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Carroll, Jason Michael - what color is your sky [2015]
Der Mann aus North Carolina, der uns vor 4 Jahren mit seinem Riesenhit "Alyssa Lies" begeisterte und der danach noch einige weitere Top 20-Hits folgen ließ, kommt mit einem wunderbaren, neuen Album. "What Color Is Your Sky" lautet der Titel und beinhaltet 15 brandneue Tracks, wobei die letzten drei Stücke "Here With Me", "Painting Pictures" und "Waste Their Life" (als Demo Version), allesamt in melodischem Midtempo gehalten, eigentlich nur für sein Live-Programm gedacht sind auf Wunsch seiner Fangemeinde noch als Bonus auf diesem Album mitberücksichtigt wurden. Eine schöne Geste. Carroll eröffnet sein mit recht schmalem Budget ausgestattetes und selbst produziertes Werk (er hat ja mittlerweile nur noch ein Independant-Label im Rücken, was sich aber absolut positiv auf seine Leistung ausgewirkt hat) mit dem herrlich flockigen, von Cowboylagerfeuerromantik umwehten "All I’m Drinking 'Bout", das man aufgrund des eingängigen Refrains und den folkig anmutenden ‘Whistles‘ (man ertappt sich nach einer gewissen Zeit förmlich beim Mitpfeifen) kaum noch aus dem Kopf bekommt. Ganz klasse hier auch, neben der schönen Fill-Arbeit mit Bariton-E-Gitarre, Piano- und Orgeltupfern, die plötzlich unvermittelt einsetzende E-Gitarrenpassage. Ein großartiger Auftakt. Die folgende Single "God Only Knows" erinnert vom Stil an Sachen von Jason Aldean, Brantley Gilbert & Co., ebenso wie auch später das heftig rockende "'Til The Speakers Blow" (ähnelt "My Kinda Party") und die Powerballade "We Ride", wobei immer wieder die tolle E-Gitarrenarbeit (inkl. starker Soli) zu überzeugen weiß. Das atmosphärische Titellied "What Color Is Your Sky" lässt ein wenig den New Country der 90er Jahre aufleben: ruhiger melodischer Strophengesang, der dann in einen harmoniegesungenen Refrain à la Diamond Rio oder Little Texas mündet. Auffallend auch, dass Jason Michael seine Vocals, die auf seinem letzten Silberling "Numbers" noch eher kräftiger/dominanter in Richtung Blake Shelton ausgelegt waren, ein wenig ‘weicher‘ in Sphären eines Tracy Lawrence und Konsorten ausgesteuert hat. Weitere Nummern mit 90er-Flair "Love Like July" (stadiontaugliches E-Gitarren-Solo) und "Civil War" (markante Pianountermalung). Ganz großes Kino ist das bestens zum Feiern geeignete, in "Take It Easy"-Manier fröhlich beschwingt dahinschunkelnde "Here‘s To", eine herrlich sympathische, zum Mitsingen geeignete Hommage an die angenehmen Sachen des Lebens wie das Biertrinken , schöne Frauen etc., die den anstrengenden Alltag mal für eine gewisse Zeit vergessen lassen. Schön authentisch hier die kurz simulierte ‘Crowd‘-Harmoniegesangs-Passage, die schon mal andeutet, wie es bei dem Song live zugehen wird. Ein echtes Stimmungshighlight und toller Ohrwurm zugleich! Das Schöne an der möglichen Eigenständigkeit im Independant-Bereich sind dann auch die Überraschungen und Freiheiten, die ein Künstler sich dann zwischendurch auch mal gönnen darf. So hätte es die tollen Knopfler-typischen Dire Straits Stratocaster-Einlagen bei "Does He Know" wie auch das fast schon im Southern Melodic Rock verwurzelte "Urgency" (Billy Crain-mäßiges Strat-Solo) auf einem Majorwerk wohl kaum gegeben. Die schöne Ballade "Blown Away" (dezenter "Free Bird"-Unterton bei den Keyboards) und das bardenhaft vorgetragene countryeske "Close Enough" (schön klare Akustikgitarre, Steel, Fiddle) runden ein äußerst unterhaltsames und abwechslungsreiches Werk ab, (Texte zu diesen 12 Liedern sind im Booklet enthalten), bevor die eingangs erwähnten Zusatztracks einsetzen. Auch wenn er seinen Major-Vertrag los ist, seine lockere Country-/New Country-Musik ist über jeden Zweifel erhaben und "better than ever". Herrliche, flockige Songs mit tollen Melodien, großartige Stimme und "not one bad song or any filler on this album", wie es ein begeisterter U.S.-Fan ausdrückt. Keine Ahnung, warum die Bosse der großen Labels diesen Burschen nicht mehr unter Vertrag haben, aber vielleicht ist das auch gut so. So kann er zwanglos spielen, was er will - und das macht sich auf positivste Art und Weise bemerkbar. Sehr starke Vorstellung! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. All I'm Drinking 'Bout - 4:16
2. God Only Knows - 3:52
3. What Color Is Your Sky - 3:32
4. Here's To - 3:45
5. Love Like July - 3:28
6. Does He Know - 3:40
7. Til the Speakers Blow - 3:44
8. Civil War - 3:25
9. Urgency - 3:24
10. Blown Away - 3:43
11. We Ride - 3:40
12. Close Enough - 3:10
13. Here with Me - 3:48
14. Painting Pictures - 3:49
15. Waste Their Life (Demo Version) - 3:52

Art-Nr.: 8863
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 7,90

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Elmore, Jason & Hoodoo Witch - upside your head [2010]
"Jason Elmore & Hoodoo Witch carry on the tradition of guitar-slinging Texas Blues Rock"! Und wie sie das tun! "Jason Elmore is the hottest new guitar hero, deep from the heart of Texas"! Yeah! Saustarkes Debut dieses "masterful guitarslingers" aus Denison/Texas, der sich mit seiner Truppe Hoodoo Witch (klassische Trio-Besetzung) aufmacht, die texanische Bluesrock-Szene ordentlich aufzumischen. Voller Herz und voller Selle, voller Leidenschaft und voller Biss, voller Enthusiasmus und voller Frische beackern sie das Terrain zwischen Stevie Ray Vaughan (ein amerikanischer Fan bemerkte gar in einem Statement "The new SRV has arrived") und Johnny Winter, zwischen Freddie King und Muddy Waters, zwischen Too Slim and the Taildreggers und ZZ Top, zwischen Joe Bonamassa und den Buddaheads, Led Zeppelin und Rory Gallagher, aber auch zwischen Sonny Landreth und The Allman Brothers Band. Vielseitig, aber sie bringen das prächtig unter einen Hut und es passt einfach wunderbar zusammen. Elmore ist nicht nur ein Wahnsinns-Gitarrist, dessen mitreissende Riffs und Soli ihm tiefste Bewunderung und Ehrfurcht entgegenbringen, nein, er ist auch ein fabelhafter Sänger und exzellenter Songwriter. Die Bandbreite des durch und durch bärenstarken Songmaterials geht von mächtig abgehenden Volldampf-Boogies, über kochenden Roadhouse-Blues, brodelnde Texas-Shuffles, herrlich groovenden Midtempo-Bluesrock, flüssigen Southern-Bluesrock, "gritty" Roots-Blues, schwülen Delta-Blues, bis hin zu seeligem, wundervollem Slow-Blues(rock). Und auch für vorzügliche Melodik hat Elmore ein gutes Händchen. Schon gleich zu Anfang gibt's eine absolute "Killer"-Nummer: "Dusk till dawn" heisst das Stück, ein baumstarker, fetter, dreckiger, Slide-getränkter, Southern-rooted Boogie voller zündender Bottleneck-Ausflüge. Elmore und seine Jungs sind sofort auf Betriebstemperatur und der Saitenkünstler rührt mit seiner Slide ein mächtig dampfendes Voodoo-Gebräu an. Man ist sofort von dieser Musik gefesselt. Zeppelin-mässige Riffs eröffnen den anschliessenden, klassischen, mit einem Schuss Funk-Blues gewürzten Rocker "Big money grip". Nicht nur hier fällt auf, wie großartig auch Elmore's Rhythmus-Fraktion "Hoodoo Witch" (Beau Chadwell - Drums, Chris Waw - Bass) auftritt, die den Protagonisten eine geradezu perfekte Basis verschafft. Die Nummer hat ein klasse Feeling. Mit dem folgenden "All it does is rain" präsentieren uns die Jungs nun einen ganz herrlichen Slow-Blues, eingehüllt in einen wunderbaren Rhythmus, eine exzellente Melodie und einen großartigen, aus vielseitigen. transparenten Gitarren bestehenden Mantel traumhafter Riffs, Licks und Soli. Faszinierend das immer wieder wieselflinke, erdige, satte, ungemein virtuose Gitarrenspiel des Meisters. Das ausgedehnte, über 3-minütige, mit schönen Wah Wahs angereicherte, überaus abwechslungsreiche Solo ist pure Gitarren-Magie. Ganz groß! Der kernige Rocker "Drag me down" kommt dann wieder mit klassischen Riffs zwischen Taste und Led Zeppelin (ohne dabei das "down home Texas-Feeling zu vernachlässigen) und die anschliessende "schwaze Witwe" ("Black widow") macht mit ihrem beherzten Auftreten die Roadhouses zwischen Texas und Oklahoma unsicher. Einen weiteren Texas Bluesrock "Killer"-Shuffle voller Southern-Flair (Stevie Ray Vaughan meets ZZ Top) bekommen wir mit dem prachtvollen "Road to ruin" serviert - klasse E-Gitarren-Riffs, ein scharfer Groove, starker Gesang, eine prima Melodie und natürlich wieder ein fulminantes, die Herzen der Saiten-Enthusiasten höher schlagendes Solo inklusive. Es folgen mit dem rauen, schnellen "6 foot down" ein explosiver "Volle Kanne"-Slide-/Delta-/Swamp-Boogie (glühende Slide-Attacken ohne Ende) und mit dem tollen "Dracula bite" ein straighter, riffiger, Blues-based Classic-Rocker (das Gitarren-Solo sprüht nur so vor flüssigem Southern-Flair), ehe mit dem wunderbaren "Evil woman" wieder ein eher zurückgenommener Midtempo-Bluesrocker auf dem Programm steht, der aber vor innerer Stärke und Energie nur so strotzt. Im richtigen Moment wartet Elmore erneut mit einem zündenden Gitarrensolo auf, das stetig an Kraft gewinnt, um den Song schließlich wieder in den ursprünglichen, lässigen Mojo-Groove zurückzugeleiten. Klasse hier auch die gut abgestimmte Orgel-Untermalung von Gastmusiker Shawn Phares. Eine Knüller-Nummer! Doch was soll man weiteres über einzelne Tracks erzählen, das komplette Album ist schließlich ein 56 1/2 Minuten währender, absoluter Bluesrock-"Hit"! Produziert hat das Werk im übrigen, zusammen mit Jason Elmore, Jim Suhler (Jim Suhler & Monkey Beat, George Thorogood), der zudem bei einigen Songs als zweiter Gitarrist mit von der Partie ist. Jason Elmore & Hoodoo Witch mit einem Debut, das keine Wünsche offen lässt. "Upside your head" ist nicht mehr und nicht weniger als ein waschechter Genre-Knüller. Einfach famos! "No tricks, just straight up rockin' kickass Blues"!

