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Abbott Band, Josh - front row seat [2015]
Einfach grandios! Die Josh Abbott Band auf dem kreativen Höhepunkt ihrer Karriere. Mit "Front Row Seat" präsentiert das aus Lubbock, Texas, basierende Sextett, bestehend aus Bandleader Josh Abbott (lead vocals, acoustic guitar), Austin Davis (banjo), Preston Wait (fiddle, mandolin, electric/acoustic guitar), Caleb Keeter (lead guitar), Eddie Villanueva (drums) und James Hertless (bass, background vocals) ein Konzeptalbum, das chronologisch das Scheitern von Abbotts erster Ehe aufarbeitet. Das gesamte Werk, sowohl gestalterisch (tolles Cover-Artwork mit 28-seitigem Booklet, das natürlich alle Texte und Infos, sowie Bilder der Band in Theateratmosphäre beinhaltet), als auch musikalisch, wurde als eine Art Theateraufführung inszeniert: Insgesamt 16 Stücke (hier als Szenen bezeichnet), thematisch fünf Akten Exposition, (Schaustellung), Incitation (Ansporn), Intimacy (Vertrautheit), Dissolution (Zerfall) und Aftermath (Folgen) zugeordnet. Der erste Akt charakterisiert den jungen unbekümmerten, noch allein stehenden Abbott, der das Leben genießt, wie es kommt. Die drei Songs "While I'm Young", "I've Beeen Known" und "Live It While You Got It" bieten positiv gestimmten Red Dirt Countryrock, wie man ihn von der Eli Young Band und Randy Rogers Band zu ihren Anfangstagen kennt. Banjo und Fiddle, die im gesamten Album immer wieder eine zentrale Rolle einnehmen, werden relativ zentral und fröhlich eingesetzt. Akt 2 beschreibt die Kennenlernphase, beinhaltet u. a. mit "Wasn't That Drunk" ein fantastisches Duett mit Carly Pearce, die hier auf Augenhöhe, der früheren Gesangspartnerin von Abbott, Kacey Musgraves, in typisch texanischer Manier, bestens die Stirn bietet. Klasse auch das aus der Feder von Jay Clementi, Chase Yudkin und Radney Foster stammende "If It Makes You Feel Good", das Fosters typisch dezent introvertierte, aber überaus melodische Songwriting-Handschrift deutlich offenbart. Toller Song! Im dritten Akt wird dann der Beziehungsverlauf mit den "Crazy Things", die man dann plötzlich in der Retrospektive so gemacht hat, zunächst in positiver Weise gezeichnet. Schön, das von trockenem Banjo und Gypsy-mäßiger Fiddle geführte, sehr eingängige "Kisses We Steel" (starke E-Gitarren/Fiddle-Solo-Kombi). Im Part des bitteren Scheiterns ("This Isn't Easy - Her Song" - mit herrlicher Mandoline) ändert sich die Musik in deutlich nachdenklichere, pessimistischere Sphären, vor allem durch Preston Waits zunehmend trauriger gespielte Fiddle authentisch dargeboten. "Born To Break Your Heart" lautet letztendlich dann Abbotts selbstkritisches Resümee. Der Schlussakt wird dann von einem düsteren Intro eingeleitet, das in die ungemein emotionale Single "Amnesia" übergeht, in der Abbott sich eine Gedächtnislücke herbeiwünscht , um das Geschehene ungeschehen zu machen, bzw. vergessen zu können. Ein starker, melodischer, für Abbott-Verhältnisse rockiger Track, sicherlich der emotionale Höhepunkt des gesamten Werkes. Am Ende sieht sich der Protagonist wieder mit dem Alleinsein konfrontiert. Passend dazu wird der finale Song "Anonymity" dann auch von Josh solo, nur zu Klängen seiner Akustikgitarre performt. Ein mitnehmeder Abschluss. Mit "Front Row Seat" von der Josh Abbott Band erhält der Hörer einen packenden Seelenstriptease ihres Bandleaders, der authentisch (wirklich überhaupt nicht aufgesetzt wirkend) und musikalisch in traditionellem Red Dirt-/Americana-/Country-Ambiente wunderbar in Szene gesetzt wurde (wie bereits angedeutet, ganz viele tolle Saiteninstrument-Einlagen mittels Banjo, Fiddle, Mandoline, Steel-, Akustik- und E-Gitarren). Respekt auch an das Vertriebs-Label Thirty Tigers, das mal wieder keine Kosten und Mühen gescheut hat, solch ein individuelles Werk zu protegieren. "Front Row Seat" der Josh Abbott Band dürfte somit ganz vorne in erster Reihe stehen, wenn es um die besten Country-/Red Dirt-Alben des Jahres geht! Ein beeindruckendes Gesamtkunstwerk! Ganz großer Respekt in allen Belangen Mr. Abbott! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. While I'm Young - 3:20
2. I've Been Known - 4:03
3. Live It While You Got It - 2:47
4. Wasn't That Drunk (with Carly Pearce) - 3:43
5. Kiss You Good - 2:33
6. If It Makes You Feel Good - 3:39
7. Crazy Things - 3:25
8. Front Row Seat - 3:46
9. Kisses We Steal - 3:24
10. Born to Break Your Heart - 3:21
11. Ghosts - 4:15
12. This Isn't Easy (Her Song) - 3:28
13. Intro: A Loss of Memory - 1:26
14. Amnesia - 3:33
15. Autumn - 4:11
16. Anonymity - 4:20

Art-Nr.: 9028
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
While I'm young
I've been known
Wasn't that drunk
Crazy things
Kisses we steal
Born to break your heart
Ghosts
Autumn

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Abshier & the Nighthowlers, Shea - potluck [2018]
Mit Shea Abshier & The Nighthowlers befindet sich eine neue, erst im Frühling 2017 gegründete Band aus Stephensville, Texas, auf dem Red Dirt-Radar, die jetzt mit "Potluck" ein überaus starkes Debüt hinlegt. Der Titel des Albums, der quasi für ein Essen steht, bei dem jeder seine Speise mitbringt, kann auch ein wenig als Synonym für die Stilvielfalt (Americana, Roots, Rock, Southern Rock, Country Rock, Blues, Gospel, Reggae, Pop) auf diesem Werk gesehen werden, die das großartige Kollektiv, bestehend aus Leader Shea Abshier (lead vocals, rhythm guitar), Chase Chancellor (drums) und Monty Scrogrum (bass) sowie den Gastmusikern Josh Serrato (acoustic and electric guitar, keys), Cameron Speed (harmonica), Piper Jones und Tyler Moses (beide background vocals) geradezu perfekt und in vollendeter Harmonie miteinander verschmelzen lässt. Herausragend und prägnant dabei ist die von einer gewissen Vulnerabilität gekennzeichnete Stimme des Fronters Shea Abshier, die eine Nähe zu der von Mike Eli suggeriert. Auch die ausnahmslos tollen Hooks und herrlichen Melodien, sowie der aus vielschichtigen, wunderbar transparent und saftig klingenden Gitarren bestimmte, erfrischende, dennoch natürlich rootsige, ursprüngliche und ehrlich klingende Sound lassen unweigerlich Assoziationen zur, allerdings frühen, noch nicht von Nashville's Mainstream-Maschinerie beeinflussten Eli Young Band aufkommen, was natürlich als Riesen-Kompliment zu verstehen ist. Den Auftakt bildet mit "Be Your Man" ein dynamisch groovener Roots-/Blues-Rocker, der von der quäkenden Mundharmonika Cameron Speeds dominiert wird. Das folgende "Bring Me Back" und das treibende "Get Me There" leben sowohl von diesen typisch, im Red Dirt verankerten, melodischen Gitarrenhooks, Tempi- und Stimmungswechseln, als auch den eingängigen Refrains, wie sie die EYB weit über Texas hinaus getragen haben. Letztgenannter Track wird aufgrund Serratos bärenstarker E-Gitarre (tolles E-Solo, dazu mit klasse Orgeleinlagen) auch in Southern Rock-Kreisen bestens ankommen. "My Oh My" wirkt mit seinen Acapella-artigen Hamoniegesängen wie ein aus einer guten Laune heraus, spontan komponierter "Verandasong", dessen Titelzeile samt positiver Energie, sich unweigerlich im Gedächtnis festsetzt. Das größte Hitpotenzial weist vermutlich der dezente, melancholische Ohrwurm "Washed Away" auf. Grandioser Song! Im zweiten Teil der CD fällt das schon vom Titel her eigenwillige "Kickapoo Redemption" in seiner atmosphärischen Barroom-bluesigen (wieder mit quäkender Harp und fesselnder E-Gitarre), gospeligen Machart (ein wenig "Go Down Moses"-mäßig) und fast Reggae-typischem Bridge aus dem Rahmen. Was sich hier wie wild zusammen komponiert anhört, passt am Ende gekonnt zusammen und gilt als Beweis für die kompositorische Variabilität Abshiers. Ansonsten wird mit flockigen Tracks wie "The Other Side" (wie eine hinreißend schöne Mischung aus den frühen Eagles und Reckless Kelly), "Something Sacred", "As You Weep" und dem überragenden, mit surrender Slideguitar und dramatisch in Szene gesetzter Orgel dargebotenen "Bleeding Eyes" (schön southern-rockig), die neben besagter Eli Young Band, nicht nur Anhängern von Acts wie u. a. No Justice, Micky and The Motorcars, Willie Stradlin, Rob Baird und auch im weitesten Sinne auch Sister Hazel und Will Hoge größte Freude bereiten werden, beste Akquise in Sachen potentiellem Popularitätszuwachs betrieben. Das Album ist ein somit durchgehend herausragend starker, abwechslungsreicher und mitreißender Silberling. Mit "Potluck" haben Shea Abshier & The Nighthowlers schon mit dem Debüt ein fantastisches 10-Gänge-Menü mit vielen kleinen musikalischen Delikatessen angerichtet, das wirklich keine Wünsche offen lässt. Hier ist enorm viel Potential in Richtung großem Karrieresprung vorhanden! Allerfeinste. absolut schmackhafte Kost, nicht nur für Red Dirt-Gourmets. (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Be Your Man - 2:46
2. Bring Me Back - 3:36
3. Get Me There - 3:53
4. My Oh My - 2:13
5. Wash Away - 3:04
6. The Other Side - 3:49
7. Something Sacred - 4:38
8. Kickapoo Redemption - 4:26
9. As You Weep - 3:06
10. Bleeding Eyes - 3:15

Art-Nr.: 9733
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Bring me back
Get me there
Wash away
The other side
Something sacred
Kickapoo redemption
As you weep
Bleeding eyes

