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Donahew Band, Casey - moving on [2009]
Prächtiger "Red Dirt"-Countryrock voller Leidenschaft, herrlicher Melodien, würziger Instrumentierung und mit einem ungemein erfrischend klingendem Sound. Die aus Burleson/Texas stammende Casey Donahew Band gilt, obwohl sie bereits schon drei CDs veröffentlicht hat, in hiesigen Red-Dirt-Kreisen noch immer als so etwas wie ein gut behütetes Geheimnis der Szene. Das muß sich, und wird sich sicher auch, mit ihrem von Erik Herbst (u.a. Eli Young Band, Macon Greyson, Kyle Bennett Band) hervorragend produziertem, vierten Werk "Moving On" schlagartig ändern. Die Scheibe ist ein Knüller und meistert den gar nicht so einfachen Spagat zwischen radiofreundlicher Melodik und anspruchsvoller, überaus kompetenter instrumenteller Umsetzung, genau wie auch den zwischen erdigem, unbekümmertem, rootsigen Texas Roots-Staub und traditionell verwurzelter Nashville-Kompatibilität als wäre es das natürlichste von der Welt. Das ist richtig klasse! Leader der Band ist, wie der Name es schon vorgibt, Casey Donahew, der als Sänger, Gitarrist und Songschreiber klar den Takt vor gibt. Begleitet wird er von Steve Stone (Bass), Donte “Taz“ Gates (Drums), Josh Moore (Fiddle) und John “JZ” Zaskoda (Electric guitars), alles großartige Musiker. Gemanagt wird das Quintett von Casey’s Frau, Melinda. Laut eigener Aussage bezeichnet die Band ihren Stil als "Pure Texas Country" und sieht sich beeinflusst von Interpreten wie Pat Green, Cross Canadian Ragweed, Jack Ingram und Robert Earl Keen, wobei hier aber auch Acts wie No Justice, die Randy Rogers Band, die Eli Young Band, Wade Bowen, die Tommy Gallagher Band oder Zack Walther and The Cronkites genannt werden können. Dieses "Pure Texas Country", wie sie ihre Musik nennen, muß man allerdings schon um das Wörtchen "Rock" ergänzen, denn die Casey Donahew Band weist wirklich alle Mermale einer klassischen Countryrock-Formation auf und lässt durchaus auch Erinnerungen an die goldenen Tage des "vintage Countryrocks" der Siebziger aufkommen. Zudem gilt die Trupper als heiß begehrter Live-Act, die das Publikum mit langen, ausgedehnten Sets und unbändiger Energie (in ihrer Live-Präsenz vergleicht man sie sogar mit der Power Springsteen's) mitreisst. Los geht's mit der ersten Single des Albums, dem beeindruckenden, dynamischen, lockeren, aber sehr knackigen Countryrocker "Ramblin' kind", der nicht nur aufgrund des Songtitels unterschwellige Parallelen zu Dickey Betts' "Ramblin' Man", bzw. der "Brothers and sisters"-Ära der Allman Brothers aufweist. Dazu kommen natürlich die typischen, unwiderstehlichen "Red Dirt"-Anlagen, wie man sie so eben nur in Texas spielt. Beinhaltet zwei exzellente, jeweils wechselnde Solo-Passagen zwischen Fiffle und elektrischer Lead Gitarre (zunächst heulende Fiddle/E-Gitarren-Solo dann in umgekehrter Reihenfolge E-Solo mit anschließendem Fiddle-Konter), wobei die flinken Finger von Gitarrist John Zaskoda in einer Würze ind Lockerheit über die Saiten gleiten wie einst bei Dickey Betts oder Hughie Thomasson (The Outlaws). Der