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MonkeyJunk - all frequencies [2013]
Brillantes, ungemein vielfältig agierendes Bluesrock-Trio aus Kanada (Ottawa), dessen dampfendes, musikalisches Gebräu seine Heimat jedoch in den verschiedensten Regionen der USA hat, vornehmlich in den Südstaten und dem Mississippi-Delta. Wie mit einer gut geölten Maschine unterwegs, durchkämmen sie unaufhaltsam die Grenzgebiete zwischen Swamp Boogie, Roots, Rock, Funk, Southern Blues, Delta Blues, Chicago Blues und Muscle Shoals-Soul, alles auf der Basis mitreissender Grooves. Die Besetzung dieses Trios gleicht jedoch ganz und gar nicht der klassischer Bluesrock-Trios, nein, MonkeyJunk spielen beispielsweise ohne einen Bassisten (dennoch entwickeln sie diese brodelnde, kernige Rhythmik), dafür aber mit einer instrumentalen Vielfalt, die einen den Tieftöner überhaupt nicht vermissen lässt. Frontmann und Multi-Instrumentalist Steve Marriner beispielsweise macht einen mtreissenden Job an der zweiten Gitarre (zumeist Baritone Gitarre), den Keyboards, der Mundharmonica und mit seinem großartigen, charismatischen, "soulful" Gesang. Darüber hinaus verfügt die Band mit Tony Diteodoro über einen famosen Lead Gitarristen, der immer wieder mit bärenstarken Soli und brennenden Slide-Läufen glänzt, sowie mit Matt Sobb über einen erstklassigen Drummer und Percussionisten, der hauptverantwortlich für die tierischen Grooves ist. Das Trio harmoniert geradezu perfekt miteinander. Der Sound ist herrlich rau und dreckig, doch dieses erdige Ambiente steht keinesfalls im Gegensatz zu der Melodik der Songs. Im Gegenteil, es passt alles prächtig zusammen, sodass das Songmaterial klasse hängen bleibt. Die Songs wirken hervorragend strukturiert, bieten aber auch immer genügend Platz für jammige Instrumentalpassagen. All das ist ein Indiz für die exzellente Musikalität der Truppe. Diese hohe Qualität kommt unmittelbar mit dem Auftaktsong zur Geltung. "You make a mess" heisst die Nummer, ein voller Soul steckender, kraftvoller Bluesrocker, der sofort, bei äusserst knackigem, straightem, dezent funky wirkendem Beat, mit einem tierischen Groove aufwartet. Und "Mr. D." brennt gleich ein gewaltiges Gitarrensolo ab. Klasse Slide-Fills, zündende Lead Gitarre und saustarkes Harpspiel bilden den musikalischen Mantel des erneut wunderbar groovenden "Right or wrong", das mit einem schönen, kochenden Shuffle Blues-Feeling besticht. Das furiose Harp-/Lead Gitarren-Duell im Break ist ein "Hit". Einfach toll! Im Verlauf der Zeit geht es immer mehr Richtung Süden und die Band scheint sich immer tiefer in den Swamps einzunisten. Brodelnde Slideguitar und dreckige Bluesharp-Klänge rühren mit dem baumstarken "Why are people like that?" die Sümpfe ordentlich auf. Das ist schwüler, dampfender "Voodoo"-/Delta-Bluesrock vom Allerfeinsten. Was für ein Druck! Die Percussion-Grundlage und das Gitarrensolo sind absolut heiss. Nach dem scharfen Funk-Heuler "Je nah say kwah" folgt mit dem treibenden "Sirens in the night" der nächste Boogie, der eine tiefe Spur in den Swamplands des Südens hinterlässt. Erneut hören wir diese wunderbare, sumpfige, dreckige Slidegitarre, eingebunden in einen brodelnden Drive. Oh, und welch eine wundervolle Nummer zelebriert die Band mit der famosen, rootsigen Bluesrock-Ballade "Once had wings". Klingt ein wenig, als stammten die klassischen Bad Company nicht aus dem Vereingten Königreich, sondern aus den tiefsten Swamps des amerikanischen Südens, zumal Steve Marriners vorzüglicher Gesang ein leichtes Paul Rodgers-Timbre nicht leugnen kann. Dazu regieren Slidegitarre und Bluesharp. Das ausgedehnte, ungemein melodische Solo mit dem Bottleneck ist ein Traum. Klasse auch der abgehende Mojo-Bluesrocker "Say what?" und das famose, jammige Instrumental "Swank" (furioses Orgel-Spiel, großartige Gitarrenläufe), das das Album mit ebenso aussergewöhnlicher Qualität abschliesst, wie es begonnen hatte. MonkeyJunk haben in ihrer kanadischen Heimat und den USA schon jede Menge bedeutender Blues-Awards gewonnen, wie etwa den amerikanischen Blues Music Award für "Best New Artist Debut" im Jahre 2010 und den kanadischen Juno Award für "Blues Album Of The Year" im Jahre 2012. Warum das so ist und das diese Preise absolut verdient sind, zeigt ihr grandioses, drittes Album "All frequenzies" in beeindruckender Art und Weise. Nicht nur die Fans von Muddy Waters über Robert Johnson, Sonny Landreth, Little Feat, Gov't Mule bis hin zu den North Mississippi Allstars werden begeistert sein. Diese rootsige, swampige Bluesrock-Vielfalt ist ein "Killer". Der Name der Band stammt übrigens aus einer Aussage des legendären Son House, der einst sagte: "I’m talking about the blues, I ain’t talking ’bout no monkeyjunk". Doch könnte der gute Son House diese Band heute erleben, würde er sehr wohl über MoneyJunk sprechen - und zwar in den höchsten Tönen. "All frequencies" wird auch bei den kommenden Blues-Awards wieder ein ganz heisser Kandiodat sein, da sind wir sicher. Überwältigend!

