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Alabama - southern drawl [2015]
Jawohl! Da sind sie wieder! Endlich ein brandneues Album von Alabama! Ganze 14 Jahre hat sich das beliebte Trio, bestehend aus Leader Randy Owen, Teddy Gentry und Jeff Cook seit ihrer letzten ‚echten‘ Studioveröffentlichung "When It All Goes South" Zeit gelassen, ihre immer noch immens große Fan-Schar, mit neuem Songmaterial zu beglücken. Wer befürchtet, dass die Herren Rost angesetzt haben oder mit dem Zug der Zeit nicht mehr standhalten können, dem sei versichert, dass hier genau das Gegenteil der Fall ist. Mit ihrem neuen Werk "Southern Drawl" beweisen die drei Recken vorzüglich, wie man sich zeitgenössisch geben kann, ohne dabei in die eigene musikalische DNA allzu stark einzugreifen. Die legendäre, mega-erfolgreiche Band (41 Nr. 1- Hits, unzählige Auszeichnungen, über 65 Millionen verkaufte Tonträger!) beeindruckt mit 13 neuen Songs, die, wie man es von früher kennt, zum Teil gut rocken und zum Teil in wunderbaren Balladen vorgetragen werden. Alles kommt, wie der Titel der CD es schon suggeriert, mit viel Southern-Esprit rüber! Herrlich, wie die exzellenten E-Gitarristen der Nashville-Studiomusiker-Garde (Danny Radar, Adam Shoenveld, JT Corenflos, Tom Bukovac, Kenny Greenberg, Charles English), direkt beim eröffnenden Titelstück die Slide-Gitarre raunen lassen , um dann, nach Owens brunftartigem Eingangs-Statement "Life gets better with a Southern drawl", in einen schwer stampfenden Southern Countryrock-Swamper im Stile von Montgomery Gentry zu münden. Sofort eine bärenstarke Nummer, klasse vor allem das E-Gitarren-Solo und das Honky Tonk-Piano-Geklimper von dem auch insgesamt überragend agierenden Gordon Mote (Piano, Wurlitzer, B3). Das Alabama auch wegen ihrer, immer wieder mit tollen Harmoniegesängen bestückten Balladen geliebt werden, ist kein wohl behütetes Geheimnis mehr. Mit "Wasn’t Through Lovin' You Yet" (tolles Bruce Hornsby-mäßiges Piano, starkes E-Gitarren Kurz-Solo), "This Ain't Just A Song" (klasse Harmonies und feines Violinenspiel von Gaststar Alison Krauss) und "As Long As There's Love" (mit orchestralen Streicher- und Crowd Gesangs-Passagen) bekommt man anschließend gleich drei hochemotionale Musterbeispiele dafür serviert (z. T. bitte die "Tempos" in Griffweite halten - kleiner Scherz am Rande). Vor allem beim später folgenden Liebeslied "One On One", wo Randy das Intro sprechend, mit belegter Stimme und voller Pathos dahinseufzt, muss man ganz tief durchatmen. Dank der tollen Musiker und ihrer vielen, instrumentell eingestreuten Feinheiten, sowie der perfekt sitzenden Harmoniegesänge, driften diese allerdings nie wirklich in den Kitsch ab. Zudem werden sie meist zum richtigen Zeitpunkt von satt rocken Southern Country-Tracks abgelöst, die jede aufkommende Melancholie wieder in südstaatliche Musikfreude umschlagen lassen. Herrlich das mit "Ghost Riders In The Sky"-Western-Flair umwobene "Back To The Country" (großartige Banjo-, Dobro-, Fiddle-Einlagen) oder das mit launigem Text und viel Southern Blues/Soul versehene "Hillbilly Wins The Lotto Money", das aufgrund der fulminanten Orgel, den prickelnden E-Gitarren sowohl der Skynyrd-/Montgomery Gentry-Klientel, als auch, dank der von Charlie Judge simulierten, deftigen Bläsereinsätze, Freunden der legendären Blues Brothers große Freude bereiten würde. Grandios auch das von einer interessant zusammengesetzten Armada von Songschreibern und arrivierten Interpreten/Musikern (Django Walker, James Slater, Ray Johnston, Patrick Davis, James Otto, Jeff Cook, der dieses Stück auch singt) kreierte "No Bad Days" (das Original dieser tollen Nummer findet sich im übrigen auf dem gleichnamigen, bärenstarken Album der texanischen Ray Johnston Band), das wunderbar soulig wärmend dahin groovt. Man merkt, dass hier ein James Otto, dem das Stück auch auf den Leib geschrieben wäre, mit bei der Komposition involviert ist. Typische Alabama-Country Rock-Nummern wie das patriotische "American Farmer" (Heartland-mäßige E-Gitarrenführung) und der Mitgröl-taugliche, dem Titel alle Ehre machende Stampfer "Footstompin‘ Music" (fettes Drumpoltern von Greg Morrow, klasse Rede-/Antwort-Gesang im Refrain, furioses Fiddle-Finale im Stile von Charlie Daniels' "Orange Blossom Special") dürften vor allem im Live-Programm so richtig gefeiert werden. Famos auch das fast schon episch/progressiv und sehr atmosphärisch anmutende "It’s About Time" (klasse die markante E-Gitarrenlinie von Charles English und wieder mal das feinfühlige Pianospiel von Mote), das man von Alabama so nicht erwartet hätte, aber für ihre Flexibilität spricht. Am Ende ziehen Owen, Gentry und Cook mit dem kammermusikartigen "I Wanna Be There" nochmals voller Inbrunst alle Balladenregister und beenden ein hochunterhaltsames, instrumentell versiertes und eingängiges Musikerlebnis (fast alle Tracks bleiben schon nach einem Hördurchgang im Gedächtnis hängen). Sie haben wirklich nichts von ihrer Klasse eingebüßt - im Gegenteil. Alabama präsentieren sich auf der Höhe der Zeit. Bester Country Alabama-Style! Absolut kein Zweifel: "Life gets better – with their 'Southern Drawl'"! Große Klasse! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Southern Drawl - 4.26
2. Wasn't Through Lovin' You Yet - 4.03
3. This Ain't Just A Song - 4.02
4. As Long As There's Love - 4.08
5. Back To The Country - 3.25
6. Hillbilly Wins The Lotto Money - 4.13
7. Come Find Me - 4.04
8. No Bad Days - 4.23
9. One On One - 3.31
10. American Farmer - 4.57
11. It's About Time - 3.28
12. Footstompin' Music - 4.04
13. I Wanna Be There - 3.12

Art-Nr.: 8976
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Black Crowes, The - lions [2001]
Laute, intensive, rohe, kraftvolle, dreckige, ehrliche, zeitlose Rockmusik pur! Ein großartiges, neues Werk der Krähen, das zeigt, was noch für ein Potential in der Band steckt. Irres, fast abenteuerliches Songwriting verbirgt sich hinter purem southern-, psychedelisch-, blues-, soul-, funk-inspiriertem musikalischem Großmut und Stolz, den sie zu Recht zelebrieren dürfen. Das Album reiht sich unmittelbar an solche Großtaten, wie "Southern harmony and musical companion" an. Kreischende und quietschende Gitarren, die den scharfen Opener "Midnight from the inside out" einleiten, zeigen sofort wo's lang geht. Es folgen 12 weitere Songs, voller grober Gitarrenriffs und souligem Groove. Hervorragende Produktion von Don Was! War zu befürchten, daß durch dessen Arbeit eventuell ein "sauberer" und "glatter" Sound entstehen könnte, so ist man sehr erfreut zu registrieren, daß er sich klar der musikalische Intension der Band unterordnete und im Rahmen dessen einen superben Job erledigte. Es lebe der Black Crowes'sche Rock'n Roll!

Art-Nr.: 1031
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

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Blitzen Trapper - all across this land [2015]
"All across this land" ist bereits das achte Album des in unseren Gefilden immer noch weitestgehend unbekannten, aber ganz großartigen Quintetts Blitzen Trapper aus Portland/Oregon. Es ist ein prächtiges, wunderbar "tightes", genauso vielseitiges, wie direktes, erstklassig auf den Punkt gebrachtes, knackiges Rootsrock-Werk geworden, dessen Bandbreite von Americana, über Southern Rock, East Coast Rock, Heartland Rock, Classic Rock, Countryrock, Electric Folkrock bis hin zu richtig jammiger, die ganze Spielfreude offenbarender "Mugge" reicht (ja, auch in der Jamrock-Szene genießt die Band einen hervorragenden Ruf). Was hat diese Truppe in den vergangenen Jahren für eine musikalische Variabilität an den Tag gelegt. Genauso "blumig" wie treffend formuliert vom hoch angesehenen "Paste"-Magazin, waren sie unterwegs als "Cosmic Tricksters", "Calm Folkies", "Twang-Funk Wildmen", "Ragged Psychedelic Jammers", und "To-The-Bone Rock ‘n’ Rollers". Das neue Album nun zeigt Sänger und Songwriter Eric Earley, Lead Gitarrist Erik Menteer, Bassist Michael Van Pelt, Keyboarder Marty Marquis und Drummer Brian Adrian Koch total fokussiert auf tighte, wunderbar rootsige Rock'n Roll Grooves, vollgepackt mit "Easygoing Melodies" und "First-Pumping Guitar Hooks". Die Songs werden zumeist von einer straighten Basis bestimmt, dabei aber überaus intelligent umgesetzt. Immer wieder wird das, im besten Sinne ausgedrückt, kernige, "simple" Fundament von großartigen, kleinen Breaks unterbrochen, mal rhythmisch und mal mit klasse Soli der einzelnen Musiker. Das lässt einen großartigen Spannungsbogen entstehen. In seiner Gesamtheit kommt das Material wunderbar eingängig, besticht dabei aber durch tolle Songstrukturen und exzellente Musikalität. Das Album startet mit dem glänzend in Szene gesetzten Titelstück "All across this land", das unmittelbar ein herrliches Vintage Southern Rock-Feeling erzeugt. Straighte, satte Gitarrenriffs, teils mit Dual Guitar-Sound, ein sehr direkter Rhythmus und eine klasse Melodie lassen sofort aufhorchen. Das rockt einfach klasse! Stark dabei das etwas ruhigere, ganz dezent folkig angehauchte, großartig ins Ohr gehende, harmonische Break im Mittelteil, ehe dann wieder kernig weitergerockt wird. Die Nummer würde auch bestens in das Anforderungsprofil von Widespread Panic passen. Der Titel des folgenden Rootsrocker spricht für sich selbst: "Rock and Roll (was made for you)" geht kompromisslos, straight und simpel nach vorn - wunderbar! Dennoch ist die Nummer alles andere als langweilig oder wenig variabel. Im Gegenteil: In der Mitte trumpft die Truppe mit dezenten psychedelischen Momenten auf und am Ende gibt's ein brennendes Power Dual-Gitarren-Solo. "Mystery and wonder" besticht mit einer feinen Retro Westcoast-Frische, "Love grow cold" tummelt sich leicht, locker und flockig, in seinem ungemein vielschichtigen, transparenten Gitarrengewand (schöne Steelguitar-Fills) auf feinstem Countryrock-/Roots-/Americana-Terrain und das wunderschöne "Lonesome angel" mit seiner schönen Gitarren-/Keyboards-/Mundharmonika-Instrumentierung lässt sogar Reminiszensen an Gram Parsons erahnen. Die zweite Häfte des Albums wird eingeleitet von dem etwas an gute alte Bruce Springsteen-Tage erinnernden, leicht folkrockigen und Jersey-rockigen "Nights were made for love" dessen Textzeilen wie "The days were made for running, the nights they were made for us / The days were made for working hard and the nights they were made for love", durchaus in die unvergessene "Born To Run"-Ära passen würden. Zum Ende hin wird es dann ein klein wenig folkiger mit solch großartigen Nummern wie "Let the cards fall" und "Even if you don't". Es gibt an diesem Werk nichts zu mäkeln. Blitzen Trapper überzeugen mit einem blitzsauberen, erdigen Rootsrock-Album, das die Genre-Liebhaber in seiner Direktheit, Simplizität und gleichzeitiger Variabilität begeistern dürfte. Glänzende Vorstellung der Jungs!