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Allman Brothers Band, The - warner theatre, erie, pa 7-19-05 [2020]
2 CD-Set! Herausragendes Konzert der Allman Brothers in ihrer grandiosen, langjährigen Spätbesetzung um Gregg Allman, Derek Trucks und Warren Haynes (viele Eyperten und Fans halten dies für die beste Allmans-Besetzung seit den Duane-Tagen), das die Band selbst bis heute als eine ihrer besten Live-Shows aller Zeiten bezeichnet. Im Laufe ihrer über 45-jährigen Karriere haben die Allmans unzählige Konzerte gespielt, die im Laufe der Zeit einen besonderen, ja legendären Status erreichten und von denen viele auch veröffentlicht wurden. Die ausverkaufte Show vom 19. Juli 2005 im gediegenen Warner Theatre von Erie/PA, ein vermeintlich eher unspektakulärer Ort der 2005er Tour, entwickelte sich schließlich ebenfalls zu einem dieser ganz besonderen Konzerte, die für immer in der Erinnerung der Fans und auch der Band bleiben sollten. Ein großes Konzert und der Beweis dafür, dass niemend, auch nicht die Band, jemals vorhersagen konnte, wann sich solch eine Magie, wie an diesem Abend, entwickeln würde. Die Band befand sich im Sommer 2005, sowohl auf, als auch abseits der Bühne, in einer regelrechten Komfortzone. Musikalisch war man in blendender Verfassung und auch menschlich passte es bestens. Nach einer längeren Tour mit vielen Auftritten und langen Reisen, dennoch recht ausgeruht nach einem freien Tag ohne Auftritt, läutete das Konzert in Erie die letzten 5 Shows der Tour ein. Es wurde ein umwerfendes Konzert. Schon mit den ersten Klängen des Openers "Mountain jam" wurde deutlich, das hier etwas Besonderes stattfinden würde. Die Atmosphäre war einzigartig, die Setlist exzellent. Die Chemie und die Spielfreude der Band stimmte bis ins Kleinste, Warren Haynes und Derek Trucks entwickelten ein ähnlich magisches Zusammenspiel wie einst Duane Allman und Dickey Betts. Hoch interessant waren auch die im Verlauf der zwei Sets eingebauten Coverversionen von beispielsweise The Band’s "The Night They Drove Old Dixie Down", Van Morrison’s "Into The Mystic" und Bob Dylan’s "Don’t Think Twice, It’s All Right" mit Susan Tedeschi als Gastsängerin. Auf die Frage, wann er realisierte, dass dieses Konzert etwas ganz Besonderes war, bemerkte Bert Holman, der damalige Manager der ABB seit 1991: "Ich habe es gefühlt, während sie spielten. Und letztendlich bestätigte es sich, als die Jungs von der Bühne kamen und alle schwärmten, welch eine fantastische Show dies gewesen war". Dem ist nichts hinzuzufügen. Die Doppel-CD (klasse Sound) kommt in einem feinen 3-fach aufklappbaren Digipack, inkl. eines reichhaltig bebilderten, 20-seitigen Booklets mit ausführlichen Linernotes von ABB-Archivar John Lynskey. Knapp 2 1/2 Stunden Allman Brothers in Bestform! Welch ein Fest!

Die komplette Setlist:

Disc 1:
1. Mountain Jam - 12:11
2. Statesboro Blues - 5:16
3. Firing Line - 6:47
4. Good Morning Little School Girl - 12:48
5. Midnight Rider - 3:27
6. The High Cost of Low Loving - 9:33
7. Trouble No More - 3:43
8. Mountain Jam (Reprise) - 9:30
9. Melissa - 6:23
10. The Night They Drove Old Dixie Down - 5:06
11. Don’t Keep Me Wonderin’ - 4:38

Disc 2:
1. Into the Mystic - 5:14
2. Dreams - 11:13
3. Leave My Blues At Home - 2:40
4. Jabuma - 16:39
5. Leave My Blues At Home (Reprise) - 3:56
6. Don’t Think Twice, It’s All Right (featuring Susan Tedeschi) - 5:44
7. Jessica - 16:14
8. One Way Out - 6:01

Art-Nr.: 10170
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 21,90

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Band Of Heathens, The - the double down: live in denver - vol. 1 ~ cd & dvd-set [2012]
CD & DVD-Set! Das wird aber auch höchste Zeit! Eine der besten Rootsrock-Bands der Gegenwart, die grandiose Band Of Heathens aus Austin/Texas, kommt mit einer fulminanten, 2-geteilten Live-Veröffentlichung: "The Double Down - Live in Denver", Vol 1 und Vol. 2 - jeweils eine CD und eine DVD, also insgesamt 2 CDs und 2 DVDs. Das Release war längst überfällig, da die Band Of Heathens erst auf der Bühne ihr einzigartiges, ihr wahres, ihr aussergewöhnliches Potential abrufen. Sie sind eine typische, eine richtige, eine bärenstarke Live-Band! Ihr von Texas Rock, Americana, Country, Blues und Soul durchzogener Rootsrock besticht, trotz der immer wieder wundervollen melodischen Strukturen, live von einer ungebremsten, vor Leidenschaft nur so strotzenden, erdigen und jammigen Spielfreude, die die Stücke in ihrer Länge wegen der zündenden, mitreissenden Instrumentalbreaks im Vergleich zu den Studioversionen immer wieder deutlich anwachsen lässt. Zudem wirkt die Band live einfach rauer. Es ist ein Traum wie die 3 exzellenten Frontleute Ed Jurdi, Gordy Quist und Colin Brooks (3 fantastische Sänger, 3 fantastische Lead-Gitarristen) ihrre Fähigkeiten, sowohl gesanglich, als auch an den Gitarren, einbringen und das Publikum in ihren Bann ziehen. Wenn sie zu ihren langen Gitarrenpassagen ansetzen (Jurdi spielt manchmal auch Keyboards) gibt es kein Halten mehr (nur ein Beispiel ist die furiose 11 Minuten-Version von "Somebody tell the truth" mit ihrem ausgedehnten, prächtigen E-Gitarren-Soli und Slide-Ritten). Sie spielen oft wie im Rausch! Es ist herrlich! Zuweilen meint man, sie könnten Bands wie die legendären Little Feat, The Band, oder auch Countryrockbands wie Poco (die alle zu ihren Einflüssen zählen) locker in den Schatten stellen. Ihre handwerklichen Fähigkeiten sind immens. "The Double Down" wurde an zwei aufeinanderfolgenden Abenden, und zwar am 7. und 8. Oktober 2011 in Denver,Colorado mitgeschnitten, wo die Band jeweils vollkommen unterschiedliche Sets spielte. Die Truppe sagt darüber: "On a grey sky day in early October our merry clan of Heathens descended upon the Mile High City of Denver. From near and far our conspirators came to the Double Down to take part in the grand experiment with us. Toting a satchel of songs and a headful of notions, we took the stage at Cervantes' Other Side. Across two evenings we played 6 hours of music and over 40 jumps, jams, ballads, shanties and flings. The vibe flowed and the spirit was moved. If you took the trip with us, we hope you felt it too". Ja, in der Tat, wir fühlen diesen "Spirit" bei den 26 für diese CD/DVD-Sets ausgewählten Songs - und wie! Auf den CDs gibt's 2 Titel weniger, da die DVD Vol. 1 noch 2 geniale Bonustracks enthält, und zwar eine bärenstarke, fast 9-minütige Version von "Hey rider" und eine extrem rare, hammermässige Fassung von "Wilson & Otis", einer nicht sehr oft gespielten Nummer von Ed Jurdi's 1999iger Solo-Scheibe, die im Verlauf ihrer rund 9 1/2 Minuten mit einem packenden, ausgedehnten, "mörderischen" Twin Slide-Gitarren-Jamming von Colin Brooks und Ed Jurdi glänzt. Mitreissend! Der Sound und die filmische Umsetzung auf der DVD sind exzellent! Die Gesamtspielzeit der CDs beträgt gut 140 Minuten, die der DVDs satte 167 Minuten! Die DVDs sind "code free" und somit auf jedem DVD-Player abspielbar. Die ultimative Band Of Heathens Live-Vollbedienung!

Die komplette Setlist:

1. You’re Gonna Miss Me (12.10)
2. Golden Calf (4.35)
3. Say (4.40)
4. Somebody Tell The Truth (11.46)
5. Let Your Heart Not Be Troubled (3.56)
6. LA County Blues (5.48)
7. Enough (5.37)
8. What’s This World (4.06)
9. Right Here with Me (4.25)
10. Nothing to See Here (6.09)
11. Should Have Known (8.09)

BONUS MATERIAL (DVD ONLY):
Wilson & Otis
Hey Rider

Art-Nr.: 7721
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

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You're gonna miss me
Somebody tell the truth
LA County Blues
Enough
What's this world
Should have known

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Bentley, Dierks - live & loud at the fillmore ~ dvd [2007]
Drei mega-erfolreiche Alben (zwei davon bereits mit Platin-Status), mit dem aktuellen Werk "Long Trip Alone" und den bislang daraus ausgekoppelten Singles selbstverständlich auch wieder Dauergast in den Billboard-Charts - umso erfeulicher also, daß die bereits im Beileger der letzten CD angekündigte Live-DVD nun auf dem Markt ist. Ein tolles Konzert! Knackig, erfrischend, dynamisch, handwerklich perfekt umgesetzt - Bentley und seine ausgezeichnete Band präsentieren ihr prächtiges, genauso traditionell verwurzeltes wie zeitgemäßes New Country-Repertoire mit viel Elan und der entsprechenden Würze, die ein solches Live-Erlebnis benötigt, damit der Funke auch richtig überspringt. Und er springt über! Kein Wunder, denn Bentley liebt es live zu spielen. Mit fast dreihundert Konzerten im Jahr zählt er zu den absoluten "Tour"-Junkies der Country-Szene. Das hier in brillantem Dolby 5.1 Surround Sound mitgeschnittene Event fand am 10. Juni 2006 während der "Locked and loaded"-Tour im imposanten, prall gefüllten Fillmore Auditorium von Denver/Colorado statt. Wie schon auf dem aktuellen Album gelingt Bentley auch live mühelos der Spagat zwischen klassichen Honky Tonk-Traditionen, toughem Outlaw-Flair, jugendlicher Frische, lässigen Countryrock-Strömungen und einem beherzten Texas-Feeling. Seine ihn begleitenden Musiker beherrschen ihr Handwerk meisterlich. Ganz hervorragend beispielsweise immer wieder das glänzende Zusammenspiel von Gitarrist Rod Janzen und dem überragend agierenden Steeler Tim Sergent. Doch der von den "Massen" umschwärmter Star ist natürlich jederzeit Dierks Bentley selbst (wirkt rein äußerlich wie eine Mischung aus Billy Currington und Keith Urban), der sich schweißtreibend durch das 20 Stücke (inkl. Zugaben) unfassende Programm singt und spielt (Akustik- und Rhythmus-E-Gitarre). Trotz einer übermächtig wirkenden Schar weiblicher junger Fans, die den Protagonisten geradezu zu vergöttern scheinen, läuft die Veranstaltung dank Bentleys sympathischer, allürenfreier, publikumsnaher Art jederzeit in einem klar auf die Musik fokussierten Rahmen ab, auch wenn er das "Bad in der Menge" sichtlich genießt. Nach einem kurzem Instrumental-Intro (schön hier das rockige E-Riff von Janzen) legt Dierks direkt mit seinem Hit " A Lot Of Leavin’ Left To Do" los und erreicht mit dem Dancehall-tauglichen Heuler "Domestic, Light And Cold" ein erstes Stimmungshoch. "Forget About You" mit schönem Heartland-Flair, "Free And Easy (Down The Road I Go)", der flockig knackige Countryrocker vom aktuellen Album mit klasse Banjo-Spiel des vielseitigen Tim Sergent, sowie der schöne, trockene Countryblues "Settle For A Slowdown" mit herrlichen Telecaster-/Baritone-Einlagen stellen schnell die hohe instrumentelle Qualität der gesamten Truppe unter Beweis, die durch die für den Rhythmus-Background verantwortlichen Steve Misamore (Drums) und Robbie Harrington (Bass) vervollständigt wird. Das großartige "Every Mile A Memory", die erste Single von "A Long Trip Alone" (am Ende u. a. beim Bonus-Material auch als Videoclip beigefügt) bildet dann noch einen Farbtupfer, bevor mit "Good Man Like" und "My Last Name" ein lupenreines, akustisches und viel umjubeltes Bluegrass-Intermezzo eingestreut wird (Janzen an der Mandoline, Sergent am Banjo, Harrington am Upright-Bass). Auch das ein Indiz für die Wandlungsfähigkeit und das große Können aller beteiligten Musiker. Der Sidepunkt der Stimmung wird allerdings bei "Come A Little Closer" (Mädelschwarm Bentley lässt sich wie einst Garth Brooks auf dem Rücken durchs Publikum tragen) und dem saustarken "What Was I Thinkin’" (mit deftigem Instrumentalabschluss, Sergent diesmal mit glänzender Dobrovorstellung) zum Ende des Hauptprogramms erreicht. In der Zugabe gibt's dann u.a. noch die berühmte Rodney Crowell-Nummer "Ain't Livin' Long Like This" und den Johnny Cash-Klassiker "Folsom Prison Blues" zu bewundern, die auf seinen Studioalben natürlich nicht zu finden sind. Eine klasse Show! Als Bonusmaterial erhält man dann neben den bereits erwähnten Videoclip noch eine Photogallerie und einen feinen "Behind the scenes, Footage of Dierks on Tour"-Film. Dierks Bentley ist einer der wohl wichtigsten Vertreter der neuen, jungen Country-/New Country-Generation, der für seine langwierige, akribische Arbeit mit vielen Auszeichnungen und Erfolgen schon jetzt zu Recht belohnt wurde. Auch dieses tolle DVD-Live-Dokument wird seine Stellung in Nashville, und vielleicht sogar darüber hinaus, weiter manifestieren. Die DVD ist "code-free" und somit auf jedem DVD-Player abgespielbar! (Daniel Daus)