Song ist ein richtiger Leckerbissen für die Countryrock- und "Red Dirt"-Enthusiasten. Wenn das kein Riesen-Hit in den Texas Music-Charts wird...! Auch im weiteren Verlauf strotzt die CD geradezu vor erfrischend gutem, voller toller Melodien bestücktem, tollem Songmaterial: Herrlich beispielsweise die beiden super melodischen "Next Time" (mit southern-typischem E-Gitarren-Spiel) und "Breaks My Heart" (mit Steel, Fiddle und schönem E-Gitarren-Solo), das flockige "California" (starker "Red Dirt"-Countryrock mit einem Hauch von Westcoast), das rootsig stampfende, grandiose, gitarrenbetonte "Nowhere Fast" , das im Fahrwasser von Cross Canadian Ragweed befindliche, rockige "Burn This House Down" (feines Southern-Flair, starke Drums), oder die mit wohl dosierten Streicherpassagen verzierte Ballade "Angel", welche allesamt auf Grund ihrer Eingängigkeit wohl kaum von den Radiostationen ignoriert werden dürften. Die Band hat natürlich, wie in Red Dirt-Kreisen üblich, das gesamte Material selbst komponiert und in Eigenregie eingespielt, wobei allerdings auch einige wenige, auserwählte Gastmusiker Akzente setzen. Hier drückt besonders der agile Multiinstrumentalist Milo Deering mit Pedal Steel (stark u.a. bei der famosen, recht traditionell in Szene gesetzten, flockigen, lupenreinen New Country-Nummer "Strong Enough" mit ihrer frappierenden Nähe zu der nicht unter zu krigenden, gerade wieder mit einem glänzenden Album aufwartenden Nitty Gritty Dirt Band), Mandoline (das wunderbare "Let Me Love You") und Dobro ("Break Me Down") seinen markanten Stempel auf. Am Ende geht mit dem Titelstück "Moving On" (inkl. eines klasse Hiddentracks, der nach etwas 5.14 Minuten einsetzt) noch mal so richtig die Post ab. Der ein wenig an Charlie Daniels' "Trudy" erinnernde, als traditioneller Countrystomper in Cross Canadian Ragweed-Manier abgewandelte Song (Donahew's frecher Gesang im Stile von Cody Canada ist klasse), besticht durch seine klug ineinander verschachtelten Tempovariationen und seine instrumentellen Finessen (schön klimperndes Piano, wiehernde Fiddle, starkes E-Gitarren-Solo, prima Orgel) und dürfte einen atmosphärischen Vorgeschmack auf Casey Donahew's kommendes Live-Programm abgeben. "Moving On" von der Casey Donahew Band bietet insgesamt eigentlich alles, was eine starke "Red-Dirt"-Countryrock-Scheibe ausmacht. Ein hohes Maß an Kreativität und eine hervorragende Instrumentierung als Bestandteil authentischer, abwechslungsreicher und eingängiger Songs für das gesamte Spektrum der Klientel - und das noch ohne jede Schwachstelle. Eines der vielleicht besten "Red-Dirt"-Countryrock-Veröffentlichungen des Jahres 2009! Wir sagen respektvoll: "So kann's weitergehen", Jungs! "Move On, Casey Donahew Band"! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1 Ramblin' Kind - 3:33   
2 Next Time - 3:31   
3 Breaks My Heart - 3:52   
4 California - 3:27   
5 Nowhere Fast - 3:32   
6 Let Me Love You - 3:48   
7 Burn This House Down - 3:58   
8 Break Me Down - 3:50   
9 Strong Enough - 3:27   
10 Broken - 3:32   
11 Angel - 4:31   
12 Moving On - 9:59 (incl. hidden track)