Das gesamte Tracklisting:

1. All Across This Land - 3:54
2. Rock and Roll (Was Made for You) - 3:47
3. Mystery and Wonder - 4:04
4. Love Grow Cold - 3:39
5. Lonesome Angel - 3:43
6. Nights Were Made For Love - 3:54
7. Cadillac Road - 4:35
8. Let The Cards Fall - 3:31
9. Even If You Don't - 3:32
10. Across The River - 4:41

Art-Nr.: 8994
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
All across this land
Rock and Roll (was made fro you)
Love grow cold
Lonesome angel
Nights were made for love
Let the cards fall
Even if you don't

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Brothers, The - march 10, 2020 / madison square garden / new york city ~ dvd [2021]
2 DVD-Set!

Zum Glück wurde diese fantastische Show auch gefilmt. Die Qualität ist famos!

"The Brothers - celebrating 50 Years of the music of The Allman Brothers Band". Am 20. März 2020, nur 2 Tage bevor in den USA der große Corona-Shutdown kam, standen The Brothers, eine nur für dieses einmalige Event zusammengestellte, begnadete Band aus Feunden und Verwandten der Allman Brothers, sage und schreibe knapp 3 1/2 Stunden auf der Bühne des New Yorker Madison Square Gardens, um das 50-jährige Bandjubiläum der 1969 gegründeten ikonischen Band um Duane und Gregg Allman zu feiern. Es waren Derek Trucks und Warren Haynes an den Gitarren (Haynes sang natürlich auch), Jaimoe, Duane Trucks (Derek's jüngerer Bruder - üblicherweise bei Widespread Panic) an den Drums, Marc Quinones - Percussion, Oteil Burbridge am Bass, sowie Reese Wynans an den Keyboards und "special guest" Chuck Leavell am Piano (sowie Lead Gesang bei "Blue sky") - und sie spielten einen Gig für die Ewigkeit. Alle waren in absoluter Bestform, verstanden sich blind, als würden sie schon ewig zusammenspielen, brachten eine unglaubliche Frische und Vitalität in die Songs. Das Feuer dieser ewig jungen Stücke brannte lichterloh.
Der Reporter David Browne vom renommierten "Rolling Stone", war für das Magazin vor Ort, um von dem Event, auch unter den Gegebenheiten der aufkommenden Pandemie, zu berichten. Er sagte: "Did I really want to risk my life for an Allman Brothers Band 50th-anniversary tribute show?... Arriving at the Garden, I didn’t know what to expect, but all systems seemed standard at first. Ticket-holders milled outside on the street and in the inside lobby. No one wore a mask, since those weren’t yet mandated. As I made my way to my seat, the arena was starting to fill up, there was weed in the air, and it was easy to forget what was starting to happen around the world…There was something glorious and uplifting about hearing those songs played with such care and such fire; it felt as if the music was not just being saluted but preserved for a future generation. At various times, like when Trucks and Haynes played the simultaneous leads in ‘Jessica,’ the show was surprisingly emotional. In retrospect, it’s hard to say how much was due to the performance and how much to the circumstances. I joked to the friend next to me that this would be “the last concert ever". But as Derek Trucks told me in the days that followed, the show “felt like one of the last moments for a long time when people would be able to suspend reality and let go.” One of these days, we’ll let go again."
Was war das für ein geniales, spektakuläres Konzert! Der Sound ist schlicht grandios! Und auch die Setlist war fantastisch! Eine unvergleichliche, historische Nacht!

Die komplette Setlist:

Disc 1:
First Set:
1. Don’t Want You No More - 2:43
2. It’s Not My Cross To Bear - 5:00
3. Statesboro Blues - 4:39
4. Revival - 4:16
5. Trouble No More - 4:18
6. Don’t Keep Me Wonderin’ - 5:55
7. Black Hearted Woman - 10:10
8. Dreams - 13:24
9. Hot ‘Lanta - 6:15
10. Come And Go Blues - 4:49
11. Soulshine - 9:09
12. Stand Back - 5:03
13. Jessica - 13:31

Disc 2:
Second Set:
1. Mountain Jam - 18:46
2. Blue Sky - 10:05
3. Desdemona - 12:31
4. Ain’t Wastin’ Time No More - 9:33
5. Every Hungry Woman - 8:38
6. Melissa - 5:52
7. In Memory Of Elizabeth Reed - 15:44
8. No One To Run With - 5:19
9. One Way Out - 5:43
10. Jaimoe & Warren Greetings - 1:08
11. Midnight Rider - 4:17
12. Whipping Post - 14:22

Art-Nr.: 10351
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: DVD || Preis: € 28,90

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Castro, Tommy - a bluesman came to town [2021]
Achtung, bitte beachten: Unser Erstbestand dieses Albums war in Windeseile ausverkauft. Die Auslieferung der jetzt getätigten Bestellungen kann deshalb leider erst ab Mittwoch (29.09.2021) oder Donnerstag (30.09.2021) erfolgen. Sorry für die kleine Verzögerung!

"Tommy Castro is one of the brightest stars in the blues-soul genre. Voracious blues energy and ultimate soul power, impassioned vocals and pure inventiveness in his stellar guitar solos", schreibt beispielsweise das renommierte Blues Music Magazine, und die Washington Post sagt: "Soul-baring, roadhouse-meets-church, Memphis guitar licks, gritty voice, Southern colors and rootsy textures". Die Fachwelt ist sich einig: Der in San Jose/Californien geborene und aufgewachsene, exzellente Gitarrist und großartige Sänger und Songwriter Tommy Castro gehört mit seiner unwiderstehlichen, magischen Mixtur aus vorzüglichem "funky Southern Soul, Big City Blues and Classic Rock" zu den etabliertesten, respektiertesten und verehrtesten Künstlern des Bluesrock-Genres der letzten, gut 25 Jahre. Mit "A Bluesman Came to Town" (Untertitel "A Blues Odyssey") legt Castro nun ein geradezu meisterhaftes, neues Album vor, das ihn in bestechender, musikalischer Verfassung zeigt. Eingespielt in den Switchyard Studios von Nashville/Tennessee unter der exzellenten Produktion von Tom Hambridge (u. a. Buddy Guy, George Thorogood, Delbert McClinton, Gregg Allman) handelt es sich um eine Art Konzeptalbum, das die Geschichte eines in einem kleinen Provinznest lebenden, jungen Mannes erzählt, in dessen Städtchen eines Tages ein Gitarre spielender "Bluesman" auftaucht. Von diesem Tag an veränderte sich das Leben dieses jungen Mannes schlagartig, das "Bluesvirus" hatte ihn infiziert. Er besorgte sich eine Gitarre, lernte, zog aus in die weite Musiker-Welt, war fortan nahezu stetig "on the road". Eine wunderbare Geschichte, ohne Zweifel ein wenig autobiographisch und inspiriert von den Erfahrungen vieler Musikerkollegen, musikalisch geradezu perfekt umgesetzt. Derartige Konzeptalben funktionieren eigentlich nur, wenn, trotz des zusammenhängenden Handlungsstranges, jeder Track auch für sich alleine steht - und genau das ist hier zu 100% der Fall. Welche Nummer man sich auch herauspickt, sie hat auch ihre eigene Geschichte aus dem Lebenslauf dieses jungen Musikers. Das Songmaterial ist grandios. Produzent Hambridge hat eine Reihe der besten Studio-Cracks Nashville's mitgebracht (er selbst spielt Schlagzeug ,dazu Rob McNelley an der zweiten Gitarre, Kevin McKendree an den Keyboards und Tommy MacDonald am Bass), die Castro herausragend begleiten. Diese "Nashville Gang" bringt eine Menge Southern-Flair in die Songs. Tommy Castro selbst glänzt mit sehr starkem Gitarrenspiel und immer wieder mit ganz wunderbaren, genauso zündenden wie messerscharfen, auf den Punkt gebrachten Soli. Sein voller Seele steckender Gesang war nie besser! Der Songreigen startet mit dem famosen, rootsigen Midtempo-Bluesrocker "Somewhere", gleich eine Nummer, die vor Southern-Flair nur so trieft. Kräftige, swampige Riffs, wunderbare Mundharmonika-Klänge von Wet Willie's Jimmy Hall, der hier als Gast mitwirkt, dazu ein großartiger, steady Groove und herrlich schwüle Slideguitar-Licks, inkl. eines prächtigen Solos, sowie eine uns sofort mitnehmende, exzellente Melodie. Castro und seine Begleitmusiker sind von Beginn an mit viel Leidenschaft, Seele und spürbarer Spielfreude am Werk. Ein Auftakt vom Allerfeinsten! Nicht minder stark geht's mit dem Titelstück "A bluesman came to town" weiter. Castro's exquisite Gitarrenbegleitung zu dem erneut schön rootsigen und southern inspirierten Groove, in Verbindung mit McKendree's schönen Wurlitzer-Klängen, ist ein einziger Genuß. Kein wildes Gefrickel, sondern punktgenaues, virtuoses, durchdachtes, geradliniges, erdiges Spiel, das den Zuhörer geradezu magisch umgarnt. Herrlich! Mit dem furiosen, soulful Roadhouse-Bluesrocker "Child don't go" wird das Tempo anschließend kräftig angezogen. Castro singt hier im Duett mit der stimmgewaltigen Terrie Odabi. Ein temporeicher Drive, klimperndes Honky Tonk-Piano und dynamische Gitarren sorgen für ordentlich Furore. Anschließend steht die hinreißende, lockere, voller Southern-Soul und Retro-Flair steckende Ballade "You to hold on to" auf dem Programm, die u. a. mit einer unwiderstehlichen Melodie punktet. Wieder hören wir dezente Wurlitzer-Klänge, eine hintergründige Orgel und fantastische Gitarrenlinien mit einem Solo, das unsere Ohren regelrecht verzaubert. Nach dem anschließenden, drückenden, hitzigen, fetten Funk-/Blues-Kracher "Hustle", folgt mit dem kraftvollen "I got burned" ein bärenstarker, traditionell verwurzelter, ein wenig Stevie Ray Vaughan-beeinflusster Shuffle-Blues, der, unaufhaltsam wie ein "dampfendes Stahlroß" nach vorn groovt. Enthält ein powerndes, ausgedehntes Gitarrensolo, sowie prächtig passendes, antreibendes Piano-Geklimper, Welch ein Drive! Sehr viel Southern-Feeling und gar ein paar psychedelische Vibes versprüht der balladeske, recht locker groovende, dennoch viel Kraft ausstrahlende Roots-/Bluesrocker "Draw the line", dessen erdige, dabei messerscharfe Gitarrenlinien mit Castro's tollem Lead Gesang abermals eine wunderbar harmonische Einheit bilden. Mit der ganz wunderbaren, hoch melodsichen Soul-/Blues-Ballade "I want to go back home", präsentiert uns der Meister dann noch einmal "richtig was für's Herz" (tolles Saxophon-Spiel und -Solo von Deanna Bogart), ehe er mit dem powernden, voller krachender Led Zeppelin-like Riffs und glühender Slideguitar (feuriges Solo) steckenden Bluesrock-Knaller "Bring it back" nochmal ordentlich Dampf ablässt. Zum Abschluß möchten wir noch einmal ein überaus treffendes Zitat des hoch geschätzten "No Depression"-Magazins anführen, in dem es heißt: "Castro plays gritty, string-bending blues like a runaway train, a glorious blend that rocks the soul and lifts the spirits". Tommy Castro mit einer grandiosen Vorstellung. Diese Blues-Odyssee "A Bluesman Came to Town" ist ohne jeden Zweifel eines der besten Alben seiner gesamten Karriere.

