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Chambers, Sean - the rock house sessions [2013]
"One hell of an album"! Der begnadete "guitarslinger" Sean Chambers aus North Fort Myers im US-Bundesstaat Florida beglückt die Bluesrock-Gemeinde mit einem irre starken Album! Das renommierte britische "Guitarist Magazin" führt den ehemaligen Hubert Sumlin-Sideman (von 1998 - 2003 war er dessen Bandleader und Lead Gitarrist) unter den "Top 50 blues guitarists of the last cenmtury" auf - welch eine Ehre. Doch hört man diesen "Hexer" spielen, wird einem klar, warum dieser Bursche von vielen Experten so eingeschätzt wird. Er kann es locker mit allen Größen des Genres aufnehmen, von Johnny Winter bis Stevie Ray Vaughan. Aufgenommen in Kevin McKendree's Rock House Studios in Nashville zelebriert Chambers hier mit seiner famosen Studiocrew, bestehend vorwiegend aus Tommy MacDonald am Bass, den ehemaligen Stevie Ray Vaughan & Double Trouble-Organisten Reese Wynans (der das Album auch produzierte) und dem saustarken Tom Hambridge am Schlagzeug, sowie einigen weiteren, namhafte Gästen (z. B. Rob McNelley bei einigen Tracks an der zweiten Gitarre) ein geradezu mitreissendes, esplosives Gitarren Bluesrock-Feuerwerk zwischen Texas-bound, Delta-style, Southern-rooted. Chambers, übrigens auch ein hervorragender Sänger, brilliert mit genauso virtuosen, wie emotionalen Gitarrenläufen, fast immer unterlegt von Reese Wynans brillantem Orgelteppich, der den ohnehin schon voluminösen Sound noch mehr verstärkt. Das Zusammenspiel der beiden ist grandios. Ein herausragendes Beispiel dafür ist der höllisch abgehende Volldampf-Boogie "Since I've been down" (Hambridge gibt mit seinem "Killer"-Drumming einen furiosen Takt vor), bei dem sich's Wynans (erinnert gar an Großtaten von Deep Purple's legendärem Tastenkönig Jon Lord) und Chambers mit wechselnden Soli so richtig geben. Das ist das pure Feuer! Das Songmaterial ist ohnehin von vorn bis hinten klasse. Ausfälle findet man nicht. Neben einigen Eigenkompositionen sowie Stücken von seinen Nashville-Kumpels, hat sich Chambers auch 3 exzellente Coversongs ausgesucht, die er ganz wundervoll interpretiert: Zum einen Gary Moore's seeliges "Holding on", das hier voller Southern Soul mit dezentem Gospelflair (großartige, weibliche Background-Gesänge) vorgetragen wird (grandiose Sologitarre von Chambers, wohl dosierte, effiziente Bläser-Fills), dann eine kraftvolle, packende Fassung des von Willie Mitchell und Earl Randle geschriebenen Songs "Come to Poppa", den Bob Seger auf seinem "Night moves"-Album bekannt machte, und als Schlußtrack des Albums noch einen kochenden, puren Rock'n Roll-Aufguß von Alvin Lee's (Ten Years After) "Choo Choo Mama", bei dem die Truppe, inklusive Chambers, noch mal richtig aufdreht. Doch auch der Album-Opener ist gleich ein Knaller: Sean Chambers und Kollegen setzen mit "World on fire" sofort die Bluesrock-Welt in Flammen. Ein treibender, übrigens von Rick Vito komponierter "Rockin' Blues" voller fetter, fleischiger Gitarren und ebenso kraftvoller Orgel-Einsätze. Der Meister lässt gleich ein furioses Solo vom Stapel. Klasse auch das perfekt integrierte Harpspiel von TJ Klay. Schon nach disem Auftakt ist man von der "Mugge" gefangen und weiß, dass wirklich nichts mehr schief gehen kann. Herrlich beispielsweise auch die traumhafte Bluesrock-/Southern Rock-Ballade "Meant to be", die mit ihrem Spirit und ihrer großartigen Melodie sofort solche Bands wie Stevie Ray Vuaghan's Double Trouble, Storyville oder die Arc Angels in Erinnerung bringt. Stark hier die Harmonie von Gitarre, Orgel, Klavier und Gesang. Das harte, aber ebenfalls sehr eingängige "Money in a minute" ist dann wieder ein krachender, straighter Bluesrocker voller kochender, massiver Gitarren und tierischer Orgel-Ergänzungen. Dampft aus allen Poren! Seam Chambers und seine exzellenten Mitstreiter liefern uns mit diesem Album einen brillanten Output von den "Rock House Sessions" in Nashville. Das ist lebendiger Bluesrock der allerfeinsten Art. Tolle Musiker, tolle Songs, tolles Album! "If you like your blues blazin’ hot, the Sean Chambers Band will definitely light your fire"! Jawohl!

Das komplette Tracklisting:

1. World on Fire - 5:07
2. Since I've Been Down - 4:21
3. Healing Ground - 4:36
4. Meant to Be - 3:55
5. Come to Poppa - 4:50
6. Your Love is My Disease - 3:13
7. Holding on - 4:09
8. Just for the Thrill - 4:33
9. Money in a Minute - 4:04
10. It Hurts to See You Go - 4:34
11. Choo Choo Mama - 4:35

Art-Nr.: 8429
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
World on fire
Since I've been down
Meant to be
Come to Poppa
Holding on
Money in a minute
Choo Choo Mama

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Collie, Mark - book of my blues [2021]
Mark Collie ist zurück - und er rockt! "Book of my Blues" heißt sein bärenstarkes, neues Album - erst sein sechstes überhaupt und das erste mit neuem Studiomaterial seit 15 Jahren. Und dann solch ein Auftritt - wow! Mark Collie, in den Neunzigen einer der vielversprechendsten New Country-Künstler Nashville's, war schon damals für seinen kraftvollen, knackigen Stil bekannt, in dem er, seinen sowohl im klassischen Country, als auch im Rockabilly verwurzelten Einflüssen entsprechend, traditionelle Country-Elemente mit viel rockigen Flair verband. Es sprangen seinerzeit durchaus einige Hits heraus, die ihren Weg in die Top 10 der damaligen Billboard Country-Charts fanden (einige werden sich sicher noch an das herrliche "Even the Man in the Moon Is Cryin’" aus dem Jahre 1992 erinnern, das es zum Beispiel bis auf Platz 5 schaffte), doch der ganz große Durchbruch blieb ihm unverständlicherweise verwährt. Seine Majorlabel-Verträge war er demzufolge schnell wieder los und es wurde ruhiger um ihn, zumal er mit einer schweren Diabetes zu kämpfen hatte. Dennoch trat er von Zeit zu Zeit immer wieder live auf, trat aber auch mit einigen Schauspiel-Engagements in Erscheinung. Seine große Liebe zur Musik hat er nie verloren und so veröffentlicht er gut 30 Jahre nach dem Erscheinen seines Debutalbums nun dieses fantastische, neue Werk. "Book of my Blues" ist vom Thema her ein reines Konzeptalbum, angelehnt an die graphische Novelle "Rockabilly Hitman", eine Zusammenarbeit zwischen Collie und dem Filmregisseur Jonathan Hensleigh (u. a. die 2004er Verfilmung von "The Punisher", bei der Mark Collie auch mitspielte). Sie handelt von die Heldentaten des Rockabilly-Sängers Jesse Wayne Hardin, der nachts ein Rächer des Bösen ist, während er die ungemütlichen Nebenstraßen von Muscle Shoals nach Memphis und dem Mississippi-Delta nach Music City bereist. Großartig angepasst an diese Thematik ist die musikalische Umsetzung. "Book of my Blues" ist ein Knaller von einem satten Gitarren-dominierten Country-/Countryrock-Album, das nicht nur die Countryfans, sondern auch die Rock-, Rootsrock-, Southern- und Heartland Rock-Gemeinde, bzw. die Liebhaber, die all diese Stilarten miteinander kombiniert mögen, begeistern dürfte - straight, lean, retro, weitab vom Mainstream, dreckig, rau, unbeschwert, kompromißlos, voller urwüchsiger, leidenschaftlicher Energie. Traditionelle, erdige, reine (Outlaw) Honky Tonk-Nummern, aber auch die haben durchaus Biß und einen rockigen Drive, paaren sich mit kraftvollen Gitarren-Rootsrockern, dass es die wahre Pracht ist. Collie, der bis auf 3 Coverversionen (Carl Perkins' "Matchbox", "Hey Boba Lou" - geschrieben Ronnie Hawkins, Jacqueline Magill und The Band's Robbie Robertson sowie den Roy Acuff Klassiker "Night Train to Memphis" - geschrieben von Owen Bradley, Marvin Hughes und Beasley Smith) alle Tracks komponiert, bzw. mitkomponiert hat, wird von einer Mannschaft herausregender Nashville-Veteranen begleitet, wie zum Beispiel dem Ausnahme-Gitarrist Kenny Greenberg und Drummer-Urgestein Chad Cromwell, die das Album gemeinsam mit Collie auch produzierten, sowie Dan Dugmore (electric guitar, pedal steel), Mike Rojas (keyboards), Jimmy Carter (bass), Steve Hinson (pedal steel), und so weiter. Los geht's mit dem Titelstück "Book of my dreams" (im übrigen komponiert von Collie und seinem Freund Billy Bob Thornten, der hier auch im Background mitsingt), einem tatsächlich durchaus bluesigen, energiegeladenen, satten Rocker, vollgepackt mit fetten, brodelnden Gitarren und kernigen Drums. Die Basis ist herrlich dreckig und rootsig. Die (Slide)Gitarren glühen und brennen, die Band macht ordentlich Druck. Mark Collie hat eingestöpselt - super "geil"! Die Energie bleibt auch mit dem folgenden, straight und fetzig stampfenden Outlaw Countryrock-Kracher "Born ready" hoch, die Band ist weiterhin "on fire". Cromwell trommelt wie ein pochendes Uhrwerk, die Gitarren fetzen und eine Steelguitar jault im Hintergrund. Enthält ein tolles Baritone Guitar-Solo. Auch die Melodie ist klasse. Mit dem wunderbaren "On the wings of your love" schließt sich die erste Ballade an. Das ist erstklassiger, ungemein melodischer, reiner Outlaw Country in bester Waylon Jennings-Tradition. Obwohl es ein wenig ruhiger zugeht, als bei den ersten beiden Nummern, spielen die Musiker (u. a. starke Pedal Steel Guitar) herrlich ungezwungen und zwanglos, mit einem unterschwellig rockigen Vibe, schön rau, fernab jeden glattgebügelten Nashville-Mainstreams. Dann wird wieder gerockt. "Right or wrong" erinnert in seiner Dynamik gar an den Heartland Rock eines Bob Seger, während wir mit dem prächtigen "Holly Springs" allerbesten, knackigen, southern-fried Swamp-Countryrock serviert bekommen, begleitet von cool und lässig gezupften Banjo-Klängen, kochenden Gitarrenriffs und einem kernigen, satten E-Gitarren-Solo im Break. Fantastischen, zwanglosen, von viel Energie getragenen Honky Tonk, durchaus Johnny Cash-like und wieder mit wunderbar rockiger Note, bietet das von einem ordentlich dreckig satten Gitarrengewand (inkl. Pedal Steel) umgebene "Walk the floor, kill the lights". Große Klasse auch der von glühender Slidegitarre durchzogene und dezenten Orgelklängen begleitete, leicht bluesige Rootsrock-, Rock-, Countryrock-Knaller "A little every day" (toller Drive und Groove), der erneut von starken (Slide)Gitarren und eine klasse Melodie bestimmte, kernige Southern-/Memphis-Rocker "The son of a gun", oder das mit hallenden, saftigen, vielschichtigen Gitarren vollgepackte, zünftige Western-Opus "Hey Boba Lou". Mark Collie selbst bezeichnet die Musik des Albums als Roadhouse Rock, Southern Gothic, Americana, Country und das Album in seine Gänze als "pretty loud and rockin’ in places". Passt alles! Vor allem aber steht eins fest: Mark Collie, seine zünftig rockenden Mitsreiter und dieses prächtige Album machen einfach mächtig Laune. Tolles, furioses Comeback, Mr. Collie!

