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Bishop, Bonnie - soft to the touch [2005]
Kurz vor Ablauf eines an Highlights wirklich nicht armen Musikjahres 2005, darf die große Roots-/Americana-/Countryrock-/Alternate Country-/Roots-Blues-/Texas Singer-Sngwriter-Gemeinde mit Bonnie Bishop's neuem Meisterwerk "Soft To The Touch" noch einmal in begeisterndem Jubel ausbrechen! Schon bei ihrem Debüt "Long Way Home" wurde die aus Houston/Texas stammende Bonnie von den Kritikern mit Lob überschüttet. Statements wie "eine junge Lucinda Williams" oder ein "weiblicher Chris Knight" machten schnell die Runde. Die Single des Albums "Sweet On The Down Low" schaffte es sogar, über 6 Monate in den Texas Music Charts zu verweilen. Das bescherte ihr Auftritte in allen angesagten texanischen Musiktempeln, wie z. B. dem ‚Billy Bob’s’, mit Größen wie beispielsweise Randy Rogers, Radney Foster, Jack Ingram oder Ray Wylie Hubbard. Mit ihrem neuen, geradezu packenden Werk "Soft To The Touch“ nun dürfte Bonnie noch einen erheblichen Schritt weiter nach vorn machen. Die Szene hat ein neues, höchst talentiertes Gesicht in ihren Reihen! Beheimatet bei der Smith Music Group (u. a. auch das bisherige Label der Randy Rogers Band, von Stoney LaRue, der Mike McClure Band und vielen anderen aus der Red Dirt-Clique) gelingt ihr ein Album, welches dank ihrer unglaublich starken, kraft- und gefühlvollen Gesangsleistung (viele Stücke sind im übrigen live "eingesungen"), ihrem offenbar im Blut liegenden Gespür für großartiges Songwriting (es gibt mit ihrer grandiosen, gewaltig rockenden u. bluesigen Fassung von Gillian Welch's "Stillhouse" lediglich eine Fremdkomposiotion), ihrer exzellenten Begleitband (mit Einbindung einiger hochkarätiger texanischer Gäste aus der einschlägigen Texas-Szene, wie u. a. Walt Wilkins - Acoustic Guitar und Harmonies, Harry Stinson - Drums, der legendäre Danny Flowers - E-Gitarre und Slide, und vor allem ex-Joe Ely-, Mellencamp-, Storyville-, Dixie Chicks-Gitarrenzauberer David Grissom) ohne Übertreibung als eine der absoluten musikalischen Genre-"Perlen" des Jahres 2005 gewertet werden muß! Der zwölf Songs, mit einer Spielzeit von über 50 Minuten, umfassende Longplayer strotzt geradezu vor wunderbarer Melodik, ist einerseits glasklar und sauber produziert, bewahrt andererseits aber alle authentischen Ecken und Kanten, wirkt erdig und "rough", völlig unbeschwert und lässt einen die raue, staubige, texanische Luft förmlich "durch die Ohren" einatmen. Ursache hierfür dürfte sein, dass der Fokus neben der überaus rootsigen Basis zusätzlich auf einem gewissen Blues-Feeling liegt. Dazu lommt einer gesunde Portion Red-Dirt-Atmosphäre, viel Americana-Flair und ein stetiger, dezenter, unterschwelliger Country-Touch!
Egal, ob satt rockend oder etwas zurückhaltender, die Stücke wirken trotz aller Kraft und teilweise ordentlicher Power insgesamt recht relaxt. Bonnie’s Stimme passt sich erstaunlich variabel der Stimmung der jeweiligen Songs an, mal aggressiv, mal kratzig, mal voller Melancholie, mal zart und zerbrechlich. Neben den bereits anfangs erwähnten Vergleichen kommen einem auch die unterschiedlichsten Referenzgrößen in den Sinn, wie z.B. Allison Moorer, in Ansätzen gar eine junge Janis Joplin, Bonnie Raitt und vor allen Dinegn auch Tift Merritt! Das macht sie so vielseitig und gleichzeitig so eigenständig! Durchweg sämtliche Nummern begeistern!
Viermal bereichert der bereits genannte David Grissom als Gitarrist Bonnie's großartige Musik: Auf "Trains" (ein herrlich flockiger, lässiger, überaus melodischer Countryrocker), dem traumhaften, rootsig, bluesigen. Slide-getränkten "Soft To The Touch", der starken Roots-/Americana-Rock-Pop-Nummer "Give It To Me" und bei dem krachenden Rootsrocker "Something The Doctor Didn’t Ordered" (letzteres von ihm übrigens auch mitgeschrieben und produziert). Herrlich hier das satte Drums-Intro und das fette, satt rockende E-Gitarren-Führungsriff. Mit dieser Mischung aus bluesigem Touch und rockiger Melodie lebt hier für kurze Zeit fast das legendäre Storyville-Feeling wieder auf. Ansonsten jagt vom klasse Opener "Love Never Knows" (schöner, polternder Fußtrommelrhythmus, tolle Tempovariationen, poppiger, aber sehr angenehmer Refrain), über die voller Herzblut steckenden, in emotionaler Singer/Songwriter-Tradition gebrachten "Brent Rollins" (erinnert an eine lebhafte Lori McKenna), das lockere "The house that Jack built" und "Red Moon" (großartige Akkordeonbegleitung), bis zu dem starken, schwül groovenden Swamp-Blues-Rocker "He took me to the river" (herrlich rauchige Stimme von Bonnie, prächtiges Slide-Spiel) ein Höhepunkt den nächsten! Zum Abschluss hören wir dann mit dem 7.45 Minuten langen "Fallen Angel" nochmal eine absolute "Killer"-Ballade: Sehr entspannte Atmosphäre, Bonnie haucht ihren Text ganz zart und sehr gefühlvoll, glänzender Instrumentalabschluss durch toll harmonierendes Zusammenspiel von Akustik- und E-Gitarren! Nach dem Ausklingen der letzten Akkorde weiß man, dass mit Bonnie Bishop ein weiteres texanisches Ausnahmetalent auf dem Weg steil nach oben ist! Ihr neues Album " Soft ToThe Touch“ berührt nicht nur, es fesselt geradezu! Wir als Bärchen-Redaktion konstatieren: Ein echter "Touchdown", Bonnie! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 3883
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Trains
The house that Jack built
Soft to the touch
Stillhouse
Fallen angel