Das komplette Tracklisting:

1. Somewhere - 3:30
2. A Bluesman Came To Town - 3:57
3. Child Don't Go - 2:49
4. You To Hold On To - 3:53
5. Hustle - 3:36
6. I Got Burned - 3:36
7. Blues Prisoner - 5:16
8. I Caught A Break - 2:38
9. Women, Drugs and Alcohol - 4:19
10. Draw The Line - 4:14
11. I Want To Go Back Home - 3:41
12. Bring It On Back - 3:44
13. Somewhere (Reprise) - 2:39

Art-Nr.: 10392
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Somewhere
A bluesman came to town
Child don't go
You to hold on to
I got burned
Draw the line
I want to go back home
Bring it back

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Crow, Bart - the parade [2015]
Wow! Was für eine Weiterentwicklung! Musikalisch reifer und besser denn je, vollgepackt mit herrlichen Songs, präsentiert sich der aus Maypearl bei Dallas stammende Texaner mit seinem neuen Album " The Parade" auf einem neuen Karriere-Hoch! Bart hatte sich ja bereits auf dem ebenfalls sehr starken Vorgängerwerk "Dandelion" von seiner damaligen Band gelöst, um sich noch stärker auf seine eigenen Ideen fokussieren zu können. Fortgeführt hat er aber in jedem Fall seine bestens harmonierende Zusammenarbeit mit dem Pat Green-Drummer Justin Pollard, der auch diese Scheibe wieder produziert hat. Umgeben wurde Crow auf "The Parade" wieder einmal von hoch qualifizierten Musikern der Texas Music Szene, wie etwa David Grissom (u.a. John mellencamp, Storyville, Dixie Chicks), Brett Danaher, Randy Antoun, Nate Coon, Michael Ramos, Kim Deschamps, Michael Taraby & Co., die sich zum Teil hingebungsvoll in die Stücke "reinhängen" und für eine instrumentell erstklassige Umsetzung der durchweg ganz hevorragenden Tracks sorgten. Es gibt nicht eine schwache Nummer! Den Löwenanteil des Songwritings übernahm naturgemäß Bart Crow, aber auch versierte Leute wie zum Beispiel Joanthan Terrell, Drew Kennedy oder der in Texas omnipräsente "Tunesmith" Mando Saenz bringen sich mit ein. Die erste Single, das tolle "Life Comes At You First", ein flockiger, knackiger Red Dirt Countryrock-Song (saustarkes, kerniges E-Gitarren-Solo) im Stile der Eli Young Band zu deren "Level"-Zeiten, hat sich schon als großer Hit in den Texas Music Charts erwiesen. Das Album startet jedoch mit dem großartigen "Queen Of The Heartache Parade". Ein Lied, das mit seiner herrlichen Melodie auch perfekt in Tom Pettys "Into The Great Wide Open"-Phase gepasst hätte und damals sicherlich ein Megahit gewesen wäre. Klasse hier auch die mit "beatleskem" Retro-Flair behafteten Harmoniegesänge. Das leicht folkige "Dear Music" wird von dem toll getimten Akustikgitarren- und Mandolinenzusammenspiel von Brett Danaher und Brian Beken getragen. Rootsig instrumentierte Strophen und ausgesprochen rockige Refrains, plus ein sattes Grissom-E-Gitarren-Solo, bilden auf "Baby Come Back Home" einen effektvollen, prächtigen Kontrast. Das wunderbar entspannte "Yapor Trails" (feines E-Piano, Steelguitsr-Tupfer, Orgel, wunderbare Slide-Gitarre) besticht durch das perfekte vokale "Techtelmechtel" zwischen Bart und Jazz Miles, die mit einfach wunderbaren Harmoniegesängen verzücken, wie man sie in dieser dualen Form wohl nur in Texas geboten bekommt. Das textlich sehr beeindruckende "Top Of Rock Botton" (deutliche Abrechnung mit dem so seelenlosen Musikstil, der teilweise gerade In Nashville um sich greift) offeriert wieder die rockige Seite Bart Crows. Der erdige Track aus der Feder von Jonathan Terrell würde auch den Bottle Rockets oder gar Dan Baird gut zu Gesicht stehen. Hat ein kerniges Heartland-Flair. Die emotionale, sehr melodische Americana-Ballade "One Night With You" überrascht mit furiosem, saustarken Saxofon-Spiel von Thomas "Tab" Barker, der sich im weiteren Verlauf dann glänzend mit den E-Gitarristen duelliert. Was für eine brillant insezenierte Nummer! Schönes Red Dirt-Feeling vermittelt das schmissige "City Limit Signs", bei dem satte Drums, eine großartige Mandoline und verspielte E-Gitarren den Ton angeben. Das Fiddle-lastige "Here We Go Again" (wieder klasse, weibliche Harmonies), das ein wenig an Will Hoge erinnernde "Come Back Tomrrow" (Piano, Bariton-E-Gitarre) und der, den Hauptteil abschließende, von die von einer trockenen Dobro getragene, wundervolle Retro Country-Nummer "Free Like Me" versprühen ungemein authentisches, texanisches Roots-, Countryrock- und Americana-Esprit, in einer perfekten Symbiose mit Barts warmen, raspeligen Gesang, der sich in angenehmen Vokal-Sphären eines Mike Eli bewegt. Nach Ausklingen der letzten Akkorde von "Free Like Me" bitte nicht auf "Repeat" oder "Abschalten" drücken, denn es folgt noch als "Hidden track" eine prächtige, völlig unbeschwert in Szene gesetzte Coverversion des alten Stones-Klassikers "Let It Bleed" (grandioses Piano-Geklimper von Michael Ramos), bei dem dann noch viele markante Gastsänger aus der Austin Music Scene ihr Stelldichein geben. Herrlich! Bart Crow präsentiert sich auf "The Parade" in der Form seines Lebens. Roots-, Americana-Rock, Red Dirt und Countryrock auf einem beeindruckend hohen Level. Knackig, erdig, rockig, ungemein stark arrangiert. Die Songs kommen mit wundervollen Melodien, bewahren aber stets, und das gelingt vorzüglich, einen schön toughen, würzigen, angerauten Unterton voller Seele und Groove. Wirkt zuweilen wie eine magische Mischung aus Reckless Kelly, der frühen Eli Young Band und einem "texanischen" Tom Petty. Zu erwähnen ist auch noch die äusserst geschmackvolle Covergestaltung mit markantem, edlem Prägedruck, sowie einer mitgelieferten, aufklebbaren Stick-Rose, in die das Crow-typische Krähenlogo eingearbeitet ist, natürlich wieder im Backstage Design Studio der großartigen Dodd Sisters entwickelt und genial umgesetzt. Somit erweist sich "The Parade" in seiner Gänze wahrlich als ein absolute "Paradestück" texanischer Red Dirt-/Americana-Kunst. Gratulation an einen bärenstarken Bart Crow für diese herausragende Leistung! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Queen of the Heartache Parade - 3.27
2. Dear Music - 4.22
3. Baby Come Back Home - 3.04
4. Vapor Trails - 4.39
5. Top of Rock Bottom - 3.39
6. One Night with You - 4.29
7. Here We Go Again - 2.52
8. Life Comes at You Fast - 2.53
9. Come Back Tomorrow - 3.50
10. City Limit Signs - 3.45
11. Free Like Me (inkl. "hidden track" Let it Bleed) - 8.41

Art-Nr.: 8993
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 9,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Queen of the heartache parade
Baby come back home
Vapor trails
Top of rock bottom
One night with you
Here we go again
Life comes at you fast
City limit signs