Das komplette Tracklisting:

1. Book of My Blues - 3:29
2. Born Ready - 2:55
3. Wings of Your Love - 3:31
4. Right This Wrong - 4:27
5. Matchbox - 1:48
6. Holly Springs - 3:46
7. Unfinished Hurting - 3:10
8. Queen of a Hungry Heart (The Wager) - 4:17
9. Sinking Sand - 4:14
10. Hey Boba Lou - 3:16
11. Put the Gun Down - 2:54
12. Walk the Floor, Kill the Lights, Slam the Door - 3:01
13. A Little Everyday - 3:02
14. The Son of a Gun - 3:42
15. Night Train to Memphis - 2:22

Art-Nr.: 10342
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Book of my Blues
Born ready
On the wings of your love
Holly Springs
Walk the floor, kill the lights, slam the door
A little every day
The son of a gun
Hey Boba Lou

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Elmore, Jason & Hoodoo Witch - upside your head [2010]
"Jason Elmore & Hoodoo Witch carry on the tradition of guitar-slinging Texas Blues Rock"! Und wie sie das tun! "Jason Elmore is the hottest new guitar hero, deep from the heart of Texas"! Yeah! Saustarkes Debut dieses "masterful guitarslingers" aus Denison/Texas, der sich mit seiner Truppe Hoodoo Witch (klassische Trio-Besetzung) aufmacht, die texanische Bluesrock-Szene ordentlich aufzumischen. Voller Herz und voller Selle, voller Leidenschaft und voller Biss, voller Enthusiasmus und voller Frische beackern sie das Terrain zwischen Stevie Ray Vaughan (ein amerikanischer Fan bemerkte gar in einem Statement "The new SRV has arrived") und Johnny Winter, zwischen Freddie King und Muddy Waters, zwischen Too Slim and the Taildreggers und ZZ Top, zwischen Joe Bonamassa und den Buddaheads, Led Zeppelin und Rory Gallagher, aber auch zwischen Sonny Landreth und The Allman Brothers Band. Vielseitig, aber sie bringen das prächtig unter einen Hut und es passt einfach wunderbar zusammen. Elmore ist nicht nur ein Wahnsinns-Gitarrist, dessen mitreissende Riffs und Soli ihm tiefste Bewunderung und Ehrfurcht entgegenbringen, nein, er ist auch ein fabelhafter Sänger und exzellenter Songwriter. Die Bandbreite des durch und durch bärenstarken Songmaterials geht von mächtig abgehenden Volldampf-Boogies, über kochenden Roadhouse-Blues, brodelnde Texas-Shuffles, herrlich groovenden Midtempo-Bluesrock, flüssigen Southern-Bluesrock, "gritty" Roots-Blues, schwülen Delta-Blues, bis hin zu seeligem, wundervollem Slow-Blues(rock). Und auch für vorzügliche Melodik hat Elmore ein gutes Händchen. Schon gleich zu Anfang gibt's eine absolute "Killer"-Nummer: "Dusk till dawn" heisst das Stück, ein baumstarker, fetter, dreckiger, Slide-getränkter, Southern-rooted Boogie voller zündender Bottleneck-Ausflüge. Elmore und seine Jungs sind sofort auf Betriebstemperatur und der Saitenkünstler rührt mit seiner Slide ein mächtig dampfendes Voodoo-Gebräu an. Man ist sofort von dieser Musik gefesselt. Zeppelin-mässige Riffs eröffnen den anschliessenden, klassischen, mit einem Schuss Funk-Blues gewürzten Rocker "Big money grip". Nicht nur hier fällt auf, wie großartig auch Elmore's Rhythmus-Fraktion "Hoodoo Witch" (Beau Chadwell - Drums, Chris Waw - Bass) auftritt, die den Protagonisten eine geradezu perfekte Basis verschafft. Die Nummer hat ein klasse Feeling. Mit dem folgenden "All it does is rain" präsentieren uns die Jungs nun einen ganz herrlichen Slow-Blues, eingehüllt in einen wunderbaren Rhythmus, eine exzellente Melodie und einen großartigen, aus vielseitigen. transparenten Gitarren bestehenden Mantel traumhafter Riffs, Licks und Soli. Faszinierend das immer wieder wieselflinke, erdige, satte, ungemein virtuose Gitarrenspiel des Meisters. Das ausgedehnte, über 3-minütige, mit schönen Wah Wahs angereicherte, überaus abwechslungsreiche Solo ist pure Gitarren-Magie. Ganz groß! Der kernige Rocker "Drag me down" kommt dann wieder mit klassischen Riffs zwischen Taste und Led Zeppelin (ohne dabei das "down home Texas-Feeling zu vernachlässigen) und die anschliessende "schwaze Witwe" ("Black widow") macht mit ihrem beherzten Auftreten die Roadhouses zwischen Texas und Oklahoma unsicher. Einen weiteren Texas Bluesrock "Killer"-Shuffle voller Southern-Flair (Stevie Ray Vaughan meets ZZ Top) bekommen wir mit dem prachtvollen "Road to ruin" serviert - klasse E-Gitarren-Riffs, ein scharfer Groove, starker Gesang, eine prima Melodie und natürlich wieder ein fulminantes, die Herzen der Saiten-Enthusiasten höher schlagendes Solo inklusive. Es folgen mit dem rauen, schnellen "6 foot down" ein explosiver "Volle Kanne"-Slide-/Delta-/Swamp-Boogie (glühende Slide-Attacken ohne Ende) und mit dem tollen "Dracula bite" ein straighter, riffiger, Blues-based Classic-Rocker (das Gitarren-Solo sprüht nur so vor flüssigem Southern-Flair), ehe mit dem wunderbaren "Evil woman" wieder ein eher zurückgenommener Midtempo-Bluesrocker auf dem Programm steht, der aber vor innerer Stärke und Energie nur so strotzt. Im richtigen Moment wartet Elmore erneut mit einem zündenden Gitarrensolo auf, das stetig an Kraft gewinnt, um den Song schließlich wieder in den ursprünglichen, lässigen Mojo-Groove zurückzugeleiten. Klasse hier auch die gut abgestimmte Orgel-Untermalung von Gastmusiker Shawn Phares. Eine Knüller-Nummer! Doch was soll man weiteres über einzelne Tracks erzählen, das komplette Album ist schließlich ein 56 1/2 Minuten währender, absoluter Bluesrock-"Hit"! Produziert hat das Werk im übrigen, zusammen mit Jason Elmore, Jim Suhler (Jim Suhler & Monkey Beat, George Thorogood), der zudem bei einigen Songs als zweiter Gitarrist mit von der Partie ist. Jason Elmore & Hoodoo Witch mit einem Debut, das keine Wünsche offen lässt. "Upside your head" ist nicht mehr und nicht weniger als ein waschechter Genre-Knüller. Einfach famos! "No tricks, just straight up rockin' kickass Blues"!

Das komplette Tracklisting:

1. Dusk Till Dawn 4:13
2. Big Money Grip 3:39
3. All It Does Is Rain 6:20   
4. Drag Me Down 3:37
5. Black Widow 3:36
6. Road to Ruin 4:45
7. 6 Foot Down 2:38   
8. Dracula Bite 5:14
9. Evil 6:00
10. Wash My Hands of You 4:11
11. Red River Valley 2:26
12. World of Trouble 3:34
13. Nobody Knows 3:32
14. That's the Way It's Got to Be 2:57

Art-Nr.: 6894
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Dusk till dawn
All it does is rain
Road to ruin
6 foot down
Dracula bite
Evil woman
Nobody knows

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Gales, Eric - the bookends [2019]
Klasse neues Album des 1975 in Memphis/TN geborenen und aufgewachsenen Bluesrock Gitarren-Irrwischs, der wegen seines grandiosen, außergewöhnlichen, linkshändigen Gitarrenspiels, seiner Stimmlage und seiner afro-amerikanischen Wurzeln immer wieder mit dem legendären Jimi Hendrix verglichen wird. Doch längst ist Gales mit seinem bravourösen Fähigkeiten aus dem Schatten des großen Vorbildes herausgetreten - mit seinem neuen Werk im übrigen mehr denn je. "The bookends" ist eine packende, kraftvolle Mixtur aus Blues, Power Rock, Psychedelia, Funk und Soul auf der Höhe der Zeit. Enthalten sind großartige Kollaborationen mit B. Slade, Doyle Bramhall II und Beth Hart. Eric Gales gibt weiterhin ordentlich Gas...