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Cyrus, Billy Ray - the snakedoctor circus [2019]
Klasse neues Album vom "alten Haudegen", der einst mit "Achy breaky heart" der Countrywelt einen "All Time-Megahit" verschaffte. Billy Ray Cyrus überzeugt auf "The snakedoctor circus" mit einem rauem, erdigen, rockigen Countryritt fernab seiner einstigen Nashville-Route. Die Tracks sind zwar eindeutig im Country fundamentiert, doch wirken alles andere als "mainstreamig" oder hitverdächtig, sondern eher rootsig, staubig, mit einem Hauch von Americana und einer erdigen, deftigen Outlaw Country-Attitüde. Cyrus schert sich nicht mehr um irgendwelche Nashville-Trends, sondern spielt einfach das, worauf er Lust hat. Das ist authentisch und kommt richtg gut. Echt "cooles Ding" von Billy Ray!

Das komplette Tracklisting:

1. Guns, Gold & Guitars - 5:10
2. The Reckoning - 5:17
3. Barely Enough - 4:57
4. Goddess of Democracy - 4:16
5. I Think Your Time's Come - 4:51
6. The Blood of the Devil - 3:31
7. Angel in My Pocket - 3:01
8. Take it Easy Greazy - 4:45
9. I've Been Around - 2:35

