimme. Ihr damaliger Coach war Blake Shelton, dessen musikalischen Einfluss man durchaus merkt. Die Songs sind richtig klasse und überaus melodisch. Und der Erfolg stellt sich verdientermaßen auch gleich ein. Das Album ist sofort nach dem Erscheinen wie eine Rakete von 0 auf 1 in den Billboard Country Album-Charts "geschossen". Klar, bei dem schönen Songmaterial. Da sollte wirklich der ein oder andere Hit abfallen. Ein fulminanter Einstieg dieser jungen Künstlerin.

Das komplette Tracklisting:

1. Good Times - 3:42
2. Champagne - 3:51
3. Wasting All These Tears - 3:37
4. I Wish I Could Break Your Heart - 3:41
5. Everybody Sings - 3:39
6. You Hear a Song - 3:29
7. This Car - 4:13
8. One Song Away - 3:43
9. Easier to Lie - 4:00
10. 11 - 3:49
11. Proved You Wrong - 3:24

Art-Nr.: 8363
Gruppe: Musik || Sparte: Country
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Railroad Earth - all for the song [2022]
Seit über zwei Jahrzehnten faszinieren Railroad Earth ihr Publikum mit begeisternden, unvorhersehbaren und ungemein jammigen Live-Shows, aber auch mit einzigartigen, von außergewöhnlich hoher Musikalität und Qualität geprägten Studioalben. Nun endlich beglückt uns die gefeierte Formation aus Stillwater/New Jersey um den ex "From Good Homes"-Frontmann Todd Sheaffer mit ihrem neuen, nunmehr 7. Studioalbum, betitelt "All for the song" - und es ist ein neuer Meilenstein der Band, ein wahres Meisterwerk geworden. Nie präsentierte sich diese grandiose, grassige Roots-/Jam-Band, bei Wahrung aller instrumentellen und jammigen Freiheiten, songorientierter, melodischer, frischer und kraftvoller, als bei diesem Werk. Nie zuvor haben sie ihre einzigartige Kombination aus Bluegrass-Wurzeln und diesem hingebungsvollen Rock'n Roll-Spirit authentischer miteinander vereint. Nie zuvor war ihre musikalische Faszination größer als heute. Das Songmaterial des neuen Albums ist schlicht brillant. Die jüngere Vergangenheit der Band, auch bezüglich ihrer Zukunft, war nicht immer leicht. Vor allem der Verlust ihres Gründungsmitglieds Andy Goessling, der 2018 an Krebs verstarb, machte ihnen schwer zu schaffen. Mit dem neuen Album verarbeiten Todd Sheaffer (lead vocals, acoustic guitar), Tim Carbone (violins, electric guitar, vocals), John Skehan (mandolin, bouzouki, piano, vocals), Carey Harmon (drums, percussion, vocals) und Andrew Altman (upright & electric bass), - Matt Slocum (keyboards) vervollstänigt das Line-Up mittlerweile-, die ganzen Irrungen, Wirrungen und Wendungen der vergangenen Jahre. Es bedeutet für die Band so etwas wie einen Schnitt, ein Neuanfang, eine Veränderung alter Gewohnheiten. Und so verließ man für die Aufnahmen erstmals New Jersey, machte sich auf in den Süden, nach New Orleans und heuerte mit dem großartigen Anders Osborne erstmals einen externen Produzenten an, der auf dem Album auch deutlich seine Spuren hinterlässt. Osborne spielt bei einigen Tracks zusätzlich Gitarre, auch Slide, und verpasst einigen Nummern einen herrlich, bluesige, souligen, swampigen Southern-Anstrich. "From the beginning, the vision was more than just the music", sagt Todd Sheaffer über die Aufnahmen. Weiter führt er aus: "We looked at this like a ‘destination’ record. Our past records were all made close to home or, in fact, at home. Andy’s passing was very much in the center of our thoughts and our hearts in the writing and recording of this album. Things were so shaken up that we thought it’d be a benefit to go away from all of the distractions and be together. In New Orleans, there is great food and there are great spirits to be shared. I’ll leave the music part of the equation for others to judge, but we surely succeeded in making the bonding part of the vision come to fruition"! Hier ein