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One Man's Trash - same [2005]
Trash? Abfall? Plunder? Weit gefehlt! Blanke Ironie! Das absolute Gegenteil ist der Fall! One Man's Trash aus Arizona sind eine Gabe des Himmels an die Rock'n Roll-Welt! Mitreißend! Faszinierend! Packend! Brillant! Mit einem schlichtweg "wahnsinnigen" Lead-Gitarristen, der sich die Seele aus dem Leib spielt! Auf der Basis bestechender musikalischer Fähigkeiten kombiniert die Band in einer einzigartigen Art und Weise, voller Kreativität und Abwechslungsreichtum, eine unwiderstehliche, kochende, geradezu magisch anziehende Mixtur folgender Zutaten: Funk, Southern Rock, Texas-Blues, Classic Guitar-Rock, Swamp-Rock, Americana-/Rootsrock, Boogie, California-Countryrock, wobei die herrlichen, zuweilen ausgeprägten Funk-Grooves, ein erdiges Roots-Feeling und ein wunderbares, jederzeit spürbares, äußerst angenehmes Southern-Flair von zentraler Bedeutung sind. Was uns hier wie ein Tornado aus den Lautsprechern entgegen fegt, ist pulsirender, die Sinne in Wallung bringender, voller Dynamik und Vitalität steckender Rock'n Roll, gleichzeitg gespickt mit fantastischer Spieltechnik und vollendeter musikalischer Kompetenz! Diese Mucke "kicks ass" - und zwar gewaltig, aber auf einem verdammt hohen Niveau! Es kocht, brodelt, funkt, bluest, rockt und groovt, daß es eine helle Freude ist! Sämtliche Musiker zeichnet eine außergewöhnliche Qualität aus, doch die markanten Eckpfeiler des im übrigen herrlich satten und sehr differenziert abgemischten, fantastischen Sounds sind Lead-Gitarrist Greg Koch (einigen Bluesrock-Freunden hierzulande als genialer Saiten-Zauberer sicher schon ein Begriff) und der großartige Sänger (erdige, rootsige, markante Stimme voller Seele), Rhythmus-Gitarrist und Songwriter (jede einzelne Nummer ist ein Knüller) Jeff Bell! Vor allem Gitarrist Koch ist ein Erlebnis! Was dieser Bursche für ein Feuerwerk an furiosem "Electric Picking", an knisternden, explosiven Soli, vor Vehemenz nur so überschäumenden, fetten Läufen abbrennt, raubt einem den Atem! Diese Gitarrenattacken treffen mitten ins Herz, puschen einen bis in die Haarspitzen aus! Seine Saitenakrobatik ist kaum zu übertreffen - furios, rasant, schnell, gefühlvoll, emotional, dreckig, rau, wild - "a hell of a ride"! Abgerundet wird das Ganze durch eine entsprechend exzellente Rhythmus-Fraktion aus grandiosem Drumming (Eddie Barratini) und pulsierenden Bassläufen (Jimmy Mack)! Die Songs sind druckvoll und melodisch zugleich, bleiben bestens hängen, strotzen vor immenser Spielfreude und zeugen von jeder Menge Ideenreichtum! Man erahnt mal vereinzelt Spuren von so verschiedenen Leuten wie ZZ Top, John Hiatt, Little Feat, Warren Zevon, Stevie Ray Vaughan, North Mississippi Allstars, Allman Brothers oder Albert Lee (um nur einige zu nennen), dennoch klingt die Musik von One Man's Trash einzigartig und "neu"! Wie ein furioser Funk-Orkan voller Power, Druck und mit einem wunderbaren Drive bläst uns die Band ihr großartiges Eröffnungsstück um die Ohren und spielt, dem Songtitel