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Crowell, Rodney - triage [2021]
Nach einer langen und sehr produktiven Karriere, gehört der mittlerweile 70-jährige, aus Houston stammende Texaner Rodney Crowell (u. a. einst langjähriges Mitglied von Emmylou Harris' Hot Band), der vor allen Dingen in den späten Achtzigern und Neunzigern ein ums andere Mal mit der kommerziellen Countrymusik Nashville's flirtete, und das durchaus sehr erfolgrich, seit vielen, vielen Jahren unumwunden zu den ganz Großen der amerikanischen und insbesondere texanischen Songwriter, absolut in einer Liga mit Leuten wie Guy Clark, John Prine, Townes van Zandt, Jerry jeff Walker und Steve Earle. "Triage", sein mittlerweile 18. Album, demonstriert auf eindrucksvolle Art und Weise, wie berechtigt die Vergleiche mit diesen Ikonen sind. Das ist die hohe Kunst des Roots- und Americana-Songwritings, gebündelt in 10 exzellenten, neuen Songs mit einer ungeheuren stilistischen Vielfalt und variablen, musikalischen Bandbreite - und doch definiert jeder einzelne Song exakt Crowell's musikalische DNA - textlich wortgewand und musikalisch erdig, rau, staubig, mal ruhig, mal ordentlich rockig, immer rootsig. Crowell zeigt sich mit diesem Album nachdenklich, besorgt und sehr reflektierend, sowohl in den Texten, als auch der musikalisch jeweils äußerst passenden Umsetzung. Das bezieht sich auf sein eigenes Leben, natürlich auch die Pandemie, sowie die vielen Umwälzungen, sozialen und politischen Auseinandersetzungen, die die USA und den gesamten Globus in der jüngeren Vergangenheit bewegten und noch bewegen. Doch das spiegeln die Songs und ihre Arrangements keineswegs mit Bitterkeit wider, sondern mit Trost, Hoffnung und Aufbruchsstimmung. Begleitet wird Crowell wieder von einer Reihe hochkrätiger Musiker, wie u. a. Audley Freed (ex-Cry Of Love und The Black Crowes) - guitar, Joe Robinson - guitar, Larry Klein - bass, Greg Morrow - drums, sowie bei einigen Tracks seine "alten", langjährigen Wegbegleiter und ex Cicadas-Kumpels Steuart Smith (heutiger Gitarrist bei den Eagles) an der Lead-Gitarre und Michael Rhodes (heute bei Joe Bonamassa) am Bass. Das Album startet mit dem herausragend arrangierten, ganz starken "Don't leave me now". Beginnt zunächst recht ruhig (nur Rodney's Gesang, feines Acoustic Gitarren-Picking und im Refrain eine dezente Orgel), verwandelt sich dann aber, nach etwa 1.10 Minuten, schlagartig in einen richtig kernigen, lnackigen, mit einem tollen, geradlinigen, dynamischen Drive ausgestatteten, country-infizierten Rootsrocker. Geht klasse ab, die Melodie ist prima und Rodney stimmlich in Top-Form. Ausgestattet ist das Ganze mit starken Gitarrenriffs und -licks. Ein Crowell-Rocker vom Allerfeinsten. In typisch texanischer Singer/Songwriter-Tradition kommt der etwas düster und dramatisch anmutende, von einem großartigen Outlaw-Flair durchzogene, "stripped down" mit toller Percussion, akustischer und elektrischer Gitarre, Violinen-Klängen und Crowll's staubigem Sprechgesang inszenierte "Transient Global Amnesia Blues", während das flockig lockere, leicht folkig und schön countrylastig performte "One little bird", mit seiner schönen Mundharmonika und der trockenen Baritone E-Gitarre, fast wie eine Mischung aus Einflüssen von Neil Young's "Harvest"-Ära und den legendären, texanischen The Flatlanders klingt. Saustark auch das sehr spannend arrangierte, staubige, knackige "Something has a change", das "prinzipiell" wieder nach einem typischen Countryrocker Crowell's klingt, im Break dann aber mit einem geschickt eingebundenen, dreckigen, einen Hauch von Jazz-Feeling einbringenden, genial in die Melodie integrierten Posaunen-Solo (Raymond James Mason) überrascht. Eine echte Crowell'sche Songperle. Große Klasse sind beispielsweise auch das mit "fuzzy" Gitarrenlicks und großartiger Lead Gitarre in Szene gesetzte, schön bluesige, raue "I'm all about love", das wunderschöne, ruhig und akustisch präsentierte, dezent Gospel-angehauchte "Hymn #43" (tolles Acoustic Gitarren- und Mandolinen-Spiel, ex Gattin Rosanne Cash singt im Background), sowie der prächtige, das Album schön knackig abschließende, von einer klasse Melodie bestimmte Roots-/Countryrocker "This body isn't all there is to who I am" (schönes Piano, klasse E-Gitarren). Mit "Triage" ist Rodney Crowell noch einmal ein ganz großer Wurf gelungen, voller Tiefe und Leidenschaft, bewegend und schön. "A great triumph from an old master", sagt John Barlass von "At The Barrier". Dem schließen wir uns vorbehaltlos an.

Das komplette Tracklisting:

1. Don't Leave Me Now - 3:59
2. Triage - 3:49
3. Transient Global Amnesia Blues - 4:36
4. One Little Bird - 4:19
5. Something Has To Change - 4:01
6. Here Goes Nothing - 4:01
7. I'm All About Love - 3:52
8. Girl on the Street - 5:50
9. Hymn #43 - 3:31
10. This Body Isn't All There is to Who I Am - 5:01

Art-Nr.: 10359
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Don't leave me now
Transient Global Amnesia Blues
One little bird
Something has to change
I'm all about love
Hymn #43
This body isn't all there is to who I am

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Curry, Matthew & The Fury - electric religion [2013]
Wow! Was für ein Talent! Blutjung (der Bursche ist zum Zeitpunkt der Aufnahmen dieses Albums gerade mal 18 Jahre alt), aber ausgestattet mit einer Spielkunst, einer Ausdrucksstärke, einem Charisma und einer Reife, die weit über seinem Alter liegt. "He has a natural feel on the guitar, as if he was born with a guitar in his hands",sagt die Chicagoer Blues-Legende Ronnie Baker Brooks.und auch Joe Bonamassa bekennt sich als Fan und bemerkt voller Anerkennung in seine Richtung: "Keep up the great playing". Die Rede ist von dem fantastisch aufspielenden Matthew Curry aus dem U.S.-Bundesstaat Illinois, der nicht nur ein begnadeter Gitarrenzauberer, sondern auch ein exzellenter Sänger mit einer schön erdigen, angerauten, "soulful" Stimme ist. Er und seine großartige Band "The Fury" präsentieren mit "Electric religion" bereits ihr zweites Album, eine bärenstarke, satt soundende Bluesrock-Scheibe mit einem Touch von Southern-, Roots- und Classic American Rock-Einflüssen, die von vorn bis hinten begeistert. Matthew Curry & The Fury (neben Curry sind das Erik Nelson an den Keyboards, Jaff Paxton am Bass und Greg Neville am Schlagzeug) legen ungemein viel Wert auf das Songwriting, was der Truppe geradezu herausragend gelungen ist. Die Stücke sind exzellent konzipiert und stecken voller prächtiger Melodien. Dennoch bietet das Material stets genügend Freiraum für den Protagonisten, sich mit brillanten Soli adäquat in Szene zu setzen, was aber nicht nur für ihn, sondern auch für seine kongenialen Mitstreiter gilt. Vor allem Keyboarder Erik Nelson besticht, je nach Thematik, mit fantastischen Orgel- und/oder Piano-Einlagen, die sich glänzend mit Curry's sattem Gitarrensound verbinden. Ja, wenngleich "Meister" Curry sicher die zentrale Rolle spielt, ist "Electric religion" ein richtiges Bandalbim geworden, was man zu jeder Minute spürt. Auch das ist ein zusätzlicher Indikator für die hohe Qualität dieser Band und ihrer Musik. Dennoch muss man abermals Curry's vorzügliches Spiel erwähnen, denn er agiert schon in seinen jungen Jahren, ähnlich wie es einem jungen Joe Bonamassa vergönnt war, auf Augenhöhe mit den ganz Großen der Zunft. Sein Gitarrensound ist, da wiederholern wir uns gerne, immer herrlich fett, auch wenn er seine Läufe mal schön quirlig und locker spielt. Die Einflüsse und Spuren, die zweifelsohne wahrzunehmen sind, gehen von Stevie Ray Vaughan, über Eric Clapton und Cream, Led Zeppelin, The Allman Brothers Band, Chris Duarte, bis hin zu Kenny Wayne Shepherd und wie sie alle heissen. Dennoch erkennt man sofort Curry's eigene Identität, seine eigene Art all diese Einflüsse zu seinem eigenen Stil miteinander zu verschmelzen. Los geht's mit einem großartigen, treibenden, dabei sehr melodischen, voller lässiger Gitarrenläufe steckenden Bluesrocker. Wunderbar die schöne Orgel, die hinter Curry's glänzendem Lead Gitarren-Spiel liegt. Klasse auch der mehrstimmige Refrain und die gesunde Portion Southernflair, die diese Nummer versprüht. Diesen klasse "southern blues rock swagger" fühlen wir auch bei den folgenden "Set me free" und "Six string broken heart", wobei es sich bei letzterem um eine gradezu traumhaft melodische Ballade handelt. Satte Gitarrenläufe überall, ergänzt von vorzügliechem Klavierspiel Nelson's. Toller Gesang von Curry! Das anschließende "Put one over" ist ein klassischer "hard driving Texas Bluesrock-Boogie" in besten SRV-Stil. Ein voluminöser Orgel-/Gitarrensound bestimmt das Geschehen, gipfelnd in einem brillanten Orgel-/Gitarrensolo-Duell im Instrumentalbreak. Hammerstark! Wie auch der "knallende", fetzige Bluesrocker "Hundred dollar friend" mit seinem tighten Rhythmus und dreckig, erdigen Arrangement. Wirkt wie einer der besten Songs die ZZ Top nie geschrieben haben. Irre starke Gitarrenläufe, unterlegt mit einem klasse Orgelteppich sorgen für den puren Bluesrock-Genuß! "JMH" ist ein flammendes, fettes, melodisches Hendrix-Tribute, während die Band mit "Bad bad day" einen phänomenalen Slow Blues hinlegt. Wir erleben wundervolle, hoch emotionale Gitarrenläufe von Curry, unterstützt von herrlichen Orgel- und Piano-Passagen. Die komplette Band legt ungemein viel Gefühli in diese Nummer. Man ist regelrecht gefangen in dieser exzellenten Performance. Ganz stark auch noch der wunderbar flüssige, lockere, großartig ins Ohr gehende, bluesige, southern-rooted Rocker "Louanna" mit seinen lässigen, vollendet in die Melodie eingebundenen, vorzüglichen Gitarrensoli. Matthew Curry & The Fury legen ein baumstarkes Album hin, das in der Bluesrock-Szene sicher für jede Menge Aufmerksamkeit sorgen wird. Auch Blues-Veteran Tommy Castro bekennt sich längst als Curry-Fan. Der junge Saitenzauberer und seine Band "are the real deal" - und sie sind auf dem Weg sich ganz nach oben zu spielen. Einfach großartig!