Das komplette Tracklisting:

1. Intro
2. Something's Gotta Give (feat. B. Slade)
3. Whatcha Gon' Do
4. It Just Beez That Way
5. How Do I Get You
6. Southpaw Serenade (feat. Doyle Bramhall II)
7. Reaching For A Change
8. Somebody Lied
9. With A Little Help From My Friends (feat. Beth Hart)
10. Resolution
11. Pedal To The Metal (feat. B. Slade) (Remix( (Bonus Track)

Art-Nr.: 9761
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Gomes, Anthony - peace, love & loud guitars [2018]
"Looking for an actual 21st Century guitar hero? Here he is". Yeah! Es ist bereits vor rund 1 1/2 Jahren erschienen, doch erst jetzt haben wir die Möglichkeit, an dieses fulminante, triumphale, aktuelle Album von Anthony Gomes heranzukommen. Der aus Toronto in Kanada stammende, unterdessen in Nashville/Tennessee lebende, von solchen Größen wie Robert Johnson, Stevie Ray Vaughan, Jimi Hendrix, B.B. King, Buddy Guy und Johnny Winter beeinflusste "Gitarrenteufel" begeistert auf "Peace, love & loud guitars" mit einem grandiosen, satten, tighten, rauen, voller Inbrunst, Seele und energetischer Power steckenden, zügellosen Blues-Rock'n Roll-Ritt durch das wilde Land des traditionsbewussten Blues und des kernigen, straighten, kompromißlosen Rocks. Hier werden die Begriffe "Blues" und "Rock" in ihrer ganzen Ursprünglichkeit, in ihrer ureigenen Definition eins zu eins miteinander verknüpft - in voller Intensität, in voller Blüte. Gomes hat den Blues im Blut, genauso wie den Rock'n Roll. Auch dezente southern- oder gar countryrockige Sequenzen lässt er bei der ein oder anderen Nummer vereinzelt einfließen (das er dafür ein Händchen hat, weiß man nicht zuletzt durch sein Sideprojekt mit den New Soul Cowboys). Der Bursche setzt seine vielen, außergewöhnlichen Talente blendend ein. Da ist zunächst sein mitreißendes Gitarrenspiel (Track für Track begeistert er mit brennenden, furiosen, energiegeladenen, dabei nie überdrehten, sondern bestens auf den Punkt gebrachten Soli, wenn es die Thematik erfordert auch mal wunderbar emotional), dann sein bärenstarker, alles aus sich rausholender, Whiskey-getränkter, intensiver, ausdrucksstarker Gesang, sowie sein ganz exzellentes Songwriting. Einerseits "kratzen" die Songs zum Teil mit ihrer Härte an der Grenze zum Heavy-Bluesrock, stecken andererseits aber voller prächtig hängen bleibender Meldoien. Gomes ist einfach ein herausragender Musiker - und so jemand braucht für seine Entfaltung natürlich auch die entsprechenden Mitstreiter, die hat er mit den legendären Nashville Session-Assen Mike Brignardello (Bass), Greg Morrow (Drums), Chris Leuzinger (Acoustic Guitar) und David Smith (Keyboards) auch gefunden hat. Los get's mit dem grandiosen, satten, kraftvollen und melodischen Bluesrocker "Come down", einer wunderbaren Hommage an seinen großen Mentor B.B. King. Gomes bekniet King mit seinen "grinding guitar rhythms" und soulful Gesang: "Come down from Heaven B.B. King, ’cause this kingdom has no king, there’s no one here that can wear your crown, come down from Heaven B.B. King, come down". Enthält gleich zwei herrliche Gitarrensoli. Sehr stark auch die gospeligen Gang-Vocals von u. a. Angie Primm, Gale Stuart Devonne Fowlkes, Amanda Fish und Albert Castiglia. Was für ein umwerfender Auftakt! Rau, dreckig, bluesig und sehr fetzig "bläst" das anschließende "White trash princess" aus den Lautsprechern, mit massig "loud guitars" an allen Ecken und Enden - immer sehr einfallsreich eingesetzt. Die oben schon erwähnte Affinität für southern-rockige Strömungen ist hier spürbar. Absolut verwurzelt im klassischen Blues kommt das immens kraftvolle, sehr starke "Blues in the first degree", in dem der Meister in Form des "blistering" Gitarrensolos gar Spuren von Joe Satriani und Eddie van Halen unterbringt, während das Slideguitar-getränkte, shuffelige, gut abgehende "The whiskey made me do it" einmal mehr den "Southern Bluesman" in Gomes zum Vorschein bringt. Tolle Nummer! Nach der den Pegel etwas runterfahrenden, entspannten, wunderschönen Ballade "You are amazing" (super emotionales Gitarrensolo am Ende des Songs), tritt der Protagonist mit dem Titelstück "Peace, love & loud guitars" das Gaspedal wieder voll durch. Ein unmissverständlicher Rocksong mit einem AC/DC-verwandten Gitarrenriff und einer hymnischen, tollen Botschaft im Refrain. Anschnallen, hier regieren die Gitarren! War es zu Beginn des Albums B.B. King, den Gomes würdigte, so ist es bei dem prächtigen, voller Punch steckenden Swamp-Bluesrocker "Stealin' from the devil" der große Robert Johnson, dem er verspricht: "Robert Johnson, I’ll take your soul back, I’m gonna rip up the Devil’s contract". Dreckig, southern, mit viel Slide und Power wühlt sich Gomes durch die Sümpfe Mississippis. Toll auch der robuste, erdige, klassische Blues "The only woman I've ever loved" (seeliges, fettes Gitarrensolo), sowie das gar von Led Zeppelin-mässigen Gitarrenriffs geprägte "Hard road easy", ehe das Album mit der wunderbaren, entspannt lockeren, bluesigen, von einem feinen Countryflair durchzogenen Ballade "Take me back home" exzellent und überaus melodisch endet. Ein Album der absoluten Extraklasse. Anthony Gomes sagt über seine Musik: "My goal is to keep the Blues fresh, exciting and even dangerous. I want to bring back the thrill longtime Bluesmen created in their day. At the same time, I think it’s very important for the music to grow and evolve". Das ist ihm voll gelungen! So spielt man Power-Bluesrock des 21. Jahrhunderts, bei dem man klassische Bluestraditionen würdigt, ohne seine eigene Identität zu vernachlässigen. Herausragend! Eine absolute Meisterleistung! Also Anthony: "Turn up the volume", lass es krachen, lass die ganze Bluesrock-Power raus...

Das komplette Tracklisting:

1. Come Down - 4:34
2. White Trash Princess - 4:16
3. Blues in the First Degree - 3:45
4. Nasty Good - 3:41
5. The Whiskey Made Me Do It - 3:01
6. You Are Amazing - 5:42
7. Peace, Love & Loud Guitars - 3:49
8. Stealin' from the Devil - 4:17
9. Your Mama Wants to Do Me (and Your Daddy Wants to Do Me in) - 3:17
10. The Only Woman I've Ever Loved - 4:21
11. Hard Road Easy - 4:07
12. Take Me Back Home - 5:35

Art-Nr.: 10019
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Come down
White trash princess
Blues in the first degree
The whiskey made me do it
Peace, love & loud guitars
Stealin' from the devil
The only woman I've ever loved
Take me back home

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Horsehead - sympathetic vibrations [2012]
Grandios! Brian Robbins vom in Fachkreisen überaus renommierten Webzine "jambands.com" ist völlig aus dem Häuschen und spricht von "one hell of an album". Man kann dies nur mit einem dicken Ausrufezeichen unterschreiben. Obwohl in der Breite noch immer weitestgehend unbekannt und lediglich unter Insidern ein Begriff, muss man das in Richmond/Virginia beheimatete Quartett Horsehead ohne jeden Zweifel als eine der stärksten und besten (Gitarren)Rootsrock-, Americana Rock-Bands der Gegenwart bezeichnen. Mit ihrem neuen Album "Sympathetic vibrations", ihrem bereits vierten, liefern sie (mal wieder) eine regelrechtes Musterbeispiel ganauso geradlinigen, straighten wie variantenreichen Rootsrocks ab. Nein, sie setzen Maßstäbe! 13 fantastische Songs präsentieren uns die Herren, genauso zeitlos wie aktuell, mal mit einem Hauch von Country- und Heartland Rock Anlagen, mal mit einem bluesigen Flair, staubig, erdig, "gritty", würzig, durchzogen von prächtig hängen bleibenden Hooklines und durchweg wunderbaren Melodien, dargeboten in vollendeter, musikalischer Qualität. Horsehead sind: Kopf, Produzent, Songwriter und Frontmann Jon Brown (lead vocals, guitar, percussion), Kevin W. Inge (lead guitar, pedal steel, piano, organ, background vocals), Randy Mendicino (bass) und Gregg Brooks (drums). Unterstützt wird die Band von einigen renommierten Gästen, wie zum Beispiel Drive-by Truckers' Jay Gonzales, der bei drei Stücken das Klavier bedient. Bestimmt werden die Arrangements vorwiegend von dem massiven, satten und dreckig erdigen Gitarrensound Brown's ind Inge's, die sich dabei vorbildlich ergänzen. Die Riffs stecken voller Saft und Kraft, die Lead Gitarren-Führung wirkt genauso spannend wie vertraut und eingängig, Dazu kommen einige herzhafte, flammende Soli, die die ganze Spielfreude der Band ausdrücken. Ergänzt wird dieses vielschichtige Gitarrengewand durch adäquat involvierte Klavier- und Orgel-Einsätze, und manchmal die herrlich eingebundene Pedal Steel von Kevin Inge. Es ist die pure Wonne dieser Band zuzuhören. Die Rolling Stones, Son Volt, Tom Petty & the Heartbreakers, The Band, The Black Crowes, The Jayhawks, Dan Baird, John Hiatt, die Bottle Rockets, Neil Young's Crazy Horse, alle hinterlassen irgendwie ein paar Spuren, aus denen Horsehead schließlich ihren unwiderstehlichen, eigenen Stil kreieren, der nur nach ihnen selbst klingt. Jon Brown drückt es so aus: "We don’t sound like anyone else, we sound like Horsehead". Ein paar Songbeispiele: "Darkened streets" ist ein ungemein erdiger, kraftvoller, mitreissender Rootsrocker mit einem leichten, unterschwelligen Crazy Horse- und Stones-Touch. Massive Gitarren bestimmen das Geschehen, die Melodie ist exzellent. Jon Brown singt großartig, Kevin Inge brilliert mit einem begnadeten, glühenden Gitarrensolo voller Leidenschaft - es ist eine Pracht. Das Feuer der Band springt unmittelbar auf den Zuhörer über. Wundervoll! Das anschließende, voller Dynamik und Schwung losrockende "Emptiest arms in the world" knüpft nahtlos an den Vorgänger an. Ein furioser, melodischer, abgehender "American Rock'n Roller" mit herrlichen Lead Gitarren-Linien und kernigen Riffs. Geradezu magisch schraubt sich der Song in unsere Gehörgänge und will nicht mehr weichen. Hammer! Einen Hauch von Countryrock-Feeling versprüht das mit traumhaften Pedal Steel-Klängen verzierte "Get up". Beginnt wunderbar locker und flockig, wird zum Ende hin aber immer kraftvoller, dabei jedoch nicht weniger melodisch. Auch ein gewisses Heartland-Flair ist spürbar. Klingt fast wie eine Synthese aus Anlagen von Bruce Springsteen und den legendären New Riders Of The Purple Sage. Geht nicht? Und wie das geht! Horsehead kriegen das in beeindruckender Manier hin. Ultrastark auch der von gewaltigen, fetten Riffs bestimmte, straighte Rootsrocker "Big sun" mit seinem mächtigen, nach vorn gehenden Drumming. Inge spielt abermals ein tolles Gitarrensolo. Schön hier der dezent psychedelische Retro-Touch und die feinen Klavier-Ergänzungen. Das letzte Stück der Scheibe, die großartige Ballade "Candy (by the side of the west highway) bewegt sich schließlich im schönen Roots-Fahrwasser der unvergessenen The Band. Doch welchen Song man sich auch anhört, einer ist stärker als der andere. Die Truppe besticht mit unglaublicher Qualitäts-Kontinuität. Keine Frage, "Sympathetic Vibrations" ist ein absolutes Rootsrock-/Americana Rock-Meisterwerk!