Das komplette Tracklisting:

1. You Make a Mess - 3:14
2. Right From Wrong - 3:37
3. Why Are People Like That? - 3:59
4. Je Nah Say Kwah - 2:55
5. Sirens In the Night - 3:54
6. Yearnin' For Yesterday - 3:32
7. Once Had Wings - 5:19
8. What I Got To Give - 4:21
9. Say What? - 4:03
10. Swank - 7:13

Art-Nr.: 8335
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
You make a mess
Right from wrong
Why are people like that?
Sirens in the night
Once had wings
What I got to give
Say what?

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Nitty Gritty Dirt Band & Friends - celebrating 50 years [2016]
Tolles Konzert aus dem Ryman Auditorium in Nashville/TN mit fantastischen Gästen anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Band.

Das komplette Tracklisting:

1. You Ain't Going Nowhere (Live)
2. Grandpa Was a Carpenter (feat. John Prine) [Live]
3. Paradise (feat. John Prine) [Live]
4. My Walkin' Shoes (Live)
5. Tennessee Stud (feat. Vince Gill) [Live]
6. Nine Pound Hammer (feat. Sam Bush with Vince Gill) [Live]
7. Buy for Me the Rain (Live)
8. These Days (feat. Jackson Browne) [Live]
9. Truthful Parson Brown (feat. Jackson Browne with Jerry Douglas, Sam Bush & Byron House) [Live]
10. Keep on the Sunny Side (feat. Alison Krauss) [Live]
11. Catfish John (feat. Alison Krauss) [Live]
12. An American Dream (feat. Rodney Crowell with Alison Krauss) [Live]
13. Long Hard Road (The Sharecropper's Dream) [feat. Rodney Crowell] [Live]
14. Mr. Bojangles (feat. Jerry Jeff Walker) [Live]
15. Fishin' in the Dark (feat. Jimmy Ibbotson) [Live]
16. Bayou Jubilee / Sally Was a Goodun (Live)
17. Jambalaya (Live)
18. Will the Circle Be Unbroken (Live)