Art-Nr.: 6605
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Ramblin' kind
Next Time
Breaks my heart
Let me love you
Burn this house down
Strong enough
Broken

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Emory Quinn - the road company [2008]
Sehr rar und großartig!

Welch ein Genuß! Die sicher am zuverlässigsten und ergiebigsten, vor allem aber am reinsten und natürlichsten sprudelnde Quelle hochklassigen Rootsrocks, der U.S.-Bundesstaat Texas, hat eine neue, fantastische Band hervorgebracht, die sich mit ihrer wunderbaren Musik glatt auf Augenhöhe neben den ebenso grandiosen "Aufsteigern des Jahres 2008", The Band Of Heathens einreiht: Emory Quinn aus San Antonio liefern mit ihrem zweiten Album "The road company" ein kleines Meisterwerk ab - nicht mehr und nicht weniger! Brillant! Ja, bezeichnen wir Emory Quinn ruhig mal als eine Rootsrock-Band. Oder ist es vielleicht doch eine Americana-, oder gar eine Retro Countryrock-Truppe? Der Oberbegriff passt schon, doch sie zelebrieren ihren hinreißenden Rootsrock selbstverständlich mit allen typisch texanischen Zutaten und sind im Americana-Genre natürlich genauso zu Hause. Detailliert beleuchtet bedeutet die Formel "Emory Quinn" ein wunderbares musikalisches Elixier aus Rootsrock-, Americana-, Folk-, Country-, Blues- und Storytelling-Anleihen, bei denen hin und wieder sogar mal ein dezentes Countryrock-Jamming, eine grassig angehauchte Passage, oder kerniges "Red Dirt"- und Southern Rock-Feeling aufblitzen. Die Einflüsse der Band stammen nach ihren eigenen Angaben aus den verschiedensten Richtungen. Man hört die Namen Ryan Adams, Josh Ritter, Steve Earle, und Robert Earl Keen, aber auch The Band und sogar Widespread Panic. Ohne Frage hinterlassen diese Künstler mehr oder minder große Spuren in der Musik der "Quinns", aber auch Kollegen wie Blue Mountain, Railroad Earth, besagte The Band Of Heathens, Reckless Kelly und vor allen Dingen die Kanadier von Blue Rodeo müssen hier genannt werden. All das vereint sich in dieser so vielseitigen, wunderbaren, und doch so von einer eigenen, unverwechselbaren Identität geprägten, magischen Mixtur. Das zentrale Gerippe von Emory Quinn besteht aus den begnadeten Musikern Clint Bracher (ein großartiger Sänger, Songwriter, -aus seiner Feder stammen 11 der 12 Songs-, und Gitarrist), Multi-Instrumentalist Nathan Rigney (u. a. Gitarre, Pedal Steel, Mandoline, Fiddle, Banjo) und Case Bell (Bass, Piano, Orgel), welches noch durch einen adäquat starken Drummer (bei "The road company" war das in der Regel der exzellente Adam Littman) vervollständigt wird. Welch hervorragende musikalische Fähigkeiten die Jungs besitzen wird bei ihren Live-Shows deutlich, bei denen sie des öfteren willkürlich ihre Instrumente tauschen. Jeder behersscht nahezu jedes Instrument perfekt. Die durch und durch außergewöhnlich starken Songs bestechen mit herrlichen Melodien und exquisitem Zusammenspiel. Der großartige Lead-Gesang, die vorwiegend von Gitarren und Saiteninstrumenten bestimmten Arrangements, flüssige, lockere und zugleich kantige, erdige Rhythmen - alles verschmilzt miteinander in vollendeter Natürlichkeit und Harmonie. Das Album startet sofort mit einem absoluten "Genre-Killer", wie er im sprichwörtlichen Buche steht: "Highway of gold" ist tatsächlich so etwas wie ein "goldener" Midtempo Roots-/Americana-/Countryrocker, von dem man einfach nur begeistert sein muß. Traumhaft melodisch, knackig, staubig, dennoch schön fließend, vollgepackt mit feinen Acoustic Gitarren, wunderbar in Szene gesetzten, satten, eingängigen E-Gitarrenlinien und prächtigen, durchaus kraftvollen, kernigen Hooklines. Nach ca. 3 Minuten gibt's ein klasse Break. Das Tempo zieht an, die Band setzt zu einem kleinen, aber sehr feinen Instrumental-Jamming an, ehe die toll eingesetzte E-Gitarre wieder den Weg zur ursprünglichen Gangart ebnet. Wow, was für ein toller Song! Und das war erst der Auftakt zu einer famosen Nummer nach der nächsten. Es folgt der trockene, aber richtig gut in Schwung kommende, dynamische, dabei sehr melodische Roadhouse-Countryrocker "Dance with me". Tolles, rockin' Texas-Flair! Bringt die Meute in den einschlägigen texanischen Live-Schuppen sicher ordentlich auf Touren. Bärenstark die zwischendrin eingestreuten, quirligen, glühenden, viel Southern Rock-Feeling versprühenden E-Gitarren-Soli des großartigen Nathan Rigney. Herrliche Steelguitar-Fills, ein klasse Rhythmus, feine Acoustic Gitarren-Begleitung und abermals exzellent eingebundene E-Gitarrenlinien bestimmen den sich widerrum tief in unseren Gehörgängen einnistenden Americana-Rocker "Straight through me". Grandios, wie sich rootsiger Staub, melodische Harmonie und musikalische Natürlichkeit scheinbar untrennbar miteinander verbinden. Anschließend steht mit dem starken "No in between" bester, trockener Country-Tonk/Alternate Country(rock) mit klasse Fiddle-Begleitung auf dem Programm, gefolgt von dem toll groovenden, wieder sehr melodischen Roots-/Americana-Reggae "Ships and planes" (hervorragende Orgel-/Banjo-/Steelguitar-Untermalung, klasse Drumming, raffiniert in Szene gesetztes Instrumentalbreak). Würzige E-Gitarren und ein dynamischer Drive bestimmen den genauso knackigen, wie würzigen, Country-infizierten Rootsrocker "Blue gone", der stark an die frühen Sachen von Blue Rodeo erinnert. Wieder eine tolle Melodie! Die kann man auch der traumhaften, aus grassigen Banjo- und Gitarrenklängen bestehenden, fantastisch vorgetragenen Americana-Ballade "Magnolia" attestieren - ein weiteres Beispiel für die von großem Ideenreichtum geprägte, außergewöhnliche Spielkultur dieser tollen Truppe. Großartig übrigens auch die einzige Covernummer auf dem Album, das von Jim James (My Morning Jacket) komponierte "Phone went west". Schwache Songs sucht man während dieser guten Stunde exquisiter Musik vergeblich. Hier rufen überaus kompetente, spielfreudige Musiker punktgenau ihr ganzes Potenzial ab. "The road company" ist ein faszinierendes Rootsrock-/Americana-Album geworden, das in seiner außergewöhnlichen Klasse, neben dem eingangs erwähnten Werk der Band Of Heathens, zu den besten Genre-Neuentdeckungen der jüngeren Vergangenheit zählt. Das 16-seitige Booklet enthält im übrigen alle Texte. Super! Hoch leben solche Bands...