Hier noch das eingangs erwähnte, begeisternde Review von "jambands.com" im Original:

Go ahead – reel off your favorite alt-country/Americana/whatever-you-want-to-call-it albums of all time … the seminal statements of the genre. What would be on the list? Son Volt’s Trace ? Whiskeytown’s Faithless Street ? Hollywood Town Hall by The Jayhawks? Wilco’s A.M. ? Whatever the albums are, what about them grabs ahold of you? Smart lyrics and a stone-real delivery? A haybale punk vibe? Garage pop crossed with Exile On Main Street -style cellar funk? Twanging crunch? Crunchy twang?

Here – have some of all of the above. World, meet Horsehead. The album is Sympathetic Vibrations – their fourth – and I humbly offer it up as being real and good and raggedy and right.
Sympathetic Vibrations delivers – name your poison, bucko. The album enters softly with “Moving Target” – just Horsehead principals Jon Brown and Kevin W. Inge (the self-proclaimed “Dimmer Twins”). Brown leads the way on vocals with acoustic guitar in hand, while Inge infuses the tune with wisps of keys and lovely pedal steel. By the way, it’s worth noting that the frigging guy – Inge – basically taught himself pedal for this album. If you’re not familiar with the beast’s workings – foot pedals, knee levers, ten strings and all – then Inge’s accomplishment might be lost on you. Trust me – there are folks who’ve been pickers all their lives who wouldn’t dare get near a pedal steel in a recording studio. Inge may be a rookie steeler, but he handles it like a seasoned pro, adding washes of sparkle amongst the grit on “Get Up” and putting the thing on full stun for “Spinning Your Wheels” with a slightly raspy-voiced tone that is absolutely beautiful.

Brown is the band’s lead voice and tunesmith. The album’s 13 cuts show he knows how to convey his songs’ souls (and the characters who inhabit them) in short order – from the heartbroke, dirt-streaked weariness of “God Damned The Rain To Fall” (Travis Rinehart’s guest banjo completes the picture) to the ominous won’t-take-no-for-an-answer stalk of “Sweet On You”. On “Emptiest Arms In The World” Brown delivers the goods with flannel-shirted soul and the confidence of a man who could rebuild his own carburetor. And the good-byes of “Candy” leave you wishing him well and hoping like hell that he and that gal end up together in a good place.

Bassist Randy Mendicino ended up swapping rhythm partners midway through the Sympathetic Vibrations session when longtime drummer Andre LaBelle left the band and Gregg Brooks settled in behind the kit. It’s a tribute to all three that the transition was a seamless one and only the liner notes tell the tale – there are no obvious splits between the Mendicino/LaBelle and Mendicino/Brooks tunes. Dig the nuts-on lurch of “Darkened Streets” (think vintage Molina/Talbot slam – and listen for the “Norwegian Wood” tease in the guitar break); the driving rhythm of “Running For The Door” tears along like a cousin to Tommy Tutone’s “867-5309” before Brooks and Mendicino shift gears and go into full surf mode; “Wasting Time” is big and majestic – beat-down, but not without pride just the same.

Multi-instrumentalist Inge (we’ve already discussed his grossly-amazing pedal steel contributions) is all over this thing: doubling up with Brown on guitar here … adding some organ here … a bit of piano here … a master of divining what a particular tune needs – no more and no less. Horsehead buddy (and Drive-By Trucker) Jay Gonzales sits in on piano for a couple of tunes, the most notable being the walloping rocker “Big Sun”.

“Big Sun” alone could sell you on Horsehead: wicked grab-you-by-both-ears opening guitar riffs; big bass swoops and straight-ahead drumming; enough crash-and-thrash to get your attention before settling into the palm-muted chug of the verses. Brown tells his tale perfectly about the folder at a laundromat who “smelled of soap and cigarettes.” It’s obvious the story can go only go one way – and the fact that the song evolves into a total guitar workout is the perfect way to tell the tale. The song fades at about the 5-minute mark, but comes roaring back with an eff-you-we’re-not-done attitude: Mendicino and Brown join forces while Brooks rolls and tumbles in glorious drum ecstasy; and Inge simply plays the piss out of his six-string. Of all the titles Horsehead wears well, “Big Sun” proves that above all, they are one hell of a rock and roll band.

And beyond that, Sympathetic Vibrations is one hell of an album.

(Brian Robbins)

Das komplette Tracklisting:

1. Moving Target - 2:42
2. Darkened Streets - 5:07
3. Emptiest Arms in the World - 3:40
4. Hard Hand to Hold - 4:40
5. Get Up - 4:11
6. God Damned the Rain to Fall - 3:56
7. Running for the Door - 3:50
8. John Adams - 4:32
9. Spinning Your Wheels - 3:34
10. Big Sun - 6:14
11. Wasting Time - 5:04
12. Sweet On You - 3:19
13. Candy (By the Side of the West Highway) - 4:00

Art-Nr.: 8055
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Darkened streets
Emptiest arms in the world
Hard hand to hold
Get up
Running for the door
Big sun
Candy (by the side of the west highway)

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King Band, Marcus - soul insight [2015]
Nachdem dieses großartige Album ursprünglich bereits 2014 erschienen und nur im Eigenvertrieb der Band erhältlich war (mittlerweile ist es vergriffen), hat sich nun Warren Haynes (Gov't Mule) entschlossen das Werk über sein eigenes "Evil Teen"-Label erneut zu veröffentlichen, um es auch einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Mr. Haynes ist ein ausgesprochener Fan des jungen Gitarrenhexers Marcus King und seiner Freunde, deshalb dieser Schritt. Und das ist gut so!

Geballte Bluesrock-Power eines blutjungen Gitarrenmagiers aus South Carolina! Wow! Der gerade mal 18-jährige Marcus King und seine Band veranlassen mit ihrem packenden Debutalbum "Soul insight" nicht nur das der The Allman Brothers Band nahe stehende Magazin "Hittin' The Note" zu einem begeisternden Review, sondern sorgen in der einschlägigen Szene, auch unter den etablierten Musikerkollegen, für jede Menge Aufmerksamkeit. Man ist sich einig: Dieser Bursche hat eine große Zukunft. Marcus bearbeitet die Gitarre quasi seitdem er laufen kann. Schon mit 2 Jahren hat ihn sich sein musikverrückter Vater Marvin King, ein lokal sehr bekannter, ewig tourender "veteran bluesman" auf dem "fret board" austoben lassen und im zarten Alter von 11 Jahren stand er bereits mit der Band seines "alten Herrn" auf der Bühne und begeisterte die Zuhörer mit seiner verblüffenten "Duane Allman meets Jimi Hendrix"-Virtuosität. Schon zu diesem Zeitpunkt stand fest, dass die Buesrock-Musik in all ihren Facetten seine Mission ist und sein Leben bestimmen wird. Duane Allman und Jimi Hendrix gehören zu seinen großen Helden, doch die Einflüsse gehen deutlich weiter. Künstler wie Miles Davis, The Meters, B.B. King, Johnny Winter und The Allman Brothers Band inspirierten ihn total. Funk, Psychedelic, Jazz, Southern Rock sowie jede Menge Improvisationsfreude mit längeren Jammings fanden fortan in seiner Musik Zugang. Und genau das alles ist auf dem fantastischen Debut der Marcus King Band in vollster Blüte zu bewundern. Obwohl auf dem Cover nur 3 Musiker abgebildet sind, agiert die Marcus King Band zu viert, und zwar mit dem Keyboarder Alex Abercrombie, Bassmann Anthony House und Drummer Jack Rysn - alles hervorragende Mitstreiter. Unterstützt wird die Band zudem bei ein paar Stücken durch einen zusätzlichen Percussionisten, sowie einen Saxophonisten (Harold Todd aus der Band von Lenny Kravitz bei 2 Tracks) und einen Trompeter (ebenfalls bei 2 Tracks). Doch der Star der Truppe ist ganz klar Frontmann Marcus King, ein klasse Sänger, Songwriter und eben ein "Monster-Gitarrist", der mit umwerfenden, feurigen, fingerfertigen Läufen und Soli brilliert, genauso wie mit jeder Menge Spielwitz. Los geht's mit dem wuchtigen, fetten, mächtig groovenden, von einer gehörigen Portion Siebziger Classic-Rock unterwanderten Bluesrocker "Always". Starker Gesang, ein hervorragend strukturiertes Arrangement und ein "bäriges", mit genauso glühenden, wie lässig zelebrierten Gitarrenläufen und einem wunderbaren, kleinen Schlagzeugsolo aufwartendes Instrumentalbreak bestimmen das Geschehen. Herrlich retro. Das folgende "Boone" beginnt recht verhalten, mit viel Southern-Soul und feinem akustischen (Slide)Gitarrenspiel, legt dann im Verlauf aber gewaltig zu und wird zu einem voller Energie steckenden Southern-fueled Bluesrocker mit einem klasse Orgel-Untergrund. Hier spürt man die Einflüsse der Allmans deutlich. Danach das furiose Instrumental "Fraudulant waffle", bei dem die Band und vor allem Protagonist Marcus King sich zum einen völlig gehen lassen und gleichzeotig alle künstlerichen Register ziehen. Was für ein Jamming! Das geht von großartigen Twin Guitar-Momenten über fulminantes Lead Gitarren-Spiel, angetrieben von üppiger Percussion, gespickt mit viel Jazz- (Miles Davis) und Latin- Spirit (Santana). Das ist die pure Improvisationsfreude! Klasse! Etwas zurückhaltender, dafür mit ungemein viel Seele und Inspiration agiert die Band bei dem wunderbaren, gepflegten, leicht jazzig angehauchten Blues "Everything", der mit einem feinen Orgel-Background, ein paar schönen Saxophon-Momenten und einem hinreissend fingerfertigen Gitarrensolo des jungen Gitarrenzauberers besticht. Die Nummer sprüht nur so vor Spielfreude und Spielkultur. Erinnert ein wenig an die Tedeschi Trucks Band. Es folgen weitere, hochkarätige Nummern wie etwa der schön groovende, mit feinem Southern-Esprit versehene Midtempo-Blues "Dyin'" (klasse strukturiert, kleines Saxophon-Intermezzo, ausgedehntes, ungemein virtuoses, fulminantes Gitarrensolo), das furiose, mit Wahnsinns-Gitarrenarbeit aufwartende, abermals sehr jammige Instrumental "Booty stank" und der lichterloh brennende, voller "wilder" Gitarrenläufe steckende Uptempo Bluesrock-Kracher "Keep moving". ehe das Album mit der wunderschönen, melodischen, semi-akustisch inszenierten Ballade "I won't be here", eingehüllt in ein edles Southern-Gewand, überaus entspannt ausklingt. Die Reminiszensen an große Southern-Balladen der The Allman Brothers Band sind nicht zu leugnen. Tolle Nummer zum Abschluß eines ungemein vielseitigen, vielschichtigen Albums. Marcus King und seine Kumpels mit einem furiosen, genauso inspirierten, wie ambitionierten, teils sehr jammigen Bluesrock-Ritt, der einen von vorn bis hinten in Atem hält. Was diese Jungspunde drauf haben, ist schlicht "der Knaller"! Ja, das ist sicher erst der Anfang für die Marcus King Band, aber der hat es wahrlich schon in sich. Die Reise in die höchsten Hemisphären des Bluesrock-Universums hat begonnen...

