Artikel 1 bis 2 von 2 gefundenen...

[1-15]

 
Soars, J.P. - let go of the reins [2019]
Erst vor wenigen Monaten begeisterte J.P. Soars die Blues-, Bluesrock-, Rootsrock- und Southernrock-Gemeinde mit seiner großartigen Veröffentlichung "Southbound l-95", und nun legt er schon mit seinem neuen Werk "Let go of the reins" adäquat nach. Das Teil ist erneut ein Volltreffer! Einzigartiger, swampiger, southern-rooted Bluesrock, der selbst die Alligatoren in den Sümpfen des amerikanischen Südens in Wallung bringt. Entstanden ist, dass das Album an nur 5 Tagen während einiger Marathon-Sessions in den Whiskey Bayou-Studios seines langjährigen Freundes und Blues-Kollegen Tab Benoit aufgenommen wurde, der das Werk auch produzierte. Soars (vocals, guitars, dobro, mandolin), Bassist Chris Peet, Tab Benoit an den Drums und Keyboarder Tillis Verdin trafen sich dort und jammten einfach drauf los. Man hatte keine Songs beisammen. Soars ließ sich während der Jammings treiben und inspirieren. Alles lief wie von selbst. Melodien und Texte sprudelten nur so aus ihm heraus und er begann die Stücke in Windeseile zu schreiben. Das entstandene, hochklassige Material und die ein oder andere Coverversion wurden unmittelbar live im Studion aufgenommen und resultierren nun in dieser wunderbaren CD. Man spürt sie regelrecht, die Authentizität, die Freude der Musiker, den Spirit und die Seele dieser Songs. Frisch, dreckig, rau, unbekümmert, voller Spielfreude, dazu dieses herrliche Southern-Flair - die gute Laune, die man offenbar bei den Aufnahmen hatte, kommt unmittelbar rüber. Der in Californien geborenen, in Arkansas aufgewachsenen, nun aber schon seit vielen Jahren im Süden Floridas lebende Soars ist ein wahres Multitalent, ein exzellenter Songwriter, erstklassiger, über eine wunderbar knarzig dreckige Stimme verfügender Sänger (erinnert vielleicht ganz entfernt ein wenig an John Hiatt) und ungemein versierter, bärenstarker Gitarrist, der hier immer wieder mit blendenden Gitarrensoli brilliert. Los geht's mit dem herrlich sumpfigen, swampig und leicht funky groovenden, unterschwellig drückenden, "heißen", gut in die Beine gehenden, schön "tighten" Southern-Bluesrocker "Been down so long", im übrigen eine toll inszenierte Coverversion von J.B. LeNoir. Die großartige Gitarrenarbeit von Soars und die nicht minder starke Orgel von Verdin ergänzen sich super, jeweils mit vorzüglichen Soli. Ein Auftakt nach Maß! Die nächste Coversversion folgt sofort im Anschluß mit einer sehr nach Southernrock duftenden, schön rootsig und ein wenig country-infizierten Fassung des alten Ozark Mountain Daredevils-Hits "If you wanna get to heaven". Soars’ "big guitar and gruff vocals" neben dem wunderbaren "driving beat" sind eine Klasse für sich. Nun folgen einige Eigenkompositionen. Zunächst die großartige, bluesige Verneigung an Freddie King mit dem forschen "Freddie King thing". Fantastische Lead Gitarre, feine Orgel-Fills und eine coole Backline, dazu Soars' unverwechselbarer, knarziger Gesang - das ist einfach klasse. Es folgt das sehr effektvolle, von einem wunderbaren, swampigen Hill Country-Groove getragene, gut nach vorn gehende, ein wenig psychedelisch und "bedrohlich" anmutende Titelstück "Let go of the reins", das voller bluesigem Southern-Flair steckt und mit hoch interessanter Gitarrenarbeit aufwartet. "Lonely ride" hingegen ist eine tolle, leicht soulige, bluesige Ballade, deren feine Lead Acoustic-Gitarre, inkl. eines klasse Solos, ein dezentes, sehr schöne "spanish guitar feeling" versursacht. Klasse hier auch die effektvollen, unauffälligen E-Gitarren- und Orgel-Tupfer. Ob der raue, dampfende Uptempo Blues Rock'n Roller "Have mercy on my soul" mit seinen "fiery guitars", das jazzige Django Reinhardt-Instrumental "Minor Blues", oder das wunderbare, mit großartigem Dobro-Spiel des Protagonisten aufwartende, ruhige, das Album abschließende, country-infizierte, rootsige "Old silver bridge", Soars und Company ziehen ihre außergewöhnliche Musikalität gekonnt und ohne jeden Ausfall bis zum Ende durch. "Blues fans would and should be grateful for this highly recommended, vibrant and heartfelt collection", heißt es in einem U.S-Review. Dem schließen wir uns vorbehaltlos an. Spitzenmäßige Arbeit von Soars und seinen Freunden. Ein wunderbares, southern-swampiges, bluesiges Vergnügen!