Das komplette Tracklisting:

1 Highways of Gold (5.12)
2 Dance with Me (3.49)
3 Straight Through Me (5.02)
4 No In Between (4.17)
5 Ships and Planes (4.18)
6 Blue Gone (6.07)
7 Magnolia (5.06)
8 Devil's Disguise (4.57)
9 Idabel (4.44)
10 Better Next Year (4.41)
11 Dear London (8.10)
12 Phone Went West (4.02)

Art-Nr.: 6128
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Einzelstück || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Highway of gold
Dance with me
Straight through me
Ships and planes
Blue gone
Magnolia
Idabel

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No Justice - far from everything [2007]
WIEDER ERHÄLTLICH!

Reissue von 2003! Bislang nur im Eigenvertrieb der Band erhältlich (wir hatten das Album ja bereit vor 3-4 Jahren schon einmal im Programm), in der letzten Zeit aber gar nicht mehr zu bekommen, gibt's das 2003 erstmals erschienene, herrliche Debutalbum der großartigen Countryrock-Formation No Justice, nachdem ihr letzjähriger Nachfolger in den Staaten und der "Red Dirt"-Szene eine mehr als beachtliche Resonanz erzielte, über das texanische "Smith Entertainment"-Label nun "regulär" im U.S.-Handel! Welch ein Glück für die Genre-Fans, die dieses Werk bisher noch nicht haben...