Hier nochmal die komplette Tracklist:
1.Lot of Leavin' Left to Do
2.Cab of My Truck
3.How Am I Doin'
4.Domestic, Light and Cold
5.Forget About You
6.Free and Easy (Down the Road I Go)
7.Settle for a Slowdown
8.Every Mile a Memory
9.Wish It Would Break
10.Can't Live It Down
11.Good Man Like Me
12.My Last Name
13.Long Trip Alone
14.My Love Will Follow You
15.So So Long
16.Come a Little Closer
17.What Was I Thinkin'
18.Ain't Livin' Long Like This
19.Where the Wind Don't Blow
20.Folsom Prison Blues
21.Bonus Material

Art-Nr.: 4810
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: DVD || Preis: € 16,90

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Big Cat - same [2016]
"Big Cat incorporates Blues, Rock and R&B with a knockout punch!" Jawohl! Prächtiges Debut einer neuen, exzellent aufeinander abgestimmten "Supergroup" aus Austin/Texas, die uns mit einem kochenden Mix aus Blues, Funk, Soul, Rock und R&B beglückt. Für alle, die immer noch sehnsüchtig auf ein Comeback von Storyville warten, gibt es gute Neuigkeiten. Es steht zwar keine aktuelle Reunion an, aber deren gefeierter Lead-Sänger Malford Milligan hat ein neues Projekt mit einer neuen CD am Start, das sich aufgrund seiner tollen Besetzung auf absoluter Augenhöhe mit Storyville präsentiert, wenngleich die Musik von Big Cat noch mit ein paar mehr Funk-Elementen gespickt ist. Aber das tut dem Ganzen keinen Abbruch, im Gegenteil: Diese Zeug ist schlichtweg heiß! Die hochkarätig besetzte Band wartet mit arrivierten musikalischen Schwergewichten auf: Bassist Roscoe Beck (Leonard Cohen, Jennifer Warnes), Drummer Les Fisher (The Boneshakers, Brothers Johnson, George Lopez), dem großartigen Keyboarder Stefano Intelisano (u. a. Patty Griffin, The BoDeans) und dem hier stark agierenden Gitarrist Dave Sebree (Double Trouble, Christopher Cross). Fronter Malford Milligan singt sich in bewährter Form wieder die Seele aus seinem Leib. Das Quintett verwöhnt den Hörer mit zehn tollen Songs, die nicht nur Storyville-Liebhabern satten Genuss bieten, sondern auch mit vielen kleinen Reminiszenzen an etablierte Rockmusikgrößen daher kommen. Der starke Opener "From Now On" swingt und groovt direkt lässig und ordentlich kochend mit einer herrlichen, an Gregg Allman erinnernden Hammond-Orgel und einer plusternden Bläser Section (u. a. John Mills, Kevin Flatt, Jon Blondell, Eric Johnson) vor sich hin. Dazu gibt es gleich ein ellenlanges, saftiges Blues-Gitarrensolo von Dave Sebree. Bester souliger Blues Rock zum Einstand! Die folgende, richtig flockige, lockere, dennoch schön kraftvolle Funk-/Soul-/Blues-Nummer "Under the bridge" besticht durch eine tolle Melodie und wird von Sebrees Slide-Führungsriff getragen. Die starke Background-Sängerin Lisa Tingle haucht Milligan sexy die Titelzeile und ihre "Uuhs"‘ entgegen. Intelsanos gluckerndes, fulminantes Orgel-Solo gegen Ende ist einfach nur klasse. Das dezent psychedelisch-poppige, dennoch straighte "Thief Of Hearts" lebt von Milligans typisch temperamentvollem Gesang und einem filigranen, Melodic Rock-tauglichen E-Gitarren-Solo Sebrees. "Stand Up Man" groovt wieder herrlich funky, schwül und knackig, kommt aber dennoch locker und sehr eingängig. Animiert unweigerlich zum Mitwippen und gar zum Tanzen. Hat viel Soul. Klasse hier Sebrees Wah Wah-Gitarre, die tierische Rhythmusarbeit und Stefano Intelisanos markantes E-Piano-Spiel und kurzes "Steve Winwood-Gedächtnis-Synthie-Solo".Die texanische Antwort auf Gary Moores "Still Got The Blues", "Any day Like Yesterday", schließt die erste Hälfte des Albums ab. Eine bluesig-soulige Ballade zum Niederknien mit toller Klavierbegleitung und feinem Gitarrensolo, bei der Milligan gesangstechnisch wieder einmal alles aus sich herausholt. Gänsehautgarantie! Das mit einer raunzender Orgel unterlegte "Ain’t That Sexy" hätte gut auf das Storyville-Album "Piece Of Your Soul" gepasst. Dazu gibt es wieder ein sattes Sebree-E-Gitarren-Solo. Zeit zum Entspannen offeriert das mit einem leichtem Reggae-E-Gitarren-Rhythmus bestückte "Nothing But Love". Schön hier erneut die einfühlsamen Bläser, die dem soulig-bluesigen Groover die Würze verpassen und das entspannte E-Gitarren-Solo von Dave Sabree. Ein weiteres Highlight auf einem durchgehend sehr starken Album ist das an Steely Dan angelehnte, furios jazzende "Katy Don’t Kill Me". Intelisano mit bestechendem Piano-Spiel, Becks "knallendes" Bass/Solo-Spiel und Milligans vokale Perfomance (mit eunuchenhafter Gesangseinlage) vermitteln authentisch den ungeheuren Spaß, der im Studio geherrscht haben muss. Ganz großes Kino ist "Trippin‘": Intelisanos fulminante "Smoke On The Water"-Orgel erweist im Studio Jon Lord alle Ehre und Sebrees heulendes E-Gitarren-Solo macht diesen Song zu einem, auf den Punkt gebrachten, straighten, dreckigen Rocker allererster Güte. Am Ende dieses grandiosen Werkes darf man sich bei dem hinreissenden Soul-/Blues-getränkten "Onward" noch einmal in der Tradition der großen Storyville-Balladen à la "Don’t Make Me Cry" verwöhnen lassen. Herrlich dieses wunderbare Piano-/Orgel-/Gitarrenarrangement - ein faszinierender Abschluß dieses tollen Werkes. Fazit: Man braucht bei Big Cat nicht wirklich die Katze aus dem Sack lassen. Ein Album, das den rauen Charme von Storyville durchaus wieder aufleben lässt, sich aber dank der tollen Musiker der Austin-Musik-Szene in Form von Intelisano-Keyboards, Sabrees fulminanter E-Gitarrenarbeit, der Southern-kompatiblen, weiblichen Backgroundgesänge Tingles, sowie der heissen Bläser-Zutaten deutlich flexibler, variabler und souliger gibt. Keine Frage, dieses Werk ist ein kleines Genre-Juwel. Scharfe Scheibe! Jawohl, we love this "Big (Hot) Cat"! (Daniel Daus / Jürgen Thomä)

Das komplette Tracklisting:

1. From Now On - 4:41
2. Under the Bridge - 3:57
3. Thief of Hearts - 4:16
4. Stand Up Man - 3:43
5. Any Day Like Yesterday - 6:13
6. Ain't That Sexy - 3:21
7. Nothing But Love - 4:40
8. Katy Don't Kill Me - 5:33
9. Trippin' - 3:36
10. Onward - 6:00

Art-Nr.: 9231
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 8,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
From now on
Under the bridge
Stand up man
Any day like yesterday
Nothing but love
Trippin'
Onward