Das komplette Tracklisting:

1. Love Me Right - 4:05
2. Set Me Free - 4:07
3. Six String Broken Heart - 4:13
4. Put One Over - 3:50
5. Hundred Dollar Friend - 4:09
6. J.M.H. - 3:47
7. Genevieve - 4:20
8. Bad Bad Day - 6:36
9. Down the Line - 4:15
10. Louanna - 3:11

Art-Nr.: 8453
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Love me right
Six string broken heart
Put one over
Hundred dollar friend
JMH
Bad bad day
Louanna

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Dudek, Les - delta breeze [2013]
Wow! Neues Album des legendären Gitarristen aus Rhode Island - und was für ein bärenstarkes! Der Name Les Dudek ist aus der Rock-Historie nicht mehr wegzudenken. Der begnadete Saitenartist, seit den frühen Siebzigern eng befreundet mit Dickey Betts, ist uns vor allem durch seine Verbindungen zu The Allman Brothers Band (auf deren berühmten "Brothers and sisters"-Album spielt er die zweite Gitarre bei Dickey Betts' "Ramblin' man" sowie akustische Gitarre bei dem ewig jungen Klassiker "Jessica", dessen Co-Songwriter er auch war) und der Steve Miller Band (dort war er u. a. sehr stark in die Aufnahmen zu den beiden Meisterwerken "Fly like an eagle" und "Book of dreams" involviert) in Erinnerung. Aber auch mit Boz Scaggs, Steviie Nicks, Dave Mason, Maria Muldaur, sowie vielen anderen spielte er zusammen und feierte im Rahmen der Dudek, Finnigan, Krueger-Band, sowie als Solokünstler beachtliche Erfolge. Nun schlägt dieser Rock- und Blues-Veteran noch einmal mit einem neuen Album zu: "Delta breeze" heisst das Teil, das den mit seinem "Rauschebart" mittlerweile wie ein Bruder von ZZ Top's Billy Gibbons aussehenden Künstler in absoluter Höchstform präsentiert. Sein famoses Gitarrenspiel, ob feurige Lead oder swampige Slide, ist eh über jeden Zweifel erhaben, er wirkt frisch, steckt voller spürbarer Spielfreude, ist fantastisch gut bei Stimme und überzeugt mit exzellentem Songmaterial, das problemlos mit den stärksten Sachen seiner "alten Tage" mithalten kann. All seine Einflüsse bringt er zur Geltung. Die Songs wirken zumeist durchaus locker, gleichzeitig aber auch knackig, tight und überaus kraftvoll, sind funky, bluesig, und sehr, sehr southern. Dudek präsentiert sich einfach großartig. Nach dem "heissen" Instrumental-Opener "Chaos" (die funky Riffs erinnern ein wenig an Jeff Beck, großartige Percussion und furioses "fret dancing") geht es direkt mit dem Titelstück "Delta breeze" weiter. Ein toller Groove, wieder leicht funky, und viel Dynamik zeichnen diesen energiegeladenen, lebendigen Uptempo-Rocker aus. Der Meister beglückt uns sogleich mit zwei ungezügelten Soli. Beim kommenden, herrlich melodischen "High on the water" packt Dudek die Slide aus. Wie "an einem Strich" zieht er seine traumhaften Bottleneck-Läufe durch diese tief in amerikanischen Southern Rock-Traditionen verwurzelte, wundervolle Nummer. Hat einiges von dem "Countrypicking" eines Dickey Betts im Rahmen der The Allman Brothers Band, aber, bezüglich des Slide-Spiels, auch von David Lindley zu dessen früheren Zeiten bei Jackson Browne. Dudek's Gesang ist exzellent. Sein Slidespiel und sein Vokalvortrag verschmelzen sich in vollendeter Harmonie. Alles wirkt schön locker und doch knackig. Eine Knüller-Nummer! Dies darf man ohne jeden Zweifel auch von dem grandiosen "Wide open in the wind" behaupten, einem wieder mit viel Slidegitarre garnierten, überaus melodischen, lässigen Southern-/Biker-Rocker. Die Nummer ist eine Hommage an die "Harley"-Fahrer unter uns und lässt uns im Geiste über die einsamen, sonnengefluteten Highways der Südstaaten reiten. Toll! Dudek's "Southern Rock Slideguitar", die Melodie, und der "driving beat" der großartig agierenden Rhythmussektion erinnert ein wenig an eine Southern-Ausgabe der Steve Miller Band. Forsch, kraftvoll und funky geht es weiter mit dem vehementen Gitarrenrocker "I told you that", vollgepackt mit zündenden Gitarrenritten. Ein swampiger New Orleans-mässiger Backbeat mit dem Hauch eines Bo Diddley-Grooves bestimmt den prächtigen Southern-/Bluesrocker "Take my money" (wieder tolles Slide-Spiel des Meisters) und auch mit dem dampfenden, abgehenden "Trouble with the law" bleibt Dudek auf der Bluesrock-Schiene. Kommt wie eine kernige Mischung aus Stevie Ray Vaughan und ZZ Top, mit großartigem Harmonica-Spiel Dudek's und brennenden, furiosen Gitarrensoli. Irre stark! Wie auch das hinreissend melodische, abschließende "These are the good old days", ein wundervoll lockerer, von tollen Gitarrenlinien geprägter Southern Rocker, der etwas von einer "The Doobie Brothers meets The Marshall Tucker Band"-Mentalität zu haben scheint. Les Dudek begeistert mit seinem neuen Album auf der ganzen Linie. Das war in dieser geballten Klasse nicht unbedingt zu erwarten, umso erfreulicher ist es. Keine Frage, dieser Bursche steht noch "voll im Saft"! "Delta breeze" bringt uns den besten Les Dudek zurück, den wir kennen. Weiter so, in dieser Prachtform darf der gute Les ncoh einiges an Material abliefern...

Das komplette Tracklisting:

1. Chaos - 4:02
2. Delta Breeze - 5:30
3. High On the Water - 4:24
4. Wide Open in the Wind - 4:26
5. I Told You That - 3:10
6. Time Will Tell - 5:09
7. One White Lie - 4:41
8. Take My Money - 3:41
9. Trouble With the Law - 4:11
10. Take - 4:15
11. These Are the Good Old Days - 5:09

Art-Nr.: 8128
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Delta breeze
High on the water
Wide open in the wind
I told you that
Take my money
Trouble with the law
These are the good old days

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Fish, Samantha - black wind howlin' [2013]
Eine junge, gerade mal 24-jährige Frau aus Kansas City/Missouri mischt die Bluesrock-Welt richtig auf. Die "Blues Music Awards"-Gewinnerin 2012 in der Kategorie "Best New Artist Debut" für ihr fabelhaftes Album "Runaway", Samantha Fish, legt nach und beschert uns mit "Black wind howlin'" nun den mit Spannung erwarteten Nachfolger - ein Album, mit dem sie konsequent ihren eingeschlagenen Weg fortsetzt und gerade noch mal eine Schippe drauf legt. Was für ein packender, straighter Bluesrock-Kracher! Druck, Dampf, brodelnde Power, Seele, Leidenschaft und bärenstarkes, in raue, glühende Gitarrendominanz eingebettetes Sonmgmaterial - das ist es, was das neue Werk auszeichnet. Samantha Fish ist ein wahres Multitalent. Sie verfügt über famose Songwriter-Qualitäten (bis auf das exzellent inszenierte Howlin' Wolf-Cover "Who's been talking" und das gemeinsam mit Mike Zito komponierte "Go to hell" stammen sämtliche Songs allein aus Samantha's Feder), ist eine ausdrucksstarke, hinreissende Sängerin und eine begnadete Gitarristin. Was sie hier wieder mit den 6 Saiten anstellt, was sie für furiose, glühende, dreckige Soli abliefert, ist einfach eine Klasse für sich. Sie ist so etwas wie das weibliche Pendant zu solchen "guitarslingern" wie Kenny Wayne Shepherd, Joe Bonamassa, und Co..Fish hat für ihr neues Werk zudem eine grandiose Begleitband an Land gezogen, nämlich die unwiderstehliche Rhythmusfraktion von Royal Southern Brotherhood (Yonrico Scott an den Drums und Charlie Wooton am Bass), was zu einer weiteren, entscheidenden Aufwertung des Materials führt. Als Gäste sind zudem bei dem ein oder anderen Track noch mit am Start: Paul Thorn (vocals), Johnny Sansone (harmonica), Bo Thomas (foddle) und Meistergitarrist Mike Zito (ebenfalls Royal Southern Brotherhood), der das Album auch produzierte. Fish und den Musikern gelingt ein nahezu perfekter Spagat zwischen ursprünglichen Blues-Traditionen, einer gesunden Portion kernigem Rootsrock und Classic Rock, sowie einem Tick Southern Rock, sicher nicht zuletzt der Mitwirkung der Royal Southern Brotherhood-Bande geschuldet. Die Mixtir stimmt, die Songs und ihre Interpretationen sind fantastisch. Los geht's gleich mit einem richtigen "Brett": "Miles to go" heisst die Nummer, erzählt von dem Leben als Musiker unterwegs, und ist ein richtig fetter, rootsiger, mit einer gewaltigen Boogie-Power nach vor galoppierender, fulminanter Bluesrock-Ritt. Was für ein drückender Drive! Steckt voller Southern-Esprit. Ein prächtiger Auftakt! Die mächtige "tour de force" der Samantha Fish hat begonnen. Auch das folgende "Kick around" besticht wieder mit solch einem treibenden Groove, sowie mit jeder Menge Texas- und Southern Rock-Flair. Lead guitar und backup vocals hier: Mike Zito! Tolle Melodie! Es rockt und "shuffelt" einfach herrlich. Sehr schwül, ungemein kraftvoll und swampig kommt der die Bayous ordentlich zum Kochen bringende Bluesrocker "Sucker born". Tierische, rührende Slidegitarre, saudreckige Wah Wah-Klänge und eine furiose Bluesharp veranstalten ein mächtiges Swamp-Gewitter. Schön jammig, mit viel Platz für ausschweifende Gitarrenexkursionen auf der Bühne, dennoch sehr strukturiert und infolge der starken Melodik klasse hängen bleibend. Ein wenig Erholung gibt's bei dem wundervollen, rootsigen Slow-Blues "Over you", während das schwerblütige, baumstarke "Lay it down" wieder mächtig Dampf ablässt. Was für eine gewaltige Gitarren-Präsenz! Rollt wie ein unaufhaltsamer "freight train" durch die Landschaften des Southern-Bluesrocks. Ähnlich verhält es sich mit dem ungemein rau inszenierten Titelstück "Black wind howlin'". Was für ein Dreck. Messerscharfe Parallelgitarre begleitet Fish's tollen Gesang. Grandioses Drumming von Yonrico Scott und packende, an Rauheit kaum zu übertreffende Gitarrenausflüge bestimmen diesen fast 7-minütigen Killer-Bluesrocker. Eine Wucht, im wahrsten Sinne des Wortes. Zum Abschluß dieses fantastischen Albums gönnt sich die Protagonistin mit dem lockeren, flockigen, traumhaft melodischen, countryinfizierten "Last September" noch einen prima Abstecher in lässige Americana-Gefilde. Das zeigt in beeindruckender Manier, das Samantha Fish sich auch in diesem Genre zu Hause fühlt.und belegt erneut, welch eine großartige Sängerin sie ist. Wunderbare Begleitung mit vielschichtigen Gitarren (inkl. Dobro) und Fiddle. Ein tolles Finale! Samantha Fish gelingt mit "Black wind howlin'" eine wahre Meisterleistung. Harter, druckvoller, teils schön southern-inspirierter Gitarren-Bluesrock auf der Höhe der Zeit. Unter den jungen "girls with guitars" ist Samantha Fish ohne jeden Zweifel eines der heissesten Eisen, das die Szene zu bieten hat. "Samantha, you rock"! Ganz, ganz groß!