Das komplette Tracklisting:

1. Always - 4.12
2. Boone - 5.30
3. Fraudulent Waffle - 5.21
4. Honey - 4.19
5. Dave's Apparition (Interlude) - 2.17
6. Everything - 4.48
7. No Decency - 4.42
8. Dying - 5.49
9. Booty Stank - 4.24
10. Opie - 5.09
11. Keep Moving - 5.00
12. I Won't Be Here - 4.37

Art-Nr.: 8951
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

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Always
Boone
Fraudulant waffle
Everything
Dyin'
Keep moving
I won't be here

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Knowles, Davy & Back Door Slam - coming up for air [2009]
Aus Back Door Slam werden nun Davy Knowles & Back Door Slam. Der begnadete, blutjunge Gitarrenzauberer und Sänger Davy Knowles (er ist gerade mal 22 Jahre alt) rückt nun, zumindestens marketing- und namenstechnisch, noch mehr in den Mittelpunkt, zumal seine, allerdings erstklassigen, Begleitmusiker nicht mehr die selben wie vor zwei Jahren sind. Doch das ist weitestgehend egal und eher zweitrangig. Wichtig ist einzig und allein: Der Nachfolger zum prächtigen "Roll away" von 2007 ist da, heißt "Coming up for air", und ist erneut ein Knüller! Exzellenter, 70s-based Bluesrock/Classic Rock voller Herz und Seele, zuweilen mit einem leicht rootsigen Anstrich. Der Bursche spielt wie eine hinreißende Mischung aus Robert Cray, Jimi Hendrix, Stevie Ray Vaughan und Rory Gallagher, und bringt mit seinen Songstrukturen und seinem stimmlichen "Vibe" immer wieder mal Paul Rodgers und Free in Erinnerung. Da passt es ins Bild, dass der alte Humble Pie-Haudegen Peter Frampton das Album produzierte. Baumstark!

Das komplette Tracklisting:

1 Coming Up for Air - 4:36   
2 Riverbed - 3:38   
3 Mistakes - 4:15   
4 Hear Me Lord - 6:03   
5 Amber's Song - 3:12   
6 Tear Down the Walls - 5:01   
7 You Can't Take This Back - 4:52   
8 Country Girl - 4:28   
9 Keep on Searching - 5:06   
10 Saving Myself - 3:11   
11 Taste of Danger [with Jonatha Brooke] - 4:09

Art-Nr.: 6430
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Coming up for air
Riverbed
Amber's song
Tear down the walls
You can't take this back
Taste of danger

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Moreland & Arbuckle - promised land or bust [2016]
Was für eine Würze! Welch ein Feuer! Was für ein drückendes, Southern-rooted Bluesrock-Gewitter! "Raw, dirty, primal and infectious, sizzling guitar, sturdy vocals and rude harmonica", sagt "USA Today" über das fulminante, kochende Gebräu, dass das bärenstarke "groundbreaking Wichita/Kansas-based" Trio Moreland & Arbuckle (Aaron Moreland - guitars, Dustin Arbuckle - lead vocals & harmonica, Kendall Newby - drums & background vocals) voller Inbrunst, Leidenschaft und musikalischer Klasse hier anrührt, und trifft damit den sprichwörtlichen Nagel punktgenau auf den Kopf. Gitarrist Aaron Moreland bezeichnet die "Mugge" schlicht als “gritty blues and roots rock from the heartland" - und auch das trifft zu. Fest steht, dass sich die Truppe kontinuierlich steigert und, bei all den schon ebenfalls sehr starken Vorgängern, mit "Promised Land Or Bust" nun einen neuen, absoluten musikalischen Höhepunkt ihrer bisherigen Karriere erreicht. Was ist das für ein grandioses Album voller powerndem, fettem, sattem, rauem, den Dreck unter den Fingenägeln spürendem, packendem Delta- und Mississippi Hill Country-Bluesrock, Southern Blues und brodelndem, kernigem Southern-/Roots-Rock! Herrlich! Moreland & Arbuckle, bei diesem Werk im übrigen bei einigen Nummern unterstützt von Keyboarder Scott Williams, Bassist Mark Foley und dem Produzenten Matt Bayles (bei je einem Track mit ebenfalls Keyboards und zusätzlicher Gitarre), leben in ihren mitreissenden Performances hauptsächlich von dem Energie-geladenen, famosen Zusammenspiel von Morelands glühenden Gitarrenläufen (irre starke Soli, teils brodelnde Slide) und Arbuckle's feuriger, dreckiger Bluesharp (die beiden liefern sich immer wieder, sich gegenseitig wunderbar anstachelnde Duelle), in Verbindung mit dem exzellenten, trotz aller Rauheit und ausgelassener, wilder Spielfreude, sehr "vertraut" und mit prächtiger Melodik dargebotenen Songmaterial. Powerndes Drumming und bollernde Basslines sorgen für die entsprechend, zumeist ordentlich hart rockende Basis. Diese Burschen bringen die Juke Joints und Bluesrock-Venues zwischen Kansas und Mississippi mit ihrem rauschenden, Southern-drenched Bluesrock-Elixier sicher mächtig zum Bersten. Hound Dog Taylor, Robert Johnson und Howlin' Wolf gehören zu ihren Einflüssen und genauso finden wir immer wieder Spuren solcher Kollegen wie beispielsweise Gov't Mule, den North Mississippi Allstars, ZZ Top oder auch einem härter aufspielenden Anders Osborne. Nach dem großartigen, sehr gefälligen, knackig rockenden, gleich mit schön dreckigem Harpspiel, tollem, dynamischem Gitarrensolo und dezentem, hintergründigem Piano-Klimpern aufwartenden Opener "Take me with you (when you go)" und em höllisch abgehenden, die pure Leidenschaft der Band offenbarenden, furiosen Southern-/Blues-Boogie "Mean and evil", hauen die Jungs mit dem wuchtigen, von harten, krachenden, rauen Riffs bestimmten "Hannah", einen dermaßen schwerblütigen Bluesrock-Hammer raus, der seinesgleicehn sucht. Hat Spuren von Led Zeppelin, über Gov't Mule, bis hin zu Too Slim and The Taildraggers. Was graben sich die Power-Riffs in den musikalischen "Dreck". Dazu walzen sich die E-Gitarren kollosaal dirch diese Wahnsinns-Nummer, wie ein unaufhaltsames Schlachtross durch die sumpfigen "Southlands". Sehr stark auch die den eh schon fetten Sound noch voluminöser machende Orgel im Hintergrund. Toller Gesang, tolle Melodie - Bluesrock-Herz, was willst Du mehr? Erstmals ein wenig Erholung gibt es mit der zumindestens etwas ruhiger beginnenden, wunderbar melodischen, rootsigen, Southern-inspirierten Blues-Ballade "Mount comfort", die im weiteren Verlauf aber auch noch an Kraft zulegt, vor allem mittels des glühenden Harp- und Gitarrensolos im Mittelteil. Es gibt noch einen kleinen Ausflug in akustische Gefilde ("Waco avenue"), doch ansonsten wird mit solch famosen Nummern wie beispielsweise dem kochenden Bluesrock-Shuffle "Woman down in Arkansas" (Killer Bluesharp), dem "tighten", von herrlich flüssigen Lead Gitarrenriffs, dreckigen Harpklängen und wummernden Basslines geführten "When the lights are burning low" und dem klasse groovenden, genauso lockeren, wie drückenden, Slide-getränkten, swampigen "Long way home" wieder ordentlich gerockt. Dieses Album ist ein absolutes Genre-Highlight. Wuchtig, druckvoll, mit viel Dampf, aber auch erstklassig strukturiert und randvoll mit starken Melodien "pflügen" sich Moreland & Arbuckle voller Leidenschaft und Seele durch die bluesigen Landschaften des amerikanischen Südens. Macht das eine Freude! Baumstark!