Das komplette Tracklisting:

1. Dusk Till Dawn 4:13
2. Big Money Grip 3:39
3. All It Does Is Rain 6:20   
4. Drag Me Down 3:37
5. Black Widow 3:36
6. Road to Ruin 4:45
7. 6 Foot Down 2:38   
8. Dracula Bite 5:14
9. Evil 6:00
10. Wash My Hands of You 4:11
11. Red River Valley 2:26
12. World of Trouble 3:34
13. Nobody Knows 3:32
14. That's the Way It's Got to Be 2:57

Art-Nr.: 6894
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Dusk till dawn
All it does is rain
Road to ruin
6 foot down
Dracula bite
Evil woman
Nobody knows

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Greene, Alastair - the new world blues [2020]
Packendes, neues Studiowerk des südcalifornischen Bluesrock Gitarrenhexers Alastair Greene. Was für ein famoses, "heißes" Teil. Für die Fertigstellung dieses Albums reiste Greene zu seinem Freund Tab Benoit nach Houma/Louisisana, um es in dessen Whiskey Bayou Studios gemeinsam mit Benoit an den Drums und dem großartigen Bassisten Corey Duplechin, vorwiegend live, mit nur ganz wenigen Overdubs, in Trio-Besetzung einzuspielen. Herasugekommen ist ein exzellenter, auf den Punkt gebrachter, leidenschaftlicher Mix aus Rock-, Funk- und vor allem Blues-Zutaten, zusätzlich garniert mit einer gehörigen, sicher dem Aufnahmeort und Benoit's Einfluß geschuldeten, herrlich würzigen Portion Lousisiana-/Southern-Swamp-Flair. Das passt und kommt verdammt gut rüber. Die durchweg großartigen Songs, allesamt aus der Feder von Alastair Greene, 4 davon gemeinsam komponiert mit Tab Benoit, wirken kompakt, schnörkellos, stecken voller Energie, voller Feuer und voller Seele, punkten mit vorzüglichen Strukturen und Melodien, bieten dabei aber jederzeit ausreichend Freiraum für des Meisters furiose Gitarrenausflüge. Sein imposantes Spiel ist kraftvoll, geradlinig und variabel zugleich, kommt aber stets ohne effekthascherisches "Gefrickel" aus. Nein, dieser Alastair Greene ist wahrer Virtuose, ein wirklich herausragender Gitarrist - und, das wird viel zu wenig erwähnt, auch ein richtig guter Sänger. Los geht's mit ordentlich Drive und Power: "Living today" ist ein richtig "geiler", wunderbar nach vorn "rollender" Bluesrock-Boogie, der einen unmittelbar mitnimmt. Trotz der Power, einer gewissen sumpfigen Dicke, des pulsierenden Rhythmus und der gut Gas gebenden Gitarren (tolles Solo) strahlt die Nummer eine durchaus spürbare Relaxtheit aus. Klasse hier auch der mit feinen Harmoniegesängen (Benoit und Duplechin) aufgewertete Refrain. Ein super Auftakt, bei dem es einfach wie geölt rockt und bluest. Kernige, funkige Riffs und ein prächtiger "hip-shaking Groove" bilden die etwas härtere Basis des folgenden, ein dezentes Southern-Flair ausstrahlenden Bluesrockers "Lies and fear", dessen brodelndes Gitarrensolo im Break vor Variabilität und Power nur so strotzt. Ja, ja, der Kerl spielt wie aus einem Guß! Richtig swampig wird es mit dem wunderbar balladesken, sehr nach Louisiana klingenden Southern-Bluesrocker "Bayou mile", bei dem Alastair neben schön klaren Rifs und Licks auch eine grandiose Slidegitarre spielt, inkl. eines glühenden Solos gegen Ende des Songs. Apropos Solo: Eines der ganz feinen Art, fingerfertig, emotional, genauso kraftvoll und fett wie filigran, ziert den fantastischen, klassischen, abermals ein ganz dezentes Southernfeeling versprühenden Slow Blues "No longer amused". Hingebungsvoll, natürlich - absolut beeindruckend! Erneut von leicht funkigen Riffs wird das herrlich "steady" rockende, starke "Find your way back home" bestimmt, gefolgt von der umwerfend schönen, unsere Ohren magisch verzaubernden Bluesrock-Ballade "Heroes", die ein wahres Gänsehaut-Solo des Meisters beinhaltet. Mit dem begnadeten "Alone and confused" hören wir dann einen weiteren, sehr kraftvollen, erdigen Slow Blues, wieder vollgepackt mit leidenschaftlichen, packenden Gitarrenlinien. Zum Finale des Albums schließlich haut Greene noch das Titelstück, den fulminanten Southern Bluesrocker "The New World Blues" raus, dessen wild "rührende", fette, eine gewaltige Schwüle entwickelnden Slidegitarren die Bayous Louisiana's noch einmal mächtig zum Kochen bringen. Es ist der brodelnde Abschluß eines bärenstarken Albums mit einem Alastair Greene (und Mitstreiter) in absoluter Gala-Form. Ein "Masterpiece" tief ehrlicher, natürlicher, genauso zeitloser, wie ewig junger und moderner, Trio-besetzter, ganz großer Gitarren Bluesrock-Kunst.

Das komplette Tracklisting:

1. Living Today - 4:19
2. Lies and Fear - 3:22
3. Bayou Mile - 4:35
4. When You Don't Know What to Do - 3:46
5. No Longer Amused - 4:29
6. Back at the Poorhouse - 3:16
7. Find Your Way Back Home - 4:42
8. Heroes - 5:10
9. Wontcha Tell Me - 3:59
10. Alone and Confused - 5:56
11. The New World Blues - 3:46

Art-Nr.: 10184
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Living today
Lies and fear
Bayou mile
No longer amused
Find your way back home
Heroes
Alone and confused
The New World Blues

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Heartsfield - disrupting the country [2008]
Welch eine Überraschung! Was für eine tolle, neue Scheibe! Chicago's kultige Southern Rock-/Roots-/Countryrock-Formation Heartsfield tauchten 2002 nach über 20 Jahren wie aus dem Nichts mit ihrem damaligen Album "Rescue the dog" wieder auf. Weitere 7 Jahre später kommen sie nun mit dem Nachfolger! Und wie sie kommen! Ein Pracht-Teil, das die Midwestern Roots Rock-Freunde, die Countryrock-Freunde und vor allem die Southern Rock-Gemeinde, in deren Kreisen die Truppe einen fantastischen Ruf geniesst, in absolute Feierlaune versetzen dürfte. Mit teilweise 4 Gitarren rocken sie "the Country" und "the South"! Spuren von The Allman Brothers, Lynyrd Skynyrd, The Marshall Tucker Band, den Outlaws, aber auch von CSNY und Poco verarbeiten sie zu ihrem unwiderstehlichen, eigenen Sound. Die Southern Rock-Roots sind stets präsent. Erstklassiges Songmaterial. Mat hat den Eindruck, sie waren nie besser.

Das komplette Tracklisting:

1 Pain in the Cash (4.55)
2 Door of Happiness (4.41)
3 Sins of Mexico (5.41)
4 Beep Beep Bye Bye (3.32)
5 Better Days (5.32)
6 Have Some Fun (4.04)
7 Toast (6.26)
8 Got the Country (4.16)
9 Do It Right (5.15)
10 Playing Bars Blues (5.37)
11 To See You Again (First Time) (4.44)
12 The Deceiver (4.42)
13 Troubles of the Hearts (4.27)

Art-Nr.: 6176
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Pain in the cash
Sins of Mexico
Beep Beep Bye Bye
Better days
Do it right
To see you again
Troubles of the heart