Art-Nr.: 9820
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Kaplansky, Lucy - reunion [2012]
Lucy Kaplansky zählt zu den beliebtesten und geachtetsten Singer/Songwriterinnen der USA. "Reunion" ist das bereits 7. Studioalbum der aus Chicago stammenden New Yorkerin, auf das ihre große Anhängerschaft ganze 5 Jahre warten musste. Áber, das war nicht anders zu erwarten, es hat sich gelohnt. Bisher waren alle Alben von Lucy Kaplansky von ausserordentlich hoher Qualität - und auch mit "Reunion" ist das nicht anders. Es ist ein meisterhaftes Werk an der Schnittstelle zwischen Folk, Americana und Alternate Country geworden, voll gepackt mit wunderschönen. sehr entspannt aufgenommenen, in feinen, exquisiten "stripped down" Arrangements instrumentierten Songs. Kaplamsky's Songwriting besticht mit einer immensen Anziehungskraft, ihr ruhiger, so viel Charisma ausstrahlender Gesang ist schlicht umwerfend schön und die begleitenden Musiker (u. a. Duke Levine und Kevin Barry - guitars, lap steel, sowie Ben Wittman - drums) sind ein Garant für das aussergewöhnlich hohe Niveau auch dieses Kaplansky-Albums. Beim grandiosen "This morning I am born again" beispielsweise hat es sich Buddy Miller nicht nehmen lassen, Lucy mit seiner großartigen Zweitstimme zu unterstützen. Überhaupt sind Lucy's Songs durchaus kompatibel mit denen von Buddy & Julie Miller, genauso wie die Anhänger solcher Kolleginnen wie Patty Griffin, Tift Merritt, Nanci Griffith und vor allem Mary Chapin Carpenter auch von Lucy's Musik fasziniert sein werden. Die Melodien sind herrlich, die Balance zwischen rootsigem Ambiente und eleganter Instrumentierung stimmt zu einhundert Prozent. Akustische Gitarren, Mandolinen, mal ein Banjo, elektrische Gitarren, Lap Steel, mal ein Harmonium oder Klavier, sowie die gediegene Rhythmusarbeit aus Bass und Drums harmonisieren großartig mit Lucy's Stimme. Ein hinreissend schönes, fantastisches Folk-/Americana-/Alternate Country-Album!

Das komplette Tracklisting:

1. Scavenger - 4:02
2. The Beauty Way - 4:11
3. Mother's Day - 3:20
4. Life Is Beautiful - 3:51
5. This Morning I Am Born Again - 3:06
6. Reunion - 3:44
7. Gone Gone Gone - 3:49
8. I'll See You Again - 4:41
9. My Father's Son - 4:15
10. I'm Looking Through You - 3:32
11. Sleep Well - 3:24

Art-Nr.: 7953
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Scavenger
The beauty way
Life is beautiful
This morning I am born again
Reunion
I'll see you again