paar Beispiele dieses fantastischen Songmaterials: Ein wunderbar lockerer, flockiger, jammiger Roots-, Folk-, Country-, Americana-Groove bidet die Basis des gleich von einer umwerfenden Melodie geprägten, durchaus knackigen, ihrem verstorbenen Freund Andy Goessling gewidmeten Openers "The great divide", erstklassig gesungen von Todd Sheaffer. Frische, klare Acoustic Gitarren-, Mandolinen-, und Fiddle-Klänge, in Verbindung mit dezenten Piano- und Pedal Steel-Fills, zieren diese famose, grassig rockende Nummer. Schon ist der Zuhörer verzaubert. Was sind das für exzellente Musiker. Deutlich kraftvoller und rockiger, aber nicht weniger melodisch, geht es mit dem saustarken, bluesigen, voller Southern-/New Orleans-Soul steckenden, phasenweise richtig erdigen (klasse Bluesharp), jammigen "Blues highway" weiter. Welch ein Groove, welch ein Feeling! Herrlich, dieser straighte Beat durch die Drums, kombiniert mit der grassigen Begleitung (tolles Mandolinen-/Banjo-Picking). Die Nummer beleuchtet Shaeffer's Erlebnisse und Gedanken, als er auf dem Highway 21 nach einer Show in ein gewaltiges Unwetter geriet. "We had a show in Natchez, so I decided to make my own adventure out of the trip", erinnert sich Sheaffer. "I flew to New Orleans, rented a car, and drove up the Blues Highway like a tourist, stopping and touring the old plantations and blues honky-tonks. I was smelling the river and the refineries. On my return to New Orleans, I drove into what might’ve been a hurricane with intense and terrifying lightning to boot. In the dead of night, I gave up trying to inch down the road, pulled over, and waited it out. The trip seemed like a parallel for my life at the time and inspired the song". Bluesigen New Orleans-/Southern-Soul bietet die Band auch mit dem durch prächtige Bläser unterstützten, funky und swampig rockenden "It's so good". Die Bläser machen die Nummer richtig "heiß". Tolle Orgel-Untermalung, starke, fast wie eine E-Gitarre klingende Violine. Mit dem über 8-minütigen, famosen, sehr edel und fein instrumentierten, leicht schwebenden "Showers of rain (Was that you?)" nimmt uns die Band mit auf eine herrlich jammige, psychedelische Reise. Die Nummer ist erstklassig strukturiert, besticht, vor allem in den Gesangspassagen, mit einer tollen Melodie, bietet aber auch jede Menge Freiraum für die Musiker, ihre instrumentellen Neigungen und Künste auszuleben. Wunderbar! Little Feat lassen grüßen (klasse Electric Slideguitar-Licks von Anders Osborne) bei dem starken, groovigen, swampigen "Come and go moon", während das rassige, grassige "Runnin wild" wieder allerbesten Roots-/Americana-/Jamrock in Reinkultur bietet. Hat viel Frische und Schwung mit einer vorzüglichen Melodie und einer exzellenten Gitarren-, Banjo-, Geigen-, und Pedal Steel-Instrumentierung. Ganz stark auch das erdige, roughe, mit einem coolen Groove ausgestattete, ktaftvolle "My favorite spot" (kratzige Gitarrenriffs, schönes Piano, klasse Fiddle), wie auch das ungemein improvisationsfreudige, psychedelische, leicht jazzige, in einem schier endlosen Jamming endende "Driftin' (The bardo)", im übrigen eine der letzte Aufnahmen, bei denen noch Andy Goessling mitgewirkt hat. Railroad Earth's neues Werk "All for the song" beschert uns eine Band auf dem Zenit ihres Schaffens. Vollgepackt mit fesselnden Melodien, erstklassiger Musikalität und tiefgründigen Texten, die zuweilen gar an Robert Hunter (Grateful Dead-Lyriker) erinnern, bietet das Album eine verlockende Sammlung von Songs, die den Status der Band als eine der gefeiertsten, interessantesten, musikalisch versiertesten und durchaus auch einflussreichsten Grass-, Roots-, Americana-, Jam(rock)-Acts der Gegenwart noch einmal enorm festigen werden. Ein Meisterwerk!