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Big Kenny - the quiet times of a rock and roll farm boy [2009]
Zweites, prächtig gelungenes Solo-Album von Big Kenny, der einen Hälfte des megaerfolgreichen Duos Big & Rich. Der Weg von William Kenneth Alphin, alias Big Kenny, geboren in Culpeper, Virginia zu einer der schillerndsten Persönlichkeiten in Nashville's New Country-Szene war zunächst von einigen Tiefschlägen geprägt. Eine Firmenpleite in seinem bis dato bürgerlichen Leben (er hatte eine Konstruktionsfirma) ergab erst die Initialzündung für seine spätere Karriere. Alphin verließ fluchtartig seine Umgebung und zog nach Nashville, wo er kurze Zeit später einen Job bei einer Musikfirma ergatterte. 1999 schien er am Ziel seiner musikalischen Träume angelangt zu sein. Mittlerweile in Big Kenny "umgetauft", unterzeichnete er bei Hollywood Records einen Vertrag für sein erstes Album, das aber nach der Fertigstellung gecancelt wurde und für Jahre in den Archiven verschwand. Kenny gründete danach die Band "LuvjOi", die ihn mit dem ungemein talentierten Gitarrsisten Adam Schoenfeld zusammenbrachte, dem man aufgrund seiner glänzenden Saitenarbeit einen nicht unerheblichen Anteil am Erfolg von Big & Rich bescheinigen kann und der darüber hinaus mittlerweile zu den gefragtesten Studiogitarristen der nashville New Country-Szene zählt. LuvjOi kamen trotz zweier Alben und guten Liveauftritten aber nicht über den Status einer von Insidern geschätzten Band hinaus. Den entscheidenden Durchbruch erlangte Big Kenny erst durch die Bekanntschaft mit John Rich, dem damaligen Bassisten und Zweitsänger von Lonestar. Man tat sich zu dem großartigen. leicht "extravaganten Duo Big & Rich zusammen, deren Erfolgsgeschichte im Rahmen ihrer drei veröffentlichten Alben und einer Live-DVD hinlänglich bekannt ist. Nicht zu vergessen auch ihre kompositorischen Tätigkeit für andere Künstler wie Gretchen Wilson, Jason Aldean, Martina McBride oder Tim McGraw, sowie die Gründung der "MuzikMafia", einem Zusammenschluss diverser Country-Künstler wie u.a. Jon Nicholson, Gretchen Wilson, Cowboy Troy und James Otto. Im Fahrwasser des kommerziellen Big & Rich-Erfolges wurde dann auch Kenny’s Solo-Debüt 2005 nachveröffentlicht. Die scheinbar nicht versiegende Quelle an Ideen beider Protagonisten und die sie verbindende Harmonie gestattete ihnen genug Raum für weitere Solo-Ausflüge. Auch Rich legte im Mai dieses Jahres mit "Son Of A Preacher Man" ein baumstarkes Album hin. Big Kenny, der sich laut eigener Aussage schon wieder aus einem Fundus von über 50 Stücken bedienen konnte, zieht nun mit seinem neuen Werk "The Quiet Times Of A Rock And Roll Farmboy" in ebenso starker Manier nach. Er, der schon immer den extrovertierteren Part des Duos Big & Rich abgab, liefert auch hier ein buntes, farbenfrohes, unglaublich viel positive Energie ausstrahlendes, kurzweiliges, sehr abwechslungsreiches New Country-Album ab, das trotz aller "Extravaganz" (im positiven Sinne), vor guten Songs, großartigen Arrangements und klasse Melodien nur so strotzt.. Schon die eingebundenen, echten indianischen Chorgesänge beim von Kenny mit Jon Nicholson und "3 Doors Down"-Bandmate Brad Arnold komponierten, dezent keltisch anmutenden Opener "Wake Up", bieten einen ersten, tollen Vorgeschmack auf den weiteren bunten Verlauf dieses Werkes. Das sehr melodische, von einer verspielten, wunderbaren E-Gitarre Schoenfeld's begleitete, dabei durchaus knackige "Long After I’m Gone" ist als erste Single ausgekoppelt und bewegt sich momentan in den oberen Dreissig der Billboard-Charts. Was folgt, ist das reinste musikalischeWechselbad, bei dem Alphin aber niemals den roten Faden verliert. Mit "Be Back Home" beispielsweise gibt es plötzlich grassigen "Rural"-Country (mit Banjo, Steel, Fiddle, humorvoller Text), gefolgt vom sich fast in U2-Sphären bewegenden, von Cello- und E-Gitarrenklängen dominierten, überaus atmosphärischen "Less Than Whole" (Kenny singt in großartiger Bono-Manier). Klasse! Zeit zum Durchatmen gewähren die balladeskeren "Go Your Own Way" (Pianotupfer, klassische Streicher, weibliche Harmony-Haucher) und das entspannte "To Find A Heart" (klasse Steelguitar-Solo), beide allerdings mit einem sich stets dynamisch steigernden Verlauf. Gute Laune pur ist Trumpf bei, wie der Titel es schon ausdrückt, "Happy People". Rhythmische Drums, Handclaps, Fiddle Banjo, eine integrierte Hip Hop-Passage knüpfen an die bewährte Big & Rich-Erfolgsrezeptur an. Grandios das anschließende "Drifter". Hier erzeugen Dobro, Banjo und Slidegitarren eine swampig-Delta-bluesige Stimmung, die am Ende in ein psychedelisches Finish der Marke Led Zeppelin (der klasse Gesang Kenny's in Kombination mit Schoenfelds E-Gitarre erinnert an die Art von von Page und Plant) mündet. Das retro-soulige "Free Like Me" und der flockige Countrypopsong "Share The Love" (in Anlehnung an eine von Kenny immer wieder kommunizierte Lebensphilosophie) liessen dann ein extrem abwechslungsreiches, aber trotzdem immer in sich stimmiges Werk ausklingen, käme da nicht wieder mal eine von Big Kenny’s verrückten Ideen zum Tragen. Unter dem Titel "The Whole Experience" folgt dann das komplette Album noch einmal als komplett durchgehender Track. Ein weiteres, lustiges Schmankerl sind die der CD in einer Papphülle beigelegten Blumensamen (mit integrierter Anleitung), nach dem Motto: "Let the music grow"! Abgefahren! So ist erhalt, dieser Big Kenny Alphin! Mit "The Quiet Times Of A Rock And Roll Farmboy" jedenfalls ist dem stimmlich sehr variabel agierenden Burschen ein wunderbar frisches, farbenfrohes New Country-Album gelungen, das auf ganzer Linie überzeugt. Wesentlich mehr, als nur eine willkommene Überbrückung bis zum nächsten Big & Rich-Streich! Dieser "Rock And Roll Farm Boy" hat einfach Klasse! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1 Wake Up - 3:54   
2 Long After I'm Gone - 3:30   
3 Be Back Home - 3:16   
4 Less Than Whole - 4:22   
5 Go Your Own Way - 3:43   
6 To Find a Heart - 3:37   
7 Happy People - 3:41   
8 Drifter - 3:54   
9 Free Like Me - 4:45   
10 Share the Love - 2:54   
11 The Whole Experience - 39:24

Art-Nr.: 6682
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Blackberry Smoke - the southern ground sessions ~ ep [2018]
6 Song EP! Die hoch geschätzten Southern Rocker Blackberry Smoke veröffentlichen eine wunderbare Acoustic-EP, die sie live in den Southern Ground Studios von Nashville aufgenommen haben. Diese Aufnahmen zeigen die ganze Spielfreude und Klasse der Band, die hier herrliche, akustische Versionen von 5 Tracks ihres letzten Studioalbums "Find a light" präsentiert, sowie eine fantastische Coverversion des alten Tom Petty-Hits "You got lucky", ebenfalls akustisch performt. Das Material klingt frisch, innovativ und zeigt die große, künstlerische Entwicklung, die die Band in den letzten Jahren vollzogen hat. Gast bei 2 Stücken ist Jason Isbell's Gattin Amanda Shires an der Fiddle, sowie bei einem Track Oliver Wood von den Wood Brothers. Richtig spannend, richtig klasse! Ganz feines Teil von Blackberry Smoke!

Das komplette Tracklisting:

1. Run Away from It All - 4:27
2. Medicate My Mind - 4:39
3. Let Me Down Easy (feat. Amanda Shires) - 3:01
4. Best Seat in the House - 4:34
5. You Got Lucky (feat. Amanda Shires) - 5:15
6. Mother Mountain (feat. Oliver Wood) - 3:35

Art-Nr.: 9718
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 10,90

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Blue Water Highway Band - things we carry [2015]
Neues, hell funkelndes Juwel in den texanischen Red Dirt-/Roots-/Americana-/Countryrock-Gefilden: Die Blue Water Highway Band mit ihrem wundervollen, mit durchweg fantastischen Songs in edlen Melodien bestückten Debütalbum "Things We Carry". Wenn schon ein alter, mit allen Country-Wassern gewaschener Recke wie Multiinstrumentalist und Produzent Lloyd Maines Sätze wie "The Blue Water Highway Band is the best new band that I’ve heard in years. Their vocals are spot on and their writing is smart and thoughtful. They’re very serious and impressive musicians’" von sich zum Besten gibt, kann man mit absoluter Sicherheit davon ausgehen, dass den musikbegeisterten Hörer etwas ganz Besonderes erwartet. Maines ist natürlich auch mit seinem unverwüstlichen und unnachahmlichen Pedal Steel-Spiel auf diesem Werk als Gastmusiker (neben weiteren illustren Leuten wie Cindy Cashdollar, Warren Hood oder John Ginty) mit von der Partie. Die kreativen Köpfe der Band sind Zack Kibodeaux (vocals, acoustic guitar) und Multiinstrumentalist Greg Essington (vocals, guitars, piano, banjo, mandolin, accordion), die den Löwenanteil des Songwritings erledigt haben. Hinzu kommen Catherine Clarke, die mit den typisch texanischen Harmoniegesängen im Stile einer Kacey Musgraves zu gefallen weiß, ein weiterer Alleskönner Zach Landreneau (piano, rhodes, banjo, accordion,, dobro, synth chamberlin) sowie die Rhythmusfraktion, bestehend aus Kyle Smith (bass) und Daniel Dowling (drums, percussion). Produziert hat in einem schön transparenten, unaufdringlichen und ‚organisch‘ gehaltenen Sound, David Butler. Anhand der ganzen aufgeführten Instrumente kann man bereits erkennen, dass viel Wert auf ein überaus variables Musizieren im Americana- und Country-typischen Ambiente gelegt wurde. Das zeigt direkt der hinreissend schöne, von einer traumhaften Melodie geprägte, glasklar in Szene gesetzte Opener "Hard Time Train" mit seinen feinen Mundharmonika-Einlagen und den transparenten Gitarrenklängen. Was für eine tolle Red Dirt-/Americana-/Countryrock-Nummer mit fantastischem Gesang von Zack Kibodeaux. Der Bursche singt wie eine ausdrucksstarke Kombination aus Zac Brown (Zac Brown Band) und Mike Eli (Eli Young Band) mit dem Slang der Braun-Brüder Willy (Reckless Kelly) und Micky (Micky and The Motorcars). Toll hier auch das am Ende einstzende, schnelle, grassig angehauchte Instrumentalfinish, wobei hier vor allem Maines den Bottleneck über sein Paradeinstrument fliegen lässt. Ein weiteres tolles Beispiel ist „Medicine Man“, das mit New Orleansscher Fröhlichkeit vorgetragen wird und dann mittels eingebundener Horn Section mit einer furiosen Dixieland-Bridge noch einen oben drauf setzt. Die wohl radiofreundlichsten Tracks sind das wunderbar melodische, flockig lockere Stück "City Love, City Loose" (gurgelnde Orgel, tolle Harmoniegesänge, klasse Harp-Solo), das viel Southern-Esprit versprühende "How I Broke Your Heart", die beide auch gut in das Repertoire eines Rob Baird passen würden, oder der wunderschöne Titelsong "Things We Carry", der dezent etwas an die einstigen Sons Of The Desert erinnert. Für ganz großartige Momente auf diesem Album sorgen die Texaner zudem mit ein paar herausragenden Balladen, wie zum Beispiel mit dem rootsigen, staubigen "Greytown" (klasse Orgel, tolle Mandolinen-Ergänzungen), dem voller Melancholie schwer seufzenden "My Blue San Antone" (Orgel, Piano, Banjo), dem in Klagemanier gebrachten, folkigen "Voice In Ramah" (live im Studio eingespielt, starkes Mandoline-Solo, klasse Harmonies), oder dem sehr atmosphärisch, in einem klassischen Piano- und Cello-Gewand vorgetragenen, mit fast sakral anmutenden "Ohohoh"-Gesängen umwobenen, ganz feinen "Q To Cortel You", bei denen sich Kibodeaux vor allem als exzellenter Storyteller erweist. Was für ein Talent! Stücke wie das mit einem schöne Gypsy-Flair behaftete "Oh Seraphim!" (klasse Steel, schöne Fiddle), der leicht bluesig stampfende "Working Man"-Song "John Henry" oder das flockige "The Running" (Piano, Orgel, klasse Harmonies von Clarke, prima E-Gitarren-Solo) sorgen immer wieder für viel kontrastreiche Abwechslung. Alles Beschriebene mündet in den glorreichen Abschluss "Highway To Glory", bei dem die Band voller Fröhlichkeit und Intensität noch mal das texanische Countryterrain beackert. Da wünscht man sich im Geiste irgendwo mit den Protagonisten bei einer kühlen Flasche Bier (oder mehreren) zusammen am abendlichen Lagerfeuer mit Blick auf einen Canyon zu sitzen und sich einfach von ihrer stimmungsvollen Musik berauschen zu lassen. Eine großartige Truppe, was für talentierte Jungspunde! Das grandiose Debüt "Things We Carry" der Blue Water Highway Band ist ein Füllhorn mit Stoff für Liebhaber anspruchsvoller Roots-/Country-/Americana-/Red Dirt-Sachen in Richtung von Interpreten wie Rob Baird, der Eli Young Band, den Turnpike Troubadours, Sons Of The Desert, der Josh Abbott Band, Reckless Kelly, Micky and The Motorcars, The Band Of Heathens & Co. Auf den Punkt bringt es die ebenfalls spielerisch sehr versierte Gastmusikern Cindy Cashdollar (Baritone Weissenborn, Lap Steel), die das Treiben der BWHB so zusammenfasst: "Round bounded music, with contemporary drive". Diesem Statement können wir uns nur ehrfurchtsvoll und Kopf nickend anschließen. Ganz sicher einer DER Geheimtipps des Jahres 2015! Tolles Cover Artwork übrigens (mit eingelegtem Textbooklet) wieder mal von den Dodd Sisters (Backstage Design). Eine famose Vorstellung der Blue Water Highway Band! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Hard Time Train - 5:43
2. City Love, City Lose - 4:22
3. Oh Seraphim! - 3:57
4. Greytown - 4:51
5. Medicine Man - 3:48
6. How I Broke Your Heart - 5:00
7. My Blue San Antone - 5:34
8. John Henry - 4:00
9. The Running - 4:36
10. Voice in Ramah - 4:43
11. Q to Cortel You - 3:06
12. Things We Carry - 4:49
13. Highway To Glory - 4:01