Das komplette Tracklisting:

1. Miles to Go - 2:45
2. Kick Around - 4:25
3. Go to Hell - 4:02
4. Sucker Born - 4:54
5. Over You - 4:18
6. Who's Been Talking - 3:22
7. Lay It Down (Saturday Night) - 4:42
8. Let's Have Some Fun - 4:27
9. Heartbreaker - 5:34
10. Foolin' Me - 4:28
11. Black Winds Howlin' - 6:54
12. Last September - 4:10

Art-Nr.: 8314
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Miles to go
Kick around
Sucker born
Who's been talking
Lay it down
Black wind howlin'
Last September

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Horsehead - sympathetic vibrations [2012]
Grandios! Brian Robbins vom in Fachkreisen überaus renommierten Webzine "jambands.com" ist völlig aus dem Häuschen und spricht von "one hell of an album". Man kann dies nur mit einem dicken Ausrufezeichen unterschreiben. Obwohl in der Breite noch immer weitestgehend unbekannt und lediglich unter Insidern ein Begriff, muss man das in Richmond/Virginia beheimatete Quartett Horsehead ohne jeden Zweifel als eine der stärksten und besten (Gitarren)Rootsrock-, Americana Rock-Bands der Gegenwart bezeichnen. Mit ihrem neuen Album "Sympathetic vibrations", ihrem bereits vierten, liefern sie (mal wieder) eine regelrechtes Musterbeispiel ganauso geradlinigen, straighten wie variantenreichen Rootsrocks ab. Nein, sie setzen Maßstäbe! 13 fantastische Songs präsentieren uns die Herren, genauso zeitlos wie aktuell, mal mit einem Hauch von Country- und Heartland Rock Anlagen, mal mit einem bluesigen Flair, staubig, erdig, "gritty", würzig, durchzogen von prächtig hängen bleibenden Hooklines und durchweg wunderbaren Melodien, dargeboten in vollendeter, musikalischer Qualität. Horsehead sind: Kopf, Produzent, Songwriter und Frontmann Jon Brown (lead vocals, guitar, percussion), Kevin W. Inge (lead guitar, pedal steel, piano, organ, background vocals), Randy Mendicino (bass) und Gregg Brooks (drums). Unterstützt wird die Band von einigen renommierten Gästen, wie zum Beispiel Drive-by Truckers' Jay Gonzales, der bei drei Stücken das Klavier bedient. Bestimmt werden die Arrangements vorwiegend von dem massiven, satten und dreckig erdigen Gitarrensound Brown's ind Inge's, die sich dabei vorbildlich ergänzen. Die Riffs stecken voller Saft und Kraft, die Lead Gitarren-Führung wirkt genauso spannend wie vertraut und eingängig, Dazu kommen einige herzhafte, flammende Soli, die die ganze Spielfreude der Band ausdrücken. Ergänzt wird dieses vielschichtige Gitarrengewand durch adäquat involvierte Klavier- und Orgel-Einsätze, und manchmal die herrlich eingebundene Pedal Steel von Kevin Inge. Es ist die pure Wonne dieser Band zuzuhören. Die Rolling Stones, Son Volt, Tom Petty & the Heartbreakers, The Band, The Black Crowes, The Jayhawks, Dan Baird, John Hiatt, die Bottle Rockets, Neil Young's Crazy Horse, alle hinterlassen irgendwie ein paar Spuren, aus denen Horsehead schließlich ihren unwiderstehlichen, eigenen Stil kreieren, der nur nach ihnen selbst klingt. Jon Brown drückt es so aus: "We don’t sound like anyone else, we sound like Horsehead". Ein paar Songbeispiele: "Darkened streets" ist ein ungemein erdiger, kraftvoller, mitreissender Rootsrocker mit einem leichten, unterschwelligen Crazy Horse- und Stones-Touch. Massive Gitarren bestimmen das Geschehen, die Melodie ist exzellent. Jon Brown singt großartig, Kevin Inge brilliert mit einem begnadeten, glühenden Gitarrensolo voller Leidenschaft - es ist eine Pracht. Das Feuer der Band springt unmittelbar auf den Zuhörer über. Wundervoll! Das anschließende, voller Dynamik und Schwung losrockende "Emptiest arms in the world" knüpft nahtlos an den Vorgänger an. Ein furioser, melodischer, abgehender "American Rock'n Roller" mit herrlichen Lead Gitarren-Linien und kernigen Riffs. Geradezu magisch schraubt sich der Song in unsere Gehörgänge und will nicht mehr weichen. Hammer! Einen Hauch von Countryrock-Feeling versprüht das mit traumhaften Pedal Steel-Klängen verzierte "Get up". Beginnt wunderbar locker und flockig, wird zum Ende hin aber immer kraftvoller, dabei jedoch nicht weniger melodisch. Auch ein gewisses Heartland-Flair ist spürbar. Klingt fast wie eine Synthese aus Anlagen von Bruce Springsteen und den legendären New Riders Of The Purple Sage. Geht nicht? Und wie das geht! Horsehead kriegen das in beeindruckender Manier hin. Ultrastark auch der von gewaltigen, fetten Riffs bestimmte, straighte Rootsrocker "Big sun" mit seinem mächtigen, nach vorn gehenden Drumming. Inge spielt abermals ein tolles Gitarrensolo. Schön hier der dezent psychedelische Retro-Touch und die feinen Klavier-Ergänzungen. Das letzte Stück der Scheibe, die großartige Ballade "Candy (by the side of the west highway) bewegt sich schließlich im schönen Roots-Fahrwasser der unvergessenen The Band. Doch welchen Song man sich auch anhört, einer ist stärker als der andere. Die Truppe besticht mit unglaublicher Qualitäts-Kontinuität. Keine Frage, "Sympathetic Vibrations" ist ein absolutes Rootsrock-/Americana Rock-Meisterwerk!

Hier noch das eingangs erwähnte, begeisternde Review von "jambands.com" im Original:

Go ahead – reel off your favorite alt-country/Americana/whatever-you-want-to-call-it albums of all time … the seminal statements of the genre. What would be on the list? Son Volt’s Trace ? Whiskeytown’s Faithless Street ? Hollywood Town Hall by The Jayhawks? Wilco’s A.M. ? Whatever the albums are, what about them grabs ahold of you? Smart lyrics and a stone-real delivery? A haybale punk vibe? Garage pop crossed with Exile On Main Street -style cellar funk? Twanging crunch? Crunchy twang?

Here – have some of all of the above. World, meet Horsehead. The album is Sympathetic Vibrations – their fourth – and I humbly offer it up as being real and good and raggedy and right.
Sympathetic Vibrations delivers – name your poison, bucko. The album enters softly with “Moving Target” – just Horsehead principals Jon Brown and Kevin W. Inge (the self-proclaimed “Dimmer Twins”). Brown leads the way on vocals with acoustic guitar in hand, while Inge infuses the tune with wisps of keys and lovely pedal steel. By the way, it’s worth noting that the frigging guy – Inge – basically taught himself pedal for this album. If you’re not familiar with the beast’s workings – foot pedals, knee levers, ten strings and all – then Inge’s accomplishment might be lost on you. Trust me – there are folks who’ve been pickers all their lives who wouldn’t dare get near a pedal steel in a recording studio. Inge may be a rookie steeler, but he handles it like a seasoned pro, adding washes of sparkle amongst the grit on “Get Up” and putting the thing on full stun for “Spinning Your Wheels” with a slightly raspy-voiced tone that is absolutely beautiful.

Brown is the band’s lead voice and tunesmith. The album’s 13 cuts show he knows how to convey his songs’ souls (and the characters who inhabit them) in short order – from the heartbroke, dirt-streaked weariness of “God Damned The Rain To Fall” (Travis Rinehart’s guest banjo completes the picture) to the ominous won’t-take-no-for-an-answer stalk of “Sweet On You”. On “Emptiest Arms In The World” Brown delivers the goods with flannel-shirted soul and the confidence of a man who could rebuild his own carburetor. And the good-byes of “Candy” leave you wishing him well and hoping like hell that he and that gal end up together in a good place.

Bassist Randy Mendicino ended up swapping rhythm partners midway through the Sympathetic Vibrations session when longtime drummer Andre LaBelle left the band and Gregg Brooks settled in behind the kit. It’s a tribute to all three that the transition was a seamless one and only the liner notes tell the tale – there are no obvious splits between the Mendicino/LaBelle and Mendicino/Brooks tunes. Dig the nuts-on lurch of “Darkened Streets” (think vintage Molina/Talbot slam – and listen for the “Norwegian Wood” tease in the guitar break); the driving rhythm of “Running For The Door” tears along like a cousin to Tommy Tutone’s “867-5309” before Brooks and Mendicino shift gears and go into full surf mode; “Wasting Time” is big and majestic – beat-down, but not without pride just the same.

Multi-instrumentalist Inge (we’ve already discussed his grossly-amazing pedal steel contributions) is all over this thing: doubling up with Brown on guitar here … adding some organ here … a bit of piano here … a master of divining what a particular tune needs – no more and no less. Horsehead buddy (and Drive-By Trucker) Jay Gonzales sits in on piano for a couple of tunes, the most notable being the walloping rocker “Big Sun”.