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Hogjaw - rise to the mountains [2015]
Die Gitarrensalven und schillernden Dual-Leads fliegen einem nur so um die Ohren. Hogjaw, ohne jeden Zweifel eine der führenden Southern Rock Bands der Gegenwart, präsentieren mit "Rise to the mountains" nun schon ihr 5. Album innerhalb von 7 Jahren - und eines ist stärker als das andere. Die neue Scheibe ist wieder ein wahrer Southern Rock-Paukenschlag. Voller Leidenschaft, ja geradezu entfesselt und mit den vielleicht besten Songs ihrer bisherigen Karriere im Köcher, geht es auf eine geradezu mitreissende, knapp 53-minütige "Tour de force" durch alle nur erdenklichen Landschaften des klassischen "Hard American Guitar Southern Rock'n Rolls", von der der geneigte Fan einfach nicht genug bekommen kann. "What a blast"! Das Quartett aus Arizona ist wirklich ein Phänomen! Diese Truppe steht wie eine Eins zu dem, was sie tun. Kompromisslos spielen sie ihren Southern Rock mit einem Feuer, wie kaum eine andere Band. Trotz der recht hohen Schlagzahl an veröffentlichten Alben seit ihrer Gründung, gehen ihnen die Ideen für großartige Songs einfach nicht aus. Obwohl sie ihren bisherigen, exzellenten Lead Gitarristen Craig Self, der aus gesundheitlichen Gründen die Band verließ, durch den neuen, nicht minder starken, explosiven "guitarslinger" Jimmy Rose ersetzen mussten (der Mann spielt wie ein Irrwisch - umwerfend), einem alten Freund der Jungs, gibt es keinen musikalischen Stillstand - nicht die Spur! In Gegenteil, die Entwicklung geht stetig weiter, was das neue Werk spürbar demonstriert. Natürlich ist auch "Rise to the mountains" wieder richtig hart, zuweilen "heavy" und strotzt nur so vor Power, natürlich ist das Zitat, das der amerikanische Southern Rock-Spezialist Michael Buffalo Smith einmal über sie sagte, noch immer gültig ("they are more Blackfoot than The Marshall Tucker Band, and more Hatchet than Allmans"), aber die Band bringt hier eine ganz neue Variabilität in die Songs, denn nun führen sie bei einigen Stücken ein wenig mehr Countryrock-Einflüsse ein und lassen durchaus ein gewisses Flair der Tucker-Boys und der The Allman Brothers Band einfliessen, vor allen Dingen durch die wunderbaren, flockigen Twin-Leads. Ein herausragendes Beispiel dafür ist das grandiose Titelstück des Albums, das den Songreigen auch eröffnet. Diese monumentale Southern Rock-Nummer bringt die Band sofort in ungeahnte musikalische Höhen. Beginnt zunächst wie gewohnt, wie ein typischer, straighter, wuchtiger, schnörkelloser Hogjaw-Rocker voller Dynamik und Power. Kocht mächtig! Doch nach etwa 3 Minuten vollzieht sich ein wunderbarer Strukturwechsel. Das Tempo wird etwas herausgenommern, eine herrliche Pedal Steel erklingt (Gastmusiker John Rickard), der Groove wird deutlich lockerer und hinreissende Twin-Leads komplettieren das Geschehen. Das Marshall Tucker-/Allmans-/Dickey Betts-Countryrock-Flair ist da, ohne das die Truppe an Kraft verliert. Weibliche Bachup-Gesänge und glühende, melodische Gitarrensoli machen das pure Southern Rock-Vergnügen perfekt. Die Truppe, das steht jetzt schon fest, ist in absoluter Top-Form! Es folgt das kochende, etwas swampige, dabei prächtig hängen bleibende "Leavin' out the backside", abermals ein absolut klassischer Southern Rocker im Stil der großen Siebziger-Helden. Vor allem die Einflüsse Lynyrd Skynyrd's sind hier spürbar. Auch diese Numer brilliert gegen Ende wieder mit einer ausgedehnten, himmlischen Allmans-kompatiblen Twin Lead-Passage. Herrlich! Nun lassen sie's richtig krachen: Das anschließende "Over for you know it" ist ein knallharter, kompromissloser, unbeschwerter, voll auf die Tube drückender, losgelöster Molly Hatchet-mässiger, von fetten Riffs geprägter "Heavy Guitar Southern Rock-Boogie" voller glühender, wirbelnder, höllischer Gitarrenläufe, bei dem Frontmann Jonboat Jones fast wie der unvergessene Danny Joe Brown singt. Stark! Mit dem harten, wuchtigen Swamp Southern Rocker "Where have you gone" geht's weiter. Massive Gitarrensalven, inklusive brodelnder Double-Leads überall. Das Gitarrensolo in der Mitte macht keine Gefangenen, dazu gibt's eine klasse Melodie. Die darf man auch der anschließenden, über 8-minütigen Wahnsinns-Ballade "I will remain" attestieren, wieder eine dieser Nummern, bei denen Hogjaw in beeindruckender Art und Weise demonstrieren, was sie drauf haben. Von herrlichen, vielschichtigen, sehr transparenten Gitarren eingerahmt, entwickelt sich ein Song, den man als so etwas wie eine Kreuzung aus Metallica (auf der "Nothing else matters"-Schiene) und Lynyrd Skynyrd bezeichnen kann. Die ausgedehnten, mächtigen, wundervollen Gitarrensoli, inklusive schöner Twin Lead-Passagen, sind abermals eine Wucht. Die Band im Spielrausch! So geht das mit der einer fulminanten Nummer nach der nächsten bis zum Ende weiter, ehe das Werk mit dem ruhigen "Grey skies" gediegen ausklingt. Ein packendes Album! 2 fulminante "Gitarreros", Bass, Drums und kerniger Gesang - das Hogjaw-Feuer brennt lichterloh! Famos! Schon zu Anfang ihrer Tage skandierten wir: "Long live Southern Rock! Long live Hogjaw!" Das gilt heute mehr denn je...

Das komplette Tracklisting:

1. Rise to the Mountains - 7:33
2. Leavin' Out the Backside - 5:39
3. Over for You Know It - 3:18
4. Where Have You Gone - 4:48
5. I Will Remain - 8:33
6. Fire, Fuel & Air - 5:01
7. Another Day - 4:27
8. Second to None - 4:24
9. The Smoker - 3:34
10. Grey Skies - 5:19

Art-Nr.: 8891
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Rise to the mountains
Leavin' out the backside
Over for you know it
Where have you gone
I will remain
Fire, fuel & air
Another day

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Honey Island Swamp Band - cane sugar [2013]
Hmm, "they sound like the sweet smell of a swampy southern breeze". Wundervoll! Die Honey Island Swamp Band gilt als einer der heissesten, neuen Acts in New Orleans, die sich dort innerhalb kürzester Zeit eine mächtige Fanbase aufgebaut haben. Man stelle sich irgendwo im Nichts des Südens eine dunkle, verrauchte Bar vor, aus deren Jukebox die Klänge von Gram Parsons, Delbert McClinton, Little Feat and The Allman Brothers Band zu hören sind, dort in etwa passt auch die Musik dieses großartigen Quintetts aus der Metropole Louisiana's hin. Angefangen hat alles unter den nicht sehr glücklichen Umständen, die der Hurricane "Katrina" mit sich brachte. Die beiden hoch talentierten Gitarristen und Songwriter Aaron Wilkinson und Chris Mule verloren ihr komplettes Zuhause in New Orleans und landeten erst einmal in San Francisco. Dort beschlossen sie gemeinsam mit ihren Flüchtlingskumpels Sam Price (bass) und Garland Paul (drums) ein Bandprojekt auf die Beine zu stellen, wenngleich sie zu diesem Zeitpunkt eine mehr als ungewisse Zukunft vor sich hatten. Doch die Liebe zur Musik schweisste sie zusammen. Die Honey Island Swamp Band war geboren. Schnell ließ man San Francisco wieder hinter sich, ging zurück in die geliebte Heimat New Orleans und erhaschte dort innerhalb kürzester Zeit ungemein viel Aufmaerksamkeit in den Clubs der Stadt. Im Jahre 2010 stieß noch der Keyboarder Trevor Brooks zur Band und nun gab es kein Halten mehr. Ihre großartige Musik, stark beeinflusst von Lowell George und Little Feat, aber auch von The Band, Gram Parsons, Dr John, The Radiators und The Allman Brothers Band, sowie ihre fulminanten "burn-the-house-down" Live Shows, brachten der Band ein ungeheures Standing, auch ausserhalb der Region, ein. Auch der hochkarätige, Grammy-dekorierte Produzent John Porter (u.a. Keb' Mo', Buddy Guy, B.B. King, zuletzt zudem als "Engineer" für das neue Album "Badlands" von Trampled Under Foot" in Erscheinung getreten) ist begeistert von den Jungs und hat es sich nicht nehmen lassen, ihr neues Album "Cane sugar" zu produzieren. Es ist ein klasse Teil geworden. "Bayou Americana", so bezeichnet die Truppe selbst ihre Musik. Das passt durchaus als Oberbegriff, doch im Grunde spielen sie eine wunderbare Mixtur aus Blues, Rootsrock, Southern Rock Boogie, Soul, Appalachian Music, Honky Tonk, Countryrock und Swamp Funk. Sie bekommen die einzelnen Stilelemente großartig unter einen Hut. Das ist aber auch klar, denn es handelt sich hier durchweg um vorzügliche Musiker. Die Musik ist geprägt von tollen Grooves (die Rhythmus-Fraktion arbeitet exzellent), wie auch von einer schönen, unterschwelligen Swamp-Schwüle. Doch trotz alledem wirkt sie oft sehr locker und flockig. Wir hören viel Sliedegitarre, auch mal schönes Mandolinenspiel, mal eine Mundharmonica, tolle Piano- und Orgel-Ergänzungen, schöne Percussion und vereinzelt ein paar effektive, aber nie zu aufdringliche Bläser. Das Album beginnt mit dem genauso locker wie schwül groovenden Roots-/Southern Rocker "Change my ways", der mit lässigen Slide-Licks, einer klasse Melodik und einer feinen Brise Soul besticht. Die dezenten Bläser kommen richtig gut, wie auch das zündende Wah Wah Slide-Gitarrensolo in der Instrumentalphase des Stückes. Ein hintergründiges Retro-Countryrockflair, schön southern und swampig, zieht sich durch das lockere, dennoch knackige, wundervolle "Black and blue". Herrlich hier die jammige Percussion und die flüssige Allmans-ähnliche Slidegitarre. Zu alledem kommt eine schön klimpernde Piano-Unterstützung. "Cast the first stone" ist dann allerbester, drückend schwüler New Orleans Funk-, Swamp-, Bluesrock mit klasse Harp-Fills, tierischem Piano-Spiel (vor allem im Break) und heissen Bläser-Sätzen. Dieser Louisiana-Groove lässt einen nicht mehr los. Erinnert durchaus an The Radiators, doch die Honey Island Swamp Band ist auf dem besten Weg in die großen Fußstapfen dieser kultigen New Orleans-Formation zu treten. Super auch das Titelstück, der wundervoll lockere, melodische Southern-/Rootsrocker "Cane sugar". Tolle, Allmans-mässige Slide und exzellente, frische Mandolinenklänge erzeugen eine hinreissende Harmonie. Auf einer ähnlichen Linie bewegt sich das fantastische "Prodigal son". Hier kommt das legendäre, lockere Dickey Betts'sche The Allman Brothers Band-Feeling noch mehr zur Geltung. Was für ein prächtiger, "süßer" Southern-Duft weht durch diesen herrlich flüssigen, mit feinsten Slidelinien gespickten Rootsrocker. Klasse auch wieder die entsprechenden Percussionklänge und die jammigen Instrumentalpassagen aus Piano und Slidegitarre. Schönen Swamp Rock der Marke Little Feat hören wir dann wieder mit dem klasse groovenden "Johnny come home". Welches Stück man auch herauspickt, ist schlußendlich egal - "Cane sugar" ist einfach ein klasse Album. New Orleans hat ein neues, musikalisches Aushängeschild, das die Musik der Swamps von Louisiana prächtig in Szene setzt: Die großartige Honey Island Swamp Band!