Art-Nr.: 8965
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Hard time train
City love, city lose
Oh Seraphim!
Greytown
Medicine man
My blue San Antone
The running
Things we carry

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Brown Band, Zac - pass the jar: live from atlanta ~ 2 cds & 1 dvd [2010]
2 CD & 1 DVD-Set! Live from The Fabulous Fox Theatre in Atlanta! Was für ein grandioses Konzert! Country, Roots-, Southern- und Jamrock-Freunde - alle werden sie an dieser Doppel-CD und vor allem an dieser 2-stündigen Live-DVD ihre helle Freude haben. Vor zwei Jahren, das neue Album der Zac Brown Band, "The foundation", wurde gerade veröffentlicht, mutmassten wir, wie sich im Nachhinein herausstellen sollte, mit geradezu hellseherischer Fähigkeit: "Amerika feiert die Zac Brown Band als die neue Senstion im Country-Circuit". Heute, Millionen verkaufter Alben und vier Nummer 1-Hits später, ist klar, wie sehr Amerika diese Band tatsächlich feiert. Doch der große Erfolg kam alles andere, als über Nacht, wie der ein oder andere vielleicht glauben mag. Nein, es ist ein Erfolg, für den die Band hart gearbeitet hat, durch Innovation, durch Kreativität, durch jahrelanges Touring, durch akribische Arbeit, durch Vertrauen in die eigenen musikalischen Fähigkeiten - und die sind immens. Die Zac Brown Band ist ein Phänomen, deren Spielvermögen und Abwechslungsreichtum ganz aussergewöhnlich sind. Durch ihren riesigen Erfolg in den Country-Charts werden sie natürlich von ihrem Label in den Staaten als Country-Band vermarktet. Das ist einerseits auch okay, weil die Songs ihres letzten Albums durchaus als Country(rock)-Songs zu bezeichnen sind, wenngleich mit einer deutlichen Roots-, Americana-, Southern-Note. Doch.die Zac Brown Band versteht sich selbst, wie es auch ihre unzähligen, loyalen Fans tun, als vielmehr, als "nur" eine Country-Band. Sie sind darüber hinaus eine (Southern)Rock-Band, eine Rootsrock-Band, eine vor Spielfreude nur so strotzende Jamrock-Band, die längst ein hoch angesehenes Standing in all diesen Genres, vor allem auch im Jamrock-Bereich, geniesst. Warum, das zeigt dieser überragende Auftritt der Truppe vom 30. Oktober 2009 aus dem alt ehrwürdigen Fox Theatre von Atlanta/Georgia, einer Show, die sie zusammen mit ein paar Freunden und Gästen (u.a. Kid Rock, Little Big Town, Joey + Rory) zu Gunsten des Wiederaufbaus des historischen Georgia Theatre's von Athens spielten. Zac Brown sagte eonmal voller Stolz über seine Musiker: "Everybody in my band is able to burn his instrument to the ground. I'm blessed because the people I play with are just fantastic". Wie recht er hat. Was die Truppe hier aufführt ist schlichtweg begeisternd. Wir hören in traumhafte Melodien gebettete, flockige Countryrock-Songs, die, bei allem Southern-Flair, genüsslich zwischen der karibischen Leichtigkeit eines Jimmy Buffett oder Kenny Chesney, und der sommerlichen Frische und Lockerheit der Eagles hin und her schwanken, aber wir hören auch von heissen Grooves getragenen Rootsrock mit Reminiszensen an The Band, wir hören sehr temperamentvolle, grassige Ausflüge, die an Railroad Earth oder Leftover Salmon erinnern, und vor allem hören und erleben wir auch kochenden, brodelnden, vor Spielfreude nur so strotzenden Southern Rock an der Schnittstelle zwischen Wet Willie, The Marshall Tucker Band, der Charlie Daniels Band und The Allman Brothers Band - teils mit ausgedehnten, rassigen Gitarren-Jammings, und vereinzelt auch mal mit einer, die Atmosphäre zusätzlich aufheizenden Bläser-Attacke. Doch im Grunde genommen läuft das ganze Konzert ungemein entspannt ab, auch wenn es auf der Bühne brennt. Das Feeling ist immer locker, ja hat gar so etwas wie ein entferntes, frühsiebziger-mässiges Grateful Dead-ähnliches Hippie-Flair. Was für eine klasse Live-Truppe! So erleben wir neben tollen Versionen der Hits des vergangenen Albums (u.a. "Whatever it is", "Jolene", "Toes", "Highway 20 ride" und "Chicken fried") und einiger neuer Zac Brown-Originale auch eine Menge hoch interessanter Coverversionen, wie z.B. Robbie Robertson's "The night they drove old dixie down", eine geniale Fassung von Charlie Daniels' "The devil went down to Georgia", die dem guten alten Charlie in beeindruckender Wesie zeigt, wie man dieser Nummer richtig Feuer unterm Hintern macht, eine beherzte, starke Fassung von dem The Marshall Tucker Band-Klassiker "Can't you see" (mit Gast Kid Rock als Lead-Sänger) und eine tolle Version von Bob Dylan's "I shall be released" (nur auf CD enthalten). Es ist wirklich mehr als beeindruckend, welch ein instrumentelles Feuerwerk alle Musiker abzubrennen (klasse beispielsweise das zündende, ausgedehnte E-Gitarren-Solo beim über 10-minütigen "Who knows") und welch ein phantastischer Sänger Zac Brown ist. Einfach wunderbar, diese warme, relaxte Stimme, die unterschwellig ein wenig an James Taylor erinnert, aber im Timbre durchaus auch Spuren von Alan Jackson, Jimmy Buffett und Henry Paul aufweist. Das Publikum im ausverkauften Fox Theatre ist aus dem Häuschen und feiert mit der Zac Brown Band eine ausgelassene Country-, Grass-, Roots-, Southern-, Rock-, Jam-Party, an der wir mit dieser tollen Doppel-CD und klasse gefilmten (in HD) DVD (toller Sound) teilhaben dürfen. Das sind zwei Stunden pure Freude! Ein grandioses Konzert einer großartigen Band! Kommt in einer edlen Digipack-Aufmachung mit feinem Schuber und reich bebildertem Booklet. Die DVD ist "code free" und somit auf jedem DVD-Player abspielbar!

Die komplette Setlist:

Disc 1:
1 Whatever It is - 4:04   
2 Let It Go - 4:37   
3 It's Not Ok - 4:09   
4 Jolene - 5:26   
5 Who Knows - 10:28   
6 The Night They Drove Old Dixie Down - 4:28   
7 Sic 'Em On a Chicken - 4:05   
8 Where the Boat Leaves From/One Love - 3:51   
9 Trying To Drive - 4:32   
10 Alabama Jubilee - 2:57   
11 Blackbird - 7:14   
12 The Devil Went Down To Georgia - 4:31   

Disc 2:
1 Can't You See - 5:46   
2 Highway 20 Ride - 4:15   
3 Whiskey's Gone - 2:47   
4 Colder Weather - 4:29   
5 Junkyard - 6:07   
6 Free/Into the Mystic - 7:36   
7 America the Beautiful - 1:41   
8 Chicken Fried - 5:10   
9 I Shall Be Released - 6:04   
10 Bar - 3:59   
11 Toes - 4:33   
12 We're Gonna Make This Day - 7:52   

DVD:
1 Intro   
2 Whatever It is   
3 It's Not Ok   
4 Jolene   
5 Who Knows   
6 The Night They Drove Old Dixie Down   
7 Sic 'Em On a Chicken   
8 Junkyard   
9 The Devil Went Down To Georgia   
10 Trying To Drive   
11 Alabama Jubilee   
12 Can't You See   
13 Highway 20 Ride   
14 Colder Weather   
15 Free/Into the Mystic   
16 Toes   
17 America the Beautiful   
18 Chicken Fried   
19 We're Gonna Make This Day   
Bonus Tracks:
20 Cheater Cheater - Joey + Rory
21 All American - Levi Lowrey
22 My Name is Money - Sonia Leigh
23 Money Don't Make You Happy - Nic Cowan
24 Say What?