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Merritt, Tift - another country [2008]
Für die Kritiker und Genre-Medien, für ihre Fans sowieso, war und ist Tift Merritt seit ihrem Debut "Bramble rose" aus dem Jahre 2002 DIE neue Roots-/Alternate Country-/Americana-Singer-Songwriterin, deren Stern dermassen hoch und hell über der Szene leuchtet, wie es seit vielen, vielen Jahren weit und breit kein anderer tut.. Nach dem zweiten, ebenso starken Werk "Tambourine" (2004), das ihr sogar eine Grammy-Nominierung einbrachte, nahm sie sich, außer hin und wieder mit ihrer großartigen Band ein paar Gigs zu spielen, eine längere Auszeit und zog sich des öfteren in Länder fernab ihrer Heimat North Carolina zurück, in denen sie kaum einen Menschen kannte. Ein längerer Aufenthalt im französischen Paris und die damit verbundenen Erfahrungen (die Geschichte dazu kann man im Booklet nachlesen) inspirierte sie schließlich zu den meisten Songs ihres neuen, jetzt vorliegenden, treffend mit "Another country" betitelten Werkes, das ihr bis dato emotionalstes und persönlichstes ist, und schlichtweg wieder einmal zu ein Urteil zulässt: Ein Meisterwerk! Was uns diese charismatische Künstlerin beschert, ist ein traumhaft schönes Americana-Album voller Roots-, Alternate Country- und Memphis Soul-Bezüge, mit exquisiten Songs, die einerseits eine unwiderstehliche Frische und Lockerheit ausstrahlen, andererseits jedoch ohne jeden "glamourösen Pomp", trocken und auf den Punkt genau von George Drakoulias (u.a. The Jayhawks, The Black Crowes, Tom Petty) produziert wurden. Die Melodien stecken voller Faszination und bahnen sich, egal ob bei den flotten Nummern oder den so gefühlvollen Balladen, mit all ihrer Magie ihren Weg tief in unsere Gehörgänge um ein musikalisches Hochgefühl der Glückseeligkeit auszulösen. Die großartigen, sie begleitenden Musiker, -neben ihrer Touring-Band sind das beispielsweise die beiden Gitarristen Charlie Sexton und Doug Pettibone (Lucinda Williams)-, umgarnen die immense Aura dieses Ausnahmetalents zu jeder Zeit mit ihrer prächtigen, genauso unaufdringlich wie effektiv eingesetzten Spielkunst, deren Arrangements perfekt auf Tift zugeschnitten sind. Klare, erfrischende Acoustic Gitarren, trockene, würzige, aber nie zu sehr im Vordergrund auftrumpfende Electric Lead-Guitar, fein integrierte Piano- und Orgel-Additionen, eine rootsige, großartige Rhythmusarbeit, wie auch mal eine Mundharmonika, eine Mandoline oder eine genüßlich eingesetzte Pedal Steel bestimmen das jederzeit unbeschwerte, lockere Geschehen. Ob schwungvollere Nummern wie beispielsweise "Something to me" (herrlich flockige Acoustic Gitarren-Riffs, dezente Steel-Fills, eine umwerfend schöne Melodie, dazu ein dezentes, aber ganz großartiges E-Gitarren-Solo von Sexton), das grandiose "Broken" (toller Rootsrocker mit etwas Tom Petty-Feeling, trockene E-Gitarrem-Linien, abermals exzellente, im Hintergrund wimmernde Steel-Fills und eine traumhafte Melodie), "Hopes too high" (wunderbarer, ruhiger, doch locker flotter, frischer, semi-akustischer Alternate Country), "Tell me something true" (eine regelrechte R&B-/Motown-/Roots-Perle, die gar ein gewisses Diana Ross-Feeling verbreitet), und der dreckige, erdige Rootsrocker "My heart is free" (raue E-Gitarren, klasse Solo und wieder einmal eine hinreißende Melodie), oder die hingebungsvollen Balladen wie etwa das lieblich vorgetragene, exzellente Titelstück "Another country" (ruhiges Pianospiel, lockere Melodie, dezente Steelguitar, feinste E-Gitarren-Licks), der wunderschöne "blue-eyed Soul" von "Morning is my destination" (hier lässt gar eine Dusty Springfield grüssen), das fragile, semi-akustische "Keep you happy", oder das langsame, dennoch recht knackig rockende, sehr persönliche "I know what I'm lookin' for" - das Songmaterial ist ohne jede Ausnahme ganz groß! Ein Sticker auf der Coververpackung untermauert mit "The most accomplished new American female singer-songwriter to emerge in a decade" noch einmal unsere eingangs erwähnte Einschätzung - und mit "Another country" hat Tift Merritt, zumindestens was die jüngere Vergangenheit angeht, den Status und die Bedeutung einer Lucinda Williams, Emmylou Harris, Patty Griffin, Sheryl Crow & Co. endgültig erreicht. Die Americana-Welt liegt ihr zu Füßen!

Art-Nr.: 5493
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 7,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Something to me
Broken
Another country
Hopes too high
My heart is free