Art-Nr.: 9294
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Osborne, Anders - american patchwork [2010]
Meisterlich! Begeisternd! Imposant! Eine Sternstunde des "soulful" groovenden Roots- und Bluesrocks - einerseits rau, drückend, intensiv und kraftvoll, andererseits so wunderbar melodisch. Krachende, brennende, laute (Blues)Rocker und ein paar wundervolle Rootsrock-Balladen geben sich genüsslich die Klinke in die Hand, dazwischen mal ein kerniger New Orleans-Funk oder ein herrlicher Reggae - eine Nummer stärker als die andere. Mitreissend! Der in den USA überaus erfolgreiche Singer-Songwriter und Gitarrist Anders Osborne, der auch bereits einen Grammy in der Vitrine stehen hat, legt mit seinem neuen Werk "American patchwork", obwohl ihn Kritiker, Presse und Fans gleichermassen schon seit Jahren in ihr Herz geschlossen haben, nun sein bis dato absolut bestes Album vor. Der in Schweden geborene, aber vor 25 Jahren in die USA ausgewanderte, in New Orleans lebende Künstler ist längst zu einem stolzen Amerikaner geworden. "I'm in the promised land", sagt er, was man in seiner Musik deutlich spürt. In einer Stadt, in der es vor aussergewöhnlichen Performern und Bands nur so wimmelt, zählt Osborne längst zu einem der absoluten "Helden" unter den Musikern des "Big Easy". Seine Originalität und seine Visionen sind aussergewöhnlich, seine Kreativität und sein musikalischer "Hunger" grenzenlos. Beeinflusst von Leuten wie Ry Cooder und Robert Johnson, Joni Mitchell und Jackson Browne, aber auch Miles Davis und John Coltrane, gilt er als herausragender Gitarrist, Sänger und Songwriter gleichermassen. So unterschiedliche Kollegen wie Jonny Lang, Tab Benoit, Kim Carnes und Brad Paisley haben schon Songs von ihm aufgenommen. Sein für Tim McGraw geschriebenes "Watch the wind blow by" wurde ein langwöchiger Nr.1-Hit für den Country-Star und auch Keb' Mo's erfolgreiches, Grammy-dekoriertes Album "Slow down" enthielt zwei, von Osborne mitkomponierte Songs. Doch über all dem stehen Osborne's eigene Veröffentlichungen. Man könnte sagen, der Mann ist so etwas wie ein Künstler mit zwei musikalischen Persönlichkeiten. Die eine ein voller Power rockender, ausgelassener, ordentlich Zunder gebender, kochender, ein gewaltiges Gitarren-/Slide-Feuerwerk abbrennender /Southern)Bluesmann, die andere ein regelrechter Poet, ein Literat, ein aus tiefster Seele agierender Singer-Songwriter. Nur selten hat er in der Vergangenheit beides miteinander verknüpft, sieht man man von dem exzellenten 2001er-Werk "Ash Wednesday Blues" ab. Entweder entschied er sich für die eine oder die andere Seite. Doch bei "American patchwork" hat er, egal ob es sich um laute, mächtig dampfende Rocker, oder um eher etwas zurückhaltendere Nummern handelt, eine geradezu brillante Balance zwischen beiden Welten gefunden. Kerniger Rootsrock, die ein oder andere wundervolle Ballade und brodelnder, southern-inspired (Heavy)Bluesrock bilden eine unzertrennliche Einheit. Die Arrangements haben eine herrlich rohe, dreckige Basis, oft vollgepackt mit rauen, kratzigen E-Gitarren-Riffs, überaus intensiv und druckvoll, teils mit langen, würzigen, elektrisierenden, packenden Gitarrensoli, die nicht nur die Gemeinde von den North Mississippi Allstars bis hin zu Gov't Mule "vom Hocker hauen" werden. Dann wieder glänzen sie mit herrlich transparenten Gitarren und einem wunderbar lockeren Ambiente, das nicht selten auch mal an einen Jackson Browne erinnert. Apropos Jackson Browne: Osborne's Stimme klingt zuweilen wie eine Mischung aus Luther Dickinson (North Mississippi Allstars), Steve Miller und eben Jackson Browne. Er ist, wie gesagt, ein klasse Sänger. Begleitet wird Osborne von 3 großartigen Musikern. Zum einen, dem exzellenten Keyboarder Robert