Art-Nr.: 6909
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 29,90

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Bush, Kristian - southern gravity [2015]
Jennifer Nettles hat es getan. Jetzt zieht auch die andere Hälfte des mega-erfolgreichen Sugerland-Duos - Kristian Bush - mit einem Soloalbum nach und zwar einem ganz tollen. Inspiriert zu seinen Songs wurde Kristian durch Reisen um die ganze Welt, die er in den letzten Monaten getätigt hatte. Herausgekommen sei ein Fülle an Eindrücken und Ideen (in Kooperation mit vielen namhaften Songwritern wie Jeff Cohen, Rodney Clawson, Tim Owens, Scooter Carusoe, Paul Overstreet, Bob DiPiero, etc.), so der Protagonist, die zum einen, auf seinem Debüt ''Southern Gravity'' jetzt reflektiert werden, aber auch noch zu Genüge Stoff für weitere Werke bieten werden. Da darf man sich schon jetzt freuen, denn seine brandaktuelle Scheibe macht schon jetzt richtig Laune. Im Gegensatz zu Nettles, die sich unter der Regie von Rick Rubin (auch dank ihrer grandiosen Charakterstimme) eher sperrigem Singer-/Songriter-Liedgut verschrieben hatte, präsentiert Kristian (sein sehr angenehmes Vokalorgan bewegt sich in Sphären von Billy Currington, JT Hodges, Glenn Frey) auf seiner CD eher die Leichtigkeit des (New) Country-Daseins (wie man es schon an Titeln wie ''Flip Flops'', ''Feeling Fine California'', ''Sending You A Sunset'', ''Sweet Love'' oder ''House On A Beach'' deutlich vor Augen geführt bekommt), aber auch knackigen Countryrock und ein paar Americana-Anleihen. Die Mischung stimmt! Eine Scheibe voll immenser Frische, ungemein eingängig, voller positiver Energie, ja ein Werk, das für die Radiostationen geradezu prädestiniert ist und jede Cabriofahrt oder Poolparty bereichern wird. Man merkt schon nach wenigen Songs, dass man es hier mit einem absolut ausgeglichenen, zufriedenen, sehr angenehmen Menschen zu tun hat, der über seine Lieder relativ simple, aber auch durchaus mal kritische Botschaften transportiert. Zu den einzelnen Tracks gibt es im umfangreichen Faltbooklet (mit allen Texten) und jeweils kurze Statements/Zusammenfassungen von ihm. Ein gutes Beispiel ist seine erste Single '"Trailer Hitch'" (erreichte immerhin Platz 25 der Billboard Country-Charts) mit einem wunderschön relaxten Reggae-Groove, wo er fragt, warum alle Leute danach streben, reich sterben zu wollen (... I've never seen a hearse with a trailer hitch...), als ihr Dasein mit den einfachen Dingen des Lebens zu genießen. Das Tom Petty-verwandte ''Make Another Memory'' und das euphorisch-fröhliche ''Light Me Up'' hatten zuvor eröffnet. Grandios der Titelsong ''Southern Gravity'': Von ganz dezenten Untertönen des berühmten Band-Songs ''The Weight'' getragen, macht besonders die im Southern Rock verwurzelte Hintergrund E-Gitarrenarbeit, inkl. eines schönen Solos, Spaß. Hier ist vornehmlich Andrew DeRoberts (neben einigen anderen Saitenkünstlern, wie etwa Peter Stroud, Troy Lancaster) zu nennen, der auch bei anderen Titeln immer wieder klasse Fills und Soli einstreut. Das launige, Sommerstimmung verbreitende ''Flip Flops'' kommt im Kenny Chesney-Stil. Klasse hier, die auch in anderen Stücken immer wiederkehrenden Pedal Steel-Fills (gespielt von Justin Schipper, Dan Dugmore), die sich wie ein roter Faden durchs gesamte Werk ziehen. In eine ähnliche Kerbe schlagen weitere Nummern wie ''Giving It Up'' (herrlicher Banjorhythmus von Ilya Toshinsky), ''Feeling Fine California'' (mit typischer Westcoast-Note, klasse Harmoniegesänge von Megan und Rebecca Lovell, großartige E-Gitarren-Arbeit) und das Heartland-trächtige ''Sending You A Sunset'' (hier zirpt mal Kristians durch Sugarland bekannte Mandoline). Ein wenig nachdenklich stimmen Lieder wie das lässige ''Waiting On An Angel'' (wieder klasse Harmonies der Lovell-Sisters, schönes Slidehuitar-Spiel von DeRoberts) oder der abschließende Aussteiger-Song ''House On A Beach'' (tolle klare Akustikgitarre von leiernder Steel begleitet – dezentes Seventies-Flair), die am Ende aber in eine positive Stimmung münden. Kristian Bush serviert uns mit seinem Erstwerk ''Southern Gravity'' ein wundervolles New Country-Werk, das, wie gesagt, eine ungeheure Frische ausstrahlt und gerade auch musikalisch voll zu überzeugen weiß. Es wird mehr als deutlich, welch ein großartiger Songwriter Bush ist (das Album enthält nicht eine einzige schwache Nummer), und welche Bedeutung er auch für Sugarland hatte. Bei dem unzählige Hits abwerfenden Country-Duo gehörte die Lead-Stimme weitestgehend Jennifer Nettles, doch Kristian ist ebenfalls ein hervorragender Sänger, der eigentlich auch früher schon viel mehr Songs für sich hätte in Anspruch nehmen dürfen (müssen). Um die 300 Stücke hat Kristian Bush laut eigener Aussage noch im Köcher, da darf man sich schon jetzt, falls nur annähernd das Niveau gehalten werden kann, auf reichhaltigen Nachschub freuen. Wer mit Kollegen wie Kip Moore, JT Hodges, Kenny Chesney, Luke Bryan (sein "Spring Break"-Stoff) und z. T. auch einem klassischem Keith Urban gut kann, der bei auch bei Bush aufs Beste bedient . Mit seinem ''Southern Gravity'' dürfen die warmen Tage endlich eingeläutet werden. Exzellentes Solo-Debut! Bestnote! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Make Another Memory - 3.12
2. Light Me Up - 3.33
3. Trailer Hitch - 2.50
4. Southern Gravity - 4.12
5. Flip Flops - 3.42
6. Giving It Up - 3.51
7. Feeling Fine California - 4.24
8. Waiting on an Angel - 3.15
9. Walk Tall - 3.58
10. Sending You a Sunset - 3.57
11. Sweet Love - 3.44
12. House on a Beach - 3.50

Art-Nr.: 8829
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Make another memory
Trailer hitch
Southern gravity
Flip Flops
Feeling fine California
Walk tall
Sweet love

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Captain Legendary Band, The - tclb live [2013]
2 CD-Set! Was für eine großartige Band! Das 2010 erschienene Studioalbum der Captain Legendary Band (damals "firmierten" sie noch unter Charlie Hager & the Captain Legendary Band), "Smoking barrel", bezeichneten wir seinerzeit als wahres "Killer-Album". Weiterhin führten wir anlässlich ihres Gewinns als bester Live-Act bei den 2010er "Texas Music Awards" aus, dass dieser Gewinn "wahrlich keine Überraschung ist, wenn sie das, was sie auf ihrem Studioalbum anbieten, auch nur annähernd auf die Bühne bringen". Leute, und wie sie das es auf die Bühne bringen! "Hammer"! Die Captain Legendary Band verzückt die Welt der Red Dirt-Rock-, Countryrock-, Rootsrock-, Dixie Rock- und Southern Rock-Begeisterten mit einem tollen, wirklich beeindruckenden Doppel Live-Album ihrer Show vom 4. Mai 2013 aus dem Firehouse Saloon in Dallas/Texas, bestehend aus einem Acoustic- (CD 1) und einem Electric-Set (CD 2) von insgesamt satten 135 Minuten Spielzeit. Hat man sich diesen Live-Mitschnitt erst einmal "reingezogen", versteht man schnell, warum die Jury der TMA von den Auftritten dieser Truppe so überzeugt ist. Das ist die pure, von zwei exzellenten Lead Gitarren (Charlie Hager und sein kongenialer Partner Aaron Bancroft) bestimmte, countryfied Southern-/Red Dirt-Freude. Die Band, gegründet in Baton Rouge/Louisisana während der College-Zeit von Charlie Hager, residiert mittlerweile in dessen texanischer Heimat Humble, einem kleinen Städtchen im Harris County, nördlich von Houston. Seine musikalischen Einflüsse und die der Band beschreibt Hager als tief verwurzelt im Southern Rock und Blues, aber auch im Outlaw Country und Countryrock. In Namen ausgedrückt nennt er Waylon Jennings, Jerry Jeff Walker, die Ozark Mountain Daredevils, The Marshall Tucker Band, Lynyrd Skynyrd und die Outlaws. Wie vorzüglich die Truppe (neben den erwähnten Gitarristen Charlie Hager und Aaron Bancroft gehören noch Charlie's Bruder Jeff Hager am Bass und Drummer Matt Groll zum Line-Up) diese Einflüsse in ihren Stücken auf ihre ganz eigene Art und Weise zum Ausdruck bringt, zeigen sie voller Nachhaltigkeit bei der hier vorliegende "Firhouse Saloon"-Show.- auch bei dem Acoustic-Set. Die Band spielt voller Dynamik und bringt die pure Spielfreude rüber. Es entsteht eine wunderbare Southern-Atmosphäre. Die Musikalität der Jungs ist exzellent, die Lead-Gitarren (auch die akustischen), inklusive grandioser, wechselseitiger Soli, sind die pure Wonne, der Sound ist glasklar. Ausnahmslos großartiges Songmaterial, oft kompakt, mit tollen Melodien, aber auch mit ausreichend Freiraum für die vielen, teils sehr jamfreudigen Instrumentalpassagen. Als fünften Mann haben sie bei der Show noch den dritten Gitarristen Billy Jo High mit auf der Bühne, der auch häufig die Pedal Steel bedient. Einzelne Song-Highlights herauszupicken, ist nahezu unmöglich - zu gut und ausgewogen ist das Material. Stellvertretend für einen fantastischen Gesamtauftritt seien für den Acoustic-Set solche Titel wie der traumhaft melodische, flockige Countryrocker "Kemah bay" (tolle Pedal Steel-Fills, großartiges, wechselseitiges Acoustic Gitarren-Solo der beiden Saitenkünstler), der dynamische, bluesige, von grandiosem Gitarrenspiel geprägte Boogie "Train song", sowie der packende, in bester MTB-/Lynyrd Skynyrd-Tradition präsentierte Southern-/Country-Rocker "Lost in a song" (mehr southern als country) mit seiner furiosen, rund 3-minütigen, "Freebird"-mässigen, finalen (Acoustic)Gitarrenschlacht, und für den Electric-Set solche "Knaller" wie der flüssige, lässige Countryrocker "Brianna" (tolles, southern-rooted Dual Lead Guitar-Solo), der dampfende, lupenreine Outlaws-mässige Southernrocker "Smoking barrel" (furiose "Green grass & high tides"-kompatible "guitar-battle"), sowie der famose Outlaw-/Southern-/Red Dirt-Rocker "Where did I go wrong" erwähnt, in den die Band plötzlich eine ausgedehnte Cover-Passage von Pink Floyd's "Time" aus deren Jahrhundert-Werk "Dark side of the moon" einbaut (großartig, wie man in eine Floyd-Nummer so viel Southern Rock-Atmosphäre hineinbekommt). Nebem den bereits genannten musikalischen Einflüssen der Band, dienen als weitere Vergleichsgrößen der jüngeren Vergangenheit sicher auch solche Kollegen wie beispielsweise Cross Canadian Ragweed, The Band Of Heathens, Blackberry Smoke und Whiskey Myers. Vermutlich Ende 2014 wird die Captain Legendary Band in unseren Gefilden für ein paar Club-Gigs zu Gast sein. Dieses Live-Album weckt darauf die pure Vorfreude. Baumstarkes Teil!