Countryrock bleibt unsterblich, ja wird mit Sicherheit sogar neue Freunde gewinnen, solange sich solche Bands, wie die großartigen, aus Stillwater/Oklahoma stammenden, No Justice mit ihrem ganzen Herzen und ihrer hohen musikalischen Klasse dieser Musik hingeben. Ihr Debut-Album "Far from everything" ist nicht mehr und nicht weniger als ein absoluter Genre-Knüller, begeisternd vom Anfang bis zum Ende! Ähnlich wie Cross Canadian Ragweed, Wade Bowen & West 84 und The Great Divide, mit denen zusammen sie unendliche viele Gigs absolviert haben, spielen sie diesen faszinierenden "Red Dirt Countryrock", der auf so unnachahmliche Weise den amerikanischen Traum von Freiheit musikalisch symbolisiert. Immer wieder vermitteln sie ein herrliches "Far from everything"-Gefühl, wie ein nie enden wollender Roadtrip entlang der endlosen Weiten von Texas. In ihren prächtigen, durchweg wunderbar ins Ohr gehenden Songs (das sind zum Teil regelrechte melodische Delikatessen) verbinden sie, wie selbstverständlich, vorzügliche und höchst angenehme Harmonien mit der nötigen Portion erdigem Staub. Das klingt ungemein frisch, locker, flockig, aber gleichzeitig auch sehr knackig, satt und immer rockig! Der Sound ist glasklar und schön direkt in Szene gesetzt worden. Bestimmt wird er vor dem Hintergrund einer perfekten Rhythmussektion um Bassist Tony Payne und dem hervorragenden Great Divide-Drummer J.J.Lester (ist im übrigen auch für die blitzsaubere Produktion verantwortlich) durch die dominanten, fetten, teilweise messerscharfen E-Gitarren von Jerry Payne und Steve Rice's excellentem Gesang! Klar, gefühlvoll, mal sauber, mal kratzig und sehr rootsig, mal lässig, mal energisch - alles kriegt er prächtig hin. Die Musiker harmonieren vorzüglich miteinander. Alles klingt wie aus einem Gus! Sehr angenehm, nie zu aufdringlich eingebundene Tupfer von Klavier, Orgel, Dobro, Steel oder Fiddle bilden an der ein oder anderen Stelle die ideale Ergänzung. Was für großartige Songs! Zuweilen kommen sogar Erinnerungen an solche Bands wie die Nitty Gritty Dirt Band, Poco, die Eagles oder Restless Heart auf, natürlich verbunden mit der texanischen "Red Dirt"-Mentalität, aber auch ein gewisses Southern-Outlaw-Feeling läßt sich kaum leugnen! Alles paßt toll zusammen! Das Album beginnt mit einem wunderbar knackigen Schlagzeug-Intro und schon Sekunden später befinden wir uns mit "Twenty four days" in voller, aber entspannter und lockerer Fahrt entlang des endlosen Countryrock-Highways. Voller Frische, lässigen Drive, durchzogen von einer großartigen Melodie, mit satten E-Gitarren angereichert, dennoch dezent rootsig und staubig bahnt sich diese "Killer-Nummer" den Weg in unsere Ohren. Einfach herrlich! Mit dem hervorragenden Midtempo New Country-Rocker "Only you", der gegen Ende mit seinen tollen Gitarren richtig Fahrt aufnimmt, geht es weiter, gefolgt von der traumhaften Countryrock-Ballade "The toast", wieder wunderbar melodisch und flüssig inszeniert. Hier paaren sich zurückhaltendes Pianospiel mit satten, rootsigen E-Gitarrenriffs und glasklarem Spiel der Lead-Gitarre. Dann "House of pain", ein schön rotziger, fast schon ein wenig roher Roots-/Countryrocker voller erdiger, angeschmutzter Gitarren(Wah-Wah)-Riffs und scharfer Lead-Gitarre - doch auch hier bleibt die Melodie keinesfalls auf der Strecke! "Feels like rain" heißt die nächste Nummer - und was für eine! Ein fantastischer, schwungvoller Countryrock-Hit von ungemeiner Frische und Lockerheit. Laßt die Seele baumeln und träumt mal wieder davon, mit einem alten Chevy durch die Weiten Amerika's zu fahren. Geht runter, wie Öl! Hätten auch die Eagles oder Restless Heart in ihren besten Tagen nicht stärker hinbekommen. Genial auch der satt mit Dobro-/ und Electric Slide getränkte, viel Southern-Flair versprühende Outlaw-Countryrock-Kracher "Devil's road", der irgendwo an der Schnittstelle Cross Canadian Ragweed / Waylon Jennings / Travis Tritt angesiedelt zu sein scheint, und, und, und...! Verrückt, daß auch diese Band keinen großen Label-Deal hat! Das ganze Album ist ein einziger Höhepunkt! No Justice schlagen,   ähnlich wie Mike McClure (der hier übrigens auch als Background-Sänger auftaucht) und The Great Divide eine wunderbare Brücke zwischen klassischem Countryrock, knackigem Nashville New Country, countrylastigem Rootsrock, Americana und leicht staubigem Alternate Country, die die Fraktionen all dieser Genres problemlos unter einen Hut bekommen sollte. Diese Band wird sich sehr schnell in die Herzen der Fans spielen - ganz sicher! Countryrock in seiner ganzen Pracht!

Art-Nr.: 2235
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Twenty Four days
The toast
Fells like rain
Devil's road

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