Das komplette Tracklisting:

1. Change My Ways - 4:14
2. Black and Blue - 4:43
3. Cast the First Stone - 3:48
4. One Shot - 4:50
5. Cane Sugar - 4:55
6. Miss What I Got - 3:44
7. Prodigal Son - 5:50
8. Just Another Fool - 3:42
9. Johnny Come Home - 2:54
10. Pills - 4:21
11. Never Saw It Comin' - 2:34
12. Strangers - 2:23

Art-Nr.: 8252
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Change my ways
Black and blue
Cast the first stone
Cane sugar
Prodigal son
Just another fool
Johnny come home

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King Band, Marcus - carolina confessions [2018]
Sie sind die neuen Stars der Southern-, Southern Bluesrock-, Southern Jamrock-Szene! Warum das so ist, demonstrieren sie eindrucksvoll mit ihrem neuen Album! Marcus King, dieser blutjunge Wahnsinns-Gitarrist und großartige, so herrlich heiser klingende Sänger und seine Freunde kommen mit einer hinreissend authentischen Reise durch die bluesigen und jammigen Gefilde des Southernrocks. Warren Haynes beispielsweise ist ein riesiger Fan von Marcus King - ja, und das passt einfach, denn die musikalische Verwandtschaft zu Genre-Größen wie Gov't Mule, The Allman Brothers Band, The Marshall Tucker Band und der Tedeschi Trucks Band ist nicht zu leugnen. Tolle Gitarrensoli und zuweilen brodelnd, aber nie "too much" eingesätzte Bläser, sorgen für einen vielschichtigen Sound. Mal kocht es ordentlich, aber sehr oft spielt die Band, trotz aller Kraft, mit einem wunderbaren, lockeren Flow. Eine herausragende, prächtige Vorstellung der Marcus King Band! Ein "Muß" für alle Genre-Liebhaber!

Das komplette Tracklisting:

1. Confessions - 5:24
2. Where I'm Headed - 4:53
3. Homesick - 6:24
4. 8 a.m. - 3:38
5. How Long - 5:21
6. Remember - 4:01
7. Side Door - 4:24
8. Autumn rains - 4:01
9. Welcome ’Round Here - 4:21
10. Goodbye Carolina - 6:15

Art-Nr.: 9703
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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King Band, Marcus - soul insight [2015]
Nachdem dieses großartige Album ursprünglich bereits 2014 erschienen und nur im Eigenvertrieb der Band erhältlich war (mittlerweile ist es vergriffen), hat sich nun Warren Haynes (Gov't Mule) entschlossen das Werk über sein eigenes "Evil Teen"-Label erneut zu veröffentlichen, um es auch einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Mr. Haynes ist ein ausgesprochener Fan des jungen Gitarrenhexers Marcus King und seiner Freunde, deshalb dieser Schritt. Und das ist gut so!

Geballte Bluesrock-Power eines blutjungen Gitarrenmagiers aus South Carolina! Wow! Der gerade mal 18-jährige Marcus King und seine Band veranlassen mit ihrem packenden Debutalbum "Soul insight" nicht nur das der The Allman Brothers Band nahe stehende Magazin "Hittin' The Note" zu einem begeisternden Review, sondern sorgen in der einschlägigen Szene, auch unter den etablierten Musikerkollegen, für jede Menge Aufmerksamkeit. Man ist sich einig: Dieser Bursche hat eine große Zukunft. Marcus bearbeitet die Gitarre quasi seitdem er laufen kann. Schon mit 2 Jahren hat ihn sich sein musikverrückter Vater Marvin King, ein lokal sehr bekannter, ewig tourender "veteran bluesman" auf dem "fret board" austoben lassen und im zarten Alter von 11 Jahren stand er bereits mit der Band seines "alten Herrn" auf der Bühne und begeisterte die Zuhörer mit seiner verblüffenten "Duane Allman meets Jimi Hendrix"-Virtuosität. Schon zu diesem Zeitpunkt stand fest, dass die Buesrock-Musik in all ihren Facetten seine Mission ist und sein Leben bestimmen wird. Duane Allman und Jimi Hendrix gehören zu seinen großen Helden, doch die Einflüsse gehen deutlich weiter. Künstler wie Miles Davis, The Meters, B.B. King, Johnny Winter und The Allman Brothers Band inspirierten ihn total. Funk, Psychedelic, Jazz, Southern Rock sowie jede Menge Improvisationsfreude mit längeren Jammings fanden fortan in seiner Musik Zugang. Und genau das alles ist auf dem fantastischen Debut der Marcus King Band in vollster Blüte zu bewundern. Obwohl auf dem Cover nur 3 Musiker abgebildet sind, agiert die Marcus King Band zu viert, und zwar mit dem Keyboarder Alex Abercrombie, Bassmann Anthony House und Drummer Jack Rysn - alles hervorragende Mitstreiter. Unterstützt wird die Band zudem bei ein paar Stücken durch einen zusätzlichen Percussionisten, sowie einen Saxophonisten (Harold Todd aus der Band von Lenny Kravitz bei 2 Tracks) und einen Trompeter (ebenfalls bei 2 Tracks). Doch der Star der Truppe ist ganz klar Frontmann Marcus King, ein klasse Sänger, Songwriter und eben ein "Monster-Gitarrist", der mit umwerfenden, feurigen, fingerfertigen Läufen und Soli brilliert, genauso wie mit jeder Menge Spielwitz. Los geht's mit dem wuchtigen, fetten, mächtig groovenden, von einer gehörigen Portion Siebziger Classic-Rock unterwanderten Bluesrocker "Always". Starker Gesang, ein hervorragend strukturiertes Arrangement und ein "bäriges", mit genauso glühenden, wie lässig zelebrierten Gitarrenläufen und einem wunderbaren, kleinen Schlagzeugsolo aufwartendes Instrumentalbreak bestimmen das Geschehen. Herrlich retro. Das folgende "Boone" beginnt recht verhalten, mit viel Southern-Soul und feinem akustischen (Slide)Gitarrenspiel, legt dann im Verlauf aber gewaltig zu und wird zu einem voller Energie steckenden Southern-fueled Bluesrocker mit einem klasse Orgel-Untergrund. Hier spürt man die Einflüsse der Allmans deutlich. Danach das furiose Instrumental "Fraudulant waffle", bei dem die Band und vor allem Protagonist Marcus King sich zum einen völlig gehen lassen und gleichzeotig alle künstlerichen Register ziehen. Was für ein Jamming! Das geht von großartigen Twin Guitar-Momenten über fulminantes Lead Gitarren-Spiel, angetrieben von üppiger Percussion, gespickt mit viel Jazz- (Miles Davis) und Latin- Spirit (Santana). Das ist die pure Improvisationsfreude! Klasse! Etwas zurückhaltender, dafür mit ungemein viel Seele und Inspiration agiert die Band bei dem wunderbaren, gepflegten, leicht jazzig angehauchten Blues "Everything", der mit einem feinen Orgel-Background, ein paar schönen Saxophon-Momenten und einem hinreissend fingerfertigen Gitarrensolo des jungen Gitarrenzauberers besticht. Die Nummer sprüht nur so vor Spielfreude und Spielkultur. Erinnert ein wenig an die Tedeschi Trucks Band. Es folgen weitere, hochkarätige Nummern wie etwa der schön groovende, mit feinem Southern-Esprit versehene Midtempo-Blues "Dyin'" (klasse strukturiert, kleines Saxophon-Intermezzo, ausgedehntes, ungemein virtuoses, fulminantes Gitarrensolo), das furiose, mit Wahnsinns-Gitarrenarbeit aufwartende, abermals sehr jammige Instrumental "Booty stank" und der lichterloh brennende, voller "wilder" Gitarrenläufe steckende Uptempo Bluesrock-Kracher "Keep moving". ehe das Album mit der wunderschönen, melodischen, semi-akustisch inszenierten Ballade "I won't be here", eingehüllt in ein edles Southern-Gewand, überaus entspannt ausklingt. Die Reminiszensen an große Southern-Balladen der The Allman Brothers Band sind nicht zu leugnen. Tolle Nummer zum Abschluß eines ungemein vielseitigen, vielschichtigen Albums. Marcus King und seine Kumpels mit einem furiosen, genauso inspirierten, wie ambitionierten, teils sehr jammigen Bluesrock-Ritt, der einen von vorn bis hinten in Atem hält. Was diese Jungspunde drauf haben, ist schlicht "der Knaller"! Ja, das ist sicher erst der Anfang für die Marcus King Band, aber der hat es wahrlich schon in sich. Die Reise in die höchsten Hemisphären des Bluesrock-Universums hat begonnen...