Die komplette Setlist:

CD 1: Acoustic Set
1. Cold Texas Night - 6.13
2. Back 2 Home - 4.09
3. Leaving Louisiana In The Broad Daylight - 5.10
4. Kemah Bay - 4.38
5. Train Song - 4.00
6. Writing On The Wall - 4.37
7. Heartbroke Bank Robery - 5.11
8. Put Me In My Place - 5.06
9. Louisiana Moonshine - 4.46
10. Gypsy Eyes - 5.06
11. P&WT - 5.11
12:Standing On The Rock - 2.18
13. Lost In A Song - 8.00

CD 2: Electric Set
1. Brothers - 4.18
2. NE TX Women - 4.19
3. Lifetime - 5.22
4. Brianna - 4.53
5. Where Did I Go Wrong - 8.14
6. Flyin' - 4.09
7. I Can't Change - 4.21
8. Honey - 4.17
9. Harry The Beast Stomp - 2.14
10. Down - 4.37
11. The Captain - 7.10
12. Cocaine Afternoon - 2.52
13. Moonshiner's Prayer - 5.15
14. Smoking Barrel - 9.04

Art-Nr.: 8596
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Back 2 home
Kemah Bay
Train song
Lost in a song
Brothers
Brianna
Where did I go wrong
Honey
Smoking barrel

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Church, Eric - mr. misunderstood [2015]
Irre! Ein Album wie aus dem Nichts! Und was für ein Killer-Teil! Es gab keinerlei Anzeichen, dass Eric Church ein neues Album in der Pipeline hätte - nicht die Spur. Dann, am Dienstag (3.11.2015) und Mittwoch (4.11.2015) bekamen die Mitglieder des "The Church Choir", das ist der Fanclub Eric Church's, plötzlich die Nachricht von einem brandneuen Album - und schon war es auch schon auf seiner Website und bei einem Digital-Anbieter verfügbar. Jetzt, gerademal eine Woche später, liegt auch schon die "echte" CD vor - und wir haben sie hier! So spektakulär diese Veröffentlichung von statten ging, so apektakulär ist das Resultat. Keiner der 10 neuen Songs auf "Mr. Misunderstood" schwächelt auch nur ansatzweise. Eric Church mit einem brillanten Output! Es ist toll zu beobachten, dass der Country-Superstar, der in der jüngeren Vergangenheit "tonnenweise" mit Mega-Erfolgen aufwarten konnte, sich stetig weiter entwickelt und weiter wächst, auch als Singer-Songwriter. Alle 10 Stücke hat Church mitkomponiert, die Hälfte davon hat er komplett allein geschrieben. Und eine Nummer ist stärker, als die andere. Komplett eingespielt mit seiner Touring Band und Produzent Jay Joyce, der zusätzlich Gitarre spielt, hören wir Eric Church auf einem neuen, kreativen Höhepunkt. Der mächtige Bombast und die soundmässige Effekthascherei des dennoch hervorragenden Vorgänger-Werkes "The outsiders" ist weitestgehend verschwunden. Wir erleben Church und seine Band deutlich zurückgenommener, klarer, und musikalisch und instrumentell auf den Punkt gebracht. Das neue Werk ist ein fantastisches, zeitgemässes, modernes Countryalbum geworden - und doch wird es den Traditionalisten wohl wieder zu "rockig", zu rootsig, zu vielschichtig, zu stark unterlaufen von anderen Musikrichtungen sein. Ja, wir hören deutliche Eibflüsse von Americana, Soul, Southern Rock, und vor allen Dingen von Roots- und Heartland Rock - und dennoch ist das Country! Country mit dem Zeitgeist des Jahres 2015 - innovativ und kreativ auf höchstem Niveau. Was ist der Bursche dabei in der Lage für wunderbare Melodien zu kreieren. Genial gleich der Opener, das Titeklstück "Mr. Misunderstood": Fängt bedächtig und schön balladesk, in einem akustischen Rahmen an. Doch als die Drums und die komplette Band einsetzen, entwickelt sich ein herrlich knackiger, ja kerniger, erdiger, straighter, stetig im Tempo anziehender Heartland-/Countryrocker, der sich mit seiner traumhaften Melodie tief in unseren Gehörgängen festsetzt und nicht mehr weichen will. Diese Nummer würde "wie gemalt" auch in den Fundus eines Bob Seger oder John Mellencamp passen. Einfach famos! Und so geht das munter weiter. "Mistress named music" bringt alte Southern Rock-Tage ala The Marshall Tucker Band oder Lynyrd Skynyrd in Erinnerung, das rootsrockige "Knives of New Orleans" besticht mit einem feinen Americana-Flair und abermals einem Touch Heartland Rock, sowie einem tollen Groove, und das herrlich melodische, völlig locker dargebotene "Round here buzz" mit seinen transparenten Gitarren ist allerbester, lupenreiner, zeitgemässer Nashville New Country, reif für einen kommenden Nr. 1-Hit Churchs. Eine weitere herausragende Nummer hören wir mit der hinreissenden, R & B-/Blues-/Soul-/Roots-Ballade "Mixed drinks about feelings", die Eric mit der grandiosen Susan Tedeschi (Tedeschi Trucks Band) im Duett vorträgt. Ein klares Statement dafür, welch große Reputation Church mittlerweile auch in Genre-übergreifenden Musikerkreisen genießt. Großartig auch das genauso flockige, wie knackige, mit einem unwiderstehlichen Country-Charme ausgestattete "Record year", wie auch das das Album abschließende, seinem kleinen Sohn gewidmete "Three year old", eine wahres Musterbeispiel einer genauso modernen, wie rootsigen, ursprünglichen, unaufdringlichen, wunderschönen Countryballade. "Mr. Misunderstood" ist so eine seltene Art von Album, von dem die Fans eines Künstlers träumen, denn es demonstriert in beeindruckendster Art und Weise die gesamte Bandbreite und Fähigkeiten ihres Lieblings. "The sky's the limit". Ja, Eric Church ist unter diesen vielen, jungen Stars in Nashville etwas ganz Besonderes - und zwar im nur erdenklich positivsten Sinne. Besser als momentan war dieser Mann noch nie. Eines DER Highlights unter Nashville's Veröffentlichungen 2015!

Das komplette Tracklisting:

1. Mr Misunderstood - 5.19
2. Mistress Named Music - 5.22
3. Chattanooga Lucy - 3.22
4. Mixed Drinks About Feelings (feat. Susan Tedeschi) - 2.58
5. Knives of New Orleans - 4.01
6. Round Here Buzz - 3.34
7. Kill a Word - 3.19
8. Holdin' My Own - 3.55
9. Record Year - 2.59
10. Three Year Old - 3.46

Art-Nr.: 9034
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Crow Band, Bart - desperate hearts [2008]
Welch ein Fortschritt! Großartig! Das zweite Album der texanischen Bart Crow Band ist schlichtweg ein "Countryrock-Hit", der einfach runter geht wie Öl! Als die Truppe mit ihrem klasse Debüt "Finally" vor rund zwei Jahren voller Unbekümmertheit die Texas "Red Dirt"-/Countryrock-Bühne betrat, prophezeiten wir bereits, wie auch einige andere Experten, dass hier einer der vielversprechendsten, neuen Szene-Acts heranwachsen würde ("Texas’ next rising star is born...")! Das Album verkaufte sich tierisch gut, die Single "Wear My Ring" hielt sich über zwanzig Wochen (!) in den Texas Music-Charts ("a song that just won’t go away", äußerte sich seinerzeit Jason Boland dazu) und deren Nachfolger "Driftin’ In The Wind" ergatterte 2007 sogar einen Platz unter den 10 meistgespielten Stücken im Texas Music-Radio. Ein toller Erfolg, der nun mit dem zweiten Album der Band neue Höhen erreichen dürfte, denn dieses Werk ist nochmal um Längen stärker als der Vorgänger! Apropos "Driftin' in the wind": Aufgrund des großen Erfolges entschied sich die Band kurzerhand diesen Song für das neue Album gleich noch einmal einzuspielen, diesmal noch frischer, noch dynamischer, noch besser! Ein Traum-Countryrocker mit einer tollen Melodie, irgendwo angesiedelt zwischen No Justice und besten Restless Heart-Tagen! Man spürt direkt die exzellente Handschrift des neuen Produzenten Mack Damon (bekannt für seine musikalische Vielseitigkeit), der in seinen Rhapsody Street Studios in San Antonio,Texas den Schritt vom zuweilen etwas unausgereift wirkenden "Demotape-Charme" des Erstlings zu einem satten, voller Transparenz steckenden, klaren, moderneren Sound mit Bravour vollzogen hat, ohne der Band dabei ihre Unbekümmertheit, Zwanglosigkeit und Ursprünglichkeit auch nur ansatzweise zu nehmen (in diesem Punkt ist die "Red Dirt"-Fangemeinde eh besonders sensibel). Nein, es stimmt jetzt einfach alles! Bart Crow's humorvoller Kommentar hierzu: "The first time I heard our very first record right off the mixing board I thought it was the best thing that ever happen to the planet. Boy did I have a lot to learn”. Die musikalische "Öffnung" für ein breiteres Publikum wird im Verlauf der weiteren zwölf Stücke konsequent durchgezogen. Es gibt mit dem wunderbaren "St. Valentine" eine Fremdkomposition aus der Feder von Jason Boland (erinnert gar ein wenig an eine texanische Abwandlung des Dylan/Byrds-Klassikers "Mr. Tambourine Man"), ein Stück aus der Feder des Lead Gitarristen Paul Russell ("Back Down" - herrlicher, leicht southern-angehauchter, lockerer Countryrocker mit markantem, flockigem Stratocaster-Spiel und am Ende mit einem starken Retro E-Gitarren-Solo), zwei klasse Nummern aus der Kombination Paul Russell/Bart Crow ("Change" - politischer Text, dezent psychedelisch angehaucht und schön roostig, sowie "Tami“ - lässiger New Country-Rock/-pop, melodisch im Stile von Sister Hazel mit leicht "nasalem" Gesang), doch der übrige Anteil der Songs wurde vom Bandleader im Alleinregie geschrieben. Schnell und deutlich bemerkt man die Weiterentwicklung, die Bart Crow auch beim Songwriting vollzogen hat. Die Stücke wirken viel ausgefeilter, vielseitiger, reifer und auch in Text und Musik deutlich komplexer und frischer strukturiert. Hervorragend die von einer wunderbaren, Gänsehaut erzeugenden Melodie durchzogene Ballade "Hollywood", durchströmt von toller Stratocaster-E-Gitarren-Arbeit und glänzenden, weiblichen Background Vocals von Fallon Franklin, wobei nicht einmal vor einem ganz dezenten Streicher-Einsatz zurückgescheut wird, der aber deutlich durch ein am Ende eingestreutes, vorzügliches E-Gitarren-Solo jeder Zeit in Schach gehalten wird. Auf dem Fuße folgt mit "Understand" ein weiterer "Kracher", der diesmal als erste Single ausgewählt wurde. Das Stück erinnert in seiner Lockerheit an Sachen von No Justice oder Wade Bowen. Bei diesem herrlichen, zum Mitwippen anregendem Gitarren-Rhythmus und dem zum Mitsingen animierenden, eingängigen Refrain, wird selbst der gefühlsmäßig kälteste Eisblock in rasender Schnelle zum Schmelzen gebracht. Wir sind uns sicher, dass dieser Song noch so manche Cabriofahrt auf den texanischen Highways begleiten wird. Absolut hitverdächtig! "Roses" und die texanische, fröhliche Countrynummer "Once A Day" (mit sirenenartigem Fiddle-Spiel von Nick Worley) pendeln irgendwo zwischen Randy Rogers, Pat Green und Django Walker. Der Titelsong "Desperate Hearts" glänzt mit einem recht rockigen Ambiente, wie man es beispielsweise von der Ryan Bales Band oder auch etwas "braveren" (was wir in diesem Zusammenhang alles andere als negativ meinen) Cross Canadian Ragweed her kennt. Das melodische, sehr rhythmisch dargebotene "New York" (klasse Harmoniegesänge) geht ähnlich wie "Understand" wieder direkt in die Beine und das abschließende, traumhaft schöne "Forever" (mit großartiger Steelguitar-Einlage von Bobby Flores) beendet balladesk den Reigen von ausnahmslos herrlichen Countryrock-Stücken, ohne eine einzige Schwachstelle zu offenbaren. Die Songs machen einfach Laune, was auch Kyle Hunt, ein texanischer Musiker-Kollege Crow's, treffend reflektiert: "Bart Crow’s sound reflects his personality, it is what he is, unique, laid back, real and fun. The songs just make you wanna sing along.” In der tat bleiben diese Nummern einfach wunderbar in den Ohren hängen. Bart Crow und seinen Freunden ist mit "Desperate Hearts" ein Riesen-Album gelungen. Dank des neuen Produzenten Mack Damon und einer genauso professionellen wie unbekümmerten, frischen, vor allem Dingen sehr ausgereiften Leistung der Band ist ein weiteres Kleinod texanischer Roots-/New Country-/Countryrock-/"Red Dirt"-Musik entstanden, das die Fans in Windeseile in ihr Herz schließen werden. Hier scheint eine steil nach oben gerichtete Entwicklung angesichts ihres enormen Potenzials (wie bei der Randy Rogers Band) beinahe vorprogrammiert. Die Bart Crow Erfolgsgeschichte geht weiter! Ein tolles Album! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 5586
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Driftin' in the wind
Back down
Understand
Sweet imitations
Desperate hearts
Forever