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Merritt, Tift - tambourine [2004]
Gut 2 Jahre nach ihrem großartigen Debut "Bramble rose" beglückt die wunderbare Tift Merritt aus North Carolina die Roots-/Americana-Welt mit einem neuen Traumalbum! Schon damals bezeichneten wir sie als neuen, hell leuchtenden Stern am Roots-/Americana-/Countryrock-Himmel, was mit "Tambourine" auf meisterhafte, sehr beeindruckende Weise seine Fortsetzung findet. Dieser Stern leuchtet heute heller, als je zuvor! Mit dem ihr angeborenen Südstaaten-Charme ausgestattet, begibt sich die begnadete Singer/Songwriterin erneut auf eine wunderbare Reise durch die musikalischen Landschaften des "Americana"-Genres. Wieder verzaubert sie uns mit 12 fantastischen Songs, deren Grenzen zwischen Rootsrock, Folk, Country, Countryrock und Alternate Country fließend ineinander übergehen, dabei diesmal aber noch, in Weiterentwicklung zu ihrem Vorgänger, zuweilen mit einer feinen Prise Memphis/Muscle Shoals-Soul, Southern-Gospel-Blues und Good Time Rock'n Roll-Drive ergänzt werden. "Tambourine is a blow-out of gritty defiance and therapeutic honesty, a sexy, energetic roots rock record with healthy doses of Muscle Shoals soul and hints of country", ist auf ihrer Website treffend nachzulesen. Die im Vergleich zum Vorgänger insgesamt etwas flotteren Songs stecken durch und durch voller excellenter Melodien, die den Zuhörer unmittelbar in ihren Bann ziehen. Dazu die frischen Arrangements aus einem herrlichen Gitarrensound und Tift's unwiderstehliche, kräftige, klare, aber gleichzeitig immer rootsig wirkende, reine Stimme. Alles paßt wunderbar zusammen und kommt völlig natürlich, sehr authentisch und voller Herz und Seele rüber. Auch die erlesene Schaar von Musikern, die mit ihr das Album einspielten, trägt natürlich dazu bei. Da haben wir Mike Campbell (Tom Petty's Heartbreakers) an der Lead-Gitarre, Neal Casal (Gitarre), Don Heffington (Emmylou Harris, Lone Justice) am Schlagzeug, Lance Morrison (Bass), eine prächtige Background Gesangs-Fraktion um Gary Louris (Jayhawks) und Maria McKee, sowie als weitere Gäste beispielsweise Benmont Tench (Keyboards) und Robert Randolph (Pedal steel)! Ein paar Songbeispiele: Das Album beginnt mit einer traumhaft schönen, von herrlichen Acoustic-Riffs und ungemein frischem, gefälligem und lockerem Lead-Gitarrenspiel geprägten Rootsrock-/Americana-Rock-Nummer, die irgendwie wirkt, als sei sie in einer gemeinsamen Session der Jayhawks und Sheryl Crow entstanden. "Stray paper" heißt der Song! Einfach herrlich! Enthält ein großartiges, variantenreiches E-Gitarrensolo von Mike Campbell! Weiter geht's mit dem knackigen, schwungvollen, wie Öl runter gehenden, voller Tom Petty-Flair steckenden Rootsrocker "Wait it out". Kann ein sonniges Westcoast-Feeling nicht von der Hand weisen, und wirkt dennoch trocken! Tolle Gitarren, eine bestens integrierte Hammond Orgel und ein guter Drive bestimmen das Arrangement! Es folgt mit "Good heartet man" eine hinreißende Midtempo Americana-Nummer, die voller herrlichem Muscle Shoals-/Memphis-/Gospel-Soul steckt, hauptsächlich ausgelöst durch den tollen Rhythmus, das dezente E-Piano und die bestens integrierten, niemals zu aufdringlich wirkenden Bläser. Sie trifft diesen schmalen Grat zwischen Americana und Southern-/Memphis-Soul traumhaft sicher! Toller, lässiger, dennoch kräftiger, sexy rüber kommender Gesang, entfernt vielleicht sogar ein wenig an Dusty Springfield erinnernd. Das anschließende, flockige Rootsrock-/pop-Stück "Ain't looking closely" ertönt, nicht nur wegen des Background Gesangs von Gary Louris, in allerbester Jayhawks-Tradition, ehe sie mit "Still pretending" eine wunderbar melodische, leicht nostalgisch angehauchte, voller Soul- und Blues-Feeling steckende Ballade vorträgt. Ganz stark auch das groovende, leicht funky angehauchte, rootsige "Your love made a u-turn", die himmlische, schier Gänsehaut erzeugende, mit tollen Acoustic Riffs und herrlich entspannter E-Gitarre ausgestattete Ballade "Plainest thing", der gut abgehende Good Time Roots-Rock'n Roller "I am your tambourine" und der herausragende, lässige, lupenreine Midtempo Countryrocker "Laid a highway"! Welch eine Traumnummer! Eine unnachahmlich schöne Melodie, ein wundervolles, klares, sauberes und frisches Arrangement aus transparenten Gitarren, der flockige Rhythmus - all das jagt einem einen Schauder der Verzückung über den Rücken und erinnert an allerbeste Tage einer frühen Emmylou Harris! So besticht dieses Album durch ein ausgewogen hohes Niveau von vorn bis hinten und weist auch nicht den Hauch eines schwachen Momentes auf! Tift Merritt spielt längst in der obersten Liga der Kasey Chambers, Emmylou Harris, Julie Millers, Lucinda Williams, Sheryl Crows und Linda Ronstadts mit, und zwar ganz vorne! Man kann sich der Schönheit dieser Songs und der charismatischen Ausstrahlung dieser Dame einfach nicht entziehen. Es war das Fazit des Debutalbums und es ist das erneute: Brillant! Eines der Genre-Heighlights des Jahres!