Das komplette Tracklisting:

1. Always - 4.12
2. Boone - 5.30
3. Fraudulent Waffle - 5.21
4. Honey - 4.19
5. Dave's Apparition (Interlude) - 2.17
6. Everything - 4.48
7. No Decency - 4.42
8. Dying - 5.49
9. Booty Stank - 4.24
10. Opie - 5.09
11. Keep Moving - 5.00
12. I Won't Be Here - 4.37

Art-Nr.: 8951
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

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Always
Boone
Fraudulant waffle
Everything
Dyin'
Keep moving
I won't be here

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Linden, Colin - blow [2021]
Der aus Toronto stammende Colin Linden, hoch dekorierte kanadische Rootsmusic-Institution, begnadetes Gitarren-Ass, Sänger und Songschmied der fantastischen Blackie and The Rodeo Kings, ein Vollblut-Musiker par excellence, beglückt uns mit einem grandiosen, neuen Album. "bLOW", so heißt das Teil, ist sein nunmehr 14. Solo-Album in 40 Jahren, und erstmals hat er ein Album eingespielt, das er komplett seiner ursprünglichen Inspiration, dem Blues, widmet. Diese Inspiration geht zurück in das Jahr 1971, als Linden im Alter von nur 11 Jahren seinem Idol Howlin Wolf begegnete, der damals, nach einer im Nachhinein richtungsweisenden Unterhaltung, zu ihm sagte: "I’m an old man now, and I won't be around much longer. It’s up to you to carry it on". Und was wurde daraus für eine Karriere. Linden hat mittlerweile auf über 500 Alben gespielt, hat 140 produziert, heimste 25 Juno-Nominierungen ein, wovon er 9 gewann, und erhielt im vergangenen Jahr 2020 nun auch seinen ersten Grammy für die Prouktion von Keb Mo's Album "Oklahoma" in der Kategorie "Best Americana Album". Wie gesagt, "bLOW" (Linden hat beim Albumtitel die Schreibweise seines kleinen Neffen übernommen, die dieser beim Cover-Entwurf verwendete), ist im Wesentlichen ein Blues-Album geworden, wobei Linden allerdings seine vielseitigen Rootsrock-, Americana-, Folk-, Southern-, und Rock'n Roll-Einflüsse genüßlich mit einbezog. So entstand ein geradezu magisches, ungemein raues, dreckiges, mit viel Southernwürze angerührtes Gebräu aus brodelndem, swampigem, stark Gitarren-orientiertem Bluesrock und jeder Menge trockener, staubiger, zum Teil sehr melodischer Roots-/Americana-Zutaten. Was Linden und seine prächtig aufspielenden Mitstreiter (u. a. Gary Craig und Paul Griffith - drums, Dave Jacques - bass, Kevin McKendree - paino & organ, Mickey Raphael - harmonica) hier abliefern, ist ein wahres, swampiges, southern-infiltriertes, teils sogar jammig anmutendes Blues-/Roots-Fest der Extraklasse. Linden's Gesang ist vorzüglich, sein exzellentes, fettes E-Gitarren- und Slide-Spiel, alles ursprünglich und rau gehalten, steckt voller Energie. Los geht's mit dem brodelnden, schön dreckigen, mit einem klasse, Bo Diddley-mässigen Groove unterlegten, furiosen Southern-/Swamp-Blues "4 cars", vollgepackt mit rührenden Slideguitar-Licks und dezent psychedelisch anghauchten, messerscharfen Lead-Gitarren-Klängen. Tolles Drumming! Linden's Gesang kommt ebenfalls schön dreckig. Es entwickelt sich ein kraftvoller, klasse Drive. Die Sümpfe kochen! Und der Zuhörer ist auf's Positivste angefixt - großartig! Saustarke Nummern, wie etwa das powernde, shuffelige "Ain't no shame" (massive, energetische Gitarrenarbeit), das Hill Country Blues-imfizierte, ein wenig an die North Mississippi Allstars erinnernde "Boogie let me be" (sehr dynamisch, wunderbar dreckige, sumpfige E-Gitarren-Riffs), oder das treibende Titelstück "Blow" bieten uns allergrößte "alligator kicking" Midtempo Swamp Blues-Lust mit Suchtpotential. Mit dem famosen "Until the heat leaves town" biegt Linden dann mal mit geradezu traumwandlerischer Sicherheit und Klasse, bei Wahrung des bluesigen Fundaments, genußvoll in Richtung Roots-/Americana-Rock ab. Eine tolle Melodie und ein wunderbar erdiges Ambiente bestimmen das von feinsten Acoustic Gitarren-Riffs und wunderbarem Mundharmonika-Spiel bestimmte Geschehen, dessen ansonsten eher bedächtigen Rahmen der Meister im Mittelteil mit einem ultra rauen, dominanten, aber super passenden E-Gitarren-Solo unterbricht. Viel Southern-Soul und ein Hauch von Gospel vereinen sich in dem balladeslken, sehr schönen Roots-Blues "When I get to Gallilee", das ein gewisses Little Feat- und The Band-Flair ausstrahlt. Sehr stark hier der melodische, Orgel unterlegte Refrain, Linden's bluesiges Acoustic Gitarren-Picking (parallel zum Gesang), und die gegen Ende einsetzende, dreckige E-Gitarre. Mit dem 7-minütigen "Change don't come without pain" schließlich, bieten uns Colin Linden und seine Band auch noch einen geradezu umwerfenden, klassischen, schwergängigen "Twelve-Bar Slow Blues" an, der veredelt ist mit einem ausgedehnten, 4-minütigen, jammigen Pracht-Gitarrensolo Linden's, das gar ein wenig an Warren Haynes zu erinnern scheint. Fantastisch auch der flotte, dynamische, von einem feinen Memphis-Feeling begleitete, abermals leicht Bo Diddley-angehauchte Roots-/Bluesrocker "Right shoe wrong foot" (animiert unweigerlich zum Tanzen und "Mitzappeln", klasse Melodie), wie auch der, das Album herausragend abschließende, mit toller, ausgewogener Gitarren-/Orgel-/Dobro-Begleitung (prächtiges, slidendes Solo, klasse Bluesharp, herrliche Melodie), inszenierte, die Pandemie thematisierende Midtempo-Bluesrocker "Honey on my tongue". Mit "bLOW", übrigens veröffentlicht auf "Highway 20 Records", dem Label seiner langjährigen Freundin Lucinda Williams, gelingt Colin Linden ein kleiner Geniestreich. Was vor 50 Jahren mit seinem Mentor Howlin Wolf begann, setzt Linden heute, bei aller Wahrung der Tradition, voller Seele, Leidenschaft und Enthusiasmus, sowie unter Einbeziehung seiner vielseitigen musikalischen Entwicklung, auf natürlichste und ehrlichste Art und Weise fort. Große Leistung eines großen Musikers.

Das komplette Tracklisting:

1. 4 Cars - 3:29
2. Ain't No Shame - 4:06
3. Until the Heat Leaves Town - 3:33
4. Angel Next to Me - 3:39
5. Boogie Let Me Be - 3:35
6. When I Get to Galilee - 5:01
7. Blow - 4:19
8. Change Don't Come Without Pain - 7:03
9. Right Shoe Wrong Foot - 3:08
10. Houston - 4:31
11. Honey on My Tongue - 4:45

Art-Nr.: 10393
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 14,90

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4 cars
Ain't no shame
Until the heat leaves town
Boogie let me be
When I get to Gallilee
Change don't come without pain
Right shoe wrong foot
Honey on my tongue

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Long, Jonathon - same [2018]
Jonathon Long, ein junger, ganz wunderbarer, bemerkenswerter Sänger, Songwriter und Gitarrist aus Baton Rouge/Louisiana, der in der auch in hiesigen Gefilden hoch geschätzten Bluesrock-Lady Samantha Fish eine große Verehrrein und Förderin hinter sich weiß, mischt mit seinem neuen, bereits dritten Album die amerikanische Southern Bluesrock-Szene ordentlich auf und begheistert auf ganzer Linie. Der Mann hat gleichermaßen den traditionellen Blues solcher Legenden wie Buddy Guy, Slim Harpo und Lazy Lester aufgesogen, wie auch den Geist von Ronnie van Zant und Lynyrd Skynyrd verinnerlicht. Produziert von Miss Fish höchst persölich und veröffentlicht über ihr eigenes "Wild Heart"-Label, präsentiert Long eine großartige, abwechslungsreiche, exzellent ausbalancierte Mixtur aus swampigem Louisiana Blues und bluesigem Rock, klassischem Retro Southern Rock (vor allem die E-Gitarren klingen so herrlich southern) und southern-inspiriertem Rootsrock. Der Mann ist ein vorzüglicher Songwriter, ein klasse Sänger und ebenso starker Gitarrist. Er hat einfach ein Händchen für prächtg hängen bleibendes Songmaterial. Samantha Fish sagt dazu: "Jonathon arrived in the studio with a compelling arsenal of songs, Immediately I felt the songs cut straight to the soul with a fiery command of the guitar that left everyone's jaws on the floor. He delivers passionate performances on every song like a high-spirited southern preacher laying a fire and brimstone wrath on his Sunday morning congregation. This rugged Louisiana guitar slinger is an all-around star and I'm grateful for the opportunity to witness and take part in his rise". Das Resultat ist dieses tolle Album voller kompakter, "catchy" Songs, die mit ihren hervorragneden Arrangements tief beeindrucken - melodisch, voller Inspiration und Seele, und immer wieder garniert mit einfach wunderbaren, tief im Southern Rock verankerten Gitarrenläufen und -soli. Es beginnt mit dem durchaus lockeren, dennoch schön knackigen und auch kraftvollen, riffigen, swampy Southern-Bluesrocker "Bury me", der gleich mit einer super Melodie und einem klasse E-Gitarrensolo glänzt. Miss Fish hilft dazu mit ein paar zusätzlichen, dreckigen Gitarrentönen aus. Die Stimme des Protagonisten kommt mit einem prächtigen "Dixie drawl" und Lynyrd Skynyrd's "flag of Southern Rock waves proudly". Schon zu Beginn des Albums ein echtes Statement von Jonathon Long und seiner, im übrigen bestens auf ihn abgestimmten, Band. Balladesker geht es bei dem folgenden, herrlich southern-rockigen, sich unwiderstehlich in unsere Ohren schlängenden "Shine your love" zu. Das feurige Gitarrensolo hier ist "pure southern". Straight, bluesy und sehr, sehr "soulful" kommt der großartig groovende Louisisana-Rootsrocker "That's when I knew", und auch das flockig lockere, von tollen Allmans- und Marshall Tucker-ähnlichen Gitarren durchzogene, lässige "Living the blues" überzeugt auf ganzer Linie. So geht das munter weiter, beispielsweise mit dem von klimperndem Piano unterstützten, schnörkellosen Southern Rocker "Natural girl", oder der Slideguitar-getränkten, seeligen Ballade "The river" (saustarker, emotionaler Duett-Gesang von Samantha Fish), bis hin zu dem brodelnden, aus massiven Gitarrenriffs bestehenden (dazu ein tolles, kerniges Solo), dampfenden Finale "Pray for me". Keine Frage, Jonathon Long trifft die Herzen der Bluesrocker und Southern Rocker gleichermaßen, und zwar in überzeugendster Art und Weise. Mit diesem Burschen wird, wenn er so weiter macht, auch in Zukunft zu rechnen sein. Gratulation an Mr. Long für eine super Vorstellung!