“Big Sun” alone could sell you on Horsehead: wicked grab-you-by-both-ears opening guitar riffs; big bass swoops and straight-ahead drumming; enough crash-and-thrash to get your attention before settling into the palm-muted chug of the verses. Brown tells his tale perfectly about the folder at a laundromat who “smelled of soap and cigarettes.” It’s obvious the story can go only go one way – and the fact that the song evolves into a total guitar workout is the perfect way to tell the tale. The song fades at about the 5-minute mark, but comes roaring back with an eff-you-we’re-not-done attitude: Mendicino and Brown join forces while Brooks rolls and tumbles in glorious drum ecstasy; and Inge simply plays the piss out of his six-string. Of all the titles Horsehead wears well, “Big Sun” proves that above all, they are one hell of a rock and roll band.

And beyond that, Sympathetic Vibrations is one hell of an album.

(Brian Robbins)

Das komplette Tracklisting:

1. Moving Target - 2:42
2. Darkened Streets - 5:07
3. Emptiest Arms in the World - 3:40
4. Hard Hand to Hold - 4:40
5. Get Up - 4:11
6. God Damned the Rain to Fall - 3:56
7. Running for the Door - 3:50
8. John Adams - 4:32
9. Spinning Your Wheels - 3:34
10. Big Sun - 6:14
11. Wasting Time - 5:04
12. Sweet On You - 3:19
13. Candy (By the Side of the West Highway) - 4:00

Art-Nr.: 8055
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Darkened streets
Emptiest arms in the world
Hard hand to hold
Get up
Running for the door
Big sun
Candy (by the side of the west highway)

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Ingram, Jack - big dreams and high hopes [2009]
Der ja schon seit langen Jahren in Texas wie ein Star gefeierte, großartige, charismatische Singer/Songwriter Jack Ingram, mit "Wherever you are" und "Love you" bereits zwei "Number One-Singles" und der Academy of Country Music-Auszeichnung "2008 Top New Male Vocalist Of The Year" im Rücken, kommt mit einem neuen Album, dem nunmehr dritten für das "Big Machine"-Label des großen "Nashville-Gurus" Scott Barchetta. Es ist, wie von Ingram schon zu Independent-Zeiten gewohnt, wieder ein Pracht-Teil geworden. Das ist exzellenter, knackiger, teils schön rockiger New Country auf der Höhe der Zeit mit einem Jack Ingram in absoluter Top-Form! Die Songs klingen, das ist logisch, zwar mittlerweile etwas mehr nach Nashville, aber seine staubige und erdige, von unzähligen Live-Shows in allen nur erdenklichen Roadhouses, Honky Tonks und Dancehalls Texas' geprägten "Red Dirt"-/Singer/Songwriter-Wurzeln aus der Vergangenheit merkt man ihm noch immer deutlich an. Und das ist gut so! Das von vorn bis hinten erstklassige Songmaterial steckt voller Kraft, voller Druck, voller herrlich satter E-Gitarren und "pounding drums", aber auch, wie man das schon immer von ihm kennt, voller ganz wunderbarer Melodien, die sich tief in unseren Gehörgängen festsetzen. Das bedeutet, dass sowohl die Freunde des rockigen Nashville New Country, als auch die Liebhaber texanischer "Red Dirt"-Klänge, zum Beispiel ala Chris Knight, Radney Foster (der hat im übrigen 2 Tracks mitkomponiert und tritt bei einigen Nummern auch als Produzent in Erscheinung) und Wade Bowen, voll auf ihre Kosten kommen. Das komplette Album ist schlichtweg ein Hit! Apropos Hit: Der bärenstarke, von satten E-Gitarren-Riffs (inkl. eines flammenden Solos), feinen Mandolinen-Fills, sowie druckvollen, antreibenden Drums bestimmte, traumhaft melodische Countryrocker "Barefoot and crazy" ist Ingram's "latest and career fastest-chart-climbing song", der mit Riesen-Schritten Richtung Spitze der Billboard Country-Singles-Charts marschiert (vielleicht seine nächste Nummer 1). Zu recht, denn das "Ding" ist eine wahre, rockin' New Country-Pracht! Jack Ingram trifft auf seinem neuen Album mit geradezu traumwandlerischer Sicherheit den schmalen Grat zwischen nahezu sicherem kommerziellem Erfolg in Nashville und seinen unverbrauchten, texanischen "Red Dirt"- und Americana-behafteten Singer/Songwriter-Roots. Das gelingt nur ganz wenigen, exzellenten Musikern - eben Leuten, wie einem Jack Ingram! Der Mann weis ganz genau, was er will, verfügt über aussergewöhnliche musikalische Klasse, ist ein Perfektionist. So sollte "Big dreams" eigentlich, die Freigabe des Labels war erteilt, schon viel früher in diesem Jahr erscheinen, doch Ingram war nicht hundertprozentig zufrieden, bemängelte noch die ein oder andere Nuance und stoppte das Vorhaben. Es ging zurück ins Studio, einiges wurde nochmal nachgebessert und jetzt ist die Scheibe, mit dem vollen Segen des Protagonisten, endlich draussen. Gleich der Opener ist ein richtiger "Knaller": Klasse Drive, eine tolle Melodie, die sich voller Frische in unseren Ohren einnistet, dynamische, zündende Gitarren, herrliche Mandolinen-Ergänzungen, ein leichtes, unterschwelliges Keith Urban-Flair - "Free" ist einfach eine klasse New Country-Nummer. Mit dem knackigen, von starken E-Gitarren, großartiger Orgel-Begleitung und "heulenden" Steelguitar-Linien, die sich prächtig in das rockige Gesamtbild einfügen, geprägten "That's a man" legt Ingram auch schon den nächsten "Knüller" nach, der auch als eine kraftvolle "Red Dirt"-Ausgabe von Brooks & Dunn durchgehen würde. Absolut traditionsverwurzelter, ungemein knackiger, melodischer "real" New Country vom Allerfeinsten! Eher an frühere Tage erinnert dann die wunderschöne, genauso rootsig wie glasklar in Szene gesetzte Ballade "Seeing stars", für die Ingram die unwiderstehliche Patty Griffin als Duett-Partnerin gewinnen konnte. Sein großartiger "gritty, raw" Gesangstil verträgt sich hervorragend mit dem der "angelic-voiced" Patty Griffin. So reiht sich an großartiger Song an den anderen und das Niveau bleibt bis zum Ende gleichbleibend hoch. Erwähnenswert vielleicht noch die Neuaufnahme seines alten Fan Favorites "Barby doll", das er unter Zuhilfenahme des mächtig grölenden "The Little Big Lost Beat Up Ford Funky Times Freedom Choir's", bestehend aus "Vorsänger" Dierks Bentley, Little Big Town, The Lost Trailers, Randy Houser, James Otto, Jedd Hughes und Blu Sanders, zu einem zeitgemässen, Energie geladenen, ausgelassenen, Party-tauglichen Roadhouse-Feger aufpeppt, und die fantastische, autobiographisch ausgerichtete Ballade "Big dreams & high hopes" (das Titelstück), die nahezu ausschließlich von ihrer tollen Melodie und Ingram's makellosem, kraftvollem Gesang lebt. "I'm proud of this album like crazy," sagt Jack Ingram über sein neues Werk, und das darf er auch wirklich sein. Zuletzt spielte er eine ausgedehnte U.S.-Tour im Vorprogramm von Superstar Toby Keith. Wenn er diese Qualität hält, wird es nicht mehr lange dauern, bis er seine eigene, groß angelegte "Headliner"-Tour startet. Das neue Werk jedenfalls dürfte eine Menge dazu beitragen. Großer Applaus der New Country-Welt für ein ganz starkes "Big dreams & high hopes"-Album!

Das komplette Tracklisting:

1 Free - 3:06   
2 Barefoot and Crazy - 3:31   
3 That's a Man - 3:57   
4 Seeing Stars - 3:54   
5 Not Giving Up on Me - 4:01   
6 Barbie Doll - 3:56   
7 Big Dreams & High Hopes - 3:52   
8 Heartache - 4:27   
9 Man in Your Life - 3:35   
10 King of Wasted Time - 3:39   
11 In the Corner - 4:54

Art-Nr.: 6529
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Larkin Poe - self made man [2020]
2 Mädels, 2 Gitarren - was für eine Energie! Mit ihrem neuen Album "Self made man" sind sie endgültig "on top", werden sie sich endgültig in den Herzen der Bluesrock-, Southern Rock- und Rootsrock-Fans festsetzen. Larkin Poe sind die beiden in Atlanta/Georgia aufgewachsenen, heute in Nashville/Tennessee lebenden Schwestern Rebecca (lead vocals, guitars, keyboards) and Megan Lovell (lap steel guitar, background vocals), unterstützt von den beiden Mitstreitern Brent "Tarka" Layman am Bass und Kevin McGowan am Schlagzeug. Die musikalische Karriere von Rebecca und Megan begann 2005, als sie zusammen mit ihrer dritten Schwester Jessica die Bluegrass-Band The Lovell Sisters gründeten, mit der sie durchaus erfolgreich waren. 2 Alben, Auftriite in der Grand Ole Opry und beim renommierten Bonnaroo Music Festival standen u.a. zu Buche. Im Jahre 2009 trennten sich die Lovell Sisters und ein Jahr später gründeten Rebecca und Megan Larkin Poe, womit sie sich schließlich ihren ganzen musikalischen Einfüssen, ihrer DNA, die sie im Blut haben und ihren ganzen Vorlieben, vom Rootsrock zum Country, vom Soul zum Gospel, und vor allen Dingen vom Blues zum Southern Rock hingaben. Das erste, was einem in den Sinn kommt, wenn man die Musik von Larkin Poe hört, ist deren ungezähmte, spürbare Power. Ihre raue, authentische, und doch überaus zeitgemäße Blues- und Southern-Power, ihre dreckige, packende Gitarren-Dominanz (Rebecca's fette E-Gitarre und Megan's furiose Lap Steel-/Slide-Gitarre), sowie Rebecca's großartiger, kraftvoller, bluesiger Gesang. Immer mal wieder werden die beiden, durchaus nachvollziehbar, als "the little sisters of the Allman Brothers" bezeichnet. Ihr neues, baumstarkes Album "Self made man" zeigt das in Vollendung. Herrlich, wie sich die beiden und ihre Band durch eine immer raue, dreckige, southern-rootsige Blueslandschaft wühlen, immer mal wieder mit Spuren von swampigem Hill Country Blues, Gospel, oder erdigem Americana und (Outlaw)Countryrock. Und es rockt und kocht, zuweilen ordentlich hart, bei aller musikalischen Freuiheit, Unabhängigkeit und Variabilität aber auch hervorragend strukturiert. Los geht's gleich mit einer "Wucht" von einem Opener, dem brodelnden Bluesrocker "She's a self made man". "This is classic, rising and falling blues, turned up to the max", mächtig rau und dreckig, voller southern-fueled Gitarrenpower. Stark der von paralleler Lead Gitarre begleitete, erdige Gesang von Rebecca Lovell, aber auch Megan's glühendes Slide-Solo. Klingt ein wenig als würden Jimmy Page und Duane Allman zusammen jammen. Großartig! Die Melodie stimmt ebenso. Man fühlt unmittelaber den "Spirit", mit dem die Mädels am Werk sind. In eine ähnliche Kategorie ist der folgende, famose Bluesrocker "Holy ghost fire" einzuordnen. Kommt mit gewaltiger Energie und prächtiger Gitarrenarbeit der beiden Protagonistinnen, mit einem schön swampigen Groove, natürlichem Southern-Esprit und einer klasse Melodie. Das Bluesfeuer brennt weiter mit dem starken "Keep diggin'", wie auch dem brodelnden, schweißtreibenden, southernrockin' Boogie "Back down south", bei dem sich Kollege Tyler Bryant mit erstklassiger Gitarrenarbeit zusätzlich einbringt. Ganz groß auch das gospelige, aber sehr energetisch und rau interpretierte, uralte Blind Willie Johnson-Cover "God moves on the water" (mit zusätzlichem Text von Rebecca und Megan Lovell), der herrliche, flotte, lockere, dennoch dreckige, prächtig ins Ohr gehende, von einem triefenden Southern-Flair durchzogene Americana-/Countryrocker "Tears of blue to gold" (Megan's Lap Steel kling hier wie eine Pedal Steel), das von tollem Resonator Guitar- und Lap Steel-Zusammenspiel geprägte, rootsige, southern-bluesige, sumpfige "Danger angel", der genauso bluesige wie rootsige, von einem schönen Americana-Feeling durchzogene Southern Rocker "Ex-Con" (tolle Gitarren), wie auch der das Album abschließende, starke, gut gelaunte, Countrystampfer "Easy street". Schon das vergangene Larkin Poe-Album "Venom & Faith" wurde zu Recht groß gefeiert und erhielt verdientermaßen eine Grammy-Nominierung, doch mit "Self made man" ist ihnen ohne jeden Zweifel ihr bisheriges Meisterstück gelungen. Ein famoser, unglaublich cooler, rauer, dreckiger Southern-, Roots-, Bluesrock-Ritt auf der Höhe der Zeit.