entsprechend, zu einer ausgelassenen "Partytime" auf: Toller Groove, viel Biß, eine Menge Kraft, eine prima Melodie, trotz der funkigen, schnellen Beats ungemein flüssig dargeboten, gespickt mit geradezu wahnwitzigen, "hektischen", fetten Gitarrenritten des unglaublichen "Axeslingers" Greg Koch! Kein Stück ist wie das wunderbaren "I'll walk alone" weiter, durchweht von einem feinen, southern-swampigen Little Feat-Feeling! Herrliche Mandolinandere, die stilistische Vielfalt scheint keine Grenzen zu kennen. Dennoch zeichnet die Songs eine ungemein enge, schier untrennbar miteinander verbundene Charakteristik aus. Keine Sekunde Langeweile! Aber auch keine Konzeptlosigkeit - nicht im Entferntesten! Stilvielfalt und musikalischer Wiedererkennungswert üben sich in prächtigem Einklang! Track 2, "Hot 'n' sticky" ist ein famoser, sowohl Southern- als auch Texas-rooted Groove-Blues-Boogie-Rocker, einmal mehr voller unter die Haut gehender, satter Gitarrenläufe. Klasse Druck! Schöne, unterschwellige Schwüle! "She's mine" bietet wundervollen, melodischen, knackigen Rootsrock, irgendwo zwischen John Hiatt und den Blue Dogs (lässiges, lockeres Gitarren-Picking)! Rootsig, Americana-mäßig, wieder mit einer feinen Melodie ausgestattet, machen sie mit dem en-Klänge sorgen für zusätzliche Frische! Die geschmeidigen Gitarrenläufe stecken voller Southern-Flair! Toll! Bissige Bassläufe und fette Gitarrenriffs prägen den dreckigen Roots-/Blues-Funk-/Rock-Kracher "Say you love me", der durch die "versoffene" Background-Röhre von Sass Jordan zusätzlich Pfeffer erhält! Das obligatorische, mächtig glühende Gitarrensolo fehlt auch hier nicht! Es folgen zwei völlig "verrückte" Tracks (nicht nur hier zeigt die Band mit Bravour ihren Sinn für Humor), bei denen sich dieser "durchgeknallte" Gitarrenakrobat schier die Finger blutig spielt. Zunächst die abgehende, fulminante Countryblues-Nummer "Bad case of the blues" in bestem Albert Lee-Stil (nur spielt dieser Greg Koch Herrn Lee vermutlich schwindelig), anschließend, der Titel "Surf strangler" sagt es schon, einen psychedelisch angehauchten, rasanten Surf-Heuler! Puren, hinreißenden, kochenden, rauen Southern-Blues-Funk-Rock zelebrieren sie mit dem scharfen, würzigen "Double cheese" - was für ein Groove! Toller Rhythmus! Dazu eine halsbrecherische Gitarren-Achterbahnfahrt zwischen rotzigem, "ass-kicking" Southern Rock-Dreck und filigranem Picking! Irre! So geht das bis zum Ende weiter! Jedes Stück wartet wieder mit neuen kleinen Überraschungen und instrumentalen Kunststückchen auf - ein Fest für die Ohren! Und doch so eingängig! Auch beim x-ten Hören entdeckt man bei diesen Jungs noch Neues. Ein eindeutiges Indiz für die Klasse dieser Musiker! Ein Hammer-Album! 12 absolute Songperlen! Insgesamt leider "nur" 40 1/2 Minuten lang, aber die haben es, ohne auch nur den Hauch eines schwachen Momentes in sich! Jede Nummer ist für sich ein packendes, einzigartiges Highlight! 12 herrliche kleine, bislang unentdeckte, "musikalische Rohdiamanten", genauso zeitloser, wie moderner und vitaler Rockkultur! Begeisternd!