Das komplette Tracklisting:

1. Take Me With You (When You Go) - 4:07
2. Mean And Evil - 3:17
3. Hannah - 4:50
4. When The Lights Are Burning Low - 3:05
5. Woman Down In Arkansas - 4:13
6. Mount Comfort - 4:14
7. Long Did I Hide It - 2:35
8. Waco Avenue - 3:00
9. I'm A King Bee - 2:49
10. Long Way Home - 3:09
11. Why'd She Have To Go (And Let Me Down)? - 3:36

Art-Nr.: 9168
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Take me with you (when you go)
Mean and evil
Hannah
When the lights are burning low
Woman down in Arkansas
Mount comfort
Long way home

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Németh, John - stronger than strong [2020]
"Blues dynamo" John Németh, in der amerikanischen Soul-/Blues-/Bluesrock-Gemeinde höchst geschätzter Harmonica-Virtuose, und ein mit einer tollen, kraftvollen Stimme gesegneter Sänger, präsentiert mit dem schön erdigen, natürlich rauen "Stronger than strong", sein nun schon zehntes Album, das ohne Zweifel ein neues Highlight seiner bisherigen Karriere darstellt. Der junge, in Boise/Idaho aufwachsende Teenager fühlte sich in den frühen Neunzigern zunächst von den damals angesagten Hip-Hop-Sounds und Rockbands angezogen, ehe ihm sein damaliger Kumpel Tom Moore eines Tages den alten Junior Wells-/Buddy Guy-Klassiker "Hoodoo Man Blues" vorspielte, der Németh so begeisterte, dass dies für ihn der Einstieg zum Blues bedeutete. Zusammen gründeten die beiden die Band "Fat John & the 3 Slims" (Németh spielte Mundharmonike und sang), die noch heute als eine der legendärsten Bands in der Region Boise gilt. Es dauerte nicht lange, bis John die Aufmerksamkeit prominenter Bluesmusiker erkangte. 2002 schließlich veröffentlichte er sein erste, eigenes Album. Stationen, wie ein Engagement in der Band von Junior Watson und die Zusammenarbeit mit Elvin Bishop für dessen Grammy-nominiertes Album "The Blues Rolls On" (Gesang bei 4 Tracks), gehören ebenfalls zu seiner Vita. Mittlerweile lebt John Nèmeth in Memphis/TN, was sich musikalisch auf seinen aktuelleren Werken auch durchaus bemerkbar macht. Für das nun veröffentlichte, großartige Album "Stronger than strong" führte Nèmeth seine Band durch eine herrlich dreckige, "rowdy and swampy" Retro-Session aus erdigem Roots-Blues und "soulful" Bluesrock, live im Studio eingespielt, aber klingend, als hätte das Ganze in einem prallgefüllten, stickigen und schweißgetränkten, alten Roadhouse am Rande der Stadt stattgefunden. Er ist ein unglaublich talentierter Sänger (seine Stimmer erinnert ein wenig an den großen Jimmy Hall von Wet Willie) und Mundharmonikaspieler, was er auf diesem Album auch auf beeindruckende Art und Weise voller Power demonstriert. Begleitet wird er von seiner fantastischen, jungen Touring Band "The Blue Dreamers" um das erst 19-jährige "Gitarrenmonster" Jon Hay. Die weiteren Akteure sind Drummer Danny Banks und Matt Wilson am Bass. Jon Hay spielt wirklich groß auf. Seine Gitarrenlinien sind oft wunderbar swampig, "thick" und tief bluesig, seine famosen Soli hingegen kommen oft in einem tollen Sechziger Jahre Retro Blues-Ambiente, gespielt mit einer irren Fingerfertigkeit. Das Album startet mit dem hypnotischen, im Mississippi Hill Country Blues-Stil gehaltenen Opener "Come and take it", schön dreckig, voller klasse, swampiger "fuzz-laden" Gitarrenlicks und erdiger Bluesharp (irres Solo). John's Gesang klingt wunderbar "sumpfig". Die Authentizität des Südens spürt man bei jedem Ton dieses klasse Auftakts. Auf ähnlichem Terrain bewegt sich der feurige Roots-/Bluesrocker "Fountain of a man", jedoch mit deutlich mehr Drive und Dynamik. Zunächst brilliert Nèmeth mit einem fulminanten Harp-Solo, später jagt Gitarrist Jon Hay ein ebensolches hinterher. Stark! Mit dem gut Gas gebenden "Throw me in the water" liefern die Jungs dann einen herrlich geradeaus rockenden, klasse ins Ohr gehenden Retro Blues-/Rock'n Roll-Boogie ab, bei dem einmal mehr der junge Gitarrenzauberer Jon Hay groß aufspielt. Sein "rattenscharfes" Solo wirkt beißend und so selbstbewusst, als sei er ein "alter Hase", der schon ewig im Geschäft ist. "Chain Breaker Blues" ist ein "Killer"-Chicago Blues-Shuffle mit einem klasse Howlin Wolf-Flair, der mit einem tollen Groove aus den Lautsprechern "rollt". Die Nummer ist exzellent strukturiert, bleibt klasse hängen und glänzt mit großartigen Harp- und Gitarren-Soli. Mit einer beeindruckenden Gesangsleistung (klare Powerstimme) trägt Németh das anschließende, wunderbar soulige "Bars" vor. Die Nummer hat etwas von JJ Grey & Mofro. Schön hier der lässige Groove und Hay's ebenso lässiges Gitarren-Solo. Klasse auch der melodische, von der Rhythm Section dynamisch angetriebene "soulful" Bluesrocker "Deprivin' a love", das drückende "Work for love", das nostalgische, "R&B/Swinging Doo-Wop"-inspirierte "She’s my punisher", wie auch das das Album großartig abschließende, wieder sehr retro wirkende, soulig rock'n rollige "Sweep the shack". Das ist wunderbare, rootsige, mal southern angehauchte, dann wieder schön retro angelegte, mit viel Seele dargebotene rockin' Blues/Bluesrock-Musik von vorn bis hinten, die John Németh und seine exzellenten Blue Dreamers hier mit "Stronger than strong" abliefern. Und getreu dem Titel attestieren wir ihm sehr gerne "This is your mightiest record yet".

Das komplette Tracklisting:

1. Come and Take It - 2:54
2. Fountain of a Man - 4:31
3. Sometimes - 3:35
4. Throw Me in the Water - 4:23
5. Chain Breaker - 4:29
6. Bars - 4:55
7. I Can See Your Love Light Shine - 3:16
8. Deprivin' a Love - 4:38
9. Work for Love - 6:11
10. Guess Who - 6:45
11. She's My Punisher - 3:20
12. Sweep the Shack - 3:45

Art-Nr.: 10192
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Come and take it
Fountain of a man
Throw me in the water
Chain breaker
Bars
Deprivin' a love
Work for love
Sweep the shack

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Rein, Diana - queen of my castle [2019]
"This woman can play the Blues"! Fabelhaftes, drittes Album der prächtig aufspielenden, exzellenten U.S. Blues-/Bluesrock-Gitarristin, Sängerin und Songwriterin, veröffentlicht auf Mike Zito's "Gulf Coast Label, und ganz sicher so etwas wie ihr bisheriges, unmissverständliches, musikalisches Ausrufezeichen, ihr Szene-Durchbruch! Großartig! Diana Rein, aufgewachsen in Chicago, wo sie als 3-jährige Tochter rumänischer Emigranten landete, kam dort das erste Mal im Alter von 8 Jahren, als sie auf die Bühne des "Black Room" geholt wurde, mit dem Blues in Berührung. Von da an ließ sie diese Musik nicht mehr los. Obwohl ihre Karriere noch einige, kleine Umwege nahm (z. B. wirkte sie in den frühen Neunzigern in einer kleinen Rolle in den berühmten "Kevin - allein zu Haus" und "- allein in New York"-Filmen mit), war und ist der Blues und Bluesrock ihre Bestimmung. Kein Zweifel, denn gerade ihr neues Album "sounds like Rein was born on a blues club stage with a guitar in her hands and a rocking band behind her". Diana Rein's "Ding" ist der klassische, echte, traditionelle Blues, genauso wie der erdig rockende Blues, der straighte, dynamische, schnörkellose Gitarren-Bluesrock, was die heute in Californien lebende Protagonistin mit ihrem aktuellen Album auch in perfekter Symbiose demonstriert. Sie verfügt über eine sehr schöne, klare, kraftvolle Stimme, deren Variabilität sich bestens für filigrane, aber auch dreckige Stücke eignet. Sie ist einfach eine klasse Sängerin. Und eine geniale Gitarristin dazu. Beeinflusst von solchen Leuten wie B.B. King, Elmore James, Buddy Guy, Eric Clapton und vor allen Dingen Stevie Ray Vaughan, zeichnet sie sich durch ein ungemein würziges, feuriges, virtuoses, durch und durch bluesiges Gitarrenspiel aus, das ihre Eunflüsse keineswegs leugnet, das sich aber auch durch eine beeindruckende Direktheit, Schlichtheit und Schnörkellosigkeit auszeichnet, die ganz allein Rein's Kreativität geschuldet sind. Sie besticht mit großer Fingerfertigkeit, mit Dynamik, aber auch mit Inspiration, Seele und ihrer natürlichen Blues-Power. Ihre vielen, exzellenten, variablen, sehr angenehmen Soli kommen straight auf den Punkt, ohne exzentrische Sperenzien. Dabei entsteht eine Magie, der man sich kaum entziehen kann. Begleitet wird Rein, die sämtliche Rhythm- und Lead Guitar-Parts auf dem Album übernommen hat, von Dave Osti am Bass, Drake Munkihaid Shining an den Keyboards und Michael Leasure an den Drums der das Album zudem exzellent produzierte, - alles vorzügliche Musiker. Das Songmaterial (alle Tracks sind von Rein selbst komponiert) ist absolut klasse, melodisch, kommt von vorn bis hinten ohne jeden "Filler" aus. Nach dem wunderbaren Opener "Yes I sing the Blues", einem dem Songtitel entsprechend recht traditionell gehaltenen, klassischen Blues, bei dem man Rein's Einflüsse unmittelbar wahrnimmt (der Rhythmus ist Chicago-/Elmore James-mässig, das Instrumentalbreak bringt Stevie Ray Vaughan in Erinnerung), folgt das melodisch, kernig, dynamisch und bluesig fett nach vorn rockende "The midnight line". Das sind gleich 2 prächtige Tracks, die Diana Rein's Stärken hervorragend herausstellen: Ihren exzellenten Gesang, ihr fantastisches Gitarrenspiel (voller Feuer steckende Soli) und ihr tolles Songwriting (interessanter Tempowechsel beim zweiten Stück). Das herrliche Titelstück "Queen of my castle" kommt mit einem klassischen Chicago Blues-Vibe, einem tollen, prägnanten Drive, einer erstklassigen, frischen Melodie, sowie einem punktgenauen Gitarrensolo. Toll Knackig, voller Energie, gleichzeitig aber auch schön locker und herrlich frisch fließt der herausragende Bluesrocker "I can't quit you" aus den Lautsprechern. Abermals bemerkenswert ist Rein's starkes Gitarrenspiel, das auf der einen Seite sauber und klar, auf der anderen aber auch bluesig dreckig wirkt. Raue, dampfende Riffs und glühende Lead Gitarre bestimmen den, von einem dezenten Swamp- und Southernflair durchwehten, einmal mehr in eine tolle Melodie eingebundenen Bluesrocker "One foot in". Das amtlich temperierte Gitarrensolo strotzt nur so vor Spielfreude und Spirit. Beim toll groovenden "Get down" (schöne Melodie, feine Orgel-Fills, tolle Gitarrenlinien) überrascht Rein dann mal mit einem exzellenten Wah Wah-Solo, um anschließend mit dem betörend schönen "Chill of the night" einen hinreißenden, dezent nostalgisch angehauchten Slow-Blues zum Besten zu geben (tolle Orgelbegleitung, grandioses Gitarrespiel - jeweils mit Solo). Mächtig Dampf produziert dann nochmal der saudreckige, im knarzenden, glühende "fuzzed-out guitar sound" kommende Bluesrocker "Heat", ehe das Werk schließlich mit dem traumhaft melodischen, erfrischend klaren Instrumental "Zoe" herausragend endet. Welch ein wundervolles Gitarrenspiel! Diana Rein hinterlässt mit diesem Album mächtig Eindruck. Eine knappe Stunde lang (es fehlen rund 30 Sekunden) präsentiert sie uns ehrliche, natürliche, unverbrauchte, frische, exzellente Gitarren Bluesrock-Kunst, die sich auf angenehmste Art und Weise ihren Weg tief in unsere Ohren bahnt. Es ist einfach eine große Freude ihr zuzuhören. Oh ja, "this woman can play the Blues"!