Das komplette Tracklisting:

1. She’s A Self Made Man - 3:01
2. Holy Ghost Fire - 3:22
3. Keep Diggin’ - 3:13
4. Back Down South (feat. Tyler Bryant) - 3:54
5. Tears Of Blue To Gold - 3:12
6. God Moves On The Water - 2:44
7. Every Bird That Flies - 3:40
8. Scorpion - 3:13
9. Danger Angel - 2:27
10. Ex-Con - 3:56
11. Easy Street - 2:17

Art-Nr.: 10082
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
She's a self made man
Holy ghost fire
Back down south
Tears of blue to gold
Danger angel
Ex-Con
Easy street

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McComb, Jeremy - my side of town [2008]
Herrlich erfrischende, von einem lockeren, flockigen, wunderbar ländlichen "Carolina-Feeling" durchzogene, großartige Countrymusic des jungen Jeremy McComb, der für seine gerade mal 26 Jahre schon einiges hinter sich. Aufgewachsen in der Nähe von Washington, wurde er schon frühzeitig von seinem Vater, ebenfalls Berufsmusiker, im Alter von zwölf Jahren auf die Bühne gehievt und zum Singen animiert. Er entdeckte somit frühzeitig seine Liebe zur Countrymusic, tourte schon als Teenager durch die Lande und arbeitete später dann erst einmal als DJ für eine Radiostation. Der bekannte Singer/Songwriter/Produzent/Manager JP Williams offerierte ihm am Rande seiner Radio-Show zunächst einen Job als Tour-Manager für den bekannten Country-Comedian Larry "The Cable Guy", änderte seine Pläne nach einer Gesangsanhörung McComb's aber sehr schnell ab und verpflichtete ihn direkt als Interpreten für sein Label "Parallel Entertainment", das jetzt auch dieses hervorragende Debüt veröffentlichte. Produziert hat das Werk kein Geringerer als der exzellente Drummer Paul T. Riddle, einst Gründungsmitglied der legendären, auch in Country-/Countryrock-Kreisen hoch geschätzten Southern Rock-Truppe The Marshall Tucker Band, der neben seiner Tätigkeit an den Reglerknöpfen natürlich auch das Schlagzeug in seiner gewohnt markanten und versierter Form bedient. Eine sehr gute Wahl, wie die zwölf auf dem Album vertretenen Stücke schnell verdeutlichen. Jeremy McComb ist mit einem außergewöhnlichen musikalischen Talent gesegnet. Seine exzellente, sehr gefällige, angenehme Stimme (gelegentlich kommt einem Bruce Robison in den Sinn) passt toll zu der lockeren Atmosphäre, die sich durch sämtliche Stücke zieht. Drei der Songs stammen aus seiner eigenen Feder ("I Can Live With That", "You’re Killin’ Me" und das abschließende "Perfect", mit wunderbarem Marshall Tucker-Flair), die allesamt in puncto Qualität den übrigen Fremdkompositionen (u.a. mit einiger Prominenz, wie z.B. Bob Dylan, Bobby Pinson, Liz Rose, Craig Wiseman, u.s.w.) in Nichts nachstehen. Der Opener und gleichzeitig die erste Single des Albums, "Wagon Wheel", kann sogar mit einer ganz eigenwilligen Geschichte aufwarten. Die Nummer wurde in den Siebzigern von Bob Dylan begonnen zu schreiben, dann fast 30 Jahre in der "Schublade" belassen um schließlich von Ketch Secor (The Old Crow Medicine Show) textlich und musikalisch vollendet zu werden. Eine tolle, traumhaft melodische, locker Countrynummer, instrumentiert mit feinen, transparenten Gitarren und großartigen Fiddle-Passagen (Aubrey Haynie), sehr traditionell fundamentiert, dennoch ungemein zeitgemäß und alles andere als "hausbacken". Wie die gesamte Musik dieses Albums! McComb versteht es prächtig die reinen, puren Countrytraditionen in ein stets auf der Höhe der Zeit befindliches, musikalisches Gewand zu stecken, das die Barriere zwischen "Pure" und "Modern" Country geradezu spielerisch überwindet. Alles kommt, auch dank der lebendigen Produktion (großes Lob für Paul T. Riddle!), der tollen Gitarren-Arbeit von Rusty Miilner und Ronald Radford (auch klasse Steelguitar) und nicht zuletzt aufgrund McComb's starkem Gesang überaus frisch zur Geltung. Hier hat alles Hand und Fuß! Die Trackliste ist zudem überaus abwechslungsreich. "Slow Me Down" zum Beispiel ist ein flotter New Country-Feger mit einer schönen Banjo-Untermalung und sogar dezentem Southern-Touch, bei "Next Time I Leave" sind Steel- und E-Gitarre tonangebend in Verbindung mit einer gewissen Dramaturgie im Refrain (die Nummer wäre auch für Dierks Bentley maßgeschneidert), "This Town Needs A Bar" ist eine pure, lupenreine Traditional-Country-Ballade (klasse Mandoline, Piano, Steel, Fiddle). Das musikalisch zum Songtitel passende Gute-Laune-Stück "Miss Mexico" geht richtig rhythmisch durch Mark und Bein (tolle spanische Akustikgitarre/Mandoline) und hat als I-Tupfer noch ein glänzendes Bradford E-Gitarren-Solo zu bieten. Eine tolle Country "Schön-Wetter-Nummer" voller Chartpotential.gibt's dann mit "Day One" (hat gar etwas vin Garth Brooks, klasse Dobroeinlagen von Randy Kohrs). Hier zeigt Jeremy, dass er für größere Taten bereits vorzüglich gewappnet zu sein scheint. Balladesk wird es dann nochmals bei "Cold", etwas flotter wieder bei "Not Tonight" (Fiddle- und E-Gitarren-betont), bis schließlich am Ende das bereits erwähnte, herrlich entspannte, im Dunstkreis der Marshall Tucker Band befindliche "Perfect" (Jeremy ist beim Songwriting hier scheinbar vom kürzlich verstorbenen Geogre McCorkle inspiriert worden - McCorkle wird auch in den Credits erwähnt) ein durchgehend starkes Album einen Abschluss findet, dass sowohl Traditionalisten als auch Vertreter modernerer Countrytöne begeistern wird. Ein erstaunlich reife Leistung für einen so jungen Burschen. Mit Jeremy McComb reiht sich ein neuer, erfrischender, junger, sehr viel versprechender Künstler nahtlos in die Riege von Leuten wie Jon Randall, Gary Allan, Dierks Bentley, Brian McComas oder einem lockeren Jason Aldean ein, der in Nashville sicher noch einiges von seinem enormen Potenzial ausspielen wird. Ein glänzendes Debüt! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 5862
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 8,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Wagon wheel
Slow me down
Next time I leave
This town needs a bar
Not tonight
Perfect

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McCreery, Scotty - seasons change [2018]
Scotty McCreary hat sich stetig weiterentwickelt, ist reifer geworden und nun endgültig in der Elite von Nashville's Top-Countrykünstlern angekommen. Sein neues Album, das erste seit 5 Jahren, ist ohne jeden Zweifel seine bis dato stärkste Veröffentlichung. Was wir hören ist erstklassiger, abwechslungsreicher Country und New Country, absolut zeitgemäß und modern dargeboten, aber nie die fundamentalen Roots des traditionellen, klassischen Country allzu sehr außen vorzulassen. Im Gegeteil, allein schon McCreery's exzellente Stimme ist Country in Reinkultur. Er klingt jederzeit frisch, das Songmaterial, die Arrangements und die Melodien sind gsnz große Klasse. Sound und Produktion sind wunderbar "saftig". Enthält u. a. seinen neuen Riesenhit "Five more minutes. Scotty McCreery mit einer super Vorstellung!

Das komplette Tracklisting:

1. Seasons Change - 3:46
2. Wherever You Are - 3:05
3. Boys From Back Home - 4:05
4. Five More Minutes - 4:01
5. In Between - 3:41
6. This Is It - 3:51
7. Wrong Again - 3:07
8. Move It On Out - 2:55
9. Barefootin' - 4:12
10. Still - 4:02
11. Home In My Mind - 3:35

Art-Nr.: 9597
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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