Das komplette Tracklisting:

1. Bury Me - 2:55
2. Shine Your Love - 3:11
3. That's When I Knew - 3:57
4. The Light - 3:40
5. Living the Blues - 3:18
6. Natural Girl - 2:36
7. The River - 3:46
8. Pour Another Drink - 3:35
9. This Road - 2:49
10. Where Love Went Wrong - 3:19
11. Pray for Me - 4:21

Art-Nr.: 9705
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Bury me
Shine your love
That's when I knew
Living the blues
Natural girl
The river
Pray for me

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McFadden, Eric - pain by numbers [2018]
Der in der Branche, sowohl bei den Musikerkollegen, als auch bei den Fans gleichermaßen bejubelte, vielgepriesene und wertgeschätzte, californische Gitarrenvirtuose aus San Francisco beglückt uns mit einem geradezu packenden, brillanten, neuen Album namens "Pain by numbers". Eric McFadden, so etwas wie eine "Genre" Underground-Legende, hat bereits eine bewegende Karriere aufzuweisen. Er tourte in der ganzen Welt als Gitarrist der Funk-Legende George Clinton und auch mit Rock-Veteran Eric Burdon, ebenso wie mit seinem eigenen Eric McFadden Trio, war zusammen mit Dave Schools (Widespread Panic), Jerry Joseph (Jack Mormons), Wally Ingram (u. a. Sheryl Crow) und Danny Louis (Gov't Mule) Mitglied der bei den Jamrock-Fans wohl bekannten Supergroup Stockholm Syndrome und tourt immer mal wieder mit seinem engen Freund und New Orleans-Veteran Anders Osborne durch die Lande. Aufgenommen in den berühmten "Whiskey Bayou Studios" in Houma/Louisiana, worin sicher auch das während des gesamten Albums zu spürende, dezente Louisiana-/Swamp-Flair begründet liegt, kommt McFadden mit einer immens spannenden, elektrisierenden, dreckigen, rauen, kernigen, voller Seele und Inspiration steckenden, fulminanten Bluesrock-Mixtur daher, die neben ihrer Blues und Rock-Basis vereinzelt auch Spuren von Funk-, Soul-, Roots-, den schon erwähnten Swamp-, und sogar Flamenco-Elementen (bei dem wunderbaren, erhabenen, von exzellentem Acoustic-Gitarrenspiel geprägten "I never listened so goog") aufweist. McFadden gilt als "World Class Guitarist", aber auch als vorzüglicher Songwriter und mit seinen "Great Sounding Vocals" als exzellenter Sänger, was er hier eindrucksvoll unter Beweis stellt. Dazu kann er auf eine herusragende Begleitband zurückgreifen, mit Doug Wimbish (Living Color) am Bass, Terrence Higgins (Warren Haynes, Ani DiFranco) an den Drums und Bluesgröße Tab Benoit an den Keyboards, der das Album auch hervorragend produzierte. Das, wie gesagt, überwiegend erdig dreckige Songmaterial ("his music is dirty, his guitar is dirty, and his attitude is dirty", heißt es fazu in einem amerikanischen Zitat), besticht gleichzeitig mit starken Melodien, klasse Strukturen und kommt voller Spielfreude. Immer wieder besticht McFadden mit packenden, mitreißenden, würzigen Gitarrenläufen und -soli. "If San Francisco is home to anyone approaching the abilities of a modern Jimi Hendrix, it’s Eric McFadden", schreibt beispielsweise das Guitar Player-Magazin. Los geht's mit dem herrlich dreckigen, von stampfenden, fetten Drums nach vorn getriebenen Bluesrocker "While you was gone". Die massiven, rauen Gitarrenriffs und die feurigen, flinken Gitarrenläufe verbreiten gar ein leichtes Southern-Feeling. Gleich zu Beginn ein echter "Hammer"! Weiter geht's mit dem sehr melodischen und lockeren, dennoch auch kraftvollen, voller Roots-Spirit steckenden "Love comes rescue me", das von Benoit's starkem Orgel-Fundament und McFadden's quirligen Gitarrenlicks bestimmt wird. Wunderbar! Ein weiteres der vielen Highlights stellt die schwereblütige, wuchtige Heavy Bluesrock-Ballade "Skeleton key" dar, ausgestattet mit krachenden Riffs irgendwo in der Nähe swampig bluesiger Black Sabbath und mit glühemden, flinken Gitarreläufen, irgendwo zwischen Hendrix und Kumpel Anders Osborne. Hat mächtig Feuer und bahnt sich doch mit einer tollen Melodik ihren Weg in unsere Ohren. Saustark auch die hinreißende, von ungemein kernigen Lead Gitarrenläufen durchzogene, powernde, dabei wieder sehr melodische Ballade "So hard to leave" (klasse Orgel-Background, fettes, lichterloh brennendes, quirliges Gitarrensolo), das furios im Powertempo abrockende, ordentlich dampfende "If I die today", das lockere, dennoch kraftvolle, leicht soulig angehauchte, von faszinierenden, lässigen Gitarrenläufen geprägte "Fool your heart" (messerscharfes Gitarrensolo), das gewaltig Dampf produzierende, massiv rockende "Don't you wanna live?" mit seinen krachenden Riffs und seinem unter Strom stehenden, rauen, jammigen Gitarrensolo, oder das von genialem Acoustic-Gitarrenspiel geprägte, leicht mexikanisch angehauchte, finale Instrumental "Cactus voice". Fazit eines amerikanischen Rezensenten: "'Pain by Numbers' is a top-to-bottom masterwork". Dem schießen wir uns vorbehaltlos eins zu eins an. Eine absolute Meisterleistung von Eric McFadden. "Massive, dirty, diverse Guitar Bluesrock" in vollster Blüte!

Das komplette Tracklisting:

1. While You Was Gone - 4:15
2. Love Come Rescue Me - 5:02
3. Long Gone - 3:56
4. The Girl Has Changed - 3:34
5. Skeleton Key - 7:02
6. I Never Listened Too Good - 3:44
7. So Hard to Leave - 6:11
8. If I Die Today - 3:55
9. Fool Your Heart - 4:01
10. The Jesus Gonna See You Naked - 4:51
11. Don't You Wanna Live? - 3:50
12. Cactus Juice - 6:24

Art-Nr.: 9706
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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While you was gone
Love come rescue me
Skeleton key
I never listened too good
If I die today
Fool your heart
Don't you wanna live?

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Park, Kyle - beggin' for more [2013]
Schon 2011 bescheinigten wir dem in Austin/Texas beheimateten Kyle Park anlässlich seines Albums "Make or break me" eine Menge Kreativpotential und das man ganz sicher noch einiges von ihm hören werde. Park's Entwicklung geht seitdem steil nach oben. Seine Fangemeinde wächst pausenlos, seine Shows sind ausverkauft und spätestens seitdem er mit dem ungemein frischen, knackigen, von saftigen Gitarren-Hooklines und wunderbaren Steel-Fills geprägten, traumhaft melodischen Country-/New Country-Knaller "The night is young" die Spitze der Texas Music Charts erklomm, ist er in aller Munde. Dieses großartige Stück ist die Lead-Single seines nun vorliegenden, großartigen, neuen Albums "Beggin' for more", das Kyle auf dem Höhepunkt seines bisherigen Schaffens präsentiert. Was wir hören ist allerbester, frischer, dynamischer Texas Country und New Country mit einem Hauch von Red Dirt-Flair. Durchaus sehr traditionell verwurzelt, schafft der Singer-Songwriter (sämtliche Stücke stammen aus seiner Feder, ein paar davon gemeinsam mit Co-Writern, wie etwa das flockige, flotte, mit feinen Acoustic Gitarren, Dobro und schöner Pedal Steel instrumentierte, flüssige "You make me believe", das er gemeinsam mit Cody Johnson komponierte) eine prima Synthese aus klassischem Texas Country, Honky Tonk, Outlaw Country und "jungen", absolut Nashville-kompatiblen New Country-Elementen. Das Songwriting ist klasse, alles wirkt frisch und flott, eingebunden in ausgezeichnete Melodien. Die Uptempo-Tracks überwiegen, aber es gibt auch die ein oder andere, hervorragende Ballade, wie beispielsweise das wieder prima ins Ohr gehende, in einem prächtigen Fiddle-, Dobro-, Steel-Gewand kommende, mit feinen Baritone Guitar-Klängen inszenierte "Like nobody will". Das Album ist voll mit potentiellen Hits. Nehmen wir nur den tollen, von einem feinen Boogie-Rhythmus angetriebenen, lupenreinen Honky Tonker "Beggin' for more", den starken, etwas "angerockten" Outlaw Country-Shuffle "Turn that crown upside down", der mit seinem Southern-Flavor klar an Waylon Jennings, Hank jr. und Charlie Daniels erinnert (schöne Fiddle, erdige E-Gitarre), oder das herrliche, wunderbar lockere, gar mit einem wundervollen George Strait'schen "Amarillo by morning"-Feeling daher kommende "Fit for the king" (tolles Zusammenspiel von Fiddle, Pedal Steel und E-Gitarre). Park wird von einer Schar erstklassiger Musiker begleitet, wie zum Beispiel John Carroll (guitars), Cindy Cashdollar (dobro), Larry Franlin (fiddle), Tommy Detamore und Milo Deering (steel guitar), Clint Black's altem Weggefährten Hayden Nicholas (guitars), Glenn Fukanaga (bass) und Will Armstrong (drums) - auch das ein Garant für das erstklassige Ergebnis, das Park mit diesem Album abliefert. Keine Frage, er ist auf dem besten Weg sich fest in der Liga solcher Kollegen wie Aaron Watson, Trent Willmon, Kevin Fowler & Co. zu etablieren. Klasse Album von Kyle Park - eindeutig seine bis dato stärkste Vorstellung!