Das komplette Tracklisting:

1. Yes I Sing the Blues - 3:30
2. The Midnight Line - 3:26
3. Queen of My Castle - 3:49
4. I Can't Quit You - 3:45
5. One Foot In - 4:20
6. Walking Along - 3:24
7. Pure Soul - 4:09
8. It's You - 3:28
9. My Love - 4:07
10. Get Down - 3:29
11. Chill of the Night - 5:07
12. Worth - 4:05
13. Time's Ticking Away - 4:04
14. Heat - 4:44
15. Zoe - 3:54

Art-Nr.: 9974
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
The midnight line
Queen of my castle
I can't quit you
One foot in
Get down
Chill of the night
Heat
Zoe

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Schnebelen, Nick - crazy all by myself [2019]
Nick Schnebelen's grandioses Solo Studiodebut "Crazy all by myself" ist ein absolutes Juwel für die Freunde des Gitarren-orientierten Blues und Bluesrocks. Ganz große Genre-Kunst! Der ein oder andere erinnert sich vielleicht noch an die fantastischen Schnebelen-Geschwister Danielle, Nick und Kris aus Kansas City im U.S.-Bundesstaat Missouri, die unter dem Namen "Trampled Under Foot" lange Jahre (zwischen 2002 und 2014), auch über die örtlichen Grenzen hinaus, für ordentlich Furore in der Blues- und Bluesrock-Szene sorgten. Danielle Nicole ist inzwischen solo sehr erfolgreich, Kris Schnebelen spielt als Drummer u. a.mit Sean Chambers, und Meistergitarrist Nick haut nun dieses fantastische Studiodebut raus. Ein echtes "Killer"-Teil! Nick Schnebelen ist ein absoluter Vollblutmusiker, der auf höchstem Niveau performt. Ein meisterhafter, ungemein inspirierter, voller Seele aufspielender, nie überdrehender, dabei wahsinnig fingerfertiger und immer den richtigen Ton treffender, stringenter, punktgenau, und doch mit immenser Spielfreude agierender Gitarrist, aber auch ein fantastischer Sänger und Songwriter. Eine Kombination großer Talente, die zündet. Dazu wird Schnebelen von hochkarätigen Musikern begleitet, überwiegend Mitglieder von Taj Mahal's Phantom Blues Band, wie Mike Finnigan (organ & piano), Johnny Lee Schell (rhythm guitar & vocals), der legendäre James "Hutch" Hutchinson am Bass (u. a. auch bekannt durch seine Arbeit mit Bonnie Raitt), sowie der Grammy-dekorierte Drummer Tony Braunagel, der das Album auch exzellent produzierte. Beeinflusst von Legenden wie Albert King und B.B. King, von Johnny Winter, Buddy Guy und George Thorogood, aber auch von Stevie Ray Vaughan, Hendrix und vereinzelt sogar den bluesigen Allman Brothers, hören wir einen ungemein abwechslungsreichen Streifzug durch viele Varianten des Blues und Bluesrocks, auch mal mit mit einem Hauch von Soul, Rootsrock, Swamp-Feeling, Southern-Flair und Rock'n Roll. Doch die Basis ist stets der Blues. Die Reise beginnt gleich mit einer wahren Hammer-Nummer. "Lil" death" besticht mit einem grandiosen, fast schon "bedrohlich" wirkenden, düsteren Swamp-Groove (sehr starkes Drumming von Tony Braunagel), aber auch mit viel Power, Spirit und einer gefällig hängen bleibenden Melodie. Bärenstark Schnebelen's vorzügliches, variantenreiches E-Gitarren-Spiel, inkl. eines prächtigen Slidguitar-Solos, vor dem Hintergrund von Finnigan's toller Orgel. Irre gut! Weiter geht's mit dem dreckigen Midtempo-Bluesrocker "It ain't me", wieder mit einem tierischen Groove und voller straighter Gitarrenriffs. Das "geile" Gitarrensolo versprüht pures Blues-Feeling. Es folgt mit dem "scharfen" "Ain't got time for the blues" ein gewaltig dampfender, mit klimperndem Piano und lasse Gitarren intonierter "Honky Tonk-/Rockabilly-/Rock'n Roll-Blues",der mächtig Drive und viel guter Laune verbreitet. Herrlich rockt auch das brodelnde, von schmutziger Bluesharp unterstützte "Altar of love", das mit einem tierischen Slide-Solo des Meisters punktet und jede Menge Southern-/Swamp-Flair versprüht. Etwas ruhiger, dennoch voller Energie und wieder schön dreckig, wird's bei dem voller Seele steckenden, großartigen Slow-Blues "Bad disposition with the blues", der durch tolles Zusammenspiel von Slideguitar und erdiger Bluesharp (famoses Solo von Dustin Arbuckle, ex Moreland & Arbuckle) besticht. Seine große musikalische Vielfalt demonstriert Schnebelen erneut mit dem hinreißend melodischen "Soul magic", einem begnadeten Soul-Blues vom Allerfeinsten. Einfach wunderbar, wie sich diese Nummer in unsere Ohren groovt., geprägt von exzellentem Gesang und herrlichem Zusammenspiel von E-Piano, Orgel und unaufdringlichen, aber magischen Gitarren. Ein weiteres, absolutes Highlight hören wir mit der traumhaft melodischen, dennoch schön erdig inszenierten, mit "rollendem" Orgelteppich und starken Gitarrenlicks arrangierten Bluesrock-Ballade "I leaned my heart on you". Klasse hier die feinen Twin Gitarren-Momente mit Schnebelen und Gast-Gitarrist Davy Knowles, die sich zudem einen begnadeten, seeligen Solo-"Schlagabtausch" liefern. Welche Nummer wir auch durchleuchten, das komplette Album hat nicht den Hauch eines schwachen Momentes. Nick Schnebelen und seine Freunde begeistern mit einer überragenden Leistung. So muß sich zeitgemäßer, variantenreicher, genauso klassischer, wie moderner Blues und Bluesrock anhören. Schon recht früh haben wir im Jahr 2019 ein Genre-Highlight, das in der Jahreendabrechnung ohne jeden Zweifel eine gewichtige Rolle um das "Album des Jahres" spielen wird. Absolut top!

Das komplette Tracklisting:

1. Lil' Death - 4:06
2. It Ain't Me - 4:20
3. Ain't Got Time for the Blues - 2:42
4. Crazy All By Myself - 4:44
5. Altar of Love - 4:38
6. Bad Disposition With the Blues - 4:30
7. Bad Dream - 4:31
8. Soul Magic - 5:03
9. I'm a Fatboy - 3:33
10. I Leaned My Heart on You - 5:12
11. Out of Bad Luck - 3:44
12. Monkey Around - 3:29
13. Holding On - 4:24

Art-Nr.: 9774
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Lil' death
It ain't me
Ain't got time for the blues
Altar of love
Bad disposition with the blues
Soul magic
I leaned my heart on you
Monkey around