Walter, der den Sound immer wieder mit ganz wundervollen, markanten Hammond Orgel-Klängen veredelt, und zum anderen von dem stark trommelnden Schlagzeuger Stanton Moore (von der Band Galactic) und dem zweiten Gitarristen, aber auch Percussion und Background Gesang beisteuernden Pepper Keenan (Corrosion Of Conformity). Letzter beiden haben das Album auch zusammen mit Anders Osborne produziert. Der Sound ist super! Alles strahlt, wie gesagt, eine immense Intensität aus, aufbauend auf Osborne's spürbarer Inspiration und seinem magischen "Spirit". Das Album startet gleich mit einem absoluten "Kracher", einem lauten Aufschrei, mitten ins Herz tiefster Dunkelheit. "On the road to Charlie Parker" heisst die Nummer, ein bärenstarker, leicht swampiger, southern-fueled Bluesrocker über die dunklen Seiten der Heroin-Abhängigkeit und die ausweglosen Nöte eines Junkies. Genauso intensiv wie das Thema ist die Musik. Dreckig, rau, ruppig, drückend, voller massiver, roher Gitarren-Riffs, unterstützt von Robert Walter's tollen Orgel-Fills - aber auch mit einer starken Melodik, vor allem im Refrain. Was für ein klasse Groove! Zum Ende hin wird die Nummer immer lauter. Kocht gewaltig! Ein irre starker Auftakt! Aber keine Bange, es geht mit dieser Qualität ohne jeden Hänger bis zum Schluß weiter. "Echoes of my sins" beispielsweise ist ein grandioser, sehr erdiger, aus hartzigen, bluesigen Riffs entspringender Rootsrocker mit einem herrlichen Reggae-Groove. Osborne's Wahlheimat New Orleans ist allgegenwärtig. Toll erneut die feinen Hammond Orgel-Fills und die vorzügliche Melodie. Mit "Got your heart" folgt gleich noch ein klasse Reggae, der einerseits eine unterschwellige Southern-Schwüle ausstrahlt, andererseits aber sehr locker rüber kommt, während mit dem anschliessenden, brodelnden "Killin each other" ein kerniger, heisser "funked-up" Rocker aus den Lautsprechern fegt. Dann die wunderschöne, weich und überaus angenehm ins Ohr fliessende, voller positiver Aufbruchsstimmung steckende, lockere Rootsrock-Ballade "Acapulco", die mit ihrer Frische etwas von einem Jackson Browne aus seinen allerbesten Tagen hat. "Osborne's slide sings as sweetly as his voice", schreibt ein U.S-Journalist - und damit kann man es nicht besser ausdrücken. Danach wieder zwei donnernde, krachende Heavy-Bluesrock-Nummern voller gewaltiger Intensität. Zunächst das saustarke "Darkness at the bottom" und dann das geniale "Love is taking it's toll". Ist das dreckig, ist das heftig, ist das laut! Ein kochender, riffiger, fetter Groove - und dennoch wieder diese großartige Melodie. Dazu ein glühendes, kreischendes, unter Starkstrom stehendes, ausgedehntes Gitarrensolo, gefolgt von einem ebenso prächtigen Orgel-Solo im zweiten Break. Am Ende brechen fast alle Dämme. Diese Nummer würde auch bestens in das Repertoire von Gov't Mule passen. Hammer! Klar, das danach etwas Erholung nötig ist, die mit dem wunderbar lockeren, flockigen, fast schon sonnig californischen Rootsrocker "Meet me in New Mexico" auch kommt. Wunderbar, dieser lässige Percussion-Groove, diese Wärme, aber auch diese erdige Natürlichkeit. Geht runter wie Öl. Tolle Melodie, erstklassiger Gesang, exzellentes Gitarrenspiel, klasse Orgel-Fills, und ein Refrain, der einem nicht mehr aus dem Ohr gehen will. Mit der wunderschönen, nur von glasklaren, transparenten akustischen Gitarren begleiteten, ruhigen Ballade endet schließlich dieses absolute Meisterwerk. "American patchwork" übt mit seiner Intensität, seinen Emotionen und seiner Spannung einen immensen Reiz auf den Zuhörer aus. Alles, was Osborne hier zelebriert, kommt aus tiefstem Herzen. Das nimmt einen gefangen und lässt einen nicht mehr los. Essentieller Roots- und Bluesrock aus New Orleans! Schlichtweg brillant!