Das komplette Tracklisting:

1. The Great Divide - 4:51
2. Blues Highway - 4:17
3. It's So Good - 4:12
4. Showers of Rain (Was That You?) - 8:10
5. Come and Go Moon - 3:29
6. Runnin' Wild - 4:18
7. My Favorite Spot - 4:24
8. Slippin' Away - 2:54
9. Driftin (The Bardo) - 6:43
10. All For the Song - 5:28

Art-Nr.: 10644
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
The great divide
Blues highway
It's so good
Showers of rain (Was that yoiu?)
Come and go moon
Runnin' wild
My favorite spot
Driftin' (The bardo)

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Shawanda, Crystal - church house blues [2020]
"Powerhouse Blues vocalist and deeply soulful singer-songwriter" Crystal Shawanda, beglückt die Welt des voller Southern-, Roots-, und Soul-Einflüssen steckenden Contemporary Blues und Bluesrocks mit ihrem ganz exzellenten, neuen Album, betitelt "Church House Blues". Crystal Shawanda, aufgewachsen im Wikwemikong Reservat auf der Insel Manitoulin im Norden von Ontario/Kanada, begann einst als indigene Musikerin in einem Haus, in dem Blues- und Country-Musik allgegenwärtig waren. Schnell wurde klar, dass die Musik ihr Leben bestimmen sollte. Zunächst, da werden sich sicher der ein oder andere noch dran erinnern, ging sie nach Nashville, um sich in der Countrymusic zu versuchen - und das durchaus erfolgreich. Ihr 2008er-Album "Dawn of a new day" fand viel Beachtung, landete in den oberen Regionen der Billboard Country-Charts, inkl. des ein oder anderen Top 20-Hits. Doch sie wurde mit Country einfach nicht richtig "warm", nicht glücklich. Ihre Passion lag und liegt einfach nirgendswo anders, als im Blues. Und so ließ sie das lukrativere Country-Genre schnell wieder hinter sich und machte fortan das, wofür ihr Herz am meisten schlägt: Blues! Dazu sagt sie heute: "The whole time I was singing Patsy Cline on stage, I was singing Etta James at home". Der Blues passt auch einfach zu ihr. Mit ihrer außergewöhnlichen, von einer natürlichen Rauheit und Heiserkeit geprägten, intensiven Stimme (irgendwo zwischen der legendären Janis Joplin und Beth Hart) ist sie wie gemacht für diese Musik. Ihr neues Album demonstriert in beeindruckender Art und Weise die ganze Klasse Shawanda's, der es vorzüglich gelingt, ihren mächtigen, im Vordergrund stehenden, markanten, charismatischen Gesang ganz wundervoll und harmonisch mit der sehr gefühlvollen, variablen, höchst anspruchsvollen Instrumentierung ihrer glänzenden, durchaus prominenten Begleitband zu einer untrennbaren Einheit zu vereinen. Das sind u.a.: Dave Roe am Bass (Johnny Cash, Yola), die McCrary Sisters (Backing Vocals), Dana Robbins am Saxophon (Delbert McClinton Band), Peter Keys (Lynyrd Skynyrd) an den Keyboards und ihr Ehemann und Co-Songwriter Dewayne Strobel, der das Album auch produzierte, an den Gitarren. Es ist keine Übertreibung zu sagen, das Crystal Shawanda den Spirit und die Kraft solcher Blues-Größen wie Etta James, Janis Joplin und Koko Taylor in sich vereint, dabei aber auch ihr ganz eigenes, voller Southern- und Roots-Spuren tangiertes "Ding" durchzieht. Das Songmaterial (an 6 Titeln ist sie kompositorisch beteilgt), ist erstklassig, steckt voller Seele und großartiger Melodien. Los geht's mit dem Titelstück "Church House Blues", einem durchaus lockeren, durch den mächtigen, kraftvollen Gesang der Protagonistin aber auch sehr energetischen, flotten Southern-/Roadhouse-Bluesrocker mit schönem Gospel-Flair. Das erste, was einem bei der Nummer in den Sinn kommt, ist: "Wow, what a voice"! Eingebunden ist das Ganze in eine tolle Melodie, sowie in eine flüssige, leichtgängige, hervorragende Instrumentierung aus tollen Gitarrenlinien (klasse Solo), edlen, unaufdringlichen Saxophon-Klängen und einer angenehm im Background agierenden Orgel. Es folgt das geradezu mitreißende "Evil memory", ein umwerfend schöner Slow-Blues, der richtig unter die Haut geht. Der Groove ist unwiderstehlich, dazu ein herrlicher Piano-/Orgel-Teppich und grandiose, lässig aus dem Handgelenk gespielte, genauso feurige, wie einfühlsame Gitarrenlinien, inklusive eine prächtigen Solos. Nicht nur diese Nummer demonstriert höchst eindrucksvoll, dass es gut ist, dass Crystal ihren Country-Exkurs hinter sich hat, denn diese Frau "was born to sing the Blues". Weitere, beste Beispiele dafür sind etwa der erdige, abermals von großartigem Gitarrenspiel umgebene, melodische Midtempo Southern-/Roots-Blues "Move me", das gleichermaßen mit feinen Southern-, Dixie-, Motown-, Delta-, Muscle Shoals- & Memphis-Spuren veredelte, genauso lockere wie kraftvolle, sehr rootsige, "soulful" und intensiv vorgetragene, baumstarke "When it comes to love", das etwas nostalgisch angehauchte, flott rockende "Blame it on the sugar", die von rauen Gitarrenlinien durchzogene, dabei sehr melodische, rockige Blues-Ballade "Bigger than the Blues", wie auch der das Album prächtig abschließende, ursprüngliche, ungeschliffene, abermals schön intensive Voodoo-/Swamp-/Bluesrock-Stampfer "New Orleans is sinking" mit seinen starken, akustischen (Slide)Gitarren und der dreckigen Bluesharp. Crystal Shawanda ist voll in ihrem Element. Sie präsentiert sich natürlich, nicht verbogen, einfach so, wie sie ist. Wenn sie loslegt, ist das "like letting a bird out of a cage. This is what I’m supposed to do. This is how I fly", wie sie selbst sagt. Ja, sie liebt das, was sie tut, und man nimmt es ihr ab, es kommt einfach rüber. Sehr starke Vorstellung von Crystal Shawanda!