Das komplette Tracklisting:

1. Stray Paper - 3:55
2. Wait It Out - 3:40
3. Good Hearted Man 3:39
4. Ain't Looking Closely - 4:24
5. Still Pretending - 3:43
6. Write My Ticket - 3:43
7. Your Love Made A U Turn - 2:33
8. Plainest Thing - 3:31
9. Late Night Pilgrim - 4:25
10. I Am Your Tambourine - 3:44
11. Laid A Highway - 3:53
12. Shadow In The Way - 4:46

Art-Nr.: 2703
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 8,90

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Muth, Zoe - world of strangers [2014]
Zoe Muth, die wunderbare, aus Seattle stammende, jetzt aber in Austin/Texas lebende Singer-Songwriterin beglückt die Americana-/Country-Welt 3 Jahre nach dem famosen "Starlight hotel" nun mit ihrem neuen, nicht minder starken, Werk "World of strangers". Was für eine herrliche, lockere, zwanglose Musik. Muth und ihren exzellenten Begleitmusikern gelingt ein fantastischer Spagat zwischen reiner Country-Tradition, schön retro angehauchtem Folkrock, Countryrock, Alternate Country und rootsigem Americana, völlig frei von jeglicher "Hochglanz-Politur", natürlich, authentisch und musikalisch über jeden Zweifel erhabend. Alles wirkt sehr flüssig, entspannt eingebettet in lockere Arrangements und eine wundervolle Melodik, egal ob flott oder balladesk. Ihre großartige Stimme liegt irgendwo zwischen Nanci Griffith, Iris DeMent und Emmylou Harris (in ihrer Heimat, rund um Seattle nennt man sie gerne "Seattle's Emmylou"), die musikalischen Spuren, die wir wahrnehmen, wirken wie eine Brücke von Dolly Parton, Loretta Lynn und Patsy Cline, über besagte Nanci Griffith und Emmylou Harris, alte Folkrock- und Countryrock-Legenden wie Fairport Convention und den Byrds, bis hin zu Tift Merritt. Ein weites Spektrum, das Zoe und ihre Band, die Lost High Rollers (der Bandname ist im übrigen einer Textzeile aus Townes Van Zandt's "No lonesome tune" entnommen) geradezu perfekt zu ihrem ganz eigenen, wunderbaren Stil vereinen. Als Gäste wirken u. a. übrigens Martie Maguire (The Dixie Chicks, The Court Yard Hounds) und Bruce Robison, der gerade gemeinsam mit seiner Ehefrau Kelly Willis das feine "Our year" veröffentlichte, mit. "World of strangers" ist traditionsbehaftete Americana- und Alternate Country-Musik vom Allerfeinsten. Einfach relaxen, zuhören und genießen!

Das komplette Tracklisting:

1. Little Piece Of History - 4:28
2. Mama Needs A Margarita - 4:06
3. Make Me Change My Mind - 3:24
4. Annabelle - 5:41
5. April Fool - 2:54
6. Somebody I Know - 5:09
7. Too Shiny - 3:53
8. Waltz Of The Wayward Wind - 4:53
9. Taken All You Wanted - 3:25
10. What Did You Come Back Here For? - 5:27

Art-Nr.: 8583
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Little piece of history
Mama needs a margarita
Make me change my mind
Annabelle
Somebody I know
Too shiny
Waltz of the wayward wind