Das komplette Tracklisting:

1. The Night is Young - 3:33
2. Beggin' For More - 3:11
3. You Make Me Believe - 3:09
4. True Love - 4:09
5. Long Distance Relationship - 3:07
6. No Woman of Mine - 3:58
7. Tagged - 3:06
8. Live Through the Pain - 3:08
9. He Got You - 3:41
10. Turn That Crown Upside Down - 2:57
11. Like Nobody Will - 3:42
12. Fit For the King - 3:21
13. Bad Timing - 3:50

Art-Nr.: 8108
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
The night is young
Beggin' for more
You make me believe
Tagged
Turn that crown upside down
Like nobody will
Fit for the king

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Proven Ones, The - you ain't done [2020]
Mike Zito, selbst einer der profiliertesten Bluesrock-Gitarrenkünstler und -Performer unserer Zeit und stets ein Garant für außergewöhnlich starke Album-Veröffentlichungen, ist aktuell darüber hinaus sehr stark damit beschäftigt, hoch talentierte junge Talente und in der Öffentlichkeit nahezu unbekannte, dafür aber umso talentiertere Kollegen, für sein eigenes "Gulf Coast Records"-Label zu akkreditieren, und damit zu fördern und zu unterstützen. Mit großem Erfolg übrigens, wie etwa solche Leute wie Diana Rein oder Albert Castiglia beweisen. Als Produzent fungiert er für deren Aufnahmen in aller Regel auch noch. Nun hat Zito wieder einmal einen richtig "dicken Fisch" an Land gezogen: The Proven Ones - eine völlig unbekannte, dafür aber mit absoluten Meistern und Veteranen des Blues bestückte Band, die an Erfahrung kaum zu überbieten ist. Bestehend aus Gitarrist Kid Ramos, Sänger Brian Templeton, Keyboarder Anthony Geraci, Bassist Willie J. Campbell und Drummer Jimi Bott, kann das Quintett in der Summe des Kollektivs bereits "dozens of awards, thousands of gigs, and millions of miles" vorweisen, die die Jungs mit einigen der Top Blues Acts dieses Planeten, wie The Fabulous Thunderbirds, The Radio Kings, The Mannish Boys, Ronnie Earl and the Broadcasters,The James Harman Band, Rod Piazza and the Mighty Flyers und Sugar Ray and the Bluetones einheimsten, bzw. abspulten. "This crew can put the blues down like nobody’s business", das steht außer Zweifel. Deshalb ist es so "obercool", dass sich diese Jungs jetzt mit ihrer in ihrem neuen Verbund aufmachen, das zeigt ihr neues Album "You ain't done" sehr eindrucksvoll, ihre musikalischen Grenzen neu auszuloten, indem sie ihre Blueswurzeln mit Genre-übergreifenden Stilen wie Roots, Soul, Southern, Latin und vor allen Dingen sattem Rock vereinen. Frontmann und Sänger Brian Templeton (bärenstarke, raue Stimme, großes Charisma) führt dazu aus: "For the most part, we are all known as blues musicians and rightly so, but we love many styles and naturally want to indulge in them as well. I think we’ve accomplished that with this record. There’s rock, soul, country, some Latin influence, a bit of pop, and, dare I say, a punk vibe in parts as well. I believe it’s going to break down a few walls". Herausgekommen ist schließlich ein schön variables, ganz großartiges, kerniges, kochendes, straightes, voller Energie steckendes, auf den Punkt gebrachtes Bluesrock-Werk der Extraklasse, musikalisch über jeden Zweifel erhaben. Nach einem gut Spannung aufbauenden, schön psychedelischen Intro, startet das Album sofort mit dem drückenden, powernden Bluesrock-Burner "Get love" voll durch und lehrt uns sofort, dass diese Jungs mächtig Dampf auf dem Kessel haben. Ein treibender Groove, "heiße" Bläser-Fills (die Gastspieler Joe "Mack" McCarthy an der Trompete und Saxophonist Chris Mercer setzen sich nicht nur bei diesem Track gekonnt und überaus passend zur übrigen Instrumentierung in Szene), klimperndes Piano, baumstarke Gitarrenlinien, und erstklassiger Gesang bestimmen das Geschehen. Es rockt einfach herrlich fett. Erinnert etwas an die frühen Fabulous Thunderbirds! Ein Volltreffer zu Anfang, und es folgen ein weiterer nach dem nächsten. Das anschließende "Gone to stay" beispielsweise ist ein purer Retro Vollgas-Kracher mit einem geradezu punkig nach vorn rockendem Drums-Drive. Klasse auch hier wieder die punktuell einsetzenden Bläser und die kernigen, satten, bluesigen Gitarrenriffs, aber auch, bei aller Power, die prächtig hängen bleibende Melodie. Auch das auf zündenden Stones-ähnlichen Riffs basierende, bluesige, mit herrlicher Slideguitar garnierte Titelstück "You ain't done" setzt eine Menge Energie frei. Erstmals etwas ruhiger wird es bei dem brillanten "Whom my soul loves". Bei diesem hinreißenden Soul-/Gospel-Blues fungiert die fantastische, hoch angesehene Bluessängerin Ruthie Foster als Duett-Partnerin von Brian Templeton. Die beiden singen grandios. Durch die Nummer geistert ein herrlicher southern-souliger Muscle Shoals-Spirit, dazu tolles Klavier- und Orgelspiel, feinste Gitarrenlicks und Saxophonklänge, ein unwiderstehlicher Groove und eine wunderschöne Melodie. Was für eine herausragende Nummer! Ganz großartig auch das lockere, flockige, mit tollen Gitarrenlinien durchzogene, sehr melodische "Milinda", das gar mit Lynyrd Skynyrd-mässigen Southern Blues-Anlagen kommende "Already gone", das in einem tollen Latino-Arrangement präsentierte, leicht jazzig angehauchte, herrlich groovende "Nothing left to give", ausgestattet mit einem ausgedehnten, jammigen, exzellenten Gitarrensolo von Kid Ramos, sowie der schwer brodelnde Bluesrocker "Fallen" (kochende Bläser-Fills, glühendes Gitarrensolo, klimpernde Pianoeinlagen). Die Band überzeugt auf der ganzen Linie, vergißt niemals ihre Blues-Wurzeln und lässt verschiedenste Arten des Rock mit einfließen. Die Mischung stimmt zu einhundert Prozent, die energetische Performance kommt voller Spielfreude und Inspiration, die Musiker sind Vollprofis und agieren auf einem entsprechend hohen Level, das Songmaterial ist einfach nur klasse. The Proven Ones haben ihr eingangs geschildertes, ambitioniertes Ziel mit diesem Album ohne Zweifel erreicht. Baumstarke Vorstellung! Ach ja, produziert haben das Werk der Drummer der Band, Jimi Bott und Mike Zito. "Wonderful Blues and Classic Rock Swagger"!

Das komplette Tracklisting:

1. Get Love Intro - 0:58
2. Get Love - 4:00
3. Gone to Stay - 3:32
4. You Ain't Done - 4:01
5. Already Gone - 4:11
6. Whom My Soul Loves - 5:01
7. Milinda - 4:09
8. Nothing Left to Give - 5:35
9. She'll Never Know - 4:32
10. I Ain't Good for Nothin' - 3:56
11. Fallen - 4:42
12. Favorite Dress - 3:28

Art-Nr.: 10040
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Get love
Gone to stay
You ain't done
Whom my soul loves
Milinda
Nothing left to give
Fallen