Das komplette Tracklisting:

1. Been Down so Long - 5:38
2. If You Want to Get to Heaven - 3:38
3. Freddie King Thing - 3:17
4. Let Go of the Reins - 5:21
5. Crows Nest - 4:47
6. Lonely Fire - 5:11
7. Have Mercy on My Soul - 4:10
8. Let It Ride - 2:39
9. Minor Blues - 4:11
10. Time to Be Done - 5:22
11. Old Silver Bridge - 3:46

Art-Nr.: 9878
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Been down so long
If you wanna get to heaven
Freddie King thing
Let go of the reins
Lonely fire
Have mercy on my soul
Old silver bridge

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Son Volt - okemah & the melody of riot ~ dual disc [2005]
Dual Disc (Vorderseite CD / Rückseite DVD)! Darauf hatte die Rootsrock-Gemeinde gehofft und gewartet - und sie wird nicht enttäuscht: Jay Farrar's "alte" Truppe Son Volt ist zurück und legt nach sieben Jahren Pause mit "Okemah and the melody of riot" gleich ein kleines Meisterwerk vor! Farrar hat um sich eine völlig neue Besetzung "installiert", was einmal mehr deutlich belegt, daß Son Volt schon immer einzig und allein Farrar's Baby waren. Doch alles, was sich der geneigte Fan von diesen Jungs wünscht, bekommt er zur Genüge geboten! Da ist er wieder, dieser von Farrar's unnachahmlicher Stimme und seinem ebenso unwiderstehlichen Songwriting geprägte, raue, unbeschwerte, dreckige Retro-Americana-Gitarren Rootsrock, mit seinen rohen, erdigen, satten Riffs und Licks, dem staubig roughen, ungeschliffenen Charme, dem vollen, transparenten Sound und den dennoch so großartigen Melodien. Nie waren sie den legendären Uncle Tupelo näher. Mit zum Teil unter die Haut gehenden, kritischen und sehr engagierten Texten in der Tradition großer (Protest)Singer/Songwriter gelingt Farrar eine seiner stärksten Arbeiten in vielen, vielen Jahren. Und seine neuen Jungs (Brad Rice: guitar, Andrew Duplantis: bass und Dave Bryson: drums) setzen die von ihm gewünschten, von einem ungemein starken, breiten, rauen, aber immer harmonisch wirkenden, jederzeit die Ecken und Kanten wahrenden, kräftigen Gitarrensound geprägten Arrangements vorbildlich um! Los geht's mit dem prächtigen "Bandages & scars": Ein toller, sehr eingängiger, voller satter, kratziger Gitarren steckender Rootsrocker, irgendwie locker und dennoch kraftvoll, mit dezentem Alternate Country-Flair, dynamisch, und sofort die alte Liebe zu Son Volt eindrucksvoll auffrischend! Starker Beginn! Und es geht so weiter! "Afterglow 61" ist ein ruppiger, dreckiger, mit Crazy Horse-like, rauen Gitarren gespickter Uptempo-Rocker, trocken, staubig, roh - und dennoch wieder eindrucksvoll Farrar's "magisches" Händchen für den richtigen Melodienbogen demonstrierend! Enthält ein rotzig verzerrtes, schön fettes, tolles Gitarrensolo! Nun steht "Jet pilot" auf dem Programm: roher Gitarren-Rootsrock zum Dritten! Raffiniert zurückhaltende, lässige Licks wechseln mit fast schon kochenden, einmal mehr von erdigen, satten rostigen Gitarren geprägten, Power-Phasen! Dann "Atmosphere", eine herrliche Roots-/Americana-Ballade mit würzigen, wunderbar harmonisch eineinander greifenden Gitarren... - das meint man zumindetens, nachdem der Song startete. Doch dann dreht die Band mit einem geschickt platzierten Tempowechsel ordentlich auf, und schon befinden wir uns mitten in einem gut abgehenden, schwungvollen Alternate Country-Rocker, um anschließend wieder in das ursprüngliche Fahrwasser zurückzukehren - alles verpackt in herrliche E-Gitarren und eine klasse Melodie! Großartig auch das semi-akustische, entspannte, etwas an R.E.M. erinnernde "Ipecac", der geradlinige Uptempo-Rootsrocker "Endless war", das drückende, schwüle, wieder semi-akustisch instrumentierte, etwas orientalisch angehauchte, groovige "Medication", der kernige, mit ultra-dreckiger E-Gitarre getränkte Rocker "6 String belief", wie auch die wunderschöne Americana-Nummer "Gramophone"! Erstaunlich nimmt man zudem zur Kenntnis, daß das Album durch mehrmaliges Hören scheinbar immer mehr an Klasse und Spannung gewinnt. Ganz klar ein eindeutiges Indiz für große Qualität! Jay Farrar und Son Volt sind wieder da, und zwar in großer Form! Steht auf einer Stufe mit ihrem vor rund 10 Jahren veröffentlichten, meisterlichen Debut "Trace"! Wir bieten die Scheibe als US-Dual Disc-Ausgabe an, d.h.: Auf der einen Seite befindet sich die "normale" CD, auf der Rückseite eine DVD, die sämtliche Songs noch einmal in DVD-Qualität enthält (das ist der Audio-Teil), sowie einen rund 30-minütigen, hoch interessanten Film über die Entstehung des Materials für "Okemah..." (das ist der Video-Teil)! Darin erleben wir die Band im Studio, mit vielen Bildern von den Aufnahme-Sessions, Statements von Farrar, Live-Sequenzen und einem Non-album-Track namens "Joe Citizen Blues"! Die DVD ist "code free" und somit auf jedem DVD-Player abspielbar.

Art-Nr.: 3449
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 18,90

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!