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Dixie Chicks - taking the long way ~ expanded edition mit bonus dvd [2006]
CD/DVD-Set! Die DVD ist "code free" und somit auf jedem DVD-Spieler abspielbar! Ein halbes Jahr nach der Veröffentlichung des aktuellen Dixie Chicks-Albums "Taking the long way" erscheint nun eine neue "Deluxe"-Ausgabe dieses großartigen Werkes! Neben der normalen CD enthält die Edition eine zusätzliche (Live)-DVD mit höchst interessantem und überaus lohnenswertem Material. Zunächst erleben wir einen sehr introvertierten, wundervollen, am 24.5.2006 in den Sony Music Studios von New York City mitgeschnittene Live-Auftritt der Damen, der einmal mehr ihre ganze Klasse und ihr Charisma untermauert. Eine herrliche, akustische Performance im Full Band Arrangement (in der Begleitband spielt unter anderem David Grissom die akustische Gitarre) von rund 23 Minuten Spieldauer mit exzellenten Versionen von "The long way around" (sehr knackig, flott, tolle Harmonien, großartige Fiddle von Martie), "Easy silence" (sehr intim und entspannt, sehr melodisch, toll gesungen), "Voice inside my head" (knackig, rootisg, Emily spielt eine starke Lap Steel-Gitarre) - diese 3 Stücke sind vom aktuellen Studioalbum und werden live n einer deutlich rootsigeren Americana-beeinflußten Version gespielt - , "Truth No. 2" (klasse Banjo von Emily) und dem fantastischen "Wide open spaces"! Anschließend sehen wir noch den offiziellen Video-Clip zu "Not ready to make nice", sowie eine interessante Unterhaltung von den 3 Mädels und Produzent Rick Rubin über das Album! Das ganze Set komt in einem edlen, 3-fach aufklappbaren Digipack mit 24-seitigem Booklet, umhüllt von einem schönen Schuber mit Prägedruck-Aufschrift! Tolles CD-/DVD Combo-Set, das selbst für die, die die Scheibe bereits haben, aufgrund der prächtigen DVD allemal noch zusätzlich lohnend erscheint!
Hier nochmal der Review zur "normalen" CD:
4 Jahre sind seit ihrem wundervollen Album "Home" vergangen! Was ist in der Zwischenzeit mit den Dixie Chicks nicht alles passiert? Erst die Jubelarien über "Home", dann Natalie Maines "Anti-Bush"-Äußerungen während eines Konzertes in London - sie wurden attackiert, geradezu "geächtet", aus dem Nashville-Radio verbannt, ihre Musik wurde aus den Playlists gestrichen. Ein ganzes "System" versuchte sie abzustrafen, doch ihre Fans standen immer hinter ihnen, wie auch unzählig viele Musiker-Kollegen, unter denen die Dixie Chicks ihr eh schon hohes Standing noch mehr untermauerten. Nach der vielumjubelten "Top of the world"-Tour legten sie eine Pause ein, sorgten allesamt für Familienzuwachs, und begannen langsam sich auf ihr "Comeback" vorzubereiten, das sie schon seinerzeit, während ihres Konflikts mit den Medien, als "Trennung von Nashville" ankündigten. Nun liegt "Taking the long way" vor, und es ist, dies vorab, ein Meisterstück geworden! Die Dixie Chicks präsentieren sich in jeder Hinsicht stärker und ambitionierter als je zuvor, puschen sich regelrecht zu neuen Höhen, sowohl als Songwriter, als auch als Performer! Ein traumhaftes Album! Und es kommt, wie sie es angekündigt hatten: Ihre Country-Wurzeln und Texas-Roots nie verlierend und stets wahrend, entfernen sie sich weitestgehend vom Nashville-Mainstream, hin zu äußerst niveauvollem, rootsigem Alternate Country/ Americana/ Countryrock-/pop mit einer gepflegten Portion Singer/Songwriter-Mentalität. Das bekommt ihnen ganz hervorragend, macht sie variabler und "unberechenbarer" als je zuvor! Dabei haben sie nichts, aber auch gar nichts, von ihren faszinierenden Melodien eingebüßt! Voller traumhafter Schönheit, musikalisch herrlich arrangiert und dominiert von Natalie Maines' charismatischem, unverwechselbarem Lead-Gesang in Verbindung mit Martie Maguire's und Emily Robison's wundervollen Harmonien, schleichen sich die 14 Songs mit all ihrer Magie unwiderstehlich in das Innerste unserer Ohren und unserer Sinne. Vom bluegrassigen Touch des Vorgängers ist nichts mehr zu spüren. Die Musik ist, trotz aller Emotionen und Gefühle, sehr knackig und durchaus kraftvoll in Szene gesetzt. Produzenten-Genie Rick Rubin, der ja beispielsweise auch die berühmte "American Recordings"-Reihe von Johnny Cash umsetzte, hat das Album in einen fantastischen, exakt auf den Punkt gebrachten, trockenen, aber herrlich transparenten Sound gepackt, die die famosen Musiker bestens ins richtige "Licht" rücken. Unter denen befinden sich solch illustre Namen wie die "Heartbreakers" Benmont Tench (Keyboards) und Mike Campbell (Guitars), Lloyd Maines (Pedal Steel, Mandolin), Red Hot Chili Peppers-Drummer Chad Smith, Lenny Castro, Larry Knechtel, Marvin Etzioni, Gary Louris (Jayhawks), John Mayer, Bonnie Raitt, Keb 'Mo', und, und, und! Alle Tracks wurden von den Chicks selbst komponiert, jeweils mit der Unterstützung solcher Kollegen wie Dan Wilson (ex-Semisonic), Gary Louris (ex-Jayhawks), oder auch Keb 'Mo' (das voller Southern Soul steckende, Gospel-bluesige, mit tollem E-Piano garnierte, wunderbare "I hope"), Sheryl Crow (die großartige, knackige Pop-Rock-Ballade "Favorite year"), und Crowded House's Neil Finn (das etwas schwebende, balladeske, dennoch wieder sehr knackige, von schöner Geige und Banjo geprägte "Silent house")! Ein paar weitere Highlights eines Albums, das man auch komplett als ein einziges Highlight betrachten muß: "The long way around", ein traumhafter, von schönen Acoustic Gitarren-Riffs eingeleiteter, herrlich flockiger, schwungvoller, wundervoll melodischer Countryrocker, der auch auf "Wide open spaces" einen zentralen Platz hätte einnehmen können (tolle, würzige E-Gitarre, dezente Steel-Einlagen von Natalie's Vater Lloyd Maines, schönes Banjo, trockenes Drumming), das grandiose, ideal zwischen staubigen Texas-Roots und pop-rockigem "Bombast" (was hier in keinster Weise negativ geneint ist - ganz im Gegenteil, denn es drückt die ganze Dramaturgie dieser Nummer aus) hin und her schwankende, genauso emotionale, gefühlvolle, wie von unbändiger Kraft gekennzeichnete "Not ready to make nice", in dem die Dixie Chicks die Geschehnisse der Vergangenheit aufarbeiten und deutlich zum Ausdruck bringen, daß sie noch lange nicht soweit sind zu "verzeihen" (Natalie Maines singt hinreißend), der erfrischende, mit toller Mandoline ergänzte, wunderschöne, melodische, lockere Americana-/Countryrocker "Everybody knows" (mitgeschrieben von Gary Louris, was diesem Song ein gepflegtes Jayhawks-Flair verpasst), die großartige, rootsige Alternate Country-/Countryrock-Ballade "Bitter end", das furios, fast rotzig und ungemein staubig, im besten Texas Roadhouse-rockin'-Stil abgehende, von Mike Campbell mitkomponierte "Lubbock or leave it" (toller Banjo- und Schlagzeug-Drive), das Slide-/Lap Steel-getränkte, melodische, schön kraftvolle, epische "Voice inside my head" usw., usw.! Das ist genau die richtige Antwort, die die Dixie Chicks ihren Kritikern geben konnten: Ein Album von einer solchen Brillanz! Ganz groß! Unsere tiefste Verneigung der Anerkennzng! "Taking the long way" wird als Meilenstein in die Geschichte der Dixie Chicks eingehen!

Art-Nr.: 4626
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 21,90

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