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Rein, Diana - queen of my castle [2019]
"This woman can play the Blues"! Fabelhaftes, drittes Album der prächtig aufspielenden, exzellenten U.S. Blues-/Bluesrock-Gitarristin, Sängerin und Songwriterin, veröffentlicht auf Mike Zito's "Gulf Coast Label, und ganz sicher so etwas wie ihr bisheriges, unmissverständliches, musikalisches Ausrufezeichen, ihr Szene-Durchbruch! Großartig! Diana Rein, aufgewachsen in Chicago, wo sie als 3-jährige Tochter rumänischer Emigranten landete, kam dort das erste Mal im Alter von 8 Jahren, als sie auf die Bühne des "Black Room" geholt wurde, mit dem Blues in Berührung. Von da an ließ sie diese Musik nicht mehr los. Obwohl ihre Karriere noch einige, kleine Umwege nahm (z. B. wirkte sie in den frühen Neunzigern in einer kleinen Rolle in den berühmten "Kevin - allein zu Haus" und "- allein in New York"-Filmen mit), war und ist der Blues und Bluesrock ihre Bestimmung. Kein Zweifel, denn gerade ihr neues Album "sounds like Rein was born on a blues club stage with a guitar in her hands and a rocking band behind her". Diana Rein's "Ding" ist der klassische, echte, traditionelle Blues, genauso wie der erdig rockende Blues, der straighte, dynamische, schnörkellose Gitarren-Bluesrock, was die heute in Californien lebende Protagonistin mit ihrem aktuellen Album auch in perfekter Symbiose demonstriert. Sie verfügt über eine sehr schöne, klare, kraftvolle Stimme, deren Variabilität sich bestens für filigrane, aber auch dreckige Stücke eignet. Sie ist einfach eine klasse Sängerin. Und eine geniale Gitarristin dazu. Beeinflusst von solchen Leuten wie B.B. King, Elmore James, Buddy Guy, Eric Clapton und vor allen Dingen Stevie Ray Vaughan, zeichnet sie sich durch ein ungemein würziges, feuriges, virtuoses, durch und durch bluesiges Gitarrenspiel aus, das ihre Eunflüsse keineswegs leugnet, das sich aber auch durch eine beeindruckende Direktheit, Schlichtheit und Schnörkellosigkeit auszeichnet, die ganz allein Rein's Kreativität geschuldet sind. Sie besticht mit großer Fingerfertigkeit, mit Dynamik, aber auch mit Inspiration, Seele und ihrer natürlichen Blues-Power. Ihre vielen, exzellenten, variablen, sehr angenehmen Soli kommen straight auf den Punkt, ohne exzentrische Sperenzien. Dabei entsteht eine Magie, der man sich kaum entziehen kann. Begleitet wird Rein, die sämtliche Rhythm- und Lead Guitar-Parts auf dem Album übernommen hat, von Dave Osti am Bass, Drake Munkihaid Shining an den Keyboards und Michael Leasure an den Drums der das Album zudem exzellent produzierte, - alles vorzügliche Musiker. Das Songmaterial (alle Tracks sind von Rein selbst komponiert) ist absolut klasse, melodisch, kommt von vorn bis hinten ohne jeden "Filler" aus. Nach dem wunderbaren Opener "Yes I sing the Blues", einem dem Songtitel entsprechend recht traditionell gehaltenen, klassischen Blues, bei dem man Rein's Einflüsse unmittelbar wahrnimmt (der Rhythmus ist Chicago-/Elmore James-mässig, das Instrumentalbreak bringt Stevie Ray Vaughan in Erinnerung), folgt das melodisch, kernig, dynamisch und bluesig fett nach vorn rockende "The midnight line". Das sind gleich 2 prächtige Tracks, die Diana Rein's Stärken hervorragend herausstellen: Ihren exzellenten Gesang, ihr fantastisches Gitarrenspiel (voller Feuer steckende Soli) und ihr tolles Songwriting (interessanter Tempowechsel beim zweiten Stück). Das herrliche Titelstück "Queen of my castle" kommt mit einem klassischen Chicago Blues-Vibe, einem tollen, prägnanten Drive, einer erstklassigen, frischen Melodie, sowie einem punktgenauen Gitarrensolo. Toll Knackig, voller Energie, gleichzeitig aber auch schön locker und herrlich frisch fließt der herausragende Bluesrocker "I can't quit you" aus den Lautsprechern. Abermals bemerkenswert ist Rein's starkes Gitarrenspiel, das auf der einen Seite sauber und klar, auf der anderen aber auch bluesig dreckig wirkt. Raue, dampfende Riffs und glühende Lead Gitarre bestimmen den, von einem dezenten Swamp- und Southernflair durchwehten, einmal mehr in eine tolle Melodie eingebundenen Bluesrocker "One foot in". Das amtlich temperierte Gitarrensolo strotzt nur so vor Spielfreude und Spirit. Beim toll groovenden "Get down" (schöne Melodie, feine Orgel-Fills, tolle Gitarrenlinien) überrascht Rein dann mal mit einem exzellenten Wah Wah-Solo, um anschließend mit dem betörend schönen "Chill of the night" einen hinreißenden, dezent nostalgisch angehauchten Slow-Blues zum Besten zu geben (tolle Orgelbegleitung, grandioses Gitarrespiel - jeweils mit Solo). Mächtig Dampf produziert dann nochmal der saudreckige, im knarzenden, glühende "fuzzed-out guitar sound" kommende Bluesrocker "Heat", ehe das Werk schließlich mit dem traumhaft melodischen, erfrischend klaren Instrumental "Zoe" herausragend endet. Welch ein wundervolles Gitarrenspiel! Diana Rein hinterlässt mit diesem Album mächtig Eindruck. Eine knappe Stunde lang (es fehlen rund 30 Sekunden) präsentiert sie uns ehrliche, natürliche, unverbrauchte, frische, exzellente Gitarren Bluesrock-Kunst, die sich auf angenehmste Art und Weise ihren Weg tief in unsere Ohren bahnt. Es ist einfach eine große Freude ihr zuzuhören. Oh ja, "this woman can play the Blues"!

Das komplette Tracklisting:

1. Yes I Sing the Blues - 3:30
2. The Midnight Line - 3:26
3. Queen of My Castle - 3:49
4. I Can't Quit You - 3:45
5. One Foot In - 4:20
6. Walking Along - 3:24
7. Pure Soul - 4:09
8. It's You - 3:28
9. My Love - 4:07
10. Get Down - 3:29
11. Chill of the Night - 5:07
12. Worth - 4:05
13. Time's Ticking Away - 4:04
14. Heat - 4:44
15. Zoe - 3:54

Art-Nr.: 9974
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
The midnight line
Queen of my castle
I can't quit you
One foot in
Get down
Chill of the night
Heat
Zoe

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Royal Southern Brotherhood - same [2012]
"The soul of the south"! Jawohl, diese Band verkörpert sie - die Seele des Südens! Royal Southern Brotherhood - schon dieser Name klingt "groß" und weckt Begehrlichkeiten. Und diese Begehrlichkeiten werden mehr als nur erfüllt. Sie übertreffen jede Erwartung! Das Debutalbum dieser Band ist nicht mehr und nicht weniger als ein Meisterwerk, ein Neuzeit-Klassiker authentischer, lupenreiner, hinreissender Musik aus dem amerikanischen Süden. Im Sommer 2010 trafen sich im legendären "Warehouse" von New Orleans 3 Musiker mit großem Namen: Cyril Neville (jüngster der berühmten Neville Brothers und in den Siebzigern Percussionist, Sänger und Frontmann der legendären Funkrock-Institution The Meters), Mike Zito (der begnadete Bluesrock-Gitarrist, der zuletzt mit seinen Alben "Pearl river" und "Greyhound" für Furore sorgte) und Devon Allman (Sohn des The Allman Brothers Band-Helden Gregg Allman, zuletzt mit seiner Band Honeytribe aktiv) beschlossen, dass man doch vielleicht die musikalischen Ideen jedes einzelnen mal gebündelt in ein paar zwanglosen, gemeinsamen Jammings zum Ausdruck bringen könnte. Gesagt, getan! Die 3 holten noch den herausragenden Funk- und Jazz-Bassisten Charlie Wooten, sowie den fantastischen Drummer Yonrico Scott (ex- Derek Trucks Band) mit ins Boot und begannen in einem Studio im New Orleans Garden District mit den ersten Jams. Es passte sofort. Die Chemie stimmte, als würde man schon ewig zusammen spielen. Royal Southern Brotherhodd waren geboren. Im September 2011 spielte die Band ihre erste Show in der "New Orleans Rock'N Bowl", die, sowohl bei den Fans, als auch bei den Experten regelrechte Begeisterungsstürme auslöste. So etwas hatte man lange nicht erlebt. Eine mitreissende Synthese aus Blues, Bluesrock, Soul und Southern Rock, eine auf höchstem musikalischem Niveau vollzogene Verschmelzung aller beteiligten Musiker, ein wunderbares Konglomerat aus den Anlagen der Neville Brothers, feinstem Zito'schem Bluesrock und dem Spirit der The Allman Brothers Band - angerührt in den heißen Sümpfen Louisiana's. Und genau das erleben wir jetzt auf dem fantastischen Debutalbum des Quintetts, produziert im übrigen von Jim Gaines. Was Cyril Neville (vocals, percussion), Devon Allman (vocals, guitar), Mike Zito (vocals, guitar), Charlie Wooten (bass) und Yonrico Scott (drums) hier veranstalten ist pure Magie. Vor allem auch Devon Allman ergibt sich endlich seinen Roots und verleugnet auch musikalisch nicht mehr seine familiäre Bindung zu Gregg und Duane Allman. Die Songs sind durchweg eine Bank. Es gibt nicht den Hauch eine Schwachstelle. Das Zeug hat den Blues, steckt voller Soul, begeistert mit hinreissenden Grooves, ist zuweilen jammig, dazu überaus melodisch und tief verwurzelt im Süden. Vor allem die Swamps von Louisiana sind jederzeit spürbar. Stücke wie beispielweise der pulsierende, treibende, schwüle Opener "New horizons" (ein wunderbar groovender Swamp-/Southern Rocker voller "schwarzem" Soul, toller Gesang, prachtvolles Zusammenspiel der beiden Gitarristen Zito und Allman, gipfelnd in einem feurigen Solo, begleitet von "quäkenden" Wah Wah-Klängen), dem lässig lockeren, Latino-mässigen Jamrocker "Fired up!" (wie eine himmlische Kombination aus Santana und The Allman Brothers Band - vor allem Gitarren-mässig), die fantastische Southern Soul-Nummer "Left my heart in Memphis" (tolle Melodie, klasse Gesang von Devon Allman, wundervolle, seelige Gitarren-Licks), der recht straighte Southern-/Bluesrocker "Gotta keep rockin'", der flotte, knackige, wie Öl runter gehende, lockere, dennoch kraftvolle Roots-/Southern-/Swamp-Rocker "Hurts my heart" (ungemeon melodisch - dennoch voller Feuer, traumhafte Slide-Gitarre), der wunderschöne, swampige Southern-/Soul-Blues "Moonlight over the Mississippi" (tolle Melodie, großartige Percussion, markante, schwüle Basslines, klasse Wah Wah-Gitarre und herrliche Slide-Läufe und -Soli), oder der drückende Juke Joint-/Swamp-/Bluesrocker "Sweet jelly donut" (tolle Slide-Gitarre, zündende, wechselseitige Soli der beiden Gitarreros, starker Gesang Neville's) sind beeindruckendste Beweise dafür, wie man die Musik des Südens heute zelebriert. Grandios auch die einzige Coverversion des Albums, ein packendes Remake des Grateful Dead-Klassikers "Fire on the mountain" in einer genialen, drückenden, dennoch lockeren, von toller Percussion, exzellentem Gesang und Gänsehaut erzeugendem Slide-Spiel geprägten Fassung. Diese "Bruderschaft des Südens" macht ihrem Namen alle Ehre. Southern Rock-Freunde, Bluesrock-Begeisterte, Liebhaber herrlicher Grooves, Southern Soul-Verehrer, Gitarren-Anbeter - "this one's for you"! Royal Southern Brotherhood verhelfen der Musik der amerikansichen Südstaaten zu neuem Glanz! Brillant!

Das komplette Tracklisting:

1. New Horizons (4.50)
2. Fired Up! (5.45)
3. Left My Heart in Memphis (3.30)
4. Moonlight over the Mississippi (3.45)
5. Fire on the Mountain (4.56)
6. Ways About You (4.40)
7. Gotta Keep Rockin’ (4.39)
8. No Where To Hide (2.44)
9. Hurts My Heart (4.14)
10. Sweet Jelly Donut (5.44)
11. All Around The World (3.12)
12. Brotherhood (3.52)

Art-Nr.: 7772
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
New horizons
Left my heart in Memphis
Moonlight over the Mississippi
Fire on the mountain
Ways about you
Gotta keep rockin'
Hurts my heart
Sweet jelly donut

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