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Ortega, Lindi - cigarettes & truckstops [2012]
Lindi Ortega "is the rising star" der Alternate Country-/Americana-Szene, euphorisch gefeiert von Presse und Fans gleichermassen - im übrigen völlig zu Recht, wie wir finden. Das 2011er-Werk "Little red boots" galt als eines der besten Americana-Alben des Jahres und mit dem neuen Werk "Cugarettes & truckstops" wird das nicht anders sein. Die kanadische Singer/Songwriterin ist mit einer wunderbaren, einzigartigen Stimme gesegnet, die irgendwie die einsame Reinheit einer Dolly Parton und Emmylou Harris suggeriert, verbunden mit einer erdigen Raffinesse. Auf jeden Fall ist man von ihrem charismatischen Gesang und ihrer Musik regelrecht fasziniert. Zuweilen scheint es vielleicht auch so, als singe sie wie eine imaginäre Mischung aus Heather Nova, der legendären Nancy Sinatra und Neko Case. Lindi, aufgewachsen im kanadischen Ontario (ihre Mutter ist irischer Herkunft, die Familie ihres Vaters stammt aus Mexiko) und mittlerweile in Nashville lebend, nennt als musikalische Einflüsse eine große Bandbreite von Musikern, wie etwa Leonard Cohen und Van Morrison, aber auch Loretta Lynn, Gram Parsons, Hank Williams und Johnny Cash, ebenso wie Jeff Buckley und Cat Power. All das spiegelt sich in ihrer Musik wider, dazu ein Hauch von Blues und Soul, von Rock und Roots, doch die Basis ist ein hinreissendes (Alternate)Caountry- und Americana-Fundament. Freunde und Liebhaber von Kolleginnen wie Lucinda Williams, Patty Griffin, Tift Merritt, Kasey Chambers, Elizabeth Cook und Neko Case werden auch von Lindi's Musik begeistert sein, wenngleich sie ihren ganz eigenen Stil verkörpert. Alles klingt locker, mit sehr viel Twang, einem Hauch von Psychedelia (vor allem durch den unaufdringlichen Hall, mit dem ihre wundervolle Stimme unterlegt ist) und Melancholie, instrumentiert mit vielseitigen Gitarren, teilweise in einem herrlichen "Spaghetti Western"-Sound, mit Mandoline und großartig klimperndem Honky Tonk-Klavier, sowie einer fantastischen Rhythmus-Sektion. Das Songwriting und die Songs sind herausragend, bleiben prächtig hängen, mit tollen Melodien, die ins Ohr gehen. In vielen ihrer Songs geht es um Kummer, Schmerz und die depressive Seite des Lebens, musikalisch sehr emotional und fragil umgesetzt. Nur wenige Stücke sind fröhlich, wie zum Beispiel der flockige, wunderschöne Opener "Cigarettes & truckstops". Songs wie das hinreissende "High", wo Lindi tief in ihre Seele eindringt (tolle Melodie, "she sings like an angel"), die großartige Anti Drogen-Ballade "Use me", in der sie sich selbst als Gegenmittel zu den selbstzerstörerischen Abhängigkeiten ihres Liebhabers anbietet, der raue Honky Tonk-Stomp "The day you lie", oder das swampig groovende, gar ein wenig an John Fogerty's CCR erinnernde "Murder of crows" sind nur einige der herausragenden Tracks dieses grandiosen Albums. Die zierliche, schwarzhaarige Schönheit trifft den Zeitgeist moderne Americana-Musik mit einem unwiderstehlichen Spagat zwischen Vergangenheit und Gegenwart, sowie mit der einzigartigen Verschmelzung ihrer Einflüsse. Die Alternate Country- und Americana-Welt hat einen neuen Star! Was hat diese Dame für eine Ausstrahlung! Produziert hat das Album im übrigen der langjährige Weggefährte von T-Bone Burnett, Colin Linden, der auch die meisten Saiteninstrumente bedient. Lindi Ortega mit einer meisterhaften Vorstellung!

Das komplette Tracklisting:

1. Cigarettes & Truckstops - 4:28
2. The Day You Die - 3:00
3. Lead Me On - 4:25
4. Don't Wanna Hear It - 2:59
5. Demons Don't Get Me Down - 3:55
6. Murder of Crows - 4:39
7. Heaven Has No Vacancy - 3:51
8. High - 3:54
9. Use Me - 3:03
10. Every Mile of the Ride - 3:15

Art-Nr.: 8025
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 12,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Cigarettes & truckstops
The day you die
Don't wanna hear it
Demons don't get me down
Murder of crows
High
Use me