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Too Slim and The Taildraggers - blue heart [2013]
"'Blue Heart' will rock your head off", sagt die "Smoky Mountain Blues Society" über das neue Album von Tim "Too Slim" Langford und seinen Taildraggers, aber das ist fast noch untertrieben. Was für ein Killer-Teil" Es rockt, es bluest, es "swampt", es kocht und brodelt an allen Ecken und Enden. "Saitenhexer" Langford ist zudem in Höchstform und begeistert mit einem flammenden Gitarren- und Slidegitarren-Spektakel. Das ist dampfender, kerniger, voller Southern-Esprit steckender, fetter American Bluesrock, dem man sich bedingungslos ergibt. Die aktuelle Besetzung der Taildraggers besteht neben Timothy "Too Slim" Langford (guitars, vocals) noch aus Bassist E. Scott Esbeck (ex Stone River Boys, Los Straightjackets) und Drummer Jeff "Shakey" Fowlkes (ex Robert Bradleys Black Water Surprise, Kid Rock), doch für das neue Album "Blue heart" zog es den Protagonisten nach Nashville, um dort gemeinsam mit Produzent Tom Hambridge (u.a. Buddy Guy, George Thorogood) und einigen örtlichen Musikgrößen dieses Werk einzuspielen. Hambridge selbst übernahm neben dem Produzentenjob noch den Part des Schlagzeugers (und was für einen - der Kerl ist ein begnadeter, straighter Drummer, der mit seinem kraftvollen, "hard hitting" Stil den anderen mächtig Dampf macht und sie gnadenlos nach vorn treibt), Tommy MacDonald, aus dem Umfeld von Delbert McClinton spielt Bass, der ehemalige Keyboarder aus der Band von Stevie Ray Vaughan, Reese Wynans, übernahm bei einigen Tracks die Orgel-Parts, Wet Willie's Jimmy Hall spielt bei einem Stück Mundharmonika und übernimmt bei dem schönen "Good to see you smile again" sogar den Lead Gesang, und mit Rob McNelley, ebenfalls aus dem McClinton-Dunstkreis, hat Langford sogar noch einen zweiten Gitarristen mit an Bord, der die eh schon gewaltige und massive Gitarrenpräsenz noch einmal zusätzlich verstärkt. Die beiden "Gitarreros" spielen großartig zusammen. Das Songmaterial ist ohne jede Ausnahme bärenstark und bleibt einfach klasse hängen. Es scheint, als sei dem Material durch die Aufnahme der Songs mit diesen exzellenten Musikern in Nashville ein zusätzliches, erdiges, natürliches Flair des Südens eingehaucht worden. Das kommt wunderbar rüber. Ein Musterbeispiel dafür ist der fantastische Opener "Wash my hands", ein kompromislos straighter, rauer, und ungemein "cool" vorgetragener Swamp-/Southern Rocker, der auch vorzüglich in das Anforderungsprofil von ZZ Top passen würde - zumal "Slim's" Gesang nicht nur hier ein wenig an Billy Gibbons erinnert. Dreckige, zerrige, kochende Riffs, ein ordentlich nach vorn galoppierender Drive und die glühenden Lead Gitarren-Läufe des Meisters bestimmen das Geschehen. Jeder, sowohl die beteiligten Musiker, als auch der Zuhörer, ist sofort auf Betriebstemperatur. Toll! Weiter geht's mit dem schwerblütigen Bluesrocker "Minutes seem like hours", der erst recht verhalten beginnt, dann aber schnell seine Kraft ausspielt. Wieder kommt eine feine Southern-Brise auf, verbunden mit einem dezent psychedelischen Wüstenflair. Langford's Gitarrenarbeit ist brillant. Diese Nummer zieht eine tiefe Furche durch den roten Sand zwischen Texas und Tennessee. "Geil"! Etwas anders gelagert ist das Titelstück "Blue heart", das vorwiegend geprägt ist von dem dreckigen Harpspiel Jimmy Hall's (inkl. eines exzellenten Solos). Trotz einer dezenten Swamp-Note haftet dieser Nummer auch ein gewisser Chicago Blues-Spirit an. Eine furiose Uptempo-"Tour de force" in Sachen Southern-/Blues-Rock'n Roll erleben wir dann mit dem pulsierenden Kracher "If you broke my heart". Wow, was für eine Power! Tom Hambridge haut auf die Felle als gäbe es kein Morgen und Langford feuert ein paar Gitarrenlicks ab, die die Hütte buchstäblich in Flammen setzen. Zurück bleibt nichts als verbrannte Erde. Ähnlich sieht das bei dem schön jammigen Swamprock-/Bluesrock-Knaller "Preacher" aus, der von permanent unter Starkstrom stehende Gitarrenfills McNelley's und schier endlosen, höllisch glühenden Slidelinien Langford's geprägt ist. Wirkt, als würden sich Gov't Mule und ZZ Top gegenseitig in einen Rausch spielen. Der "New Years Blues" hingegen ist ein von hinreissenden, fetten Gitarrelinien durchzogener Midtempo-Bluesrocker, aus dessen Poren einmal mehr der Schweiß des Südens quillt. Mit dem semi-akustischen "Angels are back" klingt dieses "Hammer"-Album dann etwas ruhiger aus. Too Slim and The Taildraggers verfügen schpn jetzt über eine immense, sehr loyale Fanbase. Die wird mit dem neuen Werk garantiert noch zunehmen. Auch in puncto Anerkennung und Erfolg ist die Band mittlerweile bestens im Geschäft. Die letzten vier Studioalben erreichten allesamt die Top 10 der Billboard Blues Album Charts. Zudem sammelten sich unzählige Awards an. "Blue heart" wird das weiter vorantreiben, denn Kritiker und Presse überschütten das Werk bereits jetzt mit wahren Lobeshymnen - vollkommen zu Recht. Eines der besten "Too Slim"-Alben überhaupt!

Das komplette Tracklisting:

1. Wash My Hands - 4:04
2. Minutes Seem Like Hours - 3:52
3. Blue Heart - 4:54
4. Make It Sound Happy - 5:11
5. Good To See You Smile Again - 3:24
6. When Whiskey Was My Friend - 3:28
7. If You Broke My Heart - 3:27
8. New Years Blues - 5:16
9. Shape of Blues To Come - 4:32
10. Preacher - 6:35
11. Angels Are Back - 4:38

Art-Nr.: 8210
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Wash my hands
Minutes seem like hours
Blue heart
When whiskey was my friend
If you broke my heart
New Years Blues
Preacher

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Wolfe, Todd - borrowed time [2008]
Was für ein grandioses, Energie-geladenes, variables, dampfendes Bluesrock-/Rock-/Blues-Gitarren-Spektakel! Der nach eigenen Angaben u.a. von Howlin' Wolf, Muddy Waters, Buddy Guy und Jimmy Page inspirierte Gitarren-Hexer Todd Wolfe (ex Textones u. zwischen 1993 und 1998 Lead-Gitarrist der Touring-Band von Sheryl Crow) begeistert auf seinem vierten Album "Borrowed time" mit einer vor Vitalität, Würze, Feuer und Leidenschaft nur so strotzenden, nahezu alle Grenzen des Bluesrocks auslotenden Performance. Ist das klasse! Mal funky, mal wunderbar groovy, mal mächtig heavy, mal southern und herrlich swampig, mal locker und lässig, um im nächsten Moment wieder regelrecht zu explodieren, ziehen er und seine ebenfalls hochkarätigen Mitstreiter (man spielt zumeist in Quartett-Besetzung mit großartigen, den exzellenten Sound "füllenden" Piano- und Orgel-Ergänzungen) eine rockin' Blues/Bluesrock-Show ab (nicht missverstehen - das ist kein Live-Album), deren Intensität, genauso wie deren Klasse und Niveau man mit dem englischen Begriff "outstanding" wohl am treffendsten bezeichen kann. Oder kurz und knapp: Die Truppe, vor allem aber Todd Wolfe, ist ein "Hammer"! Die exzellent strukturierten Songs klingen satt, transparent, sind messerscharf produziert und haben dennoch diese unwiderstehliche, für diese Art von Musik so notwendige, deren Authentizität untermauernde Portion natürlichen "Drecks" intus. Und was Wolfe auf der Gitarre zaubert, ist schier unglaublich. Da brennen die Saiten. Ein fulminantes, inspiriertes, fingerfertiges, dampfendes Solo (auch jede Menge Slide) jagt das nächste. Spielfreude pur! Doch diese herzhaften Gitarrenausflüge sind nicht alles, was der Meister drauf hat - nein, er ist zudem ein erstklassiger Songwriter und ganz großartiger, ausdrucksstarker Sänger, jederzeit in der Lage, sich perfekt der jeweiligen Songthematik anzupassen. "Borrowed time" beginnt mit dem phänomenalen, druckvollen, dynamischen, wunderbar dreckig vorgetragenen, intensiven Groove-Bluesrocker "Tears of rage", schon seit Jahren ein "Hit" im Live-Programm von Wolfe - jetzt erstmalig in einer Studioversion! Klasse, wie die Band hier "auf die Tube drückt" und den Meister zu außergewöhnlichen Hochleistungen antreibt. Tolle Gitarrenritte! Kocht und rockt gewaltig! Im Anschluß daran groovt sich die Band im mittleren Tempo schön funky durch das starke "Ready for love", ehe mit dem bluesigen, wuchtigen "Heavy"-Rocker "Cold black night" eine wahre "Mörder-Nummer" auf dem Programm steht. Wunderbar retro. So ein Ding könnten Led Zeppelin in ihrer Anfangszeit gespielt haben. Drückender, intensiver, schwergängiger Rhythmus, fulminante E-Gitarrenläufe und als Untermalung eine prächtige, "rollende" Orgel. Dann, nach rund 3 Minuten, setzt Wolfe zu einem gewaltigen, glühenden "Open End"-Gitarrensolo an (welch eine Virtuosität, welch ein Feeling, welch ein Feuer) - und nun brechen wirklich alle Dämme. Allein diese famose Nummer ist schon das Geld für das Album wert. Aber: "No way to slow down"... - der nächste Knüller folgt sofort: Eine tierische Fassung von Leslie West's "Baby I'm down" (aus dessen 1969iger "Mountain"-Album) steht an! Als Gast dabei: Leslie West höchst persönlich an der zweiten (Lead)Gitarre und mit seinem unverwechselbaren, röhrenden Gesang. Nach einem Acoustic Gitarren-Intro entwickelt sich der Song trotz vermeintlich lockerer Basis zu einem mit drückenden E-Gitarren versehenen, in den Swamps des Südens watenden, heißen Southern Bluesrocker. Erneut ein wenig swampig angehaucht, vor allen Dingen durch die traumhafte Begleitung mit der elektrischen Slide-Gitarre, kommt der wunderbare, seelige, sehr melodische, aber dreckig und trocken rockende Blues-Stomper "You're not the only one", herrlich unterlegt mit toll groovendem Percussion-Spiel. Baumstark auch das flott groovende, viel Clapton-Flair versprühende "California" (toller, melodischer, Rockin' Blues, komponiert von Todd Wolfe und Sheryl Crow), die meisterhafte, kochende Coverversion von Peter Green's (Fleetwood Mac) "Oh well" (eine der stäksten Fassungen dieser oft gecoverten Nummer, die wir seit ewigen Zeiten gehört haben), das lockere, lateinamerikanisch swingende "Who's been talking" (viel Santana-Feeling, starker Gesang, wundervolle Gitarrenarbeit, hinreißende Soli), der melodische, feurig von Mary Hawkins gesungene, satte Slow-Blues "If this is love" und der abschließende, fulminante, mit glühenden Slides garnierte und von tollem Piano-Geklimper unterstützte, abgehende "fun romping" Rocker "Big nose Kate (Borrowed time")! Todd Wolfe gehört ohne Zweifel zu den ganz großen Saitenartisten der heutigen Bluesrock-Szene. Was er für grandiose Riffs, Licks und Soli abliefert, wird den Gitarren-Enthusiasten "Tränen der Freude" in die Augen treiben. Mitreißend, inspiriert, voller Seele, voller Feuer! Eine bestechend starke, gut 50-minütige Demonstration allerfeinsten Bluesrocks!

Das komplette Tracklisting:

1 Tears of Rage - 4:13   
2 Ready for Love - 4:31   
3 Cold Black Night - 5:40   
4 Baby I'm Down - 5:19   
5 You're Not the Only One - 3:44   
6 California - 4:20   
7 Oh Well - 5:23   
8 Who's Been Talking - 5:50   
9 If This Is Love - 6:05   
10 Big Nose Kate (Borrowed Time) - 5:13

Art-Nr.: 6066
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Tears of rage
Cold black night
You're not the only one
California
Who's been talking
Big nose Kate (Borrowed time)

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