1 On the Road To Charlie Parker - 4:16   
2 Echoes of My Sins - 4:34   
3 Got Your Heart - 4:05   
4 Killing Each Other - 4:09   
5 Acapulco - 3:49   
6 Darkness At the Bottom - 6:00   
7 Standing With Angels - 5:15   
8 Love is Taking Its Toll - 5:01   
9 Meet Me In New Mexico - 4:00   
10 Call On Me - 2:57

Art-Nr.: 6889
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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On the road to Charlie Parker
Echoes of my sins
Acapulco
Darkness at the bottom
Love is taking its toll
Meet me in New Mexico

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Robert Jon & The Wreck - shine a light on me brother [2021]
"Southern flavored, blues rock & roll and hints of 70’s rock", der einen nicht mehr aus dem Schwärmen kommen lässt. Unglaublich! Wo ist das Limit dieser Band? Letztes Jahr waren sie mit dem fantastische Album "Last Light On The Highway" am Start und man dachte, diese musikalische Höhe werden sie kaum noch einmal übertreffen können - und nun hauen sie dieses umwerfende, neue Werk "Shine A Light On Me Brother" raus. Wieder eine Weiterentwicklung, noch mal eine Stufe höher - Robert Jon & The Wreck aus Orange County/California sind nicht zu stoppen. Bravouröse Songs der Extraklasse schütteln sie aus dem Ärmel, als wäre es gar nichts. Satte Gitarren, herrliche Slide, himreißende Soli, bärenstarkes, variables Songmaterial, wunderbare Melodien, auch mal ein rootsiges Countryrock-Flair, dann wieder die Nähe zum Jamrock, ein Schuß Soul und Blues, ein erdiger, satter Sound (bei drei/vier Songs erzeugt die geschickt und wohl temperiert eingesetzte Bläserfraktion "504 Horns" aus New Orleans zusätzlichen Druck und Hitze, zudem glänzen Joe Bonamassa's Backing-Damen Mahalia Barnes, Prinnie Stevens und Juanita Tippins mit herausragendem Background Gesang) - kaum eine andere Band schafft es, ursprünglichen "grit", Natürlichkeit, spürbare, jammige Spielfreude und wunderbare Harmonien mit solch einer Selbstverständlichkeit und Perfektion, in einem dermaßen unwiderstehlichen, natürlichen, erdigen Southern Rock-Gewand zusammenzuführen. Robert Jon Burrison - lead vocals, guitars (großartige, kraftvolle Stimme), Henry James Schneekluth - lead guitar, slide guitar, vocals, Steve Maggiora - keyboards, sowie die exzellente Rhythmussektion, bestehend aus Andrew Espantman - drums, vocals und Warren Murrel - bass, vocals, verstehen sich mittlerweile nahezu blind in ihrem Zusammenspiel. Allein dieser grandiose Gitarrenzauber des jungen, fantastisch aufspielenden Henry James und Steve Maggiora's begnadetes, klimperndes Piano- (die Inspiration von Lynyrd Skynyrd's legendärem Billy Powell ist deutlich erkennbar) und Orgelspiel sind ein Hochgenuß. Los geht's mit purer Dynamik, Leidenschaft und Power. Das Titelstück des Albums, "Shine a light on me brother", steht auf dem Programm - was für ein kochender, bluesiger, dezent Gospel-inspirierter Roadhouse-/Southern Rock-Hammer! Mächtige, satte Gitarrenriffs, furios kilmperndes Piano, ein teibender, schwerer Groove, hinreißende Slideguitar-Licks (inkl. glühendem Solo), Robert Jon's exzellenter Gesang - und dann, plötzölich, nach der ersten Strophe, tritt die Band mit einem starken Tempowechsel voll aus's Gaspedal und implementiert ordentlich heiße Bläser-Fills und tierische, weibliche Background Vocals. Die sprichwörtliche "Hütte" brennt. Und über allem: eine beeindruckende, großartige Melodie. Ein mitreißender Auftakt! Was kann jetzt noch schief gehen? Nichts! Und so kommt es auch. Eine bravouröse Nummer folgt der nächsten. Zum Beispiel der schön funky groovende, jammige, abermals voller Energie steckende, melodische, satte Southern Rocker "Everyday" (zwei zündende Gitarrensoli, tolle Percussion, prächtiger Background Gesang, irre starkes Pianospiel), der hoch melodische, fantastisch arrangierte, kernig und "catchy" nach vorn rockende Gitarren Southern-/Heartland Rock-Knaller "Ain't no young love song" (traumhafte Harmonies, wunderbar ins Ohr gehender Refrain, super Gitarrenarbeit von Henry James), der begnatete, ungemein gefühlvolle, dennoch durchaus knackige, fesselnde Soul-Blues "Chicago" mit seinen hinreißend passenden Bläsern und dem tollen Groove, die traumhaft schöne, ein gewisses Southern Countryrock-Flair ausstrahlende, mit feinen- Orgel- und Piano-Klängen, sowie exzellenter Slideguitar (starkes Solo) veredelte Ballade "Hurricane", das schön lockere, Country- und Southern Rock-Charakteristika geradezu perfekt vereinende "Desert sun" (die Nummer fühlt sich an, als sei sie aus einer imaginären, gemeinsamen Siebziger Jahre-Session der Eagles, The Marshall Tucker Band und The Outlaws entsprungen, fabelhaftes Slideguitar-Solo von Henry James), die packende, fette, hymnische Southern Rock-Ballade "Brother" (umwerfendes, glühendes Gitarrensolo), ehe das Album mit dem temporeichen, eine Menge gute Laune verbreitenden, furiosen, southern-rocking Partyfeger "Radio" in absoluter Hochstimmung ausklingt. Die Folge: Grenzenlose Begeisterung - nicht nur bei der Southern Rock-Gemeinde! Ein Album voller Suchtpotential! Diese Musik berauscht! Was für eine großartige Band! Längst hätten Robert Jon & The Wreck ein deutlich breiteres Publikum verdient. Pete Francis vom unabhängigen, amerikanischen Webzine "Blues Rock Revue" sagt darüber und über das Album: "This is one of the best blues rock band’s in the world today. The musicianship is topnotch, the songs are great, and this is a band that can be appreciated by a wide variety of listeners. 'Shine A Light On Me Brother' is Robert Jon and the Wreck’s best album to date which is saying a lot. It’s a great album from start to finish". 100% Übereinstimmung!

Das komplette Tracklisting:

1. Shine a Light on Me Brother - 3:57
2. Everyday - 4:27
3. Ain't No Young Love Song - 3:20
4. Chicago - 4:45
5. Hurricane - 5:19
6. Desert Sun - 4:12
7. Movin' - 4:45
8. Anna Maria - 4:45
9. Brother - 4:26
10. Radio - 3:11

Art-Nr.: 10382
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Shine a light on me brother
Everyday
Ain't no young love song
Chicago
Hurricane
Desert sun
Brother
Radio

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