Art-Nr.: 4157
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Hot 'n' sticky
I'll walk alone
Say you love me
Double cheese
Another day
If you want love

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Wolfe, Todd - borrowed time [2008]
Was für ein grandioses, Energie-geladenes, variables, dampfendes Bluesrock-/Rock-/Blues-Gitarren-Spektakel! Der nach eigenen Angaben u.a. von Howlin' Wolf, Muddy Waters, Buddy Guy und Jimmy Page inspirierte Gitarren-Hexer Todd Wolfe (ex Textones u. zwischen 1993 und 1998 Lead-Gitarrist der Touring-Band von Sheryl Crow) begeistert auf seinem vierten Album "Borrowed time" mit einer vor Vitalität, Würze, Feuer und Leidenschaft nur so strotzenden, nahezu alle Grenzen des Bluesrocks auslotenden Performance. Ist das klasse! Mal funky, mal wunderbar groovy, mal mächtig heavy, mal southern und herrlich swampig, mal locker und lässig, um im nächsten Moment wieder regelrecht zu explodieren, ziehen er und seine ebenfalls hochkarätigen Mitstreiter (man spielt zumeist in Quartett-Besetzung mit großartigen, den exzellenten Sound "füllenden" Piano- und Orgel-Ergänzungen) eine rockin' Blues/Bluesrock-Show ab (nicht missverstehen - das ist kein Live-Album), deren Intensität, genauso wie deren Klasse und Niveau man mit dem englischen Begriff "outstanding" wohl am treffendsten bezeichen kann. Oder kurz und knapp: Die Truppe, vor allem aber Todd Wolfe, ist ein "Hammer"! Die exzellent strukturierten Songs klingen satt, transparent, sind messerscharf produziert und haben dennoch diese unwiderstehliche, für diese Art von Musik so notwendige, deren Authentizität untermauernde Portion natürlichen "Drecks" intus. Und was Wolfe auf der Gitarre zaubert, ist schier unglaublich. Da brennen die Saiten. Ein fulminantes, inspiriertes, fingerfertiges, dampfendes Solo (auch jede Menge Slide) jagt das nächste. Spielfreude pur! Doch diese herzhaften Gitarrenausflüge sind nicht alles, was der Meister drauf hat - nein, er ist zudem ein erstklassiger Songwriter und ganz großartiger, ausdrucksstarker Sänger, jederzeit in der Lage, sich perfekt der jeweiligen Songthematik anzupassen. "Borrowed time" beginnt mit dem phänomenalen, druckvollen, dynamischen, wunderbar dreckig vorgetragenen, intensiven Groove-Bluesrocker "Tears of rage", schon seit Jahren ein "Hit" im Live-Programm von Wolfe - jetzt erstmalig in einer Studioversion! Klasse, wie die Band hier "auf die Tube drückt" und den Meister zu außergewöhnlichen Hochleistungen antreibt. Tolle Gitarrenritte! Kocht und rockt gewaltig! Im Anschluß daran groovt sich die Band im mittleren Tempo schön funky durch das starke "Ready for love", ehe mit dem bluesigen, wuchtigen "Heavy"-Rocker "Cold black night" eine wahre "Mörder-Nummer" auf dem Programm steht. Wunderbar retro. So ein Ding könnten Led Zeppelin in ihrer Anfangszeit gespielt haben. Drückender, intensiver, schwergängiger Rhythmus, fulminante E-Gitarrenläufe und als Untermalung eine prächtige, "rollende" Orgel. Dann, nach rund 3 Minuten, setzt Wolfe zu einem gewaltigen, glühenden "Open End"-Gitarrensolo an (welch eine Virtuosität, welch ein Feeling, welch ein Feuer) - und nun brechen wirklich alle Dämme. Allein diese famose Nummer ist schon das Geld für das Album wert. Aber: "No way to slow down"... - der nächste Knüller folgt sofort: Eine tierische Fassung von Leslie West's "Baby I'm down" (aus dessen 1969iger "Mountain"-Album) steht an! Als Gast dabei: Leslie West höchst persönlich an der zweiten (Lead)Gitarre und mit seinem unverwechselbaren, röhrenden Gesang. Nach einem Acoustic Gitarren-Intro entwickelt sich der Song trotz vermeintlich lockerer Basis zu einem mit drückenden E-Gitarren versehenen, in den Swamps des Südens watenden, heißen Southern Bluesrocker. Erneut ein wenig swampig angehaucht, vor allen Dingen durch die traumhafte Begleitung mit der elektrischen Slide-Gitarre, kommt der wunderbare, seelige, sehr melodische, aber dreckig und trocken rockende Blues-Stomper "You're not the only one", herrlich unterlegt mit toll groovendem Percussion-Spiel. Baumstark auch das flott groovende, viel Clapton-Flair versprühende "California" (toller, melodischer, Rockin' Blues, komponiert von Todd Wolfe und Sheryl Crow), die meisterhafte, kochende Coverversion von Peter Green's (Fleetwood Mac) "Oh well" (eine der stäksten Fassungen dieser oft gecoverten Nummer, die wir seit ewigen Zeiten gehört haben), das lockere, lateinamerikanisch swingende "Who's been talking" (viel Santana-Feeling, starker Gesang, wundervolle Gitarrenarbeit, hinreißende Soli), der melodische, feurig von Mary Hawkins gesungene, satte Slow-Blues "If this is love" und der abschließende, fulminante, mit glühenden Slides garnierte und von tollem Piano-Geklimper unterstützte, abgehende "fun romping" Rocker "Big nose Kate (Borrowed time")! Todd Wolfe gehört ohne Zweifel zu den ganz großen Saitenartisten der heutigen Bluesrock-Szene. Was er für grandiose Riffs, Licks und Soli abliefert, wird den Gitarren-Enthusiasten "Tränen der Freude" in die Augen treiben. Mitreißend, inspiriert, voller Seele, voller Feuer! Eine bestechend starke, gut 50-minütige Demonstration allerfeinsten Bluesrocks!

Das komplette Tracklisting:

1 Tears of Rage - 4:13   
2 Ready for Love - 4:31   
3 Cold Black Night - 5:40   
4 Baby I'm Down - 5:19   
5 You're Not the Only One - 3:44   
6 California - 4:20   
7 Oh Well - 5:23   
8 Who's Been Talking - 5:50   
9 If This Is Love - 6:05   
10 Big Nose Kate (Borrowed Time) - 5:13

Art-Nr.: 6066
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Tears of rage
Cold black night
You're not the only one
California
Who's been talking
Big nose Kate (Borrowed time)

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