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Rodriguez, Carrie - love and circumstance [2010]
Mit dem wundervollen, neuen Album "Love and circumstance" etabliert sich die großartige, texanische Singer-Songwriterin Carrie Rodriguez (vielen sicher bekannt durch ihre langjährigen gemeinsamen Aktivitäten mit dem texanischen Urgestein Chip Taylor) endgültig in dem Kreis solch wohlwollender Namen wie Nanci Griffith, Patty Griffin, Tift Merritt, Julie Miller, Lucinda Williams und vor allem auch Emmylou Harris. Es ist ein hinreissend schönes Roots-, Americana-, Alternate Country-Album geworden, modern und klassisch zugleich, mit einem ungemein transparenten, glasklaren Sound, der die fantastischen Musiker (u.a. Hans Holzen, Eric Platz, Greg Leisz, Adife O'Donovan, Buddy Miller) und Carrie's traumhaften Gesang wunderbar in Szene setzt. Carrie spielt zudem akustische Gitarre, Mandoline und Fiddle (sie ist am Bostoner Berkee College of Music ausgebildete Violinistin). Das Songmaterial, allesamt Covers von großen Songwritern wie u.a. John Hiatt, Lucinda Williams, Buddy Miller, Richard Thompson, David Rawlings & Gillian Welch, Townes van Zandt und Hank Williams) ist exzellent. Carrie interpretiert diese Songs in einem ganz herrlichen, frischen, von purer Schönheit gekennzeichneten, eigenen Ambiente, das einen schlichtweg fasziniert. Zuhören, geniessen - das ist eine absolute Glanz-Vorstellung der jungen Künstkerin aus Austin!

Das komplette Tracklisting:

1 Big Love - 4:05   
2 Wide River To Cross - 3:39   
3 When I Heard Gypsy Davy Sing - 3:50   
4 Eyes on the Prize - 2:51   
5 Steal Your Love - 4:16   
6 Waltzing's For Dreamers - 3:26   
7 I'm Not For Love - 2:58   
8 I Made a Lover's Prayer - 3:59   
9 I Started Loving You Again - 3:39   
10 Rex's Blues - 4:20   
11 I'm So Lonesome I Could Cry - 3:07   
12 Puñalda Trapera - 4:53

Art-Nr.: 6871
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Big love
Wide river to cross
Steal your love
Waltzing's for dreamers
I made a lover's prayer
Rex's Blues

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Smith, Mindy - same [2012]
Fünftes, ganz großartiges Album der exzellenten Singer/Songwriterin aus Nashville, deren Karriere vor einigen Jahren mit einer bezaubernden Version von Dolly Parton's "Jolene" so richtug Fahrt aufnahm. Traumhaft schöne Americana-Musik, teils sehr flüssig, auch mal rockig, teils fragil und wunderbar balladesk, irgendwo zwischen Folk, Roots und Alternate Country, auch mal mit einem Hauch von bluesigen und jazzigen Momenten. Tolles Songwriting, Mindy's "voice like an angel" und eine sehr klare und saubere, sehr feine Instrumentierung bestimmen das Geschehen. Dennoch fehlt nie eine gewisse Portion "grit". Wir hören viele akustische Instrumente, hin und wieder herrlich harmonisch eingebrachte glasklare Pedal Sreel-Linien (Dan Dugmore), mal eine schöne Orgel und ein Klavier, Drums, Bass - und wenn die E-Gitarre mal zum Einsatz kommt, kann sie durchaus würzig, erdig und rootsig klingen. Wundervolle Musik, nicht nur für die Fans von Emmylou Harris, Patty Griffin, Mary Chapin Carpenter, Tift Merritt, Nanci Griffith & Co.. Mindy Smith hat sich endgülig in der Liga der genannten Koleginnen etabliert.

Das komplette Tracklisting:

1. Closer - 3:35
2. Take Me Back - 3:37
3. Pretending the Stars - 3:19
4. Don't Mind Me - 4:11
5. Tin Can - 2:59
6. Everything Here Will Be Fine - 2:47
7. Sober - 3:15
8. Devils Inside - 3:37
9. Cure For Love - 3:10
10. Where You're Walking On My Grave - 3:07
11. If I - 4:57

Art-Nr.: 7851
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Closer
Take me back
Pretending the stars
Tin can
Everything here will be fine
Sober
Devil's inside

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