Das komplette Tracklisting:

1. Church House Blues - 3:32
2. Evil Memory - 5:56
3. Move Me - 4:56
4. Rather Be Alone - 3:31
5. When It Comes To Love - 4:58
6. Hey Love - 3:23
7. Blame It On The Sugar - 3:18
8. Bigger Than The Blues - 3:58
9. I Can't Take It - 2:52
10. New Orleans Is Sinking - 3:59

Art-Nr.: 10039
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Church house blues
Evil memory
Move me
When it comes to love
Blame it on the sugar
Bigger than the blues
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Son Volt - notes of blue [2017]
Jay Farrar und seine großartige Band Son Volt begeben sich nach ihrem sehr feinen "Honky Tonk"-Ausflug von 2013 wieder auf ihr "gewohntes" Rootsrock-/Americana-/Alternate Country-Terrain und legen mit "Notes of blue" ein bravouröses, neues Werk vor. Inspiriert vom Geist des Blues und des Folk-Blues hören wir eine starke Auswahl von Songs, die dennoch immer dieser unwiderstehlichen Rootsrock-/Alternate Country-Musik zuzuordnen sind, für die Son Volt und vorher Uncle Tupelo schon seit Jahrezehnten stehen, bzw. standen. Ja, vieles erinnert an die Anfänge von Son Volt und die Tage der legendären Uncle Tupelo. Es gibt einige sehr raue, kernige, laute Nummern, aber auch wunderschöne, entspannte Songs, alle eingepackt in fantastische, zum Teil fast hypnotische Strukturen. Jay Farrar's Feder sind wieder wahre Songperlen entsprungen. Farrar & Co. in großer Form!

Das komplette Tracklisting:

1. Promise the World - 3:22
2. Back Against the Wall - 3:28
3. Static - 2:31
4. Cherokee St - 3:00
5. The Storm - 2:40
6. Lost Souls - 2:19
7. Midnight - 3:09
8. Sinking Down - 3:32
9. Cairo and Southern - 4:43
10. Threads and Steel - 2:05

Art-Nr.: 9389
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 8,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Promise the world
Back against the wall
Static
Cherokee St
Lost souls
Sinking down
Cairo and southern

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